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Eckhardt's Homiletisches Reallexikon, 1907–1917

A cumulative subject index to seven Missouri Synod periodicals, compiled by E. (Ernest) Eckhardt (1868–1939) and printed at St. Louis between 1907 and 1917. Under each headword it sets numbered theses, and beside each thesis the places where the periodicals had treated it — by volume and page, running twenty years past the last of Der Lutheraner's own registers. Where the archive holds the volume a citation names, the citation below is a link to that page.

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4 entries under religionsfreiheit.

Religionsfreiheit

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Religionsfreiheit. Abhandlungen. Luther and Liberty. Theol. 13, 89-101. Abkürzung: Willk.=Willkomm, Traktat: Gedanken über Religionsfreiheit. Religionsfreiheit.

  • Theol. 13, 89-101
  • W. 85, 39 margin
  • W. 85, 39. 41 margin
  • Baier 3, 740 margin

vol c, printed page 564–565 · scan: gb_M0AUAAAAYAAJ/0539_PA564

1. Religionsfreiheit ſollte in allen Ländern ſein

1. Religionsfreiheit ſollte in allen Ländern ſein. Man joll niemand zur Religion zwingen und Andersgläubige ö nicht mit Waffengewalt, ſondern allein mit dem Zeug⸗ nis bekämpfen. Wis. 98, 16—18. — Ein Krieg zur Bekämpfung falſcher Religion, und wenn er gegen die Türken wäre, iſt Gott mißfällig. W. 85, 31. 46. Anm. Selbſt ein Hausvater hat kein Recht, über Ge⸗ wiſſen ſeiner Hausgenoſſen, Frau. Dienſtleute u. ſ. w. zu herrſchen, ein Grundeigentümer nicht über ſeine Mietsleute. Luth. 3. 100. In Gewiſſensſachen iſt der Menſch nur dem Willen Gottes unterworfen. Theol. 3, 427. 428. Anm. b. Durch Gewalt kann man keine Seele zum Glauben an Chriſtum bringen. Anm. c. Auch der Staat ſoll ſich nicht in Religionsſachen einmiſchen, nur ſolche Religionen. die dem Staate gefährlich ſind, mag er bekämpfen. Antitheſe. a. Papiſten. Ketzer können getötet werden. Wenn es heutzutage nicht geſchieht, kommt es nur daher, daß die Katholiken keine Macht dazu haben. Religionsfreiheit in dieſem Lande iſt den Katholiken nur „policy, not principle.“ Can. 1909, 19. Sie ſind Feinde der kirch · lichen Freiheit. Luth. 45, 194. — Anm. a. Wie manche Verfolgung haben die Papiſten 2 angezettelt: Pariſer Vluthochzeit, Dragonaden u. w. Einwand. Wenn das Gewiſſen den Papiſten vorſchreibet, die Kirche mit (Gewalt auszubreiten, miſſſen ſie nicht Freiheit haben, ihrem Gewiſſen zu folgen? — Das Recht des einen Vürgers hört genan da auf, wo das ſeines Nächſten anfängt. Anm. b. Wenn Payiſten in den letzten Jahren in europäiſchen Ländern allerlei „Verfolgungen“ erlitten haben, leiden ſie um Miſſetat willen. Anm. c. Die lutberiſche Kirche hat ſich nie der Ver— folgung ſchuldig gemacht. b. Reformierte: Die Obrigkeit hat Gewalt, die Kirche zu regieren. Der Geiſt der Verfolgung hat auch die reformierte Kirche beſcelt. S. Dak. 1909, 29. 30. Zwingli griff zu den Waffen. Luth. 45, 50. c. Puritaner.

vol c, printed page 565 · scan: gb_M0AUAAAAYAAJ/0540_PA565

2. Religionsfreiheit genießen wir in unſerm Lande

2. Religionsfreiheit genießen wir in unſerm Lande. Zwar könnten einzelne Staaten eine Beſtimmung über Religion treifen, aber ſie haben ſchon faſt alle Religions freiheit gewährleiſtet. Luth. 45, 57. Die Freiheit hat unſer Land groß gemacht. Can. 1909, 8. Anm. a. Dieſes hohe Kleinod haben wir nicht verdient, ſondern iſt Gottes Gnade. Einwand. Im alten Vaterland ſei es doch viel beſſer. Da ſtreiten Gemeindeglieder nicht in Kirche und Gemeindeverſammlung herum und die Paſtoren führen kein Hungerleben. Anm. b. Benutzen wir dieſe Freiheit? Wir hoben freies Kirchenregiment, und doch halten viele es nitt der Mühe wert, die Gemeindeverſammlung zu beſuhe. Wir haben Freiheit der Kirchenzucht, und doch liegt de Zucht oft danieder. Anm. c. Unſerer Freiheit drohen viele Gefahren. Was uns durch die Reformation errungen worden ſt. will uns hier wieder verloren gehen. Süd. 86, 60. Gefahr droht unſerer Freiheit vom Papſttum Ka. dd, 41. Wis. Syn. 89, 12. 13. Mit. 75, 57, von der Sekten, von allerlei „Aſſociations“, von geſetgebender Körpern, die unſere Schulen für eine ſtehende Geichr für das Land halten. Anm. d. Anders liegen die Verhältniſſe in Denſtland. Durch den Augsburgiſchen Religionsfrieden war Religionsfreiheit gewährleiſtet, obwohl die Lutheraner auch damals nicht zu rechter Freiheit kamen. Im Johrr 1817 wurde die Union eingeführt. Wis. Syn. S, 1. 11. Wie ſind nun unſere Glaubensgenoſſen in Derih land in Feſſeln geſchlagen und ihrer Rechte beraubt! Walth. Kaſ. 151. 152. Il. 80, 14. — Auch in Sacſen iſt keine Religionsfreiheit. Willk. 17—21.

  • Luth. 45, 57
  • Can. 1909, 8
  • Ma. 29, 311 margin
  • Ma. 29, 311. 9, 340 margin
  • Ka. 91, 7 margin
  • Mit. 74, 55 margin
  • Ka. 89, 58 margin
  • Süd. 86, 60
  • Wis. Syn. 89, 12
  • Wis. Syn. 89, 12. 13
  • Mit. 75, 57
  • Walth. Kas. 151
  • Walth. Kas. 152
  • Il. 80, 14
  • Walth. Kas. 152 margin
  • Ka. 89, 40 margin
  • Ka. 89, 40. 41 margin
  • Il. 1903, 93 margin
  • Wis. Syn. 89, 13 margin
  • Wis. Syn. 89, 13. 756 margin
  • Ma. 29, 303 —3 margin
  • Ma. 29, 303 —3 10 margin

vol c, printed page 565–566 · scan: gb_M0AUAAAAYAAJ/0540_PA565

3. Der Segen der Religionsfreiheit

3. Der Segen der Religionsfreiheit. Der Segen de reiheit iſt ein mannigfacher. a. Iſt die Kirche frei, dann hat auch das Evangekum freien Lauf, die Kirche kann ſich frei entwickeln und ausbreiten, ungehindert das Wort verkündigen und Schu len einrichten. Wohl beweiſt das Evangelium oh Landeskirchen ſeine Kraft, aber es werden ihm doch vit Hinderniſſe in den Weg gelegt. Mit. 74, 49. ch b. Die Ausübung der Kirchenzucht wird nicht lahn gelegt. e. Da die Chriſten ihre Kirchen ſelbſt unterholten mü⸗ ſen, nehmen ſie mehr Intereſſe an kirchlichen Dingen, lernen das Geben für kirchliche Zwecke. u d. Der Unterſchied zwiſchen Welt und Kirche, —— lirchlich geſinnten und kirchloſen Leuten, tritt mehr 5 vor, während in Deutſchland jeder Bürger des 2˙⁷ als Glied der Kirche angeſehen wird, der ſich nicht 1 drücklich davon ausgeſchloſſen hat, auch wenn er nie z Kirche kommt. ‚ ent N. e. Auch für den Staat hat Religionsfreiheit Err Jemehr die Kirche ſich ausbreiten kann, jemehr ertitht die Kirche dem Staat brauchbare Bürger. Anm. a. Welch ein Segen die Freiheit iſt 4* man erſt recht zur Zeit der Verfolauna. Amnlien ſchwere Zeiten. Mis. Syn. 89, 10. Ein Religionskrie iſt ein Kampf nicht um ein irdiſches, ſondern un af himmliſche Vaterland, nicht um das Vürgerrecht Inn g Erden, ſondern droben im Himmel. Ma. 29. Wr ve — Doch hat auch die Verfolaung ihren Nutzen für Kirche ſ. Chriſtenverfolaung 501. Anm. b. Religionsfreiheit hat aber auch Gefu ren. 1. Auch die Schwärmer, ſelbſt die tollſten und aberwitzigſten, können ſich mit derſelben Freiheit ausbreiten. Das Sektenweſen blüht. Viel Sek⸗ ten und viel Schwärmerei. 2. Zur Zeit des Friedens dringt leicht Sattheit, überdruß, Weltweſen in die Kirche ein. 3. Viele ſind nun auch ganz frei, frei von Kirche und Religion. Wer Gottes Wort verachtet, kann es ungeſtraft tun mit der Zunge und mit der Tat Niemand. iſt gezwungen, den Heuchler zu ſpielen. 4. Die Religionsfreiheit ſollen wir a. hochſchätzen, immer beſſer erkennen und treu gebrauchen. Wir ſollen uns freuen, daß wir unſere Schulen haben dürfen; b. Gottdafürdanken. Ma. 29, 311. 9, 340; c. zu behaupten ſuchen. Wir ſollen auf die Feinde unſerer Freiheit ein ſcharfes Auge haben und als Wächter der Freiheit auf unſerer Hut ſein: Die Re⸗ ligionsfreiheit iſt eine Frucht der Reformation, durch langjährigen, teuren Kampf erfochten, ſehen wir zu, daß wir ſie nicht wieder verlieren. eol. 13, 89. Zeug⸗ niſſe von Nichtlutheranern, daß wir die Freiheit Luther zu verdanken haben Theol. 13, 90—101; d. fleiß ig dafür beten, daß uns Gott unſere Freiheit unverkürzt erhalte. Homiletik. wir hier — Pſ. 147, 12—15. — Warum ſollen auch mit unſern Jubelfeſt des Augsburgiſchen terland, Gott öffentlich lobend und preiſend, begehen? an Religionsfrieden an unſerer Kirche und ſomit auch Wohltat des Religionsfriedens in vollſtem Maße genießen. weil gerade wir hier die Ap. 9, 31. — Für welches Gut wir am Danktag beſonders dankbar ſein ſollen. — Ma. 29, 303. a. Welches dieſes Gut iſt (Religionsfreiheit), b. welches der rechte Dank dafür iſt. — Son. Ent. 529.

vol c, printed page 566–567 · scan: gb_M0AUAAAAYAAJ/0541_PA566

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