Collection › Der Lutheraner (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 4, Nummer 26 › Seite 207
Der Lutheraner St. Louis, Missouri — 1848-08-02, Seite 207
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Cited in Eckhardt's Reallexikon (1907) under: Regierung 11
rund euch mittheilen können! (ſiehe Seite 26.)
Und wenn nur dieß ungetrübte Wahrheit wäre!
ſo aber ſtreifen überall die Schatten des Irrthums
hinein. Sie haben die richtige Lehre von Einem
Gott, und doch keine richtige Erkenntniß vom
göttlichen Weſen, weil ſie auf den Juden- und Türken⸗Glauben von nur Einer Perſon in der
Gottheit gerathen ſind. Dieſen müßt ihr mit
ihnen theilen. Sie nennen euch die göttlichen
Eigenſchaften etwa wie wir, pflegen aber z. B.
von der Heiligkeit und Gerechtigkeit Got⸗
tes und von ſeiner Liebe ſich und andern einen
ſehr falſchen Begriff zu machen. Sie verdunkeln
euch die göttliche Heiligkeit und Gerechtigkeit; ihr
Gott hat aufgehört, ein verzehrend Feuer gegen
die Sünde und ein eifriger Rächer des Böſen zu
ſein; ſie vertragen einen ſolchen Gott nicht mehr,
weil ſie das Wort von der Verſöhnung nicht ken⸗
nen. Die göttliche Liebe aber wird ſo zur Ge—
ſinnung eines ſchwachen Vaters, der ſich um die
Unarten und Bosheiten ſeiner Kinder nicht allzu⸗
ſehr bekümmert, und nur dann nach der Ruthe
langt, wenn dieſe mit dem Meſſer auf einander
losgehen, oder das Haus anſtecken wollen. Ihr
höret von einer göttlichen Vorſehung,
die über der Welt waltet, aber man zeigt euch
nicht, wie ihr euch derſelben getröſten kön.“:; man
verſtellt euch den Weg, der zu dem Vater- und
Mutterſchooß führt, in welchen das arme Men⸗
ſchenkind unter allen, oft ſo ſchweren Geſchicken
ruhig ſein Haupt legt; denn nur durch Chriſtum
haben wir Zugang in aller Zuverſicht, nur durch
Ihn rufen wir von Herzensgrund: Abba, lieber
Vater! Ihr behaltet die Sittengebote*), das
Geſetz, aber was iſt es ohne das Evangelium?
Wird es nur ſo leichthin gepredigt und aufgenom⸗
men, wie es denn da drüben in der Regel ge⸗
ſchieht, ſo läßt es todt; wird es aber doch einmal
ſchärfer gepredigt und ernſter zu Gemüth gefaßt,
ſo richtet es nur Zorn an (Röm. 4, 5.); es hält
euch eure Uebertretungen unter die Augen und
verdammt euch, und weil ihr von einer Vergebung
Sünden aus Gnaden um Chriſti willen nichts erfahrt, ſo erregt es in eurem Herzen Bitterkeit
gegen den Geſetzgeber, und bewirkt alſo das ge⸗
rade Gegentheil von den erſten aller Pflichten und
Tugenden, von der Liebe zu Gott. — Sehet, wie
der noch übrigen Lehre der Lichtfreunde überall
der Irrthum ſich anhängt, oder wie ſie doch un⸗
wirkſam bleibt, over eine ſchiefe Stellung einnimmt.
Nehmet hierzu, daß dieſe Leute, weil ſie unaufhör⸗
lich vorwärts ſchreiten, in drei oder ſieben Jahren
ſelbſt wieder aufgeben, was ſie heute als Wahrheit
preiſen. Rechnet dazu, daß ſie, außer den dünn⸗
ſtehenden Lehren, worin die Mehrzahl ihrer Sprecher
gegenwärtig noch eins iſt, über gar manche und
wichtige Punkte im Widerſpruch unter ſich ſelbſt
ſich befinden, da der Eine dieß, der Andere jenes
(ein Dritter auch gar nichts) meint, z. B. wie
weit die göttliche Vorſehung ſich erſtrecke, ob nur
*) Ein Erhabener unter den Lichtfreunden auf der Linken
hat freilich auch ſchon die Sittengebote der Schrift
(Matth. 5, 38—41.) angegriffen, ein Beweis, welch rei⸗
hende— alles niederreißende — Foriſchritte die Aufklärung
macht.
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über das Größere oder auch über das Geringere,
über deine Hühnerchen im Stall, — ob das Gebet
etwas bei dem Weltregenten ausrichten könne,
oder ob das Schickſal ſeinen unveränderlichen
Gang fortgehe, — ob Gott mit der menſchlichen
Seele ſelbſt in Berührung komme, oder nur durch
die Außendinge auf ſie einwirke u. ſ. w., u. ſ. w.
Ich frage euch nun: Iſt das ein rechtes Licht?
Dieſe ſpärlichen, geſchwächten, gebrochenen, zitt⸗
rigen, in kämpfendes Gewölk, in der Erde Nacht
ſich verlierenden Strahlen — könnet ihr ſie ein vol⸗
les, reines, lieblich und tröſtlich den Erdenpfad
beſtrahlendes Licht nennen? Ach, wo das Wort
Gottes in ſeiner ungeſchmälerten Würde und
Wahrheit, wo jene Sonne der Gerechtigkeit, unter
deren Flügeln Heil iſt, nicht mehr leuchtet, da iſt's
wahrlich trüb' und finſter und grauenhaft!
Theure Brüder! höret weiter: Als Licht—
freunde habt ihr keinen Frieden. Und
hierauf, ich bitte euch, achtet beſonders, denn ich
rede von dem beſten aller Güter. Alles andere,
wie's auch ſcheine, kann euch ohne dieſes nicht
wahrhaftig ergötzen und erquicken; aller Reich⸗
thum, alle Ehre und Freude dieſer Erde iſt ohne
den Frieden in der Tiefe der Seele nur ein leerer
Schein, am Ende noch ein ſchweres Joch. Aber
das iſt's, womit Chriſtus ſeine Jünger über die
Entbehrung irdiſcher Herrlichkeiten und über alle
Leiden dieſer Zeit göttlich tröſte: „Deun Frie⸗
den laß ich euch!“ Und wenn die Apoſtel ihren
Mitchriſten das Köſtlichſte, ja eine Fülle alles
Guten wünſchen wollen, ſo ſagen ſie: „Gnade
ſei mit euch und Friede“ „Gott gebe euch viel
Gnade und Friede“ —; ſo fangen alle ihre
Briefe an. Nun aber können wir nimmermehr
zum Frieden, das iſt, zur Gewißheit, daß man
mit Gott gut ſtehe, zu dem ſeligen Ruhen in ſeiner
Liebe und Treue gelangen ohne den, „der Frieden
gemacht hat durch ſein Blut am Creuze, durch ſich
ſelbſt'. Denn was auch der Mund reden und
ſich ſelber vorheucheln mag, unſer Gewiſſen be⸗
zeugt uns, wie die Schrift, daß wir alleſammt
ſündig und verdammlich vor Gott ſind; und ſo
können wir zu dem heiligen Gott und gerechten
Richter der Welt unſere Augen nicht getroſt auf⸗
ſchlagen ohne den Glauben an den Verſöh—⸗
ner, der unſere Sünde getilgt und uns den Zu⸗
gang zur Gnade geöffnet hat. Wenn wir gerecht
worden ſind durch den Glauben, dann haben wir
Friede mit Gott durch unſern HErrn JEſum
Chriſt. (Röm. 5, 1.) Dieſen Chriſtus, der für uns
gekreuzigt iſt, dieſen Glauben an das Lamm Got⸗
tes, das der Welt Sünde trägt, müſſet ihr aber als
Lichtfreunde abthun; die Lehre, daß IEſus die
Verſoͤhuung ſei für unſere Sünde durch Vergießung
ſeines Blutes, wird euch als Unſinn, als Gräuel
geſchildert, — ſo ſeid ihr gerichtet und habt euch
ſelbſt gerichtet. Ich behaupte mit aller Beſtimmt⸗
heit, und es muß ausgeſprochen werden um der
Lichtfreunde ſelbſt willen, wenn ſie noch einer ern⸗
ſten Hindeutung nachgehen wollen, und um all'
der Seelen willen, denen ſie den Zugang zur
alleinigen Troſtquelle verſperren wollen, daß nicht
Einer von ihnen den Frieden Gottes
koſtet. Es kann ihn keiner koſten, oder die
Schrift wird zur Lüge; wir dürfen ſie aber nicht
zur Lüge werden laſſen. Von Natur ſind wir
alle „unter dem Zorn“ (Epheſ. 2, 1.), alle der
göttlichen Strafgerechtigkeit verfallen; „die wahr⸗
haftige Gnade aber iſt durch JEſum Chriſtum
geworden“ (Joh. 1, 17.). Sie verlaſſen ſich
nicht auf Dieſen, ſondern auf ſich ſelbſt, auf ihr
würdig Leben, auf ihr löblich Thun; aber es iſt
keines Menſchen Leben würdig und keines Men⸗
ſchen Thun ſo löblich, daß er nicht vor dem An⸗
geſichte des Dreimalheiligen erzittern müßte. Wo
iſt da der Friede? In der Einbildung vielleicht,
aber nicht in der Herzenstiefe. Und wenn ihr
noch ſo fleißig wäret in guten Werken, — „das
Gewiſſen (ſagen unſere Väter) kann nicht zu Ruh
und Frieden kommen durch Werk, ſondern allein
durch den Glauben, ſo es bei ſich gewißlich ſchließt,
daß es um Chriſti willen einen gnädigen
Gott habe.“ Dann iſt euer Herz zu Ruh und
Frieden gekommen, wenn es ſingt:
Ich habe nun den Grund gefunden,
Der meinen Anker ewig hält;
Wo anders, als in IEſu Wunden?
Da lag er vor der Zeit der Welt,
Der Grund, der unbeweglich ſteht,
Wenn Erd' und Himmel untergeht.
O Brüder! macht euern Anker feſt in dieſem
Grunde, und verlaßt nicht um eiteln Geſchwätzes
ruhmrediger Lippen willen den ewigen Grund des
Heils. Gönnet doch ſeurer ſehnenden Seele das
edelſte aller Güter, ohne welches ſie bei aller äußern
Glückſeligkeit arm und elend iſt immerdar; gönnet
euch den Frieden Gottes, den Chriſtus ſpendet,
den euch aber kein Lichtfreund geben, keiner mit
all' ſeinen pomphaften Reden in's Herz predigen
kann. Wohl recht ſagt Paulus, der Friede
ſei höher als alle Vernunft (Phil. 4, 7.);
was aber höher iſt als die Vernunft, das kann ſie
ja nicht gewähren; was ihre Begriffe überſteigt,
das iſt ja — nach ihrer eignen Erklärung derſel⸗
ben — nichts für die Denkgläubigen, und
darum iſt auch der Friede Gottes nichts für ſie.
Theure Brüder! höret weiter: Als Licht⸗
freunde habt ihr kein Leben. Zwar laß
ich gerne zu, daß ihr auch als ſolche einen ehr—
baren Wandel vor der Welt führen könnet, denn
das verniag der Menſch aus natürlichen Kräften,
wie es Artikel 18. der Augsburg. Conf. heißt:
„daß der Menſch etlicher Maßen einen freien
Willen hat, äußerlich ehrbar zu leben“ ꝛc. Aber
das iſt noch nicht das wahre Leben. Dieſes quillt
als ein neues himmliſches Weſen im Innern des
Menſchen auf, und heiligt von Innen heraus ſein
äußeres Thun und Laſſen, daß es gottgefällig
wird. Und dieſes Leben entſpringt nur aus dem
Glauben an Chriſtum, wie ihn die Schrift lehrt,
als den eingebornen und für unſere Sünden da⸗
hin gegebenen Sohn Gottes. „Wer den Sohn
hat, der hat das Leben; wer den Sohn nicht hat,
der hat auch das Leben nicht.“ (1 Joh. 5, 12.)
Unſer wahres Leben beſteht in der Gemeinſchaft
mit Gott und in der kindlichen, freudigen
Liebe zu Gott, aus welcher dann wieder die
Liebe des Nächſten fließt. Aber dieſe kindliche,
freudige Liebe zu Gott wohnet nur in dem Herzen,
welchem Chriſtus ſeine Sündenbürde abgenommen
English translation AI translation
...that they are able to convey to you (see page 26). And if only this were unclouded truth! But instead the shadows of error creep in everywhere. They have the correct doctrine of one God, and yet no correct knowledge of the divine being, because they have fallen into the Jewish and Turkish belief in only one person in the Godhead. This error you must share with them. They name for you the divine attributes much as we do, but tend, for example, to form for themselves and others a very false conception of God's holiness and righteousness and of his love. They obscure for you the divine holiness and righteousness; their God has ceased to be a consuming fire against sin and a zealous avenger of evil; they can no longer tolerate such a God, because they do not know the word of reconciliation. Divine love, however, thus becomes the disposition of a weak father who does not overly concern himself with the misbehavior and wickedness of his children, and reaches for the rod only when they set upon one another with knives, or want to set the house on fire. You hear of a divine providence that rules over the world, but no one shows you how you may find comfort in it; the way is disguised from you that leads to the father's and mother's bosom, in which the poor human child, amid all its often so grievous fates, lays its head at rest — for only through Christ do we have access with full confidence, only through him do we cry from the depths of our hearts: Abba, dear Father! You retain the moral commandments,*) the law — but what is it without the Gospel? If it is preached and received only lightly, as is generally the case over there, it leaves one dead; but if it is once preached more sharply and taken more seriously to heart, it produces only wrath (Rom. 4:15); it holds your transgressions before your eyes and condemns you, and because you learn nothing of a forgiveness of sins by grace for Christ's sake, it arouses in your heart bitterness against the lawgiver, and thus brings about the very opposite of the first of all duties and virtues, the love of God. — See how error clings everywhere to the remaining doctrine of the Friends of Light, or how it remains ineffective, or takes a distorted position. Add to this that these people, because they press on unceasingly, themselves give up again in three or seven years what they praise today as truth. Reckon further that they, apart from the thinly-held doctrines in which the majority of their spokesmen are for the present still agreed, find themselves in contradiction with one another on a good many important points — one holding this, another that (a third holding nothing at all) — for example, how far divine providence extends, whether only over the greater things or also over the lesser, over your little chickens in the coop — whether prayer can accomplish anything with the Ruler of the world, or whether fate continues on its unalterable course — whether God comes into contact with the human soul itself, or affects it only through external things, and so on, and so on. I now ask you: is that a true light? These sparse, weakened, broken, trembling rays, losing themselves in embattled clouds, in the night of the earth — can you call them a full, pure, lovely and comforting light illuminating the path of earth? Alas, where the word of God, in its unimpaired dignity and truth, where that Sun of Righteousness, under whose wings is salvation, no longer shines, there it is truly dim and dark and dreadful!
*) A luminary among the Friends of Light on the left has, to be sure, already attacked the moral commandments of Scripture (Matt. 5:38–41), proof of what rapid — all-demolishing — progress enlightenment is making.
Dear brothers! hear further: as Friends of Light you have no peace. And I ask you to pay particular heed to this, for I am speaking of the best of all goods. Everything else, however it may appear, cannot truly delight and refresh you without this; all riches, all honor and joy of this earth, without peace in the depth of the soul, are but an empty semblance, in the end even a heavy yoke. But it is with this that Christ divinely comforts his disciples over the want of earthly glories and over all the sufferings of this age: "Peace I leave with you!" And when the apostles wish to convey to their fellow Christians the most precious thing, indeed a fullness of every good, they say: "Grace be with you, and peace" — "God give you much grace and peace" —; thus all their letters begin. But now we can never arrive at peace — that is, at the certainty that one stands well with God, at the blessed rest in his love and faithfulness — without him "who made peace through his blood on the cross, through himself." For whatever the mouth may say and however one may deceive oneself, our conscience testifies to us, as does Scripture, that we are all sinful and condemnable before God; and so we cannot lift up our eyes with confidence to the holy God and righteous Judge of the world without faith in the Reconciler, who has blotted out our sin and opened to us access to grace. When we have been justified by faith, then we have peace with God through our Lord Jesus Christ. (Rom. 5:1.) But this Christ, who was crucified for us, this faith in the Lamb of God who bears the sin of the world, you must, as Friends of Light, cast away; the doctrine that Jesus is the atonement for our sin through the shedding of his blood is depicted to you as nonsense, as an abomination — thus you are judged, and have judged yourselves. I assert with complete certainty — and it must be said for the sake of the Friends of Light themselves, if they still wish to heed a serious pointer, and for the sake of all the souls whose access to the one source of comfort they wish to block — that not one of them tastes the peace of God. No one can taste it, or Scripture becomes a lie; but we may not let it become a lie. By nature we are all "under wrath" (Eph. 2:1), all fallen under divine punitive justice; "but grace and truth came through Jesus Christ" (John 1:17). They do not rely on him, but on themselves, on their worthy life, on their praiseworthy conduct; but no man's life is so worthy, and no man's conduct so praiseworthy, that he would not have to tremble before the face of the Thrice-Holy One. Where, then, is peace? In the imagination, perhaps, but not in the depth of the heart. And however diligent you might be in good works — "the conscience," say our fathers, "cannot come to rest and peace through works, but only through faith, when it concludes with certainty that for Christ's sake it has a gracious God." Then your heart has come to rest and peace, when it sings:
I have now found the foundation
that holds my anchor forever;
where else, but in Jesus' wounds?
There it lay before the world began,
the foundation that stands unmovable,
when earth and heaven perish.
O brothers! Make your anchor fast in this foundation, and do not, for the sake of the vain chatter of boastful lips, abandon the eternal foundation of salvation. Grant to your yearning soul the noblest of all goods, without which it is, for all outward happiness, ever poor and wretched; grant yourselves the peace of God which Christ bestows, which, however, no Friend of Light can give you, none can preach into your heart with all his pompous speeches. Paul rightly says that peace is higher than all reason (Phil. 4:7); but what is higher than reason, reason itself cannot supply; what exceeds its concepts is — by their own explanation of it — nothing for the "rational believers," and therefore the peace of God is nothing for them either.
Dear brothers! hear further: as Friends of Light you have no life. To be sure, I gladly grant that as such you can also lead an honorable walk of life before the world, for that man is capable of by natural powers, as Article XVIII of the Augsburg Confession states: "that man has some measure of free will, so as to live an outwardly honorable life," etc. But that is not yet true life. True life springs up as a new heavenly nature within man, and sanctifies from within his outward doing and refraining, so that it becomes pleasing to God. And this life arises only from faith in Christ, as Scripture teaches him — as the only-begotten Son of God given up for our sins. "He who has the Son has life; he who does not have the Son of God does not have life." (1 John 5:12.) Our true life consists in fellowship with God and in the childlike, joyful love of God, from which the love of neighbor then in turn flows. But this childlike, joyful love of God dwells only in the heart from which Christ has taken away