Collection › Der Lutheraner (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 4, Nummer 11 › Seite 88
Der Lutheraner St. Louis, Missouri — 1848-01-25, Seite 88
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Cited in Eckhardt's Reallexikon (1907) under: Abendmahl · Gottesdienſt 3 · Heilige · Vorſteher 2
einen Fremden weggeſchenkt hätteſt, würde das
wohl gelten?“ — Nein! — „Nun wohlan, deine
Seele gehört ja dir nicht, ſondern dem HErrn
IEſu, wie kannſt du denn weggeben, was dir
nicht gehört? Gehe, bitte den HErrn IEſum,
daß er das, was ihm gehört, wieder an ſich neh⸗
men wolle; aber die Sünde, die du begangen
haſt, wirf dem Satan zurück, denn ſie gehört
ihm.“ — Die Magd gehorchte, und wurde be—
ruhigt.
Herrn Dr. Naſt betreffend.
Nachdem Herr Naſt, wie die Leſer wiſſen, neu⸗
lich ſich gegen uns ſo unwürdig als nur möglich
verhalten hat und dadurch mit ſeinem moraliſchen
und ſchriftſtelleriſchen Ruf vor allen urtheils⸗
fähigen Leſern des Apologeten und Lutheraner
völlig bankerott geworden iſt, ſo hat derſelbe noch
eine letzte verzweifelte Maßregel ergriffen, um aus
ſeinem Bankerotte zu retten, was noch zu retten iſt.
Er hat nemlich einen Aufſatz gegen uns in die
hieſige „Deutſche Tribüne“, ein politiſches Blatt,
einrücken laſſen, in welchem er uns „handgreif⸗
licher und wiſſentlicher Unwahrheit und unver⸗
ſchämten Lügens“ beſchuldigt und uns „einen
doppelten Betrüger“ nennt. Merkwürdig iſt, wie
es Herr Naſt anfängt, um dieſe entſetzlichen Be⸗
ſchuldigungen zu erweiſen. Er erzählt nemlich in
ſeinem ſaubern Artikel erſt ſelbſt, warum wir ihn
einer ehrloſen Handlungsweiſe beſchuldigt haben,
weil er nemlich wider ſein Verſprechen Anfangs
unbedingt nichts von unſerem erſchie⸗
nenen Aufſatz vom heiligen Abendmahle habe
aufnehmen wollen und erſt ſpäter gezwungen Calſo
allein um der Schande vor Menſchen willen) ſich
dazu verſtanden habe, — und hierauf ſchreibt
nun Herr Naſt dummdreiſt in demſelben Artikel:
„Paſtor Walther will alſo ſeinen Leſern weis⸗
machen, wir hätten uns geweigert, irgend eine
Erwiderung ſeinerſeits in unſer Blatt aufzu⸗
nehmen.“ Es ſcheint hiernach Herr Naſt auch die
Leſer der Tribüne für ſo ſtupid zu achten, daß ſie
jeden ſeiner Ausſprüche auch ohne Beweis für
wahr halten, ja nicht merken würden, wie ſeine
eigene vorherige Erzählung des Thatbeſtandes
ſeine letztere Beſchuldigung widerlege und als eine
im höchſten Grade unchriſtliche Verleumdung er⸗
weiſe. Man ſieht hieraus, wie weit es doch mit
einem Menſchen endlich kommnen kann, wenn er
ſich vom Teufel ſo weit bringen läßt, Einmal
wider ſein Gewiſſen zu handeln! Dann ſtürzt
der arme Menſch, immer blinder werdend, unauf⸗
haltſam von Sünde zu Sünde, bis er in dem
Pfuhle des offenbaren Laſters liegt. Ein war⸗
nendes Beiſpiel!
Es kann gewiß niemanden mehr leid ſein, als
uns ſelbſt, daß wir endlich ſo haben reden müſſen,
aber um der Ehre Gottes und um des Aerger⸗
niſſes willen, das aus ſchweigender Hinnahme der
böſen Stücke Herrn Naſts entſtehen konnte, haben
wir Finſterniß — Finſterniß! und Sünde —
Sünde nennen müſſen, ohne darnach fragen zu
können, ob weichliche Menſchen, oder ſolche, die
ſelbſt mit Treue und Wahrhaftigkeit Scherz trei⸗
ben, unſer Verfahren für lieblos achten.
Wir laſſen nun hier noch die Antwort folgen,
welche wir in die „Deutſche Tribüne“ auf Herrn
Naſts Artikel Tags darauf einrücken ließen.
Etwas in Betreff der Einſendung
Herrn Dr. Naſt's.
In der geſtrigen Nummer dieſes Blattes ſucht
der Herausgeber der Methodiſten⸗Zeitung, Herr
Dr. Naſt, dem deutſchen proteſtantiſchen Publikum,
beſonders in und um St. Louis, über einen für
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ihn höchſt unglücklich abgelaufenen Zweikampf,
zu welchem er uns ſelbſt erſt großſprecheriſch auf⸗
gefordert hatte, Sand in die Augen zu ſtreuen,
und ſeinen guten Namen wenigſtens bei denen zu
retten, welche weder unſeren „Lutheraner“ noch
ſeinen „Apologeten“ leſen.
Der Unterzeichnete darf wohl vorausſetzen, daß
jeder aufmerkſame Leſer ſchon aus dem, was Herr
Naſt mitzutheilen beliebt hat, deutlich erſehen
könne, daß letzterer eine böſe Sache vertheidigen
müſſe. Da wir aber, wenn wir gänzlich ſchwiegen,
die Anwendung jenes Sprichworts auf uns
fürchten müſſen: „Schweigen heißt zugeben“, ſo
erlauben wir uns, das Publikum zum Ueberfluſſe
wenigſtens auf Folgendes aufmerkſam zu machen.
Herr Dr. Naſt gründet die Rechtmäßigkelt ſei⸗
ner früheren wortbrüchigen Weigerung, auch nur
etwas von unſerem Aufſatz in den Apologeten
aufzunehmen, darauf, daß er ſich ja bereit erklärt
habe, wenn wir einen anderen Aufſatz ausarbeiten
würden, demſelben in ſeinem Blatte Raum zu
geben. Jeder Menſch von geſundem Verſtande
ſieht jevoch ein, daß uns Herr Naſt mit dieſer Er⸗
klärung nur zum Beſten haben, ſich ſelbſt aber
klüglich aus der Schlinge ziehen wollte. Denn
das konnte Herr Naſt ſich wohl denken, daß wir
auf ſein Verlangen nicht ſchnell einen anderen
Aufſatz ausarbeiten und uns damit vor unſern
Leſern ſelbſt lächerlich machen würden.
Wie ſich daher auch Herr Naſt drehen und
wenden möge: die erſte unbedingte Wei⸗
gerung, auch nur einen Buchſtaben von unſerem
Aufſatz aufzunehmen, nachdem wir in gutem Ver⸗
trauen auf Herrn Naſt's gegebenes Wort und
deutſche Ehrlichkeit deſſen Aufſatz in unſer Blatt
ganz und unverändert aufgenommen hatten, iſt
und bleibt eine infame „ehrloſe Handlungs-⸗
weiſe.“
C. F. W. Walther,
Redakteur des „Lutheraner“.
St. Louis, Jan. 15. 1848.
*
„Ich bin in der Predigt geweſen.“
Der bekannte Naumburgiſche Prediger J. M.
Schamelius hat unter anderen nützlichen Büchern
auch ein Büchlein herausgegeben, in welchem er
gewiſſe zum Sprichwort gewordene Redensarten
geſammelt und recenſirt hat, welche entweder
leicht mißverſtanden werden und zur Sünde ver⸗
führen können, oder die in offenbaren ſündlichen
Gewohnheiten und irrigen Vorſtellungen ſchon
ihren Grund haben. Seite 138 erwähnt Scha⸗
melius auch die in der Ueberſchrift enthaltene Re⸗
densart und tadelt ſie. Gewiß nicht mit Unrecht.
Auch jetzt und gerade hier, meinen wir, dürfte es
nicht überflüſſig ſein, dieſe Redensart zu rügen,
denn hat es je eine Zeit und ein Land gegeben,
wo man den ganzen öffentlichen Gottesdienſt faſt
in nichts weiter ſetzt, als in das Anhören einer
Predigt, wo man hingegen wider alle Verlänge⸗
rung des Gottesdienſtes durch gemeinſchaftliche
und wechſelſeitige Geſänge, durch Gebete, Für⸗
bitten, Altargeſänge des Predigers, feierliche Sa⸗
cramentsverwaltung und dergleichen eingenommen
iſt, ſo iſt es gewiß jetzt und hier.
der Predigt, als dem wichtigſten Theile des Got⸗
tesdienſtes, jene andern Dinge auch durchaus
weſentliche, überaus wichtige Theile desſelben
ſind, das wird meiſt nicht anerkannt. Es iſt
dahin gekommen, daß man die Mannigfaltig⸗
Daß neben
keit der Liturgie in der lutheriſchen Kirche für
ein päbſtliches Ueberbleibſel achtet. Schamelius
führt ein hieher bezügliches Zeugniß des alten
Großgebauer aus ſeiner Wächterſtimme an,!
was wir mittheilen wollen. — Es lautet wie
folgt:
„Daß das Predigen der Gottesdienſt ſei, zwei⸗
felt niemand. Daher habe ich geſehn in großen
Städten, wie die Leute auf den Glockenſchlag
gegen die Zeit hin, daß der Prediger auf die
Canzel ſteigt, in die Kirche hinein ſtürmen und
dann, wenn die Predigt zu Ende iſt, wieder her⸗ *
aus. Und anſtatt daß ſie ſagen ſollen mit den
alten Chriſten: ſie haben in der brüderlichen Ver⸗
ſammlung Gott gelobet, für die Unbußfertigen. I.
herzlich gebetet, die Bußfertigen aufgenommen,!
ſich unter einander durch Pſalmen ermahnt und
das Wort Gottes angehört, — ſo brauchen ſie
eine neue, den apoſtoliſchen Chriſten unbekannte .
Synekdoche: ſie ſeien in der Predigt geweſen.
Aber iſt denn das Predigen und Prerigt anhören
allein der Gottesdienſt? Nein. Siehe Ap. Geſch.
2, 42. ff. Da haſt du die Predigt; die Werke
der brüderlichen Liebe, als da iſt Strafe, Eifer,
Erbarmung, Aufnehmung; die Darreichung des
heiligen Abendmahls; das Gebet und Fürbitte:
das Lobſingen und Dankſagen: darinnen ſtehet F
der Gottesdienſt.“
*
—7—
Ein Beiſpiel aus der Geſchichte des päbſt⸗
lichen Bibelverbotes.
Foxe erzählt in Bezug auf die Bibel in Frank⸗
reich folgende Begebenheit, welche ſich gegen das
Ende des ſechzehnten Jahrhunderts ereignete:
Als der Biſchoſ von Aix mit einigen Prieſtern
in Avignon war, ging er eines Tages mit einign
Hofleuten in den Straßen ſpazieren. Da ſie
einen Mann ſahen, welcher unzüchtige Bilder feil
bot, ſo kauften ſie mehrere und ſchenkten ſie an
Frauen. Nahe dabei war ein Buchhändler, wel⸗
cher eine große Menge Bibeln in franzöſiſcher
Sprache zu verkaufen hatte. Der Biſchof trat zu
ihm und ſagte: „Wie darfſt Du ſo unverſchämt
ſein, und in dieſer Stadt franzöſiſche Waare ver⸗
kaufen?“ Der Buchhändler erwiederte mit einer
Art von Spott: „Mein Herr, glaubet Ihr nicht,
daß Bibeln ſo gut ſind, wie jene Bilder, welche
Ihr für die Weiber kauftet?“ Wüthend über
dieſen Spott, ſchrie der Biſchof: „Ich will auf
meinen Platz im Paradieſe verzichten, wenn dieſer U
Schurke nicht ein Waldenſer iſt. Hinweg mit
ihm — hinweg mit ihm — hinweg mit ihm zum
Gefängniſſe.“ Dieſe Ausrufungen bewirkten, daßE
der Buchhändler von dem Pöbel furchtbar miß⸗
handelt wurde.
Demzufolge wurde er verbrannt mit zwei Bibeln
um den Nacken, von denen die eine vorn, die an⸗
dere hinten hing.
Empfangen.
82.00 für die Miſſion am Fluſſe Cass von P. S. durch
Herrn P. Grätz. 52.00 für die Wittwe des P. Burger
von P. S. durch Herrn P. Grätz.
Bezahlt.
2. Hälfte des 3. Jahrg. Hr. Wilh. Hofmann.
1. Hälfte des 4. Jahrg. Hr. Wilh. Hofmann.
4. Jahrg. Die HH. Bücher, Peter Schmelz, J. J.
Schulze, Succopp.
Gedruckt bei Arthur Olshauſen,
Herausgeber des Anzeiger des Weſtens.
Am folgenden Tage wurde
vor den Richter geführt, welcher ihn auf Anſtif⸗
ten des Biſchofes zum Feuertode verdammte.
English translation AI translation
a stranger, would that indeed be valid?" — No! — "Well then, your soul does not belong to you at all, but to the Lord Jesus; how then can you give away what does not belong to you? Go, ask the Lord Jesus that He take back to Himself what belongs to Him; but the sin you have committed, throw back to Satan, for it belongs to him." — The maidservant obeyed, and was set at peace.
Concerning Herr Dr. Nast.
After Herr Nast, as our readers know, recently conducted himself toward us as unworthily as possible, and thereby became, in the eyes of all discerning readers of the Apologist and the Lutheraner, wholly bankrupt in his moral and literary reputation, he has now resorted to one last, desperate measure, to save from his bankruptcy what can still be saved. He has, namely, had an article against us inserted in the local "Deutsche Tribüne," a political paper, in which he accuses us of "palpable and knowing untruth and shameless lying" and calls us "a double deceiver." It is remarkable how Herr Nast sets about proving these dreadful accusations. For in his own tidy little article he first relates himself why we accused him of dishonorable conduct — namely, because, contrary to his promise, he had at first flatly refused to admit anything at all of our published article on the Holy Supper, and only later, under compulsion (that is, solely for shame's sake before men), consented to do so — and thereupon Herr Nast writes, brazenly, in that very same article: "Pastor Walther, then, wishes to make his readers believe that we had refused to admit into our paper any reply whatsoever on his part." It appears, accordingly, that Herr Nast holds even the readers of the Tribüne to be so stupid that they would take every one of his assertions for true without proof, and would not even notice how his own prior account of the facts refutes his later accusation and exposes it as a slander of the most unchristian kind. From this one sees just how far a man may finally come, once he allows the devil to bring him, even once, to act against his conscience! Then the poor man, growing ever blinder, plunges unstoppably from sin to sin, until he lies in the mire of open vice. A warning example!
Surely no one can be more sorry than we ourselves that we have finally had to speak in this way; but for the honor of God, and because of the offense that could arise from a silent acceptance of Herr Nast's evil doings, we have had to call darkness darkness, and sin sin, without being able to ask whether soft-hearted people, or those who themselves make light of loyalty and truthfulness, consider our conduct unloving.
We now append here also the reply which we had inserted in the "Deutsche Tribüne," the day after, in answer to Herr Nast's article.
Something Concerning the Communication of Herr Dr. Nast.
In yesterday's issue of this paper, the editor of the Methodist newspaper, Herr Dr. Nast, seeks to throw dust in the eyes of the German Protestant public, especially in and around St. Louis, concerning a duel — into which he himself had first, with much bluster, challenged us, and which turned out most unhappily for him — and to save his good name, at least among those who read neither our "Lutheraner" nor his "Apologist."
The undersigned may surely assume that every attentive reader can already clearly see, from what Herr Nast has been pleased to communicate, that the latter must be defending a bad cause. But since, if we were to remain entirely silent, we would have to fear the application of the proverb to ourselves, "Silence means consent," we take the liberty of drawing the public's attention, for good measure, to at least the following.
Herr Dr. Nast bases the legitimacy of his earlier, word-breaking refusal to admit even a little of our article into the Apologist on the fact that he had, after all, declared himself willing to make room in his paper for it, if we should draft a different article. Every person of sound understanding sees, however, that Herr Nast, with this declaration, only wished to make fools of us, while cleverly extricating himself from the noose. For Herr Nast could well imagine that we would not, at his demand, quickly draft another article and thereby make ourselves ridiculous before our own readers.
However Herr Nast may twist and turn, the fact remains: his first, unconditional refusal to admit even a single letter of our article — after we, in good trust in Herr Nast's given word and German honesty, had taken up his article in our paper wholly and unaltered — is and remains an infamous "dishonorable act."
C. F. W. Walther,
Editor of the "Lutheraner."
St. Louis, January 15, 1848.
*
"I Have Been at the Sermon."
The well-known Naumburg preacher J. M. Schamelius, among other useful books, also published a little book in which he collected and reviewed certain sayings that have become proverbial — sayings which are either easily misunderstood and can lead to sin, or which already have their root in manifestly sinful habits and mistaken notions. On page 138 Schamelius also mentions the expression contained in our heading, and censures it — certainly not without reason. Even now, and precisely here, we think, it may not be superfluous to rebuke this expression; for if there has ever been a time and a country in which the whole of public worship was reduced to almost nothing but the hearing of a sermon, while, on the other hand, people were put off by any lengthening of the service through congregational and responsive singing, through prayers, intercessions, the minister's versicles at the altar, solemn administration of the sacrament, and the like — it is certainly so now and here. That, alongside the sermon as the most important part of the service, these other things are also thoroughly essential and highly important parts of it, is for the most part not recognized. Matters have come to such a pass that the variety of the liturgy in the Lutheran Church is regarded as a papal leftover. Schamelius cites, in this connection, a relevant testimony of old Großgebauer from his "Voice of the Watchman," which we wish to share. It reads as follows:
"That preaching is the service of God, no one doubts. Hence I have seen, in great cities, how people, at the stroke of the bell around the time the preacher mounts the pulpit, come storming into the church, and then, when the sermon is over, storm out again. And instead of saying, with the ancient Christians, that they have praised God in the brotherly assembly, prayed earnestly for the impenitent, received the penitent, admonished one another through psalms, and heard the Word of God — they use a new synecdoche, unknown to the apostolic Christians: that they have been at the sermon. But is preaching and hearing a sermon alone the service of God? No. See Acts 2:42ff. There you have the sermon; the works of brotherly love, such as rebuke, zeal, mercy, and reception; the administration of the Holy Supper; prayer and intercession; the singing of praise and thanksgiving: therein consists the service of God."
*
—
An Example from the History of the Papal Prohibition of the Bible.
Foxe relates, with reference to the Bible in France, the following incident, which occurred toward the end of the sixteenth century:
When the Bishop of Aix was in Avignon with several priests, he went walking one day through the streets with some courtiers. Seeing a man offering indecent pictures for sale, they bought several and presented them to some women. Nearby was a bookseller who had a great quantity of Bibles in the French language for sale. The bishop went up to him and said: "How dare you be so shameless as to sell French wares in this city?" The bookseller replied, with a kind of mockery: "My lord, do you not believe that Bibles are just as good as those pictures you bought for the women?" Enraged at this mockery, the bishop cried: "I will forfeit my place in paradise if this scoundrel is not a Waldensian. Away with him — away with him — away with him to prison." These exclamations caused the bookseller to be dreadfully mistreated by the mob.
As a result, he was burned with two Bibles about his neck, one hanging in front, the other behind.
Received.
$2.00 for the mission on the Cass River from P. S. through Herr P. Grätz. $2.00 for the widow of P. Burger from P. S. through Herr P. Grätz.
Paid.
Second half of vol. 3: Mr. Wilh. Hofmann.
First half of vol. 4: Mr. Wilh. Hofmann.
Vol. 4: Messrs. Bücher, Peter Schmelz, J. J. Schulze, Succopp.
Printed by Arthur Olshausen, publisher of the Anzeiger des Westens.
The following day he was brought before the judge, who, at the bishop's instigation, condemned him to death by fire.