Collection › Der Lutheraner (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 4, Nummer 9 › Seite 66
Der Lutheraner St. Louis, Missouri — 1847-12-08, Seite 66
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Cited in Eckhardt's Reallexikon (1907) under: Abendmahl · Bekenntnisſchriften 2
verlangte, daß er ſeinen Theologen das ffentliche
Predigen zu Augsburg unterſagen möchte. Ob:
man nun wohl ſich vor der Hand an dieſen Be⸗
fehl nicht kehrte, ſo fragte man doch bei Luthern
in Coburg an, was zu thun wäre, wenn der Kaiſer
darauf beſtände. Luther antwortete: „Wo Kaiſer⸗
liche Majeſtät begehren würde, daß Eure Kurfürſt⸗
liche Gnaden ſollten mit Predigen ſtille halten
laſſen, iſt noch, wie vormals, meine Meinung, daß
der Kaiſer iſt unſer Herr, die Stadt und alles iſt
ſein, gleichwie man Eurer Kurfürſtlichen Gnaden
zu Torgau nicht ſollt' widerſtreben, wo ſie begehrten
oder ſchafften als in ihrer Stadt, daß man dies
oder das laſſen ſollte. Wohl möcht ich, wo es ſein wollt', gern ſehen, daß man mit guten füglichen
Worten und Weiſe Kaiſerlicher Majeſtät Begier
und Fürnehmen könnte wenden mit Demuth, daß
Seine Kaiſerliche Majeſtät nicht ſo unverhöret
das Predigen verböte, ſondern ließe doch zuvor
jemand zuhören, wie man predigte; es ſollte ja
Kaiſerliche Majeſtät nicht die lautere klare Schrift
zu predigen verbieten, weil man doch ſonſt nicht
aufrühriſch, noch ſchwärmeriſch predige. Will das
nicht helfen, ſo muß man laſſen Gewalt für Recht
ergehen. Wir haben das unſer gethan, und ſind
entſchuldigt.“
Da ſich, wie geſagt, die Ankunft des Kaiſers
verzögerte, ſo gewannen die evangeliſchen Fürſten
und Stände Zeit, nochmals alle Religionspunkte
reiflich zu überlegen. Ihre Theologen arbeiteten
nochmals die Artikel in brüderlicher Eintrach
durch. Auch die weltlichen Räthe und Geſandten
nahmen alle Punkte in ſorgfältige Erwägung, und
die ſo gebeſſerte Confeſſion ward am 11. Ma
nach Coburg an Luthern geſandt, der ſie durch
aus billigte und mit den Worten zurückſandte
„Ich habe M. Philipps Apologia (ſo nannte man
die Confeſſion vor ihrer Uebergabe) überleſen, die
gefällt mir faſt wohl, und weiß nichts dran zu
beſſern, noch zu ändern, würde ſich auch nich
ſchicken, denn ich ſo ſanft und leiſe nicht treten
kann. Chriſtus unſer HErr helfe, daß ſie viel und
große Frucht ſchaffe, wie wir hoffen und bitten,
Amen.“ Melanchthon hatte nämlich bei Ab⸗
faſſung der Confeſſion die Feder geführt; von ihm
rührt daher hauptſächlich die Form und der Aus⸗
druck her, aber als eigentlicher Urheber iſt er nicht
zu betrachten. Denn die 17 Artikel, welche de
Confeſſion zum Grunde gelegt worden waren,
rührten nicht von ihm her, ſondern von Luther,
und überdem hat Melanchthon bei Abfaſſung der
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ſelben nichts gethan ohne Rath und Bedenken der
übrigen Theologen, wie denn beſonders Juſtus
Jonas, Joh. Brentius, Georg Spalatin, Joh.
Agricola und Erhard Schnepf an der Confeſſion
mitarbeiteten. Da Melanchthon vor der Ankunft
des Kaiſers noch manche nachträgliche Aende
rungen und Verbeſſerungen mit der Confeſſion
vornahm, ſo ſchrieb er am 22. Mai nochmals an
Luther, ihn um ſein Gutachten zu fragen, und
dieſer war mit allem zufrieden.
Endlich am 15. Juni, als am Tage vor dem
Frohnleichnamsfeſte, hielt der Kaiſer ſpät am
Abend ſeinen Einzug in Augsburg; begab ſich
zuerſt in die Domkirche, empfing von dem Cardinal
Campegius, dem päbſtlichen Legaten, den Segen,
und bezog darnach die Pfalz oder den biſchöflichen
Hof. Der Kaiſer hatte abſichtlich ſeine Reiſe be⸗
ſchleunigt, um dies Feſt*) zu Augsburg mit
höchſter Feierlichkeit zu begehn, und dadurch der
römiſch⸗katholiſchen Religion, die zu Augsburg
durch die evangeliſchen Predigten ziemlich ge⸗
ſchwächt worden war, einen neuen Glanz zu geben.
Deshalb ließ er noch am nämlichen Abend die
lutheriſchen Fürſten und Stände auffordern, nicht
nur unverzüglich die lutheriſchen Predigten ein⸗
zuſtellen, ſondern auch folgenden Tages an der
Frohnleichnams⸗Proceſſion mit dem Kaiſer Theil
zu nehmen. Die Verhandlungen dauerten bis an
den Mittag des andern Tages; aber obwohl der
Kaiſer hart, ja in drohender Weiſe auf der letzteren
Forderung beſtand, ſo ſchlugen es doch die Luthe⸗
riſchen demüthigſt ab, und gaben dadurch einen
rühmlichen Beweis ihrer Beſtändigkeit in der er⸗
kannten Wahrheit. Die Proceſſion ging mit aller
Pracht vor ſich. Der Cardinal von Mainz trug
die Hoſtie unter einem koſtbaren Himmel, zur
Rechten ging der König Ferdinand, zur Linken
Markgraf Joachim. Der Himmel wurde von
ſechs Fürſten, die mit andern umwechſelten, ge⸗
tragen, und hinter denſelben ging der Kaiſer mit
bloßem Haupt und einer brennenden Kerze, ſammt
den geiſtlichen Kurfürſten und übrigem Schwanz
des großen römiſchen Drachen. Nur die wahrhaft
großen und edeln lutheriſchen Fürſten, nämlich
der Kurfürſt von Sachſen, Markgraf Georg von
Brandenburg, Herzog Ernſt von Lüneburg, Phi⸗
lipp, Landgraf von Heſſen, Wolfgang. Fürſt zu
Anhalt, nahmen, wie vorgemeldet, an dieſem ab⸗
göttiſchen Feſte keinen Theil. Da aber der Kaiſer
auch ſofortige Einſtellung der lutheriſchen Predig⸗
ten verlangt hatte, ſo ſetzte Markgraf Georg von
Brandenburg im Namen ſeiner Glaubensgenoſſen
die Urſachen auseinander, warum ſie auch dies
nicht nachgeben könnten, wobei er dem Kaiſer frei
ins Angeſicht erklärte: „Ehe ich wollte meinen
Gott und ſein Evangelium verleugnen, ehe wollte
ich ja vor Eure Kaiſerliche Majeſtät niederknieen
und mir den Kopf laſſen abhauen.“ Der Kaiſer
forderte hierauf von den lutheriſchen Fürſien, die
Gründe, warum ſie ſich ſeines Befehls weigerten,
ſchriftlich aufzuſetzen. Sie überreichten ihm daher
am 17. Juni eine Schrift, in welcher ſie ſagen,
„daß, wenn ſie befunden hätten, daß ihre Prediger
etwas neues lehrten, oder was nicht in der heiligen
Schrift gegründet wäre, ſie es keineswegs würden
geſtattet haben. Denſelben aber die Lehre des
Evangeliums zu verbieten, welche ſie klar und
lauter nach den Worten der Schrift und den Aus⸗
legungen der angeſehenſten Väter verkündigten,
das wäre unverantwortlich, als eine Sünde gegen
den Heiligen Geiſt. Auch bedürften ſie ja ſelbſt,
als arme ſündige Menſchen, ſolcher Predigt und
Verkündigung aus Gottes Wort; denn wenn ſie
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*) Es beſtand dieſes Feſt in einem feierlichen Umgang,
wobei die Hoſtie umhergetragen und angebetet wurde. Man
hielt nämlich die Hoſtie auch außer dem ſacramentlichen
Gedrauch für des HErrn Leib. Daher kommt das Wort
Frohnleichnam, denn nach altdeutſcher Sprache heißt
dies nichts anderes, als des HErrn Leib.
nicht einmal das tägliche Leben ohne nothdürftige
Nahrung haben könnten, wie viel weniger das
geiſtliche ohne geiſtliche Nahrung.“ Der Kaiſer
nahm dieſe Schrift ſehr ungnädig auf; doch wurde
endlich die Sache dahin vermiitelt, daß keinem
von den Ständen des Reichs, er ſei römiſch oder
lutheriſch, erlaubt ſein ſolle, ſeine mitgebrachten
Prediger öffentlich auftreten zu laſſen; blos die
vom Kaiſer ſelbſt verordneten Prediger ſollten den
Tert des Evangeliums auf der Kanzel vorleſen,
aber ohne alle weitere Erklärung. Dieſe Ver⸗
ordnung ward am 18. Juni durch einen kaiſer⸗
lichen Herold ausgerufen.
Auf den folgenden 20. Juni ließ der Kaiſer
durch Kurſachſen alle Reichsſtände zur Eröffnung
des Reichstags einladen. Dieſelben erſchienen
früh gegen ſieben Uhr im Palaſt, und begleiteten
den Kaiſer zuerſt in die hohe Stiftskirche. Bei
dieſer Gelegenheit mußte der Kurfürſt von Sach⸗
ſen nach altherkömmlicher Weiſe dem Kaiſer das
Schwert vorantragen, was demnach nicht ange⸗
ſehen werden kann als eine Theilnahme an dem
falſchen Gottesdienſt der Papiſten, ſondern als
ein Civildienſt, den er dem Kaiſer zu leiſten ſchul⸗
dig war (vergl. Naeman, 2 Kön. 5, 17. 18.).
Darnach begaben ſich ſämmtliche Stände des
Reichs aufs Rathhaus, und Pfalzgraf Friedrich nahm im Namen des Kaiſers zuerſt das Wort,
indem er die Gegenſtände der Berathung vorlegte.
Er that dabei erſtlich des Türkenkriegs und dann
des damaligen Religionszuſtandes weitläuftig
Erwähnung; und endlich wurde den Ständen,
katholiſchen wie evangeliſchen, befohlen, ihre Mei⸗
nung wegen des Zwieſpaltes und der Mißbräuche
in der Religion dem Kaiſer ſchriftlich in deutſcher
und lateiniſcher Sprache zu überantworten.
Noch am nämlichen Tage wurde bekannt ge⸗
macht, daß die Berathungen am 22. Juni ihren
Anfang nehmen ſollten. Deshalb forderte der
Kurfürſt Johannes ſeine Glaubensgenoſſen den
Tag zuvor zu ſich, nachdem er den Vormittag für
ſich allein in ernſtlichem Gebet zugebracht hatte.
Er legte ihnen ſeine Meinung vor, daß man dar⸗
auf dringen müſſe, daß die Religionsſache auf dem
Reichstag zuerſt vorgenommen werde, und bat ſi,
ihm folgenden Tages früh ihre Meinung darüber
zu ſagen. Demgemäß kamen ſie am ander
Morgen zum Kurfürſten und bezeugten, daß ſie
gleichen Sinnes wären. Darauf begaben ſie ſich
aufs Rathhaus, wo auch die römiſch⸗katholiſchen
Fürſten und Stände ſich einfanden. Beide Theile
kamen miteinander überein, daß zuerſt von der
Religion gehandelt werden ſolle. Allein die
römiſch Geſinnten weigerten ſich, ein ſchriftliches
Glaubensbekenntniß abzugeben, weil ſie, wie ſie
ſagten, bei der alten Lehre verblieben. Die Luthe⸗
riſchen ſtellten dagegen vor, daß in dem kaiſerlichen⸗
Ausſchreiben beiden Theilen auferlegt worden ſei,
ihre Meinung von Glaubensſachen ſchriftlich ab⸗
zugeben; allein jene blieben bei ihrer Weigerung,
denn es war ihnen freilich von Rom aus ſtrenz
verboten, ſich über die Religion in Disputation⸗
einzulaſſen.“) So wurde denn den Proteſtanten
X*) Gleichwie die jetzt ſogenannten Evangeliſchen, Metho⸗
diſten u. A. aus leicht erklärbaren Gründen gar keint
English translation AI translation
that he should forbid his theologians to preach publicly at Augsburg. Although for the present this order was not heeded, inquiry was nevertheless made of Luther at Coburg as to what should be done if the emperor insisted on it. Luther answered: "Should His Imperial Majesty desire that Your Electoral Grace's preachers be made to cease preaching, it is still, as before, my opinion that the emperor is our lord, and the city and everything is his — just as one ought not to resist Your Electoral Grace at Torgau where you desire or order that this or that be left undone in your own city. I would indeed be glad, if it could be, to see that with good, fitting words and manner one might turn aside His Imperial Majesty's desire and intention, with humility, so that His Imperial Majesty would not, unheard, forbid the preaching outright, but would first let someone listen to how it is preached; surely His Imperial Majesty would not forbid the preaching of the plain, clear Scripture, since one preaches in no seditious or fanatical manner otherwise. If this does not help, then one must let force take the place of right. We have done our part, and are excused."
Since, as has been said, the emperor's arrival was delayed, the evangelical princes and estates gained time to weigh once more, thoroughly, all the points of religion. Their theologians worked through the articles again in brotherly harmony. The secular councilors and envoys, too, gave careful consideration to every point, and the Confession, thus improved, was sent to Luther at Coburg on May 11; he entirely approved it and sent it back with these words: "I have read through Master Philip's Apologia (as the Confession was called before its submission); it pleases me quite well, and I know of nothing in it to improve or change, nor would that be fitting, for I cannot tread so softly and gently. May Christ our Lord grant that it bear much and great fruit, as we hope and pray. Amen." For Melanchthon had indeed held the pen in drawing up the Confession; from him, therefore, chiefly derive its form and expression, but he is not to be regarded as its actual author. For the seventeen articles which were laid as the foundation of the Confession did not originate with him but with Luther, and moreover Melanchthon, in drawing it up, did nothing without the counsel and deliberation of the other theologians, since in particular Justus Jonas, Johann Brenz, Georg Spalatin, Johann Agricola, and Erhard Schnepf collaborated on the Confession. Since Melanchthon, before the emperor's arrival, still made several further alterations and improvements to the Confession, he wrote to Luther again on May 22, asking for his judgment, and the latter was satisfied with everything.
At last, on June 15, the day before the Feast of Corpus Christi, the emperor made his entry into Augsburg late in the evening; he went first to the cathedral, received the blessing from Cardinal Campeggio, the papal legate, and thereafter took up residence in the Palatinate, or the episcopal court. The emperor had deliberately hastened his journey in order to celebrate this feast* at Augsburg with the utmost solemnity, and thereby to give new splendor to the Roman Catholic religion, which had been considerably weakened at Augsburg through the evangelical preaching. For this reason he had the Lutheran princes and estates summoned that very evening, demanding not only that the Lutheran preaching be discontinued at once, but also that they take part the following day, together with the emperor, in the Corpus Christi procession. The negotiations lasted until noon of the following day; but although the emperor insisted harshly, indeed in a threatening manner, on the latter demand, the Lutherans most humbly refused it, thereby giving a praiseworthy proof of their steadfastness in the truth they had recognized. The procession proceeded with all pomp. The Cardinal of Mainz carried the host under a costly canopy; on the right walked King Ferdinand, on the left Margrave Joachim. The canopy was carried by six princes, who took turns with others, and behind them walked the emperor, bareheaded and bearing a burning candle, together with the ecclesiastical electors and the rest of the tail of the great Roman dragon. Only the truly great and noble Lutheran princes — namely the Elector of Saxony, Margrave George of Brandenburg, Duke Ernst of Lüneburg, Philip, Landgrave of Hesse, and Wolfgang, Prince of Anhalt — took, as noted above, no part in this idolatrous feast. But since the emperor had also demanded the immediate discontinuance of the Lutheran preaching, Margrave George of Brandenburg, in the name of his fellow believers, set forth the reasons why they could not yield on this point either, whereupon he declared to the emperor's face, freely: "Rather than deny my God and His Gospel, I would kneel down before Your Imperial Majesty and let my head be struck off." The emperor thereupon demanded of the Lutheran princes that they set down in writing the reasons for their refusal of his command. They therefore presented him, on June 17, with a document in which they said "that if they had found their preachers teaching anything new, or anything not grounded in Holy Scripture, they would by no means have permitted it. But to forbid these men the doctrine of the Gospel, which they proclaimed clearly and purely according to the words of Scripture and the interpretations of the most esteemed fathers, would be irresponsible, a sin against the Holy Spirit. Moreover they themselves, as poor sinful men, needed such preaching and proclamation from God's Word; for if they could not even sustain daily life without necessary food, how much less could the spiritual life be sustained without spiritual food." The emperor received this document very ungraciously; yet at last the matter was so mediated that none of the estates of the empire, whether Roman or Lutheran, should be permitted to let their own preachers appear publicly; only the preachers appointed by the emperor himself were to read the text of the Gospel from the pulpit, but without any further explanation. This ordinance was proclaimed on June 18 by an imperial herald.
On the following June 20, the emperor, through Electoral Saxony, had all the estates of the empire invited to the opening of the Diet. They appeared early, about seven o'clock, at the palace, and accompanied the emperor first to the great collegiate church. On this occasion the Elector of Saxony, according to ancient custom, had to carry the sword before the emperor, which therefore cannot be regarded as participation in the false worship of the papists, but rather as a civil service which he was obliged to render the emperor (compare Naaman, 2 Kings 5:17-18). Thereafter all the estates of the empire betook themselves to the town hall, and Count Palatine Frederick first took the floor in the emperor's name, laying before them the subjects for deliberation. He made extensive mention first of the Turkish war and then of the state of religion at that time; and finally the estates, both Catholic and evangelical, were commanded to submit their opinion concerning the religious division and the abuses in religion to the emperor in writing, in both German and Latin.
That same day it was made known that the deliberations were to begin on June 22. Elector John therefore summoned his fellow believers to himself the day before, after having spent the morning alone in earnest prayer. He laid before them his opinion that they must insist that the matter of religion be taken up first at the Diet, and asked them to give him their opinion on this the following morning. Accordingly they came to the elector the next morning and declared that they were of the same mind. Thereupon they betook themselves to the town hall, where the Roman Catholic princes and estates also assembled. Both parties agreed among themselves that the matter of religion should be dealt with first. But those of the Roman persuasion refused to submit a written confession of faith, since, as they said, they remained with the old doctrine. The Lutherans, on the other hand, pointed out that the imperial summons had laid upon both parties the obligation to submit their opinion on matters of faith in writing; but the others persisted in their refusal, for indeed it had been strictly forbidden them from Rome to enter into any disputation concerning religion.** Thus it was then that
* This feast consisted of a solemn procession, in which the host was carried about and worshipped. For they held the host, even apart from its sacramental use, to be the Lord's body. Hence comes the word Frohnleichnam [Corpus Christi], for in Old German this means nothing other than "the Lord's body."
** Just as the so-called Evangelicals, Methodists, and others of today are, for easily explicable reasons, no friends at all of disputation; for the enemy who is conscious of his own weakness gladly avoids