Collection › Der Lutheraner (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 3, Nummer 7 › Seite 42
Der Lutheraner St. Louis, Missouri — 1846-11-24, Seite 42
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Cited in Eckhardt's Reallexikon (1907) under: Lutheriſche Kirche
verleugnet ſomit auch Chriſtum ſelbſt, der uns
unſere Freiheit theuer erkauft hat. Hier hilft
nicht, daß ein ſolcher Prediger die gute Mei—
nung hat, durch ſein Verfahren der Schwachen
ſchonen zu wollen; um der Schwachen willen
kann die Wahrheit nicht weichen oder die Rein⸗
heit der Lehre gefährdet werden, vielmehr muß
der Wahrheit Gottes alles weichen. Daher
ſchreibt Luther unter andrem: „Höre zu, mein
Bruder, du weißt, daß wir bei der chriſtlichen
Freiheit als bei einem jeglichen Artikel des
Glaubens, ſollen Leib und Leben laſſen ..
Es iſt dir noth, die chriſtliche Freiheit zu be—
kennen und erhalten, und nicht geſtatten, daß
der Teufel da ein Gebot, Verbot, Sünde oder
Gewiſſen mache, da Gott keine haben will.
Wo du aber ſolche Sünde läſſeſt machen, ſo iſt
kein Chriſtus mehr, der ſie wegnehme. Denn
mit ſolchem Gewiſſen verläugnet man den rech⸗
ten Chriſtum, der alle Sünde wegnimmt. Da⸗
rum ſieheſt du, wie in dieſen gerin⸗
gen Dinglen nicht geringe Gefahr
ſtehet, wenn man dabei auf die Gewiſſen
will.“ Ferner: „Wo man Gebot, Verbot,
Sünde, gute Werk, Gewiſſen und Gefahr ma⸗
chen will, da Gott Freiheit haben will, und
nichts gebeut noch verbeut, mußt du über ſol⸗
cher Freiheit feſte halten, und immer das
Widerſpiel thun, bis du die Freiheit behalteſt.“
(Schrift von den himmliſchen Propheten. L.
W. XX. 278.) Hier hat ein lutheriſcher Pre⸗
diger, was ihm zu thun obliegt, wenn er ſeiner
Kirche treu bleiben will.
(Fortſetzung folgt.)
(Correſpondenz.)
Die Norweger in Wisconſin.
Herr Redacteur!
Die letzte Nummer des zu Columbus, Ohio,
erſcheinenden „Luth. Paniers“ (Luth. Standard)
bringt einen beachtenswerthen Aufſatz über die
Norweger in Wisconſin, auf deſſen Inhalt ich
Ihre Leſer aufmerkſam machen möchte. —
So viel aus dieſem Aufſatze erhellt, ſind in
den jüngſt verfloſſenen zwei bis drei Jahren an
Zwanzigtauſend Norweger in
Wisconſin eingewandert, die ſich in den ſüdli⸗
chen Counties dieſes Staates angeſiedelt haben,
und aus denen wohl die Mehrzahl in den Berg⸗
werken Beſchäftigung gefunden hat. Dem Be—
richte im Standard zufolge, ſcheinen dieſe Leute
bisher keinen Seelſorger ihrer Zunge und Con—
feſſion gehabt, und erſt 1845 in der Perſon des
vom (anglicaniſchen) Biſchof Dr. Kemper
ordinirten Guſtav Unon ius einen Predi⸗
ger erhalten zu haben. Dieſem erſten Proſe⸗
lytiſir⸗Verſuche ſcheint ein zweiter, von den
Presbyterianern angeregter gefolgt zu ſein, die
gegenwärtig einen jungen Norweger, der durch
das Leſen einer Schrift der americ. Tractat⸗
Geſellſchaft bekehrt geworden (2), in ihrem
Seminar zu Beloit, Wisconſin, ſtudiren
laſſen, um ihn unter ſeinen Landsleuten als
Miſſionar zu verwenden. Es würde denSchrei⸗
ber dieſes nicht im Geringſten Wunder nehmen,
wenn auch die allezeit fertigen Methodiſten und
Baptiſten, deren Miſſionen (2) zu Stockholm
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und Kopenhagen ins Stocken gerathen ſind,
Miſſionare nach Wisconſin ſenden würden,
um zu den ſchwediſch⸗-anglicaniſchen und ſchwe⸗
diſch⸗presbyteriſchen Gemeinden auch eine
ſchwediſch-methodiſtiſche und eine Gemeinde
ſchwediſcher Taufgeſinnten hinzuzufügen. An
die Bildung einer ſchwediſch-lutheriſchen Ge⸗
meinde ſcheint bisher Niemand gedacht zu ha—
ben, und doch ſollte die heilige Pflicht, den
verlaſſenen norwegiſchen Glaubensbrüdern
einen Miſſionar zu ſenden, uns Lutheranern
Jam allernächſten liegen. In dieſer Mittheilung
des Standard liegt ein nicht unverdienter Vor⸗
wurf für unſer luth. Zion, deſſen traurige
Zerriſſenheit bisher jedes Zuſammenwirken auf
dem ſo wichtigen einheimiſchen Miſſionsfelde
unmöglich gemacht hat: aber auch zugleich eine
kräftige Aufforderung zur Thätigkeit, ehe es
zu ſpät iſt. Wollen wir warten, bis unſere
ſcandinaviſchen Glaubensgenoſſen ihre Con—
feſſionsſchriften, ihren alten Kirchen-Ritus,
und ihre vaterländiſchen Reminiscenzen auf⸗
gegeben haben? Keine andere Confeſſion kann
das Werk der Sammlung und Vereinigung
dieſer zerſtreuten Schafe Iſraels mit ſolchem
Erfolge treiben. In gerechter Würdigung
dieſer Thatſache hat auch wirklich die mit der
ſogenannten Gen. Synode verbundene Synode
von Oſt-Pennſylvanien, bei ihrer letzten
Zuſammenkunft in Milton, im October d. J.,
den Beſchluß gefaßt, ſich der Norweger in
Wisconſin thätig anzunehmen, und wir dürfen
mit Nächſtem gewärtigen, im „Lutheran Ob—
ſerver“ den Bericht des von dieſer Synode
abgeordneten Miſſionars, nebſt der Anzahl der
bereits durch ihn „bekehrten“ Norwegerg
zu finden. — Sollte nicht die deutſche lutheriſche
Synode von Miſſouri, ſowohl in ihrer
engen Verbindung mit der europäiſchen Mut⸗
terkirche, als in ihrer geographiſchen Lage die
Veranlaſſung finden, ſich der verlaſſenen Con⸗
feſſions⸗Verwandten in Wisconſin thatkräftig
anzunehmen? R.
—
—7
Verzweiflungsvolles Ende eines Verleug⸗
ners der Wahrheit.
Es iſt bekannt, unter welchen entſetzlichen
Seelenqualen der italieniſche Rechtsgelehrte
Franzesko Spiera dahin gefahren iſt, nachdem
derſelbe die evangeliſche Religion, von deren
Wahrheit er in ſeinem Gewiſſen überzeugt ge⸗
weſen war, abgeſchworen und ſich zu der römiſch⸗
katholiſchen Religion bekannt hatte. Ein Sei⸗
tenſtück hiezu iſt das Beiſpiel Dr. Moritz
Krauſens. Dieſer war ein Rath des
Churfürſten Albrecht von Mainz und Erzbi⸗
ſchofs von Magdeburg und kam im Jahr 1527
zu einer lebendigen Ueberzeugung von der
evangeliſchen Waͤhrheit, und bekannte ſie nun
auch durch Wort und That. Ohgleich der
Erzbiſchof ein Mandat anſchlagen ließ, daß
keiner ſeiner Unterthanen, ſo lieb ihm ſein Le⸗
ben wäre, Luthers Lehre billigen ſollte, ſo achtete
doch jetzt Dr. Krauſe Chriſti Befehl höher,
und nahm trotz des Verbotes, das heil. Abend⸗
mahl unter beiden Geſtalten. Endlich aber,
als immer mehr Bekenner hohen und niedrigen
Standes um der Wahrheit willen theils hinge⸗
richtet, theils weggejagt wurden, ergriff Krau⸗
ſen die Furcht, es möchte die Reihe nun auch
bald an ihn kommen, ſo ſehr, daß er die erkannte
Wahrheit wieder verleugnete und wider ſein
Gewiſſen das heilige Abendmahl nach der anti⸗
chriſtiſchen Verkehrung allein unter einer Ge⸗
ſtalt annahm. Als jedoch ungeachtet aller
Verfolgungen die evangeliſche Wahrheit immer
mehr Bekenner erhielt, und Krauſe ſehen mußte,
wie viele um derſelben willen Ehre und Gut, ja
Leib und Leben fröhlich daran ſetzten, da er⸗
wachte dem Verleugner endlich ſein ſchwer ver⸗
letztes Gewiſſen. Aber vergeblich war esjett,
daß man ihn zur Buße ermahnte, vergeblich,
daß man ihm viele theure göttliche Verheißun⸗
gen von der Vergebung aller Sünden durch
Chriſtum vorhielt, vergeblich, daß man ihn
ermahnte, zu ſeinem Heiland und Sündentilger
um Gnade zu ſeufzen; ſeine Antwort war:
„Awe meines Leides, was habe ich gethan?
Ich habe Chriſtum, meinen HErrn, verleugnet;
darum iſt er nun nicht mehr mein Mittler und
Fürſprecher, ſondern er ſteht nun vor Gott dem
Bater im Himmel und klagt mich bei ihm an
und ſpricht: Mein Vater, ſei ja nicht dieſem
Moritz Krauſe gnädig und vergib ihm nimmer⸗
mehr die Sünde der Gottesläſterung und Ver⸗
leugnung, damit er mich vor dem Biſchof ver⸗
leugnet hat.“ — In dieſem Zuſtande voölliger
Verzweiflung verblieb er denn, und als man
ihn eines Tages in ſeiner Schreibſtube allein
gelaſſen hatte, fand man ihn hernach, durch
ſeine eigene Hand entleibt, am Boden liegen. —
So macht es der Satan: erſt blendet er die
Menſchen, daß ſie Chriſtum, wie er für ſie
am Creuze hängt, verachten, und wenn ſie das
gethan haben, ſo raunt er ihnen ein, daß er
nun nur ihr Verkläger und Richter ſei. Erſt
ſpricht er: Pecca! (Sündige !), dann ruft er;
Persevera! (Fahre fort!) und endlich donnert
er in das Gewiſſen: Despera! (Verzweifle)
Ach, lieber Leſer, höre nie auf ſeine Stimme.
Biſt du ihm aber vielleicht ſchon gefolgt, ja,
haſt du etwa nicht nur geſündigt, haſt du wohl
ar auch ſchon lange darin fortgefahren, ſo iſt
das freilich erſchrecklich; aber auch dann ſollſt
du nicht meinen, daß für dich nun keine Hülfe
mehr ſei; oh, thue zu deinen Sünden nicht
noch die ſchrecklichſte hinzu, welche iſt die Ver⸗
zweiflung. Die Stimme, die dir ſagt:
Verzweifle! iſt nie Gottes Stimme, ſondern
des Satans. IEſus nimmt alle, auch die
rößten Sünder aun. Auch du, wenn du
ommſt, wirſt nicht hinausgeſtoßen.
Ob bei uns iſt der Sünde viel,
Bei Gott iſt viel mehr Gnade,
Sein Hand zu helfen hat kein Ziel,
Wie groß auch ſei der Schade;
Er iſt alein der treue Hirt,
Der Iſrael erlöſen wird
Aus ſeinen Sünden allen.
Union.
Die weitherzigſte Union hat ohne Zweifel
der Kaiſer Alexander Severus geſtiftet, der in
ſeiner Hauskapelle neben dem Orpheus (einem
Heiden) auch den Abraham (den Stamm⸗
vater der Judenn) und Chriſtum verehrte.
Dieſer heidniſche Regent, der einſt die drei
Hauptreligionen der Welt vereinigt hat, ſollte
billig der Großvater aller Unioniſten heißen.
pPaſtor D. Scherer läßt der von Paſt. Wyneken be⸗
dienten Gemeinde herzlich danken für die 25 Thaler, womit
letztere die „Zions⸗Gemeinde“ in Carmel unterſtützt hat.
Bezahlt:
1. Jahrg. Paſt. Crämer.
2. „ derſelbe.
3. „derſelbe (S Ex.) und die Herrn Paſt. Becker, Dr.
Haynel, Paſt. Husmann, Paſt. Jenſen, H. W. Succop,
S. Weymar.
Gedruckt bei Weber und Olshauſen.
English translation AI translation
[Continuing from the previous page.]
...thereby also denies Christ himself, who has dearly purchased our freedom for us. It does not help here that such a preacher has the good intention of wishing, by his conduct, to spare the weak; for the sake of the weak the truth cannot yield, nor may the purity of doctrine be endangered — rather, everything must yield to the truth of God. Hence Luther writes, among other things: "Listen, my brother: you know that for the sake of Christian liberty, as for any article of the faith, we are to give up body and life . . . It is needful for you to confess and maintain Christian liberty, and not to allow the devil to make of it a commandment, a prohibition, a sin, or a matter of conscience, where God will have none. But where you let such sin be made, there is no longer any Christ to take it away. For with such a conscience one denies the true Christ, who takes away all sin. Therefore you see how, in these small matters, no small danger stands, when one insists on binding the conscience by them." Further: "Where men wish to make commandment, prohibition, sin, good work, conscience, and danger, when God wills to have freedom and commands and forbids nothing, you must hold fast to such freedom and always do the opposite, until you retain your freedom." (Treatise Against the Heavenly Prophets, Luther's Works, vol. XX, p. 278.) Here a Lutheran preacher has what is incumbent upon him to do, if he wishes to remain faithful to his church.
(To be continued.)
(Correspondence.)
The Norwegians in Wisconsin.
Mr. Editor!
The latest issue of the "Lutherisches Panier" ("Lutheran Standard"), published in Columbus, Ohio, carries a noteworthy article on the Norwegians in Wisconsin, to whose content I would like to draw your readers' attention. —
As far as this article makes clear, in the past two or three years some twenty thousand Norwegians have immigrated into Wisconsin, settling in the southern counties of that state, the majority of whom have doubtless found employment in the mines. According to the report in the Standard, these people have so far had no pastor of their own tongue and confession, and it was only in 1845 that they received a preacher in the person of Gustaf Unonius, ordained by the (Anglican) Bishop Dr. Kemper. This first attempt at proselytizing seems to have been followed by a second, set on foot by the Presbyterians, who are presently having a young Norwegian — converted, it is said (?), by reading a tract of the American Tract Society — study in their seminary at Beloit, Wisconsin, in order to employ him among his countrymen as a missionary. It would not in the least surprise the writer of these lines if the ever-ready Methodists and Baptists too, whose missions (?) at Stockholm and Copenhagen have come to a standstill, should send missionaries to Wisconsin, so as to add, to the Swedish-Anglican and Swedish-Presbyterian congregations, a Swedish-Methodist congregation and a congregation of Swedish Baptists as well.
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No one, it seems, has yet given thought to forming a Swedish-Lutheran congregation — and yet the sacred duty of sending a missionary to our abandoned Norwegian brothers in the faith ought to lie nearest of all to us Lutherans. In this report of the Standard there lies a not undeserved reproach to our Lutheran Zion, whose sorrowful state of division has hitherto made every joint effort on this so important home mission field impossible; but at the same time also a vigorous summons to action, before it is too late. Shall we wait until our Scandinavian fellow believers have given up their confessional writings, their old church rite, and their memories of their native land? No other confession can carry on the work of gathering and uniting these scattered sheep of Israel with such success. In just recognition of this fact, the Synod of East Pennsylvania, which is affiliated with the so-called General Synod, at its recent convention at Milton this past October, has indeed resolved to take active charge of the Norwegians in Wisconsin, and we may shortly expect to find, in the "Lutheran Observer," the report of the missionary sent out by this synod, together with the number of Norwegians already "converted" by him. — Should not the German Lutheran Synod of Missouri, both on account of its close connection with the European mother church and on account of its geographical position, find occasion to take vigorous charge of these abandoned kinsmen in the confession in Wisconsin? R.
—
The Despairing End of One Who Denied the Truth.
It is well known amid what dreadful torments of soul the Italian jurist Francesco Spiera departed this life, after he had abjured the evangelical religion — of whose truth he had been convinced in his own conscience — and had professed the Roman Catholic religion. A companion piece to this is the example of Dr. Moritz Krause. This man was a councillor of the Elector Albrecht of Mainz, Archbishop of Magdeburg, and in the year 1527 came to a living conviction of the evangelical truth, and now confessed it also by word and deed. Although the archbishop had a mandate posted that none of his subjects, as they valued their life, should approve Luther's doctrine, Dr. Krause now nevertheless valued Christ's command more highly, and, in spite of the prohibition, received the Holy Supper in both kinds. But at last, when ever more confessors of both high and low estate were, for the truth's sake, some put to death, some driven away, Krause was seized by such fear that his own turn too might now soon come, that he denied again the truth he had recognized and, against his conscience, received the Holy Supper, after the antichristian perversion, in but one kind alone. Yet when, notwithstanding all persecutions, the evangelical truth won ever more confessors, and Krause had to see how many, for its sake, cheerfully staked honor and goods, indeed body and life, then at last the denier's gravely wounded conscience awoke. But it was now in vain that he was exhorted to repentance, in vain that many precious divine promises of the forgiveness of all sins through Christ were held before him, in vain that he was urged to sigh for grace to his Savior, the Blotter-out of sin; his answer was: "Alas for my misery, what have I done? I have denied Christ my Lord; therefore he is now no longer my mediator and advocate, but now stands before God the Father in heaven and accuses me before him and says: My Father, be not gracious to this Moritz Krause, and forgive him nevermore the sin of blasphemy and denial, by which he denied me before the bishop." — In this state of utter despair he then remained, and when one day he had been left alone in his study, he was afterward found lying on the floor, having taken his own life by his own hand. —
This is how Satan does it: first he blinds men so that they despise Christ as he hangs for them upon the cross, and once they have done this, he whispers to them that he is now only their accuser and judge. First he says: Pecca! ("Sin!"), then he calls: Persevera! ("Keep on!"), and at last he thunders into the conscience: Despera! ("Despair!") Ah, dear reader, never listen to his voice. But if you have perhaps already followed him — indeed, if you have not only sinned, but have perhaps even long continued in it — that is certainly a terrible thing; yet even then you should not think that there is now no more help for you; oh, do not add to your sins the most dreadful one of all, which is despair. The voice that says to you, "Despair!" is never God's voice, but Satan's. Jesus receives all, even the greatest sinners. You too, if you come, will not be cast out.
Though sin among us be great,
With God is grace far greater;
His hand to help knows no limit,
However great the harm may be;
He alone is the faithful Shepherd
Who will redeem Israel
Out of all its sins.
Union.
Beyond doubt the most broad-minded union was founded by the emperor Alexander Severus, who in his household chapel venerated, alongside Orpheus (a pagan), also Abraham (the forefather of the Jews) and Christ. This pagan ruler, who once united the world's three principal religions, might fairly be called the grandfather of all unionists.
Pastor D. Scherer conveys the hearty thanks of the congregation served by Pastor Wyneken for the 25 thalers with which the latter has supported the "Zion Congregation" in Carmel.
Paid:
Year 1. Pastor Crämer.
Year 2. The same.
Year 3. The same (5 copies), and Messrs. Pastor Becker, Dr. Haynel, Pastor Husmann, Pastor Jensen, H. W. Succop, S. Weymar.
Printed by Weber and Olshausen.