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Eckhardt's Homiletisches Reallexikon, 1907–1917

A cumulative subject index to seven Missouri Synod periodicals, compiled by E. (Ernest) Eckhardt (1868–1939) and printed at St. Louis between 1907 and 1917. Under each headword it sets numbered theses, and beside each thesis the places where the periodicals had treated it — by volume and page, running twenty years past the last of Der Lutheraner's own registers. Where the archive holds the volume a citation names, the citation below is a link to that page.

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Die Schule (1913)

574 entries — page 10 of 15.

Rechnen

— Die Schule (1913)

Rechnen. Abhandlungen. Anweiſung für den Rechenunterricht nach den von der Synode herausgegebenen Erempelbüchern. 7, 88—91. 111. 138—145. 177—184. 216—221. Der Zahlentreis von 1—100, ſoweit er im erſten Schuljahr behandelt werden ſoll. 30, 170—182. Der Rechenunterricht in unſern Schulen im Verhältnis zum praktiſchen Leben. 37, 245—252. Neue Rechenmethode der Addition. 13, 213—219. Beitrag zum Rechenunterricht. 23, 57—64. Nach Adam Rieſen. 16, 147—152. Mathematics in the grades. 44, 84-87. 111-115. Arithmetic is now made easy. 45, 143-147. A practical lesson on division of fractions, developing the rule of inverting the divisor. 43, 339-342. Rechnen.

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1. Geſchichtliches Die Schule (1913)

1. Geſchichtliches. Zur Geſchichte der Rechenkunſt. 40, 6, 19—25. 372—375. Das Rechnen der alten Römer 3, 335—341. Rechnen mit lateiniſchen Ziffern 27, 381—383. Rech⸗ nen zur Zeit des Pietismus L. W. 53, 390. Rechnen in früheren Jahren unſeres Landes 32, 172. 173. Zur Geſchichte der Ziffern. 33, 87. 88.

  • L. W. 53, 390

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— Die Schule (1913)

2. Notwendigkeit und Wichtigkeit. Rechnen iſt nos— wendig. Jedes Kind muß es können. Eine Schule welche hierin nichts leiſtet, wird bald in Verruf kom— men. 37, 36. 3. Aufgabe und Ziel des Rechenunterrichts in uuſen Schulen. Der Rechenunterricht in unſern Schulen her es nicht mit Ausbildung von Geſchäftsleuten zu tun 12. 52, ſondern ſoll die Kinder befähigen, die im gewöhn— lichen bürgerlichen Leben vorkommenden Rechenaufgaben ſicher und möglichſt ſchnell zu löſen. Daneben ſoll er aun den Verſtand und die Urteilskraft des Schülers bilden urd ſchärfen. 12, 51. 4. Die Sprache. Allgemein wird man zugeben mü— ſen, daß der Rechenunterricht nicht in einer Sprache ge— ſchehen ſoll, die es dem Lehrer ſchwer macht, ſich ge— läufig auszudrücken und die die Kinder nicht ſo gut ver— ſtehen. In unſern Schunlen ſollte der Unterricht enz— liſch erteilt werden. 12, 276. Die Zeit, wo man un— ter uns die Frage erörterte, ob deutſch oder engliſch 11, 268, iſt vorüber. — Faſt jedem Lehrer iſt das Eng. liſche geläufig, die Kinder ſind fähig, es zu lernen. Le— ren wir ſie nicht engliſch rechnen, ſo ſuchen die Eltern dieſem Mißſtand anderweitig abzuhelfen. 12, 83. Anm. a. Wenn man in den Kaufladen geht, bedient man ſich doch gewöhnlich der engliſchen Sprache. Ant kauft man keine Ellen und bezahlt keine Thaler und Groſchen. Anm. b. Mangel an Sprachgewandtheit des Lehrers iſt kein Grund gegen das Engliſche. Man bewegt ſic im Rechnen in einem ſehr engen Kreiſe von Ausdrücken Anm. c. Gegen engliſchen Rechenunterricht machte man früher folgende Einwände geltend: 1. Dadurch werde der Sucht, das deutſche Weſer abzuwerſen, Vorſchub geleiſtet. — Aber haben in unſern Verhältniſſen Eltern nicht das Recht, zu wünſchen, daß ihre Kinder tüchtig engliſch rechnen lernen? Kommen wir dem berechtigten Wunſch der Eltern nicht nach, ſo gehen unſere Schulen rück wärts. 12, 82. 83.

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2. — Die Schule (1913)

2. Es ſei nicht möglich, daß der Schüler zu einem richtigen Auffaſſon und Verſtändnis des Rechnen⸗ komme. Aber kann der Amerikaner nicht auc rechnen?

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3. — Die Schule (1913)

3. Kinder ſeien in den Unterklaſſen zu wenig be— wandert mit dem Engliſchen. — Aber ſie ſind ort eben ſo wenig im Hochdeutſchen bewandert. Den. Unterricht in den Unterklaſſen deutſch und in den Oberklaſſen engliſch zu treiben, iſt nicht zu ompfeh⸗ len. Sind den Kindern die deutſchen Ausdrücke geläufig geworden, ſo bleibe der Unterricht auck deutſch. 12, 53. 82. Anm. d. Die deutſche Rechenmethode kann man frei— lich auch im engliſchen Rechenunterricht beibehalten.

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5. — Die Schule (1913)

5. Wie ſoll der Rechenunterricht erteilt werden? a. Der Unterricht ſei nicht bloß mechaniſch. Geiſttötender Mechanismus. 38, 2. 3. Deim Zahlenraum von 1—1000 wird wochenlang nur addiert, ſo daß die Kinder alles mechaniſch treiben. So wird in den meiſten engliſchen Schulen gerechnet. 7, 88. — Vergl. Das Mechaniſche im Rechenunterricht. 38, 1—6. Das Kind ſoll vor allen Dingen zum Verſtändnis des Rechnens kommen, ſoll denken lernen. Rechenunterricht iit der Schleiſſtein des Verſtandes. 38, 1. Es iſt des Lehrers Sache, die Kinder zum Verſtändnis zu führen. 7, 88. Dazu dient, daß man 1. die Regel an Beiſpielen entwickelt und be— gründet. — Auch wenn eine Sache ſchwer klar zu machen iſt, wie inverting the divisor, kann man Gründe dafür angeben. 44, 246; 2. alle vier Spezies durcheinander wirft; 3. viele eingekleidete Erempel gibt. In unſern Rechenbüchern kommen die abſtrakten Zifferaufga— ben in Menge und dann noch paar eingekleidete. Umgekehrt ſollte es ſein. Anm. Doch gibt es auch ein mechaniſches Rechnen, das nicht ſchädlich iſt. Die Elemente des Rechnens müſſen mechaniſch angelernt werden. b. Nicht für die Schule, ſondern für das Leben ſoll man lernen. Es werden viele Erempel gerechnet, die für das praktiſche Leben keinen Nutzen haben, und darüber wird oft die Hauptſache ver— nachläſſigt. 42, 27. Man mutet den Kindern die ſchwierigſten Zahlenverhältniſſe zu, während ſie das Ein— maleins noch nicht können. 43, 283. — Vergl. Ein über Vereinfachung des Rechenunterrichts 44, 143 1 152. Anm. a. Was gehört in die Schule? Die vier Spe— zios, Regel de tri, gemeine Brüche, Dezimalbrüche. be— nannte Zahlen, das Allernotwendigſte aus der Raum— lehre, die Anwendung der Dezimalrechnung, Compound breportions, erweiterte Raumlehre. Anm. b. Fort mit allem unnützen Vallaſt, weg mit Erempeln, die in die Millionen gehen, mit langen Mul— tplitations- und Diviſionserempeln, ſchweren Briichen, eust common multiple. greatest common clivisor. J. 112. 113. 37, 351. 355. Kursrechnen gehört nicht in die Volksſchule. 38. 116. Anm. e. Praris und Theorie müſſen verbunden ſein. c. Kopfrechnen mußefleißig getrieben werden. übe Kovfrechnen ohne Tafel wenigſtens zweimal ſoviel als mit Tafel, aber nie kopfloſes Tafel— rechnen. 19, 8. Kopfrechnen und Tafelrechnen können verbunden werden. 5, 30. Rapid Addition. 43. 214 bis 217. Anm. a. Man ſoll aber nur Zahlen nehmen, die die Kinder im Kopfe behalten können.

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— Die Schule (1913)

Anm. b. Wie man dabei verſchiedene Klaſſen zuglet beſchäftigen kann ſ. Lind. 191. Lind. 192. 193. Anm. c. Der Lehrer ſollte ein wohlgeordnetes Auf— gabenbuch dazu haben. 5, 300. Lind. 188. 199. d. Der Lehrer verweile bei den Elemen⸗ ten und beſchäftige ſich viel mit der Unterſtufe. 13, 273. — Er gehe nicht zu ſchnell vorwärts, ſonſt kommt der Verſtand der Kinder nicht mit. 46, 112. 5, 300. Lind. 188. e. Der Unterricht ſei anſchaulich. Vergl. Lehrmittel. Bei dem Eintritt in die benannten Zahlen ſollte man eine Wage, Gewichte, Maße u. ſ. w. haben. 38, 260. f. Der Unterricht muß vom Leichteren zun Schwereren, vom Bekannten zum Unbekanmten fortſchreiten. g. Man ſoll auch im Rechenunterricht gutee Spra⸗ che gebrauchen und alle falſchen Ausdrücke meiden. Ausdrücke, bei denen man aufpaſſen muß, ſind z. B. to cancel 41, 11, equals to 41. 47-49.—5N7 is or are. 41, 48.—Arithmetic and Language 41, 9. 48. 77. Anm. a. Auch folgende Winke ſind nicht überflüſſz: Der Lehrer 1. mache nicht zu viele Abteilungen im Rechnen. Das wäre ein großes Hindernis. Oft kann man. zwei Klaſſen in eine verſchmelzen. 43, 59; 2. laſſe viele Exempel von den Kindern an der Wandtafel rechnen. Das iſt gewiſſermaßen ein Exa⸗ men; 3. rede nicht zu viel dabei: 4. ſehe darauf, daß die Zahlen immer ſchön und gut geſchrieben werden; ů keine Antworten in die 5. gebe den Kindern Hände;: 6. wiederhole fleißig; 7. forſche nach, warum manche Kinder zurüln bleiben; S. mache nicht mit einzelnen Kindern Parade: 9. gebe nicht zu ſchwere Exempel zu Hausaufga— ben auf: 10. mache ſich einen Plan, welches Ziel er im Auge haben will; Lind. 187. 11. gehe nicht ab von dem in den Rechenbüchern vorgeſchriebenen Lehrgang. 44, 113. Anm. b. Auf den Lehrer kommt das meiſte an, wenn Erfolg da ſein ſoll. 6. Notizen und praͤktiſche Arbeiten über die verſchiede— nen Rechnungsarten. a. Zahlenraum von 1—10. Der erſte Unter⸗ 44, 275. richt im Rechnen 13, 99. 100. Wie die Kinder die er⸗ ſten Zahlen lernen 46, 143. 144. Addition und Muln⸗ plikation 46, 144—146. Die Zahl 10 46, 147. Übung im Zählen 44, 115. Die Hilfszeichen im Rechnen: *

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— Die Schule (1913)

+ — 15, 93—96. Amn. Die erſten Tafelrechenübungen ſollten nicht mit Strichen dargeſtellt werden. b. Zahlenraum von 11—100. Das zunächſtliegende iſt veranſchaulichtes Auffaſſen und Numerieren. 30, 176. Numerierung der Zahlenwerte von 11—20. 36, 180. Einführung des Begriffes Zehner 30, 178. — Soll man erſt die Zahlen von 10—20 nehmen oder gleich von 10—100? Gründe gegen Abgrenzung bis 20 30, 173—175. Addition im Zahlenraum von 1—20 12, 18—25. Neue Methode im Rechnen im Zahlenraum 1—20 13, 213—222. 263—276. 331—341. Anm. a. Man laſſe nicht wochenlang lauter Addi-tionserempel rechnen, ſo daß das Kind alles mechaniſch treibt, ſondern werſe alle vier Spezies durcheinander, damit das Kind zum Denken angeleitet wird. Anm. b. How should Arithmetic be taught in the first and second grades? 46. 142. c. Benannte Zahlen. Das Geld der Vereinigten Staaten 7, 111—115. Die Rechnungsarten mit cwt. qr. dr. könnten zur Hälfte wegfallen. Informaton über die Worte acre. furlong, perch. 35, 63. Geſicht und Gewicht 30, 224. d. Billion. Wie kann man eine Billion veranſchaulichen? Wie lange nimmt es, ſie zu zählen? e. Regel de tri. Einführung in die Regel de tri 2, 127. Die erſten Anfänge davon gehören ſchon auf die Unterſtufe. 38, 66. Die Anwendung der Regel dertri im Unterricht 38, 65—69. 208—216. Zuſammengeſetzte Regel de tri 38, 214. f. Bruchrechnung. Einführung in die Bruchrechnung 19, 61—66. Bruchrechnung ſollte vor den be— nannten Zahlen ſtehen. 44, 145. Vereinfachung des Bruchrechnens 44. 149. — Division of fractions 27 108-111. Inverting the divisor 43. 339-342. 31. 155. 44. 246. Cancellation 46. 182. 183. The great commem divisor 44. 241-245. 40, 102. Least common multiple 44. 145. 149. g. Dezimalbruchrechnung. Einführung in die Dezimalbruchrechnung in der Elementarſchule 19, 115—158. Erklärung des Dezimaliyſtems am Gelde der Vereingten Staaten 38. 208. 211. ſew practical lessons in decimal fractions 39, 193=197. 40, 41-146. NMultiplication of decimals 39. 277282. h. Percentage. Examples in percentage 32, 18. 9. Eiguring interest 41. 254. i. Practical lessons and problems in mensuration 1J. 115-123. Square and oblong 41. 115. Triangles J. 145-152. Measurement of ſthe schooleround 37. 45.148. The circle and its applications 42. 145-151. Tubic measure of a cistern 44. 147. Problems in ircular motion (Chands of the dial) 42, 326-329. Proportions in Arithmetic 42. 2124.

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— Die Schule (1913)

41, 381. Anm. a. What is Arithmetic, when reduced öt its simplicity? Reduction and combination. Anm. b. Algebra und Geometrie werfen viel Licht auf 44, 114. das Rechnen. Anm. c. Verteilung ves Stoffes auf 7 Schuljahte 44, 111. 112. 31, 147—152. Anm. d. Wie man erproben kann, ob ein Exemrel richtig gelöſt iſt 17, 26—28. 7. Lehrmittel. Lind. 39. 190. a. Rechenbücher. Dümling 16, 54. Anweiſunz für den Unterricht nach Dümling (2. Heft) 7, 91—94. 111—115. 139—145.. (3. Heft) 7, 177—184. 216 bis 221. (4. Heft) 11, 156. Standard American Arith— metics. —Concordia Krithmetic Cards 44. 382. Wie gebrauche ich ſie in meiner Schule? 15, 89—92. Proben aus Adam Rieſes Buch 16, 147. Welche Bücher ſoll man gebrauchen? 26, 145. b. Rechenmaſchinen. 2, 91. 95. 11, 22—25. 26, 145. Eine Rechenmaſchine, welche ſchwierige Erem— pel ausrechnet 9, 376. Ein Rechengehilfe 2, 348. Bruchrechenmaſchine 30. 127. Rechnen mit Hilfe der Rechenmaſchine von Lehrer Claſſen 20, 180. Ein neuer Ap— parat 34, 267—281. — Rechenbrett. 6, 21. Aum. Gebrauch der Rechenmaſchine. Soll der Un— 30, 84—90. terricht anſchaulich ſein, ſo bedarf man einer Rechenmaſchine. Aber man darf die Rechenmaſchine nicht zum Meittelpunkt des Rechnens machen. Jſt das Verfahren. beim Rechnen veranſchaulicht, ſo iſt die Maſchine über— 8. Allerlei. a. Arithmetiſche Aufgaben. 26, 190. 191. 253. 254. 282. 318. 319. 27, 24. 113—115. 20, 127. 191. 192. 254. 376. 30, 117. 118. 211—216. 248. 32, 347. 35, 126. 20. 37, 30. 61. 62. 92. 126. 127. 157. 158. ‚ b. Eramen. Rechenexamen aus dem Jahre 1652. 36, 147—149. Examinations in Arithmeétic. (State Ohio and Addison.) 42. 299-302. Test problems ſor an upper Grade 44. 315. 316. c. Das Meterſyſtem. Entſtehung 2, 220. 221. Warum es eingeführt werden ſollte 6, 123. Iſt geſetmäßig in unſerm Lande 2, 219. d. Notizen: über Zahlenſyſteme 14, 358—368. Teilbarkeit der Zahlen 8, 305—312. Eigentümlichkeii der Zahlen 12, 63. Veſſer wäre es vielleicht, anſtatt 46 zu ſagen vierzig ſechs. 35, 352. Wie gut man in manchen Schulen rechnen kann 15, 231. Wunder der Rechenkunſt 27. 175—181. 31, 341. 33, 278. Rechnen auf der Weltausſtellung zu St. Louis 40, 97 — 25. Wert ausländiſcher Silbermünzen 30, 185. Namen denticher Münzen 42, 380. 381. Trügeriſcher Beweis, daß 1 gleich 2 iſt 31, 128. — 8, 216. 217. 33, 253. 38, 302. 41, 185. 43, 318.

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Religionsunterricht

— Die Schule (1913)

Religionsunterricht. Abhandlungen. Religionsunterricht in unſern Gemeindeſchulen. 36, 161—170. über Relgionsunterricht in der Schule. 44. 161—163. Zum Religionsunterricht in der Schule. 46, 33—35. Welche Stellung im Religionsunterricht nimmt Luthers du— techismus ein? 36, 9—15. Die bibliſche Geſchichte als Grundlage des Religionsunterrichts in unſern Gemeindeſchulen. 82, 339 —345. Der Religionsunterricht in der modernen Pädagogik. 34, 193—218. Der Wert der Religionsſtunde mit Rüsſicht auf die Geiſtesbildung. 47, 106—111. Erfolgloſigkeit unſers Religionsunterrichtes. .1, 140—143. Engliſcher Religionsunterricht in unſern Gemeindeſchulen. 36, 161—170. über die Reform des Religionsunterrichtes. Traktat 144 im Publishing House. Religionsunterricht. Vergl. Beſchaffenheit ei⸗ 1. Zweck des Religionsunterrichtes iſt nicht Vermit nerſchriſtlichen Gemeinde- telung von Kenntniſſen, ſondern das gläubige Erfaſſen ſchule § 1. der göttlichen Wahrheiten. Die Kinder ſollen zu Chriſto 46, 34. 13, 363. geführt werden. ‚ Anm. a. Religionsunterricht wirkt erziehend Lind. 263, bildet den Charakter des Menſchen 44, 108 und iſt auch ein vorzügliches Mittel, das Gedächtnis zu bil⸗ den. Neb. 1906, 39. Schulbl. 47, 106. 39, 378. 12, 309. 45, 61. Anm. b. Die neueren Pädagogen wollen von Reli62. L. W. 56, 91. 92. gion in der Volksſchule nichts wiſſen. Peſtalozzi 5, 333.

  • Neb. 1906, 39
  • Schulbl. 47, 106
  • Schulbl. 47, 106. 39, 378
  • Schulbl. 47, 106. 39, 378. 12, 309
  • Schulbl. 47, 106. 39, 378. 12, 309. 45, 61
  • L. W. 56, 91
  • L. W. 56, 91. 92

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— Die Schule (1913)

„Kein Religionsunterricht in der Schule,“ das iſt auch das Lofungswort der Sozialiſten. 13, 251. 252. In Deutichland will man die Schule von Religion und dirche trennen. S. Dak. 1910, 30. Luth. 35, 46. L. W. 55, 53J3. Auch in England will man religionsloſe Schulen. 4, 135. Anm. C. Manche meinen, man ſoll mit Religion warten, bis die Kinder ſelbſt wählen können. — Warum laſſen ſie dann nicht auch die Kinder wählen, ob ſie mit dem Meſſer oder dem Finger eſſen wollen?

  • S. Dak. 1910, 30
  • Luth. 35, 46
  • L. W. 55, 53
  • S. Dak. 1910, 11 margin

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2. — Die Schule (1913)

2. Verhältnis von Katechismus und bibliſcher Geſchichte. a. Beide Gebiete ſind zwei ſelbſtändige Gebiete, von denen keins in dem andern auf— gehen darf. Veide müſſen getrennt bleiben, ſonſt kommt leins zu ſeinem Rechte. 35, 33. Anm. a. Bei dem Katechismus handelt es ſich um die Lehre, bei der bibliſchen Geſchichte um die Geſchichte. Amm. b. Darum iſt auch die Unterrichtsweiſe in beiden Fächern verſchieden. Im Latechismusunterricht iſt die fragende, in der bibliſchen Geſchichte die erzählende Form vorherrſchend. Das Abfragen der Geſchichte ſoll nur das Erzählte befeſtigen. b. Nicht die bibliſche Geſchichte, ſon⸗— dern der Katechismus ſoll Grundlage des Religionsunterrichts ſein; weil 1. die ganze Schrift Grundlage unſeres Glau⸗ bens iſt. Wollte man die chriſtlichen Lehren nur aus der bibliſchen Geſchichte ſchöyfen, ſo wären ganze Bücher der Schrift, die vorwiegend Lehre ent⸗ halten, von der Grundlage des Religionsunterrichts ausgeſchloſſen. Anm. Der Katechismus iſt ein Auszug aus der ganzen Schrift und enthält auch Geſchichte; 2. die Heilslehren nicht aus der Geſchichte ent⸗ wickelt werden können, ſondern klar geſchrie— ben ſtehen müſſen. Antitheſe. Nicht der Katechismus, ſondern die bibliche Geſchichte ſoll Grundlage ſein. Wozu Katechis— mus, der die Lehren in ſo abſtrakter Form gibt? Ich lehre alles nach der bibliſchen Geſchichte. 29. 32 1. Pienſten. Herbartianer, Raumer, Bornemann, Kehr. 36, 10— Es iſt eine Frucht der preußiſchen Union. 36, 7. Anm. a. Die Methode, nach welcher man die Lehren entwickelte, war die der fünf NFormalſtufen: Ana— lie, Suntheſe, Aſſociation. Syſtem. Methode. Man be— handelte die Geſchichte wie einen Chriſtbanmn, an den man allerlei Flitter hängt. 36. 206. Entwurf einer bibliſchen Geſchichte danach 36, 201205. Einwand 1. Die erſte Welt bis auf Moſen habe auch bloß Geſchichte gehabt. — An Stelle des geſchriebe—

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— Die Schule (1913)

nen Geſetzes trat aber das noch ſcharfe Gewiſſen. Einwand 2. Es fehle den Kindern am Verſtändnis für den Katechismus. — Es iſt kein Grund vorhanden, warum die Begriffe und Lehren des Katechismus auch ohne beſonderen, voraufgegangenen Unterricht in der bibliſchen Geſchichte leere Form und unverſtandene Worte bleiben müßten. Anm. In der bibliſchen Geſchichte werden ungefäht dieſelben Vegriſſe vorausgeſetzt. Mit Ausnahme des Wortes „ehebrechen“ kann man jedes Wort der Gebote den Kindern ohne Schwierigkeit klar machen. Einwand 3. Der Katechismus enthalte nur Lehte und keine Geſchichte. Im Religionsunterricht aber iind die Heilstatſachen die Hauptſache. Darum gebühre der Geſchichte der Vorrang. — Auch der Katechismus emhält die nötigen geſchichtlichen Tatſachen, z. B. geboren von Maͤria, der Jungfrau, gelitten unter Pontio Pilato u. ſ. w. Laienbibel. Einwand J. Der Katechismus ſei nicht für Kinder gemacht, ſondern für die Hausväter und Prediger, da— mit ſie wiſſen, wie ſie ihr Geſinde ſollen lehren. Er gehöre in den Konfürmandenunterricht. Anm. a. Geſchichtliches. Zur Zeit der Reformation wurde der Katechismus fleißig getrieben, ſpäter bloß noch ohne rechtes Verſtändnis eingepaukt, bis Spener wieder neue Luſt und Eifer für Katechismus erweckte. Wie er jedoch den Stoff zerzupfte und zerfaſerte L. W. 53, 136. 137. Mit Hübners „Bibliſchen Hiſtorien“ wurde der Unterricht in der bibliichen Geſchichte allgemein. Anm. b. Durch Unterricht in der bibliſchen Geſchichte den Katechismus aus der Schule zu verdrängen, iſt un— lutheriſch, unbibliſch und unpädagogiſch. Luther räumee dem Katechismus die erſte Stelle ein. Anm. c. Lehrer ſollten nicht den Katechismus an die Wand drücken, um Zeit für bibliſche Geſchichte zu gewinnen. c. Die bibliſche Geſchichte dient dem Katechismusunterricht. a. Ohne vorhergegangenen Geſchichtsunterricht ſchweb: der Katechismus in der Luft. b. Man kann beſier Katechismusunterricht erteilen bei Kindern, die ſchon Unterricht in der bibliſchen Geſchichte gbnoſſen haben. c. Will man Katechismuswahrheiten zum beſſeren Vorſtändnis bringen, ſo ſind die bibliſchen Geichichten am gecignetſien dam. Amn. a. Der Unterricht in bibliſcher Geſchichte iſt die Grundlage für den Ltechismusunterricht. Er eignet ſich vortrefſlich dazu, die Kinder darauf vorzubereiten. Anm. b. Daͤrum iſt naturgemäß der Unterricht in der bibliſchen Geichichte der Anſang des ſchriſtlichen Unterrichts in der Schule, doch müſſen ſich ſchon in den erſten Schuljahren die wichtigſten Stücke des Katechismus

  • L. W. 53, 136
  • L. W. 53, 136. 137
  • L. W. 45, 211 margin
  • L. W. 45, 211. 3, 169 On the Doctrine of the Election of Grace and Some Matters Connected Therewith. (Continued.) margin
  • L. W. 45, 211. 3, 169. 34, 202 margin
  • L. W. 45, 211. 3, 169. 34, 202. 203 margin
  • L. W. 45, 200—202 margin
  • L. W. 45, 200—202. 36, 153 margin
  • L. W. 45, 200—202. 36, 153. 41, 177 margin
  • L. W. 45, 200—202. 36, 153. 41, 177. 29, 322 margin
  • L. W. 45, 200—202. 36, 153. 41, 177. 29, 322. 323 margin
  • L. W. 45, 200—202. 36, 153. 41, 177. 29, 322. 323. 353 margin
  • Luth. 60, 266 margin
  • Luth. 60, 266. 7 margin
  • Luth. 60, 266. 7 267 margin
  • Maͤria, der Jungfrau, ge

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— Die Schule (1913)

daran anſchließen, vergl. „Der bibliſche Geſchichtsunterricht der Unterſtufe“ von G. Juſt und Th. Färber. Anm. c. Der Lehrer ſoll darum auch nichts an der bibliſchen Geſchichte abknappen, in 'der Meinung, der Katechismusunterricht leiſte dafür Erſatz.

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3. — Die Schule (1913)

3. Art und Weiſe des Unterrichts. a. Frühzeitig beginnen. Mit dem Religionsunterricht muß man bald anfangen. Es kann gleich am erſten Tage geſchehen. 43, 77. 78. — Wäre Religion ein Produtt des Verſtandes, dann müßte man freilich damit warten bis nach dem 12. Jahre, wo ſich der Verſtand mehr entwickelt. b. Der Unterricht muß konfeſſionelhl ſein. Die Wahrheit iſt nur eine. Dieſterweg und andere wollen nur einen allgemeinen Religionsunterricht. c. Läßt ſich im Religionsunterricht eine Oberklaſſe ein richten, dann um ſo beſſer. Selbſt, wenn man leichte Fragen für die kleinen und ſchwere für die großen Kinder beſtimmt, bekommt jedes doch nur einen Teil der Zeit. d. In mehrklaſſigen Schulen ſollte das Penſum für jede Klaſſe feſtgeſetzt werden. e. Von ausgeführten Lektionen läßt ſich mehr lernen als von Präparationen, aber ein Tertbuch, in Frage und Antwort ausgearbeitet, ſoll man nicht im Unter— richt gebrauchen. j. Der Lehrer ſoll nicht ableſen, ſondern frei vortra— gen. g. Die Unterrichtszeit ſoll nicht über die feſigeſetzte Zeit ausgedehnt werden. b. Mit Religion ſoll man die Kinder nicht überbürden, es möchte ſich ſonſt Ekel und Gefühlsloſigkeit einſtellen. Man gibt den Kindern nicht mehr Speiſe, als ſie vertragen können. Zwei Stunden täglich iſt zu viel. 44, 288. i. Aus dem Religionsunterricht muß man alles fern— halten, was 1. die Kinder zerſtreuen könnte; 2. ihnen den Unterricht verleiden könnte. Hüte dich vor Schelten! Lege den Stock beiſeite bis nach dem Unterricht! k. Die Haltung und das Auftreten des Lehrers ſeien bejonders in dieſer Stunde ernſt und würdevoll. Hier gilt: Wie heilig iſt dieſe Stätte. l. Der Religionslehrer muß ein Chriſt ſein, mit dem Zubalt des lutheriſchen Katechismus vertraut ſein und Lehrgabe beſitzen. — Lieber keinen Religionsunterrichr als von einem irreligiöſen Menſchen. 2, 152. Anm. Religionsſchulen ſind entweder Hütten, in denen Gift bereitet wird, oder Himmelsgärten auf Erden. m. Zwar iſt Religionsunterricht nicht in erſter Linie Sprachunterricht, aber man ſoll auch in dieſer Stunde richig Deutſch reden und Sprachfehler der Kinder ver⸗ ern.

  • Il. 97, l margin
  • Il. 97, l. 140 margin
  • Il. 97, l. 140. 142 margin
  • Mit Religion ſoll man di
  • Stock beiſeite bis nach

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— Die Schule (1913)

n. Auf den Religionsunterricht muß ſich der Lehrer beſonders vorbereiten. Anm. a. Daß Religionsunterricht oft ſo erfolglos iſt, kann an unſerer Unterrichtsweiſe liegen. Anm. b. Religionsunterricht zur Zeit des Pietismus L. W. 53, 393—396. Anm. c. Zu Anfang dieſes Jahrhunderts mußten an vielen Orten dieſes Landes die Mädchen während der Katechismusſtunde Strümpfe ſtricken, um die Zeit nicht unnütz zu vergeuden. Anm. d. Lehrmittel für den Lehrer Lind. 132.

  • L. W. 53, 393—396

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4. Sprachenfrage Die Schule (1913)

4. Sprachenfrage. In welcher Sprache ſoll der Un⸗ terricht erteilt werden? Wie ſoll ſich die Schule ſtellen zu dem in unſern Gemeinden vor ſich gehenden Über⸗ gang von der deutſchen zur engliſchen Sprache? 46, 280. Soll in unſern Schulen Religionsunterricht in engliſcher Sprache erteilt werden? 46, 133—139. a. Solange die Gemeinde deutſch iſt, bleibe die Schule ihrem Charakter nach deutſch. Anm. Aber auch in einer ganz deutſchen Gemeinde ſollte damit angefangen werden, daß die Kinder den engliſchen Tert des Katechismus lernen. 1. Man wäre viel geſchickter, Amerikanern ge— genüber ſeinen Glauben zu bekennen, wenn man die rechten Ausdrücke wüßte. 2. Kann es nicht ſo kommen, daß Kinder in eine engliſche Gemeinde verziehen oder an eine ſolche verwieſen werden müſſen? Dann ſind ſie, wenn ſie etwas engliſchen Religionsunterricht genoſſen haben, doch etwas vorbereitet. b. Wird in einer Gemeinde mit engli⸗ ſchem Gottosdienſt begonnen, ſo iſt es die höchſte Zeit für engliſchen Religionsunterricht. Anm. a. Unſere Gemeinden werden mehr und mehr engliſch. Viele können den deutſchen Katechismus nicht mehr recht verſtehen. Die Sprachenfrage iſt an vielen Orten eine brennende geworden. 46, 133—135. Anm. b. Wo es darum nötig iſt, führe man engli⸗ ſchen Unterricht ein. — Auch auf unſerm Seminar wird Rückſicht darauf genommen. 36, 165. Anm. c. Wie kann zweiſprachiger Religionsunter⸗ richt erteilt werden? 1. Es tönnte eine Stunde die Woche ganz eng⸗ liſcher Katechismusunterricht gegeben werden: 2. es kann aber auch, was in der einen Stunde deutſch gelehrt worden iſt, am Anfang der nächſten Stunde engliſch wiederholt werden und umgekehrt. Anm. d. Die Kinder ſollten die Kernſprüche des Wortes Gottes, etliche bibliſche Geſchichten und den Tert des Katechismus engliſch lernen. c. Kommen ganz engliſche Kinder in unſere Schule, ſo müſſen ſie auch ihren Religions⸗ unterricht ganz engliſch empfangen. Aus ſolchen wird man, wo es geht, eine beſondere Klaſſe machen. 46, 138.

  • Cal. 91, 52 margin
  • Cal. 91, 52. 36 margin
  • Cal. 91, 52. 36, 168 margin
  • Mit. 1903, 34 margin
  • Mit. 1903, 34. 36 margin
  • Mit. 1903, 34. 36, 168 margin
  • Mit. 1903, 36 margin
  • Mit. 1903, 37 margin
  • Mit. 1903, 37. 38 margin
  • Mit. 1903, 37. 38. 46, 138 margin
  • Mit. 1903, 38 margin
  • Mit. 1903, 37 margin
  • Mit. 1903, 37. 46, 136 margin
  • Mit. 1903, 37 margin

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Schreiben

— Die Schule (1913)

Schreiben. Abhandlungen. Vom Schreiben. 34, 80—82. Schreiben und Schrift in der Volksſchule. 23, 90—92. Der Schönſchreibunterricht. 9, 203—212.

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— Die Schule (1913)

Schreiben.

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1. Geſchichtliches Die Schule (1913)

1. Geſchichtliches. Urſprung der Schrift 39, 360. 361. Die genetiſche Entwickelung der Buchſtaben 44, 334. Schreiben zur Zeit des Pietismus L. W. 53, 391.

  • L. W. 53, 391

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2. Notwendigkeit Die Schule (1913)

2. Notwendigkeit. Schreiben lernen iſt für jeden Men⸗ ſchen unentbehrlich.

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3. — Die Schule (1913)

3. Winke über Schreibunterricht: a. Die Kinder ſollen ſchreiben 1 nicht mechaniſch: 2. ſchön und korrekt. Nicht bloß i im Schönſchreib· heft, ſondern überall. Auch müſſen alle Schreibbü⸗ cher ſauber ſein. 7, 56. Anm. a. Müſſen die Kinder in den Oberklaſſen viel ſchreiben, dann ſchreiben ſie ſchnell. Aber nachläſſig darf die Schrift nicht werden. Anm. b. Wie viel ſchreiben die Kinder in der Schulel Man ſollte meinen, ſie müßten ſich eine gute Handſchrift andnnn Aber es iſt vielſach nicht der Fall. b. Auf der Unterſtufe ſchreiben die Kinder 1. auf die Schiefertafel, ſpäter, vom drit ⸗ ten Schuljahr an, ſchreiben ſie auch mit Tinte und Feder; vergl. Schiefertafel oder Schreibheft? 47, 217. 248; 2. auf Doppellinien, die am beſten in die Schie⸗ fertafel eingeritzt ſind, ſpäter geht man zur einfachen Linie über. Bei dem Übergang iſt aber Vorſicht nö⸗ tig. c. Die erſten Vor übungen beſtehen in Punkten und 326 Wie man das i, n u. ſ. w. üben ſoll 26, 325. 26. Anm. Mit dem Leſen in der Fibel iſt das Schreiben ſofort zu verbinden. Je früher die Kinder ſchreiben ler⸗ nen, deſto größere Fertigkeit bekommen ſie, und deſto eher kann man ſie im Stillen beſchäftigen. d. Im erſten und zweiten Schuljahr ſchreiben die Kin⸗ der gewöhnlich ab. Kinder ihre eigenen Gedanken ſchrei ⸗ ben zu laſſen, iſt unnatürlich und der Erfolg gering. S. Deutſch § 3. Anm. Die Kinder ſollen aber jeden Satz, den ſie ſchreiben, verſtehen. 7. der Unterſtuſe iſt Taktſchreiben zu empfehlen. S. f. Beim Schreiben achte man auf Haltung des Kör⸗ pers und der Feder. Die Kinder müſſen gerade ſitzen. 4. Steilſchrift oder Schrägſchrift? Welches iſt das beſte? Gründe für die Steilſchrift, die ins Feld geführt wurden: Sie ſei am lesbarſten, nehme weniger Raum ein, ſei ſchneller zu ſchreiben, beſeitige das Krummſitzen der Kinder. Die Steilſchrift iſt aber für Kinder zu ſchwer 35, 318, unnatürlich (das Naturgemäße iſt Schrägſchrift, im Winkel von 58 Grad,) 34, 80—52, 42, 144, gibt keine rechte Befriedigung 39, 365, wird von Geſchäftsleuten verworfen 39, 369. 370 und iſt meiſt

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— Die Schule (1913)

wieder abgeſchafft worden. 39, 366. 367. 45, 28. Anm. Die Kurzſichtigkeit der Kinder hat mit beiden Schreibweiſen nichts zu tun. Auch die Behauptung, daß bei der Steilſchrift die Körperhaltung beſſer ſei, fällt hin. 39, 367. 368. 5. Deutſche oder lateiniſche Schrift? Von manchen Seiten iſt Abſchaffung der deutſchen Schriftzeichen be⸗ fürwortet worden. Der deutſch-amerikaniſche Lehrertag 26, 252. 253. Gründe, die dafür angeführt werden: a. Die großen deutſchen Buchſtaben ſeien bedeutend ichwieriger zu leſen als die lateiniſchen, ſie ſeien ſchädlicher für das Auge, die lateiniſchen natürlicher und bequemer für die Hand und gebrauchten weniger Zeit. b. Für Amerikaner werde das Leſen deutſcher Bücher und Schrift leichter; die lateiniſchen Buchſtaben ſind bei 250 Millionen Menſchen in Gebrauch 26, 204. c. Der Gebrauch zweier Schriften in der Schule koſte mehr Zeit und Mühe. Die Zeit für deutſchen Schreib- unterricht könne man nutzbringender anwenden. Bei einer Schrift werde mehr erreicht. Die Handſchrift werde beſſer. Eine Schrift ſei auch völlig hinreichend. Anm. a. Trob alledem ſollten wir neben der eng— liſchen Schrift auch die deutſche gebrauchen und für deut⸗ ſche Schrift nicht lateiniſche Buchſtaben benutzen. 1. Die deutſchen Schriftzeichen ſind zur Eigentüm⸗ lichkeit der deutſchen Sprache geworden. Durch Ab-— ſchaffung der deutſchen Schrift würde ein ſpezielles Stück Deutſchtum verloren gehen. Könnte man 24.130 gerade ſo gut die deutſche Sprache abſchaffen? 123 2. Die Zeit, die man in der Schule auf die deut— ſche Schrift verwendet, iſt nicht verloren. Die Ein⸗ übung einer zweiten Schrift wird dann in wenig Tagen erlangt. 47, 372. 3. Würde ein deutſches Buch lateiniſch gedruckt, wie wenige würden es leſen! Ammn. b. Bismarck war ein Feind der lateiniſchen Schrift für deutſche Sprache. Die Mehrzahl in Deutſch— land iſt dagegen. 46, 239. Anm. c. Geſchichte der deutſchen Lettern 26, 319. 6. Schönſchreiben. a. Der Zweck des Schönſchreibunterrichts iſt nicht Er⸗ zielung kalligraphiſcher Künſtelei, daß jeder Buchſtabe wie ausgeſtochen ausſieht 28, 256 (dazu gehört gewiſſes Ta— * ſondern eine gefällige, ſchöne Handſchrift. Anm. a. Darum müſſen Kinder vor allem deutlich 38, 329. ſhreiben. Die kleinen Buchſtaben müſſen von gleicher Höhe, auch die Zwiſchenräume gleich ſein. 39, 108. Anm. b. Kinder ſollten freilich nicht bloß in der 28, 256. du aſchreibung ſchön ſchreiben, ſondern in allen StunAnm. c. Die fließende Schrift iſt die letzte Stufe. 9, 211. Hier bildet ſich dann die Charakterſchrift, die aber nicht gelehrt, ſondern nur überwacht werden kann. — Natür—

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— Die Schule (1913)

liche und dekorative Schrift 47, 230—239. b. Winke über Schönſchreibunterricht: How to teach penmanship 45, 53-58. Schönſchreiben ſollte nicht nach Vorlagen im 42, 54. 28, 257. Schreibheft, ſondern nach einer Vorſchrift an der Wandtafel geſchehen. 42, 143. 28, 256. 257. Anm. a. Schreibhefte mit Vorſchriften haben mancherlei Nachteile. Bei gewiſſen Buchſtaben ſolle 47, 235.. man ſich vielleicht länger aufhalten. Die letzte Zeile auf der Seite fällt gewöhnlich am dürftigſten aus. Doch laſſen ſich dieſe Nachteile durch fleißigen Ge⸗ brauch der Wandtafel wohl beſeitigen. Anm. b. Der Lehrer ſollte die Schüler nicht bloß 9, 209. ſchreiben laſſen, ſondern ihr Schreiben leiten. Dazu gehört, daß alle denſelben Satz ſchreiben. Anm. c. Die Vorſchrift an der Wandtafel mus ſorgfältig und in entſprechender Größe ſein. c. Zunächſt müſſen die einzelnen Buchſtaben eingeibt werden. In welcher Ordnung ſie vorgeführt werden ſel⸗ 9, 205. — Dann kommen einzelne Worte und endlich Sätze. Anm. Man lege aber nur Sätze mit gutem Inbelt vor. d. Das Geſchriebene muß vom Lehrer immer korri— giert werden, ſonſt wird es Schmiererei. Anm. Der Lehrer aber laufe nicht während des Schreibens herum, um einzelne Hefte nachzuſehen und ſtöre dadurch andere. Das Nachſehen geſchieht am beſten nach der Schule. Dabei fallen ihm die Buchſtaben auf, die von verſchiedenen nicht ſchön geſchrieben worden ſind. Dieſe werden nun von der Klaſſe nochmals geſchrieben. Selbſt verbeſſern iſt die beſte Korrektur. e. Lehrmittel. Eine gute Wandtafel, gut Schreibwerkzeuge. Muſterhefte 26, 114. Blackboard Charts 12, 289. 7. Taktſchreiben. Das Taktſchreiben iſt ſehr zu empfehlen, nicht bloß im Deutſchen, ſondern auch im Engliſchen 18, 53. Es ſollte nicht vernachläſſigt werden. 3. 91. Man kann es auf 6 Schuljahre verteilen. 39, 100 bis 109. Es muß auf Kommando geſchehen. 39, 102. Dabei muß man auf die kleinſten Fehler achten. 31, 312. Bei dem Vorſchreiben in der Luft mache der Lehrer den Buchſtaben ſo, wie ihn die Kinder an der Wandtafel ſehen. 31, 312. Anm. An der Handſchrift einer Klaſſe kann man gleith erkennen, ob Taktſchreiben geübt wird oder nicht.

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Schulamt

— Die Schule (1913)

Schulamt. Abhandlungen. Das Amt eines lutheriſchen Gemeindeſchullehrers. Schulbl. 1, 298—-307. 330—341. 28, 280—293. Einige Theſen über das Amt eines lutheriſchen Gemeindeſchullehrers. Schulbl. 19, 127. 128. Theſen über Beruf der Gemeindeſchullehrer. Schulbl. 32, 326—333. Wann darf ein evangeliſch-lutheriſcher Schullehrer ſein Amt niederlegen? Schulbl. 21, 104—110. Wie kann das Verhältnis eines Lehrers zu ſeiner Gemeinde in gottgefälliger Weiſe gelöſt werden? Schulbl. 24, 65—72. Warum ſoll ein ev. luth. Lehrer ſein ihm von Gott aufgetragenes Amt nicht ohne die dringendſte Not aufgeben und einen andern Beruf ergreifen? Schulbl. 18, 76—79. An einen Freund, der aus dem Schulamt ſcheiden und einen weltlichen Beruf ergreifen wollte. Schulbl. 1, 14. Die Lichtſeiten eines ev. luth. Gemeindeſchullehrers. Schulbl. 23, 49—57. Gefahren unſeres Berufes. Schulbl. 32, 353 bis 358. Jeremias Gotthelf, Leiden und Freuden eines Schulmeiſters. Schulbl. 17, 121—124. Discouragement, encouragement. 42, 170-174.

  • Schulbl. 1, 298
  • Schulbl. 19, 127
  • Schulbl. 19, 127. 128
  • Schulbl. 32, 326—333
  • Schulbl. 21, 104—110
  • Schulbl. 24, 65—72
  • Schulbl. 18, 76—79
  • Schulbl. 1, 14
  • Schulbl. 23, 49—57
  • Schulbl. 32, 353
  • Schulbl. 17, 121—124

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— Die Schule (1913)

Abriß. Es gibt bloß ein Amt in der Kirche, das Predigtamt hobekter Natur. § 2 Sofern das Schulamt Gottes Wort treibt, iſt es ein vom Das Schulamt iſt ein Teil des öffentlichen Urdistamt abgezweigtes Hilisamt § 3. Die Abzweigung des Schulamtes § Urrdigtamt es § 4. weltlices Wiſſen gelehrt wird, iſt es ein bürgerlicher Veruf Der Beruf des Lehrers ſollte lebenslänglich ſein § 8§. die Gemein de § 7. vechjel § 9. Vertauſchung des Lehrerberufes mit einem weltlichen Beruf § 10. Ent⸗ Herrlichkeit des Amtes § Hſung und Abſetzung § 11. l. Amtskreuz § 15. Troſt § 16. „ Das Schulamt. J. Es gibt bloß ein Amt in der Kirche, das Predigtant, aus dem alle andern Amter fließen. Dieſes Amt üt das höchſte Amt in der Kirche. 4. 72. Einwand. 1 Kor. 12, 5: Es ſind mancherlei Amter. Ferner Ap. 20, 28: unter welche euch der Hei— iige Heiſt geſetzt hat zu Biſchöfeen. Mehrzahl. Dieſe jalen alle an einer Gemeinde geweſen ſein und werden ale Biichöſe genannt. — Es mögen aber auch verſchie— dene Gemeinden in einer Stadt geweſen ſein.

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2. — Die Schule (1913)

2. Das Schulamt iſt doppelter Natur: inſofern es mit dem Unterricht in Gottes Wort zu tun hat, iſt es ein hifemlichlirchliches Amt oder ein Teil des Predigtam- § 3—5, inſofern es weltliches Wiſſen lehrt, iſt es Lein privat-bürgerliches Amt, das an Stelle der Eltern verwaltet wird. § 6. Anm. Wie iſt das Aint eines evangeliſch-lutheriſchen Lehrers in der Geſtalt, in welcher es unter uns beſteht, enzujehen? 38, 216.

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3. — Die Schule (1913)

3. Sofern das Schulamt Gottes Wort treibt, iſt es tin vom Predigtamt abgezweigtes Hilfsamt. Daraus folgt, daß 3. der Lehrer ein Gehilie des Paſtors iſt; b. der Paſtor der Seelſorger auch der Kinder und — r der Schule bleibt. Als Seelſorger der Zemeinde liegt ihm ob, für chriſtlichen Unterricht ſei⸗ ner ihm befohlenen Kinder zu ſorgen. Anm. a. Seelſorge an den Kindern außerhalb der Schule gehört nicht zu den Amtspflichten des Lehrers, ondern iſt nur Liebespflicht. Anm. b. Die Abzweigung des Schulamtes entbindet den Paſtor nicht von der Verantwortlichkeit. Unm. c. Schon in der erſten Kirche galt der Unter⸗ der Kinder in Gottes Wort für eine Sache des Iſtors: c. das Schulamt dem Predigtamt nicht koordiniert, ſon⸗ dem. untergeordnet iſt. Der Lehrer iſt unter die In⸗ dektion des Paſtors geſtellt. 4, 138. Anm. Das Amt wird beeinträchtigt, wenn der Leh⸗ rer eine Art Nebenpaſtor in der Gemeinde ſpielen will; — d. der Lehrer nicht im öffentlichen Predigtamte ſteht. Darum kann man auch eine Lehrerin anſtellen. 32, 329;

  • Neb. 1903, 41 margin
  • Neb. 1903, 41. 43 margin
  • L. W. 53, 245 margin
  • Proc. 97, 27 margin
  • Proc. 97, 27. 16, 276 margin
  • Proc. 97, 27. 16, 276. 2 margin
  • Proc. 97, 27. 16, 276. 2. 347 margin
  • Proc. 97, 27. 16, 276. 2. 347. 4 margin
  • Proc. 97, 27. 16, 276. 2. 347. 4, 134 margin
  • Proc. 97, 27. 16, 276. 2. 347. 4, 134. 135 margin
  • L. W. 53, 213 margin
  • L. W. 53, 213. 21 margin
  • Proc. 97, 27 margin
  • Proc. 97, 27. II margin
  • Proc. 97, 27. II. 92, 114 margin
  • Proc. 97, 27. II. 92, 114. 115 margin
  • Proc. 97, 27. II. 92, 114. 115. 32 margin
  • Proc. 97, 27. II. 92, 114. 115. 32, 329 margin
  • Proc. 97, 27. II. 92, 114. 115. 32, 329. 4 margin
  • Proc. 97, 27. II. 92, 114. 115. 32, 329. 4, 142 margin
  • Proc. 97, 27. II. 92, 114. 115. 32, 329. 4, 142. 4 margin
  • Proc. 97, 27. II. 92, 114. 115. 32, 329. 4, 142. 4, 136 margin
  • Proc. 97, 27. II. 92, 114. 115. 32, 329. 4, 142. 4, 136. 28 margin
  • Proc. 97, 27. II. 92, 114. 115. 32, 329. 4, 142. 4, 136. 28, 287 margin
  • Proc. 97, 27. II. 92, 114. 115. 32, 329. 4, 142. 4, 136. 28, 287. 32 margin
  • Proc. 97, 27. II. 92, 114. 115. 32, 329. 4, 142. 4, 136. 28, 287. 32, 327 margin
  • Proc. 97, 27. II. 92, 114. 115. 32, 329. 4, 142. 4, 136. 28, 287. 32, 327. 32 margin
  • Proc. 97, 27. II. 92, 114. 115. 32, 329. 4, 142. 4, 136. 28, 287. 32, 327. 32, 331 margin
  • Proc. 97, 27. II. 92, 114. 115. 32, 329. 4, 142. 4, 136. 28, 287. 32, 327. 32, 331. 32 margin
  • Proc. 97, 27. II. 92, 114. 115. 32, 329. 4, 142. 4, 136. 28, 287. 32, 327. 32, 331. 32, 327 margin

Die Schule (1913), its own page 85 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0485_PA85

— Die Schule (1913)

e. der Lehrer nicht ohne Wiſſen und Einwilligung des Paſtors berufen werden kann. Selbſt bei Anſtellung eines Hauslehrers ſollte man den Rat des Paſtors holen. 2, 137.

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4. Das Schulamt iſt ein Teil des öffentlichen Predigtamtes Die Schule (1913)

4. Das Schulamt iſt ein Teil des öffentlichen Predigtamtes. Daraus folgt, daß der Lehrer a. ein öffentlicher Diener am Wort und in der Lehre iſt. Er hat es mit dem Lehren des Wortes Gottes zu tun. Anm. Es iſt darum unrecht, dem Lehrer den Religionsunterricht abzunehmen, da er doch dazu berufen iſt. Das Lehren des Wortes iſt die Hauptſache bei unſern Lehrern. 28, 281: b. ein Mitarbeiter des Paſtors iſt. Im 16. Jahrhundert wurden die Lehrer zur Kleriſei gerechnet. Das geſchah auch von Luther. 2, 134 —136. Anm. Das Schulamt wird beeinträchtigt, wenn der Paſtor ſeinen Lehrer nicht für ſeinen Mitarbeiter am Wort und in der Lehre anſieht; c. in einem göttlichen Berufe und Amt ſteht. Das wird auch dadurch nicht geändert, daß er nebenbei noch weltliches Wiſſen lehrt. Mit. 97, 31. Der Lehrer iſt ein Diener Gottes. Lind. 7. Welcher Troſt liegt hierin für den Lehrer! 4, 110. Anm. a. Gott beruft die Lehrer in ihr Amt. Er ——6 auch einem jeden ſeinen Poſten an, wo er wirken oll. Anm. b. Darum kann auch die Gemeinde den Lehrer nicht willkürlich, ohne weiteres, abſetzen. Sie muß warten, bis ein Beruf kommt. Anm. c. Alles, was in der Haustafel den Biſchöfen geſagt iſt, gilt auch den Lehrern; d. in einem kirchlichen Amt ſteht. Er iſt von der Gemeinde berufen und darum auch ein Kirchendiener. Ars Diener der Gemeinde darf er nicht will— kürlich verfahren, z. B. nicht nene Bücher anſchaffen für die Schule ohne Zuſtimmung der Gemeinde u. ſ. w. 40, 365. 366. 1, 39. 40. Amn. Das Schulamt iſt unter allen Hilfsämtern in der Kirche das wichtigſte. Es iſt wichtiger, als das Amt der Vorſteher, da dieſe nicht am Wort und in der Lehre arbeiten.

  • Mit. 97, 31
  • Min. 89, 63 margin
  • Min. 89, 63. 32 margin
  • Min. 89, 63. 32, 328 margin
  • Min. 89, 63. 32, 328. 2 margin
  • Min. 89, 63. 32, 328. 2, 133 margin
  • Min. 89, 63. 32, 328. 2, 133. 2 margin
  • Min. 89, 63. 32, 328. 2, 133. 2, 197 margin
  • Min. 89, 63. 32, 328. 2, 133. 2, 197. 27 margin
  • Min. 89, 63. 32, 328. 2, 133. 2, 197. 27, 34 margin
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  • Min. 89, 63. 32, 328. 2, 133. 2, 197. 27, 34. 4, 137 margin
  • Min. 89, 63. 32, 328. 2, 133. 2, 197. 27, 34. 4, 137. 140 margin
  • Min. 89, 63. 32, 328. 2, 133. 2, 197. 27, 34. 4, 137. 140. 32 margin
  • Min. 89, 63. 32, 328. 2, 133. 2, 197. 27, 34. 4, 137. 140. 32, 331 margin
  • Min. 89, 63. 32, 328. 2, 133. 2, 197. 27, 34. 4, 137. 140. 32, 331. 3 margin
  • Min. 89, 63. 32, 328. 2, 133. 2, 197. 27, 34. 4, 137. 140. 32, 331. 3, 46 margin
  • Min. 89, 63. 32, 328. 2, 133. 2, 197. 27, 34. 4, 137. 140. 32, 331. 3, 46. 19, 127 margin
  • Min. 89, 63. 32, 328. 2, 133. 2, 197. 27, 34. 4, 137. 140. 32, 331. 3, 46. 19, 127. 128 margin
  • Mit. 97, 31 margin
  • L. W. 53, 246 margin
  • L. W. 53, 246. 18, 35 margin
  • L. W. 53, 246. 18, 35. 4, 345 From the General Synod. margin
  • Neb. 1903, 43 margin
  • Neb. 1903, 43. 44 margin
  • Mit. 97, 32 margin
  • Mit. 97, 32. 41 margin
  • Mit. 97, 32. 41, 137 margin
  • Mit. 97, 32. 41, 137. 138 margin
  • Mit. 97, 32. 41, 137. 138. 4 margin
  • Mit. 97, 32. 41, 137. 138. 4. 105 margin
  • Mit. 97, 32. 41, 137. 138. 4. 105. 107 margin
  • Mit. 97, 32. 41, 137. 138. 4. 105. 107. 108 margin
  • Mit. 97, 32. 41, 137. 138. 4. 105. 107. 108. 2 margin
  • Mit. 97, 32. 41, 137. 138. 4. 105. 107. 108. 2, 134 margin
  • Mit. 97, 32. 41, 137. 138. 4. 105. 107. 108. 2, 134. 10, 365 margin
  • Mit. 97, 32. 41, 137. 138. 4. 105. 107. 108. 2, 134. 10, 365. 26 margin
  • Mit. 97, 32. 41, 137. 138. 4. 105. 107. 108. 2, 134. 10, 365. 26, 166 margin
  • Mit. 97, 32. 41, 137. 138. 4. 105. 107. 108. 2, 134. 10, 365. 26, 166. 167 margin
  • Luth. 51, 62 margin
  • Luth. 51, 62. 28, 288 margin

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5. Die Abzweigung des Schulamtes Die Schule (1913)

5. Die Abzweigung des Schulamtes. Das Schulamt iſt nicht göttliche Einrichtung, ſondern ein kirchliches Inſtitut. Die Abzweigung des Schulamtes, wie ſie bei uns ſtatthat, iſt nicht von Gott geordnet. Anm. a. Das Schulamt iſt nicht als ein von Gott geſondertes Amt geſchaffen. Es liegt nicht in abstracto in der Gemeinde, wie das Predigtamt. Anm. b. Schulen ſind in Gottes Wort nicht ausdrücklich geboten, ſie ſind auch nicht unbedingt nötig zum Beſtand der Kirche. Anm. e. Muß darum die Gemeinde das Schulamt unter allen Umſtänden einrichten? Nein. Es iſt nicht

  • Neb. 1906, 56 margin
  • Cal. 91, 46 margin
  • Cal. 91, 46. 47 margin
  • L. W. 53, 216 margin
  • Cal. 91, 47 margin
  • Cal. 91, 47. 28 margin
  • Cal. 91, 47. 28, 286 margin
  • Cal. 91, 47. 28, 286. 2 margin
  • Cal. 91, 47. 28, 286. 2, 197 margin
  • Neb. 1903, 41 margin

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— Die Schule (1913)

»oiolut notwendig, daß jede Gemeinde einen Schullehrer hat. Anm. d. Hat die Gemeinde das Recht, ein ſolches Bilisamt abzuzweigen? Ja, denn ſolche Helfer gab es don zur Zeit der Apoſtel. Konnten damals die Ge— meinden Diakonen wählen, dann kann man auch ein Bilisamt ſchaffen, um die Jugend zu unterrichten. — In welcher Weiſe die Gemeinde das Amt des Lehrers zogrenzen will, hängt von der Gemeinde ab. 32, 328. Anm. e. Da das Schulamt eine kirchliche Einrichtung ii kann die Gemeinde dieſes Amt auch wieder abſchaften, wenn keine Notwendigkeit mehr vorhanden iſt, nicht io aber das Pfarramt. Anm. f. Geſchichtliches. Entſtehung und Entwickelung des Schullehreramtes in der lutheriſchen Kirche 38, 193—203. Das Schulamt iſt erſt ſeit der Reformation nach und nach entſtanden. 193. 194. Zunächſt nahm man den Küſterdienſt zu Hilfe. 199. Mit Erweiterung des Kirchendieneramtes war der Weg zur Gründung des eigentlichen Schulmeiſteramtes gebahnt. 201.

  • Neb. 1903, 42 margin
  • Neb. 1903, 42. 43 margin
  • Mit. 97, 31 margin
  • Mit. 97, 31. 32 margin
  • Syn. 96, 44 margin
  • Syn. 96, 44. 45 margin

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6. Sofern im Schulamt weltliches Wiſſen gelehrt wird, iſt es ein bürgerlicher Bernf Die Schule (1913)

6. Sofern im Schulamt weltliches Wiſſen gelehrt wird, iſt es ein bürgerlicher Bernf. Das Schulamt hat auch eine weltliche Seite. Anm. a. Auch nach dieſer Seite hin iſt der Beruf des Lehrers ein gottgefälliger Beruf, wie jeder andere Leruf auch. Man dient darin dem Nächſten. Anm. b. Der Unterricht in Realien geſchieht nicht us ein Teil des Predigtamtes, ſondern als Stell⸗dertreter der Eltern. Anm. c. Von den Eltern muß der Lehrer auch ſeine Antorität herleiten. 1. Der Lehrer hat gewiſſe Macht über die Kin⸗ der. Sie wird ihm durch Eltern und Gemeinde übertragen. 2. Dieſe Macht iſt eine geiſtliche, ſofern das Schulamt ein kirchliches iſt, und eine weltliche, ſo— fern es ein bürgerliches Amt iſt. . Dieſe Macht iſt aber eine beſchränkte. Der Lehrer iſt nie der eigentliche Erzieher ſeiner Schul— kinder. Er hat nicht die Macht über die Kinder, wie die Eltern. Er iſt der Stellvertreter der El— tern nur auf etliche Stunden. Er hat nicht mehr Macht, als die Gemeinde ihm überträgt. Einwand. Dann hat der Lehrer auch keine Macht, Bausaufgaben zu fordern? Allerdings reicht ſeine Ge— walt nicht bis ins Elternhaus; wenn aber Eltern wollen, daß der Zweck der Schule an den Kindern erreicht wird, düten ſie auch die Mittel wollen. Anm. d. Lehrer, welche keinen Religionsunterricht etteilen müſſen, ſondern nur weltliche Fächer treiben, zanen einen ordentlichen Veruf nicht unbedingt nötig, ondern nur eine Anſtellung.

  • Theol. 3, 220 margin
  • Theol. 3, 220. 28 margin
  • Theol. 3, 220. 28, 282 margin
  • Theol. 3, 220. 28, 282. 67 margin
  • Jo. 83, 89 margin
  • Jo. 83, 89, 63 margin
  • Min. 15, 147—150 margin
  • Min. 15, 147—150. 26 margin
  • Min. 15, 147—150. 26, 257—259 margin
  • Min. 15, 147—150. 26, 257—259. 290 margin
  • Min. 15, 147—150. 26, 257—259. 290. 44, 26 margin
  • Min. 15, 147—150. 26, 257—259. 290. 44, 26, 259 margin
  • Min. 15, 147—150. 26, 257—259. 290. 44, 26, 259. 30 margin
  • Min. 15, 147—150. 26, 257—259. 290. 44, 26, 259. 30, 136 margin
  • Min. 15, 147—150. 26, 257—259. 290. 44, 26, 259. 30, 136. 26 margin
  • Min. 15, 147—150. 26, 257—259. 290. 44, 26, 259. 30, 136. 26, 260 margin
  • Min. 15, 147—150. 26, 257—259. 290. 44, 26, 259. 30, 136. 26, 260. . 2 margin

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— Die Schule (1913)

N Der Beruf des Lehrers.

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7. Gott iſt es, der den Lehrer beruft durch die Gemeinde Die Schule (1913)

7. Gott iſt es, der den Lehrer beruft durch die Gemeinde. Er weiſt auch jedem den Ort an, wohin er ihn haben will. Anm. a. Lehrer ſollen ihre Schule anſehen als Werkſtätte, dahin Gott ſie geſtellt hat. Anm. b. Mancher begehrt vielleicht eine beſſere Stelle, als Gott ihm gegeben hat. Aber ſind deine Gaben wirklich ſo groß, wie du dir einbildeſt? Laß Gott walten. Er ſorgt für uns, hüt't und wacht. Je höher die Stellung, deſto größer die Verantwortung. Anm. c. Vom Beruf des Lehrers gilt dasſelbe, als was vom Beruf des Paſtors geſagt iſt.

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8. — Die Schule (1913)

8. Der Beruf des Lehrers ſollte lebenslänglich ſein. a. Der Lehrer ſollte den Beruf zu ſeiner Lebensaufgabe machen und im Ante bleiben, ſolange es Gort ge— ällt. b. Die Gemeinde ſollte ihn auf Lebenszeit anſtellen. Anm. a. Das gilt aber nicht von Aushelfern, die nur zeitweilig angeſtellt ſind. Anm. b. Ein temporärer Dienſt wäre nicht gegen eine göttliche Ordnung, wäre aber nicht zu befürworten. Einwand. Es ſei beſſer für Lehrer und Schüler, wenn man die Lehrer nur auf ein Jahr beruft.

  • L. W. 53, 4 margin

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9. Berufswechſel Die Schule (1913)

9. Berufswechſel. Das Verhältnis zwiſchen Lehrer und Gemeinde kann gelöſt werden durch Annahme eines Berufes an eine andere Gemeinde. Gründe zur Annahme des neuen Berufes können ſein a. größeres Arbeitsfeld, beſſere Verwendung der Ga— en; b. zerſtörtes Verhältnis zwiſchen ihm und ſeiner Gemeinde, ſo daß der Lehrer nicht mehr im Segen arbei— ten kann; c. allerlei äußere Umſtände, Gebrechlichkeit, ungün ſtige klimatiſche Verhältniſſe, zu geringe Beſoldung u. ſ. w. Anm. a. Erhält ein Lehrer einen Beruf, ſo ſoll er 1. ihn der Gemeinde vorlogen. Doch mögen Umſtände eintreten, wo dieſes nicht notwendig oder ratſam wäre; 2. aus den begleitenden Umſtänden prüfen, ob dieſer Beruf für ihn ein göttlicher ſei; 3. ſich vor unrechtem Verfahren hüten. Anm. b. Meint ein Lehrer, er könne an ſeinem Platze aus gewiſſen Gründen nicht länger arbeiten, ſo mache er ſeinem Paſtor, Präſes oder Viſitator davon Mitteilung, tue aber nichts weiter, um fortzukommen. Er ſoll ſeinen Platz nicht ohne Gottes Willen verlaſſen. 3, 57. Anm. c. OSfterer Lehrerwechſel iſt der Gemeinde nachteilig und der Schule hinderlich. Es dauert immer längere Zeit, bis der neue Lehrer die Schüler kennen lernt und die Kinder ſich an ſeine Unterrichts-weiſe gewöhnen. Jeder Lehrer hat ſeine Methode. Anm d. Ur ſachen des vielen Wechſels. Manche

  • S. Dak. 1910, 37 margin
  • S. Dak. 1910, 37. 17, 112 margin
  • S. Dak. 1910, 37. 17, 112. 113 margin
  • S. Dak. 1910, 37. 17, 112. 113. 114 margin

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— Die Schule (1913)

Lehrer ſind nicht genügſam. Sie ſind nicht zufrieden mit ihrem Gehalt. Der eine klagt, die Gemeinde hat jo wenig Sinn für Schule (Hilf doch das Verſtändnis anbahnen! 17, 115), ein anderer klagt über geringen Erfolg u. ſ. w. Anm. e. Bei Berufsangelegenheiten ſollte man den geordneten Weg gehen, ſich nicht unberufen einmiſchen u. ſ. w.

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10. — Die Schule (1913)

10. Vertauſchung des Lehrerbernfes mit einem welt- lichen Beruf. Darf ein Lehrer freiwillig ſeinen Dienſt mit einem andern vertauſchen? a. Man tann es nicht unter allen Um⸗ ſtänden zur Sünde machen, wenn jemand den Lehrerberuf aufgibt. 1. Der Lehrer kann in das Predigtamt eintreten oder eine Profeſſur als Sprachlehrer u. ſ. w. über⸗ nehmen, wo er mit ſeinen Gaben noch beſſer dienen kann. Auch ein Profeſſor dient Gott und ſeiner Kirche. 32, 322. 2. Es können Umſtände eintreten, wo der Lehrer ſein Amt nicht mehr weiter führen oder nicht mehr im Segen arbeiten kann. Solche Umſtände können ſein anhaltende unheilbare Krankheit, Verluſt nö— tiger Fähigteiten, Irrewerden an der rechten Leh— re, gegebenes ſchweres Argernis u. ſ. w. Anm. Doch ſoll man in Krantheitsfällen nicht zu viel Gewicht auf den Rat des Arztes legen. Schreiben Speners an einen Lehrer, der wegen Kränklichteit re— ſignieren wollte 12, 209. 210. b. Kein Lehrer aber ſoll ſein Amt leichtfertig niederlegen und mit einem an— deren vertauſchen. Gründe ſind: 1. Da Gott uns ins Amt geſetzt hat, kann er al⸗ lein auch wieder das Amt abnehmen. Wir ſollen nicht eigene Wege gehen. Wehe dem, der die Hand an den Pflug legt und zurückſchaut! 1, 19. 18. 2. Das Schulamt ſelbſt iſt ein ſo herrliches Amt, jegenbringend für Kirche und Staat und hat herr— lichen Lohn. Anm. a. Man verſündigt ſich, wenn man ſein Amt aus Geiz. Weltſinn, Überdruß, Kreuzesſcheu u. ſ. w. au'gibt. Anm. b. Urſachen, warum viele ihren Beruf auigeben: die erſte Liebe iſt aus ihren Herzen geſchwun— den, man hat die Herrlichkeit des Verufes nicht erkannt, befft auf beſſere Tage in dieſer Welt 21, 107, auf ein angenehmes Leben 1, 298, möchte es in Wohnung, Kleidung., Nahrung und andern Dingen auch ſo haben, die andere Menſchen Mich. 97, 39 u. ſ. w. Anm. c. Laß dich deinen Beruf nicht gereuen! Schreiben an einen ſolchen 1, 14. Einwand 1. Ich habe zu wenig Gaben. — Wer hat dir das geſagt? Nicht auf Begabung, ſondern auf der Treue liegt Segen.

  • Mich. 97, 39
  • W. 73, 81 margin
  • Mich. 97, 38 margin

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— Die Schule (1913)

Einwand 2. Meine Bruſt iſt zu ſchwach. Das viele Sprechen ſtrengt mich an. — Wenn du einen andern Beruf ergreifſt, tut dann nicht auch dieſes und jenes weh? Lieber wollte ich mich im Dienſte Chriſti verzeh ren. Einwand 3. Ich habe ein reizbares Temperament. — Was willſt du damit anfangen? Es pflegen und nähren? Das beſte iſt, dagegen kämpfen. Einwand 4. Das Amt macht viele Anſtrengung. — Wenig Arbeit und bequeme Tage, das iſt es, wonach die Welt ſich ſehnt.

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