Collection › Der Lutheraner (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 4, Nummer 23 › Seite 185

Der Lutheraner St. Louis, Missouri — 1848-06-21, Seite 185

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Cited in Eckhardt's Reallexikon (1907) under: Gefühl 8 · Kirchengemeinſchaften 3

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die geſchriebenen und geleſenen und zudem ſtehend
Tgehaltenen Gebete, wie vorbeſagt, verächtlich und
geringſchätzig anzuſehen. Es kann aber leicht
ſein, daß ein ſtehender Beter demüthig und ein⸗
fältig, und ein knieender eitel und hochmüthig
ſei; Gott aber ſieht das Herz an und nicht die
Geberde.

Philipp. Was hältſt du denn von ihren
Klaſſen⸗Verſammlungen und beſonderen Betſtun⸗
den in denſelben?

Martin. Die erſten mögen da ihr Gutes
haben, wo die Gemeinden groß und zerſtreut und
die Klaſſen führer (class-leader), ſo weit dies
nun eben bei methoviſtiſcher Lehre und Weiſe
möglich iſt, verhältnißmäßig begründete und
erfahrene Chriſten ſind, die das brüderliche Straf⸗
und Troſtamt zu führen vermögen. Wir wiſſen
aber aus unſrer Erfahrung hier in der Nähe, daß
dazu auch ganz unreife Neulinge genommen wer⸗
den, bloß weil ſie gern ein Langes und Breites
über ihren geiſtlichen Pulsſchlag und Wärme⸗
meſſer zu ſchwatzen belieben und von einer kleinen
Erfahrung alsbald ein großes Geſchrei machen.
Dazu haben ſie auch den Brauch, bei den Bet⸗
ſtunden mehr oder minder eine Schulübung aus
dem Beten zu machen, wenn ſo Einer nach dem
Andern betet, ohne daß ein gemeinſamer Zweck
des Gebets vorhanden iſt. Desgleichen ſcheint
mir die Erforſchung des Herzensſtandes der Ein⸗
zelnen von Seiten des Klaſſenführers vor andern
Eilf nicht ohne Gefahr und Bedenken zu ſein.
Denn wie leicht kann es da geſchehen, daß dieſer
und jener an der Einfalt und Wahrhaftigkeit
Schaden leidet, d. h., daß er aus falſcher Scham,
nichts Beſonderes in den vierzehn Tagen erfahren
zu haben, ein Laubfröſchlein zu einem Ochſen⸗
froſche aufbläſet; denn er ſoll und will ja durch⸗

aus mit ſeinen innern Erlebniſſen die Andern
möglichſt erbauen. — Wie viel einfacher und na⸗

türlicher iſt es da, zumal bei kleineren Gemeinden,
daß der treue Hirte unmittelbar ſelber ſeine Schäf—
lein beſuche, ſtrafe und tröſte und dieſe dafür auch
ihren Hirten ſuchen. Und daran wird es ſchwer⸗
lich fehlen, zunal wenn eben der Prediger kein
Zuchtmeiſter, ſondern ein Vater in Chriſto iſt, der
auch den Stab Wehe, d. i. das Geſetz, im evan⸗
geliſchen Sinne und Geiſte handhabt. Das iſt
aber eben ein neues Gebrechen in der methodiſti⸗
ſchen Weiſe und Ordnung, daß ihre Prediger nur
aufs höchſte zwei Jahre bei derſelben Gemeinde
bleiben dürfen, ſo daß keiner irgendwie ein Vater
in Chriſto für ſeine Kirchkinder werden kann.
Die allmähliche ſegensreiche Einwirkung eines
treuen und gottſeligen Knechtes des HErrn, der
ganz für und in ſeinem Amte lebet und
webet, und unter deſſen erziehender und fürbitten⸗
der Liebe auch ſeine kleinen Täuflinge allmählich
zu Lehrkindern und dieſe zu ſelbſtſtändigen Glie⸗
dern und endlich dieſe zu Ehemännern und Ehe⸗
frauen heranwachſen — dieſe liebliche und gedeih⸗
liche Einwirkung, die wie geſunde Luft allmählich
und doch ſtillkräftig für die geiſtliche Wohlfahrt ſo
Giroßes beiträgt — ſie iſt durch jene geſetzliche
Einrichtung ganz unmöglich gemacht. Statt
deſſen aber wird durch ſie jener unruhige metho⸗

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diſtiſche Hang gefördert, alle 1—2 Jahre wieder
neue Genüſſe und Würze mit dem neuen Predi⸗
ger zu empfangen.

Philipp. Was denkſt du denn davon, daß
faſt alle methodiſtiſchen Prediger unſtudirte Leute
ſindꝰ

Martin. Wenn die Methodiſten dies als
einen Nothſtand anſähen, ſo hätte ich nichts da⸗
wider; denn auch in unſerer Kirche hieſelbſt gibt
es deren und recht wackere dazu; aber ich hoffe,
daß gerade dieſe letzteren ihren Mangel an gelehr⸗
ter Vorbildung, und wenn ſie, ſo Gott will, auch
den Glauben und Heiligen Geiſt haben, doch
immer als Nothſtand erkennen werden. Bei den
Methodiſten ſcheint aber die entgegengeſetzte An⸗
ſicht herrſchend zu ſein; denn ſtatt auch durch
jenen Mangel fein in der Demuth zu bleiben und
ihn eben als ſolchen zu führen, pflegen ihre un⸗
ſtudirten Prediger gern alle Gelehrſamkeit und
theologiſche Bildung ſo ziemlich zu verachten; ja
ſie ſind wohl mitunter ſo von Eigenliebe und
geiſtlichem Hochmuth verblendet, daß ſie ſtolz dar⸗
auf ſind, jene Bildung nicht zu beſitzen; und
dabei ermangeln ſie nicht, ſich und Andern gern
vorzureden, das gelehrte Wiſſen ſei dem Glauben
und der Gottſeligkeit durchaus hinderlich und
gefährlich; denn ſie ſind nicht verſtändig und
gerecht genug, zu unterſcheiden, daß es dies nur
dann ſei, wenn der Wiſſende den rechten Glauben
und die Liebe Chriſti nicht habe und ſich mit
ſeinen äußeren Kenntniſſen aufblaſe und über die
Gemeinde erhebe, ſtatt ihr fein züchtig und demü⸗
thig mit ihnen zu dienen. Denn nur eine Magd,
nicht aber eine Herrin iſt die Wiſſenſchaft im
Hauſe Gottes. Zwar iſt es wahr, daß keine
Hochſchule und kein Seminar in der Welt den
rechten Glauben an den dreieinigen Gott und
die Gaben des Zeugens, Lehrens und Weidens
an und für ſich mittheilen können; aber theils
um jenen Glauben vorzubereiten, theils um dieſe
Gabe gehörig auszubilden und zu ihrer ſpäteren
Bethätigung geſchickt zu machen, ſind ſolche Bil⸗
dungs⸗Anſtalten hochwichtig und weſentlich. Wie
will z. B. ein Prediger den Inbegriff der Heils⸗
wahrheit richtig bezeugen und lehren, das Wort
Gottes, Geſetz und Evangelium, recht theilen und
ſodann verbinden, wenn er keine klare Erkenntniß
der Gnaden⸗Ordnung hat? Dieſe aber kann er
im Durchſchnitt nur auf jenen Schulen ſicher
gewinnen. Und gerade aus dieſem Mangel, ja
aus der theilweiſen Verachtung dieſer heilſamen
und wohlthätigen Lehr⸗-Anſtalten rührt es bei den
methodiſtiſchen Predigern, daß ſie die Heilslehre
nicht klar und faßlich vortragen, viel zu einſeitig
auf das Gefühl dringen, Rechtfertigung und Hei⸗
ligung durcheinander mengen. So z. B. hörte
ich ſelber hier im Februar d. J. den ſeßhaften
Prediger den Glauben in Joh. 3, 16. als einen
werkthätigen Glauben behandeln (von dem aller⸗
dings z. B. in Jac. 2, 17., 1 Cor. 13, 2. die
Rede iſt), indeß er doch hier an dieſer Stelle nur
der Chriſtum ergreifende, gerecht erklärende, ſelig⸗
machende Glaube in ſeiner urſprünglichen Rich⸗
tung auf die Gnade Gottes im Evangelium iſt
ohne alles Zuthun der Werke. Desgleichen pre⸗

digen auch die Methodiſten⸗Prediger die Heili⸗
gung dergeſtalt, als könne ſie ſchon dießſeits zur
Vollendung d. i. zur Heiligkeit und Vollkommen⸗
heit werden, ſchnurſtracks wider die 5. Bitte (ſiehe
Röm. 5, 23. und Ebr. 12, 1.). Aehnlich hörte
ich denn auch im Februar den Methodiſten⸗Aelte⸗
ſten, Herrn P. S., der hieſigen Bezirk bereiſet,
hier in der Kirche wörtlich behaupten, „es ſei ein
Griff des Teufels, wenn gelehrt und geglaubt
werde, Gott laſſe auch in dem Gläubigen noch
mancherlei Sünde übrig bleiben, um ihn in der
Demuth zu erhalten; aber demüthig ſein — ſo
wähnte Herr S. dieſe Anſicht zu widerlegen —
heiße Chriſto ähnlich ſein, folglich mache das
Sündigen Chriſto ähnlich.“ Hätte ich nun dieſe
methodiſtiſche Schlußfolge nicht mit eigenen
Ohren gehört, ſo würde ich aus Anderer Munde
ſchwerlich geglaubt haben, daß ein reiſender Aelte⸗
ſter, auf's Mildeſte ausgedrückt, ſo unklar und
verworren ſei, indeß er und Andere doch wahr⸗
ſcheinlich vermeinen, daß er vom Heiligen Geiſte
ein größeres Maß „der Weisheit und des Ver⸗
ſtandes“ (Jeſ. 11, 2.) empfangen habe, als ſeine
Zuhörer. Entweder nämlich verſtand es dieſer
erleuchtete Prediger der Heiligung nicht beſſer,
oder es beliebte dieſem fertigen Heiligen nicht,
jenem ſogenannten „Griff des Teufels“ (der
jedoch in 2 Cor. 12, 7—- 9. vielmehr als eine
väterliche Zucht Gottes offenbar wird) ſein gutes
Recht zu laſſen, denn wo wollten auch die wahr⸗
haft Gerechten in Chriſto hin, wenn der Gott der
Barmherzigkeit die Schwachheitsſünden ihres
Fleiſches, die wider ihren Willen ihnen noch an⸗
kleben, nicht an ihnen duldete bis an ihr Sterbe⸗
ſtündlein (ſ. 1 Joh. 1, 8-10. 2, 1.), wodurch
er allerdings ihren Glauben verſucht, dem geiſt⸗
lichen Hochmuth wehret und ſie hier in der De⸗
muth erhält? Dieſe aber iſt mit der Demuth
Chriſti, was Herr S. eben thut, in dieſer Gedan⸗
kenverbindung durchaus nicht zu vergleichen;
denn Chriſtus hatte weder Erb⸗ noch Thatſünde
und keine aus jener herſtammende Gebrechlich⸗
keit; und daher iſt jener Satz in dieſem Zuſam⸗
menhange falſch, daß jede Demuth an ſich Chriſto
ähnlich mache; wenn Herr S. nun ſagt, „folglich
mache das Sündigen Chriſto ähnlich“, ſo iſt
dieſer Schein⸗Schluß null und nichtig, weil eben
der Vorderſatz falſch iſt. Die Wahrheit iſt aber
die: ein vorſätzliches muthwilliges Sündigen
macht freilich dem Teufel ähnlich, und nicht
Chriſto; die noch rückſtändige Erbſünde aber und
die Schwachheitsſünde des Gerechten in Chriſto
wider ſeinen Willen, gegen die er aber mit den
Waffen und Gnadenmitteln des Heiligen Geiſtes
treulich und ernſtlich kämpfet, ſchadet nicht we⸗
ſentlich ſeiner vollſtändigen Glaubensgerechtig⸗
keit und ſeiner beginnenden Lebensgerechtigkeit
in Chriſto und Aehnlichkeit mit Chriſto; doch ſoll
allerdings die immer noch bleibende, wenn auch
nicht herrſchende, Erbſünde dem Wahne und geiſt⸗
lichen Hochmuth des Menſchen wehren, als könne
jemals hienieden das Stückwerk ſeiner, wenngleich
wachſenden Heilig ung Vollendung d. i. Heilig⸗
keit und volle Aehnlichkeit mit Chriſto werden;
denn dieſe iſt dem Gläubigen, der da beharret und

I

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...the written and read prayers, and moreover those held standing, as aforesaid, to be regarded as contemptible and of little worth. But it may easily be that one who prays standing is humble and simple, while one who kneels is vain and haughty; but God looks upon the heart and not upon the posture.

Philipp. What then do you think of their class meetings and the special prayer-hours held in them?

Martin. The former may have their good side where the congregations are large and scattered and the class leaders, so far as this is at all possible under Methodist doctrine and practice, are comparatively well-grounded and experienced Christians capable of exercising the office of brotherly rebuke and comfort. But we know from our experience here in the neighborhood that quite immature novices are also taken for this, merely because they are fond of chattering at length about their spiritual pulse and thermometer, and at once raise a great outcry over some small experience. In addition they have the custom, in the prayer-hours, of turning prayer more or less into a schoolroom exercise, with one person after another praying, without there being any common purpose to the prayer. Likewise it seems to me not without danger and misgiving that the class leader searches out the state of the heart of each individual before ten or eleven others. For how easily it can happen that this one or that one suffers harm in simplicity and truthfulness — that is, that out of false shame at having experienced nothing special in the past fortnight, he inflates a little tree-frog into a bull-frog; for he is indeed supposed, and quite willing, to edify the others as much as possible with his inward experiences. — How much simpler and more natural it is, especially in smaller congregations, for the faithful shepherd himself to visit his little sheep directly, to rebuke and comfort them, and for these in turn to seek out their shepherd. And this will hardly fail to happen, especially where the preacher is not a taskmaster but a father in Christ, who also wields the rod Woe — that is, the Law — in an evangelical sense and spirit. But this is precisely a further defect in the Methodist manner and order, that their preachers are permitted to remain with the same congregation for at most two years, so that none of them can in any way become a father in Christ to his church-children. The gradual, blessed working of a faithful and godly servant of the Lord, who lives and moves wholly for and in his office, and under whose nurturing and interceding love his little baptized infants grow by degrees into catechumens, and these into independent members, and these at last into husbands and wives — this lovely and wholesome working, which like healthful air contributes so greatly, gradually yet with quiet power, to spiritual welfare — is rendered wholly impossible by that legalistic arrangement. Instead, that restless Methodist inclination is thereby fostered, of receiving fresh enjoyment and spice with a new preacher every one or two years.

Philipp. And what do you think of the fact that almost all the Methodist preachers are unlearned men?

Martin. If the Methodists regarded this as a state of need, I should have nothing against it; for even in our own church here there are such men, and quite worthy ones too; but I hope that these latter especially will always recognize their lack of learned preparation — even where, God willing, they also have faith and the Holy Spirit — as being just such a state of need. Among the Methodists, however, the opposite view seems to prevail; for instead of remaining finely humble on account of that very lack, and treating it precisely as such, their unlearned preachers are apt to despise almost all scholarship and theological training; indeed they are sometimes so blinded by self-love and spiritual pride that they are proud of not possessing that training; and in doing so they do not fail to persuade themselves and others that learned knowledge is thoroughly hindersome and dangerous to faith and godliness; for they are not sensible and just enough to distinguish that this is only so when the knowing person lacks the right faith and the love of Christ, and puffs himself up with his outward knowledge and exalts himself above the congregation, instead of serving it modestly and humbly with it. For learning is only a handmaid, not a mistress, in the house of God. It is indeed true that no university and no seminary in the world can, of and by itself, impart the right faith in the triune God and the gifts of witnessing, teaching, and shepherding; but partly to prepare the way for that faith, partly to cultivate this gift properly and fit it for its later exercise, such educational institutions are of the highest importance and essential. How, for example, is a preacher to bear witness to and teach rightly the sum of the truth of salvation, to divide rightly and then rightly join together the Word of God, Law and Gospel, if he has no clear knowledge of the order of grace? This, however, he can as a rule only reliably gain in those very schools. And it is precisely from this deficiency — indeed from the partial contempt for these salutary and beneficial institutions of learning — that it comes about among the Methodist preachers that they do not set forth the doctrine of salvation clearly and intelligibly, press far too one-sidedly upon feeling, and confound justification and sanctification with one another. So, for example, I myself heard here in February of this year the resident preacher treat the faith spoken of in John 3:16 as a faith active in works (of which, indeed, mention is made, for example, in James 2:17 and 1 Corinthians 13:2), whereas here, in this very passage, it is only the faith that lays hold of Christ, declares righteous, and brings salvation, in its original direction toward the grace of God in the Gospel, without any contribution of works whatsoever. Likewise the Methodist preachers also preach sanctification as though it could already, on this side of eternity, attain to completion — that is, to holiness and perfection — directly contrary to the fifth petition (see Romans 5:23 and Hebrews 12:1). Similarly I also heard, in February, the Methodist elder, Mr. P. S., who travels the circuit here, literally assert in the church that "it is a trick of the devil when it is taught and believed that God also leaves various sin remaining in the believer, in order to keep him in humility; but to be humble" — so Mr. S. imagined he was refuting this view — "means to be like Christ; consequently, sinning makes one like Christ." Had I not heard this Methodist conclusion with my own ears, I would scarcely have believed, from the mouths of others, that a traveling elder could be, to put it as mildly as possible, so unclear and confused — while he and others probably suppose that he has received from the Holy Spirit a greater measure of "the wisdom and the understanding" (Isaiah 11:2) than his hearers. For either this enlightened preacher of sanctification did not understand it any better, or else it did not please this ready-made saint to grant that so-called "trick of the devil" (which, however, in 2 Corinthians 12:7–9 is rather shown to be a fatherly discipline of God) its just due; for where indeed would the truly righteous in Christ be, if the God of mercy did not bear with them, until their dying hour, the sins of weakness of their flesh, which cling to them against their will (see 1 John 1:8–10, 2:1) — whereby he does indeed try their faith, restrain their spiritual pride, and keep them here in humility? This humility, however, is by no means to be compared, in this train of thought, with the humility of Christ, as Mr. S. does; for Christ had neither original nor actual sin, nor any infirmity deriving from the former; and therefore that proposition is false in this connection, that every humility as such makes one like Christ; so when Mr. S. then says, "consequently, sinning makes one like Christ," this seeming conclusion is null and void, because the premise itself is false. The truth, however, is this: a deliberate, willful sinning does indeed make one like the devil, and not like Christ; but the still-remaining original sin, and the sin of weakness of the righteous person in Christ against his own will — against which, however, he fights faithfully and earnestly with the weapons and means of grace of the Holy Spirit — does not essentially harm his complete righteousness of faith and his beginning righteousness of life in Christ, and his likeness to Christ; yet the ever-remaining, even if no longer dominant, original sin should indeed restrain the delusion and spiritual pride of man, as though the fragmentary work of his sanctification, however much it be growing, could ever here below become completion — that is, holiness and full likeness to Christ; for this is granted to the believer who overcomes