Collection › Der Lutheraner (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 3, Nummer 3 › Seite 18

Der Lutheraner St. Louis, Missouri — 1846-09-29, Seite 18

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Cited in Eckhardt's Reallexikon (1907) under: Widerſtreben 3 · Synergismus 2

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lich macht.
von Lobſprüchen der bewährteſten rechtgläubi—
gen Theologen unſerer Kirche aufzählen, wo—
mit ſie der Kirchenpoſtille Zeugniß gegeben
haben; wir erinnern Kürze halber nur daran,
daß Luther ſelbſt in der unter dem Titel: „daß
die Worte Chriſti: das iſt mein Leib, noch feſt
ſtehen“ wider die Schwarmgeiſter herausgege—
benen Schrift, ſie nennt ſein „allerbeſtes
Buch, das er je geſchrieben habe.“
Es hat die Kirchenpoſtille daher auch in der
lutheriſchen Kirche ſtets in hohem Anſehen ge—
ſtanden, iſt vor und nach Luthers Tode faſt
unzählige Male aufgelegt, ſelbſt in die platt⸗

Wir könnten eine lange Reihe!

deutſche und lateiniſche Sprache überſetzt wor⸗
den, und in dem Churfürſtenthum Sachſen
wurden ehedem die Pfarrherren von ihrer
oberſten Kirchenbehörde angewieſen, „ſie
ſollten darauf bedacht ſein, daß
ſie Dr. Luther's Schriften, für⸗
nehmlich aber ſeine Kirchen⸗ und
Hauspoſtille haben möchten.“ Wir
ſollten meinen, dies wären Aufforderungen ge—
nug für die Lutheraner unſerer Zeit, Prediger
wie Laienchriſten, dieſe Gelegenheit, die ihnen
zur Erlangung eines ſolchen Schatzes darge—
boten wird, mit beiden Händen zu ergreifen.

Noch bitten wir alle Sachkundige, beſonders
die Herrn Prediger, uns ihre Anſichten zu er—
öffnen, ob es nicht auch an der Zeit wäre, eine
neue Auflage von Dr. Luthers größerer Ausle—
gung der Epiſtel an die Galater zu beſorgen,
wozu wir gerne die Hand bieten wollen.

Der HErr unſer Gott ſei uns freundlich,
und fördere das Werk unſerer Hände bei uns;
ja, das Werk unſerer Hände wolle er fördern!

Heinrich Ludwig,
No. 70 u. 72 Veſey⸗Straße.
New⸗Nork, Oſtern 1846.

EDer Herausgeber erbietet ſich, nun
auch auf die Kirchenpoſtille Subſeriptionen
anzunehmen.

„Da ſie aber ſolches ſahen, flohen ſie, und traten von
ferne, und ſprachen zu Moſe: Rede Du mit uns,
wir wollen geborchen; und laß Gott nicht mit
uns reden, wir möchten ſonſt ſterben.“

2 Moſ. 20, 18. 19.

In dieſem Text ſehen wir ein fein Exempel,
welches uns Gott vor Augen ſtellet zum Spie—
gel, wie der Menſch ſo ungeſchickt iſt vor Gott
zu treten oder zu handeln, wenn er allein hat
die Gebote, Vernunft, menſchliche Weisheit,
Klugheit, Sinn und Witz, und freien Willen
. . . .Die Juden waren nicht ſo heilig, ſtark
und mächtig, daß ſie mochten Gott hören reden,
ſondern ... ſo Gott anfähet zu reden, über⸗
eilt ſie die Furcht, ſtecken ganz im Verzagen
und Todesnöthen; fliehen von Gott, bei wel⸗
chem ſie allein Troſt ſuchen ſollten, und laufen
zu einem armen Sünder, der, wie ſie, Fleiſch
und Blut iſt; ſuchen mehr Freundſchaft, Troſt
und Liebe bei einem Menſchen, denn bei Gott
. . .Da iſt uns abgemalet die Natur, wie ſie
verdammt iſt und vor Gott fliehet. Wo bleibt
nun der freie Wille und die Menſchenkräfte?
Wo bleiben nun die Menſchengeſetze und Werk⸗
prediger? die zum Menſchen ſprechen: „Thue
dein Vermögen (was du vermagſt;) wir müſſen
traun auch das Unſere dazu thun; ſchicke dich
zu der Gnade Gottes, ſo wirſt du ein Kind

der Seligkeit?“ — Ja wohl ja, es iſt unbe⸗

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reit und ungeſchickt mit unſerm Vermögen;

wenn es an das Treffen geht, ſo hält es den

Stich nicht. Daraus ſchließen wir das: Wo
der heil. Geiſt den Herzen nicht vorbildet die
evangeliſche Verheißung, ſo hält der Menſch
Gott für einen Tenfel, Henker, Stockmeiſter
und Richter, verſichert ſich mehr Gutes zu dem
ärgſien Buben, denn zu Gott .... Moſes
ſchreibt hier, daß es auch die Allerhei⸗
ligſten gethan haben .. Darum iſt das ein
trefflicher Troſt, der zu Boden ſtößt alle Heilig—
keit. Damit iſt alſo angezeigt, daß wir Buben
in der Haut ſind, wo wir am beſten und am
heiligſten ſind . . . Deß wollen wir St.
Bernhard zum Exempel nehmen, den ich
gern vor andern Mönchen anziehe. Denn iſt

je ein frommer Mönch geweſen, ſo iſt es St.
hart

Bernhard geweſen. Da er einmal ſo
krank lag und ſich Sterbens verſehen hatte;

und alle ſeine Tage Jungfrauſchaft gehalten
(ehelos geblieben) ; ſich mit Faſten und Wachen

marterte, daß ihm der Odem ſtank, alſo daß ihn

ſeine Brüder nicht mochten um ſich leiden;
führte ein ſchönes Leben, und that ſchöne Pre—

digten; ſteckte voll guter Werke; da er nun
ſah das Urtheil Gottes, ſprach er: „O HErr,
ich habe mein Leben übel angelegt, und die Zeit
ſchändlich zugebracht!“

Was haſt du gethan, lieber Berharde? Biſt
du doch ein Mönch geweſen, haſt ſchoͤne Predig⸗
ten gethan, biſt kein Ehebrecher geweſen, haſt
niemand das Seine genommen! Wer reißt
nun Bernhardo ſeine Werke hinweg? — Das
Gericht Gottes. Denn wenn dies dem
Menſchen eröffnet wird, hat aller Menſchen
Gerechtigkeit keine Statt, mag nicht beſtehen;
wie David Pſalm 143, 2. begehret, daß Gott
nicht mit ihm in das Gericht trete; denn vor
ihm möchte kein lebendiger Menſch beſtehen;
noch gerecht erfunden werden.

Wenn nun St. Bernhardus nicht beſtanden
iſt vor dem Gerichte Gottes, wie wollen andere
Mönche und Pfaffen beſtehen? Ich halte St.
Bernhardum höher denn alle Mönche und
Pfaffen auf Erden; ich habe ſeinesgleichen
nicht gehöret noch geleſen. Darum will Gott
alſo dadurch anzeigen, daß alle Werke vor ſei⸗
nen Augen verloren ſind, nehmlich wenn ſie der
Meinung geſchehen, daß man damit vor Gott
will beſtehen.

Alſo muß auch St. Johannes der Täufer
mit aller ſeiner Heiligkeit allen Werkheiligen
zur Schande ſtehen; denn er bezeuget, er habe
es alles von oben herab, und weiſet auf
Chriſtum, der die Sünde hinweg nehme,
Joh. 1, 29. 3. 27., nicht auf ſein heilig Leben.
Ich ſage nicht von den Werken, die dem
Nächſten zu gut geſchehen und aus dem
Glauben folgen; allein, daß man mit ſol⸗
chen Werken vor Gottes Gericht kommen
wolle, Gott damit zu verſöhnen und zum
Freunde zu machen; wie die Werkheiligen, die
Hartvollen bringen ihre Werke, ſind damit um⸗
hänget, als mit großen Hopfenſäcken, dürfen
zu Gott ſprechen: Bezahle mich! — als ob er
ein Trödler ſei, der ſein Himmelreich verkaufe.

Das iſt aber nicht allein von Jüden geſchrie—
ben, daß ſie nicht hinaufdurften (zu Gott auf
Sinai,) ſondern von allen Werkheiligen, die
auf das beſte gerüſtet ſind mit Werken; noch
werden ſie verzagt, wenn Gottes Gerichte
herankömmt. Wie viel weniger dürfen hinzu⸗
kommen, die mit Sünden beladen ſind! Es
iſt viel geſagt: Welcher nicht mehr hat, denn
die guten Werke, der trabe nur gegen die Hölle,
er wird nichts erlangen; es muß was Größe⸗
res ſein, denn unſer heilig Leben. — Kennſt
du dieſes Größere und haſt du es, lieber Leſer?
(Luthers Werke. Hall. III., 1505 ffl.)

1

RKann der Menſch von Natur das Gute
wollen?

Chriſtus gibt die Urſache der über Jeruſa⸗
lem hereinbrechenden Gerichte mit den Worten
an: „Ihr habt nicht gewollt.“ (Matth. 23,
37.) Iſt es alſo etwaͤ ein Werk menſchlicher
Kräfte, wollen können, den Predigten Chriſti
beiſtimmen und ſich ihm ganz ergeben können?
Wie oft diejenigen ſich auf dieſen Ausſpruch

Chriſti berufen haben, welche glauben, daß der

Menſch auch in geiſtlichen Dingen einen freien
Willen habe, iſt bekannt. Aber man muß
zweierlei Wollen unterſcheiden. Das eine
iſt ein äußerliches und vorbereitendes (pacda⸗
gogicum), dazu der Menſch noch von Natur
Kraft hat. Dahin gehört, daß ein Menſch, auch
ohne wiedergeboren zu ſein, zur Kirche gehen
und die Predigt des Wortes Gottes hören,
oder ſein Ohr dafür verſchließen kann ja,
daß er es ſelbſt gern hören kann, was Mar—
cus dem Herodes (Marc. 6, 20.) und Amos
den verſtockten Juden (Amos 8, 11. 12. 5,
21—23.) zuſchreibt, wie ihnen denn auch Paulus
(Röm. 10, 2.) ein Eifern um Gott beilegt.
Das andere Wollen aber iſt ein innerliches
und geiſtliches, welches in der Beiſtimmung des
Herzens und in dem Glauben beſteht. Und
dieſes letztere Wollen liegt keineswegs in dem
freien Willen eines noch nicht wiedergebornen
Menſchen, ſondern hängt von der Wirkung
des heil. Geiſtes ab. Chriſtus ſtraft daher in
jenen Worten an den Juden nicht jenes natür⸗
liche Nicht-Wollen oder die angeborne Ohn⸗
macht, vermöge welcher alle Menſchen nach
dem Sündenfall in geiſtlichen und die Selig—
keit der Menſchen unmittelbar angehenden Din⸗
gen nichts wollen und nicht beiſtimmen können.
Chriſtus ſchilt vielmehr jenes Nicht-Wollen
und jene muthwillige Verachtung, vermöge
welcher ſie es nicht einmal der Mühe werth
achteten, die Mittel des Glaͤubens und der
Bekehrung äußerlich zu gebrauchen und Chri⸗
ſtum nur ohne jene Vorurtheile zu hören, ſon⸗
dern ihren vorgefaßten Irrthümern nachhingen
und Chriſtum und ſein Evangelium in halsſtar⸗
riger Bosheit von ſich ſtießen. Siehe: Hun—
nius Auslegung.

Gute Antwort.

Ein chriſtlicher Prediger wurde von einem
Fürſten, der ein Spötter war, gefragt: was
er von Chriſto hielte. Die Antwort war: „Was
halten Ew. Majeſtät von der Zerſtörung Je—
ruſalems?“ — der König erröthete — und
ſchwieg.

EDie Hauspoſtille Luthers,
erſte amerikaniſche, ausgezeichnet ausgeſtattete
Auflage iſt gebunden für 82,00, geheftet für
31,50. zu haben:

Bei H. Ludwig u. Wm. Radde in New-Yotk.
C. L. Rademacher in Philadelphia, Pa.
F. W. Weiß in Cleveland, O.
Ehrw. Spielmann, Columbus, O.
Paſt. Wyneken in Baltimore, Md.
„ Walther, St. Louis, Mo.
Dr. Sihler, Fort Wayne, Ind.
P. Beyer, Buffalo, N. N.
P. George & Co., Detroit, Mich.
P. George & Co., Milwaukie, Wise.

7.

—2

Gedruckt bei Weber und Olshauſen.

English translation AI translation

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We could cite a long series of commendations from the most esteemed orthodox theologians of our Church, by which they have borne witness to the Church Postil; for brevity's sake we recall only that Luther himself, in the writing published against the Fanatics under the title "That the Words of Christ, 'This is my Body,' still stand firm," calls it his "very best book, the best he ever wrote." The Church Postil has therefore always stood in high esteem in the Lutheran Church as well, has been printed almost innumerable times both before and after Luther's death, and has even been translated into Low German and into Latin; and in the Electorate of Saxony the parish ministers were once instructed by their highest church authority "that they should take care to possess Dr. Luther's writings, and above all his Church and House Postils." We should think these summons enough for the Lutherans of our own time — ministers and lay Christians alike — to seize with both hands this opportunity offered them of obtaining such a treasure.

We further ask all who are knowledgeable in the matter, especially the reverend ministers, to share their views with us as to whether the time might not also have come to undertake a new edition of Dr. Luther's greater commentary on the Epistle to the Galatians, to which we would gladly lend a hand.

May the Lord our God be gracious to us, and prosper the work of our hands among us; yes, may He prosper the work of our hands!

Heinrich Ludwig,
No. 70 and 72 Vesey Street.
New York, Easter 1846.

[The publisher hereby announces that he is now also ready to accept subscriptions for the Church Postil.]

"But when they saw it, they fled, and stood afar off, and said to Moses: Speak thou with us, and we will obey; but let not God speak with us, lest we die."

Exodus 20:18–19.

In this text we see a fine example, which God sets before our eyes as a mirror, of how ill-equipped man is to come before God or to deal with Him when he has only the commandments, reason, human wisdom, cleverness, understanding and wit, and free will . . . . The Jews were not so holy, strong, and mighty that they could bear to hear God speak; rather, as soon as God begins to speak, fear overtakes them, they are altogether sunk in despair and mortal anguish; they flee from God, in whom alone they should have sought comfort, and run instead to a poor sinner who, like themselves, is flesh and blood; they seek more friendship, comfort, and love from a man than from God . . . Here our nature is painted for us as it stands condemned and flees from God. Where now is free will and human strength? Where now are man-made laws and preachers of works, who say to man: "Do what you can; we too must surely do our part; make yourself ready for God's grace, and you will become a child of blessedness"? — Yes indeed, our own powers are unready and unfit for the task; when it comes to the actual test, they do not hold up. From this we conclude: where the Holy Spirit does not first impress upon the heart the gospel promise, there man takes God for a devil, an executioner, a jailer, and a judge, and trusts himself to expect more good from the worst scoundrel than from God . . . . Moses writes here that even the holiest of the holy did this . . . Therefore this is an excellent comfort, one that levels all holiness to the ground. It is thereby shown that we are rogues under the skin precisely where we are at our best and holiest . . . Let us take St. Bernard as an example here, whom I gladly hold up before other monks. For if ever there was a devout monk, it was St. Bernard. Once, when he lay so gravely ill and expected to die — he who all his days had kept his virginity (remained unmarried), who tormented himself with fasting and vigils until his very breath stank, so that his brothers could not bear to be near him, who led a beautiful life and preached beautiful sermons, who was full of good works — when he then saw the judgment of God, he said: "O Lord, I have spent my life ill, and used my time shamefully!"

What have you done, dear Bernard? Have you not been a monk, preached beautiful sermons, never committed adultery, never taken what belonged to another? Who then tears away Bernard's good works from him? — The judgment of God. For when this is revealed to man, all human righteousness has no standing and cannot endure; as David desires in Psalm 143:2, that God would not enter into judgment with him, for before Him no living man could stand or be found righteous.

Now if St. Bernard could not stand before the judgment of God, how shall other monks and priests stand? I hold St. Bernard higher than all the monks and priests on earth; I have neither heard nor read of his equal. Therefore God intends by this to show that all works are lost before His eyes, namely when they are done with the intention that one thereby means to stand before God.

So too must St. John the Baptist, with all his holiness, stand to the shame of all who trust in works; for he testifies that he has it all from above, and points to Christ, who takes away sin (John 1:29; 3:27), not to his own holy life. I do not speak against the works that are done for the good of one's neighbor and flow out of faith; but only against wanting to come before God's judgment with such works, seeking thereby to reconcile God and make Him a friend — as the work-saints, the arrogant, bring along their works, hung about with them as with great sacks of hops, and dare to say to God: Pay me! — as though He were a peddler selling His kingdom of heaven.

But this is not written of the Jews alone, that they were not permitted to go up (to God on Sinai), but of all who trust in works, however well-equipped they may be with works; they too grow fainthearted when God's judgment draws near. How much less may those approach who are burdened with sins! It is a weighty saying: whoever has nothing more than good works may run toward hell all he likes, he will attain nothing; there must be something greater than our holy life. — Do you know this greater thing, dear reader, and do you possess it?
(Luther's Works, Halle edition, vol. III, p. 1505 ff.)

Can Man by Nature Will the Good?

Christ gives the reason for the judgments breaking in upon Jerusalem in the words: "Ye would not." (Matthew 23:37.) Is willing, then, in some sense a work of human power — being able to assent to the preaching of Christ and to surrender oneself wholly to Him? It is well known how often this saying of Christ has been invoked by those who believe that man possesses a free will even in spiritual matters. But one must distinguish between two kinds of willing. The one is an outward and preparatory willing (paedagogicum), for which man still has power by nature. To this belongs the fact that a man, even without being born again, can go to church and hear the preaching of the Word of God, or close his ear to it; indeed, that he can even willingly hear it, as Mark ascribes to Herod (Mark 6:20) and Amos to the hardened Jews (Amos 8:11–12; 5:21–23), just as Paul likewise ascribes to them a zeal for God (Romans 10:2). The other willing, however, is an inward and spiritual one, consisting in the assent of the heart and in faith. And this latter willing lies by no means within the free will of a person not yet born again, but depends on the working of the Holy Spirit. In those words to the Jews, Christ therefore does not rebuke that natural not-willing, or the innate powerlessness by which all men, after the Fall, are unable to will or to assent to anything in spiritual matters and in things immediately concerning man's salvation. Rather, Christ rebukes that not-willing and that willful contempt by which they did not even think it worth the trouble to make outward use of the means of faith and conversion and to hear Christ without those prejudices, but instead clung to their preconceived errors and, in stubborn malice, thrust Christ and His Gospel away from themselves. See Hunnius's Commentary.

A Good Answer.

A Christian preacher was asked by a prince who was a scoffer what he thought of Christ. His answer was: "What does Your Majesty think of the destruction of Jerusalem?" — The king blushed — and fell silent.

[Luther's House Postil, the first American edition, handsomely produced, is bound for $2.00, in paper covers for $1.50, and may be had:

From H. Ludwig and Wm. Radde in New York.
C. L. Rademacher in Philadelphia, Pa.
F. W. Weiß in Cleveland, O.
The Rev. Spielmann, Columbus, O.
Pastor Wyneken in Baltimore, Md.
Pastor Walther, St. Louis, Mo.
Dr. Sihler, Fort Wayne, Ind.
P. Beyer, Buffalo, N.Y.
P. George & Co., Detroit, Mich.
P. George & Co., Milwaukie, Wisc.]

Printed by Weber and Olshausen.