Collection › Der Lutheraner (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 9, Nummer 25 › Seite 170
Der Lutheraner St. Louis, Missouri — 1853-08-31, Seite 170
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Bottes
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wort und Luthers Lehr“ vergehet nun und nimmermehr.““
(Offenb. Joh. Cap. 14. v. 6.7.)
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Herausgegeben von der Deutſchen Ev. Luther. Synode von Miſſouri, Ohio und andern Staaten
Redigirt von C. F. W. Walther.
Jahrg. 9.
St. Louis, Mo., den 2. Auguſt 1853.
No. 25.
Bedingungen Ver Lutheraner erſcheint alle zwei Wochen einmal für den jährlichen
Eubſcrivtienspreis von Einem Dollar für dee auswärtigen Unterſchreiber
zahleu und das Poſtgeld zu iragen haben. — In St. Louis wird jede einzelne No. ſür 5 Cents verkauft.
welche denſelben vorausnde⸗ aber.
Rur bie Brieſe, welche Mittbeilungen für das Blatt en thalten, ſind an den
welche Geſchäftliches, Beſtellungen, Abbeſtellungen. Gelder ꝛc. enthalten,
Mr. F. W. Barthel, care of C. F.
Redakteur, alle anteren
unter der ÄAdreſſe
W. Walther, St. Louis, Mo., anher u ſenden.
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Auszügliche tabellariſche Überſicht
einiger offenbarer Irrthümer Paſtor Grabau's,
der falſchen römiſchen, ſowie mit der reinen luther
Lebren Paſtor Grabau's.
V.
Von dem Verhältniß des Predigt⸗
amtes zur Kirche und zum geiſtli⸗
chen Prieſterthum der Gläubigen.
32. „Das heil. Predigtamt gibt
oder überträgt nicht die Gemeine,
ſondern der Sohn Gottes, ſammt dem Vater
und heiligen Geiſt.“ (Hirtenbr. Antikritik S.
39.), Hier behaupten ſie wieder, die Gemeinde
habe ein Recht von Gott, ihrem Prediger das
Amt zu übertragen. .. Demnach werden
die Kirchglieder zur zweiten wirkenden Ur⸗
ſache gemacht, denn wer das Amt überträgt,
der wirket es. Wir wiſſen aber, daß die Kirch⸗
lieder, ſofern ſie in göttlicher Ordnung tüchtige
Perſonen berufen, das Amt nicht übertra⸗
gen und wirken, ſondern daß Gott durch die
Ordnung, in der ſie bleiben, treue Kirchendie⸗
ner ſelbſt gibt und ſetzet, das Amt überträgt
und wirket. So iſt und bleibt Gott überhaupt,
und auch in der Wahl und Ordination causa
efficiens oder die einzige wirkende Urſache
des Amtes.“ (2. Synodal⸗Brief. S. 107.)
Lehren der römiſchen Kirche.
V.
Von dem Verbältniß des Predigt⸗
am 10 zur Kirche und zum geiſtli⸗
chen Prieſterthum der Gläubigen.
32. In der Verdammungsbulle, welche
Pabſt Pius VI. wider mehrere Propoſitionen
des Biſchofs von Piſtoja, Scipio de Rieci,
und wider die von demſelben zuſammenberufene
Synode von Piſtoja im Jahre 1794 erlaſſen
hat, heißt es unter der Ueberſchrift: „Von der
der Gemeinſchaft der Kirche beigelegten Gewalt,
damit ſie durch dieſe (die Kirche) den Paſtoren
mitgetheilt werde,“ folgendermaßen: „Der Satz,
welcher beſtimmt, daß die Gewalt der Kirche
von Gott gegeben ſei, damit ſie den Paſtoren
mitgetheilt würde, die ihre Diener für das
Heil der Seelen ſind — ſo verſtanden, daß die
Gewalt des Kirchen-Amtes und -Negimentes
von der Gemeinſchaft der Gläubigen ab⸗
geleitet werde und ſo auf die Paſtoren über⸗
gehe: wird als ketzeriſch verdammt und ver⸗
worfen.“ (Conc. Trid. ed. Smets. p. 285.)
*
mit den eigenen Worten deſſelben vorgelegt und mit
iſchen Lehre verglichen.
Lehre der lutheriſchen Kirche,
welche Paſtor Grabau die miſſou⸗
riſche nennt.
V. —
Von dem Verhältniß des Predigt⸗
amts zur Kirche und zum geiſtli⸗
chen Prieſterthum der Gläubigen.
32. Baldulnus: „Die Kirche iſt Chriſti Raut
Joh. 3, 4., und Gemahl, Pſ. 45, 10., und die Haus⸗
herrin in ſeinem Hauſe, Pſ. (8, 13.; wie daher die Schlüſ⸗
ſel vom Hausherrn der Hausherrin gegeben werden, ſo hat
auch Chriſtus, der Herr ſeines Hanſes, welches iſt die Kicche,
die Schlüſſel ſeiner Braut gegeben, die dieſelbe ihren Die⸗
nern überträgt, welche Haushalter oder Verwalter der
Geheimaiſſe Gottes genannt werden.“ (De easibus con-
scientiae p. 1104.) — Pol. Ley ſer: „Wie das öf⸗
ſentliche Kirchenamt ordentlicher Weiſe nur den von der Kir⸗
che dazu rechtmätzig berufenen Perſonen gehört, welche im
Namen Gottes und der Kirche die Macht haben, ihre Zuhö⸗
rer zu löſen und zu binden, ſo fällt im Nothfall dieſe Ge⸗
walt auf den erſten beſten Chriſten wieder zurück; denn
wie die Macht zu löſen und zu binden Matth. 16, 19. dem
Petrus verſprochen, und Joh, 20, 23. allen Apo⸗
ſrehn übertragen iſt, ſo iſt dieſe Gewalt Matth. 18, 18˙
ven Chriſto der Kirche gegelen, welche die ſelbe ordentli⸗
cher Weiſe rechtmäßig dazn berufenen Perſonen übertra⸗
gen kann.“ (Fortſetzung der ev. Harmonie von Chem⸗
nitz lol. 1748.) — Quenſtedt: „Die ur ſprüng⸗
liche bewirkende Urſache des Kirchen amtes
iſt der einzige und alleinige Goti . Die weniger
urſprüngliche das Kirchenamt conſtitul⸗
rende Urſache iſt die ganze Kirche.“ (Tneol. did. —
pol. ſol. 1497.)
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