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Eckhardt's Homiletisches Reallexikon, 1907–1917

A cumulative subject index to seven Missouri Synod periodicals, compiled by E. (Ernest) Eckhardt (1868–1939) and printed at St. Louis between 1907 and 1917. Under each headword it sets numbered theses, and beside each thesis the places where the periodicals had treated it — by volume and page, running twenty years past the last of Der Lutheraner's own registers. Where the archive holds the volume a citation names, the citation below is a link to that page.

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6 entries under mitteldinge.

Mitteldinge

—

Mitteldinge. Abhandlungen. Mitteldinge. Wis. Syn. 96, 21—62. Von den Mitteldingen. Quart. 8. 8—29. 165—184. Baier 3, 717—721. Mit. 71, 9—30. Die ev. luth. Kirche unterſcheidet ſtreng, was in Gottes Wort geboten und freigelaſſen iſt. Walther, Die ev. Iuth. Kirche 123—127. — Der Synodalbericht von Nebrasta 1912 wird, wenn nichts dazwiſchen kommt, eine Abhandlung über dieſen Gegenſtand bringen. Abrifi. Vas verſteht man unter Mitteldingen? § 1. Was richt? § 2. Gibt es Mitteldinge? Bibelbeweis. § 3. In welchem Verhältnis ſtehen Mitteldinge zum Glaubensleben? S5. Mitteldinge auf dem Gebiete der Erholung, auf politiſchem und kirchlichem Gebiete. § 6. Mittldinge auf kirchlichem Gebiet. § 7. Mitteldinge darf richt verbieten. § 9. Das irrende und zweifelnde Gewiſſen. zände, die zu Mitteldingen hinzukommen können. § Sombol der Lehre geworden ſind. § 12. Gebrauch von Mitteldingen, wenn der ſchwache Bruder ſich daran ſtößt. § 13. Mitteldinge.

  • Wis. Syn. 96, 21—62
  • Quart. 8. 8—29
  • Quart. 8. 8—29. 165—184
  • Baier 3, 717—721
  • Mit. 71, 9—30

vol c, printed page 162–163 · scan: gb_M0AUAAAAYAAJ/0210_PA162

1. —

1. Was verſteht man unter Mitteldingen? Der Name gagt es: Dinge, die in der Mitte liegen. Res mediae. Es fragt ſich nur: in der Mitte von was für Dingen? Unmvort: zwiſchen gebotenen und verbotenen Dingen. Anm. a. Viele Dinge hat Gott geboten, die ſollen rir tun. Vieles hat er verboten, das ſollen wir laſſen. ZDamiichen liegt ein großes Gebiet von Dingen, darüber die Schrift nichts ſagt. Unm. b. Adiaphora hängt zuſammen mit „pherin“ (tragen), „dia“ durch, „a“ un. Undurchtragbar. Dinge, die man nicht austragen, ſondern jeden tun laſ— ſen muß, was er will.

  • L. W. 55, 2 margin
  • Wis. Syn. 96, 29 margin
  • Mit. 95, 75 margin

vol c, printed page 163 · scan: gb_M0AUAAAAYAAJ/0049_PA163

2. Was verſtehen wir alſo nicht unter Mitteldingen? Nagativ

2. Was verſtehen wir alſo nicht unter Mitteldingen? Nagativ. Nicht ſolche Dinge, die in der Bibel angeboten ſind. Viele Leute denken, ob ſie zur Kirche gehen, ſich an die Gemeinde anſchließen, Armen wollen u. ſ. w., könnten ſie machen, wie ſie wol— en. Uum. Papiſten halten vieles, was Gott ausdrücklich geboten hat, nur für evangeliſche Ratſchläge und ſtellen 's in das Belieben der Menſchen; b. derboten ſind. Viele halten für ein Mittelding z. 3. Teilnahme am falſchgläubigen Gottesdienſt (aber da ſeht Gottes Wort: weichet von ihnen), Bruderſchaft mit Unglänbinen (Ziehet nicht am fremden Joch), Teilnahme am Weltweſen (Stellet euch nicht dieſer Welt gleich). Unm. a. Vieles, was Sünde iſt, wird für ein Mittel. ding gehalten. Unm. b. Wenn man unter Vernſung auf ſeine Frei. heit an ſündlichen Vergnügungen teilnimmt, gebraucht nam ſeine Freiheit zum Deckel der Vosheit.

  • Jo. 80, 53 margin
  • Süd. 97, 48 margin
  • Mit. 95, 75 margin

vol c, printed page 163 · scan: gb_M0AUAAAAYAAJ/0049_PA163

3. —

3. Gibt es Mitteldinge? Bibelbeweis. Kol. 2. 16: So laſſet nun niemand euch (Gewiſſen ma. ten u. ſw. Wir können alſo Schweinefleiſch eſſen oder lönnen es laſſen. Rem. 14, 3: Welcher iſſet. der verachte den nicht, der W. innt und welcher nicht iſſet, der richte den 19 er da iſſet. — Hi 5 ſi ſſen des Garnwpferflenckes handelt es ſich um das Eſſ Nöm. 14, 6: Welcher auf die Tage hält, der tuts dem Herrn, und welcher nicht darauf hält, der tuts auch dem Herrn. — Von verbotenen Dingen könnte man nicht e reden, z. B.: Welcher nicht ſtiehlt, der tuts dem Herrn. und welcher ſtiehlt, der tuts auch dem Herrn. 1 Kor. 6, 12: Ich hab es alles Macht, es frommet aber nicht alles. Das ſind Mitteldinge, die man Macht bar zu tun, die man aber aus gewiſſen Gründen doch nich tut und nicht zu tun braucht. 1 Kor. 7, 36. 37: Wenn jemand ſeine Jungfrau ver— heiraten will, der tue, was er will. Er iſt ungezwungen und hat ſeinen freien Willen. — In Mitteldingen ſit dem Menſchen ſein freier Wille geblieben. S. Wille— Anm. a. Nicht überall gibt es eine Mitte, z. B. nicht zwiſchen richtig und falſch, zwiſchen Kanſas und Nebraska, Gottes und des Teufels Reich, nicht zwiſchen Leben und Tod, geiſtlich Toten und Lebendigen, Bekebr— ten und Unbekehrten, Himmel und Hölle. Nur eins Scheidelinie! Hier aber zwiſchen Gebot und Verbot liegt ein großer neutraler Boden. Anm. b. Schon die Stoiker redeten von Mitteldingen— die zwiſchen Tugend und Laſter liegen. Anm. e. Obige Sprüche enthalten nur einige Mei ſpiele. Man könnte auch den Weg einſchlagen, daß man jede Handlung des Menſchen vor ſich nimmt und in die Schrift ſieht, ob ein Gebot oder Verbot darüber gegeben iſt. Wie viele Mitteldinge würde man dann finden! Anm. d. Wir leben in einer Welt von Mitteldingen. Vom Morgen bis zum Abend bewegt ſich unſer Tun zum groſen Teil in Mitteldingen. Wir mäſſen Gott danten. daß er uns als ſolche freie Menſchen behandelt und nicht jede einzelne Handlung vorſchreibt. Anm. e. Im neuen Teſtament gibt es mehr Mitiol. dinge als im alten. Gott ſei Dank, daß wir ſrei ſind von dem Joch, das weder unſere Väter noch wir baben tragen mögen. 1. Antitheſe der Pietiſten. Es gibt keine Mitteldings Spiel. Theater. Tanz u. ſ. w. hielten ſie ohne weiterez für Sünde. Die ertremen Wietiſten verurteilten jedes Fröhlichjein und Lachen als Fleiſchesweſen. Ihre Ve gründung war: a. Alle Handlungen eines Chriſten fließen aus den Gnadenkräften. Was ans der Gnade fließt. iſt gut, was aus dem Fleiſch kommn. iit bös. Ergo gibt es keine Mitteldinge. (Damit be. hanpten ſie. was ſie erſt beweiſen ſollten, ob nämhit alle Handlungen eines Chriſten aus den Gnadenkrä' ten fließen, oder ob es nicht doch ein indifferentes Gebiet gibt. l'etitio principii.) — b. Die Ehre Gottes muß das giehallen Handlungenſeines Chriſten ſein. 1 Kor 10, 31: Ihr eſſet nun u. f. w. Alles zu Gottes Ehre. Kol. 3. 17: alles in dem Namen des Herrn Jeſu. — Darnm kann es keine Mitteldinge goben. (Aber man vergißt dabei, daß das Eßen und Trinken an ſich nicht zu Gottes Ehre gereicht, ſonſt würden alle Heiden Gott ühren, es iſt vielmehr das zum Eſſen hinzukommende bet. Röm. 14, 6: der iſſet dem Herrn, denn er danket Gott.) Unm. Höchſtens indirekt gereicht Eſſen, Schlafen u. w. zu Gottes Ehre, indem wir dadurch neue Kräfte zmeln, daß wir weiter Gott ehren können. („Wasnicht aus dem Glauben geht, das nSünde. Röm. 14, 23. Heiraten iſt indifferent, enn aber ein Chriſt heiratet, ſo muß es in der rechten eimnung geſchehen und damit wird Heiraten moraliſch ant. Quart. 8, 19. Spielen u. ſ. w. iſt nicht ausdrückich in der Schrift verboten, aber man kann es nicht im Huben tun, alſo iſt es Sünde. (Da wird ſchon vor— ausgeſetzt, aß man ſolche Dinge nicht im Glauben tun hnn, was erſt zu beweiſen iſt.) Quart. 8, 13. — Es it auch die Frage, ob die Auslegung von Röm. 14. 23 nitig iſt. Rechtfertigender Glaube oder Glaube, daß was erlaubt ſei? Quart. 8, 13. 15. Anm. a. Die Pietiſten ziehen die Geſinnung, in welcher ein Mittelding getan wird, mit hinein, ſie ehmen Glauben und Chriſtentum dazu. Will man von Nineldingen reden, ſo muß man die Handlungen an ich, ohne alle hinzukommenden Umſtände, nicht in con— crcto, ſondern in abstracto betrachten. Aum. b. Entſcheidet der Status eines Menſchen, ob wiedergeboren iſt oder nicht, darüber, ob erwas Sünde ei oder nicht? Beſtimmt die Handlung des Bürgers das Geſetz oder das Geſetz die Handlung des Bürgers? Uum. c. Schlüſſe von ſündlichen Umſtänden, die zu ener Handlung hinzukommen, auf die Handlung ſelbſt, ind verkehrt, z. B. weil manche ihr Haus verſichern laſ— en aus Mißtrauen gegen Gott, darum ſei Feuerverſichetung Sünde. Anm. Die Pietiſten haben nicht den Gegenſatz vor Augen, was iſt verboten und geboten, ſondern was iſt gut und bös. Bei der Frage, ob eine Handlung gut oder bös ſei, läßt ſich die Geſinnung nicht ſo ohne wei— teres ausſcheiden. Anm. e. Hier liegt der Schlüſſel zum Verſtändnis des Zabes: Alle Werke des Unwiedergeborenen, auch ſein Eſen Spielen, Heiraten, Kirchengehen u. ſ. w. ſind Sünde d. h. ſein Unglaube iſt die Sünde, die alle ſeine dundlungen durchdringt. Anm. f. Darum iſt die Definition, Mitteldinge liegen zwiſchen Gutem und Vöſem, nicht ſo genau und unzeideutig, wie die: zwiſchen Gebot und Verbot. Unm. g. Gibt es keine Mitteldinge, ſo wird ein Chriſt in manche Seelenangſt getrieben.

  • Wis. Syn. 96, 31 margin
  • Luth. 4. 129 margin
  • Mit. 95, 76 margin
  • Can. 1900, 17 margin
  • Can. 1900, 17. 18 margin
  • Mich. 83, 72 margin
  • Syn. 96. 30 margin
  • Syn. 96. 30. 31 margin
  • Ma. 35, 313 margin
  • Syn. 96, 21 margin
  • Wis. Syn. 96, 37 margin
  • O. 74, 38 margin
  • Can. 1900, 19 margin
  • Mich. 83, 72 margin
  • Mich. 83, 72. 71 margin
  • Wis. Syn. 96, 29 margin
  • Quart. 8. 28 margin
  • Wis. Syn. 96, 23 margin
  • Wis. Syn. 96, 23. 33 margin
  • Wis. Syn. 96, 39 margin
  • Wis. Syn. 96, 40 margin
  • Wis. Syn. 96, 40. 41 margin
  • Wis. Syn. 96, 40. 41. O margin
  • Quart. 8, 19
  • Quart. 8, 13
  • Quart. 8, 13
  • Quart. 8, 13. 15
  • Quart. 8, 171 margin
  • Quart. 8, 18 margin
  • Quart. 8, 16 margin
  • Wis. Syn. 96, 26 margin

vol c, printed page 163–165 · scan: gb_M0AUAAAAYAAJ/0049_PA163

5. —

5. In welchem Verhältnis ſtehen Mitteldinge zum Hlaubensleben? a. Sie haben, an ſich betrachtet (in abdacto) nichts mit demſelben zu tun. Sie helien nichts und ſchaden nicht an der Seligkeit. Wer ſie läßt, ladet keine Schuld auf ſich, wer ſie tut, derdient nichts. Matth. 15, 9: Vergeblich dienen ſie mir. Mitteldinge tun iſt kein Gottesdienſt Jo. 83, 62 und nicht nötig zur Seligkeit. Konk. 698. 8§. Selbſterwählie Werke. Antitheſe. Papſttum, heidniſche Religionen. Durtz Tun und Laſſen von Mitteldingen will man Gott dienen oder Vergebung erlangen. Eheloſigkeit, Faſten, Wallfahrten, Baden im heiligen Fluß u. ſ. w. b. Sie ſollen vomichriſtlichen Geiſt und Sinn durchdrungen ſein. In concreto be— trachtet. Ein Chriſt ſoll alle ſeine Arbeit tun aus Ge— horſam gegen Gott. Auf dein Wort will ich mein Retz auswerfen. 1 Kor. 10. 31: alles zu Gottes Ehre. Kol. 3, 17: alles in dem Namen des Herrn Jeſu. So iſt des Chriſten ganzes Tun ein beſtändiger Gottesdienſt. Anm. a. Tun wir Mitteldinge aus Liebe zu Gott und im Dienſt gegen den Nächſten, ſo ſind es gottgeſällige Werke und werden aus Gnaden belohnt. Anm. b. Wenn wir uns prüfen, ſo finden wir, daß wir nicht alles zu Ehren Gottes tun. Praesens imper— ſectum. perfectum futurum. Das aber iſt das Ziel der Vollkommenheit: Alles zu Gottes Ehre. Anm. c. Erſtreckt ſich das Geſetz auf alle Handlungen des Menſchen? Nein. Man hat darum das Ge. ſetz Gottes unvollkommen genannt, weil nur ſo wenig Handlungen darin geboten und verboten ſind. Da aber die Gebote auch Herz, Sinn, Geſinnung in ſich ſchlicßen. ſo wird es wohl kaum eine Handlung eines Menſchen geben, die nicht irgendwie mit dem Geſetz in Verbindung ſtünde, ſodaß Gottes Geſetz vollkommen iſt.

  • Wis. Syn. 96. 37 margin
  • Wis. Syn. 96. 37. 38 margin
  • Schulbl. 13, 136 margin
  • Schulbl. 13, 136. 137 margin
  • Ma. 21, 185 margin
  • Jo. 83, 62
  • Konk. 698
  • Konk. 698. 8
  • Ma. 35, 313 margin

vol c, printed page 165–166 · scan: gb_M0AUAAAAYAAJ/0212_PA165

6. —

6. Verſchiedene Gruppen von Mitteldingen. a. Auf dem Gebiete der Erholung und Ergötzung. Genuß von geiſtigen Getränken Ma. 21, 185. 186. S. Dak. 1909, 36. Spiele, Konzert Theater, Tanz. Picture Show. Anm. a. Gott gönnt uns viel Vergnügen. Zur Freude iſt der Menſch geſchaffen. Beſonders die Jugend ſoll ſich frenen. Jugend 5638. Eltern ſollen ihren Kin— dern die nötige Erholung gönnen und ſie nicht mit einer eiſernen Mauer in Bezug auf Mitteldinge umgeben. Er— ziehung § 18. Anm. b. Alle im Geſetz verbotene Luſt iſt bös. Alt darin gebotene Luſt. Luſt und Liebe zu Gott und ſei. nem Wort, iſt aut. Aber es gibt auch eine Luft, die meder geboten noch vorboten iſt. Nicht alle Freude am Zeitlichen, nicht olle Liebe zur Kreatur iſt Sünde. Anm. c. Pietiſten: Alle von der Ausrichtung des . diſchen Berufes übrig bleibende Zeit ſolle man auf die Sorge für die Seele verwenden. b. Auf politiſchem Gebiet. Mitteldinge or“ nen iſt ſo recht eigentlich das Gebiet des Staates, ob. wohl er es auch mit der Sünde, mit Mord. Hurere! Ehebruch, Diebſtabl u. ſ. w. zu tun bat. Der Staat Irdnet an, was für Uniformen Soldaten tragen ſollen, wie die Zäune beſchaffen ſein müſſen und hundert an— dere Dinge. Unm. a. Sind ſolche Dinge vom Staat geordnet, ſo zlen die Bürger gehorſam ſein und unbequeme Geſetze nicht umgehen. Anm. b. In unſerm Lande nehmen auch die Bürger um Ordnen von Mitteldingen im Staate teil, ſie können V. für County Option oder Local Option ſtim-men. Da ſollen Bürger das Beſte des Landes ſuchen. 2. Obrigkeit § 25. Anm. c. Als Paſtor geht uns die Politik des Landes nichts an. Politiſche Paſtoren ſind ein Unding. „ Auf kirchlichem Gebiet. Hierher gehören . Ort, Zeit und Weiſe des Gottesdienſtes Syn. 88, 3. Ka. 1903, 12. 13, der Wechſelgeſang Mit. 71, 16. 7. S. Dak. 1909, 38, kirchliche Feiertage Syn. 96, 2J, die Feier des Sonntags S. Dak. 1909, 35, Miſionsieſte L. W. 48, 269. Luth. 38, 148, Privatabiolution Luth. 4, 129, Kreuzeszeichen, Chorrock, Bilder, Kerzen S. Dak. 1909, 37—39, die Weiſe der Abhite in einer beſtimmten Form Syn. 96, 37, gegenſeiige Unterſtützungsvereine innerhalb der Gemeinde Rich. 83, 71. 73, die Beſtattung der Toten ſ. Leichenrerbrennung 5933. — Zeremonien, Gemeindeordnungen, Zynodalbeſchlüſſe. Anm. Hierher gehören auch apoſtoliſche Ordnungen, B. die Feier des Sonntags, Ordination, Konfirma— non, Anmeldung zum Abendmahl, das Amt der Vorſher, das Bedecken des Hauptes bei Frauen in der Kirche, kirchliche Trauung u. ſ. w. In Bezug 7. Mitteldinge auf kirchlichem Gebiet. hierauf gelten folgende Sätze: Mitteldinge adürfen geordnet werden. Ordnungen ind nötig. Laſſet alles ehrlich und ordentlich zugehen. Obhne Ordnung iſt das menſchliche Zuſammenleben in der Gemeinde nicht möglich. Anm. Gott iſt nicht ein Gott der Unordnung. 1 Kor. 4. 33. — Welche herrliche Ordnung im Werke der Schöpfung! b. ſind ſo zu ordnen, daß ſie dem Worte dienen und zur Wohlfahrt der Gemeinde ausſchlagen. Kon. 698, 10. Man ſoll tun, was nützlich und erbaulich it. 1 Kor. 14, 26: Laſſet alles geſchehen zur Veſſerung. Anm. Ordnungen ſollen den kirchlichen Intereſſen aller ihrer Glieder Rechnung tragen. Nach einzelnen hann es dabei nicht immer gehen: „können wieder verändert werden. Iſt 3 Ordnung für eine Gemeinde nicht mehr erſprieß— ⸗ o ſchafft ſie die Gemeinde wieder ab. Sie kann as Schulamt eingehen laſſen, wenn die Schülerzahl zu giing iſt. den Paragraphen. daß nur in deutſcher Sprache gepredigt werden ſoll, ſtreichen u. ſ. w.: d. brauchen nicht in allen Gemeinden gleichförmig zu ſein. übereinſtimmung in geremonien gehört nicht zum Weſen der Einigkeit. Einigkeit 665. Gemeinden können äußerlich ſo gleichförmig ſein, wie uniformierte Soldaten, ſind ſie nicht einig in der Lehre, ſo iſt die Einigkeit nur Schein. Anm. Freilich iſt Gleichförmigkeit in kirchlichen Mit— teldingen nicht ganz gleichgiltig. Durch Einheit in Ze— remonien geben wir auch äußerlich den Zuſammenhang mit der Kirche zu erkennen. Leute, die aus einer Gemeinde in die andere verziehen, fühlen ſich um ſo eher heimiſch; e. werden von der Gemeinde ſelbſtiügeordnet als ein Stück des geiſtlichen Prieſtertums. Dies Recht ſoll die Gemeinde nicht leichtfertig fahren laſſen. Konk. 698. Anm. a. Die Gemeinde läßt ſich hierin nichts von andern gebieten. ‚ Anm. b. Mitteldinge werden geordnet durch fteie Übereinkunft. Die Majorität entſcheidet. Kirchenregi. ment 5782. Anm. c. Welche Stellung ſoll dabei der Paſtor nehmen? Es gibt Paſtoren, die laſſen ſich das Ordnen von Mitteldingen ſehr angelegen ſein, ſind aber ſchlechte Seelſorger. Andere ſind einfach Seelſorger und legen auf Mitteldinge nicht ſo viel Gewicht. Das letztere ſit das beſſere. — Weiſe Zurückhaltung iſt ojt am Plate, doch kann das Eintreten des Paſtors für eine gute Ord. nung auch nötig werden: f. ſollen gehalten werden um des Friedens willen. Konk. 67, 55. Wer das nicht mun will, gehe auf die Prairie, wo keine Seele um ihn iſt; g. ſollennichtein Gegenſtanddes Streites ſein. Um Mitteldinge willen ſoll man die Ge— meinde nicht ſpalten. Anm. a. Gerade über Mitteldinge (wo z. B. eine. Kirche ſtehen ſoll) iſt ſchon viel geſtritten worden. Nur dadurch entſteht Streit, daß einer des andern Oberſter ſein will. Anm. b. Bleibt trotz Verhandlung eine Meinungs: verſchiedenheit, ſo weicht der Chriſt gern ſeinem Bruder Da kann auch einmal die Mehrzahl der Minderheit nach · geben. L. W. 4, 106. Cal. 1904. 78. Das iſt gottgefälliger Indifferentismus. Ka. 98, 11. Anm. e. Um Mitteldinge willen ſollte niemand ſagen: Streicht meinen Namen. — Wer ſich um ſolcher Dinge willen von ſeiner Gemeinde trennt, ſoll von der Nachbargemeinde nicht aufgenommen werden, es denn, daß die Liebe ſolches fordert. Syn. 74, 36. 73,28 Anm. d. Noch viel weniger ſollte man um ſolcher Dinge willen Oppoſitionsgemeinden anfangen; können nicht zum Gegenſtand des dannes gemacht werden. Die Übertretung einer Menſchenordnung iſt nicht an ſich ſchon Sünde. Mit. 75, 22—24. 75, 62. Syn. 96, 37. Cal. 1904, 77. Anm. a. Doch kann bei Verhandlung über ein Mitelding der Unglaube eines Menſchen offenbar werden eder andere Umſtände hinzukommen, um deren willen itließlich jemand in den Bann getan werden muß. Anm. b. Biſchof Victor bannte die Biſchöfe in Kleingien, weil ſie in der Zeit der Oſterfeier nicht mit ihm Übereinſtimmten. . Mitteldinge darf man nicht gebieten, ſie keinem um Gewiſſen machen. Keiner iſt des andern Meiſter. Riemand ſoll uns darin Vorſchriften machen: a nicht der Paſtor. Er darf nicht herrſchen der die Gemeinde, auch keinen moraliſchen Zwang austen. Süd. 91, 34. Wis. 95, 15. Gott hat ihm nur die Predigt des Evangelii befohlen; ounicht die Gemeinde. Gemeindeordnungen ind nicht gewiſſensverbindlich. Sie ſind nicht um des ebotes willen zu halten: anicht die Synode. Sie iſt nur beratend. Sy— vodalbeſchlüſſe haben nur dann für die Gemeinde Gelaung wenn die Gemeinde ſie zu den ihrigen macht: d.nicht die Obrigkeit. Anm. a. In Mitteldingen dulden wir keinen Zwang. Anm. b. Werden Mitteldinge als gewiſſensverbind— lich aufgelegt, I. ſo ſetzt man ſich auf Gottes Tron, zerrüttet die Kirche und bereitet der Abgötterei den Weg. Konk. 700, 15: 2. ſoll man nicht gehorchen. Laßt euch nicht wie⸗ derum in das knechtiſche Joch fangen. Wo ihr euch beſchneiden laßt. iſt euch Chriſtus kein nütze. Gal. 5, 1. 2. Chriſtus hat uns nicht bloß von der Sün— de, ſondern auch von aller Menſchenknechtſchaft frei gemacht. So euch der Sohn frei macht, ſo ſeid ihr recht frei. Aniitheſe Das Papſttum leat Werke auf und for— ert Unterwerfung unter die Kirchenordnungen. Zick 3. S. Dak. 1907, 50. ů— u Selbſtverſtändlich können Eltern ihren Kindern. ihren Schülern, die Obriakeit ihren Untertanen Aneldinge gebieten, da Gott ſie mit ſolcher Gewalt ausgerüſtet hat. „Mitleldinge darf man nicht verbieten. Wir dürfen zuns nicht zur Sünde machen lafſen. 1 Kor. 10. 29: um ſollte ich meine Freiheit laſſen urteilen von ei— nes andern Gewiſſen? Wer Mitteldinge zur Zürde macht, ſetzt ſich an Gottes Stelle. Ka. 91, 3. Einem ſolchen dürfen wir nicht nachgeben. Luth. 3, 40. Anm. a. Verbietet man einem Bruder ein Mittel. ding als ſündlich, ſo verſchließt er gewöhnlich ſein Her; gegen fernere Ermahnung und Vorſtellung. Antitheſe. 1. Papiſten verbieten, ehelich zu werden und die Ubat zu genießen, die Gott geſchaffen hat. 35. ibat. 2. Manche Temperänzler machen den Genuß gei⸗ ſtiger Getränke zur Sünde. 3. Pietiſten ſtellten unſchuldige Dinge als ſünd— lich hin. Streit über Mitteldinge. 10. Das irrende und zweifelnde Gewiſſen in Mitteldingen. a. Das irrende Gewiſſen. Viele machen ſith in Mitteldingen ein falſches Gewiſſen. Daraus entfieht ein geſetzliches, krankhaftes Chriſtentum, das leicht zn Phariſäismus führt. Anm. a. Wenn man erſt einmal anfängt, ſein 6 wiſſen zu binden, wo iſt dann ein Aufhören? Heut bin det man ſich im Spiel, morgen im Rauchen, dann in der Kleidung. Eine wahre Marterbank. — Röm. 14, 2. Selig iſt, der ſich ſelbſt kein Gewiſſen macht in dem. das er annimmt. ‚ Anm. b. Hält jemand ein Mittelding für Sünde, imuß er davon abſtehen. Er verſündigt ſich, wenn er etut. Röm. 14, 14: der es rechnet für gemein, demſch bigen iſts gemein. 20: Es iſt nicht gut dem, der es ißt mit einem Anſtoß des Gewiſſens. b. Das zweifelnde Gewiſſen. Das zweit felnde Gewiſſen ſpricht z. B.: Iſt Schwagerehe verboten oder nicht, ich kann die Sache nicht durchſchauen. Y. Lebensverſicherung Sünde oder nicht? ‚ Anm. a. Ein Zweifler ſoll nun nicht in ſeinem Zwen fel ſitzen bleiben wollen, er ſoll ſtudieren in der Schrit ob er es ergreifen möchte. Anm. b. Bleibt der Zweifel doch in ſeinem Herzen ſo muß er von der Sache abſtehen. Röm. 14. 5: Ein jeglicher ſei in ſeiner Meinung gewiß. 23: Wer darüber zweifelt und iſſet doch, der iſt verdammt. Anm. c. Die rechte Behandlung des irrenden und zweifelnden Gewiſſen beſteht darin, daß man es wieder zurecht zu bringen ſucht nach dem Maßſtab des Geſetes 11. Zu Mitteldingen können ſündliche Umſtände hin zukommen. Etwas, was überall hinzukommen kann, der Unglaube (es kann jemand einen Vlitzableiter ſein Haus ſetzen und tut es aus Mißtrauen gegen Gon und Weltweſen. Etliche beſondere Stücke ſind: * a. Spiele. Kartenſpiel, Ballſpiel, Geſellſchat ſpiele. Pfänderſpiele. Würfelipiel u. ſ. w. Sindliur Umſtände, die hinzukommen können: 1. Leidenſchaft, Verſäumung ſeiner Berufspflicht. Es ſoll mich aber nichts gefangen nehmen. 1 Kor. 6, 12. 2. Spielen um Geld. Monte Carlo. Luth. 45. 6. 64, 128. Mancher hat auch ſchon ſeine Frei-⸗ heit verſpielt. Luth. 43, 169. 170. 65, 169. — Wehe dem, der ſein Gut mehret mit fremdem Gut! 3. Unzucht. Küſſen, zärtliche Berührung der Ge⸗ ſchlechter. b. Vereine. Singverein, Turnverein, Schützen⸗ derein. Unions, Logen, Geſellſchaften. „Parties“ ZSündliche Umſtände, die hinzukommen können: 1. Weltweſen. Da heißt es, gehet aus von ih⸗ nen. 2. Chriſtusfeindliche Sätze in ihren Konſtitutio— nen. Die kann ein Chriſt nicht unterſchreiben. 3. Sündliche Mittel. Streik, Zerſtörung des Eigentums der Arbeitgeber. 4. Falſche Religion bei Logen. Eide u. ſ. w. 5. Wenn Vereine innerhalb der Gemeinde aus⸗ arten, Unterſtützungsvereine die Gemeinde zerrüt⸗ ten. (. Tanz. Sündlicher Umſtand: Das Berühren der Heſchlechter, wie es beim weltüblichen Tanze Mode iſt. d. Skating Rink. Gefahren ähnlich wie beim Tanz. . Muſik, Konzert. Sündliche Umſtände: Wenn durch Muſik die böſe Luſt gereizt werden ſoll, ein ſünd⸗ licher Text, der der Melodie zugrunde liegt. Profan- muſik in der Kirche. Süd. 97, 50. g. Theater. Moving Picture Show. Sündliche Umſtände: Das Voraugenführen von Hurerei, Ehebruch, und andern Schanden und Laſtern. Entblößte Frauen. b. Pienies, Schulfeſte. Sündliche Umſtände: Zaufen und Tanzen. i. „äFairs.“ Sündliche Umſtände: Wenn ſie veran⸗ taltet werden, um Geld für die Kirche herauszuſchlagen. k. Saloon. Sündliche Umſtände: Saufen, Fluchen, Zilhaftigmachung fremder Sünden, Verleugnung, über⸗ netung weltlicher Geſetze. Anm. a. Ein Mittelding hört auf, ein Mittelding zn ſein, wenn ſich Sünde daran hängt. Dann darf man ich nicht auf ſeine Freiheit berufen. Mit. 71, 26. Anm. b. Reißen bei einem Mittelding Mißbräuche ein, ſo braucht man nicht das ganze Mittelding abzu⸗ kkaffen, jondern nur das Sündliche dabei. Man kann dos Saufen abſchaffen und das Picnie beibehalten. Unm. e. Nur, wo mit einem Mittelding die Sünde verbunden iſt. daß durch den Gebrauch des Mittel dinges die Sünde zugleich mitgenommen werden muß und es nicht in unſerer Macht ſteht, das Sündliche da⸗ von zu trennen. heißt es: Weg damit! AInm d. Dann darf man aber nicht durch Beſchluß amiach ein ſolches Mittelding zur Sünde machen, ſonern muß die Sünde am Mittelding nachweiſen. Anm. e. Gerade ſolche Dinge, an die ſich allerlei Sünde hängt, machen uns in den Gemeinden oft die größte Schwierigkeit. Bei verbotenen Dingen hat man immer ein klares Gotteswort. Hier aber hat man keinen Spruch: Tanzen, Anſchluß an die Loge iſt Sünde. Man muß erſt das Sündliche an der Sache nachweiſen. 12. Mitteldinge, die zum Symbol oder Stütze der Lehre geworden ſind. Bekenntniszeremonie. Auch hier ſind wir nicht mehr frei, ſondern ſollen durch den rechten Gebrauch der Mitteldinge unſern Glauben bekennen. Hierher gehört z. B. a. der Gebrauch der Hoſtie. S. Dak. 1909, 37. Can. 1900, 34. 35. O. 74, 35. 36; b. das Brotbrechen. Il. 76, 77. Paſt. 56. Syn. 75, 11. Mit. 71, 22. 23. S. Dak. 1909, 36. Schulbl. 13, 135; c. die Spendeformel. . 74, 45; f. das Untertauchen bei der Taufe. Anm. a. Es treten Verhältniſſe ein, wo wir ein Mit telding nicht mehr frei gebrauchen können, wenn dadurch der Schein gegeben wird, daß wir die falſche Lehre billigten. Anm. b. Soll durch Einführung oder Abſchaffung von Mitteldingen die Lehre des Wortes verleugnet und falſche Lehre eingeführt werden, ſo dürfen wir nicht nach geben. Gibt man um der Feinde willen Bekenntniszere. monien preis, ſo läßt man auch die Lehre fahren. Konk. 699, 10. 11. 14. Anm. c. Beiſpiele: 1. Paulus beſchnitt Titum nicht (wie den Timo- theum), weil es ſich um Aufhalſung falſcher Lehre handelte. Gal. 2, 3—5. 2. Arnd ließ den Erorcismus nicht fahren, weil die Kryptocalviniſten durch Abſchaffung desſelben ihrer falſchen Lehre Ausdruck verleihen wollten. 3. Flacius trat gegen das augsburgiſche Interim auf, darin papiſtiſche Zeremonien für Mitteldinge erklärt wurden. Weil aber hinter den Mitteldingen die falſche Lehre verborgen war, gab man ihnen nicht nach. 4. Manche wollen die Abſolutionsformel aoge: ſchafft haben, weil ſie die Lehre vom Amt der Schlüſſel nicht leiden können. 13. Der Gebrauch von Mitteldingen, wenn dadurch Argernis gegeben wird. Schwache Chriſten machen manchmal Sünde, wo keine Sünde iſt. Es fehlt ihnen an der rechten Erkenntnis. S. § 10. Irrendes Ge. wiſſen. Solche ſoll man zunächſt belehren. Luth. 56, 289. Um ihretwillen wird man aber auch oft auf den Gebrauch derſchriſtlichen Freiheit verzichten und Mittel⸗ dinge, die man ſonſt tun würde. unterlaſſen. a. Im Gebrauch der Mitteldinge ſoll die Lie be wal ten. 1 Kor. 16, 14: Alle eure Dinge laſſet in der Liebe geſchehen. Die Liebe iſt die Kaiſerin. Sie weicht gern zedermann. b. Ich habe es alles Macht, aber es frommt nicht alles. 1 Kor. 6, 12. 10, 23. 4. In Mitteldingen ſoll man Rückſicht nehmen auf den Schwachen, damit er nicht geſtoßen und geärgert wird. 1 Kor. 8, 9: Sehet zu, daß dieſe eure Freiheit nicht gerate zu einem Anſtoß der Schwachen. 8. 13: So die Speiſe meinen Bruder ärgert, wollte ich nimmermehr leiſch eſſen. Röm. 14. 15: So aber dein Bruder über deiner Speiſe betrübt wird, ſo wandelſt du ſchon nicht nach der Liebe. 14, 1: Verwirret die Gewiſſen nicht. Anm. a. Wird der Schwache geärgert, ſo hört das Mittelding auf, ein Mittelding zu ſein, und der Gebrauch der Freiheit wird zur Sünde. Anm. b. Welche mächtigen Beweggründe: verderbe den nicht mit deiner Speiſe, um welches willen Chriſtus 9 iſt. Röm. 14, 15. Verſtöre nicht Gottes Werk. 1. W. Anm. c. Wenn der ſchwache Chriſt, durch uns veranlaßt, eine Handlung wider ſein Gewiſſen nachtut, ſo türzt er ſich ins Verderben. Röm. 14, 15. 1 Kor. 8, 11. d. Ein Chriſt iſt ein Knechet aller Dinge und jeder ; mann untertan. 1 Kor. 9, 19: hab ich mich doch jeder-mann zum Knecht gemacht. e. Den Schwachen ſoll man tragen. Röm. 14, 1: Den Schwachen im Glauben nehmet auf. 14, 3: Welcher iſſet der verachte den nicht, der da nicht iſſet. (Den Hols. tarrigen freilich ſoll man alles zuwider tun. Il. 95, 36.) ſ. Haſt du den Glauben, ſo habe ihn bei dir ſelbſt vor Hott. Röm. 14. 22. Richte dein Verhalten vor Gott danach, im übrigen aber richte dich nach deinem Nächſten. Anm. a. Wir machen es ja ſchon in irdiſchen Dingen ſo: Kann jemand das Rauchen nicht vertragen, ſo laſſen wir es in ſeiner Gegenwart, kann ein Kranker das laute Zprechen nicht ertragen, ſo ſpricht alles im Hauſe leiſe. Anm. b. Beiſpiele: 1. Das Eſſen des Götzenopferfleiſches. 1 Kor. 8, 7. 10, 25—28. Was dein eigen Gewiſſen betrifft, ſo magſt du ruhig davon eſſen. 1 Kor. 10, 29. Wenn es aber jemand anzeigt: das iſt Götzenopfer, ſo eſſet nicht. 2. Die Juden hielten noch die Sitte vom Blut und Erſtickten. Um der Liebe willen nahmen die Beiden darauf Rückſicht. Av. 21, 25. In Mittel⸗ dingen ſoll man ſich den Neigungen. Gefühlen und ünſchen ſeiner Mitchriſten anbeguemen. . Glieder einer Gemeinde ſtießen ſich an der Inſchrift einer Altardecke. Die Gemeinde belehrte fie, daß niemand einen Anſtoß daran nehmen könne und hat dann um der Schwachen willen die Dete abgetan. Anm. c. Man ſoll nicht pochen auf ſeine Freihein Es iſt ein Mißbrauch der Freiheit, wenn man ſich derſelben wider die Liebe bedient. Gal. 5, 13: Sehet zu, daß ihr durch die Freiheit dem Fleiſche nicht Raum gebet. 1 Pen. 2, 16, und nicht, als hättet ihr die Freiheit zum Deckel der Bosheit. Die Freiheit in. Mitteldingen bezieht ſich nur auf das Gewiſſen. Syn. 75, 9. Anm. d. Zu unterſcheiden iſt: Gibt es Mitteldinge? und: Wie ſteht es mit dem Gebrauch derſelben? Anm. e. Ein Chriſt ſoll das hohe Ziel ſeines Chri. ſtenberufes nie vergeſſen. 1 Kor. 6. 15. 19: Chriſn Glieder, Tempel des Heiligen Geiſtes. Homiletik. Röm. 14. 1—9. — Von den Mitteldingen. a. Es gibt Mitteldinge. b. Vir gebrauchen. — Ma. 35, 313.

  • Ma. 21, 185
  • Ma. 21, 185. 186
  • S. Dak. 1909, 36
  • Mit. 95, 75 margin
  • Quart. 8, 21 margin
  • Quart. 8, 28 margin
  • Quart. 8, 28. 29 margin
  • Quart. 8, 28. 29. 14 margin
  • Quart. 8, 21 margin
  • Syn. 88, 3
  • Ka. 1903, 12
  • Mit. 71, 16
  • Mit. 71, 16. 7
  • S. Dak. 1909, 38
  • Syn. 96, 2
  • S. Dak. 1909, 35
  • L. W. 48, 269
  • Luth. 38, 148
  • Luth. 4, 129
  • S. Dak. 1909, 37—39
  • Syn. 96, 37
  • Tex. 1909, 25 margin
  • Wis. 95, 11—13 margin
  • Mit. 98, 48 margin
  • Mit. 98, 48. 49 margin
  • Syn. 96, 42 margin
  • Süd. 91, 25 margin
  • W. 83, 42 margin
  • Mich. 95, 17 margin
  • Min. 98, 18 margin
  • Min. 98, 18. 19 margin
  • Il. 1901, 31 margin
  • Jo. 91, 38 margin
  • Bro. 497 margin
  • Syn. 96, 37 margin
  • Syn. 96, 37. 43 margin
  • Syn. 96, 37. 43. 44 margin
  • Mit. 98, 49 margin
  • O. 74, 46 margin
  • Schulbl. 13, 136 margin
  • Syn. 96, 45 margin
  • Syn. 96, 45. 46 margin
  • Syn. 96, 44 margin
  • Syn. 96, 44. 45 margin
  • Syn. 96, 44. 45. 38 margin
  • Konk. 698
  • Konk. 67
  • Konk. 67, 55
  • L. W. 4, 106 Answer to a Voice from the Lutheran Church of Germany concerning the Missourian Church Affairs and concerning "the Voice of Our Church on the Question of Church and Ministry."
  • Cal. 1904. 78
  • Ka. 98, 11
  • Syn. 74, 36
  • Syn. 74, 36. 73,28
  • Syn. 88, 13 margin
  • Syn. 88, 13. 14 margin
  • Syn. 88, 13. 14. 96, 36 margin
  • Bro. 496 margin
  • Schulbl. 13, 134 margin
  • Schulbl. 13, 134. 135 margin
  • Syn. 88, 14 margin
  • Bro. 496 margin
  • Schulbl. 13, 134 margin
  • Schulbl. 13, 134. 135 margin
  • Jo. 83, 62 margin
  • Jo. 83, 62. 63 margin
  • Past. 53 margin
  • Mit. 75, 13 margin
  • Syn. 96, 22 margin
  • Süd. 91, 36 margin
  • Luth. 65, 164 margin
  • Schulbl. 13, 136 margin
  • O. 88, 40 margin
  • O. 88, 40. 41 margin
  • N. W. 75, 35 margin
  • Süd. 91, 37 margin
  • Wis. 92, 50 margin
  • Wis. 92, 50. 86, 33 margin
  • Wis. 92, 50. 86, 33. 34 margin
  • Il. 80, 82 margin
  • W. 83, 42 margin
  • L. W. 48, 103 margin
  • Luth. 65, 165 margin
  • L. W. 48, 103 margin
  • Mit. 75, 22—24
  • Mit. 75, 22—24. 75, 62
  • Syn. 96, 37
  • Cal. 1904, 77
  • Süd. 91, 34
  • Wis. 95, 15
  • Konk. 700
  • Konk. 700, 15
  • S. Dak. 1907, 50
  • Syn. 96, 38 margin
  • Mit. 95, 75 margin
  • Mit. 95, 75. 77 margin
  • Wis. 94, 32 margin
  • Wis. 94, 32. 92, 51 margin
  • Wis. 94, 32. 92, 51. 52 margin
  • Syn. 96, 36 margin
  • L. W. 48. 969 margin
  • L. W. 48. 969. 55, 3 margin
  • Luth. 65, 338 margin
  • W. 83, 64 margin
  • Bro. 522 margin
  • Süd. 91, 36 margin
  • Baier 3, 720 margin
  • Luth. 16, 76 margin
  • Syn. 75, 9 margin
  • Syn. 75, 9. 10 margin
  • Süd. 91, 36 margin
  • Past. 373 margin
  • Luth. 65, 164 margin
  • Cal. 1904, 77 margin
  • W. 83, 44 margin
  • W. 83, 44. 15 margin
  • Syn. 96, 38 margin
  • Wis. 91, 31 margin
  • Wis. 91, 31. 32 margin
  • Syn. 96, 22 margin
  • Syn. 96, 22. 38 margin
  • Mit. 75, 62 margin
  • Wis. 91, 35 margin
  • Can. 1900, 32 margin
  • Can. 1900, 32. 33 margin
  • Mit. 71, 10 margin
  • Mit. 71, 10. 11 margin
  • Mit. 71, 10. 11. 75, 48 margin
  • Mit. 71, 10. 11. 75, 48. 95 margin
  • Mit. 71, 10. 11. 75, 48. 95. 77 margin
  • Wis. Syn. 96, 19 margin
  • Wis. Syn. 96, 30 margin
  • Schulbl. 13, 138 margin
  • W. 65, 59 margin
  • Can. 82, 38 margin
  • Ka. 91, 3
  • Luth. 3, 40 Does Old Lutheranism Lead to Rome? (Continued.)
  • Mit. 71, 16 margin
  • Wis. Syn. 96, 35 margin
  • Min. 94, 41 margin
  • Süd. 97, 47 margin
  • Wis. Syn. 96, 35 margin
  • Mit. 71, 22 margin
  • Wis. Syn. 96, 38 margin
  • Wis. Syn. 96, 38. 39 margin
  • Ma. 35, 313 margin
  • Ma. 35, 313. 314 margin
  • Jo. 79, 52—54 margin
  • Quart. 8, 27 margin
  • Quart. 8, 27. 178 margin
  • Quart. 8, 27. 178. 179 margin
  • Luth. 45. 6
  • Luth. 45. 6. 64, 128
  • Luth. 43, 169
  • Luth. 43, 169. 170
  • Luth. 43, 169. 170. 65, 169
  • Süd. 97, 50
  • Mit. 71, 26
  • Luth. 49, 2 margin
  • Luth. 49, 2. 9 margin
  • Neb. 1900, 13 margin
  • N. W. 75, 58 margin
  • Wis. Syn. 96, 53 margin
  • Neb. 1900, 14 margin
  • Luth. 49, 17 margin
  • Luth. 49, 17. 26 margin
  • Min. 98, 49—51 margin
  • O. 74, 56 margin
  • Süd. 97, 48 margin
  • Mich. 83, 73 margin
  • Luth. 41, 36 margin
  • Luth. 41, 36. 37 margin
  • Luth. 41, 36. 37. 60 margin
  • O. 74, 60 margin
  • Süd. 97, 49 margin
  • Neb. 1903, 73 margin
  • Il. 95, 37 margin
  • N. W. 75, 56 margin
  • N. W. 75, 56. 57 margin
  • Mit. 95, 75 margin
  • Neb. 1903, 73 margin
  • Neb. 1903, 73 margin
  • Mit. 1907, 45 margin
  • S. Dak. 1909, 37
  • Can. 1900, 34
  • Can. 1900, 34. 35
  • O. 74, 35
  • O. 74, 35. 36
  • Il. 76, 77
  • Past. 56
  • Syn. 75, 11
  • Mit. 71, 22
  • Mit. 71, 22. 23
  • S. Dak. 1909, 36
  • Schulbl. 13, 135
  • Konk. 699
  • Konk. 699, 10
  • Konk. 699, 10. 11
  • Konk. 699, 10. 11. 14
  • Luth. 56, 289
  • Wis. Syn. 96, 24 margin
  • Wis. Syn. 96, 24. 25 margin
  • Schulbl. 13, 135 margin
  • Syn. 96, 39 margin
  • Syn. 96, 39. 40 margin
  • Tex. 1906, 25 margin
  • O. 74, 33 margin
  • O. 74, 33. 34 margin
  • Wis. Syn. 96, 50 margin
  • Past. 54 margin
  • Past. 55 margin
  • Luth. 56, 321 margin
  • Luth. 56, 321. 322 margin
  • Il. 76, 76 margin
  • O. 74. 33 margin
  • Mich. 83, 73 margin
  • Syn. 76, 39 margin
  • Syn. 76, 39. 75, 9 margin
  • Syn. 76, 39. 75, 9. 74, 36 margin
  • Luth. 56, 321 margin
  • Il. 76, 78 margin
  • Il. 76, 76 margin
  • Il. 76, 76. 77 margin
  • Syn. 75, 8 margin
  • Wis. Syn. 96, 22 margin
  • Luth. 22, 50 margin
  • Wis. 82, 65 margin
  • Jo. 83, 64 margin
  • Il. 76, 79 margin
  • Mich. 83, 74 margin
  • Mit. 95, 76 margin
  • O. 74, 49 margin
  • Neb. 95, 59 margin
  • Mit. 71, 28 margin
  • Mit. 71, 28. 75, 73 margin
  • Mit. 71, 28. 75, 73. 74 margin
  • Il. 95, 36
  • Wis. Syn. 96, 52 margin
  • Ma. 21, 188 margin
  • Can. 1900, 45 margin
  • L. W. 48, 268 margin
  • Süd. 97, 47 margin
  • Syn. 75, 9 margin
  • Can. 1900, 59 margin
  • Luth. 3, 40 Does Old Lutheranism Lead to Rome? (Continued.) margin
  • Wis. Syn. 96, 31 margin
  • Wis. Syn. 96, 31. 52 margin
  • Wis. Syn. 96, 55 margin
  • Wis. Syn. 96, 55. 56 margin
  • Wis. Syn. 96, 55. 56. 59 margin
  • Mit. 75, 73 margin
  • Mit. 75, 73. 74 margin
  • Luth. 56, 289 margin
  • Luth. 56, 289. 290 margin
  • Ma. 21. 189 margin
  • Can. 1900, 47 margin
  • Jo. 79, 55 margin
  • Luth. 3, 40 Does Old Lutheranism Lead to Rome? (Continued.) margin
  • Luth. 3, 40. 41 Does Old Lutheranism Lead to Rome? (Continued.) margin
  • Syn. 1904, 18 margin
  • Wis. Syn. 96, 57 margin
  • Ma. 21, 187 margin
  • Syn. 75, 9 margin
  • Ma. 35, 314 margin
  • Neb. 91, 33 margin
  • Mit. 75, 73 margin
  • Mit. 75, 73. 74 margin
  • Luth. 56, 305 margin
  • Luth. 56, 305. 306 margin
  • Wis. Syn. 96, 38 margin
  • Stöckh. N. T. 377 margin
  • Stöckh. N. T. 377. 395 margin
  • Neb. 95, 59 margin
  • Wis. Syn. 80, 78 margin
  • Syn. 75, 9
  • Ma. 35, 313
  • Can. 1900, 59 margin
  • Wis. Syn. 96, 58 margin
  • Wis. Syn. 96, 33 margin
  • Wis. Syn. 96, 33. 35 margin
  • Wis. Syn. 96, 33. 35. 19 margin
  • Wis. Syn. 96, 54 margin
  • Tex. 1906, —.
  • Wis. 89,
  • Luth. Kirche 127.
  • Mit. 71,

vol c, printed page 166–174 · scan: gb_M0AUAAAAYAAJ/0213_PA166

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