Collection › Der Lutheraner (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 3, Nummer 21 › Seite 118

Der Lutheraner St. Louis, Missouri — 1847-06-15, Seite 118

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Cited in Eckhardt's Reallexikon (1907) under: Abendmahl—Gegenwart 14 · Gebet 3

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ihnen Gewiſſensſache iſt, unſtudirte Prediger
zu haben; daß ſie aber ſo frech ſind, trotz ihrer
eingeſtandenen Ignoranz, zu behaupten, daß
die erſten kirchlichen Schriftſteller Patrone
ihrer gottloſen Schwärmerei und ihrer Ver—
werfung der klaren Worte Chriſti ſeien, das iſt
unverzeihlich.

Jene Worte enthalten zwei geſchichtliche
Verfälſchungen. Erſtlich iſt es unwahr, daß
die erſten Kirchen nur die geiſtliche, aber nicht
die leibtiche Gegenwart Chriſti im heil. Abend⸗
mahl gelehrt haben. Wir müſſen leider hier
ſelbſt zu unſerer Schande bekennen, daß wir,
als wir durch Gottes Gnade vor 17 Jahren
als studiosus theologiae zu Leipzig erweckt
wurden, uns auch erſt aus Vernunftſtolz über⸗
reden wollten, Chriſti Worte: „Das iſt mein
Leib“ ꝛc. könne man unmöglich, wie ſie lauten,
nehmen. Chriſtus habe damit gewiß etwas
anderes ausdrücken wollen, als was dieſe ein—
fachen Worte wirklich ſagen. Wohl ein Jahr
lang wehrten wir uns, hier unſere Vernunft
dem Worte deſſen, der nicht lügt, zu unterwer⸗
fen. Wir dachten aber oft bei uns ſelbſt:
ſollte es ſich zeigen, daß ſchon die erſte Kirche
Chriſti Worte, wie ſie lauten, verſtanden habe,
dann ſei es doch wohl gefährlich, davon abzu—
gehen, ja außer Zweifel, daß der buchſtäbliche
Sinn der rechte ſei. Was geſchah? Gott, der
mit der Schwachheit Geduld hat, ſchickte es,
daß uns in dieſer Zeit die Briefe der apoſtoli⸗
ſchen Väter in die Hände kamen. Wir laſen!
dieſelben mit großem Intereſſe und gerade ſie,
wurden in Gottes Hand das Mittel, uns von
unſerem „reformirten“ Unglauben zu heilen.
Später jedoch wurde es uns offenbar, wie fre—
velhaft wir gehandelt hatten; denn iſt es nicht
frevelhaft, Gottes klarem Wort nicht eher glau—
ben zu wollen, als bis Menſchen ihm Zeugniß geben? Wäre es nicht auch möglich geweſen,
daß die Schriftſteller ſchon der erſtenſchriſtlichen
Zeit von Gottes Wort ſich hätten abführen
laſſen?

Vielleicht iſt es manchem nicht unlieb, einige
Zeugniſſe der erſten kirchlichen Schreiber von
der leiblichen Gegenwart Chriſti im heiligen
Abendmahl zu leſen. Wir haben uns Zeug⸗
niſſe aus allen Jahrhunderten geſammelt,
welche wir vielleicht ſpäter einmal vollſtändig
mittheilen werden. Für diesmal laſſen wir
nur einige aus der erſten Zeit folgen.

Das Zeugniß, welches uns herrlich zu ſtat—
ten kam, als wir uns noch von dem Winde der
Menſchengedanken hatten wägen und wiegen
laſſen, fanden wir im Briefe des Ignatius.
Derſelbe war Biſchof zu Antiochien in Syrien.
Er ſagt ſelbſt in ſeinem Briefe an die Ge—
meinde zu Smyrna, er „habe den HErrn ſelbſt
nach ſeiner Auferſtehung im Fleiſche geſehen.“
Chryſoſtomus erzählt von ihm, daß er mit den Apoſteln, inſonderheit mit Johannes einen ver—
trauten Umgang gepflogen habe. Sein Wahl—
ſpruch war: „Meine Liebe iſt gekreuzigt.“ Als
der Kaiſer Trajan einſtmals nach Antiochien kam und Ignatius vor demſelben den Gekreu-
zigten freimüthig bekannte, ſo verurtheilte der
Kaiſer ihn, nach Rom gebracht und daſelbſt

zur Beluſtigung des römiſchen Volks den Lö⸗

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wen vorgeworfen und von ihnen zerriſſen zu
werden. Sogleich wurde Ignatius in Ketten gelegt, und nach Rom abgeführt, wo er dann
im Jahre 115 den Märtyrertod mit großer
Freudigkeit erduldete. Auf ſeiner letzten Reiſe nach Rom ſchrieb Ignatius mehrere Briefe,
welche wir noch haben. In denſelben warnt
der theure Märtyrer die Gemeinde vor der
Verführung der ſchon damals zahlreichen Irr—
lehrer und ermahnt ſie zur Beſtändigkeit. Un⸗
ter andern warnt er in ſeinen Briefen an die
Gemeinde zu Smyrna dieſelbe vor den ketzeri⸗
ſchen Doketen, welche lehrten, Chriſtus habe
nur einen Scheinkörper gehabt, die daher
natürlich das heilige Abendmahl verachteten.
Dies wurde daher auch dem Ignatius eine
Veranlaſſung, ſich über das heil. Abendmahl
anszuſprechen. Er ſchreibt aber in dem ange⸗
zogenen Briefe (e. 7.) Folgendes: „Sie“ (die
ketzeriſchen Doketen) „enthalten ſich von dem
Genuß des heil. Abendmahls und vom Gebet“
(bei Haltung deſſelben), „weil ſie nicht beken—
nen, daß das heil. Abendmahl der
Leib unſeres Heilandes IEſu Chriſti
ſe i, der für unſere Sünden gelitten und wel⸗
chen der Vater nach ſeiner Güte auferweckt hat.
Die nun dieſer göttlichen Gabe widerſprechen,
kommen um mitten im Zank, es wäre ihnen
aber nützlicher, Liebe zu üben, auf daß ſie auch
wieder auferſtünden. Darum iſt es billig, ſich
von ſolchen enthalten, und weder in
öffentlicher noch beſonderer Unterredung ihrer
zu gedenken, ſondern Acht haben auf die Pro—
pheten, vornehmlich auf das Evangelium“ ꝛc.
Derſelbe Ignatins ſchreibt in ſeinem Briefe
an die Philadelphier (c. 4.): „Befleißiget euch,
daß Ihr Ein Abendmahl gebrauchet. Denn
es iſt Ein Fleiſch unſers HErrn IEſu Chriſti,
und Ein Kelch in der Vereinigung mit
ſeinem Blut.“ Begehren die Herrn Methodi—
ſten noch mehr Zeugniſſe, daß in den erſten Jahrhunderten der chriſtlichen Zeitrechnung
die rechtgläubigen Chriſten keine andere, als
die lutheriſche Lehre vom heil. Abendmahle ge—
glaubt und bekannt haben? In nächſter Num—
mer ſollen noch einige folgen.
(Schluß folgt.)

Amas de Bourg.

Es iſt bekannt, daß der römiſche Stuhl es
nicht ohne Erfolg einſt verſucht hat, die Könige
der Erde zu ſeinen Vaſallen, und dieſe ſeine
Vaſallen zu ſeinen Henkern zu machen, und daß
ihnen letzteres beſonders bei den Königen von
Frankreich und Spanien am meiſten geglückt
iſt. Es iſt gewiß gut, wenn man in unſerer
Zeit, wo die „zärtliche Mutter“ ihre irrenden
Kinder nicht verbrennt, ſondern mit zarten und
zärtlichen Worten ruft und lockt, fortwährend
an die Blutſchulden der römiſchen Kirche erin—
nert, wofür ſie noch immer nicht Buße gethan
hat. Zu ſolcher Erinnerung diene folgende
Geſchichte.

Bei einer den 15. Juni 1559 von Heinrich
dem II., König von Fraukreich, gehaltenen
Lit de justice (feierliche Königsſitzung,) hatte
der Parlamentsrath Amas de Bourg kühn und
frei die Sache der ſchrecklich verfolgten Prote—
ſtauten vertheidigt. Der darüber aufs heftigſte
erzürnte König ließ ihn und vier andere Räthe,
die ſeines Sinnes waren, verhaften. Er er—
griff mit ſeinen Leidensgefährten alle juridi⸗
ſchen Vertheidigungsmittel, allein ſeine Geſin⸗
nung verhehlte er ſo wenig, daß er vielmehr in
einem öffentlichen Glaubensbekenntniß unge—
ſcheut bekannte, er ſei ein Feind des nur auf
Menſchenſatzungen ſich gründenden Pabſtthums
und erkenne nur allein die Heilige Schrift als

Quell der Wahrheit und als Richtſchnur des
Lebens an. Bei einem ſolchen Bekenntniß
hieß es freilich: Was bedürfen wir weiter
Zeugniß, er iſt des Todes ſchuldig. So wurde
er dann verurtheilt, er ſolle gehenkt und ſein
todter Körper dann verbrannt werden. Beim
Empfang ſeines Urtheils hielt er an ſeine
Richter eine Rede, die alle bewegte und viele
bis zu Thränen rührte. — „Ich danke,“ ſprach
er, „Gott, daß er mich der Gnade würdigt. für
ihn zu ſterben, und euch bedauere und vergebe
ich, weil ihr durch die ſinnverwirrende Botin
der Hölle, die tödtliche Feindin der Wahrheit,
durch die Lüge euch habt täuſchen laſſen. Wie?
Furcht ſollte uns ergreifen und erſchüttern?
Sollten wir nicht vielmehr kühn, ja unüber⸗
windlich ſein, da wir wiſſen, daß nur Meuſchen
wider uns ſind, Gott aber für uns iſt. Unſer
Vater im Himmel, du hilfſt uns und ſchenkſt
uns Licht, die Wahrheit zu erkennen, Kraft, ſie
zu bekennen. Oeffnue, o HErr, öffne auch dei—
nen Widerſachern die Augen, damit ſie einſehen,
daß ihnen gefallen dir mißfallen, ihnen gehor⸗—
chen dir widerſtreben heißt. Ihr weint? Wei⸗
net nicht über uns, weinet über euch ſelbſt, da
ihr die Stimme des ſtrafenden Geiſtes hört,
ohne ihr zu folgen. — Wir, die Gerichteten,
freuen uns des Gerichts und jauchzen in den
Flammen, die ihr anzündet. Welche Fallſtricke
man uns auch lege, welches Ulebel man uns auch
zufüge, nichts kann uns von unſerem HErrn
und Meiſter, IEſus Chriſtus, ſcheiden. Wir
wiſſen es, zur Schlachtbank beſtimmt ſind wir,
gleich dem Lamme Gottes. Aber man tödte,
man zermalme uns! die in dem HErrn geſtor-—
ben ſind, werden auferſtehen und leben. Soilte
ich wohl zagen? Ich bin ein Chriſt, ja ich bin
ein Chriſt, ſterbend will ich laut den Ruhm
meines HErrn IEſu ausrufen. So komm
denn, Henker, ergreife mich und führe mich
zum Tode.“

Standhaft ging er demſelben entgegen. Er
wandte ſich noch einmal an das Volk und weit
tönten und wirkten die Worte, welche er auf
dem Schaffot ſprach, dann entbkößte er ſein
Haupt und als er in die Höhe gezogen ward,
rief er aus: O mein Gott, verlaß mich nicht,
damit ich dich nicht verlaſſe. Er ſtarb acht und
dreibig Jahre alt, von Vielen bedauert, in ganz
Paris, ja in ganz Frankreich als einer der
edelſten Männer bekannt.

Gebetseifer eines Predigers.

Von Bugenhagen, Luthers Beichtvater,
wird erzählt, daß es ihm in früheren Jahren
oftmals begegnet ſei, daß er vor der Presdigt
im Gebete vor Gott die Stunde der Predigt
ſelbſt vergaß, und daß er bei einer ſolchen Ge—
legenheit einmal mit den Worten die Kanzel
betreten habe: „Wundert euch nicht, lieben
Freunde, ich bin von Goit aufgehalten worden,
mit dem ich in ein langes Geſpräch von der
Kirche, der Univerſität, der Stadt (Witten⸗
berg) und der ganzen Chriſtenheit gerathen
bin.“

Bezahlt.
Hälfte des 3. Jahrg. Hr. H. Johanning.

1.

2. „ „ 3. „die Herren Brink, F. Ellerbu
Kollmeier, J. M. Krauß. ſch o

3. Jahrg. Herr Paſt. J. M. Krauß.

4. H. Kollmeier.

1. Hälfie ves 4. Jabrg. Herr J. M. Krauß.
Erhalten von Paſt. Wege $14.00.

Erhalten für die lutber. Heidenmiſſion am Fluſſe Cass,
Mich., von der lutheriſchen Gemeinde in Bucyrus, Crawford
Co., O., durch Hrn. Paſt. J. Krauß 82.00.

Gedruckt bei Arthur Olshauſen.

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English translation AI translation

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it is a matter of conscience with them to have unlearned preachers; but that they are so brazen as, despite their acknowledged ignorance, to claim that the earliest ecclesiastical writers were patrons of their godless fanaticism and of their rejection of the clear words of Christ — that is unforgivable.

Those words contain two historical falsifications. First, it is untrue that the early churches taught only the spiritual, but not the bodily, presence of Christ in the Holy Supper. We must here, to our own shame, confess that when, by God's grace, we were awakened seventeen years ago as a student of theology at Leipzig, we too at first, out of the pride of reason, wanted to persuade ourselves that Christ's words, "This is my body," etc., could not possibly be taken as they stand. Christ must surely have meant to express something other than what these simple words actually say. For a good year we resisted subjecting our reason here to the word of him who does not lie. But we often thought to ourselves: should it turn out that the early church already understood Christ's words as they stand, then it would surely be dangerous to depart from that — indeed, beyond doubt that the literal sense is the correct one. What happened? God, who has patience with weakness, arranged that during this time the letters of the Apostolic Fathers came into our hands. We read them with great interest, and it was precisely they that became, in God's hand, the means of healing us from our "Reformed" unbelief. Later, however, it became clear to us how wickedly we had acted; for is it not wicked to refuse to believe God's clear word until men bear witness to it? Would it not also have been possible that the writers of the earliest Christian era might likewise have let themselves be led away from God's word?

Perhaps it will not be unwelcome to some to read a few testimonies of the earliest ecclesiastical writers concerning the bodily presence of Christ in the Holy Supper. We have gathered testimonies from all the centuries, which we may perhaps communicate in full at some later time. For now we let only a few from the earliest period follow.

The testimony which served us so splendidly, when we still let ourselves be weighed and swayed by the wind of human opinions, we found in the letter of Ignatius. He was bishop of Antioch in Syria. He himself says, in his letter to the congregation at Smyrna, that he "had seen the Lord himself in the flesh after his resurrection." Chrysostom relates of him that he kept intimate company with the apostles, especially with John. His motto was: "My love is crucified." When the Emperor Trajan once came to Antioch, and Ignatius freely confessed the Crucified One before him, the emperor condemned him to be taken to Rome and there, for the entertainment of the Roman people, thrown to the lions and torn apart by them. Ignatius was immediately put in chains and led away to Rome, where in the year 115 he endured a martyr's death with great joy. On his last journey to Rome, Ignatius wrote several letters, which we still possess. In them the dear martyr warns the congregation against the seduction of the already numerous false teachers of that time, and exhorts them to steadfastness.

Among other things, he warns the congregation at Smyrna, in his letters to it, against the heretical Docetists, who taught that Christ had only an apparent body, and who therefore naturally despised the Holy Supper. This, then, also gave Ignatius occasion to speak out concerning the Holy Supper. He writes as follows in the letter cited (ch. 7): "They" (the heretical Docetists) "abstain from participation in the Holy Supper and from prayer" (at its observance), "because they do not confess that the Holy Supper is the flesh of our Savior Jesus Christ, who suffered for our sins, and whom the Father, in his goodness, raised up. Those, then, who contradict this divine gift, perish in the midst of their strife; it would be more profitable for them to practice love, so that they too might rise again. Therefore it is fitting to abstain from such people, and to make mention of them neither in public nor in private conversation, but rather to give heed to the prophets, and especially to the Gospel," etc.

The same Ignatius writes in his letter to the Philadelphians (ch. 4): "Be diligent to use one Eucharist. For there is one flesh of our Lord Jesus Christ, and one cup in the union of his blood." Do the gentlemen Methodists desire yet more testimonies that in the first centuries of the Christian era the orthodox Christians believed and confessed no other doctrine of the Holy Supper than the Lutheran one? A few more shall follow in the next number.
(To be concluded.)

Amas de Bourg.

It is well known that the Roman See has, not without success, at one time attempted to make the kings of the earth its vassals, and these its vassals its executioners, and that in the latter it succeeded best of all with the kings of France and Spain. It is certainly good, in our own time, when the "tender mother" no longer burns her erring children but calls and lures them with tender and gentle words, to keep continually reminding them of the blood-debts of the Roman church, for which she still to this day has done no penance. Let the following story serve as such a reminder.

At a Lit de Justice (a solemn royal session) held on June 15, 1559, by Henry II, King of France, the councillor of parliament Amas de Bourg had boldly and freely defended the cause of the terribly persecuted Protestants. The king, most fiercely enraged at this, had him and four other councillors of like mind arrested. Together with his fellow sufferers he availed himself of every legal means of defense; yet he concealed his convictions so little that in a public confession of faith he declared without fear that he was an enemy of the papacy, which is founded only on human ordinances, and acknowledged Holy Scripture alone as the source of truth and the rule of life. At such a confession it was said, of course: what further need have we of witnesses? He is guilty of death. So he was then condemned: he was to be hanged, and his dead body afterward burned.

Upon receiving his sentence he delivered a speech to his judges that moved everyone and stirred many to tears. — "I thank," he said, "God, that he counts me worthy of the grace to die for him, and I pity and forgive you, because you have let yourselves be deceived by lies through the mind-confusing messenger of hell, the deadly enemy of truth. What? Should fear seize and shake us? Should we not rather be bold, indeed unconquerable, since we know that only men are against us, while God is for us? Our Father in heaven, you help us and give us light to know the truth, and strength to confess it. Open, O Lord, open also the eyes of your adversaries, that they may see that to please them is to displease you, and to obey them is to resist you. Do you weep? Weep not over us; weep over yourselves, since you hear the voice of the chastising Spirit without following it. — We, the condemned, rejoice in this judgment and exult in the flames that you kindle. Whatever snares may be laid for us, whatever harm may be done to us, nothing can separate us from our Lord and Master, Jesus Christ. We know it: we are appointed for the slaughter-block, like the Lamb of God. But let them kill us, let them crush us! Those who have died in the Lord will rise again and live. Should I then quail? I am a Christian, yes, I am a Christian; dying, I will loudly proclaim the glory of my Lord Jesus. Come then, executioner, seize me and lead me to death."

He walked steadfastly to meet it. He turned once more to the people, and the words he spoke on the scaffold resounded far and had great effect; then he bared his head, and as he was drawn up on high, he cried out: "O my God, do not forsake me, that I may not forsake you." He died at thirty-eight years of age, mourned by many, known throughout all Paris — indeed throughout all France — as one of the noblest of men.

A Preacher's Zeal in Prayer.

It is told of Bugenhagen, Luther's confessor, that in earlier years it often happened to him that, praying before God ahead of the sermon, he forgot the very hour of the sermon, and that on one such occasion he mounted the pulpit with these words: "Do not be surprised, dear friends; I have been detained by God, with whom I fell into a long conversation about the church, the university, the city (Wittenberg), and all of Christendom."

Paid.
Half of the 3rd volume: Mr. H. Johanning.
1.
2nd and 3rd [halves]: the gentlemen Brink, F. Eller[illegible],
Kollmeier, J. M. Krauss. [illegible]
3rd volume: Rev. J. M. Krauss.
4th [half]: H. Kollmeier.
1st half of the 4th volume: Mr. J. M. Krauss.
Received from Pastor Wege, $14.00.

Received for the Lutheran mission to the heathen on the Cass River, Mich., from the Lutheran congregation in Bucyrus, Crawford Co., Ohio, through the Rev. J. Krauss, $82.00.

Printed by Arthur Olshausen.