Collection › Der Lutheraner (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 3, Nummer 22 › Seite 123

Der Lutheraner St. Louis, Missouri — 1847-06-29, Seite 123

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Cited in Eckhardt's Reallexikon (1907) under: Gewißheit 1 · Kirche 18

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dem Worte des Glaubens für den, der es mit
Feſtigkeit ergreifen und darin die Ruhe ſeiner
Seele finden kann. In ihm vereinigen ſich
ſeine ſeligſten Hoffnungen und heiligſten Wün—
ſche, und die tiefe Sehnſucht eines Herzens
nach feſtem Halt in jenen religiöſen Wirren iſt
geſtillt; das entfremdete Kind hat die Stimme
ſeines verkannten Schöpfers vernommen und
ans den unheilsvollen, ſo verſchiedenen Laby—
rinthen des Unglaubens (oder Aberglaubens)
ſich herausgefunden; ſelbſt das ſchreckensvolle
Grab wird ihm der Uebergang nur in ein beſ—
ſeres und vollkommenes Daſein. Wohl dem
Menſchen, der das Licht des Lebens hat und
durch keine Zweifel die dauernde Gewißheit
ſich wieder wankend machen oder nehmen läßt!
Er iſt gekommen zu dem Jeruſalem, das droben
iſt, das iſt die Freie, die iſt unſer aller Mutter, nicht zu der Magd, die nach dem
Fleiſche und von dieſer Zeit iſt und zur Knecht—
ſchaft gebieret, — zu der Gemeinde der Erſtge—
bornen, die im Himmel angeſchrieben ſind, zu
dem Blut des ewigen Teſtaments, zu der Menge
vieler tauſend Engel und vollendeter Gerechter.

Was geht uns alſo die hämiſche Sieges—
und Schadenfreude der römiſchen Kirche über
die ſogenannte proteſtantiſche Kirche an! Alle
die obigen angeführten Puncte ihrer diaboli—
ſchen Divinationsgabe treffen nun und nim—
mermehr die Kirche, zu welcher Chriſtus ge—
ſagt, die Pforten der Hölle ſollen ſie nicht über—
wältigen, und: Siehe, ich bin bei euch alle
Tage bis an der Welt Ende. Dieſe Kirche
ſchreibt ihr Daſein dem Schlangentreter zu,
weil der feſte Grund Gottes beſtehet, und hat
dieſes Siegel: Der HErr kennt die Seinen,
und: Es trete ab von der Ungerechtigkeit, wer
den Namen Chriſti nennt. Sie durchläuft
zwar nach Epheſ. 4, 13. als Ein geiſtlicher
Leib, ein Sauerteig der Menſchheit, verſchie—
dene Lebensalter und Entwicklungsſtufen durch
die Gegenſätze der hier noch mit ihr unvermeid—
licher Weiſe verknüpften, unreinen Elemente
der Welt; aber ſie bedarf keiner menſchlichen
Nachweiſung, wo ihre göttliche Auctorität zu

finden ſei, nachdem ſie einmal mit und von den

Apoſteln des HErrn als ſeinen unmittel—
baren Geſandten und im A. T. mit und von
den Propheten die heiligen Schriften empfan—
gen hatte; ſie war lutheriſch, längſt ſchon vor
dem Luther; der Same, aus dem ſie geboren
wird, gibt ſich ihr zugleich von ſelbſt und ohne
eine andere Vermittlung als die durch bloße
Werkzeuge und Organe, (als das fortwährend
in den Herzen der Gläubigen lebende und in
den Symbolen bekannte Wort,) wie ſie allein
bei Verluſt der ewigen Seligkeit von Gott ge—
ordnet iſt (Offb. 22, 18. fg. vergl. mit Luc.
10, 16.), als göttlich und genugſam in Glanu-—
bens⸗ und Gewiſſensſachen zu erkennen. Zwei
unter uus ſtimmen allerdings auf ein Drittes
zuſammen hin, aber nicht auf Geſchichtsglau—
ben, der nur Wahrſcheinlichkeit gibt, oder gar
auf Prieſterauctorität, ſondern in bewußter
Einheit mit der Kirche katexochen auf das
von ihr zwar überlieferte und durch ſie fortge—
pflanzte, aber geſchriebene, dem Glauben
(und nur dem Glauben allein) deut⸗

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lichee Wort und Zuſage unſers HErrn IEſu
Chriſti ſelbſt, der uns nicht Waiſen gelaſſen,
ſondern von ſeinem Geiſt gegeben hat, daß wir
wiſſen und vernehmen können, was uns von
Gott gelehret iſt, und richten geiſtliche Sachen
geiſtlich. (Cor. I, 2, 12. fg.) Wir haben po⸗
ſitiven Glauben, ohne Katholiken (im römi⸗
ſchen Sinne) zu ſein, d. h. wir haben ſelbſt er⸗
kannt, daß dieſer iſt Chriſtus, der Welt Hei—
land, unſere Gerechtigkeit, und Seine Worte
Kräfte der zukünftigen Welt, und laſſen uns
nicht wiederum in ein hierarchiſches Menſchen—
joch fangen; weshalb wir zu dem gutgemein⸗
ten, aber aus dem Wahne und der Phantaſey
einer ſichtbaren apoſtoliſchen Kirchen) hervor⸗
gegangenen Satz des königlichen Oberhirten
kein Amen ſprechen können.

Soviel zur Warnung des „Wahrheitsfreund“
u. A. m., nicht frühzeitig zu frohlocken, ehe
aller Tage Abend iſt. Vielleicht ſchickt Gott
noch einmal der Kirche dieſer Zeiten einen
Führer, vor deſſen gewaltigem göttlichen Feuer⸗
eifer wiederum ein jeder Gegner zu ſtehen er—
lahmte. Es gehört dazu eine Freiheit und
Sicherheit des Geiſtes in Gott, wie du ſie
leider in der Kirche nicht ſo hänfig findeſt.
Der Männer gibt es wenige, die der Rieſen—
macht der Feinde gewachſen ſind; und wenn
ſie es auch nach der Trefflichkeit natürlich ho—
her Gaben wären, ſo fürchten ſie doch die Un—
gnade der Welt und deren Große mehr als
ihres Königs Zorn und bleiben daher kindiſche
Chriſten. Es iſt ein Treiben und Drängen
auf dem Schauplatz der heutigen Völker, die
Carricaturen des Heiligſten, die Ideale geiſti—
ger Mißgeburten werden als Verklärungen der
Menſchheit in gemeinſamem Bunde dargeſtellt,
vor Allem iſt die großartige Innigkeit des
deutſchen Geiſtes, welche die Reformation in
ihrem Schoße trug und an ihrem glaubensrei-—
chen Buſen nährte und aus Denkmälern der
Kunſt, voll des erhabenſten und tiefſten Rei—
zes, mahnend zu den entarteten Söhnen her—
überſpricht, in die ſchmählichen Feſſeln des
Broderwerbs geſchlagen, die höchſte aller Wiſ—

*) Nur figürlich oder uneigentlich (per synecdochen)
kann eine ſichtbare Gemeinde Kirche Gottes genannt werden,
inſofern wahre Gläubige darunter ſich befinden, (was daraus
erkanut wird, wann der Same, der ſie zeuget, das lebendige
Wort Gottes, in ihr vorhanden iſt,) nach denen als den wah⸗
ren Gliedern, welche den todten und verfaulenden entgegenge⸗
ſetzt ſind, die ganze Gemeinde benannt wird. Die Kirche nach
dieſem Begriff der zufälligen Erſcheinung (ratione externae
kormae, nicht per essentiam oder dem Weſen nach, ſondern
per aecidens) läßt allertings Diſtinctionen zu, in wahre und
falſche (Particularkirche), d. i. die Gottesſtadt im unei⸗
gentlichen Sinn mit ihren tauſend Lücken, durch die ſie
völlig untergehen kann, und des Teufels Synagoge, des Sa⸗
tans Schule, (Kirche nur genannt, wegen der darunter
noch verborgenen Gläubigen.) —in blühende und verderbte ꝛc.,
ohne daß die Eine Kirche je aufhörte zu ſein, als die nicht
vom Glauben fallen kann. Ihr aber, der Braut
des HErrn, der Königin, die ſich nicht mit lügenhaſten Kräf⸗
ten erhebt, ſondern das verſtoßene unfruchtbare Weib zu ſein
ſcheint, weil ſie des Gekreuzigten iſt, der Brunnenſtube des
ſeligmachenden Waſſers, dem Heerde des unauslöſchlichen,
reinen und reinigenden Feuers, iſt gegeben eine offene Thür
und Niem and kann ſie zuſchließen; ſie herrſcht mitten unter
ihren Feinden. Die Monarchen der Erde können ihr zu kei⸗
nem Recht verhelfen, ſondern ſie ſollen kommen und anbe⸗
ten zu ihren Füßen und erkennen, daß Gottes
Sohn ſie, die jungfräuliche, geliebet habe. (Vgl. Cor.
I, 3, 21fgg. Jeſaias c. 60, 54.)

ſenſchaften, die heil. Theologit, ſoll bei mate—
riellen Krämerſeelen und Utiliſten betteln gehen,
Englands practiſch-melancholiſche Betriebſam—
keit, wie der Franzoſen Schein- und Leichtfer⸗
tigkeit ſoll ihr zum Muſter dienen, die Kirche
im Staate und der Staat in der Kirche
fangen an Ein Reich von dieſer Welt
zu verkünden — der HErr vom Himmel, der
rechte König und Biſchof unſerer Seelen, wolle
ſelbſt darein ſehen und ſich zu Seiner Kirche,
die da ewig iſt und bleiben wird bis an den
jüngſten Tag, alſo bekennen, daß Er dem un⸗
ſäglichen Jammer und mehr als heidniſchen
Irrſalen wehre, dadurch ſo Viele in den hölli—
ſchen Abgrund ſtürzen. Amen, ja er wolle
Hülfe ſchaffen, denn es wird allenthalben voll
Gottloſer, wo ſolche Leute unter den Menſchen
Ueberhand haben!

Von der Gewißheit des Gnadenſtan⸗
des und von der papiſtiſchen
Zweifellehre.

—

(Siehe: Luther über den Brief an die Gal. C. 4, V. 6.
Werke. Hall. A. VIII, 2399 f.)

Es iſt ſehr nütze und gut, daß fromme gott⸗
ſelige Herzen des gewiß ſein, daß ſie den heili—
gen Geiſt haben.

Die Sophiſten und Mönche haben alſo ge—
halten, daß niemand gewiß wiſſen kann, ob er
in Gnaden oder Ungnaden ſei, wenn er gleich
auf's allerbeſte lebe und wandele. Und ſolche
Meinung iſt durch das ganze Pabſtthum für
ſo gewiß gehalten worden, als wäre es der
fürnehmſten Gründe einer und Artikel des
Glaubens. Was greulichen und großen Scha—
den ſie aber mit dieſer heilloſen, gottloſen Lehre
angerichtet haben, iſt nicht auszuſagen. Denn
die Lehre des Glaubens haben ſie damit aller⸗
dings unterdrücket, den Glauben zerſtöret, die
Gewiſſen verwirret, Chriſtum aus der Chriſten⸗—
heit hinweggeraubet, alle Wohlthaten und Ga—
ben des heiligen Geiſtes verdunkelt und ver⸗
leugnet, den rechten wahrhaftigen Gottesdienſt
abgethan, dargegen allerlei Abgötterei, eitel
Gottesverachtung und Läſterung in der Men⸗
ſchen Herzen angerichtet. Denn wer da zweifelt
an Gottes gnädigem Willen, und hält nicht
gewißlich, daß er einen gnädigen Gott habe,
derſelbe kann nimmermehr glauben, daß ihm
die Sünden vergeben werden, daß Gott ſich
ſeiner annehmen und ihn ſelig machen wolle.

Es redet St. Auguſtinus wohl und chriſtlich,
da er ſaget: „Wer den Glauben hat, der iſt
gewiß, daß er in Gnaden ſei.“ Das verneinen
und verleugnen ſie. Behüte mich Gott (ſagen
ſie), daß ich ſo vermeſſen ſollte ſein, und ſagen:
Ich weiß fürwahr, daß ich in Gnaden und
heilig bin, daß ich den heiligen Geiſt habe;
wenn ich gleich ein heiliges Leben führete, und
alles thäte, was ich thun ſollte. Vor dieſem
grundloſen Irrthum, darauf das ganze Pabſt—
thum gegründet iſt, ſollt ihr jungen Leute, weil
ihr damit noch unbeſchmeiſſet ſeid, fliehen, und
dafür eine Scheu haben, als vor der allergif—
tigſten und ſchädlichſten Peſtilenz, ſo da ſein
mag. Wir alte Geſellen, ſo von Jugend auf
in ſolchem Irrthum auferzogen ſind, ſind ſo!

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English translation AI translation

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the word of faith, for him who can grasp it with firmness and find therein the rest of his soul. In it are united his most blessed hopes and holiest desires, and the deep longing of a heart for firm footing amid these religious confusions is stilled; the estranged child has heard the voice of its unrecognized Creator and has found its way out of the disastrous, so various labyrinths of unbelief (or superstition); even the dreadful grave becomes for him but the passage into a better and more perfect existence. Blessed is the man who has the light of life and who lets no doubts shake or take from him again his abiding certainty! He has come to the Jerusalem which is above, which is the free woman, who is the mother of us all — not to the maidservant, who is after the flesh and of this present time and bears children into bondage — to the assembly of the firstborn, who are written in heaven, to the blood of the eternal covenant, to the myriads of angels and of the spirits of just men made perfect.

What, then, is it to us, the malicious triumph and gloating of the Roman Church over the so-called Protestant Church! All the above-cited points of her diabolical gift of divination touch, now and nevermore, the Church to which Christ said that the gates of hell shall not prevail against her, and: "Behold, I am with you always, even unto the end of the world." This Church ascribes her existence to the Crusher of the Serpent, because the sure foundation of God stands firm, and bears this seal: "The Lord knoweth them that are His," and: "Let every one that nameth the name of Christ depart from iniquity." She indeed passes, according to Eph. 4:13, as one spiritual body, a leaven of humanity, through various ages of life and stages of development, through the contradictions of the impure elements of the world unavoidably bound up with her here below; but she needs no human demonstration to show where her divine authority is to be found, once she has received the holy Scriptures, with and from the Apostles of the Lord as His immediate messengers, and, in the Old Testament, with and from the prophets; she was Lutheran long before Luther; the seed from which she is born gives itself to her at once and of itself, without any other mediation than that of mere instruments and organs (as the Word, ever living in the hearts of believers and acknowledged in the symbolical books) — as she alone, on pain of the loss of eternal salvation, is ordained by God (Rev. 22:18ff., compare with Luke 10:16) to recognize as divine and sufficient in matters of faith and conscience. Two of us do indeed agree together upon a third thing, but not upon historical belief, which gives only probability, nor even upon priestly authority, but rather, in conscious unity with the Church par excellence, upon the Word — handed down by her, indeed, and propagated through her, but written, and clear to faith (and to faith alone) — the Word and promise of our Lord Jesus Christ Himself, who has not left us orphans, but has given us of His Spirit, that we might know and understand what has been taught us by God, and judge spiritual things spiritually. (1 Cor. 2:12ff.) We have a positive faith, without being Catholics (in the Roman sense) — that is, we ourselves have recognized that this is Christ, the Savior of the world, our righteousness, and His words the powers of the world to come — and we do not let ourselves be caught again in a hierarchical yoke of men; wherefore we cannot say Amen to the well-meant proposition of the royal chief shepherd, which has nevertheless arisen out of the illusion and fancy of a visible apostolic Church.*)

So much, then, by way of warning to the "Wahrheitsfreund" and others, not to rejoice too soon, before the evening of all days has come. Perhaps God will yet again send to the Church of these times a leader before whose mighty, godly zeal every adversary would once more grow faint in standing against him. For this there is needed a freedom and security of spirit in God such as, alas, you do not find so often in the Church. There are few men equal to the giant strength of the enemies; and even if they were so by virtue of naturally excellent gifts, they nevertheless fear the disfavor of the world and its great ones more than the wrath of their King, and so remain childish Christians. There is a driving and pressing on the stage of today's peoples; the caricatures of the most holy things, the ideals of spiritual monstrosities, are presented as transfigurations of humanity in a common league; above all, the grand inwardness of the German spirit — which bore the Reformation in its womb and nourished it at its faith-rich breast, and which, out of the monuments of art, full of the most sublime and profound charm, speaks warningly across to its degenerate sons — is being cast into the shameful fetters of mere breadwinning; the highest of all sciences, holy Theology, is made to go begging among materialistic shopkeeper souls and utilitarians; England's practical, melancholy busyness, like the French people's show and frivolity, is to serve her as a model; Church in the State and State in the Church begin to proclaim one kingdom of this world — may the Lord from heaven, the rightful King and Bishop of our souls, Himself look into this and so confess Himself to His Church, which is eternal and will remain until the Last Day, that He may ward off the unspeakable misery and more-than-heathen errors by which so many are plunged into the abyss of hell. Amen; yes, may He bring help, for everywhere it grows full of the godless, wherever such people gain the upper hand among men!

*) Only figuratively or improperly (per synecdochen) can a visible congregation be called the Church of God, insofar as true believers are found among it (which is recognized from whether the seed that begets them — the living Word of God — is present in it), and after these, as the true members, who stand opposed to the dead and rotting ones, the whole congregation is named. The Church, according to this notion of contingent appearance (ratione externae formae, not per essentiam, that is, according to its essence, but per accidens), does indeed admit of distinctions, into true and false (particular churches) — that is, the City of God in an improper sense, with its thousand gaps, through which it can wholly perish, and the synagogue of Satan, Satan's school (called "church" only because of the believers still hidden within it) — into flourishing and corrupted, etc., without the one Church ever ceasing to be, since she cannot fall from faith. But to her, the Bride of the Lord, the Queen, who does not exalt herself with false powers, but seems rather to be the cast-off, barren woman, because she belongs to the Crucified One, the wellspring of the water that makes blessed, the hearth of the inextinguishable, pure, and purifying fire — to her is given an open door, and no one can shut it; she reigns in the midst of her enemies. The monarchs of the earth can procure her no right; rather, they shall come and worship at her feet, and acknowledge that the Son of God has loved her, the virgin. (Cf. 2 Cor. 3:21ff.; Isa. 60, 54.)

On the Certainty of the State of Grace, and on the Papist Doctrine of Doubt.

(See: Luther on the Epistle to the Galatians, ch. 4, v. 6. Works, Halle ed., VIII, 2399f.)

It is very useful and good that devout, godly hearts should be certain that they have the Holy Spirit.

The Sophists and monks have accordingly held that no one can know for certain whether he is in grace or disgrace, even if he lives and conducts himself in the very best manner. And such an opinion has been held throughout the whole of the papacy as certain as if it were one of the foremost grounds and articles of the faith. What horrible and great harm they have done with this pernicious, godless doctrine cannot be told. For by it they have altogether suppressed the doctrine of faith, destroyed faith, confused consciences, robbed Christendom of Christ, obscured and denied all the benefits and gifts of the Holy Spirit, abolished the true and genuine worship of God, and in its place brought about all manner of idolatry, sheer contempt of God, and blasphemy in the hearts of men. For whoever doubts God's gracious will and does not hold for certain that he has a gracious God can never believe that his sins are forgiven, that God will receive him and make him blessed.

St. Augustine speaks well and in a Christian manner when he says: "He who has faith is certain that he is in grace." This they deny and disavow. God forbid, they say, that I should be so presumptuous as to say: I know for a truth that I am in grace and holy, that I have the Holy Spirit — even if I were to lead a holy life and do everything I ought to do. From this baseless error, on which the whole papacy is founded, you young people, since you are as yet unstained by it, should flee, and hold it in as much dread as the most poisonous and harmful pestilence there can be. We old fellows, who have been raised from youth in such error, are so