Collection › Der Lutheraner (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 4, Nummer 11 › Seite 84
Der Lutheraner St. Louis, Missouri — 1848-01-25, Seite 84
⤓ Download page image (full resolution)
German transcription machine transcription, uncorrected
Cited in Eckhardt's Reallexikon (1907) under: Abendmahl · Abſolution 3 · Abſolution 6 · Betehrung 6 · Bekehrung 17 · Vergebung. 11⁵⁰² 3 · Vergebung 7 · Synoden
lichen Geſetzes, nur Gott, der das Geſetz gegeben
hat, kann aus eigner Macht Sünden vergeben:
inſoweit ſagen die Schriftgelehrten mit Recht:
„wer kann Sünde vergeben, denn allein Gott?“
(Marc. 2, 7.). Eben dadurch, daß Chriſtus
Sünde vergibt, beweiſ't er ſeine ewige Gottheit
und die ihm auch nach ſeiner menſchlichen Natur
verliehene Macht über alles (Matth. 11, 27. 28,
18.). In dieſer Machtvollkommenheit, die er als
Gottmenſch beſitzt, ſpricht er zu dem Gichtbrüchigen,
deſſen Herz mit dem Glaubensfünklein darin ihm
offenbar war: „Mein Sohn, deine Sünden ſind
dir vergeben.“ Und als etliche Schriftgelehrte,
die Chriſtum als einen bloßen Menſchen anſahen,
darin eine Gottesläſterung finden, bekräftigt er
das ihm zuſtehende Recht der Sündenvergebung
durch ein Wunderwerk: „Auf daß ihr wiſſet, daß
des Menſchen Sohn Macht habe die Sünden zu
vergeben auf Erden, ſprach er zu dem Gicht⸗
brüchigen: Ich ſage dir, ſtehe auf, nimm dein
Bett und gehe heim“ (Mare. 2, 10. 11.). Wie
dem Gichtbrüchigen, ſo ertheilte der HErr auch
der Sünderin in Simonis des Phariſäers Hauſe
Vergebung der Sünden. Sie war wahrhaft buß⸗
fertig, ihre Reue zeigte ſich in ihren Thränen und
ihr Glaube darin, daß ſie mit dieſen Bußthränen
die Füße des HErrn JEſu netzte. Sie hatte
Gnade in den Augen des HErrn gefunden, ſchon
ehe ſie die Abſolution empfing; „ihr ſind viel
Sünden vergeben“, ſagte der HErr ſchon vorher
(Luc. 7, 47.). Aber damit ſie der Vergebung
der Sünden recht gewiß werde, ertheilte er ihr die⸗
ſelbe auch auf eine von außen vernehmbare Weiſe,
indem er zu ihr ſpricht: „deine Sünden ſind dir
vergeben.“ Und da die, welche mit zu Tiſche ſaßen,
bei ſich ſelbſt ſprachen: „Wer iſt dieſer, daß der
auch die Sünden vergibt?“ bekräftigt er auch hier
das ihm zuſtehende Recht dadurch, daß er dem
Weibe ſeine Gnadenzuſicherung mit den Worten
wiederholt: „Dein Glaube hat dir geholfen, gehe
hin mit Frieden“ (Luc. 7, 36. ff.). Ebenſo ward
dem Zachäus Vergebung der Sünden vom HErrn
zu Theil. Die Worte: „Siehe, HErr, die Hälfte
meiner Güter gebe ich den Armen, und ſo ich
Jemand betrogen, das gebe ich vierfältig wieder“,
ſind des Zachäus Beichte, in der ſeine Reue, ſein
Glaube und ſein Gehorſam ſich ausſpricht. Und
die Worte des HErrn: „heute iſt dieſem Hauſe
Heil widerfahren“, ſind ſeine Abſolution, durch
die ihm gewiß wurde, daß auch er inſonderheit zu
den Verlornen gehöre, welche zu ſuchen und ſelig
zu machen des Menſchen Sohn gekommen ſei
(Luc. 19, 2. ff.). Gewiß hat der HErr die
Macht, bußfertige Sünder ihrer Sünden quitt
und ledig zu ſprechen, noch viel öfter ausgeübt,
die Welt würde ja die Bücher nicht begreifen, die
zu beſchreiben geweſen wären, wenn das Alles
hätte erzählt werden ſollen (Joh. 21, 25.). Es
gehörte zur ſichtbaren Verwaltung ſeines prophe⸗
tiſchen Amtes, die durch ſein hoheprieſterliches
Werk erworbene Vergebung der Sünden buß⸗
fertigen Seelen auch wirklich zuzueignen, ſo wie
er auch den Unbußfertigen und Ungläubigen ihre
Sünden behielt. „Ich habe euch geſagt“, ruft
er dem ungläubigen jüdiſchen Haufen zu, „daß
8⁴
ihr ſterben werdet in euren Sünden; denn ſo ihr
nicht glaubt, daß ich's ſei, ſo werdet ihr ſterben in
euren Sünden“ (Joh. 8, 24.). Aber vor Allem
war er geſandt, zu verkündigen das Evangelium
den Armen, zu heilen die zerſtoßenen Herzen, zu
predigen den Gefangenen, daß ſie los ſein ſollen,
und den Blinden das Geſicht und den Zerſchla⸗
genen, daß ſie frei und ledig ſein ſollen (Luc. 4,
18.). Das Wort des Propheten ging durch ihn
in Erfüllung: „Das zerſtoßene Rohr wird er
nicht zerbrechen und das glimmende Docht nicht
auslöſchen“ (Matth. 12, 20.). Zu dieſen zu⸗
eignenden Verkündigungen des Evangeliums war
er auch nach ſeiner Menſchheit mit dem Geiſt des
HErrn geſalbet, und es war ihm eine gelehrte
Zunge gegeben, daß er wiſſe zu reden mit den
Müden zu rechter Zeit.
Nach vollbrachtem Erlöſungswerk ging der
HErr zu ſeiner Herrlichkeit ein. Er ward auf—
gehoben zuſehends und eine Wolke entrückte ihn
den Augen der Seinen (Ap. Geſch. 1, 9.). Von
nun an wollte er ſeine Macht, Sünde zu ver⸗
geben, nicht mehr ſichtbarer Weiſe ausüben, ob⸗
gleich er kraft ſeiner Verheißung in ſeiner Kirche
unſichtbar gegenwärtig iſt bis an der Welt Ende.
Aber er hat den evangeliſchen Gnadentroſt der
Abſolution oder der äußerlichen Zueignung der
Vergebung der Sünden nicht mit ſich von der
Erde hinweggenommen, er hat die Gabe, die er
für die Menſchenkinder, auch die Abtrünnigen,
empfangen (Pſ. 68, 19.), uns nicht entzogen,
ſondern er hat ein Amt der Verſöhnung gegrün⸗
det und dieſem den Haushalt über ſeine Gnaden⸗
mittel übertragen. Nachdem er aufgefahren iſt
über aller Himmel Himmel, auf daß er Alles er⸗
füllete, iſt er, obgleich wir ihn nicht ſehen, doch
immer noch unſichtbarer Weiſe in ſeiner Kirche
wirkſam gegenwärtig; er hat etliche zu Apoſteln
geſetzt, etliche zu Propheten, etliche zu Evange—
liſten, etliche zu Hirten und Lehrern, daß die Hei⸗
ligen zugerichtet werden zum Werke des Amtes,
dadurch der Leib Chriſti erbaut werde (Eph. 4, 12.
1 Cor. 12, 28.). Dieſelbe Liebe, welche ihn ſelbſt
bewog, bußfertigen Sündern Vergebung der Sün⸗
den zu ertheilen, hat ihn bewogen, die ihm von
ſeinem Vater verliehene Macht ſeinen Jüngern
und in ihnen dem geſammten neuteſtamentlichen
Lehramte zu übertragen. Der Auferſtandene ſprach
zu ſeinen Jüngern: „Friede ſei mit euch. Gleich⸗
wie mich der Vater geſandt hat, ſo ſende ich euch.“
Und da er das ſagte, blies er ſie an, und ſprach
zu ihnen: „Nehmet hin den Heiligen Geiſt; wel⸗
chen ihr die Sünden erlaſſet, denen ſind ſie er⸗
laſſen, und welchen ihr ſie behaltet, denen ſind ſie
behalten“ (Joh. 20, 21—23.). Dieſe Worte
Chriſti ſind, wie Auguſtinus ſagt, gewiſſer,
als die Ediete und Diplome aller Kö⸗
nige. Wie alſo Chriſtus der Geſandte des Va—
ters iſt, ſo ſind die Jünger die Geſandten Chriſti;
die Gaben, welche Er zum Zweck ſeiner Sendung
zu unſerm Heil vom Vater empfangen, gehen von
ihm auf ſeine Jünger über. Zur Ausführung
ihrer Sendung ertheilt er ihnen mittelſt des
Odems ſeines Mundes aus ſeiner unendlichen
Gottesfülle den Heiligen Geiſt, mit welchem er
ſeiner Menſchheit nach ohne Maaß von ſeinem
Vater geſalbet iſt. Die Macht, Sünde zu ver⸗
geben, oder zu behalten, welche ihm kraft ſeines
Erlöſungswerkes von ſeinem Vater übergeben iſt,
und die er als Gottesſohn urſprünglich beſitzt,
trägt er als Herr der Kirche auf ſeine Jünger
als Diener über. Weil er nach Entziehung ſeiner ſichtbaren Gegenwart nicht mehr ſelber dieſe Macht
ſichtbar handhabt, und doch zum Troſte der gna⸗
denhungrigen aber blöden Seelen, ſo wie zum
Schrecken der ſichern, beharrlich unbußfertigen eine
ſolche Handhabung fortbeſtehen ſoll, ſo übergibt er ſie ſeinen Jüngern, und das Vergeben und
Behalten der Sünden durch ſie ſoll gelten, weil
der HErr ſelbſt, obwohl unſichtbar, mit ihnen
und durch ſie wirket (Marc. 16, 20.). ö
Die Vollmacht, Sünde zu vergeben, iſt mit der,
das Evangelium zu predigen, welche ihnen als⸗
bald nach ihrer Berufung ertheilt wird (Matth.
16, 7.), nicht ein und dieſelbe. Denn etwas
Anderes iſt es, lehren, durch wen und wie man
Vergebung der Sünden erlangen könne; etwas
Anderes, dieſe Vergebung wirklich mittheilen.
Die Predigt des Evangelii ergeht an alle Men⸗
ſchen ohne Unterſchied; die Vergebung der Sün⸗
den aber wird nur den Bußfertigen ertheilt und
ſoll ihnen, nachdem Chriſtus ſich zur Rechten des
Vaters geſetzt, durch ſeine Jünger in derſelben
Kraft zu Theil werden, in welcher er ſelbſt ſie wäh⸗
rend ſeines Wandels auf Erden ertheilt hat.
Denn wie ihn ſein Vater geſendet hat, ſo ſendet
er ſie; ſie ſind ſeine Bevollmächtigten, welche in
ſeiner Macht handeln und durch den ihnen mitgetheilten Heiligen Geiſt in ſeinem Sinne zu
handeln befähigt ſind, die Werkzeuge, durch die
er ſelbſt, der in ſeiner Kirche allezeit gegenwärtige
Heiland, das ihm zuſtehende Recht der Sünden⸗
vergebung auszuüben fortfahren will. Wenn ſie
Sünden vergeben oder behalten, ſo ſoll es ſo
kräftig, ſo wirkſam ſein, als ob Chriſtus ſelbſt es
ſpräche; denn ſie thun es in Chriſti Namen, an
Chriſti Statt. Wäre unter dem Erlaſſen der
Sünden nur die Predigt des Evangeliums, unter
dem Behalten die Ankündigung göttlicher Strafe
zu verſtehen, ſo hätten die Worte Chriſti den
nichtsſagenden Sinn: Welchen ihr das Evange⸗
lium predigt, denen wird es gepredigt, welchen
ihr Gottes Zorn ankündigt, denen wird er an⸗
gekündigt.
(Fortſetzung folgt.)
Reue und Beſſerung.
Ein Handwerksburſche in Magdeburg führte
ein ſehr ausſchweifendes Leben, ergab ſich der
Trunkenheit, ging die Wege der Wolluſt und
ſchwärmte manche Nacht in den Wirthshäuſem
umher. Als er auch einſt eine ganze Nacht un⸗
mäßig getrunken und geſchwärmt hatte und mit
Anbruch des Tages von den Werken der Finſter⸗
niß zurückkehrte, begegnete ihm der Wächter, der
eben die Stunde meldete und dabei den Verz
ſang:
Wach' auf, o Menſch, vom Sündenſchlaf!
Ermuntre dich, verirrtes Schaf,
Und beſſ're bald dein Leben!
English translation AI translation
law; only God, who gave the law, can forgive sins by his own authority: to this extent the scribes rightly said, "Who can forgive sins but God alone?" (Mark 2:7). Precisely by the fact that Christ forgives sin, he proves his eternal deity and the power over all things granted to him also according to his human nature (Matt. 11:27; 28:18). In this plenitude of power, which he possesses as the God-man, he says to the man sick of the palsy, whose heart, with the little spark of faith in it, was known to him: "Son, your sins are forgiven you." And when certain scribes, who regarded Christ as a mere man, found blasphemy in this, he confirmed the right belonging to him of forgiving sins by a work of wonder: "That you may know that the Son of Man has power on earth to forgive sins, he said to the man sick of the palsy: I say unto you, arise, take up your bed, and go home" (Mark 2:10-11). As with the man sick of the palsy, so also the Lord granted forgiveness of sins to the sinful woman in the house of Simon the Pharisee. She was truly penitent; her contrition showed itself in her tears, and her faith in that she wet the feet of the Lord Jesus with these tears of repentance. She had found grace in the eyes of the Lord even before she received absolution; "her sins, which are many, are forgiven," the Lord had already said beforehand (Luke 7:47). But so that she might be made properly certain of the forgiveness of her sins, he granted it to her also in a manner perceptible from without, in that he says to her: "your sins are forgiven you." And when those who sat at table with him said among themselves, "Who is this, that he also forgives sins?" he here too confirms the right belonging to him by repeating to the woman his assurance of grace in the words: "Your faith has saved you, go in peace" (Luke 7:36ff). Likewise forgiveness of sins was granted to Zacchaeus by the Lord. The words: "Behold, Lord, the half of my goods I give to the poor; and if I have defrauded anyone, I restore it fourfold," are Zacchaeus's confession, in which his repentance, his faith, and his obedience express themselves. And the Lord's words: "today salvation has come to this house," are his absolution, through which it became certain to him that he too, in particular, belonged among the lost, whom the Son of Man came to seek and to save (Luke 19:2ff). Surely the Lord exercised the power to declare penitent sinners quit and free of their sins much more often still; indeed the world could not contain the books that would have had to be written, if all of this had been told (John 21:25). It belonged to the visible administration of his prophetic office to actually grant and apply, to penitent souls, the forgiveness of sins earned through his high-priestly work, just as he also retained the sins of the impenitent and unbelieving. "I have told you," he calls out to the unbelieving Jewish crowd, "that you shall die in your sins; for if you do not believe that I am he, you shall die in your sins" (John 8:24). But above all he was sent to preach the gospel to the poor, to heal the brokenhearted, to preach deliverance to the captives, and recovering of sight to the blind, and to set at liberty those who are bruised (Luke 4:18). The word of the prophet was fulfilled through him: "A bruised reed he will not break, and a smoking flax he will not quench" (Matt. 12:20). For these appropriating proclamations of the gospel he was, even according to his humanity, anointed with the Spirit of the Lord, and a learned tongue was given him, that he should know how to speak a word in season to the weary.
After the work of redemption was accomplished, the Lord entered into his glory. He was taken up before their eyes, and a cloud received him out of the sight of his own (Acts 1:9). From that time on he no longer wished to exercise his power to forgive sin in a visible manner, although by virtue of his promise he remains invisibly present in his church until the end of the world. But he did not take away with him from the earth the evangelical comfort of grace found in absolution, or in the outward application of the forgiveness of sins; he did not withhold from us the gift he received for the children of men, even for the rebellious (Ps. 68:19), but rather he founded an office of reconciliation and entrusted to it the stewardship of his means of grace. After he ascended far above all heavens, that he might fill all things, he is, although we do not see him, still working and present in his church in an invisible manner; he gave some to be apostles, some prophets, some evangelists, some pastors and teachers, for the equipping of the saints for the work of the ministry, for the building up of the body of Christ (Eph. 4:12; 1 Cor. 12:28). The same love which moved him himself to grant forgiveness of sins to penitent sinners moved him to transfer to his disciples, and through them to the whole New Testament ministry, the power granted to him by his Father. The Risen One said to his disciples: "Peace be with you. As the Father has sent me, so I send you." And when he had said this, he breathed on them and said to them: "Receive the Holy Spirit; whosesoever sins you remit, they are remitted unto them, and whosesoever sins you retain, they are retained" (John 20:21-23). These words of Christ are, as Augustine says, more certain than the edicts and diplomas of all kings. As Christ, then, is the ambassador of the Father, so the disciples are the ambassadors of Christ; the gifts which he received from the Father for the purpose of his mission, for our salvation, pass over from him to his disciples. For the carrying out of their mission he imparts to them, by means of the breath of his mouth, out of his infinite fullness of God, the Holy Spirit, with which he himself, according to his humanity, was anointed without measure by his Father. The power to forgive or to retain sin, which was given over to him by his Father in virtue of his work of redemption, and which he as the Son of God originally possesses, he, as Lord of the church, transfers to his disciples as servants. Because, after the withdrawal of his visible presence, he no longer visibly wields this power himself, and yet, for the comfort of souls hungry for grace but timid, as well as for the terror of the secure and persistently impenitent, such an exercise of it is to continue, he therefore hands it over to his disciples, and the forgiving and retaining of sins through them shall be valid, because the Lord himself, though invisible, works with them and through them (Mark 16:20).
The authority to forgive sins is not one and the same as the authority to preach the gospel, which is given to them soon after their calling (Matt. 16:7). For it is one thing to teach through whom and how one may obtain forgiveness of sins; it is another thing actually to impart this forgiveness. The preaching of the gospel goes out to all people without distinction; but the forgiveness of sins is granted only to the penitent, and, after Christ has seated himself at the right hand of the Father, is to come to them through his disciples with the same power with which he himself granted it during his walk on earth. For as his Father sent him, so he sends them; they are his authorized representatives, who act in his power and, through the Holy Spirit imparted to them, are enabled to act in his mind — the instruments through whom he himself, the Savior ever present in his church, wills to continue exercising the right of forgiving sins that belongs to him. When they forgive or retain sins, it shall be as powerful, as effective, as if Christ himself spoke it; for they do it in Christ's name, in Christ's stead. If by the remitting of sins only the preaching of the gospel were to be understood, and by the retaining only the announcement of divine punishment, then the words of Christ would have the empty, meaningless sense: To whomever you preach the gospel, to them it is preached; to whomever you announce God's wrath, to them it is announced.
(To be continued.)
Repentance and Amendment.
A journeyman craftsman in Magdeburg led a very dissolute life; he gave himself over to drunkenness, walked the ways of lust, and caroused many a night in the taverns. When he had once again drunk immoderately and caroused the whole night through, and, as day was breaking, was returning from the works of darkness, he met the night watchman, who was just then calling out the hour and, as he did so, sang the verse:
Awake, O man, from the sleep of sin!
Rouse yourself, you wandering sheep,
And soon amend your life!