—
Religionsfreiheit.
Abhandlungen.
Luther and Liberty. Theol. 13, 89-101.
Abkürzung: Willk.=Willkomm, Traktat: Gedanken über Religionsfreiheit.
Religionsfreiheit.
- Theol. 13, 89-101
- W. 85, 39
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- W. 85, 39. 41
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- Baier 3, 740
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1.
Religionsfreiheit ſollte in allen Ländern ſein
1. Religionsfreiheit ſollte in allen Ländern ſein. Man
joll niemand zur Religion zwingen und Andersgläubige
ö
nicht mit Waffengewalt, ſondern allein mit dem Zeug⸗
nis bekämpfen. Wis. 98, 16—18. — Ein Krieg zur
Bekämpfung falſcher Religion, und wenn er gegen die
Türken wäre, iſt Gott mißfällig. W. 85, 31. 46.
Anm. Selbſt ein Hausvater hat kein Recht, über Ge⸗
wiſſen ſeiner Hausgenoſſen, Frau. Dienſtleute u. ſ. w.
zu herrſchen, ein Grundeigentümer nicht über ſeine
Mietsleute. Luth. 3. 100. In Gewiſſensſachen iſt der
Menſch nur dem Willen Gottes unterworfen. Theol. 3,
427. 428.
Anm. b. Durch Gewalt kann man keine Seele zum Glauben an Chriſtum bringen.
Anm. c. Auch der Staat ſoll ſich nicht in Religionsſachen einmiſchen, nur ſolche Religionen. die dem Staate gefährlich ſind, mag er bekämpfen.
Antitheſe.
a. Papiſten. Ketzer können getötet werden. Wenn es heutzutage nicht geſchieht, kommt es nur daher, daß die Katholiken keine Macht dazu haben. Religionsfreiheit in dieſem Lande iſt den Katholiken nur „policy, not principle.“ Can. 1909, 19. Sie ſind Feinde der kirch · lichen Freiheit. Luth. 45, 194. —
Anm. a. Wie manche Verfolgung haben die Papiſten 2 angezettelt: Pariſer Vluthochzeit, Dragonaden u. w.
Einwand. Wenn das Gewiſſen den Papiſten vorſchreibet, die Kirche mit (Gewalt auszubreiten, miſſſen ſie nicht Freiheit haben, ihrem Gewiſſen zu folgen? — Das Recht des einen Vürgers hört genan da auf, wo das ſeines Nächſten anfängt.
Anm. b. Wenn Payiſten in den letzten Jahren in europäiſchen Ländern allerlei „Verfolgungen“ erlitten haben, leiden ſie um Miſſetat willen.
Anm. c. Die lutberiſche Kirche hat ſich nie der Ver— folgung ſchuldig gemacht.
b. Reformierte: Die Obrigkeit hat Gewalt, die Kirche zu regieren. Der Geiſt der Verfolgung hat auch die reformierte Kirche beſcelt. S. Dak. 1909, 29. 30. Zwingli griff zu den Waffen. Luth. 45, 50.
c. Puritaner.
- Wis. 98, 16—18
- W. 85, 31
- W. 85, 31. 46
- Luth. 3. 100 Strange Proselytizers.
- Luth. 3. 100. I Preface of the Editor to the Third Volume of the "Lutheraner."
- Theol. 3,
427
- Theol. 3,
427. 428
- Can. 1909, 19
- Luth. 45, 194
- S. Dak. 1909, 29
- S. Dak. 1909, 29. 30
- Luth. 45, 50
- W. 86, 57
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- Süd. 91, 28
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- W. 85, 43
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- L. W. 56, 238
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- L. W. 56, 238. 239
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- L. W. 56, 238. 239. 54, 188
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- W. 85, 37
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- W. 85, 37. 38
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- W. 85, 37. 38. 45
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- Luth. 50, 32
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- Wis. 98, 16
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- Wis. 98, 16. 17
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- W. 85, 146—48
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- Neb. 94, 56
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- Luth. 1, 40 Contributions toward the Defense of the Christian Religion against the Most Common Objections of the Scoffers and Blasphemers of Our Day. (Continued.)
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- S. Dak. 1909. 27
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- Luth. 45. 50
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- Luth. 45. 50. 51
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2.
Religionsfreiheit genießen wir in unſerm Lande
2. Religionsfreiheit genießen wir in unſerm Lande. Zwar könnten einzelne Staaten eine Beſtimmung über Religion treifen, aber ſie haben ſchon faſt alle Religions freiheit gewährleiſtet. Luth. 45, 57. Die Freiheit hat unſer Land groß gemacht. Can. 1909, 8.
Anm. a. Dieſes hohe Kleinod haben wir nicht verdient, ſondern iſt Gottes Gnade.
Einwand. Im alten Vaterland ſei es doch viel beſſer. Da ſtreiten Gemeindeglieder nicht in Kirche und Gemeindeverſammlung herum und die Paſtoren führen kein Hungerleben.
Anm. b. Benutzen wir dieſe Freiheit? Wir hoben
freies Kirchenregiment, und doch halten viele es nitt der Mühe wert, die Gemeindeverſammlung zu beſuhe. Wir haben Freiheit der Kirchenzucht, und doch liegt de Zucht oft danieder.
Anm. c. Unſerer Freiheit drohen viele Gefahren. Was uns durch die Reformation errungen worden ſt. will uns hier wieder verloren gehen. Süd. 86, 60. Gefahr droht unſerer Freiheit vom Papſttum Ka. dd, 41. Wis. Syn. 89, 12. 13. Mit. 75, 57, von der Sekten, von allerlei „Aſſociations“, von geſetgebender Körpern, die unſere Schulen für eine ſtehende Geichr für das Land halten.
Anm. d. Anders liegen die Verhältniſſe in Denſtland. Durch den Augsburgiſchen Religionsfrieden war Religionsfreiheit gewährleiſtet, obwohl die Lutheraner auch damals nicht zu rechter Freiheit kamen. Im Johrr 1817 wurde die Union eingeführt. Wis. Syn. S, 1. 11. Wie ſind nun unſere Glaubensgenoſſen in Derih land in Feſſeln geſchlagen und ihrer Rechte beraubt! Walth. Kaſ. 151. 152. Il. 80, 14. — Auch in Sacſen iſt keine Religionsfreiheit. Willk. 17—21.
- Luth. 45, 57
- Can. 1909, 8
- Ma. 29, 311
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- Ma. 29, 311. 9, 340
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- Ka. 91, 7
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- Mit. 74, 55
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- Ka. 89, 58
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- Süd. 86, 60
- Wis. Syn. 89, 12
- Wis. Syn. 89, 12. 13
- Mit. 75, 57
- Walth. Kas. 151
- Walth. Kas. 152
- Il. 80, 14
- Walth. Kas. 152
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- Ka. 89, 40
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- Ka. 89, 40. 41
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- Il. 1903, 93
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- Wis. Syn. 89, 13
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- Wis. Syn. 89, 13. 756
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- Ma. 29, 303 —3
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- Ma. 29, 303 —3 10
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3.
Der Segen der Religionsfreiheit
3. Der Segen der Religionsfreiheit. Der Segen de
reiheit iſt ein mannigfacher.
a. Iſt die Kirche frei, dann hat auch das Evangekum freien Lauf, die Kirche kann ſich frei entwickeln und ausbreiten, ungehindert das Wort verkündigen und Schu len einrichten. Wohl beweiſt das Evangelium oh Landeskirchen ſeine Kraft, aber es werden ihm doch vit Hinderniſſe in den Weg gelegt. Mit. 74, 49. ch
b. Die Ausübung der Kirchenzucht wird nicht lahn gelegt.
e. Da die Chriſten ihre Kirchen ſelbſt unterholten mü⸗
ſen, nehmen ſie mehr Intereſſe an kirchlichen Dingen,
lernen das Geben für kirchliche Zwecke. u
d. Der Unterſchied zwiſchen Welt und Kirche, ——
lirchlich geſinnten und kirchloſen Leuten, tritt mehr 5
vor, während in Deutſchland jeder Bürger des 2˙⁷
als Glied der Kirche angeſehen wird, der ſich nicht 1
drücklich davon ausgeſchloſſen hat, auch wenn er nie z
Kirche kommt. ‚ ent N.
e. Auch für den Staat hat Religionsfreiheit Err
Jemehr die Kirche ſich ausbreiten kann, jemehr ertitht
die Kirche dem Staat brauchbare Bürger.
Anm. a. Welch ein Segen die Freiheit iſt 4*
man erſt recht zur Zeit der Verfolauna. Amnlien
ſchwere Zeiten. Mis. Syn. 89, 10. Ein Religionskrie
iſt ein Kampf nicht um ein irdiſches, ſondern un af
himmliſche Vaterland, nicht um das Vürgerrecht Inn g
Erden, ſondern droben im Himmel. Ma. 29. Wr ve
— Doch hat auch die Verfolaung ihren Nutzen für
Kirche ſ. Chriſtenverfolaung 501.
Anm. b. Religionsfreiheit hat aber auch Gefu
ren.
1. Auch die Schwärmer, ſelbſt die tollſten und
aberwitzigſten, können ſich mit derſelben Freiheit
ausbreiten. Das Sektenweſen blüht. Viel Sek⸗
ten und viel Schwärmerei.
2. Zur Zeit des Friedens dringt leicht Sattheit,
überdruß, Weltweſen in die Kirche ein.
3. Viele ſind nun auch ganz frei, frei von Kirche
und Religion. Wer Gottes Wort verachtet, kann es
ungeſtraft tun mit der Zunge und mit der Tat
Niemand. iſt gezwungen, den Heuchler zu ſpielen. 4. Die Religionsfreiheit ſollen wir
a. hochſchätzen, immer beſſer erkennen und treu
gebrauchen. Wir ſollen uns freuen, daß wir unſere
Schulen haben dürfen;
b. Gottdafürdanken. Ma. 29, 311. 9, 340; c. zu behaupten ſuchen. Wir ſollen auf die
Feinde unſerer Freiheit ein ſcharfes Auge haben und
als Wächter der Freiheit auf unſerer Hut ſein: Die Re⸗
ligionsfreiheit iſt eine Frucht der Reformation, durch
langjährigen, teuren Kampf erfochten, ſehen wir zu, daß
wir ſie nicht wieder verlieren. eol. 13, 89. Zeug⸗
niſſe von Nichtlutheranern, daß wir die Freiheit Luther
zu verdanken haben Theol. 13, 90—101;
d. fleiß ig dafür beten, daß uns Gott unſere
Freiheit unverkürzt erhalte.
Homiletik.
wir hier
— Pſ. 147, 12—15. — Warum ſollen auch
mit unſern
Jubelfeſt des Augsburgiſchen
terland, Gott öffentlich lobend und preiſend, begehen?
an
Religionsfrieden an unſerer Kirche und ſomit auch
Wohltat des Religionsfriedens in vollſtem Maße genießen.
weil gerade wir hier die
Ap. 9, 31. — Für welches Gut wir am Danktag beſonders dankbar ſein ſollen.
— Ma. 29, 303.
a. Welches dieſes Gut iſt (Religionsfreiheit), b. welches der rechte Dank dafür iſt.
— Son. Ent. 529.
- Mit. 74, 49
- Syn. 89, 10
- Ma. 29
- Theol. 6, 148
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- Ma. 9, 340
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- Ma. 9, 340. 13, 324
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- Mit. 74, 47
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- Wis. Syn. 89, 11
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- Wis. Syn. 89, 11. 12
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- Jo. 97, 99
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- Ka. 91, 8
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- Ma. 13, 324
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- Ma. 9, 340
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- Ma. 29, 311
- Ma. 29, 311. 9, 340
- Theol. 13, 90—101
- Ma. 29, 303
- Ent. 529
- W. 1903, 56
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- Mit. 74, 56
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- Mit. 74, 56. 11
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- Ka. 91, 8
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- Luth. 2, 34 What Are the Guiding Principles for the Formation of Orthodox Synods of the Lutheran Church in This Country? A brotherly word offered for discussion and consideration to those of like mind and disposition. (Continued.)
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- Walth. Epi. 434
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- Walth. Epi. 434. 435
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- Walth. Ev. 339
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- Can. 1909, 8
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- Ka. 89, 58
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- Ka. 89, 58. 60
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- Wis. Syn. 89, 12
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- Wis. 86, 30
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- Mit. 74, 12
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- Kueg. 4, 640
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- Wis. Syn. 89, 12
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- Luth. 23, 85
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- Ka. 89, 63
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- Ka. 89, 63. 64
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- Ka. 89, 63. 64. i
margin
- Ka. S89, 66. 67.
vol c, printed page
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