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Eckhardt's Homiletisches Reallexikon, 1907–1917

A cumulative subject index to seven Missouri Synod periodicals, compiled by E. (Ernest) Eckhardt (1868–1939) and printed at St. Louis between 1907 and 1917. Under each headword it sets numbered theses, and beside each thesis the places where the periodicals had treated it — by volume and page, running twenty years past the last of Der Lutheraner's own registers. Where the archive holds the volume a citation names, the citation below is a link to that page.

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8 entries under theater.

Theater

—

Theater. Abhandlungen. Das heutige Theater. Luth. 56, 17—19. 60, 18. 70, er im Gegenſatz zum Chriſtentum. Luth. 48, 72. Etwas, effend. Luth. 25, 92. 83. 154—156. Das The⸗ den Theaterbeſuch be⸗ Theater.

  • Luth. 56, 17—19
  • Luth. 56, 17—19. 60, 18
  • Luth. 48, 72
  • Luth. 25, 92
  • Luth. 25, 92. 83
  • Luth. 25, 92. 83. 154—156

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1. —

1. An und für ſich iſt das Aufführen von Schauſpielen ein Mittelding. Jugendvereine können z. B. den „Kaffeeklatſch“ oder geſchichtliche Ereigniſſe darſtellen.

  • Wis. Syn. 96, 32 margin
  • Neb. 1912, 60 margin
  • Luth. 64, 59 margin
  • Walth. Tanz 81 margin
  • Walth. Tanz 81. 82 margin

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2. —

2. Das heutige Theater iſt kein Mittelding, weil es mit ſündlichen Umſtänden verbunden iſt. a. Das Heilige wird oft in den Kot gezogen. Selbſt Katholiken, die doch ſonſt in ihren Gottesdienſten das Heiligtum in mancher Weiſe verſpotten, proteſtieren dagegen. Luth. 68, 7. Anm. Hierher gehört auch das Aufführen der Paſſionsgeſchichte, die Oberammergauer Schauſpiele. Das iſt eine Entheiligung des Allerheiligſten. b. Das Theater ſteht im Dienſte der Unzucht. Sünde und Laſter werden den Zuſchauern vor die Augen geführt. Der Hauptinhalt der Spiele iſt eheliche Untreue, Hurerei, Ehebruch, Eiferſucht, Diebſtahl, Mord, Narrenteidinge u. ſ. w. Eine Liſte von Theaterſtücken Luth. 56, 18. 19. Anm. a. Das heutige Theater iſt unmoraliſch Wis. 89, 38, eine Schule der Unſittlichkeit und Unreinigkeit Luth. 57, 73. Walth. Tanz 70, ein Greuel vor Gott und anſtändigen Menſchen Syn. 98, 35, dient der Fleiſchesluſt Luth. 64, 59, führt die Fleiſchesſünden in tauſenderlei Geſtalt vor Min. 94, 44, verherrlicht die Lei— denſchaften Wis. 1909, 40. Das Ekelhafte wird mit Grazie umgeben. L. W. 56, 143. Schauſpielhäuſer ſind Tempel der Welt. Wis. 1900, 35. Anm. b. Die erſte Bedingung eines Theaterſtückes iſt, daß es die Kaſſe füllt. Will man damit Geld machen, ſo muß man Stücke bringen, die die Leute anziehen. Dall. 14. 15. Anſtändige Stücke ziehen nicht. Luth. 60, 18. Die Leute wollen gerade ſolche Stücke, wie ſie ihnen heute geboten werden. Wis. 1900, 35. Luth. 42, 86. Wis. 1909, 40. Anm. e. Dazu können allerlei andere Umſtände kommen: 1. Ballettänzerinnen treten auf und führen ihre ſchamloſen Tänze auf: 2. Kleider ſind oft derart, daß man ſich nicht auf der Straße ſehen laſſen kann; 3. mitunter geſchieht das alles zum Beſten der Wohltätigkeit oder Kirche. Man ſollte ſolches Geld gar nicht annehmen. Anm. d. Schon die Anzeigen und Theaterbilder ſind eine Schande für die Ziviliſation. Sie werden immer ſchamloſer. Luth. 62, 161.

  • Luth. 68, 7
  • Luth. 56, 18
  • Luth. 56, 18. 19
  • Wis. 89, 38
  • Luth. 57, 73
  • Walth. Tanz 70
  • Syn. 98, 35
  • Luth. 64, 59
  • Min. 94, 44
  • Wis. 1909, 40
  • L. W. 56, 143
  • Wis. 1900, 35
  • Dall. 14
  • Dall. 14. 15
  • Luth. 60, 18
  • Wis. 1900, 35
  • Luth. 42, 86
  • Wis. 1909, 40
  • Luth. 62, 161
  • Wis. Syn. 96, 51 margin
  • Dall. 22 margin
  • Luth. 55, 220 margin
  • Neb. 1912, 60 margin
  • Neb. 1912, 51 margin
  • Dall. 21 margin
  • L. W. 58, 45 margin
  • Wis. 1900, 35 margin
  • Wis. 1900, 35. 36 margin
  • Min. 94, 44 margin
  • Luth. 60, 56 margin
  • Dall. 10 margin
  • Dall. 10. 11 margin
  • Wis. 1909, 41 margin
  • Dall. 19 margin
  • Neb. 1912 60.

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3. —

3. Das Theater übt einen verderblichen Einfluß aus a. auf die Zuſchauer. Viele Herzen werden ver— giftet Ma. 36, 37, viele auf die Bahn des Verderbens geführt. Dall. 31—33. Das Theater trägt viel bei zum Verderben der öffentlichen Sitten. Walth. Tanz 100. Anm. a. Wird z. B. eine Frau, die in einer großen Zahl von Komödien die eheliche Liebe ins Lächerliche gezogen ſieht, durchdrungen von den Pflichten ihres Standes zurückkehren? Anm. b. Wenn man alle Schauſpieler im Lande loswerden könnte, ſo wäre das kein Verluſt für das Land. Anm. c. Unbegreiflich iſt, wenn 1. chriſtlich ſeimvollende Zeitungen Theateranzei- gen bringen; ů 2. manche ſogar die Kirche mit dem Theater ver⸗ binden wollen oder ihre Kirche zur Abhaltung von Theater hergeben; b. auf die Schauſpieler ſelbſt. Das Leben der Schauſpieler iſt unmoraliſch. Ein anſtändiges Mädchen kann keine gute Schauſpielerin ſein. L. W. 47, 156. Mit einem Fuß in der ehrbaren bürgerlichen Vergangenheit ſtehen und mit den andern auf den Brettern, taugt nicht. Ein Chriſt kann kein Schauſpieler ſein. Anm. a. Frauen, die in einem Eheſkandal figuriert haben, ſind die Leute, die man brauchen kann. Anm. b. Mancher Schauſpieler hat auf der Bühne 1000 mal einen Mord begangen, oder ſich 1000 mal ſcheiden laſſen u. ſ. w. Wenn man dieſe Rollen mit gan⸗— zer Seele ſpielt, ſollte das keinen Einfluß ausüben auf Seele und Gemüt? Dall. 28. Eine ſolche Doppelrolle (Chriſt und Schauſpieler) kann ein Chriſt nicht führen. Dall. 84—86. Neb. 1912, 61. Eigentlich ſollte man dann auch 1000 mal dafür gehängt werden. Dall. 112. Anm. c. Der Beruf eines Schauſpielers iſt ein ſündlicher Beruf. Anm. d. Im alten Rom waren Schauſpieler ſehr verachtet. Sie durften nicht einmal ſtimmen. Anm. e. Als zur Zeit Karls des Zweiten zuerſt Frauen auf der Bühne auftraten, war das etwas Schreckliches.

  • Ma. 36, 37
  • Dall. 31—33
  • Walth. Tanz 100
  • Dall. 29 margin
  • Ma. 37, 334 margin
  • L. W. 47, 156
  • Dall. 28
  • Dall. 84—86
  • Neb. 1912, 61
  • Dall. 112
  • L. W. 47, 157 margin
  • Luth. 68, 348 margin
  • Luth. 55, 210 margin
  • Luth. 58, 327 margin
  • Luth. 70, 156 margin
  • Dall. 24 margin
  • Neb. 1912, 61 margin
  • Neb. 1912, 61 margin
  • Syn. 98, 34 margin
  • Syn. 98, 34. 35 margin
  • Dall. 23 margin
  • Dall. 23. 24 margin
  • Dall. 27 margin
  • W. 48,

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4. —

4. Moving Picture Shows.“ Was vom Theater gilt, gilt auch von den Wandelbildervorſtellungen: a. Zum Inhalt haben ſie meiſt Liebesgeſchichten, unerlaubte Liebe, Ehebruch, Raub, Mord u. ſ. w. b. Sie üben eine ſchädliche Wirkung aus auf das Gemüt der Kinder und vergiften viele. Anm. a. Wegen des billigen Preiſes iſt dieſes Theater das Theater des Volkes. Anm. b. Wie erzieheriſch könnten dieſe Vorſtellungen ſein, wenn die Sehenswürdigkeiten der Welt und andere Sachen vorgeführt würden. anſtändige Anm. c. Viele wollen Moving Pictures in die Kirche einführen. Da gehören ſie aber nicht hin. Anm. d. Proteſte und Zeugniſſe gegen die Moving icture Show Luth. 64, 257. Schulbl. 42, 377. 48, 315.

  • Luth. 64, 257
  • Schulbl. 42, 377
  • Schulbl. 42, 377. 48, 315
  • Neb. 1912, 62 margin
  • L. W. 58. 46 margin
  • Neb. 1912, 63 margin
  • Luth. 64. 66 margin
  • Neb. 1912, 62 margin
  • Neb. 1912, 61 margin
  • Neb. 1912, 61. 62 margin
  • Neb. 1912, 63 margin
  • Luth. 70, 144 margin
  • L. W. 58, 192 margin
  • L. W. 58, 192. 60, 136 margin
  • Luth. 68, 236 margin
  • Luth. 68, 236. 237 margin

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5. Chriſten ſollen darum das Theater meiden mid andere davon abzuhalten ſuchen

5. Chriſten ſollen darum das Theater meiden mid andere davon abzuhalten ſuchen. Walth. Tanz 78. Thea— ter und Chriſtentum vertragen ſich nicht. Luth. 65, 310. 311. Durch Theatergehen begeben ſich die Chriſten in Gefahr und werden auf den Tod verwundet. W. 1903, 65. 66. Es iſt kein Platz für die Kinder, aber auch nicht für die Alten. L. W. 45, 145. Noch weniger ſollten Paſtoren und Lehrer im Theater zu finden ſein. L. W. 19, 302. Schulbl. 35, 1077. Anm. a. Je mehr man ins Theater geht, deſto gleich⸗ gültiger wird man gegen die Kirche, bis man ſchließlich lieber der Kirche als dem Theater den Rücken kehrt. Anm. b. Der Theaterbeſuch iſt 1. wider die Liebe zu Gott. Um die Vor- ſchriften Gottes in Bezug auf die Heiligung auf⸗ zulöſen, gibt es kein wirkſameres Mittel als das Theater. Iſt ein Fürſt loyal, der es halb mit den Feinden hält? 2. wider die Liebe zum Nächſten, da der Beruf des Schauſpielers deſſen Seele ſchädlich iſt. Wenn man das Theater unterſtützt, iſt man mit da⸗ für verantwortlich und macht ſich teilhaftig fremder Sünden. Dall. 26. Anm. c. Durch Beſuch des Theaters werden viele eitle Vorſtellungen in uns gepflanzt, die unſere Andacht hin⸗ dern, wenn wir beten oder zum Abendmahl gehen oder auf dem Totenbette uns zum Abſchied bereiten wollen. Luth. 64, 99. Anm. d. Sprüche, die man gegen den Theaterbeſuch geltend machen kann, ſind z. B. folgende: 1. Alle Sprüche, die von der Welt handeln. 1 Joh. 2, 15: Habt nicht lieb die Welt u. ſ. w. Röm. 12. 2: Stellet euch nicht dieſer Welt gleich. Lied 137, 1. 2. Alle Sprüche, die von Unzucht handeln, z. B. 1 Kor. 6, 18: Fliehet die Hurerei. 3. Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gott⸗ loſen, noch ſitzt, da die Spötter ſitzen. Pſ. 1, 1. 4. Führe uns nicht in Verſuchung. 5. Machet euch nicht teilhaftig fremder Sünden 1 Tim. 5, 22. Anm. e. Wir Chriſten haben dem Teufel, der Welt und allem ihrem Weſen entſagt. Wiſſet ihr nicht, daß ihr Gottes Tempel ſeid? Kann es etwas Ungereimteres geben, als wenn Kinder Gottes ins Theater gehen? Anm. f. Die Chriſten der erſten Zeit hielten ſich von den Schauſpielen der Welt fern. „Das befremdet ſie, daß ihr nicht mit ihnen laufet in dasſelbige wüſte, unordent⸗ liche Weſen und läſtern.“ 1 Petr. 4, 4. Heute kann man viele Chriſten auf weltlichen Vergnügungsplätzen treffen. Anm. g. Verloren iſt die Zeit, die man im Theater ſitzt Luth. 25, 93, das Geld, das man dafür ausgibt. Wie mancher Dollar wird im Laufe des Jahres dafür ausgegeben! Wie viel Millionen nehmen die Theater⸗ geſellſchaften jährlich ein! Dall. 3. Luth. 55, 190. Nicht eimnal eine „Erholung“ kann man es nennen. Dall. 5. Anm. h. Mancher Paſtor oder Chriſt, der in ſeiner deimat nicht ins Theater gehen würde, tut es in frem— en Städten. Als ob der Allwiſſende es nicht ſehen önnte! Wie? Wenn du da eines deiner Gemeinde— lieder zufällig treffen würdeſt? Wie? Wenn du da en Tod finden würdeſt? Luth. 64, 60. Lincoln wurde n Theater erſchoſſen. L. W. 47, 124. Man ſollte nie ahin gehen, wo man ſich ſchämen würde zu ſterben. zall. 109. Kinderbl. 1908, 31. Anm. i. Wie oft ſchon iſt im Theater Feuer ausebrochen und der eine oder andere Chriſt mit den Weltienſchen verbrannt! Wohl brennen auch Kirchen ab, aber och viel mehr Theater. Während aber ſelten jemand üder Kirche ums Leben kommt, iſt das im Theater ſchon Tauſenden geſchehen. Iſt das nicht eine Erinnerung, Gott kein Gefallen daran findet? Walth. Tanz 92—104. Möchte man nicht lieber in der Kirche als uTheater verbrennen? Anm. k. Selbſt manche Staatsuniverſitäten haben in Studenten den Beſuch des Theaters unterſagt.

  • Walth. Tanz 78
  • Luth. 65, 310
  • W. 1903, 65
  • W. 1903, 65. 66
  • L. W. 45, 145
  • L. W. 19, 302
  • Schulbl. 35, 1077
  • Dall. 26
  • Luth. 64, 99
  • Lied 137, 1
  • Lied 137, 1. 2
  • Luth. 25, 93
  • Dall. 3
  • Luth. 55, 190
  • Dall. 5
  • Walth. Tanz 76 margin
  • Walth. Tanz 76. 77 margin
  • Schulbl. 2, 277 margin
  • Schulbl. 2, 277. 278 margin
  • Walth. Tanz 90 margin
  • Dall. 101—104 margin
  • Walth. Tanz 109 margin
  • Luth. 56, 17 margin
  • Luth. 56, 17. 18 margin
  • Luth. 48, 72 margin
  • Wis. 1900, 38 margin
  • Wis. 1900, 38. 39 margin
  • Walth. Epi. 487 margin
  • Walth. Epi. 487. 489 margin
  • Luth. 64, 60
  • L. W. 47, 124
  • Walth. Tanz 92—104
  • Luth. 60, 55 margin
  • Luth. 60, 24 margin
  • Luth. 60, 24. 55 margin
  • Luth. 60, 24. 55. 56 margin
  • Luth. 60, 24. 55. 56. 25, 93 margin
  • Dall. 2 margin
  • L. W. 47, 123 margin

vol c, printed page 941–943 · scan: bub_gb_akAUAAAAYAAJ/n0021

6. —

6. Zengniſſe. a. Heiden, Römer, Griechen. Solon, Plutarch u. w. Dall. 44 —48. Walth. Tanz 64 —70. b. Kirchenväter. Auguſtin, Chryſoſtomus u. ſ. Luth. 48, 72. Dall. 41—43. Walth. Tanz 72. c. Luther. Zu Luthers Zeit gab es keine derartigen fentlichen Theater in Deutſchland. Daher läßt ſich der ſeinen nicht von ihm autoriſierten Tiſchreden befindche Ausſpruch etwas erklären: Man dürfe die Auffühmgen nicht ganz und gar deswegen fliehen, weil Zoten nd Buhlerei darin vorkommt. Dann dürfte man auch e Bibel nicht leſen. d. Spätere lutheriſche Theologen nach inführung des Theaters in Deutſchland. e. Kirchengemeinſchaften. Baptiſten L. W. 8. 118. 119. . Theaterleute. Luth. 64, 64. 65. (Auch in raktatform: Iſt das heutige Theaterſpielen und Thearbeſuchen Sünde? Seite 3—5.)

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9. Aller lei

9. Aller lei. Kongreß der Vereinigten Staaten L. . 47, 123. Walth. Tanz 98. Polizeirichter L. W. 60, 36. 137. Luth. 64, 65. Miniſter des Innern Luth. 4. 90. Göthe Luth. 25, 92. 93. Schriftſteller Luth. /. 73. Weltliche Zeitung Luth. 42, 70. Zeugnis von nem, der 21 Vorſtellungen beſucht hat Luth. 60, 18. 19. 7. Einwãnde. 3. Gibt es nicht auch Stücke, die unanſtößig ſind, e man beſuchen könne? 1. Ja, es gibt ſolche. Es wird aber ſchwer hal⸗ ten, nur drei aufzuzählen. Und Stücke, die unan⸗ ſtößig ſind, werden nicht aufgeführt, weil das Pub⸗ likum ſie nicht mag. 2. Selbſt wenn aber einmal ein ſolches Stück auf⸗ geführt würde, ſollte man ſich erſt noch beſinnen, ehe man hingeht. Jemand könnte ſich darauf berufen, daß du im Theater warſt und daß du es ihm nun auch nicht wehren könnteſt. Meidet allen böſen Schein. 3. Das Theater iſt eine Inſtitution. Sieht man ausnahmsweiſe einmal ein gutes Stück an, ſo unter⸗ ſtützt man die ganze Einrichtung. Unſer Geld ver⸗ mehrt die Einnahmen der Geſellſchaft. b. Warum das Theater dann nicht reformieren, anſtatt zu verwerfen? — Das iſt ſchon öfter verſucht wor⸗ den, aber immer fehlgeſchlagen. Gute Stücke bezahlen ſich nicht. c. Das Theater hat auch erzieheriſchen Wert. Es lehrt Moral. Wohl werden Laſter dargeſtellt, aber auch gezeigt, wie die Wahrheit und Gerechtigkeit den Sieg davonträgt. 1. Darſtellung chriſtlicher Tugenden kann die Zu⸗ ſchauer nicht ergötzen. 2. Man ſoll nie ſo Moral lehren, daß man erſt die Laſter in aller Scheußlichkeit vorführt, ſo daß es mehr eine Schule des Laſters als der Tugend iſt. 3. Die Moral, die hier gelehrt wird, iſt Heiden⸗ tum. Wenn man die Laſter bekämpfen will, wer⸗ den ſie lächerlich gemacht und die Leute angewieſen, die Laſter um der üblen Folgen willen, nicht um Chriſti willen, zu meiden. Anm. Wenn man Hurengeſchichten vorführt, will man nur unterhalten, nicht aber Seelen retten. d. Die Liebe zur Kunſt treibt uns zur Bühne. — Von Kunſt kann im Theater nicht die Rede ſein. e. Hat nicht im Mittelalter ſich die Kirche ſelbſt des Theaters bedient? — Ja, aber auch das iſt übel geraten. Die einfache Darſtellung bibliſcher Geſchichten wurde dem Volk langweilig und ſo miſchte man in die ernſte Ge⸗ ſchichte allerlei Poſſen zur Unterhaltung ein, bis die Sache ſo weit ausartete, daß ſie vom Konzil zu Mailand 1560 W verboten wurde. f. Werden nicht die Saiten zu ſtreng geſpannt“ Gehen nicht viele, die Chriſten ſind, ins Theater? — Aber iſt es denkbar, daß die Heiden, die das Theater ver— warfen, zu weit gegangen wären, und die Chriſten nun freiere Anſichten darüber haben müßten? g. Vielleicht haben die Heiden das Theater nur des— wegen verworfen, weil es unflätiger war als das heu— tige? — Dem iſt nicht ſo. Wir haben heute noch viele davon, und ſie ſind reiner als die unſerer Zeit.

  • Walth. Tanz 98
  • L. W. 60, 36
  • L. W. 60, 36. 137
  • Luth. 64, 65
  • Luth. 4. 90
  • Luth. 25, 92
  • Luth. 25, 92. 93
  • Luth. 42, 70
  • Luth. 60, 18
  • Luth. 60, 18. 19
  • Luth. 60, 18. 19. 7
  • W. 1903, 65 margin
  • Dall. 35—39 margin
  • Dall. 33 margin
  • Dall. 33, 34 margin
  • Wis. 1900, 35 margin
  • Min. 94, 44 margin
  • Luth. 56, 386 margin
  • Luth. 70, 154 margin
  • Luth. 70, 154. 60, 18 margin
  • Dall. 14 margin
  • Luth. 48, 72 margin
  • Dall. 16 margin
  • Neb. 1912, 61 margin
  • Dall. 12 margin
  • L. W. 60, 137 margin
  • Walth. Tanz 102 margin
  • Dall. 6 margin
  • Dall. 6. 7 margin
  • Dall. 18 margin
  • Walth. Tanz. 80 margin
  • Walth. Tanz 63 margin
  • Walth. Tanz 63. 68 margin
  • Walth. Tanz 69 margin

vol c, printed page 943–944 · scan: bub_gb_akAUAAAAYAAJ/n0023

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