Collection › Der Lutheraner (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 4, Nummer 2 › Seite 10
Der Lutheraner St. Louis, Missouri — 1847-09-20, Seite 10
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Cited in Eckhardt's Reallexikon (1907) under: Unterricht
Wohlthäter und Beſchützer der Wahrheit“ nannte,
beſchwor er „bei der Barmherzigkeit JEſu Chriſti:
Sagt euch los von den Eitelkeiten dieſer Welt und
dienet dem ewigen Könige, dem HErrn Chriſtus.“
Noch aber war das Concil zur Fällung des Todes⸗
urtheils noch nicht entſchloſſen. Theils aus Men⸗
ſchenliebe, theils aus Klugheit wünſchte man ihn
zu retten, und ſuchte von allen Seiten ihn in
ſeinem Kerker zum Widerruf und zur Unterwerfung
zu bringen. Huß aber wies jede ſolche Formel
als Verleugnung der Wahrheit und als ärgerlich
von ſich. Ein frommer Abt muthete ihm zu,
wenigſtens ſo viel zu erklären, daß ihm zwar vieles
aufgebürdet worden ſei, was er nie gedacht habe,
daß er aber doch in Allem demüthig der Entſchei⸗
dung und Verbeſſerung des Concils ſich unter⸗
werfe. Huß antwortete: „Weil ich an IEſum
Chriſtum, den mächtigſten und gerechteſten Rich⸗
ter, appellirt habe, ihm meine Sache anvertrauend,
ſo ſtelle ich es ſeinem heiligen Richterſpruche an⸗
heim, denn ich weiß, daß Er nicht nach falſchen
Zeugniſſen, nicht nach irrthumsfähigen Concilien,
ſondern nach Wahrheit und, wie er es verdient,
jeden Menſchen richten wird.“ Auch ſein alter
Freund und theologiſcher College, Palecz, erſchien
im Kerker, und bat ihn, die Schande des Wider⸗
rufs nicht zu ſcheuen. „Verurtheilt zu werden —
erwiederte Huß — und auf dem Scheiterhaufen
zu ſterben, iſt doch gewiß eine noch größere
Schande; aber könnt ihr mir rathen, etwas ge⸗
gen mein Gewiſſen zu thun?“ und Palecz weinte.
„Des HErren Macht — ſchrieb der Bekenner, als
die Widerrufsforderungen nicht aufhörten — iſt
nicht verkürzt, die Macht Deſſen, der den Petrus
durch einen Engel aus dem Kerker führte, daß die
Ketten von ſeinen Händen fielen. Aber immer
geſchehe der Wille des HErrn, der an mir erfüllt
werde um ſeiner Ehre und um meiner Sünde
willen. Der HErr iſt mit mir als ein tapferer
Streiter. Der HErr iſt mein Licht und mein
Heil; wen ſoll ich fürchten?“ Das war ſein
Sinn, und zwar nicht der Rauſch einer ſchwärme⸗
riſchen Begeiſterung, ſondern die Kraft Gottes,
die in dem, ihn durchdringenden Gefühl ſeiner
eigenen Schwachheit mächtig war. „Selig ſeid
ihr, ſchreibt er am 23. Juni —, ſo euch die Men⸗
ſchen haſſen u. ſ. w.; groß iſt dann euer Lohn im
Himmel: ein Wort des herrlichſten Troſtes, leicht
zu verſtehen, aber ſchwer im Leiden zu erfüllen.
O theuerſter Chriſtus, ziehe uns Schwache Dir
nach, denn wenn Du nicht ſelbſt uns ziehſt, kön⸗
nen wir nicht folgen! Verleihe einen ſtarken wil⸗
ligen Geiſt, und wenn das Fleiſch ſchwach iſt, ſo
komme Deine Gnade zuvor, ſie begleite, ſie folge;
denn ohne Dich können wir nichts, und am we⸗
nigſten um Deinetwillen in den grauſamen Tod
gehen.“
Am 5. Juli erſchien die letzte Deputation, vier
Biſchöfe und zwei böhmiſche Ritter, darunter
Chlum, vom Kaiſer geſandt, um Huß noch ein⸗
mal zum Widerruf aufzufordern. Chlum ſprach:
„Ich bin ein ungelehrter Mann, und weiß euch
nicht zu rathen. Doch bitte ich euch, ſeid ihr euch
irgend eines Irrthums bewußt, ſo ſcheuet euch
nicht, eure Meinung nach dem Willen des Con⸗
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cils zu ändern. Sonſt kann ich euch nicht rathen,
etwas wider euer Gewiſſen zu thun.“ Huß ant⸗
wortete unter Thränen: „Ich rufe Gott zum Zeu⸗
gen an, daß ich von Herzen bereit bin, wenn das
Concil aus der heiligen Schrift mit eines Beſſern
belehrt, ſogleich meine Meinung zu ändern.“ Ein
Biſchof erklärte, er würde nie ſo viel von ſich hal⸗
ten, daß er ſeine Meinung der des ganzen Con⸗
cils vorzöge. „Auch ich — entgegnete Huß — bin
nicht anders geſinnt. Wenn der Geringſte auf
dem Concil mich eines Irrthums überführt, will
ich gern dem ganzen Concil zu Willen ſein.“ So
war das Todesurtheil entſchieden, und ſollte am
folgenden Morgen vollzogen werden. Im An⸗
geſicht des Todes ſchrieb jetzt Huß noch einem
jungen Freunde, Peter von Mladonowitz, einige
Worte des Abſchieds. Er dankte ihm für alle ihm
erwieſene Wohlthat, empfiehlt ihm dringend, „um
Gotteswillen“, Sorge um ſeinen größten Freund
Johannes, „den treuen und ſtandhaften Ritter“,
(Chlum), daß derſelbe nicht um ſeinetwillen in
Gefahr komme, bittet ihn, dem Könige für alles
ihm erwieſene Gute zu danken, und grüßt die
Freunde durch ihn. „Ich bitte euch — ſchreibt
er dann noch —, daß ihr nach Gottes Wort lebet,
Gott und ſeinem Gebote gehorchet, wie ich euch
gelehrt habe. Betet zu Gott für mich, ich bete
für euch, mit ſeiner Hülfe werden wir alle zu ihm
kommen. Amen. M. Joh. Huß, Knecht Gottes
in der Hoffnung. — Nachſchrift: Peter, mein
theuerſter Freund, den Pelz behalte dir zum An⸗
denken von mir. Herr Heinrich (Ritter von La⸗
zembog), lebt wohl mit eurer Frau. Ich danke
euch für alle Wohlthaten. Gott verleihe euch
allen Segen.“
Am 6. Juli, ſeinem 42ſten Geburtstage, wurde
Huß aus ſeinem Kerker in die Domkirche geführt,
und an einen beſonderen, erhabenen Ort geſtellt.
Die ganze Kirchenverſammlung ſammt Kaiſer und
Reichsfürſten war zugegen. Der Biſchof von Lodi
Jacobus beſtieg (nach ſchon zuvor abgehaltener
Meſſe) die Kanzel und predigte über Röm. 6, 6.:
„Auf daß der ſündliche Leib aufhöre.“ Huß lag
während dieſer Zeit auf ſeinen Knieen und betete
ſtill. Nach der Predigt las man laut die ketze⸗
riſchen Artikel vor, die man in ſeinen Schriften
wollte gefunden haben. Huß fühlte gleich im
Anfange ſich gedrungen, Manches zu erläutern,
zu berichtigen u. ſ. w. Man gebot ihm Schwei⸗
gen. Darauf ſprach er laut mit zum Himmel
gehobenen Händen: „Ich bitte euch im Namen
des allerhöchſten Gottes, hört mich ruhig an, daß
ich mich wenigſtens vor den Umſtehenden gegen
den Vorwurf der Ketzerei rechtfertigen kann.“ Man
hieß ihn wieder ſchweigen. Da fiel Huß nieder,
und befahl mit lauter Stimme ſeine Sache Gott
dem gerechteſten Richter. Unter den ihm Schuld
gegebenen Ketzereien war auch die Leugnung der
Brodverwandlungslehre, die er nie geleugnet
hatte; die Behauptung, er werde ſelbſt die vierte
Perſon in der Dreieinigkeit werden, welche das
Concil ſeiner Proteſtation ungeachtet ſich nicht
ſchämte von ihm zu glauben, und ſeine Appellation
an Chriſtus als Verſpottung der kirchlichen Auto⸗
rität. Als Huß das Letztere hörte, ſprach er:
„Siehe, mein guter JIEſus, was Du den Deinen
befohlen haſt, das wird von meinen Feinden ver⸗
dammt!“ „Ja — fuhr er fort — ich ſage es ſtand⸗
haft, daß man an Dich am ſicherſten appellire,
weil Dich Keiner durch Geſchenke beſtechen, durch
Falſchheit oder Liſt keiner täuſchen kann. Dann
blickte er den Kaiſer an und ſprach: „Ich habe
mich freiwillig zum Verhör geſtellt, unter Treue
und Glauben des hier anweſenden Kaiſers.“ Si⸗
gismund erröthete und — ſchwieg. Das Urtheil
lautete dahin, daß Huß als ein unverbeſſerlicher
Ketzer ſeines Prieſteramtes entſetzt, und dann der
weltlichen Obrigkeit zur Beſtrafung übergeben
werden ſollte. Nun betete er laut: „HErr Gott,
ich bitte Dich um Deiner Barmherzigkeit willen,
verzeihe allen meinen Feinden, denn Du weißt,
daß ich ungerecht angeklagt und verdammt bin.“
Man zog ihm jetzt den ganzen prieſterlichen Or⸗
nat an, und darauf wurde er nochmals zum
Widerruf aufgefordert. Er wiederholte die immer
gegebene Erklärung, und wurde nun mit gewiſſen
Flüchen ſeines Ornates entkleidet. Den Abend⸗
mahlskelch riß man ihm mit den Worten aus der
Hand: „Verdammter Judas, wir nehmen dieſen
Kelch von dir, worin das Blut Chriſti dargebracht
wird!“ Er entgegnete laut: „Ich aber vertraue
der Barmherzigkeit Gottes, daß er den Kelch des
Heils nicht von mir nehmen, ſondern, daß ich
mit ſeiner Hülfe noch heute in ſeinem Reiche da⸗
von trinken werde.“ Als man zuletzt eine hohe
papierene Mütze, mit Flammen und Teufeln be⸗
malt und mit der Aufſchrift Haeresiarcha, ihm
aufs Haupt ſetzte, ſprach er: „Mein HErr IEſus
hat für mich die Dornenkrone getragen, darum
will ich Elender gern um ſeinetwillen die leichtere
tragen“ Man rief: „Wir übergeben deine Seele
den hölliſchen Teufeln“, und er ſprach: „Ich aber
empfehle meinen Geiſt in Deine Hände, o HErr
Chriſte, Du mein Erlöſer“ — Hierauf nahm ihn
die weltliche Obrigkeit, im kaiſerlichen Auftrage
Ludwig Kurfürſt von der Pfalz, in Empfang, und
führte ihn hinaus zur Vollſtreckung des Todes⸗
urtheils. Auf dem Wege zum Richtplatze, der
auf einer Rheininſel lag, ſah er ſeine Schriften
verbrennen. Auf dem Richtplatze ſelbſt angelangt,
durfte er nicht mehr zum Volke reden; er betete
aber mit ſolcher Inbrunſt, daß das Volk laut
ſeine Verwunderung äußerte, wie ein Ketzer es ſo
vermöge. Von ſeinen Freunden nahm er nun
weinend Abſchied, und auf dem Scheiterhaufen
dankte er noch ſeinen Gefangenwärtern. Jetzt
wurden ihm ſeine Hände auf den Rücken geknüpft,
der Körper mit ſechs feuchten Stricken an einen
Pfahl gebunden, und der Hals mit einer Kette
angeſchmiedet. Zum letzten Male forderte ihn
nun der Kurfürſt zum Widerruf auf. Huß er⸗
klärte: „Ich rufe Gott zum Zeugen an, daß ich
all mein Predigen, Lehren und Schreiben und all
mein Thun dahin gerichtet habe, die Seelen von
der Gewalt des Teufels zu retten. So will ich
denn dasſelbe mit meinem Blute beſiegeln.“ In
dieſen Augenblicken ſoll es auch geweſen ſein, wo
Huß die bekannte Weiſſagung auf Luthern aus⸗
ſprach: „Heut bratet ihr eine Gans, aber nach
100 Jahren wird kommen ein Schwan, den
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benefactors and protectors of the truth," he implored "by the mercy of Jesus Christ: Renounce the vanities of this world and serve the eternal King, the Lord Christ." Yet the Council was still not resolved to pass the death sentence. Partly out of love for their fellow man, partly out of prudence, they wished to save him, and sought from every side to bring him, in his prison, to recantation and submission. But Hus rejected every such formula as a denial of the truth and as scandalous. A pious abbot urged him at least to declare this much: that although much had been imputed to him that he had never thought, he would nevertheless submit humbly in all things to the decision and correction of the Council. Hus answered: "Because I have appealed to Jesus Christ, the mightiest and most righteous judge, entrusting my cause to him, I leave it to his holy verdict, for I know that he will judge every man not according to false testimonies, not according to councils capable of error, but according to truth and as each has deserved." His old friend and theological colleague, Paletz, also came to the prison and begged him not to shrink from the shame of recantation. "To be condemned," Hus replied, "and to die at the stake, is surely a still greater shame; but can you advise me to act against my conscience?" And Paletz wept. "The Lord's power," the confessor wrote, when the demands for recantation did not cease, "is not diminished — the power of him who led Peter out of prison by an angel, so that the chains fell from his hands. But may the will of the Lord always be done, which is fulfilled in me for his honor and for my sin's sake. The Lord is with me as a brave warrior. The Lord is my light and my salvation; whom shall I fear?" That was his disposition — not the intoxication of a fanatical enthusiasm, but the power of God, which was mighty in him through the deep sense of his own weakness that pervaded him. "Blessed are you," he writes on June 23, "when men hate you, etc.; great then is your reward in heaven" — a word of the most glorious comfort, easy to understand but hard to fulfill in suffering. "O dearest Christ, draw us weak ones after you, for if you yourself do not draw us, we cannot follow! Grant a strong, willing spirit, and where the flesh is weak, let your grace go before, accompany, and follow; for without you we can do nothing, and least of all, for your sake, go into a cruel death."
On July 5 the last deputation appeared — four bishops and two Bohemian knights, among them Chlum — sent by the Emperor to call upon Hus once more to recant. Chlum said: "I am an unlearned man and do not know how to advise you. Yet I beg you, if you are conscious of any error, do not be ashamed to change your opinion according to the will of the Council. Otherwise I cannot advise you to do anything against your conscience." Hus answered through tears: "I call God to witness that I am heartily willing, if the Council instructs me better from Holy Scripture, to change my opinion at once." One bishop declared that he would never think so highly of himself as to prefer his own opinion to that of the whole Council. "Neither am I so minded," Hus replied. "If the least member of the Council convicts me of an error, I will gladly submit to the whole Council's will." So the death sentence was decided, and was to be carried out the following morning. In the face of death Hus now wrote a few words of farewell to a young friend, Peter of Mladoňovice. He thanked him for every kindness shown him, urgently commended to his care, "for God's sake," his greatest friend Johannes, "the faithful and steadfast knight" (Chlum), that he might come to no harm on his account, asked him to thank the King for all the good shown him, and to greet the friends through him. "I beg you," he writes further, "to live according to God's word, to obey God and his commandment as I have taught you. Pray to God for me; I pray for you; with his help we shall all come to him. Amen. M. John Hus, servant of God in hope. — Postscript: Peter, my dearest friend, keep the fur coat as a remembrance of me. Sir Henry (knight of Lazembok), farewell, with your wife. I thank you for all kindnesses. God grant you every blessing."
On July 6, his forty-second birthday, Hus was led from his prison into the cathedral church and placed at a special, elevated spot. The whole church assembly, together with the Emperor and the princes of the Empire, was present. The Bishop of Lodi, Jacobus, ascended the pulpit (mass having already been held) and preached on Romans 6:6: "That the sinful body might be done away." During this time Hus lay on his knees and prayed silently. After the sermon, the heretical articles which they claimed to have found in his writings were read aloud. From the very beginning Hus felt compelled to explain and correct various points. He was commanded to be silent. Then he spoke aloud, with hands lifted to heaven: "I beg you, in the name of the Most High God, hear me calmly, that I may at least justify myself before those present against the charge of heresy." Again he was ordered to be silent. Then Hus fell down, and in a loud voice committed his cause to God, the most righteous Judge. Among the heresies charged against him was also the denial of the doctrine of the transformation of the bread, which he had never denied; the claim that he himself would become the fourth person of the Trinity, which the Council, in spite of his protest, was not ashamed to believe of him; and his appeal to Christ, as a mockery of the authority of the church. When Hus heard this last, he said: "Behold, my good Jesus, what you commanded your own is condemned by my enemies!" "Yes," he continued, "I say it steadfastly, that one appeals to you most safely, because no one can bribe you with gifts, and no one can deceive you through falsehood or cunning." Then he looked at the Emperor and said: "I presented myself voluntarily for this hearing, under the pledge and faith of the Emperor here present." Sigismund blushed — and was silent. The sentence was that Hus, as an incorrigible heretic, should be deposed from his priestly office and then handed over to the secular authority for punishment. Then he prayed aloud: "Lord God, I beg you, for the sake of your mercy, forgive all my enemies, for you know that I have been unjustly accused and condemned." They now dressed him in the full priestly vestments, and he was once more called upon to recant. He repeated the declaration he had always given, and was then stripped of his vestments amid certain curses. The communion chalice was torn from his hand with the words: "Accursed Judas, we take this cup from you, in which the blood of Christ is offered!" He replied aloud: "But I trust in the mercy of God, that he will not take the cup of salvation from me, but that with his help I shall this very day drink of it anew in his kingdom." When at last a tall paper cap, painted with flames and devils and inscribed "Haeresiarcha," was placed on his head, he said: "My Lord Jesus wore the crown of thorns for me; therefore I, wretched as I am, will gladly wear this lighter one for his sake." They cried: "We commit your soul to the devils of hell," and he said: "But I commend my spirit into your hands, O Lord Christ, my Redeemer." — Thereupon the secular authority, in the person of Ludwig, Elector Palatine, acting on imperial commission, received him and led him out for the execution of the death sentence. On the way to the place of execution, which lay on an island in the Rhine, he saw his writings burned. Having reached the place of execution itself, he was no longer permitted to speak to the people; but he prayed with such fervor that the people loudly expressed their wonder that a heretic could do so. He then took leave of his friends, weeping, and at the stake thanked his jailers once more. Now his hands were bound behind his back, his body was fastened to a stake with six wet ropes, and his neck was chained. For the last time the Elector now called on him to recant. Hus declared: "I call God to witness that all my preaching, teaching, and writing, and all my doing, have aimed at this: to save souls from the power of the devil. So then I will now seal the same with my blood." It is said to have been at this moment that Hus uttered the well-known prophecy concerning Luther: "Today you roast a goose, but after a hundred years a swan will come,