—
Die Schule (1913)
Schule aufhängen:
g. müſſen ſtrikt befolgt werden. Auf Beobachtung T Schulgeſetze muß der Lehrer halten und dabei auf
kleinſte achten. Iſt eine Regel fehlerhaft oder läßt nich nicht durchführen, ſo wird ſie am beſten aufgehon. 25, 130. — Es iſt gefährlich, ein Gebot unvererkt einſchlafen zu laſſen. 30, 292.
Aum. Die Gebote des Lehrers ſind von Gottes Ge— nen verſchieden.
No citation printed with this thesis.
Die Schule (1913), its own page 153 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0215_PA153
5.
Lob und Tadel
Die Schule (1913)
5. Lob und Tadel. Abhandlung: Lob und Tadel bei
er Schulerziehung. 43, 65—74. Belohnung und Be⸗
rafung. 27, 129—147. Beides iſt in der Schule nicht
ur zuläſſig, ſondern auch gottgefällig. Chriſtus hat ſich
ezjelben oft bedient.
Anm. a. Zweck. Was ſoll dadurch erreicht werden?
des Kind ſoll zunächſt wiſſen, wie es mit ſeinem Leh⸗
er ſteht, ferner ſoll das Pflicht⸗ und Ehrgefühl geför⸗
ert und körperliche Züchtigung vermindert werden. Anm. b. Bedingung für die rechte Wirkung iſt ge⸗
enieitige Liebe und die rechte Perſönlichkeit des Lehrers.
zei einem mürriſchen Lehrer verliert beides ſeine Wir⸗
ung.
a. Das Lob. Lob iſt eine Außerung der Zufrie⸗
enheit. Wie oft bedient ſich Chriſtus des Lobes, z. B.
Selig biſt du, Simon.“
Anm. a. Lob und Anerkennung haben ihre Verech⸗
ung und ſind zuweilen notwendig. Das Kind freut
75 wenn es weiß, daß es den Lehrer befriedigt hat. 27,
32.
b. Was iſt bei Austeilung von Lob zu be⸗
Wten
1. Lobe nicht natürliche Begabung, gutes Gedächt ⸗
nis, ſcharfen Verſtand, Geſchicklichkeit, ſondern nur
Mühe, Fleiß und Treue.
2 Die Schwachen bedürfen der Ermunterung am
meiſten.
3. Sei ſparſam damit. Wer ſeine Aufgabe ge⸗
leiſtet hat, erhält im allgemeinen kein beſonderes
Lob. Er hat getan, was er zu tun ſchuͤldig war. 1,
212. Zu häufige Anwendung von Lob vergiftet
Herz und Gemüt des Kindes. 43. 68.
4. Hüte dich vor zu großer Redſeligkeit. „Ich
bin zufrieden, das haſt du recht gemacht,“ iſt ge⸗
nug.
5. Sei vorſichtig, daß du durch Lob nicht Hoch-
mit erzeugſt. Manches Kind beſtrebt ſich, die Auf⸗
gaben pünktlich zu erfüllen, damit es gelobt wird.
Es würde durch Lob nur verdorben. Lind. 280.
No citation printed with this thesis.
Die Schule (1913), its own page 153 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0215_PA153
6.
—
Die Schule (1913)
6. Stelle Kinder nicht der Klaſſe als Muſter hin.
Es erweckt Stolz in dem gelobten Kinde und übt
nachteiligen Einfluß auf die andern. Und wie bald
kann ſich der Muſterſchüler als Taugenichts entpup⸗
pen!
No citation printed with this thesis.
Die Schule (1913), its own page 153 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0215_PA153