Collection › Der Lutheraner (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 10, Nummer 12 › Seite 91
Der Lutheraner St. Louis, Missouri — 1854-01-31, Seite 91
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German transcription machine transcription, uncorrected
Vynn.
Ofenb. Job. Cay. 14, v 6. 7.
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„Gottes Wort und Luthers Lehr“ vergehet nun und nimmermehr.““
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Herausgegeben von der Deutſchen Ev. Luther. Synode von Miſſouri, Ohio und andern Staaten
Redigirt von C. F. W. Walther.
Jahrg. 10.
St. Louis, Mo., den 31. Januar 1851.
No. 12.
dedingzungen:
Der Lutheraner erſcheint alle zwei Wochen einmal für den jäbrlichen
Eſcriptienspreis von Einem Dollar für die auswärtigen Unterſchreiber, welche denſelben voraus ube⸗
nlen und das Poſtgeld zu tragen haben. — In St. Louis wird jede einzelne No. für 5 Cents verkauft.
aber.
Erklärung.
Auch in dieſer Nummer theilen wir wieder An⸗
frachen von Brüdern in Deuiſchland an unſere
Synode mit, welche an dieſelbe in Folge der Be⸗
richtet ergangen ſind, die H. P. Grabanu in Deutſch—
I land über unſere Synode abgeſtattet hat. Wir
tbun dies faſt ohne alle berichtigende Anmer—
kungen, weil wir, als Privatperſon, unſerer
Eynode nicht vorzugreifen wagen. Dies be—
merken wir darum, damit niemand meine, das
bekannte Sprüchwort: Qui tacet, consentire
nidetur, d. h. Wer (zu Anklagen) ſchweigt,
ſheint zuzugeben — finde hier ſeine Auwendung.
Unſere Synode iſt privatim ſchon von mehreren
Brüdern in Deutſchland, welche ſich an jenen
Anſprachen betheiligt haben, aufgefordert wor—
den, nun auch von ihrer Seite über den That⸗
hetand nach Deutſchland zu berichten, da man
dort die geforderten Bedenken theils nur bedin⸗
gungsweiſe ausgeſtellt, theils nur in abstracto
gturtheilt habe, das heißt, da man theils die der
Eynode von Miſſouri gemachten Vorwürfe nur,
berausgeſetzt, daß das über dieſelbe Berichtete
eu und vollſtändig gegeben ſei, habe gelten
laſen wollen, theils davon abgeſehen, ob die
Eulſcheidung auf die hieſigen Verhältniſſe irgend
eine Auwendung leide, entſchieden habe. Un—
ſre Spnode wird nicht ermangeln, alles zu thun,
vodurch die Brüder im alten Vaterlande in den
Stand geſetzt werden, eine vollſtändige Einſicht
ln die hier zwiſchen ihr und der Spnode von
Nur die Briefe, welche Mittbeilnngen für das Blatt enthalten, ſind an den Redakteur, alle anderen
welche Geſchäftliches, Beſtelungen, Abbeſtelungen. Gelder 16. enthalten, unter der Adreſſe
Mr. F. W. Barthel, care of C. F. W. Walther, St. Louis, Mo., auher zu ſenden.
Buffalo obſchwebenden Streitigkeiten, deren
Quelle und Verlauf zu gewinnen und dann
ohne Bedingungen auf Grund des erkannten
Sachverhalts zu entſcheiden. Wir können frei⸗
lich nicht umhin, unſer Bedauern darüber aus—
zuſprechen, daß die lieben Vrüder im alten Va⸗
terlande, trotz ihres Eingeſtändniſſes, faſt allein
von der einen Parthei berichtet zu ſein und da—
her kein definitives Urtheil abgeben zu können,
dennoch mehrfach in einer Weiſe ſich öffentlich
ausgeſprochen haben, dit eine ebenſo vollſtän⸗
dige Einſicht in die hieſigen Verhältniſſe und
Vorkommniſſe fordert, als ſie zu unſeren Ungun⸗
ſten lautet. Indem wir jedoch alle weiteren
Auslaſſungen hierüber unterdrücken, indem wir
alles gern zum Beſten deuten wollen, ſprechen
wir die feſte Zuverſicht aus, daß wenigſtens alle
diejenigen, welche in Einem Geiſt, Glauben und
Bekenutniß (und zwar in dem theuern Bekennt—
niß unſerer Kirche) ſtehen, auch im Urtheil über
die gegenwärtigen Streitfragen von Recht und
Unrecht ſeiner Zeit einſtimmig ſein werden.
Schreiben
einer ehrwürdigen zu Fürthin Bai⸗
ern gehaltenen Conferenz an die
Synode von Miſſouri ꝛc.
Ehrwürdiger.
im HErrn geliebter Herr Präſident!
Am 20ſten September dieſes Jahrs waren
hier gegen 50 lutheriſche Pfarrer zu einer freien
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Paſtoralconferenz verſammelt, welche für Sie
und die ganze ehrwürdige Synode, deren Vor⸗
ſitz Sie führen, deshalb ein beſonderes Intereſſe
haͤben dürfte, da durch eine beſondere Fügung
die Lage der deutſch-lutheriſchen Kirche in Nord⸗
amerika einen Hauptgegenſtand ver Beſprechung
ausmachte; und die Brüder, die mir an jenem
Tage die Leitung der Conferenz üzertragen hat⸗
ten, wünſchen nun auch, daß ich Ihnen und Ih⸗
rer Synode über den Verlauf derſelben berich⸗
ten ſoll.
Sie wiſſen, daß die Paſtoren Grabau und von
Rohr, als Delegaten der lutheriſchen Synode
von Buffalo, nach Europa herübergekommen
ſind, um die kirchlichen Differenzen, die zwiſchen
ihnen und der Synode von Miſſouri ꝛc. ſtatt⸗
fänden, den diesſeitigen lutheriſchen Kirchen zur
Beurtheilung vorzulegen. Wir hatten anfangs
nicht erwartet, daß ſie auch in unſere Gegend
kommen würden, da ſie unſere bisherige brüder⸗
liche Verbindung mit Euch wohl kannten und
um derſelben willen unſern theuern Bruder Löhe
in ihren neueſten Schriften nicht eben glimpflich
behandelt hatten; allein trotz dem meldeten ſie
ihre Ankunft und einen beabſichtigten Beſuch
bei Br. Löhe an, um ſich wo möglich mit ihm zu
verſtändigen, und da ihnen hierauf von der be—
vorſtehenden lutheriſchen Paſtoralconferenz da⸗
hier Kunde gegeben wurde, richteten ſie ihre Reiſe
ſo ein, daß ſie am 20ſten September nach Fürth
kamen. Die Stimmung, welche in der Conft
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