A cumulative subject index to seven Missouri
Synod periodicals, compiled by E. (Ernest) Eckhardt (1868–1939) and printed at
St. Louis between 1907 and 1917. Under each headword it sets numbered theses,
and beside each thesis the places where the periodicals had treated it — by
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—
Saufen.
Abhandlungen.
Vom Branntweintrinken. Luth. 6, 45. 18, 49—51. über das furchtbare
Laſter der Trunkſucht und deſſen ſchreckliche Wirkung auch auf die Kinder der Trunk⸗
ſüchtigen. Luth. 41, 10. 19. Luther über Trunkenheit. Luth. 6, 118. 119.
Abkürzung.
Si. — Sihler, Predigt wider das Gewohnheitstrinken.
Saufen.
vol c, printed page
618–619 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0429_PA618
1.
Saufen iſt in der Schrift verboten
1. Saufen iſt in der Schrift verboten. Jeſ. 5, 11: Wehe denen, die des Morgens frühe auf ſind, des Sau-— jens ſich zu befleißigen. V. 22: Wehe denen, ſo Helden ſind. Wein zu ſaufen. Spr. 23, 20: Sei nicht unter den Säufern und Schlemmern. Spr. 23, 31: Siehe den Wein nicht an u. ſ. w. Theol. 3, 185. 186. R. Pi. Kat. 1. 160. Eph. 5, 18: Saufet euch nicht voll Weins. Röm. 13, 13: nicht in Freſſen und Saufen. Theol. 3, 181. 182. 1 Petr. 4, 8: So ſeid nun mäßig. Can. 92, 29. Lut. 21, 34: Hütet euch, daß eure Herzen nicht veſchweret werden mit Freſſen und Saufen.
Anm. a. Saufen gehört zu den offenbaren Werken des Fleiſches. Gal. 5, 19. 21. Trunkenbolde werden das Reich Gottes nicht ererben. 1 Kor. 6, 10. Wohl kann auch einmal ein Chriſt aus Schwach-heit in die Sünde fallen, daß er ſich betrinkt, der Säufer aber liegt in einer Todſünde, iſt ein Knecht des Laſiers und ſchließt ſich ſelbſt vom Himmel aus, wenn er nicht Buße tut.
Anm. b. Es gibt verſchiedene Klaſſſeen von Säujern: Solche, die hier und da einmal bei beſonderen Ge— legenheiten ſich betrinken, ſolche, die faſt immer benebelt jind und dann die Gewohnheitstrinker, die ohne ihren Schnaps nicht auskommen. Den letzteren Klaſſen iſt am ſchwerſten beizukommen. Ihr Herz iſt dick wie Schmer. Mit. 71, 35. 36.
Anm. c. Saufen iſt faſt ſo alt wie die Welt. Noah. 1 Moſ. 9, 21. (Die Schrift verſchweigt die Sünden der Väter nicht. Stöckh. A. T. 14.) Belſazer Dan. 5, 1. — Auguſtin klagt: Wenn alle dem Trunk Ergebenen ausgeſchloſſen würden, würden nur wenige die Gemein— ſchaft der Kirche haben. Wis. 86, 17.
Anm. d. Saufen iſt der Teufel der Deutſchen. Luther: Unſer deutſcher Teufel wird ein guter Wein— ſchlauch ſein und wird ſolch ewiger Durſt Deutſchlands Plage bleiben (habe ich Sorge), bis an den jüngſten 41. So war es ſchon bei den alten Germanen. Luth.
1. 10.
Anm. e. Obwohl Saufen ein heidniſches Laſter iſt 1 Petr. 4, 3, ſo haben doch ſchon ehrbare Heiden Mäßigkeit angeraten! Wie viel ſchlimmer iſt es, wenn Chriſten Säufer ſind!
Anm. f. Das Vieh trinkt nicht mehr, als ſeiner Na— tur zuträglich und, wenn beſoffen geweſen, ſcheut geiſtide Getränke.
Anm. g. Ein trunken Weib iſt noch ſchlimmer als ein trunkener Mann.
Anm. h. Beſonders ſoll ein Paſtor mäßig ſein, kein Weintrinker, kein Gewohnheitsſäufer. 1 Tim. 3, 3. 2 Kor. 6, 3: Laſſet uns aber niemand irgend ein Argernis geben. 1 Kor. 6, 12: es frommet nicht alles.
Anm. i. Luther, obwohl er auch gelegentlich einmal Bier getrunken hat, war kein Patron der Trinker.
Der Vers: Wer nicht liebt Wein, Weib und Geſang u. ſ. w. ſtammt nicht von ihm, ſondern von J. H. Voß. 1777. — Luther über Trunkenheit, Luth. 6, 118. 119.
Anm. k. Von vielen wird das Saͤufen, und beſonders das Gewohnheitstrinken, nicht als Sünde angeſehen, aber es gehört nicht unter die Mitteldinge. Wis. Syn. 96, 51. Iſt das heutige Temperänzweſen der weiße Teu⸗— fel, dann das Saufen der ſchwarze. Luth. 64, 106.
- Spr. 23, 20
- Spr. 23, 31
- Theol. 3, 185
- Theol. 3, 185. 186
- R. Pi. Kat. 1. 160
- Theol. 3, 181
- Theol. 3, 181. 182
- Theol. 3, 181. 182. 1
- Can. 92, 29
- Mit. 71, 35
- Mit. 71, 35. 36
- Stöckh. A. T. 14
- Wis. 86, 17
- Luth.
1. 10 On the Name "Lutheran." (Continued.)
- Neb. 1900, 20
margin
- Theol. 15, 39
margin
- Luth. 64, 106
margin
- Mich. 1907, 39
margin
- Wis. 83, 30
margin
- Wis. 83, 30. 31
margin
- Can. 1912, 11
margin
- Luth. 64, 123
margin
- Si. 11
margin
- Si. 11. 12
margin
- Loch. Epi. 710
margin
- Theol. 2, 348
margin
- Theol. 2, 348. 349
margin
- Luth. 41, 10
margin
- Mit. 1903, 22
margin
- Schulbl. 33, 368
margin
- Si. 6
margin
- Loch. Epi. 71
margin
- Luth. 6, 118
margin
- Loch. Epi. 717
margin
- Mich. 1907, 39
margin
- Luth. 37, 68
margin
- Luth. 6, 118
- Luth. 6, 118. 119
- Wis. Syn. 96, 51
- Wis. Syn. 96, 51. I
- Luth. 64, 106
- Luth. 6, 118
margin
vol c, printed page
619–620 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0008_PA619
2.
—
2. Urſachen und Entſchuldigungen.
a. Urſachen des Saufens können ſein: Unglaube, Verführung, zerriſſenes Familienleben, liederliche Wirtſchaft zu Haus, ſo daß der Mann außerhalb des Hauſes Erſatz ſucht. Ferner das „treaten“. O. 74, 61, Müßiggang, die Gewohnheit. Mäßigkeit wird manchmal zur Unmäßigkeit. Luth. 6, 45.
b. Entſchuldigungen der Säufer: Ohne Schnaps kann ich nicht arbeiten. Ich habe einen ſchwa— chen Magen. Ich trinke, um den Rheumatismus zu ver⸗— treiben, im Sommer gegen die Hitze, im Winter gegen die Kälte.
Anm. Manche berufen ſich auch wohl auf ihre nchriſtliche Freiheit. Kol. 2, 16: So laſſet euch nun niemand Gewiſſen machen u. ſ. w. — Das heißt doch nur Gottes ſpotten. Sich mit Dreck beſchmieren, um zu beweiſen, daß man nicht eitel iſt!
Einwand. Ihr warnt ſo viel vor dem Saufen und vergeßt dabei andere Teufel. — Die kommen auch noch an die Reihe, wenn ſie noch nicht dran geweſen ſein ſollten.
- O. 74, 61
- Luth. 6, 45
- Si. 7
margin
- Loch. Epi. 718
margin
- Neb. 1912, 70
margin
- Luth. 18, 50
margin
- Theol. 3, 426
margin
- Luth. 18, 51
margin
- Theol. 3, 426
margin
- O. 83, 49
margin
vol c, printed page
620 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0430_PA620
3.
Folgen des Saufens
3. Folgen des Saufens. Spr. 20, 1: Der Wein macht loſe Leute. Eph. 5, 18: daraus ein unordentlich Weſen folgt. Das zeigt ſich an allen Geboten:
1. Gebot. Ein Säufer fürchtet Gott nicht mehr und dient ſeinem Götzen. Phil. 3, 19: welchen der Bauch ihr Gott iſt.
2. Gebot. Er mißbraucht leicht den Namen Gottes und wird untüchtig zum Gebet.
3. Gebot. Die Luſt und Liebe zum Wort nimmt ab. Er wird mehr und mehr abgeſtumpft. Wenn es mit dem geiſtlichen Leben eines Menſchen nicht recht vorwärts gehen will, iſt oft heimliches Saufen die Urſache. Luth. 18, 49. 50.
- Spr. 20, 1
- Luth. 18, 49
- Luth. 18, 49. 50
- Loch. Epi. 712
margin
- Luth. 41, 11
margin
- Neb. 1912, 70
margin
- Büch. 992
margin
- Wis. Syn. 94, 23
margin
- Luth. 16, 156
margin
- Mit. 71, 36
margin
- Si. 7
margin
vol c, printed page
620 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0430_PA620
4.
Gebot
4. Gebot. Die Erziehung der Kinder liegt darnie— der. Der Säufer geht ihnen mit böſem Beiſpiel voran. Welchen moraliſchen Einfluß muß das auf ſie ausüben!
Seinem Arbeitgeber gegenüber iſt ein Trinker ein unzuverläſſiger Arbeiter, ein unbrauchbarer Menſch. Einfluß des Alkohols auf den Menſchen Dall. 127.
Anm. In vielen Geſchäftszweigen werden darum nur Leute angeſtellt, die keine geiſtigen Getränke genießen oder wenigſtens während der Arbeitszeit ſich derſelben enthalten, z. B. das Perſonal auf den Eiſenbahnzügen.
- Dall. 127
- Luth. 41, 19
margin
- Luth. 41, 19. 20
margin
- Wis. Syn. 94, 23
margin
vol c, printed page
620 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0430_PA620
5.
Gebot
5. Gebot. Folgen des Saufens ſind oft
a. Zorn, Zank, Streit, Schlägerei;
b. Mord und Totſchlag, Selbſtmord. Welcher
große Prozentſatz aller Verbrechen iſt auf Trunk-⸗
ſucht zurückzuführen!
c. Zerſtörung der Geſundheit. Saufen zerſtört
die Geſundheit des Leibes. Manuche Krankheit hat
ihre Wurzel hierin. Aber auch die geiſtigen Kräfte
werden abgeſchwächt, der Verſtand abgeſtumpft, die
Gedächtniskraft läßt nach. Der Säufer verliert
ſeine Willenskraft. „Ein trunken Haus ſpeiet den
Wirt aus.“ Schulb. 33, 366.
Anm. a. Darum nehmen manche Lebensverſicherungs-⸗
geiellſchaften keine Trinker auf.
Anm. b. Die Wirkung zeigt ſich ſogar an den Kindern
auch in phyfiſcher Hinſicht. Sie ſind oft kränklich, mit⸗
unter ſchwachſinnig.
- Luth. 65, 311
margin
- Luth. 65, 311. 168
margin
- Schulb. 33, 366
- Mit. 71, 38
margin
- Mit. 71, 38. 37
margin
- Dall. 128
margin
- L. W. 58, 95
margin
- Loch. Epi. 711
margin
- Luth. 18, 50
margin
- Luth. 18, 50. 64, 124
margin
- Luth. 18, 50. 64, 124. 66, 26
margin
- Luth. 18, 50. 64, 124. 66, 26. 63, 408
margin
- Dall. 127
margin
- Luth. 41, 19
margin
- Luth. 41, 19. 20
margin
vol c, printed page
620–621 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0430_PA620
6.
—
6. Gebot.
a. Unzucht. Spr. 23, 33: So werden deine Au⸗
gen nach andern Weibern ſehen.
b. Zerſtörung des Familienglückes. Armut,
Not, Zwietracht, Streit kehrt ein. Das Ende da—
von iſt oft Eheſcheidung. Spr. 23, 29. 30: Wo iſt
Weh? Wo iſt Leid?
- Spr. 23, 33
- Spr. 23, 29
- Spr. 23, 29. 30
- Min. 94, 56
margin
- Si. 9
margin
- Luth. 64, 124
margin
- Loch. Epi. 712
margin
vol c, printed page
621 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0431_PA621
7.
Gebot
7. Gebot. Geldborgen, Schuldenmachen und nicht
bezahlen. Sirach 19. 1: Ein Arbeiter, der ſich gerne
voll ſäujt, wird nicht reich. Der Saloon iſt die Bank,
wo viele ihr Geld hintragen. Luth. 68. 124. 190. Anm. Der Genuß geiſtiger Getränke legt dem deuz⸗
chen Volke die drückendſte Steuer auf.
- Luth. 68. 124
- Luth. 68. 124. 190
- Luth. 63, 408
margin
vol c, printed page
621 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0431_PA621
8.
Gebot
8. Gebot. Schandbare Worte, Narrenteidinge,
Spott. Dein Herz wird verkehrte Dinge reden.
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9.
—
9. un d 10. Gebot. Der Säufer iſt ein Sklave ſei⸗
ner Luſt. Und welche Knechtſchaft iſt das!
Geſchichte: Er kann nicht anders. Luth. 3, 52. 42,
53. — 1 Kor. 6, 12: Es ſoll mich aber nichts gefangen
nehmen. Trotz aller Vermahnung aber bleibt der Säu⸗
fer auf ſeinem böſen Wege. Theol. 2, 349.
Anm. a. Ein Trinker iſt unfähig für Geſellſchaft, ver⸗
ächtlich bei allen Menſchen, ein ſchlechter Staatsbürger,
ein Schandfleck für die Gemeinde.
Amm. b. Im geiſtlichen Leben geht es mit ihm rück⸗
wätts, bis er ſchließlich gänzlich zum Fall gekommen iſt.
Das Chriſtentum geht verloren, der prieſterliche
Schmuck, die Gerechtigkeit Chriſti, die Kindſchaft Gottes,
alles iſt dahin. Welcher Tauſch: aus einem Kinde Got⸗
tes ein Kind des Teufels, aus einem Herren ein
Knecht.
4. Bewahrung vor dieſer Sünde.
Vor dieſer Sünde
ſollen wir uns zu bewahren ſuchen. Sei nicht ſicher!
Jeder kann in dieſe Sünde geraten. Darum ſollen wir a. im Gebrauche geiſtiger Getränke vorſichtig ſein.
So ſeid nun mäßig! Wenn man uns zu übermüßigem
Genuß nötigt oder reizt, ſollen wir widerſtehen. Anmm. Das ſollen wir nicht allein um unſer ſelbſt' wil⸗
len, ſondern auch um unſerer Mitmenſchen willen tun;
b. alle Gelegenheit dazu meiden:
1. keinen Saloon halten;
2. nicht im Saloon herumſitzen;
3. uns vor der Geſellſchaft der Säufer hüten;
c. immer mehr mit dem Heiligen Geiſt erfüllt zu werden ſuchen. Eph. 5, 18: werdet voll Geiſtes. (Geiſtliche Trunkenheit, wenn man den Ausdruck hier gebrau— chen kann.)
5. Befreiung von dieſem Laſter. Liegt jemand in dieſer Sünde, wie kann er davon befreit werden? Das Mittel iſt
a. nicht Anſchluß an eine Temperänzgeſellſchaft. Deine Willenskraft könnte doch zu ſchwach ſein, daß du heimlich wieder weiter trinkſt oder wenn du das nicht tuſt, möchteſt du vielleicht ein hochmütiger Phariſäer werden; ſondern
b. rechtſchaffene Bekehrung durch wah re Buße und Glauben. Ein Arzt iſt uns gege— ben, der ſelber iſt das Leben. Darum widerſtrebe ihm nicht, höre fleißig ſein Wort, jage mit allem Ernſt der Heiligung nach und hüte dich vor Rückfall. Chriſtus iſt ſtärker als die Sünde.
Anm. a. Aus der Sünde kann man nicht in eigener Kraft herauskommen, ſondern nur durch die Kraft Gottes.
Anm. b. Das Mittel iſt das Wort Gottes. Das Geſetz bringt uns zur Erkenntnis der Sünde und deckt ihre Schändlichkeit auf, die Kraft zur Beſſerung aber kommt allein aus dem Evangelium.
Anm. e. Dabei mag man freilich auch äußerliche Mit-tel anwenden, Medizin, Kéeely cure u. ſ. w. Aber ein miediziniſches Heilmittel gibt es wohl nicht.
Anm. d. Hat einer Neigung zum Trinken, ſo iſt es wohl am beſten, wenn er ſich gänzliche Enthaltſam— keit auflegt.
Anm. e. Trunkenbolde ſind ſchwer zu bekehren. Sie fallen leicht wieder in das alte Laſter zurück. Aber ihre Bekehrung iſt nicht unmöglich. Auch für ſie iſt noch Hilfe und Hoffnung, ſolange die Gnadenzeit währt. Geſchichten: Luth. 62, 162. 163. 61, 124. 125. 53, 178. 179.
6. Verhalten gegen Trinker. Wir ſollen
a. denen, welche in dieſer Sünde liegen oder damit zu kämpfen haben, keine Gelegenheit zur Sünde geben. Man wird ihnen kein Bier vorſetzen oder ſie durch „treaten“ nötigen und reizen zum Trinken. Wer dem Säufer zu trinten gibt, iſt ebenfalls ſchuldig und macht ſich ſeiner Sünde teilhaftig. Hab. 2, 15.
Anm. a. Auch ein Saloonkeeper ſoll ihm nichts geben. Er kann auch für den Schaden verantwortlich gehalten werden.
Amn. b. Feiert eine Gemeinde Picknick, ſo ſollte ſie vom Bierverkauf abſehen;
b. um ihretwillen uns lieber ſelbſt des Trinkens entö
halten, um ſie nicht zu reizen. Wir können manchmal
auf unſere Freiheit verzichten;
c. ſie, wenn ſie zur Gemeinde gehören, brüderlich be⸗
ſtrafen. Beſonders ſollen das auch Vorſteher tun, ſ.
Hilfsbüchlein für Vorſteher.
Anm. Dabei ſoll nicht Erregung des Ehrgeizes oder
Vorhalt irdiſcher Vorteile die Hauptſache ſein. Dadurch
kann man vielleicht einen Menſchen dahin bringen, daß
er ſich äußerlich ändert (damit wäre dem Staate ſchon
etwas geholfen), aber bekehrt iſt er dadurch nicht. Das
Ziel der brüderlichen Beſtrafung iſt nicht, leibliche Fol⸗
gen abzuwenden, ſondern die Rettung der Seele.
7. Stellung des Paſtors und der Gemeinde gegen
Säufer.
a. Der Paſtor ſoll
1. die Sünde des Saufens bei paſſender Gele⸗
genheit ſtrafen. Es iſt eine Sünde auch unſerer
Zeit;
2. Säufer ernſtlich vermahnen.
b. Die Gemeinde ſoll
1. ihren Paſtor nicht allein kämpfen laſſen;
2. bei Aufnahme von ſolchen Leuten und bei Zu-
laſſung zum Abendmahl ſehr vorſichtig ſein.
Anm. Verſpricht ein Säufer immer wieder
Beſſerung, obwohl er nicht von ſeinem Weſen läßt,
ſo kann die Gemeinde ihm eine Probezeit ge⸗
ben und ihn ſo lange vom Abendmahl zurückhal⸗
ten;
3. unbußfertige Säufer ausſchließen;
4. Säufern, die in ihrer Sünde dahingefahren
ſind, ein chriſtliches Begräbnis verweigern.
Anm. a. In der Bekämpfung des Saufens dürfen wir
aber nicht ſo weit gehen, daß wir uns ganz auf die Seite
der Temperänzler ſtellen, die auch den mäßigen Ge⸗
brauch geiſtiger Getränke zur Sünde machen wollen.
Mäßiges Trinken iſt nicht verboten. Pſ. 104, 15: Der
Wein erfreut des Menſchen Herz. 1 Tim. 4, 4: Alle
Kreatur Gottes iſt gut. 1 Tim. 5, 23: Brauche ein we⸗—
nig Wein. Kol. 2, 16: So laſſet nun niemand euch Ge⸗
wiſſen machen über Speiſe oder über Trank. Leute, die
die Speiſen, die Gott geſchaffen hat, verbieten, gehören
unter die verführeriſchen Geiſter. 1 Tim. 4, 1—3. Anm. b. Wie ein Paſtor dem Vorwurf, daß er ein
Temperänzler ſei, begegnete Luth. 34, 142.
Homiletik.
20. Sonntag nach Trin. —
Die Sünde der Trunkenheit.
a. Beſchaffenheit dieſer Sünde, b. Bewahrung
dor ihr, c. Befreiung von ihr. — Loch. Epi. 708.
Wider das Gewohnheitstrinken.
a. Worin dieſe Sünde beſteht und was aus
ihr folgt, b. welches das einzige gründliche Heilmittel dagegen ſei, e. wes ein wahrer
Chriſt billig voll ſein ſoll. — Si. Predigtpamphlet.
Daß euer Herz nicht beſchweret werde mit Saufen.
iucht ſind wider einander.
b. So hütet euch, daß euer Herz nicht mit ſolcher greu—
lichen Sünde beſchweret werde. — Ma. 23, 307.
- Luth. 3, 52 (Correspondence.)
- Luth. 3, 52. 42,
53
- Theol. 2, 349
- Loch. Epi. 711
margin
- Wis. Syn. 96, 38
margin
- Wis. Syn. 96, 38. 39
margin
- Luth. 11, 11
margin
- Si. 15—19
margin
- Si. 15—19. 10
margin
- Loch. Epi. 713
margin
- Loch. Epi. 713. 714
margin
- Can. 1912, 12
margin
- Luth. 62, 162
- Luth. 62, 162. 163
- Luth. 62, 162. 163. 61, 124
- Luth. 62, 162. 163. 61, 124. 125
- Luth. 62, 162. 163. 61, 124. 125. 53, 178
- Luth. 62, 162. 163. 61, 124. 125. 53, 178. 179
- Luth. 62, 162. 163. 61, 124. 125. 53, 178. 179.
6
- Ma. 36, 37
margin
- Si. 26—31
margin
- Si. 26—31. 715
margin
- Si. 21
margin
- Si. 21. 22
margin
- Si. 22—24
margin
- Loch. Epi. 716
margin
- Loch. Epi. 716. 717
margin
- Mit. 71, 37
margin
- Luth. 42, 53
margin
- Can. 1912, 11
margin
- Luth. 16, 156
margin
- Luth. 16, 156. 157
margin
- Luth. 16, 156. 157. 45, 45
margin
- Luth. 41, 13
margin
- Can. 1912, 11
margin
- Mit. 71, 38
margin
- Can. 1912, 21
margin
- L. W. 54, 324
margin
- O. 74, 61
margin
- Luth. 34, 142
- Loch. Epi. 708
- Ma. 23, 307
- Can. 1912, 13
margin
- Neb. 1907, 54
margin
- Can. 1912, 13
margin
- Mit. 71, 37
margin
- Neb. 1912, 71
margin
- Luth. 5, 181
margin
- Luth. 5, 181
margin
- O. 79, 60
margin
- Süd. 91, 23
margin
- O. 79, 60
margin
- Can. 1912, 11
margin
- Past. 309
margin
- Luth. 13, 46
margin
- Luth. 13, 46. 47
margin
- Luth. 64, 106
margin
- Loch. Epi. 709
margin
vol c, printed page
621–623 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0431_PA621