Collection › Der Lutheraner (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 4, Nummer 10 › Seite 75
Der Lutheraner St. Louis, Missouri — 1848-01-11, Seite 75
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Cited in Eckhardt's Reallexikon (1907) under: Abendmahl
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nehmen, ſo weiß ich nicht, was ich mehr könnte
nachgeben“; und gleicherweiſe erklärte ſich der
Landgraf Philipp gegen alles Nachgeben. „Da
wird, ſchreibt er an ſeinen Geſandten nach Augs⸗
burg, ein feines Narrenſpiel draus werden, ſo die⸗
jenigen ſollten über die evangeliſchen Prediger
aufſehen, die in der Kirche die Caiphas, Hannas
und Pilatus ſind.“
Da dieſe erſte Verhandlung zu keinem Ver⸗
gleiche geführt hatte, ſo verſuchte man es nochmals
mit einem engeren Ausſchuſſe, der auf lutheriſcher
Seite blos aus den beiden Kanzlern Brück und
Heller, und Melanchthon, auf römiſcher Seite
ebenfalls aus den beiden Kanzlern Hagen und
Vehus, und dem mehrerwähnten Eck beſtand.
Obwohl von beiden Theilen vieles gelinder, als
zuvor, behauptet wurde, Melanchthon auch faſt
eine übermäßige Nachgiebigkeit vorwalten ließ, ſo
wurde dennoch nichts ausgerichtet. Luther hatte
wegen dieſer Friedensverhandlungen viel Sorge,
darum ſchrieb er unter andern an Spalatin nach
Augsburg: „Ich höre, ihr ſeid ſchwer an das
künſtliche Werk, den Pabſt und Luthemn zu ver⸗
einigen, gegangen. Der Pabſt wird nicht wollen,
und Luther verbittet ſichs. Sehet zu, daß ihr
nicht vergeblich arbeitet. Chriſtus, der bisher eure
Stärke geweſen, wird nun auch eure Weisheit
ſein, daß die Italiäniſche Argliſtigkeit nichts an
euch gewinnen möge.“
Da ſich alle Vergleichs-Verhandlungen zer⸗
ſchlagen hatten, und der Kaiſer weder mit Ver⸗
ſprechungen noch Drohungen bei den Proteſtan⸗
ten etwas gewinnen konnte, ſo beſchied er ſie am
7ten September zu ſich, bezeigte ihnen ſeinen Un⸗
willen, daß ſie, ein ſo kleiner Haufe, wider aller
Welt Glauben und wider die heiligen Gebräuche
der ganzen chriſtlichen Kirche ganz allein eine
neue Lehre einführen, und auch ſo hartnäckig da—
bei beharren wollten, er wollte ihnen aber doch
einen friedlichen Abſchied geben und eine allge—
meine Kirchenverſammlung anſtellen, wenn ſie ſich
inzwiſchen zu ſeiner Religion halten würden. Da⸗
gegen erwiderten dieſe, daß ſie keine Secte ſeien,
die etwas neues und anderes lehren wollte, als
die uralte Kirche gelehrt habe, daß ſie vielmehr
die römiſchen Mißbräuche und Irrthümer deshalb
abgethan hätten, weil dieſe nichts, denn menſch—
liche Neuerungen wider Gottes Wort wären.
Sie beriefen ſich daher nochmals an eine freie,
allgemeine Kirchenverſammlung. Am 22. Sep⸗
tember wurde endlich den Lutheranern ein beſon—
derer Religions-Abſchied publicirt, des Inhalts,
daß ſie bis zum 15. April des Jahres 1531
Friſt haben, aber dann ſich beſtimmt erklären ſoll⸗
ten, ob ſie ſich, bis auf eine allgemeine Kirchen—
verſammlung, in allen Artikeln mit der römiſchen
Kirche vereinigen wollten, oder nicht; unterdeß
ſollten ſie in Glaubensſachen weder etwas Neues
drucken laſſen, noch fremde Unterthanen zu ihrer
Seite hinüberziehen, ihre eignen Unterthanen
aber in Ausübung des alten chriſtlichen Glau⸗
bens nicht ſtören, und ſich mit dem Kaiſer und
den übrigen Ständen wider diejenigen, welche
die heiligen Sacramente nicht hielten (Zwinglia⸗
ner) und die Wiedertäufer vereinigen. Als hier—
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auf die Lutheraner abgetreten und ſich mit ein⸗
ander berathen hatten, kehrten ſie bald in den
Reichsrath zurück und Dr. Brück erklärte öffent⸗
lich vor dem ganzen Reich: die Confeſſion ſei doch
nicht widerlegt, ſondern vielmehr ſo feſt in Gottes
Wort gegründet, daß ſie damit getroſt im jüng⸗
ſten Gericht zu beſtehen gedächten. Zugleich
übergab Brück die Schutz-Schrift, die Melanch⸗
thon wider der päbſtlichen Theologen Confutation
verfertigt hatte, an den Pfalzgraf Friedrich, der
ſie aber auf König Ferdinands Wink wieder zu⸗
rückgeben mußte. Da nun die Lutheraner keine
Aenderung des obigen Religions-Abſchiedes er⸗
halten konnten, ſo reiste der Kurfürſt Johannes
der Beſtändige am 23. September von Augsburg
ab, und kam den 11. October in ſeinem Hof⸗
lager zu Torgau an. Kein köſtlicheres Lob
konnte dieſem Fürſten nebſt ſeinen Mitbekennern
gegeben werden, als was Luther ſelbſt ihnen gab
in einem Briefe, den er kurz vor des Kurfürſten
Abreiſe nach Augsburg ſchrieb: „Wollte Gott,
daß ich euch nur bald wieder ſehen möchte. Ihr
habt übrig genug gethan. Ihr habt Chriſtum
bekannt. Ihr habt Frieden angeboten. Ihr
habt dem Kaiſer Gehorſam geleiſtet. Habt viel
Schmach geduldig ertragen, ſeid mit Schande und
Läſterungen geſättigt worden, und habt nicht Bö⸗
ſes mit Böſem vergolten. Summa, ihr habt das
heilige Werk, wie Heiligen gebührt, würdiglich
behandelt. Freuet euch nun auch einmal des
HErrn, und ſeid fröhlich, ihr Gerechten. Ihr ſeid
lange genug betrübt und traurig geweſen in
der Welt. Sehet nun auf und hebet eure Häup⸗
ter auf.“ „Der Kurprinz — fügt er hinzu —
wollte mir erlauben, nach Hauſe zu reiſen; aber
ich bat ihn, daß er mich hier laſſen möchte, damit
ich euch bei Eurer Zurückkunft hier empfangen,
und euch den Schweiß von der Stirne trocknen
könnte.“
Gott hatte an dieſen edlen Bekennern ſeinen
Namen groß und herrlich gemacht. Es war nicht
natürlicher Muth, nicht menſchliche Seelenſtärke,
daß ſie ſo feſt und unbeweglich ſtanden und unter
den unſäglichen Quälereien, Tücken und liſtigen
Verſuchungen der Gegner nicht weich und matt
wurden. Wie viel hatte Luther zu thun, um den
oſt ſehr kleinmüthigen und verzagten Melanchthon
aufzurichten, wie man aus deſſen von Coburg
aus geſandten Briefen an ihn erſieht! Aber wie
heldenmüthig und unerſchrocken ſehen wir eben
dieſen Melanchthon in der Mitte der Feinde und
gleichſam in dem heißeſten Schlachtgetümmel für
die Wahrheit ſtreiten! Ein beſonderes Exempel
hiervon erzählt Winshemius mit folgenden Wor⸗
ten: „Am andern Tage nach Uebergabe der
Augsburgiſchen Confeſſion hatte ſich der ganze
hohe Rath verſammelt. Philippus (Melanch⸗
thon) wird gerufen. Er tritt mit muthigem Her⸗
zen unter ſie, und ſieht ſich daſelbſt von den Zäh⸗
nen des Drachen umgeben, und wie Jonas allein
zwiſchen den Rippen des See-Ungeheuers herum⸗
geworfen. Campegius droht und ſchleudert fürch⸗
terliche Blitze ſeines Rache ſchnaubenden Gottes,
die Anderen bedrohen mit der Macht und Gewalt
ihrer Reiche die arme und kleine Heerde der ſchwa⸗
chen Schafe Chriſti. Hier konnte auch ein be⸗
herzter und beſtändiger Mann bewegt werden.
Als nun Philippus gefragt wurde, ob er weichen
wollte, ſo antwortete er: weichen können wir nicht,
noch die Wahrheit verlaſſen, wir bitten aber um
Gottes und um Chriſti willen, daß doch die Wi⸗
derſacher uns mögen verzeihen, und, wenn ſie
können, mit uns Nachſicht haben, d. i. uns nach⸗
laſſen, was wir mit gutem Gewiſſen nicht ver⸗
laſſen können. Wie Campegius dies hört, ſo
ſchreit er: non possum, non possum, clave
non errante. Aber dieſer Donner ſchreckte Me⸗
lanchthon, der eine große Seele in dem kleinen
Körper trug, nicht, ſondern ob er gleich mitten
unter Löwen, Wölfen und Bären ſtand, die ihn
auf der Stelle in tauſend Stücke hätten zerreißen
können, ſo antwortete er doch tapfer und uner⸗
ſchrocken: „Wir befehlen uns und unſere Sache
Gott; iſt Gott für uns, wer mag wider uns ſein?
Was demnach auch geſchehen möge, ſo wollen
wir leiden und durch Geduld überwinden.“
Der Reichstag dauerte nach Abreiſe des Kur⸗
fürſten Johannes noch zwei Monate. Er hatte
ſeine Geſandten zurückgelaſſen, und obwohl dieſe
ſammt ihren Glaubens⸗Verwandten es an Bit⸗
ten, Flehen, Vorſtellungen und Wachſamkeit nicht
fehlen ließen, ſo konnten ſie es doch nicht hindern,
daß endlich am 19. November ein allgemeiner
Reichs⸗Abſchied publicirt wurde, der in Abſicht
auf die Religions⸗Sache dem erſt gefaßten Reli⸗
gions⸗Abſchied gleich war, und außerdem noch
ein langes Verzeichniß von irrigen Neuerungen
wider den alten chriſtlichen Glauben enthielt,
worin alle Verirrungen der Zwinglianer, aufrüh⸗
reriſchen Bauern, Wiedertäufer und anderer
Schwärmer den Lutheranern zur Laſt gelegt wur⸗
den. So nachtheilig dieſer Reichs-Abſchied für
die Proteſtanten war, ſo wurde er doch niemals
vollſtreckt. Was auch die Feinde zur Hinderung
und Unterdrückung des Evangelii thaten, ſo hatte
doch die Sache IEſu Chriſti auf dieſem Reichs⸗
tag nichts verloren, ſondern nur gewonnen. Das
von den Lutheranern zu Augsburg abgelegte herr⸗
liche Bekenntniß erſcholl bald in aller Welt. Der
Kaiſer ſelbſt ließ die Confeſſion unverzüglich ins
Franzöſiſche und Spaniſche, der Cardinal Cam⸗
pegius aber ins Italieniſche überſetzen. Durch.
die auf dem Reichstag anweſenden fremden Ge⸗
ſandten wurde ſie bald in viele Länder Europas
ausgebreitet. „Sie ſei öffentlich durch die ganze
Chriſtenheit in der weiten Welt ausgebreitet und
erſchollen“, konnte man in der Vorrede zum Con⸗
cordienbuch fünfzig Jahre nach Uebergabe der
Augsburgiſchen Confeſſion ſchreiben. Selbſt die
Widerſacher mußten von dieſer großen Ausbrei⸗
tung Zeugniß ablegen. Unter andern ſchrieb der Cardinal Rob. Bellarmin im Jahre 1576: „Wer
weiß nicht, daß die lutheriſche Peſt, welche in
Sachſen vor nicht gar langer Zeit ihren Urſprung
gehabt, in kurzem ganz Deutſchland angeſteckt hat; daß ſie von hier aus nach Norden und Oſten
vorgerückt, Dänemark, Norwegen, Schweden,
Gothland, Pannonien, Ungarn verſchlungen;
ſodann nach Weſten und Süden mit gleicher
Schnelligkeit ſich ausgebreitet, Frankreich, Eng⸗
English translation AI translation
...then I do not know what more I could concede"; and in like manner the Landgrave Philip declared himself against all further concession. "A fine farce would come of it," he writes to his envoy at Augsburg, "if those who are the Caiaphas, Annas, and Pilate of the Church should be set to oversee the evangelical preachers."
Since this first negotiation had led to no agreement, another attempt was made with a still smaller committee, which on the Lutheran side consisted only of the two chancellors Brück and Heller, and Melanchthon; on the Roman side likewise only of the two chancellors Hagen and Vehus, and the often-mentioned Eck. Although both sides maintained much more moderate positions than before, and Melanchthon even allowed an almost excessive readiness to yield to prevail, nothing was nevertheless accomplished. Luther was much troubled about these peace negotiations; therefore he wrote, among others, to Spalatin at Augsburg: "I hear that you have set yourselves heavily to the artful task of uniting the Pope and Luther. The Pope will not be willing, and Luther refuses it. See to it that you do not labor in vain. Christ, who has hitherto been your strength, will now also be your wisdom, so that Italian cunning may gain nothing over you."
Since all the conciliation negotiations had broken down, and the Emperor could gain nothing from the Protestants either by promises or by threats, he summoned them to himself on the 7th of September, and expressed to them his displeasure that they, so small a band, should all alone introduce a new doctrine contrary to the faith of the whole world and contrary to the sacred customs of the entire Christian Church, and should persist so obstinately in it; he was nevertheless willing to give them a peaceful dismissal and to call a general church council, provided that in the meantime they would conform to his religion. To this they replied that they were no sect wishing to teach anything new or different from what the ancient Church had taught; that they had rather abolished the Roman abuses and errors precisely because these were nothing but human innovations against God's Word. They therefore appealed once again to a free, general church council. On the 22nd of September a special religious decree was finally published for the Lutherans, to the effect that they should have a respite until the 15th of April of the year 1531, but should then declare themselves definitely as to whether, pending a general church council, they would unite with the Roman Church in all articles, or not; in the meantime they were to have nothing new printed in matters of faith, nor draw over to their side subjects belonging to others, but were not to hinder their own subjects in the exercise of the old Christian faith, and were to unite with the Emperor and the other estates against those who did not hold to the holy sacraments (the Zwinglians) and the Anabaptists. When thereupon the Lutherans had withdrawn and taken counsel among themselves, they soon returned to the Imperial Council, and Dr. Brück declared publicly before the whole Empire: that the Confession had indeed not been refuted, but was rather so firmly grounded in God's Word that they intended, with confidence, to stand by it at the Last Judgment. At the same time Brück handed over the defense-writing which Melanchthon had composed against the Confutation of the papal theologians to the Palatine Count Frederick, who, however, had to give it back again at a sign from King Ferdinand. Since the Lutherans could obtain no change in the aforesaid religious decree, the Elector John the Steadfast departed from Augsburg on the 23rd of September, and arrived at his court residence in Torgau on the 11th of October. No more precious praise could be given to this prince, together with his fellow confessors, than that which Luther himself gave them in a letter which he wrote shortly before the Elector's departure, to Augsburg: "Would to God that I might soon see you again. You have done more than enough. You have confessed Christ. You have offered peace. You have rendered obedience to the Emperor. You have patiently borne much reproach, have been filled with shame and slander, and have not repaid evil with evil. In sum, you have handled the holy work worthily, as befits saints. Rejoice now, then, for once in the LORD, and be glad, you righteous ones. You have been grieved and sorrowful long enough in this world. Look up now, and lift up your heads." "The Electoral Prince," he adds, "wished to allow me to travel home; but I asked him to let me remain here, so that I might receive you here upon your return, and wipe the sweat from your brow."
God had made his name great and glorious in these noble confessors. It was not natural courage, not human strength of soul, that made them stand so firm and unmoved, and not grow weak and faint under the unspeakable torments, malice, and cunning temptations of their opponents. How much Luther had to do to raise up the often very faint-hearted and despondent Melanchthon, as one can see from the letters sent to him from Coburg! But how heroically and undauntedly we see this very Melanchthon fighting for the truth in the midst of enemies, and, as it were, in the hottest tumult of battle! Winshemius relates a particular example of this in the following words: "On the day after the presentation of the Augsburg Confession, the whole high council had assembled. Philippus (Melanchthon) is summoned. He steps among them with a courageous heart, and finds himself there surrounded by the teeth of the dragon, and, like Jonah, tossed about alone amid the ribs of the sea monster. Campegius threatens and hurls the terrible lightning-bolts of his wrath-breathing god; the others threaten, with the might and power of their realms, the poor and little flock of Christ's weak sheep. Here even a bold and steadfast man might well be shaken. When Philippus was then asked whether he would yield, he answered: We cannot yield, nor abandon the truth; but we ask, for God's sake and for Christ's sake, that our adversaries would forgive us, and, if they can, bear with us — that is, excuse us from what we cannot, in good conscience, give up. When Campegius hears this, he cries out: non possum, non possum, clave non errante [I cannot, I cannot, the key does not err]. But this thunder did not frighten Melanchthon, who carried a great soul in a small body; rather, although he stood in the very midst of lions, wolves, and bears, who could have torn him to a thousand pieces on the spot, he nevertheless answered bravely and undauntedly: 'We commend ourselves and our cause to God; if God is for us, who can be against us? Whatever, then, may happen, we will suffer, and overcome through patience.'"
The Diet lasted two more months after the departure of the Elector John. He had left his envoys behind, and although these, together with their fellow believers, did not fail in petitions, entreaties, representations, and vigilance, they could nevertheless not prevent a general Imperial Recess from finally being published on the 19th of November, which, with respect to the religious matter, was the same as the religious decree first drawn up, and which, besides, contained a long list of erroneous innovations against the old Christian faith, in which all the aberrations of the Zwinglians, the rebellious peasants, the Anabaptists, and other fanatics were charged to the Lutherans. As detrimental as this Imperial Recess was for the Protestants, it was nevertheless never enforced. Whatever the enemies did to hinder and suppress the Gospel, the cause of Jesus Christ had in fact lost nothing at this Diet, but had only gained. The glorious confession delivered by the Lutherans at Augsburg soon resounded throughout the whole world. The Emperor himself had the Confession translated without delay into French and Spanish, while Cardinal Campegius had it translated into Italian. Through the foreign envoys present at the Diet, it was soon spread into many countries of Europe. "It was publicly spread and resounded throughout all Christendom in the wide world" — so one could write in the preface to the Book of Concord, fifty years after the presentation of the Augsburg Confession. Even the adversaries had to bear witness to this great diffusion. Among others, Cardinal Robert Bellarmine wrote in the year 1576: "Who does not know that the Lutheran plague, which had its origin in Saxony not so very long ago, has in a short time infected all of Germany; that it has advanced from there to the north and east, swallowing up Denmark, Norway, Sweden, Gothland, Pannonia, Hungary; and then spread with equal speed to the west and south, [swallowing up] France, Eng-