Collection › Der Lutheraner (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 6, Nummer 23 › Seite 185

Der Lutheraner St. Louis, Missouri — 1850-08-03, Seite 185

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Cited in Eckhardt's Reallexikon (1907) under: Taufe

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dem HErrn, der wird ihm wieder Gutes vergel⸗
ten, Spr. 19, 17.

Und zwar iſt es nach Gottes Wort unwider⸗
ſprechlich gewiß, daß das Maaß unſrer künftigen
Herrlichkeit und Seligkeit abhangen wird von dem
Maaße unſerer Treue, welche wir hienieden in
unſerem Chriſtenthume bewieſen haben. Chriſtus
ſpricht: „Eben mit dem Maaße, da ihr mit
meſſet, wird man euch wieder meſſen“, Luc. 6, 38.
„Ei du frommer und getreuer Knecht, du biſt
über wenigem getreu geweſen, ich will dich über
viel ſetzen, gehe ein zu deines HErrn Freude“,
Matth. 25, 21. „Wer da kärglich ſäet, der wird
auch kärglich ernten, und wer da ſäet im Segen,
der wird auch ernten im Segen“, 2 Cor. 9, 6.
O daß wir doch danach unſeren ewigen Vortheil
recht erkenneten! daß wir das Gegenwärtige mit
himmliſchem Sinne im Lichte der Ewigkeit be⸗
trachteten! Nichts von alle dem, was wir für
uns, für unſere Ehre, zu unſerm Genuſſe thun,
wird uns jenſeits vergolten. Dafür haben wir
unſern Lohn ſchon auf Erden dahin. Davon heißt
es: „Gedenke, mein Sohn, daß du dein Gutes
empfangen haſt in deinem Leben, Luc. 16, 25.
Nur das, was wir zu Gottes Ehre und unſers
Nächſten Heil in IEſu Namen thun, hat die Ver⸗
heißung eines Gnadenlohnes. Dieſes Leben iſt
die Saatzeit, im Himmel iſt die Ernte; die Werke
der Barmherzigkeit, die Gaben der Liebe ſind
Früchte des Glaubens und zugleich der Same,
aus welchem uns einſt nach Gottes Verheißung
ein ewiger Lohn erblühen ſoll.

Möge uns dieſe Betrachtung zum fröhlichen
Geben erwecken. Nur das von unſern zeitlichen
Gütern beſitzen wir wahrhaft, was wir Chriſto
in ſeinen Brüdern geben. Alles Uebrige verlieren
wir im Tode, nur dies bleibt unverloren, der
treue Gott wird es unendlich reich belohnen. Das
ſind die Werke der Barmherzigkeit, welche uns
nachfolgen, wenn wir ſterben, Offenb. 14, 14.;
wohl dem, der von denſelben ein zahlreiches Ge⸗
leite hat. Das ſind die Gaben der Liebe, mit
welchen wir uns Freunde machen, auf daß, wenn
wir nun darben, ſie uns aufnehmen in die ewigen
Hütten, Luc. 16, 19. Gott gebe uns das Wol⸗
len und Vollbringen nach ſeinem Wohlgefallen.
Amen. H. Fick.

*
*

Wenn wir in höchſten Nöthen ſein,
Und wiſſen nicht, wo aus noch ein,
Und finden weder Hülf noch Rath,

Ob wir gleich ſorgen früh und ſpat.

Dr. Paul Eber, Profeſſor in Wittenberg,
deſſen Wahlſpruch Pſalm 119, V. 105. war, dich⸗
tete dieſes Lied unter dem Titel: „Das Gebet
Joſaphats. 2 Chron. 20.“, als Kaiſer Karl V.
nach der für die Proteſtanten ſo unglücklichen
Schlacht bei Mühlberg im Jahre 1547 vor die
Stadt Wittenberg gezogen war, in welcher von
allen Profeſſoren er, Bugenhagen und Creuziger,
auf die Hülfe des HErrn vertrauend, allein zu⸗
rückgeblieben waren.

Als einſt in der Barfüßerkirche zu Erfurt ein
Theil der Kirchendecke durch einen Blitzſtrahl den
Einſturz drohte, flüchteten ſich fünfzig Leute zum

18⁴

Altar und ſangen das Lied: „Wenn wir in höch⸗
ſten Nöthen ſein“, worauf ſie unverſehrt blieben,
obgleich der Einſturz erfolgte.

Pabſt Pius II.
ſagte: „Dem Baechus (Gott der Trinker) werde
ich treuer bleiben, als der Venus (Göttin der
Wolluſt); aber wahrhaftig bei der Keuſchheit iſt
nicht viel Verdienſt, denn ich meide nicht ſowohl
die Venus, als vielmehr ſie mich.“ — Rp. ad 3.
F. ep. POpp.

(Eingeſandt.)

Geſpräch eines Vaters mit ſeinem fünfjährigen
Töchterlein.

(St. Matth. 21, 19.)

Kind.
Vater, weißt du's ganz gewiß,
Wenn ich heute ſterbe,
Daß ich dann das Paradies
Und den Himmel erbe?

Vater.
Ja, mein Herzenstöchterlein!
Engel werden kommen
Und dich ſanft aus aller Pein
Holen zu den Frommen.

Kind.
Werd ich meinen Heiland dann
Auch im Himmel ſehen?
Blickt Er mich auch freundlich an,
Wird mich nicht verſchmähen?
Vater.
Nein, Er wird dich inniglich
An Sein Herze drücken,
Und mit Liebesküſſen dich
Süßiglich erquicken.
Kind.
Wird man dorten auch noch krank,
Wie in dieſem Leben? —
Und welch' eine Speiſ' und Trank
Wird mir da gegeben?
Vater.

In dem ſchönen Himmelsſaal

Weiß man nichts von Leiden,

Nichts von Krankheit, Nacht und Qual,

Sondern nur von Freuden. —

Manna wird von Seinem Tiſch

Dir der Heiland ſchenken

Und mit Lebenswaſſer friſch

Wunderbar dich tränken.
Kind.

Bitte, Vater! Eines noch

Möchteſt du mir ſagen:

Was für Kleider werd' ich doch

In dem Himmel tragen?
Vater.

Herrlich iſt das Himmelskleid

Und von weißer Seide,

Chriſti Blutgerechtigkeit

Iſt dort dein Geſchmeide.

Ja, wenn du im Vaterland

Stehſt vor Seinem Throne,

Schmückt dich Seine Liebeshand

Gar mit einer Krone.

Eine Harfe gibt Er dir

Freundlich in die Hände,

Daß du Ihn mit Lieb'sbegier

Preiſen kannſt ohn' Ende.
Kind.

Vater, ach wie freu' ich mich

Auf das liebe Sterben,

Wo ich dann ja ſicherlich —

Soll den Himmel erben.

Veränderte Adreſſen:
Rev'd. J. Rennicke,
Columbia, Monroe Co., III.
Rev'd. Carl Strasen,
Collinsville, Madison Co., IIl.
Rev'd. Fr. Besel,
New Bedford, Coshocton Co., O.

—2——————————
Empfangen
für den Bau des deutſch evangeliſch⸗lutheriſchen College in
St. Louis:

Von Herrn Heinrich Flock in Bucyrus, Crawford Co.,
Ohio, 51.00. Von Herrn Paſtor Johann Krauß in Bu⸗
cyrus, Crawford Co., Ohio, S1.00. Von Herrn Joh. M.
Krauß in Bucyrus, Crawford County, O., 51.00. Von
einigen Gliedern der lutheriſchen Gemeinde in Staunton
Ill., durch Herrn Paſtor Birkmann §1.50.

E. Roſchke, Kaſſirer.

Erhalten
zur Synodal⸗Miſſions⸗Caſſe:
Von Herrn Paſtor F. 50 Cts. Von Herrn Heinrich Bol⸗
linger P2.00. Von einem Ungenannten P1.00. Von der
zweilen deutſchen evang.-lutheriſchen Gemeinde in Balti⸗
more, Md., S573.00.

Bezahlt.
Den 6. Jahrg. Die HH. Mich. Andre, Joh. Ellenber⸗
ger, Stephan Graf, Joh. Hofmann, Heinrich Krug.

Die 2. Hälfte des 6. Jahrg. Herr Martin Stüber.
Wend 6. und 7. Jahrg. Die HH. Paſtoren Borchers und
ernle.

Bücher und Pamphlets zu haben in der Expedition
des Lutheraner um die beigeſetzten Preiſe.

Dr. Martin Luthers kleiner Katechismus, un⸗
veränderter Aboruck....... 50.10
Das Dutzend P1.00. Hundert Stück 47.00.
Merkwürdiger Brief einer Dame, welche im
Jahre 1703 der ev.-lutheriſchen Religion halber
mit ſechs meiſt unerzogenen Kindern ihr Vater⸗
land und all' ihr Hab und Gut verlaſſen hat.
Das Dutzend 50 Cts. 25 Stück §1.00.
Die Verfaſſung der deutſchen ev.⸗luth.
Synode von Miſſouri, Ohio u. a. Staaten
nebſt einer Einleitung und erläuternden Be⸗
merkungen. q
Das Dutzend 50 Cts. 25 Stück 81.00.
Erſter Synodalbericht der deutſchen ev.luth.
Synode von Miſſouri, Ohio u. a. Staaten
v. J. 1847
Zweiter Synodalbericht derſelben Synode
v. J. 1848..—.—.—.———
Dritter Jahrgang des Lutheraner v. 1846
—1847. No. 826
(Der 1. und 2. Jahrgang ſind vergriffen.)
Chriſtliches Concordien buch, d. i. Symbol.
Bücher der ev.-luth. Kirche, New Rorker Aus⸗
gabe, in gepreßtem Leder gebunden „.....
Geſpräche zwiſchen zwei Lutheranern
über den Methodismus, (in Pamphlet⸗
form) 2 Stücktt ꝑꝑ..I.
Dr. M. Luthers Tractat von der wahren
Kirche (aus No. 9. des Lutheraner beſonders
abgedruckt), 2 Stück...
Dr. Luthers Hauspoſtille, oder Predigten
über die Evangelien auf die Sonn⸗ und Zeſt⸗
tage des ganzen Jahres, New Rorker Ausgabe,
gebunden in Kalbleder....—.—
Kirchengeſangbuch für ev.⸗luth. Gemein⸗
den, verlegt v. d. hieſ, ev.⸗luth. Gemeinde
U. A. C., gebunden das Stück
58.00
100 Sti 56.50 gegen Baarzahlung.
A B C Buch, New Aorker Ausgabe, das Stück. 0.
Im Dutzend. 1
Der Hirtenbrief des Herrn Paſtors Grabau zu
Buffalo (in No. 17. des Lutheraner Jahrg. 5.
ausführlicher angezeigt).·
Joh. Hübners Bibliſche Hiſtorien aus dem Alten
und Neuen Teſtamente. Unveränderter Abdruck,
New Norker Ausgabe, im Einzelnen
Im Dutzend.
Dr. Martin Luthers Auslegung des 90. Pſalms,
brochirt unbeſchnitten........ 0.
Im Dutzend. 1
Spruch buch zum kleinen Catechismus Lutheri.
Im Auftrage der Synode von Miſſouri ꝛc. zu-
ſammengetragen von Paſtor Fr. Wyneken, das
Stückk,.....—..——
Im Dutzend..

Gedruckt bei Moritz Niedner,
Chestnut Stréet, between Main & Second, No. 16.

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