Collection › Der Lutheraner (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 9, Nummer 25 › Seite 176
Der Lutheraner St. Louis, Missouri — 1853-08-31, Seite 176
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ſterniß zum Lichte führen, an den Waſſerquellen
leiten, und ihre Seelen erquicken mit Seinem
Frieden. Das iſt unſre Hoffnung und unſer
Troſt, und darauf hin arbeiten wir in des Herrn
Namen freudig und mit Zuverſicht, und freuen
uns im Geiſte der Zeit, in der auch Indien un⸗
ſres Gottes und ſeines Chriſtus geworden iſt,
und in der an einem Ende dieſes Landes bis zum
andern Sein Name herrlich ſein wird.
In Bezug auf meine perſönlichen und häus—
lichen Verhältuiſſe kann ich nur unſres Gottes
große Gnade preiſen und Seine Treue verkün⸗
digen. Meine Geſundhrit iſt zwar nicht mehr
ſo gut, als ſie es vor wenigen Jahren war; doch
bin ich noch immer verhältnißmäßig der kräftig—
ſte aller hieſigen Brüder. Auch in meinem Hauſe
bat mich der Herr, der getreue Heiland, wieder
gnädig angeſehen, indem Er mir vor einigen
Monaten aufs Neue ein theures liebes Eheweib
geſchenkt hat, mit der ich ſeitdem durch Seine
Güte recht vergnügt und glücklich lebe.Die übri⸗
gen Brüder befinden ſich, Gottkob! alle geſund
und wohl mit den lieben Ihrigen. Seit mei—
nem vorigen Schreiben iſt Br. Cordes und Br.
Ochs, jeder mit einem Söhulein, und Br. Wolff
mit einem Töchterlein und Söhnlein geſegnet
worden; dagegen hat der Herr des Letzteren äl—
teſtes Töchterlein wieder zu ſich genommen. —Die
Brüder laſſen Dich mit den lieben Deinigen herz—
lichſt grüßen.
Grüße alle liebe Brüder recht herzlich von mir,
beſonders den lieben Bruder Beſel, den ich zwar
nicht von Angeſicht kenne, aber doch in dem Herrn
lieb habe, und der mich in Deinem Briefe grü—
ßen ließ. —Betet für uns und für die arme Kir—
che hier und behaltet uns in Eurer Liebe. Schrei⸗
be mir bald wieder. Bis jetzt haben wir zwar
Euren lieben „Lutheraner“ noch nicht erhalten,
hoffen jedoch zuverſichtlich, er werde den Weg zu
uns ſchon noch finden. Vielleicht könntet Ihr
ihn mit einem Segelſchiffe, die ja öfters von Neu⸗
pork nach Madras gehen, in größeren Paketen
ſchicken.
Indem ich mich nun nebſt den Brüdern hier
Deiner ferneren Liebe und Fürbitte empfehle, und
Dich ſammt den lieben Deinigen herzlichſt grüße,
virbleibe ich
* Dein
treuer Bruder in dem Herrn
J. M. N. Schwarz.
TTTTPTTPTPTPTCTCTCTCTCTCTCTMC
Die Michigan -Diſtricts-Conferenz
wird dieſes Jahr Dienſtags d. 30. Au-⸗
guſt und die folgenden Tage zu Sagi⸗
naw City ſich verſammeln.
Die Lancaſter Prediger -Conferenz der
Synode von Miſſouri, Ohio u. a. St.
wird ſich am 1. Oktober d. J. in Lan⸗
caſter, O., verſammeln. —
— 175—
Der National Demokrat.
Die erſte Nummer dieſes neuen politiſchen
und literariſchen Familienblattes iſt uns zuge⸗
kommen. Herausgeber iſt der unſern meiſten
Leſern ſchon wohlbekannte Ferr Friedrich
Schmidt, Verleger Buell und Blan⸗
chard in Washington, D. C. Das Blatt
iſt zunächſt den Chriſten unter den Deut—
ſchen Amerika's gewidmet und wird ebenſo
chriſtliche wie freie democratiſche Grundſätze
befürworten und vertreten. — Sowohl was
Reichthum, Mannichfaltigkeit und Tüchtigkeit
des Inhalts, als was äußere Ausſtattung die⸗
ſer Zeitung betrifft, ſo verſpricht dieſelbe, nach
der erſten Nummer zu urtheilen, ein Blatt zu
werden, das jedes andere unter den bisher
hier herausgekommenen deutſchen Blättern weit
hinter ſich läßt. Obwohl wir der Meinung
ſind, es wäre beſſer, das Blatt überließe die
Vertheidigung chriſtlicher Grundſätze und der
Bibel den religiöſen Blättern und begnügte ſich
damit, nur ſolchen Leſeſtoff eines politiſchen
Blattes zu geben, der Chriſten geboten werden
kann,“) ſo glauben wir doch nur die Pflicht
eines Herausgebers einer religiöſen Zeitſchrift
zu erfüllen, wenn wir allen chriſtlich geſinnten
Deutſchen hieſigen Landes den National De—
mokraten als die obne Zweifel beſte hieſige
weltliche Zeitung hiermit dringend und von
Herzen empfehlen. Die Bedingungen ſind fol—
gende: ‚
Der „National Demokrat“ erſcheint jeden
Samſtag, auf einem Rieſenbogen in Quar⸗
to Format, für den jährlichen Subſcrip⸗
tionspreis von Zwei Dollars in
Vorausbezahlung.
Drei Eremplare, ein Jahr für 55.00
Fünf Eremplare „ „ „ 8.00
Zehn Exremplare „ „ „, 15.00
Addreſſe, unter welcher das Blatt zu be—
ziehen iſt:
Buell und Blanchard,
Washington, D. C.
Die erſte Nummer erſchien am 9. Juli d.
J., die zweite am 23. deſſ. M.
Die Herrn Verleger ſchreiben: „Sollte die
Zähl' unſerer Abnehmer auch noch ſo gering
bleiben, ſo wird dennoch der erſte Jahrgang
vollſtändig geliefert, indem der etwaige Verluſt
für's erſte Jahr durch Freunde unſeres Unter—
nehmens völlig gedeckt wird.“
) Der Herr Redakteur kann nicht in Abrede ſiellen, daß
es unmöglich iſt, chriſiliche Principien in einer Weiſe zu ver⸗
treten, daß damit allen ſeinen, wenn auch vorausſetzlich
nur chriſtlich geſinnten, Leſern eine Genüge gethan würde.
Ammmmm
Erhalten
Bon der Gemeinde des Herrn Paßor Rauſchert
zur Miſſi onecaſe 86.00
c 4• O. Clöter.
Der „Lutheran Observer.“
—
Die am 8. Juni dieſes Jahres in N. Rork
verſammelte Conferenz des ev. luth. Miniſte—
riums von New Jork hat u. A. folgenden Be—
ſchluß gefaßt:
Beſchloſſen: Daß wir, durchaus un⸗
frieden ſowohl mit der unevangeliſchen
und unſymboliſchen Stellung
des „Lutheran Observer?“ als einer
Kirchenzeitung, als auch unzufrieden
mit den jämmerlichen Dingen,
die darin vorkommen, den „Lutheran
Standard' empfehlen.
— ⏑
Der „Evangelical Lutheran.“
Die zweite Nummer einer neuen engliſchen
religiöſen Zeitung dieſes Ramens liegt vor uns.
Dieſelbe ſoll von nun an jewöchentlich einmal
erſcheinen. Publicationsort iſt Springfield,
Clark Co., Ohio; der Editor Ehrw. Victor L.
Conrad. Es ſoll dieſes Blatt dazu dienen,
einem, wie es heißt, längſt gefühlten Bedürfniß
der zur Generalſynode gehörenden Sy⸗
noden im Weſten abzuhelfen. Es wird da—
her. was Glauben und Praxis betrifft, den
Standpunkt der Generalſynode einnehmen, das
heißt, gerade was die Unterſcheidungslehren der
ev. -luth. Kirche betrifft, einen jeden Freiheit
laſſen, zu glauben, was er will, und was die
Maaßregeln zur Erweckung chriſtlichen Lebens
betrifft, die neuen empfehen, als das Revival⸗
Syſtem durch protracted Meetings u. dgl. Da⸗
her ſchreibt denn Herr Dr. B. Kurß' in ſeinem
„Lutheran Observer?: „Wir ſtimmen den all⸗
gemeinen Grundſätzen des Evangelical Lu-
theran“ von ganzem Herzen bei und haben kei⸗
nen Zweifel, wenn das Blatt an dieſen Grund⸗
ſätzen feſthält, ſo wird es Gott ſegnen.“ Herr
Dr. Kurtz empfiehlt das Vlatt inſonderheit dem
Miſſiſſippi⸗ Thal. 2*
—
Kirchweihe.
Am 10. Juli fand die Einweihung der Kir⸗
che in Minden, Washington Co., Ill., Statt.
Schon im Jahre 1817 hatte die dortige evan⸗
geliſch-lutheriſche Gemeinde dieſes Gebäude
begonnen. Doch mußte es bis dahin noch zu—
gleich als Pfarrwehnung benutzt werden, bis
der HErr nun den lieben dortigen Brüdern ſo
weit geholfen hat, daß ſie ein eigenes nettes
Pfarrhaus errichten, die Kirche ausbauen und
ausſchließlich zu gottesdienſtlichem Zwecke be—
ſtinmen konnten. Die Kirche iſt 33 Fuß lang
und 20 Fuß breit, aus ſtarken Baumſtämmen
dauerhaft erbaut u. mit einem hübſchen Thürm⸗
chen verſehen. Auf einem Hügel in der Grand—
prairie gelegen, ragt ſie über den Wald empor,
weßhalb man ſie ſchon von ferne erblicken kann.
Am Tage vorher war ein heftiges Gewitter,
der Regen floß in Strömen und eraquickte die
dürren und dürſtenden Gefilde. Als daher der
Sonntagmorgen anbrach, da prangten Jeld,
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