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Eckhardt's Homiletisches Reallexikon, 1907–1917

A cumulative subject index to seven Missouri Synod periodicals, compiled by E. (Ernest) Eckhardt (1868–1939) and printed at St. Louis between 1907 and 1917. Under each headword it sets numbered theses, and beside each thesis the places where the periodicals had treated it — by volume and page, running twenty years past the last of Der Lutheraner's own registers. Where the archive holds the volume a citation names, the citation below is a link to that page.

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Die Schule (1913)

574 entries — page 3 of 15.

Erziehung

5. — Die Schule (1913)

5. nicht ändern wollen, was einmal nicht zu än⸗ deln iſt, niemand wegen geringer Begabung ta— eln;

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6. — Die Schule (1913)

6. als Sünde nur ſtrafen, was wirklich Sünde iſt:

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7. — Die Schule (1913)

7. mit Fleiß auf die Wirkungen der Gnade ach-— ten. 3. Der Lehrer als Erzieher. a. Der Lehrer ſoll erziehen. Dazu iſt er verpflichtet, auch wenn es nicht ausdrücklich im Berufe ſteht. Es gehört mit zu ſeinem Amt. Anm. Wehe dem, der dieſes unterläßt! Die Frucht wird noch nach vielen Jahren zu verſpüren ſein. b. Die rechte Erziehungskunſt wird nicht aus Büchern gelernt. Die Quelle der Weisheit iſt Gottes Wort. c. Der Erzieher muß Seelſorge an den einzelnen üben, ihnen nachgehen. Er muß auch die einzelnen nach ih-— tem Charakter kennen. 13, 209 d. Er ſoll nicht geſetzlich, ſondern evangeliſch erziehen. Das Geſetz richtet Zorn an, die Liebe beſſert. 4, 303. Anm. a. Die Erziehung wird nach Beſchaffenheit des Lehrers geartet ſein. Iſt der Lehrer geſetzlich, dann auch ſeine Zucht. Anm. b. Ich habe es alles Macht, aber es frommet nicht alls. Man muß bei allem, was man tut, dar⸗ auf ſehen, ob es frommt. bild Der Erzieher ſoll ſich die Erziehung Gottes zum bild nehmen. Chriſtus das Vorbild eines Serthenoen Schullehrers. 46, 7—17. Chriſtus hat bald Geſetz, bald Evangelium gebraucht. 46, 13—15. Er trägt Sorge nicht nur für das zeitliche,

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— Die Schule (1913)

ſondern auch für das ewige Wohl, erzieht durch das Wort u. ſ. w. Er iſt das Ideal, der größte Pädagoge aller Zeit. 40, 357. f. Mangel an Selbſterkenntnis, der Gedanke, daß man es wohl verſteht, iſt ein Hindernis der chriſtlichen Zucht. Haltet euch nicht ſelbſt für klug. An ſeiner eigenen Kraft muß der Lehrer verzagen. 47, 324. Bine Gott um Weisheit. 13, 187. g. Die Erziehung der Kleinen darf ihm nie ein langweiliges Geſchäft ſein. h. Gott gibt die Autorität. Der Erzieher ſoll ſich vorſehen, daß er ſie nicht wegwirft. i. Nur der kann chriſtliche Zucht geben, der ſelbſt in der Zucht des Geiſtes ſteht. Der Lehrer muß ſelbſt ein Chriſt ſein. 46, 171. Anm. a. Die Schule als ein Feld. Der Lehrer it der Arbeiter, der Eigentümer des Feldes iſt Gott, das Unkraut auf dem Felde die Sünde, die Pflanzen die Schüler, die der Pflege bedürfen. Auf dieſem Felde ſoll der Lehrer etwas erziehen. — Der Lehrer iſt ein Hirt, Baumeiſter 37, 97—100, ein Gärtner 27, 191—196, ein Arzt. 19, 4—6. Anm. b. Was ſoll der Lehrer tun, um die ihm an— vertrauten Kinder recht und chriſtlich zu erziehen? 13, 4. Die Bewahrung vor Sünden. a. Der Lehrer muß den Kindern die Häßlichkeit der Sünde vor Augen ſtellen durch rechte Unterweiſung aus Gottes Wort und den groben Ausbrüchen der Sünde zu begegnen ſuchen. Er muß z. B. 1. den Eigenwillen brechen, dem Hochmut entgegentreten, daß die Kinder fein demütig bleiben; 3. der Unredlichkeit und Lüge ſteuern; 4. dem Stehlen entgegenarbeiten (Marbelſpiel um Geld ſollte man nicht erlauben 32, 73); 5. die Sünden der Unzucht ſtrafen. Anm. a. Onanie iſt manchmal unter Kindern im Schwange. Dadurch wird Leib und Seele ruiniert und Gott erzürnt. 3, 52. Kennzeichen davon 3, 56. Aber große Vorſicht iſt bei Beurteilung dieſer Kennzeichen nötig, da ſie auch andere Urſachen haben können. Anm. b. Iſt Veranlaſſung dazu vorhanden, ſo muß der Lehrer davor warnen, mache aber die Schüler nicht erſt mit der Sünde bekannt. Anm. c. Vermutet der Lehrer, daß ein Schüler in dieſer Sünde liegt, ſo gehe er ihm nach und achte fleißig auf ihn, nehme auch, wenn ſich ſein Verdacht beſtätigt, Rickſprache mit den Eltern, vorausgeſetzt, daß ſie ſtreng moraliſche Leute ſind und übel nicht ärger gemacht wird.

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— Die Schule (1913)

b. Wie ſoll der Lehrer den Sünden in ſeiner Schule entgegenarbeiten? Er ſoll 1. ermahnen und warnen, öffentlich und manch⸗ 13, 366. 183. 185. 209. mal auch, wo nötig, unter vier Augen, was mit⸗ unter beſſer iſt. (Aber nur keine langen Predig⸗ ten! 13, 184. 39, 88.) Dabei kann man an die Taufe anknüpfen. 5, 165. 165: 2. mutwillige Sünde ernſtlich ſtrafen, nicht allein 2, 11. 12. Lind. 304. mit Worten, ſondern, wo nötig, auch mit der Rute; 3. den Kindern die Gelegenheit zur Sünde zu Lind. 302. 303. nehmen ſuchen, ſoviel wie möglich. Er ſoll darum väterliche Aufſicht über die Kinder führen auch während der Pauſen, der erſte in der Schule ſein, alle Linder immer beſchäftigen u. ſ. w. Anm. Laſſen Schüler ihrem böſen Fleiſch allzuſehr Raum, ſo möchte der Lehrer mutlos werden. Nur Weis- heit von oben kann Wandel ſchaffen. c. Der Lehrer ſolhendlich auch die Kin⸗ der aus der Sünde zu erretten ſuchen. Er muß den Kindern klar und freundlich den Heilsweg zeigen, ſagen, wie ſie Vergebung erlangen können. Ammn. Zeigt ſich ein Kind nach offenbar ſchwerer Verſündigung unbußfertig, ſo muß die ſuchende Liebe des Lehrers ihr Werk beginnen. Bußfertigen muß er die Rückkehr leicht machen, ſie mit Freuden aufnehmen und alles Mißtrauen verbannen. Mit Rückfälligen muß man aufs neue Geduld haben. Lind. 315. 5. Die Erziehung zum Guten. Der Lehrer muß auch zum Guten erziehen und Liebe zur Gottſeligkeit erwecken. Es muß den Kindern gezeigt werden, worin die Gott⸗ ſeligkeit beſteht und woher ſie die Kraft dazu nehmen. Phil. 4, 8: Was wahrhaftig iſt, was ehrbar iſt u. ſ. w. 30, 291. — Die Norm der guten Werke ſind die zehn Gebote. 30, 258. Anm. a. An die chriſtlichen Tugenden nniß man die Kinder gewöhnen. Anm. b. Inſonderheit ſoll der Lehrer auch zum Be— ten erziehen, nicht allein durch Morgenandacht, ſondern auch durch Reizung und Lockung zum Gebet zu Haus, indem er nötige Anweiſung gibt. 6. Erziehung zu allerlei Tugenden. a. Gehorſam. Gehorſam iſt des Schülers erſte Pilicht. Ohne Gehorſam kann keine Schule beſtehen. 32, 309. — Wie gewöhnt man die Kinder zum Ge— horſam? 19, 47. Der Lehrer 1. verſuche nicht, durch Schmeichelei und Ver-— Lind. 326. ſprechungen zum Gehorſam zu reizen: 2. zeige, wie wohlgefällig Gott der Gehorſam 35, 102. 103. Lind. 323 iſt und wie ſchändlich der Ungehorſam. Gehor— bis 325. ſam iſt beſſer denn Opfer. 4. Gebot: 3. weiſe auch im Unterricht auf gute Beiſpiele 35, 102. des Gehorſams hin. Abraham, Joſeph, Chriſtus; 4. ſuche ſich das Vertrauen der Kinder zu er⸗ 30, 44.

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— Die Schule (1913)

werben: 5. beſchäftige die Kinder zweckmäßig; 6. halte mit unbeugſamer Konſequenz daraui, daß ſeine Befehle ausgeführt werden. Anm a. Je weniger Vefehle, deſto beſſer. Die Befehle müſſen kurz, klar, zwechnäßig und ihre Ausführung dem Kinde möglich ſein. Amn. b. Es iſt verkehrt, bei einem Befebl Gründe anzugeben, warum der Befehl gegeben in. Das Kind gehorcht dann nicht uns, ſondern den Gründen. Dadurch wird zugleich Gegengründen eino Berechtigung eingeräumt, und der Schüler dem Erzieher gleichgeſtellt. Man ſoll die Befehle nicht durch Disputieren unterſtüten. Anm. e. Gut befeblen iſt nicht leicht. Es muß gelernt werden; 7. mache den rechten Gebranch von Lob und Tadel; 8. ſtraſe den offenbaren Ungehorſam. Wenn ein Kind dem Veſehle nicht Gehorſam leiſtet, ſol dann der Lehrer ſchiählichen Rückzug antreten? Je ungehorſamer die Kinder, deſto feſter halte der Lehrer über dem Geſetz. 38. 113. Schlagen itt aber nicht das Hauptmittel. Die Kinder ſollen aus Liebe gehorchen. 18, 26: H. ſere ſich bei heftigen Ausbrüchen des Ungehorſams mit den Eltern in Verbindung und ſehe. daß ein gutes Verhältnis zwiſchen Schule und Haus beſteht: 10. ſei ſelbſt ein Muſter in dieſer Tugend und füge ſich willig in menſchliche und göttliche Ord— nungen. Anm. a. Gehorſam muß auch außerhalb der Stun⸗ den beim Spiel herrſchen. Die Kin · Anm. b. Gehorſam muß gelernt werden. der müfſen daran gewöhnt werden. Anm. c. Vor allen Dingen muß man auf Gehor ſam gegen Gottes Gebot halten Anm. d. Gehorſam kann der Lehrer auch für ſeine Gebote fordern, weil er an Stelle der Eltern ſteht. Der Lehrer gehört mit in das 4. Gebot. Amm. e Zu unterſcheiden iſt williger Gehorſam und äußerlicher, erzwungener Gehorſam, oder Gehorſam aus Furcht, aus natürlicher Liebe und in der Furckt Gottes. Gehorſam im vollen Sinne des Wortes, wil⸗ lige Unterwerfung, läßt ſich nicht durch den Stack er⸗ reichen. Wohl aber muß das Kind gezwungen werden. einem Befehle äußerlich nachzukommen oder Verbotenes zu unterlaſſen. Anm. f. Im Elternhaus werden die Kinder vielfad nicht an Gehorſam gewöhnt. Vielleicht hat die Mut⸗ tor die Gewohnheit, dem Vater zu widerſprechen oder

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— Die Schule (1913)

Arbeiten; 3. das Schulzimmer. Es darf kein Papier u. i. w. herumliegen, muß rein gefegt ſein. Ein Mit⸗ tel, um das Herumwerfen von Papier zu verhin⸗ dern 35, 181—183; Er ſoll auch in dieſem Stül 4. der Lehrer ſelbſt. ein Vorbild ſein. e. Wohlanſtändigkeit. Die Kinder ſollen ehrerbietig, freundlich, beſcheiden ſein, guten Anſtand und Sitten haben. Lind. 239. Anſtandsregeln Lind. 331. 332. Anm. a. Das bezieht ſich auch auf den Spielplaz Keine rohen Spiele auf dem Spielplatz! Anm. b. Wäre es nicht traurig, wenn die Kinder in unſern Schulen roher und ſtreitſüchtiger wären al⸗ in andern Schulen? Anm. c. Der Lehrer muß auch ſelbſt anſtändig ſein. f. Höflichkeit. Gerade auch die Gemeindeſchu— ſollte zuv Höflichkeit erziehen. Der Lehrer muß al Verſtöße dagegen zurückweiſen. Er darf nie dulden daß im Verkehr der Kinder ein roher Ton einreißt. 1 197. — Kinder ſollen den Lehrer grüßen, für Gefällig keiten danken u. ſ. w. 38, 109. 44, 8. Auch dieſe muß der Lehrer den Kindern vorleben. 10, 196. Anm. Es gibt freilich auch eine Höflichkeit, die nu leere Form iſt. g. Dienſtfertigkeit. h. Verträglichkeit. Kinder ſollen nicht zan ſüchtig ſein, keine Raufereien treiben. i. Schamhaftigkeit. k. Pünktlichkeit. Kinder ſollen pünktlich z1 Schule kommen, der Lehrer zur rechten Zeit anfange S. Eigenſchaften des Lehrers. Anm. Daß Kinder ſchon eine Stunde vor Beginn d Schule ankommen und dann allerlei Dummheiten ir ben, iſt eine Unſitte. Läßt es ſich nicht abſtellen, dar muß auch der Lehrer früher kommen. l. Fleiß. In der Schule muß gearbeitet werde Keine Zeit darf vertrödelt werden. Dabei muß all in heiterer Stimmung geſchehen. 28, 56. Anm. a. Um den Fleiß der Schüler zu erreiche ſoll der Lehrer 1. nicht den Ehrgeiz anſtacheln, ſondern 2. den Kindern Luſt zur Arbeit machen: 3. ihnen die Arbeit vorſtellen als etwas Ni liches, Notwendiges, als eine ſchöne, von Gott botene Tugend: 1. keine zu ſchweren Aufgaben ſtellen: 5. dem Mangel an Fleiß entgegentreten, dan der Faule ſeinen Zweck nicht erreicht. Anm. b. In all dieſen Tugenden muß der Leht ein Vorbild ſein. V

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7. Außerliche Schulzucht Die Schule (1913)

7. Außerliche Schulzucht. The external discipline oithe school. 32, 70-75. 46, 169-174. a. Was gehört dazu? Dazu gehören Einrichtingen und Ordnungen, die von den Kindern gehalten werden müſſen, weil ſonſt der Zweck der Schule nich: trreicht werden könnte. Anm. a. Das Hauptſächlichſte davon iſt oben ſchon mit beſprochen, z. B. Ordnung, äußerlicher Gehorſan, Reinlichkeit u. ſ. w. Während der Schulſtunde ſoll niemand flüſtern. 32, 368. Beim Schluß der Schule nicht hinausſtürmen 32, 71. 73. 366 u. ſ. w. Anm. b. Die außerliche Zucht iſt nichts Chriſtliches. ſie findet ſich auch in Schulen ohne Religion. — Wir — aber in unſern Schulen mehr als äußerliche ucht. b. Notwendigkeit. Wo viele Kinder zuſammenkommen, geht es ohne Zucht und Ordnung nicht ab. Selbſt die einzelne Familie kann nicht ohne eine gewiſſe Hausordnung gedeihen. — Eine Schule ohne Disziplin iſt wie eine Mügle ohne Waſſer. 46, 309. (. Zweck. Der Zweck der äußerlichen Ordnung iſt nicht. die Kinder fromm zu machen, ſondern die Schule in einen ſolchen Zuſtand zu verſetzen, daß der Zweck der Schule erreicht werden kann. d. Art und Weiſe. Die äußerliche Schulzucht 1. muß in chriſtlichem Geiſt gehandhabt werden: 2. ſoll nicht lar ſein. In der Schule muß gute Zucht herrſchen, die Autorität des Lehrers muß zur Geltung kommen, ſonſt kann die Schule nicht gedeihen; 3. ſoll nicht ins Extrem gehen. d. Mittel. Mittel, äußerliche Zucht zu erreichen, ind: Schulgeſetze, Wachſamkeit des Lehrers, Strafe u. ſw. Die Gewohnheit. 6, 307. 47, 77. Anm. a. Der Lehrer ſollte ſelbſt vor allen Dingen ſich der Zucht befleißigen. Die Perſönlichkeit des Lehrers übt einen großen Einfluß aus. 46, 169. Amm. b. Er ſollte nicht zu familiär mit den Kindern werden, ſich ſelbſt beherrſchen und die Eigenſchaf— ten, die ihm etwa fehlen, zu erlangen ſuchen. Anm. c. Auch ein heiteres Temperament wäre dem Lehrer zu wünſchen. Er ſoll kein ſaures Geſicht machen. Ein Kind, das einem ſolchen Lehrer ſechs Stunden am Tage ins Geſicht ſehen ſollte, wäre zu bedauern.

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Erziehungsmittel

— Die Schule (1913)

Abhandlungen. Die Ermahnung in der Schule. 14, 240—249. Lob und Tadel bei der Schaulerziehung. 43, 65—74. Belohnung und Beſtrafung. 27, 129—147. Schulzenſuren. 14, 144—146. über öffentliche Schulzeugniſſe. 11, 105—109. Zeug niſſe, Nutzen oder Schaden. 44, 152. 153. Ehrgeiz, Pflicht und Ehrgefühl in der Erziehung. 33, 108—117. Ehrgefühl und Ehrgeiz. 16, 81—87. Ehrgefühl und Ehrgeiz. 47, 168—172. Erwas über das Nachſitzenlaſſen in der Schule. 47, 364—367. Das Nachſitzen als Strafe. 14, 310—313. Das Strafrecht des Lehrers 2, 15—19. Das Strafamt des Lehrers. 25, 129—136. Körperliche Züch⸗tigung. 43, 297—302. über körperliche Züchtigung in der Volksſchule. 14, 59 bis 61. 31, 289—300. 332—.340. Läßt ſich die körperliche Züchtigung ohne Lockerung in der Schulzucht beſeitigen reſpektive vermindern? 37, 257—269. 289—298. 5, 336—345. The discipline oι physical pgin. 44, 363. Was iſt Konſeguenz und welchen Einfluß hat ſie auf Erziehung und Unterricht? 34, 333—349. Geſetzliche und evangeliſche Zucht in unſern Gemeindeſchulen. 5, 358—361. Unterſchied der geſetzlichen und evangeliſchen Zucht in den Schulen. 6, 33—51. 161—172.

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— Die Schule (1913)

Erziehungsmittel. Abriß. Das Gebet § 1. Gottes Wort, das vornehmſte Erziehungsmittel § 2. Der interricht als Erziehungsmittel § 3. Die Gebote des Lehrers § 4. Lob und Tadel 5. Zenſieren § 6. Allerlei Ehrenbezeugungen § 7. 8. Ehrgefühl § 9. Verſchiedene Straimittel § 10

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11. — Die Schule (1913)

11. Der Lehrer ſei bei Anwendung von Zuchtmitteln nangeliſch § 12. Erziehungsmittel. J. Das Gebet. Der Lehrer ſoll fleißig beten a. zunächſt für ſich ſelbſt. Er ſoll Gott um Weisheit d Verſtand ditten. 33. 153. 154. An Gottes Segen alles gelegen. Wis. Syn. 90. 50. Chriſtus hat nichts »Gebet unternommen. 33, 260. Ein Gebet eines rers 28. 299. 300; ſodann für die Schule und die Schüler. Er ſoll die ler auf betendem Herzen tragen. Min. 97, 38. ürbitte. Wie oft hat Chriſtus für ſeine Apoſtel gebe— 17. 166. 167. Ein Gebet 28, 306: c ferner mit den Kindern in der Schule, vergl. Mor-enandacht; d. endlich in beſonderen Fällen auch mit einzelnen dern. Beiſpiele: 1, 344. Lind. 349. 354. Kinder zſen mit Gebet erzogen werden. 5, 292—257. 2. Gottes Wort, das vornehmſte Erziehungsmittel. ahre Erziehung kann mir da ſein, wo Gottes Wort ge⸗ mndhobt wird. 40, 193. Dazu gehört Geſetz und rangelium. 46, 13. 30, 258. 259. Das Wort Gottes ů0 nun aber auch in beſonderen Fällen angewendet erden a. zur Lehre. Ehe man von einem Kinde etwas for⸗ 4— muß man ihm Anweiſung geben, was es n ſoll; b. zum Tro ſt, wenn ein Kind ſich verſündigt hat und hbußfertig erzeigt; czur Mahnung. Halte an mit Ermahnung. 31, 5. Sie iſt nötig zur Heiligung. 14, 245. Die Erahnung ſei 1. liebreich und freundlich, zu rechter Zeit; 2. auf die Schrift gegründet: 3. klar, deutlich und verſtändlich: 4. kurz. Nur keine langen Predigten in der Schule. Luth. 18. 207. — Abhandlung: Die Er⸗ mahnung in der Schule. 14, 240—249. Anm. a. Ermahnen heißt, durch Vorhalten von ründen zu bewegen ſuchen. Anm. b. Ermahnung unter vier Augen geht mehr Herzen als öffentliche Ermahnung. Anm. c. Ein treuer Lehrer ermahnt nicht nur dann, enn Kinder in Sünden fallen, ſondern benützt jede im

  • Wis. Syn. 90. 50
  • Min. 97, 38
  • Luth. 18. 207
  • Ma. 17, 91 margin

Die Schule (1913), its own page 151 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0213_PA151

— Die Schule (1913)

Katechismus und in der bibliſchen Geſchichte ihm gebo⸗ tene Gelegenheit. Anm. d. Man halte das Geſetz vor. Wenn ſich Reue zeigt, folgt das Evangelium. Zeigt ſich keine Reue, muß man es der Weisheit des Lehrers überlaſſen, wie zu handeln, da die Fälle ſo verſchieden ſind. Anm. e. Man behandele die Kinder als Wiedergem borene, die aus Schwachheit und Unwiſſenheit fehlen und nicht als Abgefallene. Anm. f. Mit der Ermahnung wird verbunden 1. die Warnung, 2. die Drohung bei widerſpenſtigen Kindern. Anm. g. Bei der Drohung iſt zu beachten, daß man 1. nicht zu viel droht, 2. nur ſolche Strafe droht, die man auch auszu⸗ führen gedenkt, auch ausführt. 3. die Drohung, wenn nötig, Drohung, wo nichts dahinter ſteckt, verurſacht Gleichgiltigkeit. Läßt man die Drohung ſtillſchwei⸗ gend fallen, ſo werden die Kinder dickfellig; 4. nicht zu harte Strafe droht. Das richtet Zorn an. Anm. h. Da die Kinder leicht vergeſſen, muß man ſie fleißig erinnern. Man muß ſie auch bitten, das Wort anzunehmen, ihnen die göttlichen Verheißungen vorhalten. 3. Der Unterricht als Erziehungsmittel. Jeder gute und zweckmäßig erteilte Unterricht wirkt erziehend. Das gilt beſonders vom Religionsunterricht, aber auch vom Geſangsunterricht u. ſ. w. 4. Die Gebote des Lehrers. Ohne Geſetze geht es nicht. Die Befehle a. ſollen ſein Befiehl nichts, was du nicht 1. wohlüberlegt. durchführen kannſt; Jedes Kind ſoll wiſ · 2. beſtimmt und deutlich. ſen, was es ſoll; Gebiete nichts, was die Kraft 3. nicht zu ſchwer. des Kindes überſteigt; 4. kurz. „Gehe hin.“ „Tue das;“ b. müſſen mit Maß erteilt werden. Mache nicht zu viel Geſetze. Nur wirklich nötige Ordnungen und Re⸗ geln ſollten den Kindern auferlegt werden. Man kann nicht alles durch Geſetze erreichen; c. dürfen ſich nicht widerſprechen: d. ſollten bei Kindern nicht begründet werden; e. ſollten keine Strafandrohung in ſich ſchließen, da⸗ durch Mißtrauen bekundet wird; d. können nicht als göttliche Gebote hingeſtellt wer; den; e. ſollten nicht wiederholt werden; f. ſollte der Lehrer für ſich niederſchreiben oder in

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— Die Schule (1913)

7. Sei konſequent 34, 343 (ſ. § 12b) und gerecht darin. 27, 142 (ſ. 8S 12a). Anm. c. Durch ein Lob zwrechter Zeit kann man manch⸗ mal mehr ausrichten als durch ſtrenge Befehle. — Man. ches Kind hat vielleicht zu Haus ſelten ein ermunterndes Wort gehört. 29, 28. 29. Anm. d. Fließt das Lob nicht aus Liebe, kann es leicht Futter für den Ehrgeiz werden. Anm. e. Das Lob kann auch beſtehen im Zenſieren. Ehrenämtern, Ehrenplätzen und Belohnungen. S. den nächſten Paragraphen. b. Der Tadel. Tadel iſt Außerung der Unzufrie⸗ denheit in Mienen und Worten. 1. Tadele nie wegen ſchwacher Begabung. 2. Tadele nicht immer, es erbittert. Erkenne auch an, was das Kind Gutes tut. 3. Mache keine lange Predigt. 1. Gebrauche keine Schimpfnamen und Scheltworte. „Ochſe, Eſel, Kamel“ u. ſew. gehören nicht in die Schule. Kinder dürfſen nicht lächerlich gemacht und dem Spott ausgeſett werden. 5. Laß die Eltern des Kindes aus dem Spiel. Schlage mich, aber ſchilt meine Mutter nicht. 6. Wenn du was zu tadeln haſt, ſchreie nicht, ſondern ſprich leiſe. 7. Der Tadel ſoll nicht allgemein, ſondern ganz —ẽ d ſein. Man muß genau ſagen, was zu ta⸗ eln iſt. Anm. Beſchämung und Beſchimpfung. 6, 81—83. Kommt das Sichſchämen von ſelbſt, ſoll man es nicht un⸗ terdrücken. Beſchämung ſoll nicht in Spott ausarten. Beſchimpfung wirkt Schande und iſt nur ſelten zuläſſig.

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6. Zenſieren Die Schule (1913)

6. Zenſieren. Abhandlungen: Schulzenſuren. 14, 11¹1—146. über öffentliche Schulzeugniſſe. 11,. 105 bis 109. Zeugniſſe, Nuten oder Schaden. 44, 152. 153. — Zeugniſſe austeilen iſt nicht unrecht. Es iſt nicht ge⸗ gen Matth. 18. (21, 96.) a. Der Nutzen. Zenſuren haben manchen Vorteil. 1. Die Eltern werden über den Stand des Kindes in Kenntnis geſetzt. 2. Wenn richtig angewendet, können ſie ein be— ſtändiger Sporn und Antrieb ſein zu neuem Fleiß und Eifer. Einwand: Der Schüler ſoll fleißig ſein, weil Gott es fordert. 3. Der Lehrer werde weniger geneigt ſein, körperliche Züchtigung zu verhängen, da er das Betragen des Kindes in das Zeugnis ſchreibt. Einwand: Iſt dadurch etwas gebeſſert? 4. Die Disziplin wird erleichtert. Einwand: Was in der Schule abgemacht werden kann, braucht nicht aus der Schulſtube herausgetragen zu werden. 5. Zenſuren ſind ein ſchriftliches Lob. Das Kind

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— Die Schule (1913)

ſelbſt hat Wohlgefallen daran. 40, 32. 45. 11, 106. 107. Einwand. Durch Zenſuren werde der Ehrgeiz des üindes angeſtachelt. — Das hängt viel davon ab, wie ſie om Lehrer und den Eltern aufgefaßt und behandelt weren. 43, 70. Anm. Werden die Zeugniſſe zu dem Zwecke geſchrieen. daß die Kinder ihre Leiſtungen mit einander ver-leichen und ſich meſſen wollen, ſo ſind ſie zu verwerſen. 14, 145. 37, 266. 32, b. Die Schwierigkeit. Das Zenſieren hat viel 210. Schwierigkeiten. Der eine Lehrer würde vielleicht „ſehr zut' ſchreiben, der andere nur „mittelmäßig“. Es kann in Kind in ſeiner Klaſſe das beſte ſein und ſteht doch zch auf einem mittleren Standpunkt, wenn die ganze ſſe zurück iſt. Das Reſultat läßt ſich ſchwer in Proenten ausdrücken. — Satiriſcher Scherz über Zenſuren. 2. 278. 30, 127. 31, 313. Anm. a. Monatliche Zeugniſſe ſind darum nicht anuraten. Es iſt ſchwer, die Kinder monatlich in allen zächern zu zenſieren. Sind monatliche Zenſuren eingeſItt, dann beurteile man nur Fleiß, Betragen und Jortſchritte. 40, 31. 13, 70. 38, 377—379. Anm. b. Der Lehrer ſoll über Leiſtungen und Beragen ſeiner Schüler Buch führen, damit er den Eltern nitteilen kann, wie das Kind ſteht. Das ſollte auch da zeichehen, wo keine Zeugniſſe ausgeteilt werden.

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7. — Die Schule (1913)

7. Allerlei Ehrenbezeugungen. 7, 293. 294. 27, 134. a. Ehrenplätze. Abhandlungen: Üüber das Setzen der Kinder. 11, 151—154. Wie im Theater gibt es gute und ſchlechte Plätze in der Schule. Die guten Schüler rücken hinauf, die ſchlechten herunter. Zertieten. Dies iſt die unheilvollſte Form von Lob und Ta— del. 43, 71. Sie iſt in den meiſten Schulen abgeſchafft. Das Bedenkliche dabei iſt, daß 1. der Lehrer dabei ſehr ungerecht gegen ein Kind ſein kann. Den Fleiß des Kindes kann der Lehrer nur ſchwer ermitteln. Und Kenntnis und Fertig⸗ keit? Ein Kind iſt oft in einem Fach weiter als andere und in andern Fächern wieder zurück. 2. der Ehrgeiz des Kindes genährt wird. Anm. Manche halten das Auf- und Abſetzen für ein bedeutendes Mittel bei Erhaltung der Disziplin. b. Marking System. Das Kind, das ſeine Aufgabe gut gemacht, bekommt Fleißſtriche. Dadurch läßt ſich bei einigen viel erreichen, andere wieder ſind gleichgiltig dagegen. Der Ehrgeiz wird dadurch genährt. c. Roll of Honor. d. Ehrenämter. Solche, die ſich vor andern auszeichnen, kann man heranziehen zu allerlei Dienſtleiſtungen in der Schule, z. B. die Kleinen leſen laſſen, Hefte austeilen und Karten aufhängen laſſen u. ſw. e. Belohnungen, Geſchenke. Das Austeilen von Ebrenbezeichnungen iſt nichts Neues. Schon Baſedow teilte Fleißkarten aus. 14, 133. In manchen Schulen

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— Die Schule (1913)

konnte man einen Orden erlangen. Ordensfeſt aus dem Jahre 1788. 19, 163—170. — Prämien ſind nicht ge⸗ rade zu verwerfen, wird aber daraus eine ſtehende Ord⸗ nung gemacht, ſo ſind ſie entſchieden zu verurteilen, denn dadurch 1. werden die Kinder verwöhnt, daß ſie zuletzt nichts mehr tun ohne Belohnung; 2. wird Eitelkeit und Hochmut bewirkt und das Kind verdorben; 3. wird in andern Kindern der Neid erweckt. Anm. a. Welchen Schaden richtet ungerechte Beloh⸗ nung an! Anm. b. Während die einen durch Belohnung zu neuem Fleiße angetrieben werden, werden ondere da · durch nicht in Bewegung geſetzt. Sie wiſſen, ſie bekom · men doch nichts. Anm. c. Es iſt verkehrt, wenn ein Lehrer den Ge⸗ horſam belohnt Lind. 16, die Prämien ars einen Sporn benutzt 27, 131 oder Belohnungen ausſetzt, um dem Strafen zu entgehen. 37, 291.

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8. — Die Schule (1913)

8. Anſtachelung des Ehrgeizes iſt entſchieden zu ver⸗ werfen. Die Triebfeder der Ehrgeizigen iſt glänzen zu wollen. 40, 173. Das wird ſchon von der Vernunſt verurteilt. 2, 157. Chriſtus dämpft allen falſchen Ehr ⸗ geiz. 33, 262. 1. Wer durch Hoffnung auf Ehre ſich beſtimmen läßt, verlernt, Geſetze und Ordnungen um ihrer ſelbſt und um Gottes willen zu halten. 2. Wie gar oft gebrauchen ſolche das Schwert des Hochmuts, das ihnen Eltern und Lehrer ge⸗ wetzt und in die Hand gegeben haben, gegen ihre Lehrer und verachten ſie. Darum erleben manche an ihren Kindern ſo wenig Freude, aber viel Un— dank. 3, 24. 3. Die Kinder müſſen zur Pflichterfüllung erzo⸗ gen werden. So werden ſie ſpäter die nützlichſten Staatsbürger. Das Pflichtgefühl ſoll befördert werden. Anm. a. Durch Anſtachelung des Ehrgeizes erreicht man oft glänzende Erfolge, vor Gott aber haben ſolche Leiſtungen keinen Wert. 16. 85. Anm. b. Wie viel wird dieſes Mittel in den Staats⸗ ſchulen angewendet! Man benutzt den Ehrgeiz, um die Jugend zu Leiſtungen zu entflammen, die man durch Pflege des Pflichtgefühls nicht glaubt erreichen zu kön⸗ nen. 33, 108. Mit welchem Selbſtbewußtſein treten ſolche hernach auf! 33, 110. Anm. c. Den Ehrgeiz kann man anſtacheln durch Marking System 25, 261, Preisverteilung 16, 84. 85. u. ſ. w. Alle Erregung des Ehrgeizes zu meiden iſt Anm. d. ſchwer. Wie kann man dem Hochmut nud dem EhrAnm. Ue.

  • Proc. 1903, 34 margin
  • Proc. 1903, 34. 40 margin
  • Proc. 1903, 34. 40, 174—177 margin
  • O. 65, 62 margin
  • O. 65, 62. 40 margin
  • O. 65, 62. 40, 177 margin

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— Die Schule (1913)

geiz vorbeugen? Durch Vermahnung mit Gottes Wort und dadurch, daß man den Schülern möglichſt wenig Ge⸗ legenheit gibt, ihre Begabung zu zeigen. 33, 115—117. 2, 124.

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9. Das Ehrgefühl Die Schule (1913)

9. Das Ehrgefühl. Das Ehrgefühl ſoll man bei dem 125. 47, 168. 170—172. Kinde vorausſetzen und mit als Reſultat der Erziehung in Betracht ziehen. Man ſoll es fördern und pflegen. 46. 109. 32, 113. 43, 73. Es iſt an ſich nicht unrecht, muß aber frei ſein von eitler Selbſtgefälligkeit. 27, 132. 133. Leider iſt das Ehrgefühl oft nichts als Ehrgeiz. 16, 82. 16, 85. 114. 39, 32, Anm. a. Das rechte Ehrgefühl der Kinder ſoll man 284. 285. nicht verletzen durch Argwohn oder ungerechten Tadel. Anm. b. Das rechte Ehrgefühl beſteht darin, daß man weiß, daß man ein Nind Gottes geworden iſt. Abhandlungen: Ehrgeiz, Pflicht und Ehrgefühl in der Erziehung. 33, 108—117. Ehrgefühl und Ehrgeiz. 16, 81—57. Ehrgefühl und Ehrgeiz. 17, 168-172.

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10. — Die Schule (1913)

10. Verſchiedene Strafmittel. —* Ja Strafende Gebärden. Chriſtus ſtraft mit »Inem Blick. Wo man mit Gebärden ſtrafen kann, ſpare man die Worte. — Eli hat nicht einmal ſauer geſehen. 2, 212. 213. Anm. Dies iſt die erſte Strafe, beſonders bei kleinen Kindern. b. Tadelnde Worte ſ. Tadel. c. Aufſtehen vom Platz. Das darf aber nicht zu lange ausgedehnt werden. d. Heraustreten aus der Bank. e. Sitzen auf der Strafbank. f. Strafe an der Freiheit, während der Pauſe die Kinder im Schulzimmer behalten. Doch ſollte dies nur ſelten vorkommen. g. Entziehung des Mittageſſens. Dazu hat der Lehrer kein Recht. Er darf kein Faſten auflegen. h. Strafarbeit. Das nachläſſig Gemachte muß noch einmal ſauber gemacht werden. Strafarbeiten, die nur Strafe ſein ſollen für Vergehen anderer Art, ſind nie ſtatthaft. i. Nachſitzen. Abhandlung: Etwas über Nach- ſitzenlaſſen in der Schule. 47, 364 367. Das Nach-⸗ ſitzen als Strafe. 14, 310—313. — Nachſitzen iſt dann. am Platz, wenn durch Schuld des Schülers irgend etwas verſäumt wurde, was nachgeholt werden muß, z. B. wenn er die Hausaufgaben nicht oder liederlich gemacht, zu ſpät gekommen iſt u. ſ. w. Anmerkungen dazu: 1. Der Lehrer ſollte immer verſuchen, ohne Nachſitzen⸗ laſſen fertig zu werden. 2. Beim Nachſitzenlaſſen muß ſich der Lehrer richten 15, 180. nach Wetter, Zeit und Umſtänden. 3. Läßt ein Lehrer Kinder nachſitzen, ſo muß er ſelbſt 14, 313. Lind. 274. 275.

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— Die Schule (1913)

in der Schule bleiben und ſie beaufſichtigen. 4. Kinder nach Schluß der Schule nachſitzen zu laßen. iſt in den meiſten Fällen nicht ratſam. Paſſender wäre wohl die Mittagsſtunde. Anm. Welchen Wert hat das Nachſitzenlaſſen in den Schule behufs Nachhilfe? Regelmäßiges Nachſitzen wi eher ſchädlich als nützlich. Die Liebe zur Schule ö zum Lehrer geht verloren. Doch können einzelne Aus⸗ nahmen ſtatthaft ſein. ö k. Strafen an der Ehre. Verluſt von Ehr ämtern u. ſ. w. l. Ausweiſung aus der Schule. Die Aus weiſung aus der Schule, bis der Sünder Buße tut ! 173. 172, a. kann unter Umſtänden geſchehen, wenn ganzen Schule Gefahr droht, wenn durch anhalt des trotziges Benehmen eines Kindes der Zweck Schule bedeutend vermindert wird; b. kann der Lehrer nicht allein verfügen, ſond muß nach eingehender Beratung mit Eltern Paſtor geſchehen; c. erfüllt aber den Zweck nicht. Das Kind wird nicht gebeſſert. Das iſt es gerade, was ein Kind ſch manchmal wünſcht. Anm. a. Strafen, die man nicht anwenden ſoll: 1. Alle Strafen, durch welche die Kinder längere Zeit an der Teilnahme am Unterricht 2ꝰ 0 werden. 2. Alle Strafen, die die Geſundheit des Kind gefährden. Strafen, die das Ehrgefühl des Kindes 3. Alle ſchädigen. 4. Knieenlaſſen, die Kinder einſperren an einem dunklen Ort. Anm. b. Über das Strafen im allgemeinen iſt noch zu bemerken: 1. Die leichteren Strafen kommen erſt, die härteren ſpäter; 2. die Strafen müſſen nicht immer in der Reihen— folge gebraucht werden. Die Reihenfolge läht fic nicht beſtimmen. Man wende bald dieſes, bald iet nes Mittel an. 3. Ob die eine oder andere Strafe angewende— werden ſoll, lörperliche Züchtigung oder Nachſitzen, hängt von den Umſtänden ab und muß der Weisheit des Lehrers überlaſſen bleiben. 4. Die Strafe ſollte dem Vergehen möglichſt an gepaßt ſein. Wer Papier herumwirft, muß es auleſen, wer Eigentum beſchädigt, muß es erſetzen wer ſich erzürnt. muß ſich verſöhnen u. ſ. w. ͤ

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— Die Schule (1913)

Körperliche Züchtigung. Abhandlungen: Das Strafrecht des Lehrers. 2, 15—19. Das Strafamt des Lehrers. 25, 129—136. Körperliche Züchtigung. 43, 297—302. über körper⸗ liche Züchtigung in der Volksſchule. 14, 59—61. 31, 289—300. 332—340. Läßt ſich körperliche Züchtigung ohne Lockerung in der Schulzucht beſeitigen reſp. vermin⸗ dern? 37, 257—269. 289—298. 5, 336—345. The discipline of physical pain. 44, 363. 11. Körperliche Züchtigung. a. Das Recht. 1. Das Strafamt hat Gott den Eltern außgetragen. Sie ſollen die Rute gebrauchen. Spr. 22, 15: die Rute der Zucht wird ſie ferne von ihm treiden. 13, 24: Wer ſeiner Rute ſchonet, der haſſet ſeinen Sohn. 19, 18: Züchtige deinen Sohn, weil Hoffnung da iſt. 23, 14: Du haneſt ihn mit der Rute, aber du erretteft ſeine Seele von der Hölle. 29, 17: Züchtige deinen Sohn. Anm. a. Bibel und Scoock ſtehen nicht im Widerſpruch. Anm. b. Es ſteht nicht im Belieben der Eltern, ſondern iſt Gottes Gebot. Sie haben nicht nur das Recht, ſondern auch die Pflicht. 5, 6t. Da. durch legen Eltern ihre Liebe gegen die Kinder an den Tag. 4, 311. 2. Der Lehrer ift Stellvertreter der Eltern in der Schule. Damit übertragen auch die Eltern ihm das Recht, Zucht zu üben. Das ſoll nicht von ihm genommen werden. 37, 258. 259. Anm. Sofern der Lehrer Gehilfe des Paſtors ift, hat er nichts mit der Rute zu tun. b. Notwendigkeit. Muß in der Schule geſtraft 9, 81. 37, 259. werden oder kann es unterbleiben? Es iſt 1. nötig. Strafe muß ſein. Ganz ohne ſie 30, 154. Lind. 271. geht es nicht. 5, 59. 16, 70. 71. Wird die Rute ganz abgeſchafft, ſo iſt in den meiſten Fällen nicht mehr auszukommen. 34, 351. Ohne Rute iſt es unmöglich, in rechter Weiſe Schule zu halten. 14, 263. Wiſſen die Kinder, daß der Lehrer nicht ſtraft oder nicht ſtrafen darf, dann leidet die Disziplin. 37, 349. Anm. a. Es können Fällo eintreten, wo die 37, 262. 289. 5, 338. Autorität des Lehrers ganz untergraben würde, wo der Stock das einzige Hilfsmittel wäre. Anm. b. Das gilt auch von der Gemeindeſchule. 31, 833. Anm. c. Mancher wird ohne Stock fertig, man⸗ 4, 248. cher nicht. Manche halten es für eine Ehre, wenn ſie keinen Stoeck gebrauchen. 27, 141. Man ſpricht wohl: Nur ungeſchickte Lehret önnen die überzeugung haben daß ohne Schläge nicht auszukomuien

  • Spr. 22, 15
  • Wis. Syn. 1905, 41 margin
  • Wis. Syn. 1905, 41. 42 margin
  • Mit. 76, 27 margin
  • Neb. 1906, 42 margin
  • Mit. 76, 27 margin
  • Mit. 76, 27. 28 margin

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— Die Schule (1913)

ſei. 1, 254; 2. nützlich. Es hilft manchmal ſehr viel u iſt oft das beſte. Kinder, die der Vater ſoll ziel zu allem Guten u. ſ. w. Lied 370, 9. Auch 66 legt uns ein Kreuz auf, wenn wir nicht hören. M 1906, 42. Anm. Der Erzieher kann ſich an den Kindern Himm und Hölle verdienen. c. Zweck. Züchtigung hat 1. nicht den Zweck, fromm zu machen. Das ſchieht nicht durchs Geſetz. Der Stock erzieht un ſondern hilft höchſtens regieren. 45, 99. Anm. Man darf nicht alles vom Stock erm— ten. Man mute ihm nicht zu, was allein d Evangelium möglich iſt; 2. den Zweck, Schmerz zu bereiten, dem neu Menſchen Raum zu ſchaffen und andern ein B ſpiel zu geben. Anm. Die Strafe ſoll immer zugleich Beſſerungem tel oder Heilmittel ſein. Die Straftätigkeit des Lehr— iſt ähnlich der eines Arztes. Vergl. Evangeliſche Zu § 12 c. d. Wer ſoll ſtrafen? Der Lehrer ſelbſt. ſoll das Strafamt nie einem andern übergeben. e. Was ſoll mit der Rute geſtraft w⸗ den? Man ſoll ſie 1. nicht anwenden wegen geringer Begabu ſchlechten Verſtandes, Unwiſſenheit oder ande Schwachheiten. Was kann das Kind dafür? Str auch nicht die Unaufmerkſamkeit mit dem S: Wüßte man immer die Urſache davon, würdeen das Kind vielleicht eher bemitleiden. 19, 14. Anm. a. Es iſt ganz verkehrt, wenn man ſch che Kinder zur Erreichung größeren Unterricht folges mit dem Stocke treiben will, oder Kin ſchlägt, wenn lie nicht antworten können 19, oder ſich einmal umſehen. 7, 332. Anm. b. Vei Kindern, die nicht lernen, ſ. O, 145. man unterſuchen, ob ſie nicht können oder nicht lon. Anm. c. Strafe für Plauderer, Flatters und Unaufmerkſame 9, 146. 38, 102. 7, 333 2. nur gebrauchen bei groben Verſündigm 9. 144. 37, 296. 297. aus Bosheit, z. B. bei Ungehorſam 2, 19, fr⸗ 27, 141. Lind. 276. Widerſetzlichkeit 19, 15, Rohheit und Trotz! Syn. 1905, 42, aggreſſiven Vergehen 37. Faulheit 27, 133. 37, 266. 267. (Man muß Faulheit und Schwachheit unterſcheiden 38, 313.) f. Soll der Lehrer Vergehen ſtraf die auf dem Schulweg begangen werd Iſt er verantwortlich dafür? Nein. Man würde unmögliches verlangen. Der Lehrer hat die Verxant

  • Lied 370, 9
  • Syn. 1905, 42
  • O. 65, 61 margin
  • O. 65, 61. 37 margin
  • O. 65, 61. 37, 264 margin
  • O. 65, 61. 37, 264. 266 margin

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— Die Schule (1913)

tung nur ſo lange, als er die Kinder unter ſeiner Auf— iicht hat. 9, 48. ‚ Anm. a. Allerdings ſoll es dem Lehrer nicht gleichgiltig ſein, wie ſich ſeine Schulkinder auf dem Schulweg betragen. Er ſoll alles tun, was er kann, ihnen nach— icauen u. ſ. w., aber er iſt kein Polizeibeamter. Anm. b. In Preußen wurde den Lehrern das Straien von Vergehen bei Kindern unter zwölf Jahren außer— balb der Schule zur Pflicht gemacht. I. Woraufiſt Rückſichrzunehmen? Veim 2 Zuafen ſoll der Lehrer Rückſicht nehmen 1. auf Charakter, Temperament, Individualität und Geſundheit des Kindes. Man kann nicht alle Kinder gleich behandeln. 10, 195: 2. auf Geſchlecht. Mädchen ſind ſeltener zu ſtra⸗ ſen als Knaben. Mädchen laſſen ſich oft durch ein Wort zurechtweiſen; 3. auf die Eltern des Kindes, häusliche Er— ziehung u. ſ. w. Anm. a. Ferner wird der Lehrer beachten, ob 1. ein menſchliches oder göttliches Gebot über- treten worden iſt. Lüge und Ungehorſam wird man anders beſtrafen, als das Übertreten einer ö Schulordnung; 2. das Kind aus Schwachheit oder Vosheit han— ö delt. Nicht die Schwachheit, ſondern die Bosheit ö ſoll beſtraft werden: ö 3. das Kind durch andere gereizt worden iſt oder aus eigenem Antriebe gehandelt hat; ö 4. es das erſte Mal oder ſchon wiederholt ge— ſchehen iſt, 5. das Kind ſchon einmal oder mehrmals ermahnt worden iſt oder nicht. Anm. b. Auch Kinder werden manchmal von einer ungewöhnlichen Härtigkeit des Herzens überfallen. Sol— tte Verſuchungen des Satans ſollte man durch Gebet zu berwinden ſuchen. Anm. c. Wie ein Arzt muß der Lehrer die Urſachen zu ergründen ſuchen. Anm. d. Zwei Kinder mögen dasſelbe tun und doch aanz verſchieden geſtraft werden. Der Vorwurf der Un⸗ Lerechtigteit iſt dann nicht em Platz. Der Lehrer iſt nicht bloß Richter, ſondern vor allem Erzieher. 34. 342. Anm. e. Schwierig wird die Vollziehung der Strafe, venn eine größere Anzahl Schüler wegen ein und des— jelben Vergehens zur Strafe zu ziehen ſind. Anm. f. Recht ſtrafen iſt die ſchwierigſte Aufgabe des Lehrers. — Aber es iſt auch Arbeit im Herrn. 46, 44. h. Wohin ſoll geſchlagen werden? Auf das Geſäß oder den Rücken, jedoch nicht 1. an den Kopf. Das iſt Rohheit. Wie oft iſt ſchon inſolge einer unvorſichtigen Ohrfeige ein

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— Die Schule (1913)

Trommelfell geplatzt! 6, 64. 1, 93. 94. Lind. 337: 2. in die flache Hand oder auf die Fingerſpitzen. i. Wann ſoll die Strafe vollzogen wer⸗ den? Nicht während des Unterrichts, am allerwenig. ſten während des Religionsunterrichts, ſondern nach der Stunde. Doch mögen Ausnahmen ſtattfinden. Anm. Von Wichtigkeit iſt, daß die Strafe zur rechten Zeit kommt. k. Soll es geſchehen in Gegenwart der andern Kinder? Effentliche Verſündigungen ſol⸗ ten auch vor der ganzen Klaſſe geſtraft werden, damit ſich auch die andern fürchten. Anm. Es kann ja auch nach Schluß der Schule ge⸗ ſchehen unter vier Augen, aber das erſtere iſt vorzuziehen. l. Strafe nicht im Zorn und Arger, das kann dir unangenehme Verlegenheiten bereiten, ſondern mit Beſonnenheit und Bedanern. Strafen iſt kein Rache⸗ akt. 15, 43. Hüte dich vor Leidenſchaft, welche verbit⸗ tert. 14, 60. Schlage in der erſten Aufregung nicht un⸗ ſinnig darauf los. 30, 154. 155. 13, 210. Sei kein Wüterich. 5. 339. Darum iſt es 1. wichtig, daß der Lehrer den Stock nicht immer ber der Hand hat; 2. anzuraten, daß der Lehrer nicht gleich auf fri⸗ ſcher Tat ſtraft, ſondern die Strafe eine Zeit auf⸗ ſchiebt, bis er die Seelenruhe wiedergewinnt. Anm. Bei kleineren Kindern aber ſollte man die Strafe nicht lange aufſchieben, weil ſie hernach vielleicht nicht mehr wiſſen, wofür ſie geſtraft werden. m. Strafemußaus Liebefließen. 3 Moſ⸗ 19, 17. Strafe ohne Liebe fruchtet nichts. 8,. 271. Das Kind muß merken, daß es der Lehrer wohl mit ihm meint. 27, 145. Der Apfel muß bei der Rute liegen. 6, 372. Die Strafe ſoll geſchehen in väterlicher Weiſe 40, 363, aus Mitleid. Lind. 306. n. Strafeenie zu hart. Die Strafe darf das Maß des Verbrechens nicht überſchreiten. 13, 211. Nicht Üübermäßige in der Quantität liegt das Abſchreckende. Strenge 1. hat oft bleibende Nachteile, gefährdet die Ge⸗ ſundheit des Kindes; 2. ertötet alles Gefühl für Ehre und Schande; 3. wirkt ſchädlich auf andere Kinder. Sie er; greifen Partei gegen den Lehrer für den außer— ordentlich Beſtraften und ſehen ihn als Märtyrer oder Helden an: 4. iſt eine Verſchuldung des Lehrers; 5. kann beſtraft werden von der Obrigkeit. Anm. a. Beiſpiel von Mißhandlung 39, 63. Fälle. wo Kinder geſtorben ſind an Herzſchlag u. ſ. w. 11.

  • O. 65, 61 margin
  • O. 65, 61. 14, 60 margin
  • O. 65, 61. 14, 60. 2 margin
  • O. 65, 61. 14, 60. 2, 20 margin
  • Luth. 39, 147 margin
  • Luth. 39, 147. 46, 104 margin
  • Wis. Syn, 1905, 41 margin
  • Wis. Syn, 1905, 41. 27 margin
  • Wis. Syn, 1905, 41. 27, 146 margin
  • Wis. Syn, 1905, 41. 27, 146. 18, 25 margin
  • Wis. Syn, 1905, 41. 27, 146. 18, 25. 2 margin
  • Wis. Syn, 1905, 41. 27, 146. 18, 25. 2, 81 margin
  • Wis. Syn, 1905, 41. 27, 146. 18, 25. 2, 81. 12 margin
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  • Wis. Syn, 1905, 41. 27, 146. 18, 25. 2, 81. 12. 46, 104. 25 margin
  • Wis. Syn, 1905, 41. 27, 146. 18, 25. 2, 81. 12. 46, 104. 25, 136 margin
  • Wis. Syn, 1905, 41. 27, 146. 18, 25. 2, 81. 12. 46, 104. 25, 136. 37 margin
  • Wis. Syn, 1905, 41. 27, 146. 18, 25. 2, 81. 12. 46, 104. 25, 136. 37, 297 margin
  • Wis. Syn, 1905, 41. 27, 146. 18, 25. 2, 81. 12. 46, 104. 25, 136. 37, 297. 34 margin
  • Wis. Syn, 1905, 41. 27, 146. 18, 25. 2, 81. 12. 46, 104. 25, 136. 37, 297. 34. 143 margin
  • Wis. Syn, 1905, 41. 27, 146. 18, 25. 2, 81. 12. 46, 104. 25, 136. 37, 297. 34. 143. 17,138 margin
  • Wis. Syn. 90, 45 margin
  • Wis. Syn. 90, 45. 46 margin
  • Wis. Syn. 90, 45. 46. 46, 111 margin
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  • Wis. Syn. 90, 45. 46. 46, 111. 17, 139. 18, 25. 33, 115 margin
  • Wis. Syn. 90, 45. 46. 46, 111. 17, 139. 18, 25. 33, 115. 27 margin
  • Wis. Syn. 90, 45. 46. 46, 111. 17, 139. 18, 25. 33, 115. 27, 145 margin
  • Wis. Syn. 90, 45. 46. 46, 111. 17, 139. 18, 25. 33, 115. 27, 145. 31 margin
  • Wis. Syn. 90, 45. 46. 46, 111. 17, 139. 18, 25. 33, 115. 27, 145. 31, 335 margin
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— Die Schule (1913)

381. 36, 122. 123. Anm. b. Hat ein Lehrer das Unglück, ein Kind zu verletzen, dann lege er dem Kinde nicht Schweigen auf, jondern warte ab, was geſchieht. Kommen die Eltern, jo bekenne er, daß er zu heftig geweſen iſt. Anm. c. Hat ein Lehrer ein Kind unvernünftig geſchlagen, ſo erwecke er nicht den Schein, als ob er die Schmerzen wieder gutmachen wolle. Dadurch würde der Erfolg der ganzen Strafe wieder vernichtet. o. Schlage ſo wenig als möglich. Je weniger, deſto beſſer. 14, 59. Schlage nur, wenn es nötig iſt 5, 184, wenn andere Mittel nichts mehr helfen. 15, 180. 181. Lind. 277. Der Stock muß das letzte, äußerſte Mittel ſein. 31, 334. 335. Wenn der Stock gebraucht wird, muß das ein Trauerfall für die Schule ſein. 5, 344. — Durch zu häufiges Schlagen wird 1. das Gefühl abgeſtumpft, 2. ein rohes, dickfelliges Geſchlecht erzogen. Nichts iſt ſchädlicher, als wenn die Kinder die Schläge ge⸗ wöhnt werden. Arzneimittel, verkehrt angewendet, verſchlimmern die Krankheit. 16, 93; 3. Liebe und Luſt zur Schule erſtickt. Anm. a. Der Lehrer ſoll kein Stockmeiſter ſein. Er ſoll den Stock nicht immer in der Hand tragen und damit beſtändig drohen und ſchelten 8, 215, nicht bei je. der Gelegenheit, z. B. wenn ſich ein Kind umſieht, zuſchlagen 7, 332. Der Stock ſoll nicht regieren. Neb. 1906, 42. Nicht der ſtarke Sturm, ſondern der milde Sonnenſtrahl zwingt dem Wanderer den Rock ab. Il. 92, 123. 124. Eine Schule, in der die Rute die Erziehung beſorgen muß, iſt teine chriſtliche Schule. Il. 92, 123. Es gibt auch andere Mittel als Schlagen. 7, 285. 286. Beiſpiel. wie man durch freundliches Reden manchmal mehr erreichen kann 6, 373. Die beſte Schule iſt die, in welcher dieſe Strafe am ſeltenſten vorkommt, ohne daß dabei die Zucht leidet. 17, 123. Anm. b. Stockmeiſter alter Zeit. Im 17. Jahrhundert war der Stock die Hauptſache. 30, 183. 182. Er wurde mißbraucht 5, 247 —250, hatte dieſelbe Vedeutung für die Schule wie die Fahne für das Kriegsvolk. 36, 157. Man konnte ſich den Lehrer ohne Stock gar nicht denken. 33, 265. Beiſpiele: Aus dem Jahre 1734 37, 320. Calvin 3, 160. In unſerm Lande vor 100 Jahren 2, 57—59. Lancaſter's Schule 4, 35. The Ferule 32, 200. Anm. c. Jetzt iſt eine Wendung zum Beſſeren eingetreten, aber Stockmeiſter gibt es noch. 25, 259. 5, 338. Nanche ſchlagen zu viel, andere zu wenig. Ma. 9, 166. Anm. d. Früher wurden die Ruten von der ganzen Schule an einem beſtimmten Tage für das ganze Jahr herbeigeſchafft. „Anm. e. Man ſollte den Lehrer nicht mit dem Stock in der Hand abbilden.

  • Neb. 1906, 42
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— Die Schule (1913)

Anm. f. Bei jungen Lehrern muß man etwas Geduld haben. Auch Eltern ſchlagen gewöhnlich in den jüngeren Jahren mehr als ſpäterhin. p. Heutzutage will man den Stock ganz 0 ſchaffen. Man ſpricht dem Lehrer das Recht dazu ab. Anm. a. In berſchiedenen Staaten und Städten iſt körperliche Züchtigung verboten, z. B. in Waſhington 6. 220, St. Paul 13, 128, Pittsburg 5, 95, New Yort 40, 223. (Soll wieder eingeführk werden 38, 219. 220.) In Illinois weder ausdrücklich geſtattet noch verboten 1, 157. 31, 298, ebenſo in Kanſas 7, 31. 40, 384. Gerichtliche Entſcheidungen, daß körperliche Strafe nicht unter allen Umſtänden verboten ſein kann 31, 255. 2, 15 bis 19. 32, 61. In Indiana 15, 126. Boſton 25, 193. Nur der Mißbrauch iſt ſtrafbar. 31, 299. Anm. b. Verſchiedene Lehrer ſind auch vor der Obrigkeit verklagt, in einzelnen Fällen aber freigeſprochen worden. Ein Lehrer aus unſerer Synode 36, 120. — Wiro ein Lehrer unrechimäßigerweiſe darüber verklagt, ſo muß er ſein Vertrauen auf Gott ſetzen 31, 340 und das Urteil als eine Schickung Gottes in Geduld tragen. 37, 259. Anm. c. Doch ſind auch aus amerikaniſchen Kreiſen Stimmen gegen dieſe Zeitrichtung laut geworden. Lehrer ſelbſt treten für Strafe ein. 32, 379 Anm. d. Geſetze und Regeln über körperliche Züchti— gung in Deutſchland 45, 383. 384. 13, 255. 256. 16, 75. 76. L. W. 56, 331, in Preußen 35, 29, in Berlin 21. 48. Anm. e. Auch aus unſern Schulen werden manchmal Kinder um der Straſe willen herausgenommen. Anm. f. Schon Eli hat den Stock abgeſchafft. Baſedow wollte nichts davon wiſſen. 14, 133. Flattich legte ihn beiſeite. 1, 378. Anm. g. Pädagogen, die von Strafe oder wenigſtens von körperlicher Züchtigung nichts wiſſen wollen, verdienen kein Gehör. Man hüte ſich vor fleiſchlicher Liebe. 17, 138. Anm. h. Köryerliche Züchtigung iſt kein Schimpf für Lehrer oder Schüler. Nicht die Züchtigung beſchimpft, ſondern die Urſache, die Sünde. a. Einwände gegen körperliche Züchtigung. 1. Züchtigung beſſert nicht. — Daß eine Strafe nicht beſſert, macht ſie noch nicht unberechtigt. Iſt es nötig. daß die Straſe beſſert? Tut ſie es, um ſo beſſer. Tut ſie es nicht, jo kann ſie nicht ganz wegbleiben. 2. Die Liebe beſſert. — Kann nicht auch die Liebe züchtigen? 3. Der Lehrer ſolle eine Achtung einflößende Perſönlichkeit ſein. — Aber dadurch würde der Stock nicht ganz

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  • Stock nicht ganz

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— Die Schule (1913)

beſeitiat werden können. J. Gehorſam durch Furcht ſei die niedrigſte Stufe des Gehorſams. 5. Wir ſind in einem freien Lande. — Aber man ver⸗ ſteht unter Freiheit Willkür. 6. Welch eine Rohheit, wenn ein Lehrer noch zu Schlä⸗ gen ſeine Zuflucht nimmt und ein wehrloſes Kind ſchlägt! 7. Man müſſe entweder die Vibel oder den Stock ab⸗ ſchaffen. — Aber redet die Bibel nicht auch oft von der Rute? 8. Ohne körperliche Züchtigung werde die Disziplin 50 Prozent beſſer. 9. Durch körperliche Strafe werde keine ſittliche Wir ⸗ kung hervorgebracht. — Iſt die Strafe rechter Art, ſo wirkt ſie nicht bloß auf das Sinnliche, ſondern befeſtigt auch das moraliſche Band zwiſchen Kindern und Erzieher. r. Wie kann man körperliche Züchti gung vermindern? Das kann geſchehen, wenn man 1. die Kinder fleißig beſchäftigt. Der Stock re⸗ giert am meiſten da, wo der Unterricht nichts taugt. 5, 343: 2. den Kindern die Gelegenheit zum Sündigen ſo viel wie möglich nimmt, indem man z. B. unartige Kinder nicht zuſammenſitzen läßt u. ſ. w.: 3. ein wachſames Auge auf die Schüler hat, vergl. das Auge des Lehrers: 1. nicht zuviel Geſetze macht. Wo viel Gebote ſind. iſt viel Üübertretung: 5. die Sünden nicht erſt durch zweckloſe Befehle, die doch nicht gehalten werden können, vrovoziert; 6. rechten Gebrauch von Lob und Tadel macht; 7. mit den Eltern zuſammenwirkt, ſ. Schule und Haus: ö 8. in den Kindern das Chriſtentum zu ſtärken ucht. Anm. a. Körperliche Züchtigung könnte in vielen Fäl⸗ len vermindert werden. Man greift oft aus Unerfah— renheit und Unbeſonnenheit zum Stock. Anm. b. Hat der Lehrer den jugendlichen Fehler viel⸗ leicht ſelbſt verſchuldet? Prüfe dich! Anm. c. Fehler verhüten iſt beſſer als Fehler verbeſ⸗ ern. Anm. d. Dem Lehrer gebührt heilige Scheu vor dem Stock, vor dem Kinde (das ein getauftes Chriſtenkind und nicht ſein eigenes, ſondern anderer Leute Kind iſt) und vor Gott. j. Unterſuchung des Falles. „Strafe nicht, ohne den Tatbeſtand genau un⸗ terſucht zu haben. Du möchteſt es ſonſt bereuen. Manchmal iſt die Wirklichkeit anders als wir ſehen. 2. Richte dich nicht nach Angebereien der Kinder.

  • Stock, vor dem Kinde (da

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— Die Schule (1913)

Sei vorſichtig! Gewöhne die Kinder daran, ſich ſelbſt anzugeben. 3. Suche nie ein Zugeſtändnis zu erlangen durch Androhung von Strafe oder Verſprechung zeitlichen Gewinnes. 4. Vermeide, wenn möglich, lange disziplinariſche Unterſuchungen. Du haſt wichtigeres zu tun. Und überlege, ehe du eine Unterſuchung anſtellſt, ob ſie erfolgreich ſein würde. Lind. 316. 5. Leugnet ein angeklagtes Kind, ſo warne vor — 0 ſieh aber ab von Schlägen. Irren iſt menſchich. 6. Wenn ein Kind bekennt, ſoll es noch geſtrait werden? Unter Umſtänden ja, unter Umſtänden nein. Auf ein offenes Geſtändnis hin kann ein Teil der Strafe oder die ganze Strafe erlaſſen werden. Wein Fut ein Verd Lind. 17, 18. „Iſt ein Vergehen eines Schülers den andern verborgen geblieben, dann laß es vor ihnen verborgen bleiben. Beobachte gegen ſie Stillſchweigen. 8. Der Lehrer ſoll nicht alle ſtrafwürdigen Vergehen erforſchen wollen. Sei kein Spion. .Allerlei Winke. 1. Ehe man ein Kind ſchlägt, ſollte man es war ; nen. 2. Man muß auch dem Kinde ſagen, warum es geſchlagen wird, von der Sünde und Straſwürdigkeit überzeugen, daß es erkennt: Ich habe es verdient. 3. Gebet und Vermahnung ſollten damit Hand in Hand gehen. 4. Schlage niemals, ohne daß es der Schüler ſieht. 5. Wer nicht zu groß für Flegelei iſt, iſt auch nicht zu groß für den Stock. 6. Strafe mit nachdrücklichem Ernſt und gib nicht bloß einen Klapps, ordentlich oder gar nicht. 34. 142. 113. Bei einem halsſtarrigen Gemüt gleich das erſte Mal gründlich. Lind. 306. 7. Wenn neue Kinder eingetreten ſind, verſuche mit den Größeren ohne Schläge fertig zu werden. 8. Lehrer an mehrklaſſigen Schulen müſſen in einem Sinn und Geiſt arbeiten. Dieſelbe Zucht in jedem Schulzimmer. 9. Bewahre die Rute an einem Ort, wo ſie nicht immer geſehen wird und bei der Hand iſt. Die Nachkur. Hat der Lehrer ein Kind ge— I. ſtraft, ſo behandele er es, als ob nichts vorgefallen ſei trage es ihm nicht nach. Wenn aber Trauer und und Ernſt noch auf ſeinem Angeſicht liegt und das Geſicht des Lehrers ſich nicht ſo ſchnell aufhellen will, ſo iſt das ganz in der Ordnung. Der Erfolg. Die Wirkſamkeit der Strafe v.

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— Die Schule (1913)

bängt von der Perſönlichkeit des Lehrers und von der Art, wie die Strafe gegeben wird, ab. Manchmal bleibt der Erfolg aus. Manche erſchlägſt du eher, als daß du ſie durch Schläge beſſerſt. 16, 93. Der Erfolg der Strafe kann auch durch die Eltern des Kindes vereitelt werden. w. Schule und Haus. Schule und Haus müſ- jen in der Zucht zuſammenarbeiten. 1. Wird das Strafamt zu Haus geübt, hat der Lehrer in der Schule leichtes Spiel. 2. Bei ſchwereren Vergehen, beſonderen Boshei⸗ ten, die ſchwerere Züchtigung erfordern, ſollte der Lehrer ſich erſt mit den Eltern in Verbindung ſetzen. 3. Ein Gang zu den Eltern beizeiten wird man⸗ cher Strafe vorbeugen. 4. Eltern ſollten dem Lehrer das Strafamt nicht ſauer machen, ſondern ihm dankbar dafür ſein. Beiſpiele, in denen dies geſchehen iſt 7, 24—26. 43, 168—172. Anm. a Wie manchmal erntet der Lehrer von den Eltern nur Undank! Die Eltern kommen angelaufen und machen ihm Vorwürfe oder ſchlagen ihn gar. Bei ⸗ ſpiele: 5, 187. 31, 158. 337. 338. 30, 123. Anm. b. Oft ſtellen ſich die Eltern auf ſeiten des Kindes, ohne den Lehrer auch nur zu ſprechen und die Sache zu unterſuchen. Die Sache wird oft zu Haus von den Kindern ganz anders erzählt. Lind. 343. an. c. Wie ſoll der Lehrer in ſolchen Fällen han ⸗ eln 1. Kommen die Eltern, um Erkundigung einzu— ziehen, ſo ſoll ſie der Lehrer nicht ohne weiteres abweiſen, nicht zornig werden, ſondern freundlich mit ihnen handeln. 2. Hat der Lehrer ein Verſehen gemacht oder zu art geſchlagen, ſo ſollte er das auch den Eltern be— ennen. Anm. d. Stehen die Eltern recht, ſo werden ſie die Rinder nicht in Schutz nehmen, ſelbſt wenn die Züchti— zung zu derb ausgefallen iſt, es ſie nicht merken laſſen. 12. Der Lehrer ſei bei Anwendung von Zuchtmitteln gerecht, konſeguent und evangeliſch. a. Gerechtigkeit. Der Lehrer ſei gerecht. Er mache keinen böſen Unterſchied zwiſchen reichen und ar— men Kindern, zwiſchen Kindern, die ein gefälliges Außere baben und ſolchen, denen dies abgeht. Er handele ohne Anjehen der Perſon. Anm. a. Der Lehrer muß unparteiiſch ſein. Er darf hübſche Kinder nicht bevorzugen. 21, 171. 37, 134. Anm. b. Der Lehrer ſoll keine pets haben, denen er durch die Finger ſieht. Haſt du Lieblinge in der Schule, laß es andere nicht merken. 38, 331. Die Lea bedarf deiner Liebe und deines Erbarmens weit mehr als an⸗ dere. 37. 134. 135. — Wie manchmal kann man ſich

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— Die Schule (1913)

in ſeinen Lieblingen täuſchen. Sie entpuppen ſich vielleicht als unlautere Geſellen. 38, 330. 37, 134. Anm. c. Ungerechte Strafe erregt den Zorn der Kinder und wird zeitlebens nicht vergeſſen. Veiſpiele ungerechter Behandlung 1, 27— 29. 5 Anm. d. Auch ſeine eigenen Kinder behandle der Lehrer wie andere Kinder. Anm. e. Gerechte Behandlung beſtehet nicht darin, daß man gleiche Strafen für alle Vergehen hat, ſie iſt nur ſo möglich, wenn man die Kinder individuell behan— delt und Rückſicht nimmt auf Lebensumſtände, Temperament u. ſ. w. Anm. f. Alle Kinder immer gerecht zu behandeln, int ſchwer. Wie leicht zieht man Kinder von Freunden, gibegabte Kinder vor! b. Konſequenz. Abhandlung: Was iſt Koniequenz und welchen Einfluß hat ſie auf Erziehung und Unterricht? 34, 333—349. — Der Lehrer ſei konie— quent. Das heißt 1. nicht, daß gleiche Tat mit gleicher Strafe be— zahlt wird. Man kann in verſchiedenen Fällen ganz verſchieden handeln und doch konſequent ſein 31, 334, ſondern — 2. daß der Lehrer immer nach denſelben Grund— ſätzen handelt, ſich nicht durch die Laune beeinfluſſen läßt, nicht heute gebietet oder geſtattet, was er ge— ſtern verboten hat, daß er, was er verſprochen oder angedroht hat, nicht unerfüllt läßt u. ſ. w. Anm. a. Inkonſequenz iſt faſt immer ungerecht, un— tergräbt das Vertreren der Kinder 5, 204 und verdirbt, was ſonſt erreicht worden iſt. 31, 337. Anm. b. Dazu gehört, daß der Lehrer ein gutes Ge— dächtnis hat, nicht zuviel Gebote gibt u. ſ. w. Anm. c. Urſache der Inkonſequenz iſt Laune, Tem— perament. Laune iſt die in die Außenwelt getretene abwechſelnde Gemütsſtimmung. 26, 154. Für den Lehrer iſt Launenhaftigkeit ein Fehler, der auf die Klaſſe keine gute Wirkung ausübt. 26. 155. 156. Der Lehrer ſoll ſeine ſchlechte Laune zu bekämpfen ſuchen. 26, 157. 40, 74. Er ſoll Herr ſein über ſeine Stimmung und vor allen Dingen ſtille ſein im Herrn 9, 308. — Abhandlung: Die rechte Stimmung für die Schule betreffend. 9, 305 bis 308. Anm. d. Urſache ſchlechter Laune iſt erlebter Arger,. ſchlafloſe Nächte, krankhafte Konſtitution u. ſ. w. Auch bei Wiederholung des Penſunis, beim Aufſagen des Me— morierten tritt leicht eine Mißſtimmung ein. 9, 306. 307. Da muß ſich der Lehrer beſonders vorſehen. 8§, 346. 347. Anm. e. Konſequent ſoll der Lehrer auch ſein bei Austeilung von Lob, bei Durchführung ſeines Lehr- und Stundenplanes, in ſeiner Methode u. ſ. w. c. Evangeliſche Geſinnung. Abhandlungen:

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— Die Schule (1913)

(eiezliche und evangeliſche Zucht in unſern Gemeinde⸗ ſanlen. 5, 358—361. Unterſchied der geſetzlichen undͤ congeliſchen Zucht in den Schulen. 6, 33—51. 161 tis 172. 1. Die Zucht kann geſetzlich und evangeliſch ſein. 2. Der Unterſchied zwiſchen beiden beſtehk nicht darin, daß bei der geſetzlichen Zucht das Geſetz gebraucht wird und bei der evangeliſchen nicht. (Das Geſetz wird auch bei evangeliſcher Zucht gehandhabt 6, 35), ſondern darin, daß bei geſetzlicher Zucht allein das Geſetz gebraucht wird und zwar zu dem Zweck, die Kinder dadurch fromm zu machen. Nicht Chriſtus, ſondern Moſes herrſcht allein. 6, 169. 3. Die Zucht ſoll nicht geſetzlich, ſondern evange— lich ſein. Wie ſich das zeigen wird in der Geſin— nung des Lehrers, in der Anwendung der Erzieh— ungsmittel (Gottes Wort, Gebet u. ſ. w.), in der Ausübung des Strafamtes. 46, 98—102. . (eſeliche Zucht richtet Zorn an. Chriſtus, das Evangelinm und alle Gottesfurcht werden aus der Schule genommen. Aum. Damit ſoll freilich nicht geſagt ſein, daß der eehrer kein Geſetz gebranchen ſolle. Er muß nach dem diez zeigen, was Sünde iſt. Die Zeit kann nicht beſſer ngewendet werden.

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Erziehungsmittel. 15⁵3³3

— Die Schule (1913)

Schule aufhängen: g. müſſen ſtrikt befolgt werden. Auf Beobachtung T Schulgeſetze muß der Lehrer halten und dabei auf kleinſte achten. Iſt eine Regel fehlerhaft oder läßt nich nicht durchführen, ſo wird ſie am beſten aufgehon. 25, 130. — Es iſt gefährlich, ein Gebot unvererkt einſchlafen zu laſſen. 30, 292. Aum. Die Gebote des Lehrers ſind von Gottes Ge— nen verſchieden.

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5. Lob und Tadel Die Schule (1913)

5. Lob und Tadel. Abhandlung: Lob und Tadel bei er Schulerziehung. 43, 65—74. Belohnung und Be⸗ rafung. 27, 129—147. Beides iſt in der Schule nicht ur zuläſſig, ſondern auch gottgefällig. Chriſtus hat ſich ezjelben oft bedient. Anm. a. Zweck. Was ſoll dadurch erreicht werden? des Kind ſoll zunächſt wiſſen, wie es mit ſeinem Leh⸗ er ſteht, ferner ſoll das Pflicht⸗ und Ehrgefühl geför⸗ ert und körperliche Züchtigung vermindert werden. Anm. b. Bedingung für die rechte Wirkung iſt ge⸗ enieitige Liebe und die rechte Perſönlichkeit des Lehrers. zei einem mürriſchen Lehrer verliert beides ſeine Wir⸗ ung. a. Das Lob. Lob iſt eine Außerung der Zufrie⸗ enheit. Wie oft bedient ſich Chriſtus des Lobes, z. B. Selig biſt du, Simon.“ Anm. a. Lob und Anerkennung haben ihre Verech⸗ ung und ſind zuweilen notwendig. Das Kind freut 75 wenn es weiß, daß es den Lehrer befriedigt hat. 27, 32. b. Was iſt bei Austeilung von Lob zu be⸗ Wten 1. Lobe nicht natürliche Begabung, gutes Gedächt ⸗ nis, ſcharfen Verſtand, Geſchicklichkeit, ſondern nur Mühe, Fleiß und Treue. 2 Die Schwachen bedürfen der Ermunterung am meiſten. 3. Sei ſparſam damit. Wer ſeine Aufgabe ge⸗ leiſtet hat, erhält im allgemeinen kein beſonderes Lob. Er hat getan, was er zu tun ſchuͤldig war. 1, 212. Zu häufige Anwendung von Lob vergiftet Herz und Gemüt des Kindes. 43. 68. 4. Hüte dich vor zu großer Redſeligkeit. „Ich bin zufrieden, das haſt du recht gemacht,“ iſt ge⸗ nug. 5. Sei vorſichtig, daß du durch Lob nicht Hoch- mit erzeugſt. Manches Kind beſtrebt ſich, die Auf⸗ gaben pünktlich zu erfüllen, damit es gelobt wird. Es würde durch Lob nur verdorben. Lind. 280.

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6. — Die Schule (1913)

6. Stelle Kinder nicht der Klaſſe als Muſter hin. Es erweckt Stolz in dem gelobten Kinde und übt nachteiligen Einfluß auf die andern. Und wie bald kann ſich der Muſterſchüler als Taugenichts entpup⸗ pen!

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Fortbildung

— Die Schule (1913)

Fortbildung.

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1. Notwendigkeit Die Schule (1913)

1. Notwendigkeit. Der Lehrer muß ſich in ſeinem Berufe weiter ausbilden und vervollkommnen. Er darf nie aufhören zu lernen. 13, 276. Er ſoll wachſen in der Erkenntnis 46, 295, zunehmen in dem Werk des Herrn Ma. 28, 185—187, immer völliger werden 25, 323, mit ſeinem Pfunde wuchern. 10, 5. Daß der Lehrer fortſtudieren muß, a. liegt ſchon in der Natur des Menſchen. Unſer Wiſſen iſt mangelhaft. Es iſt noch kein Meiſter vom Himmel gefallen. Anm. Die beſte Lehranſtalt kann uns nicht das Maß von Kenntniſſen geben, das wir haben müſſen. Niemand kommt fertig aus dem Seminar heraus. Im Se— nmrinar wird nur der Grund gelegt, darauf man ſpäter weiter banen kann: b. erfordert die Wichtigkeit und Ver antwortlichkeit unſers Berufes. Der Lehrer ſoll Darum muß 1. ein Führer der Kleinen ſein. er den Weg ſelbſt genau wiſſen: 2. den Kindern notwendige Kenntniſſe und Fer— tigkeiten beibringen. Darum muß er ſelbſt den Gegenſtand beherrſchen: 3. bereit ſein zur Verantwortung gegen jeder- mann und von ſeinem Glauben Rechenſchaft zu ge— ben wiſſen; c. liegt in der Treue, die Gott von uns fordert. Anm. a. Der Lehrer ſoll darum nie auf den Gedanlen lommen, als ſei er ſchon vollkommen. Was ſoll man halten von ſolchen, die da meinen, alle Weisheit zu be⸗ ſitzen? Nur ein Flattergeiſt iſt mit ſich ſelbſt zufrieden. 1, 1. Amn. b. Stillſtand iſt Rückgang. Wer ſich nicht weiter ausbildet, wird geiſtig bankerott 17, 6 und einem ausgebrannten Krater gleich. 44, 139. Anm. e. Beſonders haben Anfänger Fortbildung nötig. Anm. d. Gründliche Fortbildung erhöht die Amtsfreudigkeit. 5 25 In welchen Fächern ſoll ſich der Lehrer weiter bil⸗ en? a. Vor allen Dingen in dem, was in ſein Fach ſchlägt und worin er ſeine Kinder unterrichten muß. Das iſt 1. in der chriſtlichen Lehre, 2. in weltlichen Füchern, Sprachen u. ſ. w. Anm. a. Der Lehrer muß ſich auf ſeine Schule vorbereiten. Anm. b. Mancher bildet ſich fort in Dingen, die nicht zu ſeinem Berufe gehören. Aber das nächſte und notwendigſte goht immer vor. Was hilft dem Lehrer alle andere Wiſſenſchaft!

  • Ma. 28, 185—187
  • Ma. 28, 185—187, i
  • Wis. 91, 82 margin
  • Wis. 91, 82. 83 margin
  • Süd. 97, 63 margin
  • Neb. 1906, 49 margin
  • Neb. 1906, 49 margin
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— Die Schule (1913)

b. Das Studium ſoll ſich aber nicht bloß beſchränken auf das, was er für ſeine Schule gebraucht. Er muß nebenbei auch in andern Fächern ſich weiter ausbilden, die nicht gerade des Elementarlehrers Fach berühren, ich eine allgemeine Bildung aneignen.

  • Neb. 1906, 49 margin

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3. Die Mittel der Weiterbildung Die Schule (1913)

3. Die Mittel der Weiterbildung. Was hat ein Lehter zu tun, um tüchtiger in ſeinem Amte zu werden? Er ſoll alle Mittel gebrauchen, die ihm zu Gebote ſte— ten. Solche Mittel ſind: a. Gebet. Studieren ohne Beten iſt praktiſche Got6sleugnung. Veten ohne Studieren iſt Schwärmerei. 9. Meditation, eigenes Nachdenten, die eigene Erfah-— tung. c. Die Schule ſelbſt. Die Schule wird auch dem Lehrer zur Schule. e. Ein Schultagebuch, ein Notizbuch, in dem der Lehter die in der Schule gemachten Erfahrungen verzeich— net. ſ. Hoſpitieren, VBeſuchen von wohleingerichteten Schu⸗ N. 3. Umgang mit Kollegen und tüchtigen Fachgenoſſen. b. Konierenzen. Dadurch wird die eigene Erfahrung derch die fremde ergänzt. Man wird immer etwas fineen, was des Stehlens wert iſt. Lind. 213. i. Reiſen. k. Leſen guter Schriften. Die Lektüre des Lehrers 7.11—24. Die Bücher ſind ſeine guten Freunde. 46, 9J. Rücher als Erziehungsmittel 42, 333—337. J. Was ſoll geleſen werden? 3. Vor allem die Schrift. Dazu ſoll uns treiben Goties Vefehl und Verheißung. 31, 321—324. Halte an it Lejſen. 31, 263—265. 32, 263. Hausgottesdienſt , 314. 315. Wie man die Vibel leſen ſoll 15, 169. b. Die Bekenntnisſchriſten, Katechismus, Geſangbuch. Barum man Dr. Luther fleißig leſen ſoll 34. 19—23. c. Kirchliche Zeitſchriften. d. Fachzeitungen: Wer keine ſolche Zeitung lieſt, iſt mie ein Mann ohne Uhr. Er weiß nicht, wie viel Uhr es iſt. — Pädagogiſche Zeitſchriſten 35, 23—29. 3, 5. 6. Anm. a. Zu den Fachzeitſchriften gehört vor allem das Schulblatt, das jeder Lehrer und Paſtor leſen hllte. Es kann von großem Segen ſein. 1. 1. — neck desſelben: Förderung unſers lutheriſchen Ge24 weſens 6, 2. Grundſätze der Redaktion 1, V. — Anm. b. Da es eine Fachzeitung iſt, werden die ein— gelnen Gegenſtände darin öfter beſchrieben, als in andern Zeitſchriften. Anm. c. Die Redaktion dieſer Zeitſchrift iſt keine lichte Sache. Wer könnte es allen recht machen? e. Allerlei andere gute Bücher und Schriften. Was ür Bücher ſoll man kaufen? J, 57. Vom Bücherkauf

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  • Schulb. 48, 1—3. 17, 1. 2. 25, 287. 288. 4. 5. 32, 282. 26, 221—224. 44, 1 margin
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