# Der Lutheraner_St. Louis Missouri_1850 08 03_S185 # Machine transcription, uncorrected — CHI Digital Archive (demonstration) dem HErrn, der wird ihm wieder Gutes vergel⸗ ten, Spr. 19, 17. Und zwar iſt es nach Gottes Wort unwider⸗ ſprechlich gewiß, daß das Maaß unſrer künftigen Herrlichkeit und Seligkeit abhangen wird von dem Maaße unſerer Treue, welche wir hienieden in unſerem Chriſtenthume bewieſen haben. Chriſtus ſpricht: „Eben mit dem Maaße, da ihr mit meſſet, wird man euch wieder meſſen“, Luc. 6, 38. „Ei du frommer und getreuer Knecht, du biſt über wenigem getreu geweſen, ich will dich über viel ſetzen, gehe ein zu deines HErrn Freude“, Matth. 25, 21. „Wer da kärglich ſäet, der wird auch kärglich ernten, und wer da ſäet im Segen, der wird auch ernten im Segen“, 2 Cor. 9, 6. O daß wir doch danach unſeren ewigen Vortheil recht erkenneten! daß wir das Gegenwärtige mit himmliſchem Sinne im Lichte der Ewigkeit be⸗ trachteten! Nichts von alle dem, was wir für uns, für unſere Ehre, zu unſerm Genuſſe thun, wird uns jenſeits vergolten. Dafür haben wir unſern Lohn ſchon auf Erden dahin. Davon heißt es: „Gedenke, mein Sohn, daß du dein Gutes empfangen haſt in deinem Leben, Luc. 16, 25. Nur das, was wir zu Gottes Ehre und unſers Nächſten Heil in IEſu Namen thun, hat die Ver⸗ heißung eines Gnadenlohnes. Dieſes Leben iſt die Saatzeit, im Himmel iſt die Ernte; die Werke der Barmherzigkeit, die Gaben der Liebe ſind Früchte des Glaubens und zugleich der Same, aus welchem uns einſt nach Gottes Verheißung ein ewiger Lohn erblühen ſoll. Möge uns dieſe Betrachtung zum fröhlichen Geben erwecken. Nur das von unſern zeitlichen Gütern beſitzen wir wahrhaft, was wir Chriſto in ſeinen Brüdern geben. Alles Uebrige verlieren wir im Tode, nur dies bleibt unverloren, der treue Gott wird es unendlich reich belohnen. Das ſind die Werke der Barmherzigkeit, welche uns nachfolgen, wenn wir ſterben, Offenb. 14, 14.; wohl dem, der von denſelben ein zahlreiches Ge⸗ leite hat. Das ſind die Gaben der Liebe, mit welchen wir uns Freunde machen, auf daß, wenn wir nun darben, ſie uns aufnehmen in die ewigen Hütten, Luc. 16, 19. Gott gebe uns das Wol⸗ len und Vollbringen nach ſeinem Wohlgefallen. Amen. H. Fick. * * Wenn wir in höchſten Nöthen ſein, Und wiſſen nicht, wo aus noch ein, Und finden weder Hülf noch Rath, Ob wir gleich ſorgen früh und ſpat. Dr. Paul Eber, Profeſſor in Wittenberg, deſſen Wahlſpruch Pſalm 119, V. 105. war, dich⸗ tete dieſes Lied unter dem Titel: „Das Gebet Joſaphats. 2 Chron. 20.“, als Kaiſer Karl V. nach der für die Proteſtanten ſo unglücklichen Schlacht bei Mühlberg im Jahre 1547 vor die Stadt Wittenberg gezogen war, in welcher von allen Profeſſoren er, Bugenhagen und Creuziger, auf die Hülfe des HErrn vertrauend, allein zu⸗ rückgeblieben waren. Als einſt in der Barfüßerkirche zu Erfurt ein Theil der Kirchendecke durch einen Blitzſtrahl den Einſturz drohte, flüchteten ſich fünfzig Leute zum 18⁴ Altar und ſangen das Lied: „Wenn wir in höch⸗ ſten Nöthen ſein“, worauf ſie unverſehrt blieben, obgleich der Einſturz erfolgte. Pabſt Pius II. ſagte: „Dem Baechus (Gott der Trinker) werde ich treuer bleiben, als der Venus (Göttin der Wolluſt); aber wahrhaftig bei der Keuſchheit iſt nicht viel Verdienſt, denn ich meide nicht ſowohl die Venus, als vielmehr ſie mich.“ — Rp. ad 3. F. ep. POpp. (Eingeſandt.) Geſpräch eines Vaters mit ſeinem fünfjährigen Töchterlein. (St. Matth. 21, 19.) Kind. Vater, weißt du's ganz gewiß, Wenn ich heute ſterbe, Daß ich dann das Paradies Und den Himmel erbe? Vater. Ja, mein Herzenstöchterlein! Engel werden kommen Und dich ſanft aus aller Pein Holen zu den Frommen. Kind. Werd ich meinen Heiland dann Auch im Himmel ſehen? Blickt Er mich auch freundlich an, Wird mich nicht verſchmähen? Vater. Nein, Er wird dich inniglich An Sein Herze drücken, Und mit Liebesküſſen dich Süßiglich erquicken. Kind. Wird man dorten auch noch krank, Wie in dieſem Leben? — Und welch' eine Speiſ' und Trank Wird mir da gegeben? Vater. In dem ſchönen Himmelsſaal Weiß man nichts von Leiden, Nichts von Krankheit, Nacht und Qual, Sondern nur von Freuden. — Manna wird von Seinem Tiſch Dir der Heiland ſchenken Und mit Lebenswaſſer friſch Wunderbar dich tränken. Kind. Bitte, Vater! Eines noch Möchteſt du mir ſagen: Was für Kleider werd' ich doch In dem Himmel tragen? Vater. Herrlich iſt das Himmelskleid Und von weißer Seide, Chriſti Blutgerechtigkeit Iſt dort dein Geſchmeide. Ja, wenn du im Vaterland Stehſt vor Seinem Throne, Schmückt dich Seine Liebeshand Gar mit einer Krone. Eine Harfe gibt Er dir Freundlich in die Hände, Daß du Ihn mit Lieb'sbegier Preiſen kannſt ohn' Ende. Kind. Vater, ach wie freu' ich mich Auf das liebe Sterben, Wo ich dann ja ſicherlich — Soll den Himmel erben. Veränderte Adreſſen: Rev'd. J. Rennicke, Columbia, Monroe Co., III. Rev'd. Carl Strasen, Collinsville, Madison Co., IIl. Rev'd. Fr. Besel, New Bedford, Coshocton Co., O. —2—————————— Empfangen für den Bau des deutſch evangeliſch⸗lutheriſchen College in St. Louis: Von Herrn Heinrich Flock in Bucyrus, Crawford Co., Ohio, 51.00. Von Herrn Paſtor Johann Krauß in Bu⸗ cyrus, Crawford Co., Ohio, S1.00. Von Herrn Joh. M. Krauß in Bucyrus, Crawford County, O., 51.00. Von einigen Gliedern der lutheriſchen Gemeinde in Staunton Ill., durch Herrn Paſtor Birkmann §1.50. E. Roſchke, Kaſſirer. Erhalten zur Synodal⸗Miſſions⸗Caſſe: Von Herrn Paſtor F. 50 Cts. Von Herrn Heinrich Bol⸗ linger P2.00. Von einem Ungenannten P1.00. Von der zweilen deutſchen evang.-lutheriſchen Gemeinde in Balti⸗ more, Md., S573.00. Bezahlt. Den 6. Jahrg. Die HH. Mich. Andre, Joh. Ellenber⸗ ger, Stephan Graf, Joh. Hofmann, Heinrich Krug. Die 2. Hälfte des 6. Jahrg. Herr Martin Stüber. Wend 6. und 7. Jahrg. Die HH. Paſtoren Borchers und ernle. Bücher und Pamphlets zu haben in der Expedition des Lutheraner um die beigeſetzten Preiſe. Dr. Martin Luthers kleiner Katechismus, un⸗ veränderter Aboruck....... 50.10 Das Dutzend P1.00. Hundert Stück 47.00. Merkwürdiger Brief einer Dame, welche im Jahre 1703 der ev.-lutheriſchen Religion halber mit ſechs meiſt unerzogenen Kindern ihr Vater⸗ land und all' ihr Hab und Gut verlaſſen hat. Das Dutzend 50 Cts. 25 Stück §1.00. Die Verfaſſung der deutſchen ev.⸗luth. Synode von Miſſouri, Ohio u. a. Staaten nebſt einer Einleitung und erläuternden Be⸗ merkungen. q Das Dutzend 50 Cts. 25 Stück 81.00. Erſter Synodalbericht der deutſchen ev.luth. Synode von Miſſouri, Ohio u. a. Staaten v. J. 1847 Zweiter Synodalbericht derſelben Synode v. J. 1848..—.—.—.——— Dritter Jahrgang des Lutheraner v. 1846 —1847. No. 826 (Der 1. und 2. Jahrgang ſind vergriffen.) Chriſtliches Concordien buch, d. i. Symbol. Bücher der ev.-luth. Kirche, New Rorker Aus⸗ gabe, in gepreßtem Leder gebunden „..... Geſpräche zwiſchen zwei Lutheranern über den Methodismus, (in Pamphlet⸗ form) 2 Stücktt ꝑꝑ..I. Dr. M. Luthers Tractat von der wahren Kirche (aus No. 9. des Lutheraner beſonders abgedruckt), 2 Stück... Dr. Luthers Hauspoſtille, oder Predigten über die Evangelien auf die Sonn⸗ und Zeſt⸗ tage des ganzen Jahres, New Rorker Ausgabe, gebunden in Kalbleder....—.— Kirchengeſangbuch für ev.⸗luth. Gemein⸗ den, verlegt v. d. hieſ, ev.⸗luth. Gemeinde U. A. C., gebunden das Stück 58.00 100 Sti 56.50 gegen Baarzahlung. A B C Buch, New Aorker Ausgabe, das Stück. 0. Im Dutzend. 1 Der Hirtenbrief des Herrn Paſtors Grabau zu Buffalo (in No. 17. des Lutheraner Jahrg. 5. ausführlicher angezeigt).· Joh. Hübners Bibliſche Hiſtorien aus dem Alten und Neuen Teſtamente. Unveränderter Abdruck, New Norker Ausgabe, im Einzelnen Im Dutzend. Dr. Martin Luthers Auslegung des 90. Pſalms, brochirt unbeſchnitten........ 0. Im Dutzend. 1 Spruch buch zum kleinen Catechismus Lutheri. Im Auftrage der Synode von Miſſouri ꝛc. zu- ſammengetragen von Paſtor Fr. Wyneken, das Stückk,.....—..—— Im Dutzend.. Gedruckt bei Moritz Niedner, Chestnut Stréet, between Main & Second, No. 16. 0.0⁵ 0.05 0.10 0.10 0.50 22k᷑᷑k᷑᷑ᷓ 1.25⁵ 0.0⁵ 0.05 2.00 0.7⁵