Collection › Der Lutheraner (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 3, Nummer 3 › Seite 16
Der Lutheraner St. Louis, Missouri — 1846-09-29, Seite 16
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Cited in Eckhardt's Reallexikon (1907) under: Gemeindeverſammlung 7 · Gemeindeverſammlung 9 · Paſtor 14 · Paſtor 9
Stubenthür ſtehen, und ging in den Garten,
für den Patienten zu beten.
Nach einer halben Stunde ging ich wieder zu
ihm, und ſo bald ich die Thür öͤffnete, rief er
mir, ſo ſtark er konnte, entgegen: „Ich bin
verdammt! ich bin verdammt!“ Deutlich konnte
man Angſt und Schrecken in ſeinen Mienen
und Geberden leſen.
Weil er nun allein durch die Furcht vor der
Höllenſtrafe in dieſen Zuſtand gekommen war,
ſo war es nöthig, das zu wiederholen, was ich
ihm zuerſt vorgehalten hatte, was aber in ſei⸗
nem erſten verſtockten Zuſtande nichts hatte
fruchten können. Ich erklärte ihm daher noch
einmal die abſcheuliche Beſchaffenheit ſowohl
ſeiner Uebertretung des vierten Gebotes, als
überhaupt ſeines ganzen ſündlichen Verderbens,
damit er nicht nur über die Strafe, ſondern
auch über die Sünde ſelbſt erſchrecken möchte.
Jetzt war nun von der vorigen Widerſpenſtig⸗—
keit nichts mehr zu ſpüren. Er gab mir ohne
Entſchuldigung in allem Recht und verdammte
ſich immer ſelbſt. Ich verkündigte ihm daher
nun die große Verſöhnung und allgemeine
Gnade in Chriſto IEſu und forderte ihn auf,
dieſem Worte zu glauben; was er jetzt begie—
rig anhörte. Er bekam ein heftiges Verlangen
nach Vergebung der Sünden; es koſtete ihm
jedoch großen Kampf, ſie nun auch feſt zu
glauben. Er bat ſeine Mutter wehmüthig und
mit vielen Thränen um Verzeihung, wie auch
ihren Bräutigam, den er nun recht lieb gewann;
auch bat er mich um Verzeihung, und als ich
ihm ein demüthiges Bußgebet vorſprach, ſo be⸗
tete er recht innig nach, ſo daß man aus allen
Umſtänden eine große Veränderung ſeines
Herzens bei ihm ſpüren konnte.
Jetzt dankte mir auch die Mutter, daß ich
mein Amt an ihrem Sohne gethan hatte. Ihr
mußte ich jedoch verbieten, von ſeinem Seelen—
zuſtande viel mit ihm zu reden. Hingegen bat
ich ihren Bräutigam die Nacht bei ihm zu blei—
ben, und wies ihn an, was er mit ihm ſprechen
und beten ſollte, und ſo verließ ich ihn diesmal.
Als ich den folgenden Morgen wieder kam,
hörte ich, daß er die meiſte Zeit der Nacht mit
Beten zugebracht und daß er vielfältig eine
wahre Reue über ſeine Sünden gezeigt habe,
auch daß er im Glauben an Chriſtum freudig
geworden ſei und den Bräutigam ſeiner Mutter
(dgen er doch vormals gar nicht leiden konnte)
von ſeinem Bette nicht habe weglaſſen wollen.
Ich traf ihn ziemlich ruhig an, und es koſtete
eine kleine Unterſuchung, ſo merkte ich die
Kennzeichen, daß ſein Glaube lebendig war.
Erinnerte ich jetzt zur Vermehrung der Armuth
am Geiſt wieder etwas von ſeinen vorigen
Sünden, ſo zerſchmolz ſein Herz, wie Wachs
vor dem Feuer. Breitete ich aber meine Rede
aus von der Erlöſung JEſu Chriſti, von ſeiner
unendlichen Gnade und Freundlichkeit und wie
er auch ihm ſeine ſchweren Sünden vergeben
habe, ja wie er ihn nun bald, bald in den Him—
mel aufnehmen würde, ſo wurde er überaus
freudig, und erklärte, daß er der Vergebung
ſeiner Sünden feſt verſichert ſei und daß er die
Verſiegelung davon in ſeinem Herzen lebendig
empfinde. Sein vorher trotziges Angeſicht
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wurde dabei in eine andächtige Freundlichkeit
verwaͤndelt und man konnte den ſeligen Zuſtand,
in dem er ſich nun befand, ſo zu ſagen, in ſei⸗
nen Geſichtszügen leſen. Ich gab ihm das
heil. Abendmahl, und er bezeugte, daß ihn der
Genuß des Leibes und Blutes ſeines Heilandes
ſehr erquickt habe, und daß er nun getroſt auf
ſeinen Tod warte. Es ſtellten ſich zwar noch
etliche Stürme der Anfechtung ein, aber die
Kraft des Evangeliums, das ihm vorgehalten
wurde, überwand immer wieder die aufſteigen⸗
den Zweifel, ſo daß er nach etlichen Stunden
in ſeinem Heiland ſanft und ſelig verſchied.
„Gelobt ſei die Herrlichkeit des HErrn an ihrem
Ort.“ Ezech. 3, 12.
Leichtſinnige Verlaſſung der Gemein⸗
den von Seiten der Prediger.
—
In unſerer Zeit und inſonderheit in dieſem
unſerem neuen Vaterlande, wo nicht nur die
Methodiſten aus leicht erklärlichen Gründen
ihre Prediger in der Regel nur ein Jahr lang
bei einer Gemeinde laſſen, ſondern wo auch
viele ſich lutheriſch nennende Prediger faſt bei
keiner Gemeinde aushalten wollen und bei irgend
entſtehenden Mißverhältniſſen in der Gemeinde
als echte Miethlinge davon laufen und ein an⸗
deres ruhigeres Plätzchen ſich ſuchen, da wird
es gewiß gut ſein, ſich zu erinnern, wie unſere
gottſeligen Väter hierüber gedacht haben. Dieſe
haben zwar ernſtlich dagegen gezeugt, wenn
eine Gemeinde ihren Prediger nur auf ein
Jahr oder ſonſt dingen und nach Willkür be—
halten und entlaſſen wollte, aber eben ſo ernſt—
lich dagegen, wenn ein Prediger nach Ge⸗
fallen Gemeinden annehmen und verlaſſen
wollte. Unter den vielen Zeugen, die wir
hiervon anführen könnten, wollen wir erſtlich
den alten treuherzigen Mattheſius reden
laſſen. Dieſer Theolog wurde 1504 zu Roch-⸗
litz in Sachſen geboren, wurde zu Joachims-
thal in Böhmen an der ſächſiſchen Grenze erſt
Schulmeiſter und hierauf zum Diakonus und
endlich zum Stadtpfarrer 'daſelbſt berufen.
Mehrere Vocationen, die er von andern Orten
her erhielt, ſchlug er aus. Dieſer Mattheſius
ſchreibt in ſeiner „Hiſtorie von JEſu Chriſto,“
Theil II., Fol. 39. folgendermaßen:
„Daß der HErr Chriſtus am Creuze St.
Johanni ſeine werthe Mutter befiehlet, daraus
ſollen alle chriſtliche Pfarrherrn und Seelſor—
ger lernen, daß ihnen Chriſtus ſelber durch den
heil. Geiſt und ordentliche Wahl und Beruf
ſeine Gemeine und Herdlein befiehlet, und ſol⸗
len ſie ihr Lebelang mit Treuen meinen, wie
ein Kind ſeine Mutter, oder wie ein Vater
ſeine leiblichen Kinder, oder wie ein frommer
Mann ſeine ehrliche, eheliche Hausfrau, und
wenn ſie ihren Kirchen ihr Lebelang treulich
und weislich fürgeſtanden, ſollen ſie darauf
denken, daß ſie darneben Leute erziehen und
abrichten, denen ſie am Todbette die Schäflein
und Lämmerlein Chriſti wiederum befehlen
können.
Eine ſehr nöthige Lehre iſt das für alle Pfar—
rer und Biſchöfe. Denn ob man wohl zehn
tauſend Zuchtmeiſter hat in Chriſto, wie
St. Paulus von ſeiner Zeit Predigern redet
1Cor. 4, 15., ſo ſind doch wenig Wäter, die
ſich ihrer Kirche treulich, herzlich und mit Ernſt
annehmen, oder bei ihnen denken zu verharren
und auszuhalten. Viel Miethlinge, Fragner
(Feilhaber) und Höckler (Höker) gibt es in der
Welt, aber wenig treuer Hirten und aufrich—
tiger Händler. Denn der mehrere Theil ſucht
das Seinige, wenig aber, was Chriſti iſt.
Mancher thut wie der Sonnenkrämer (Trödler);
wo die Sonne ſcheint, und da er denkt Geld zu
löſen, da bindet er ſeinen Knapſack auf; gehet
ein trübes Wölklein herein, und die Waare will
auf einer andern Kirchweihe mehr gelten, ſo
bindet er wieder ein, und fähret auf, Gott
gebe, es bleibe Mutter und Braut, daran der
Sohn Gottes ſo viel gewendet hat, wo ſie will.
Derohalben ſollen alle chriſtlichen Pfarrer
hier lernen: Befiehlet einem Gott eine Kirche,
die ſoll er ſein Lebenlang behalten, wie ſein
ehelich Weib, ſo fern ſie Gottes Wort hören,
und Chriſto ſein Ehegelöbniß halten will.
Denn da eine aus dem Geſchirr ſchlägt und
nimmt falſche Lehre an, und läuft ſelber von
ihrem Seelſorger, und verfolgt und verjagt
einen, da heißt Chriſtus ſeinen Diener ſeibſt
ausgehen, und den Staub von den Füßen
ſchütteln.“)
Darnach ſollen ſie auch die Zuhörer lernen,
wenn ihnen Gott treue Lehrer ſendet, die ihnen
Gottes Gnade treulich und väterlich verkündi—
gen, ſo ſollen ſie ihnen auch mütterliche Treue
wiederum erzeigen, und ihnen gehorſamlich fol—
gen, ſie zwiefacher Ehren werth (1 Tim. 5, 17.)
halten, damit ſie ihrem Amt nicht mit Seufzen,
ſondern mit Freuden können auswarten. Ebr.
13, 17. Ein Pfarrherr, der ſtetigs ändert und
wechſelt mit den Pfarren wie ein Roßtäuſcher,
der weiß ſeine Strafe nicht. Alſo iſt es auch
nicht gut den Kirchen, wenn ſie ihre Lehrer
verkepſen (wie ein Kebsweib entlaſſen), oder
legen es ihnen ſo ungleich für, daß ſie müſſen
ihren Fuß fortſetzen.
Traun ſolches ſtrafet ſich ſelber. Denn wer
da nicht einen treuen Lehrer leiden kann, der
muß darnach einen Wolf und Miethling haben,
*) Es kann natürlich auch noch andere Urſachen geben,
warum ein Prediger in ſeinem Gewiſſen gebunden iſt, einen
neuen Beruf anzunehmen und ſeine erſte Gemeinde zu ver⸗
laſſen. J. Gerhard ſchreibt hierüber: „In Berreff der
Verſetzung der Kirchendiener wird von manchen gefehlt, theils,
daß ſie zu wenig, theils daß ſie zu viel zugeſtehen. Zu wenig,
indem manche meinen, daß es durchaus unerlaubt ſei, daß ein
Kirchendiener von einem Orte auf einen andern verſetzt werde;
zu viel, indem ſie ihre Aemter ohne Ueberlegung in Leichtſinn,
ohnt dringende Noth und ohne offenbaren Nutzen der Kirche
wechſeln, ja nach Art der Pferdehändler und Geldwechsler ihre
Gemeinden wie Pferde und Geloſtücke halten. Wie man
aber der zu großen Serupuloſität der erſtern mit Recht
entgegenſtellt, daß der Herr der Ernte die Macht habe ſeint
Diener wie zu berufen, ſo auch von einer Gemeinde zu einer
andern zu verſetzen und daß eine Gemeinde des HErrn als
Hausherrin dieſelbe Gewalt habe, ſo iſt dem Leichtſinn
der letzteren entgegenzuſetzen, daß ſolche Veränderungen, wenn
ſie nicht aus wichtigen Gründen geſchehen, leicht in der Kircht
ein Aergerniß erwecken können. Alles muß in gehöriger Ord⸗
nung geſchehen, nicht nach eigenem Vorwitz, nicht nach dem
Privaturtheil des Einzelnen, nicht aus Ehrgeiz, aus Herrſch⸗
ſucht, aus Vorurtheil, nicht aus Begierde nach einer angeneh⸗
meren Stellung, nach größerem Einkommen u. ſ. w., ſondem
alles muß nach dem Nutzen, dem Bedürfniß und der Erbau⸗
ung der Gemeinde geſchätzt werden.“ (Loc. theol. De mi-
nist. 5 171.)
English translation AI translation
chamber door, and went out into the garden to pray for the patient.
After half an hour I went back to him, and as soon as I opened the door, he cried out to me as loudly as he could: "I am damned! I am damned!" One could clearly read fear and terror in his face and gestures.
Because he had come into this state solely through fear of the punishment of hell, it was necessary to repeat what I had first set before him, which in his earlier hardened state had been unable to bear any fruit. I therefore explained to him once again the abominable nature both of his transgression of the fourth commandment and of his whole sinful corruption in general, so that he might be terrified not only at the punishment but at the sin itself. Now there was no longer any trace of his former defiance. He granted me, without excuse, that I was right in everything, and continually condemned himself. I therefore now proclaimed to him the great reconciliation and universal grace in Christ Jesus, and urged him to believe this word — which he now listened to eagerly. He developed an intense longing for the forgiveness of sins; yet it cost him a great struggle to believe it firmly as well. He begged his mother, mournfully and with many tears, for forgiveness, as well as her betrothed, whom he now came to love dearly; he also asked my forgiveness, and when I spoke a humble prayer of repentance for him, he prayed it after me with real fervor, so that from every sign one could perceive a great change in his heart.
Now the mother too thanked me for having carried out my office toward her son. I had to forbid her, however, from speaking much with him about the state of his soul. Instead, I asked her betrothed to stay with him through the night, and instructed him what he should speak and pray with him, and so I left him for this time.
When I came again the following morning, I heard that he had spent most of the night in prayer, and that he had repeatedly shown true repentance over his sins; also that he had become joyful in faith in Christ, and would not let his mother's betrothed (whom he had previously been quite unable to bear) leave his bedside. I found him fairly calm, and after a brief examination I recognized the marks that his faith was alive. When I now reminded him again of some of his former sins, in order to deepen his poverty of spirit, his heart melted like wax before fire. But when I spread out my words about the redemption of Jesus Christ, about his infinite grace and kindness, and how he had forgiven him his grievous sins as well, and how he would soon, very soon, take him up into heaven, he became exceedingly joyful, and declared that he was firmly assured of the forgiveness of his sins, and that he felt the seal of it living in his heart. His face, formerly defiant, was thereby transformed into a devout kindliness, and one could, so to speak, read the blessed state he now found himself in from his very features. I gave him the Holy Supper, and he testified that partaking of the body and blood of his Savior had greatly refreshed him, and that he now awaited his death with comfort. A few storms of temptation did still arise, but the power of the gospel that was held before him repeatedly overcame the rising doubts, so that after a few hours he departed gently and blessedly in his Savior.
"Blessed be the glory of the LORD from his place." Ezekiel 3:12.
The Reckless Abandonment of Congregations by Pastors.
In our time, and especially in this our new fatherland, where not only do the Methodists, for easily explainable reasons, generally leave their preachers with a congregation for only one year, but where many preachers who call themselves Lutheran will scarcely stay with any congregation at all, and at the first sign of any friction arising in the congregation run off like true hirelings and seek out some other, quieter little spot for themselves — it will certainly be good to recall how our godly fathers thought about this matter. They did indeed testify earnestly against a congregation's wanting to hire its pastor for only a year, or otherwise to keep and dismiss him at its own whim; but they testified just as earnestly against a pastor's wanting to take on and abandon congregations as he pleased. Among the many witnesses we could cite on this point, let us first give the floor to the old, honest-hearted Mathesius. This theologian was born in 1504 at Rochlitz in Saxony; at Joachimsthal in Bohemia, on the Saxon border, he was called first as schoolmaster, then as deacon, and finally as town pastor there. He declined several calls that he received from other places. This Mathesius writes as follows in his "History of Jesus Christ," Part II, folio 39:
"That the Lord Christ on the cross commends his precious mother to St. John — from this all Christian pastors and shepherds of souls should learn that Christ himself, through the Holy Spirit and through orderly election and call, commends to them his congregation and little flock, and that they should cherish it faithfully all their life long, as a child cherishes its mother, or as a father his own bodily children, or as a godly man his honest, wedded wife; and when they have faithfully and wisely presided over their churches their whole life long, they should see to it that, alongside this, they raise up and train men to whom, on their deathbed, they can in turn commend Christ's little sheep and lambs.
This is a most necessary teaching for all pastors and bishops. For although one may have ten thousand tutors in Christ, as St. Paul speaks of the preachers of his time, 1 Corinthians 4:15, yet there are few fathers who devote themselves to their church faithfully, wholeheartedly, and in earnest, or who intend to remain and hold out with it. There are many hirelings, hagglers, and peddlers in the world, but few faithful shepherds and honest tradesmen. For the greater part seek their own interest, and few seek what is Christ's. Many a one acts like the sun-peddler, the huckster: where the sun shines, and where he thinks he can turn a profit, there he unpacks his knapsack; but let a dark little cloud roll in, and should his wares fetch a better price at some other church-fair, then he packs up again and moves on — let mother and bride, on whom the Son of God has spent so much, remain wherever she likes, for all he cares.
Therefore all Christian pastors should learn this: if God entrusts a church to a man, he should keep it his whole life long, as his wedded wife, so long as she hears God's Word and is willing to keep her marriage-vow to Christ. For when a congregation kicks over the traces and takes up false doctrine, and itself runs away from its pastor, and pursues and drives him out, then Christ himself bids his servant depart and shake the dust from his feet."*)
After that, the hearers too should learn this: when God sends them faithful teachers who proclaim God's grace to them faithfully and in fatherly fashion, they in turn should show them motherly faithfulness, and follow them obediently, holding them worthy of double honor, 1 Timothy 5:17, so that they may attend to their office not with sighing but with joy. Hebrews 13:17. A pastor who continually changes and switches parishes like a horse-trader does not know what punishment awaits him. Just so, it is likewise not good for the churches when they cast off their teachers (as one dismisses a concubine), or treat them so unfairly that they are forced to move their feet elsewhere.
Truly, such conduct punishes itself. For whoever cannot bear a faithful teacher must afterward have a wolf and a hireling instead,
*) There can, of course, also be other reasons why a pastor may be bound in conscience to accept a new call and to leave his first congregation. J. Gerhard writes on this: "With regard to the transfer of church ministers, some err by conceding too little, others by conceding too much. Too little, in that some think it altogether unlawful for a church minister to be transferred from one place to another; too much, in that they change their offices thoughtlessly, out of frivolity, without pressing need and without any evident benefit to the church — indeed, treating their congregations, after the manner of horse-traders and money-changers, like horses or coins. But just as one may rightly counter the excessive scrupulousness of the former by pointing out that the Lord of the harvest has the power to call his servants, and likewise to transfer them from one congregation to another, and that a congregation of the Lord, as mistress of the house, has that same authority — so too the frivolity of the latter must be countered with the fact that such changes, when they do not occur for weighty reasons, can easily give rise to offense in the church. Everything must be done in proper order — not according to one's own presumption, not according to the private judgment of the individual, not out of ambition, love of power, or prejudice, not out of a desire for a more agreeable position, a greater income, and so forth — but everything must be weighed according to the benefit, the need, and the edification of the congregation." (Loc. theol., De minist., § 171.)