Collection › Der Lutheraner (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 3, Nummer 15 › Seite 80

Der Lutheraner St. Louis, Missouri — 1847-03-23, Seite 80

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Cited in Eckhardt's Reallexikon (1907) under: Bilder 1 · Uuion

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und Gad und der halbe Stamm Manaſſe einen
Altar erbauten jenſeit des Jordan, da entrüſte⸗
ten ſich erſt die anderen Stämme ob der Ueber⸗
tretung des Geſetzes, deren ſie die erſtgenann⸗
ten dabei ſchuldig glaubten; als es aber an
den Tag kam, daß jener Altar nur ein Zeugen—
und Gedenk-Stein ſein und der Abgötterei kei⸗
neswegs dienen ſollte, da beruhigten ſich die
entrüſteten Brüder, und prieſen und lobten
Gott. Vergl. Joſua 22. So ſollten ſich auch
billig die Herren Reformirten ſamt ihrenSchlep⸗
penträgern, dem Herrn Weyl in Baltimore und
andern Unlutheranern, berubigen, wenn ſie hö—
ren, daß wir Lutheraner Bilder, Crucifixe, Al⸗
täre ꝛc. nicht zur Verehrung, nicht zum Opfern
und dergleichen, ſondern bloß zum Schmucke
und zu einer etwaigen gottſeligen Erinnerung
haben.

Hier werden nun vielleicht einige noch ein⸗
wenden, alle Bilder ſeien freilich nicht zu ver⸗
werfen, aber unrecht ſei es doch auf jeden Fall,
Gott abzubilden und ſich von ihm ein Gleich—
niß zu machen, da Gottes unſichtbares Weſen
nicht abgebildet werden könne und ſolle (5 Moſ.
4, 15.). Wer es thue, der ſtelle Gott nach
Menſchengedanken vor, der bringe alſo damit
falſche Vorſtellungen von Gott in die Herzen
und richte daher offenbar Abgötterei an, wie
Aaron durch das goldne Kalb. Wir antwor—
ten: hierin ſind wir mit den Reformirten völ⸗
lig einig; auch wir verwerfen alle Bilder, die
ſich der Menſch ſelbſt von Gott macht, als ab—-
göttiſch. In lutheriſchen Kirchen und Büchern
werden daher nur Abbildungen von Offen⸗
barungen Gottes (nicht die von Gott ſelbſt)
geduldet. Zum Beiſpiel, dulden wir Abbil—⸗
dungen der Offenbarung Gottes des Vaters
als eines Greiſes nach Daniel 7, 9.; Gottes
des Sohnes als eines Menſchen-Sohnes nach
Dan. 7, 13., 1 Tim. 3, 16. und nach dem
ganzen N. Teſtamente; Gottes des h. Geiſtes
als einer Taube nach Matth. 3, 16. Hieher
gehören auch alle, anſtatt mit Buchſtaben, mit
Farben wieder gegebenen Bilder, unter welchen
die Bibel ſelbſt die Eigenſchaften Gottes dar—
ſtellt, wie das Auge u. a. Dies zu verwerfen
iſt in der That lächerlich, da man dann auch
offenbar kein ſolches Bild in ſeine Seele auf—
nehmen dürfte. Wollte Gott, unſere Gegner
machten ſich von Gott kein anderes Bild, als
das, was die Bibel von ihm entwirft, in ihrem
Herzen, ſo würden ſie bald über die äußeren
Schmuck- und Zeugenbilder mit uns eins wer—
den; aber gegen vermeintliche ſichtbare Götzen⸗
bilder ſtreitet man mit Fäuſten und Aexten,
und die Götzenbilder im Herzen, die durch
falſche Lehre entſtehen, läßt man un⸗
angefochten auf ihrem Throne. Vergl. Röm.
2, 22., 2 Joh. 9., 1 Sam. 15, 22. 23. Wollt
ihr daher, ihr Bilderſtürmer, gern Arbeit ha—
ben, hier habt ihr ein Arbeitsfeld: geht in
euer Herz: da gibts zu thun genug!

Welches iſt nun endlich der Schluß, den wir
aus allem, was wir über den Gebrauch der
Bilder ꝛc. geſagt haben, ziehen müſſen? Es iſt
dieſer: Nicht das alte Lutherthum führt nach
Rom, denn es lehrt in dieſen Dingen nach Got—
tes Wort Freiheit; wohl aber führt das

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neue Afterlutherthum nach Rom, denn es ver⸗
bietet auf gut römiſch, was Gott frei gelaſſen
hat. Dieſen Schluß machte einſt auch Luther
in ſeinem Kampfe gegen Carlſtadt. Er ſchreibt:
„Daraus merke nun, welche des Endechriſts
Vettern ſeien, wir oder Carlſtadt. Wir thun
wie die Papiſten, ohne daß wir die Lehre, Ge⸗
bot und Zwang nicht leiden; wir laſſen
auch wie die Carlſtädtiſchen, aber das Ver⸗
bot leiden wir nicht. So ſind nun der Pabſt
und Carlſtadt rechte Vettern im Lehren, denn
ſie lehren beide, einer das Thun, der andere
das Laſſen. Wir lehren aber keines, und thun
beides.“ (Schrift wider die himmliſchen Pro—

pheten.)
(Fortſetzung folgt.)

(Eingeſandt von H. Fick.)
Das Marburger Religionsgeſpräch,
ein Beleg, daß die lutheriſche Kirche
von jeher nicht die wahre, ſondern die falſche Union verworfen hat.
(Schluß.)

Es liegt uns jetzt die traurige Pflicht ob, zu
zeigen, wie treulos die Reformirten gegen die
Unſrigen handelten, indem ſie bald nachher wie—
der öffentlich die Irrlehren bekannten, welche
ſie feierlich zu Marburg widerrufen hatten.

Wie wenig es dem Oecolampadius mit
ſeiner Unterſchrift Ernſt war, eine ſo große
Friedensliebe er ſonſt auch immer vorgab, das
ſprach er unverholen in einem Briefe an Hal—
ler aus: „Man ſei durch dieſe Disputation um
keinen Schritt weiter gekommen.“ Somit er—
klärt er ſelbſt alle Zugeſtändniſſe und Verſpre⸗
chungen, welche die Seinen den Lutheranern
gemacht hatten, für bloßen Schein und betrüg—
liches Spiel. Bucer bezeugt zwar, daß in
Luther und den Seinen die wahre Liebe Got—
tes ſei; aber er bemerkt zugleich, Zwingli und
ſeine Partei hätten nur aus Liebe, und aus kei⸗
ner andern Urſache die Marburger Artikel an⸗
genommen, obwohl ſie ihre Meinung beſſer
ausgedrückt haben würden, wenn ſie dieſelben
hätten aufſetzen ſollen, ja! lieber andere und
deutlichere Worte gebraucht hätten. Alſo aus
Liebe — wir fragen, welche Liebe hier gemeint
ſei? — hielten die Reformirten die Irrlehren
im Herzen feſt, welche ſie den Lutheranern ge—
genüber, mündlich und ſchriftlich widerriefen.
— Doch daß damals von ſeiner Seite heuchle—
riſche Verſtellung obgewaltet habe, ſchämte
Zwingli ſich nicht, noch im Jahre 1531,
dem Jahre ſeines gewaltſamen Todes, ſelbſt
ausdrücklich zu behaupten. „Ich weiß, ſchreibt er an Samius, es iſt dir nicht unbekanut, daß
beim Abendmahle des HErrn nur diejenigen
mit dem Sacramente des Leibes und Blutes
Chriſti geſpeist werden, welche ſchon vorher
geiſtlich geſpeist und geſättigt ſind. Aber, wie
ich geſagt habe, man mußte Manches noch et—
was milder und vorſichtiger ausdrücken und
das Netz des Evangeliums klug auswerfen, um
einen deſto größern Fang zu thun. Es wird
einmal die Gelegenheit kommen, Alles bis auf
den Grund weg zu räumen.“ Gewißlich ein
recht ſchlimmer Rathſchlag, ſagt Dr. Löſcher
hiezu, unter dem Scheine des Lutherthums
deſto mehr Zwinglianer zu machen.

Dieſe Treuloſigkeit der Reformirten gegen
die Unſrigen offenbarte ſich nun bald in immer
feindſeligeren Werken. „Ich will ſchweigen,
ſo mußte Luther ſchon ein halbes Jahr nach
dem Marburger Religionsgeſpräche in einem
Briefe an den Landgrafen Philipp von Heſſen
vom 20. Mai 1530 klagen, wie unfreundlich
ſie (die Reformirten) mit uns jetzt fahren, neh⸗
men den Carlſtadt zu ſich, glauben allen den
greiflichen Lügen, ſo der elende Menſch wider
uns erdichtet, und muß wohlgethan ſein, ver—
theidigen ihn, Gott weiß, wie lange.“ Und
an Jakob Propſt ſchreibt er am 1. Juni 1530:
„Daß die Sacramentirer rühmen, daß ich zu
Marburg überwunden ſei, thun ſie ihrer Art
nach. Denn ſie ſind nicht allein Lügner, ſon⸗
dern die Lügen ſelbſt, voller Liſt und heuchle—
riſchem Betrug, wie Carlſtadt und Zwingel
mit ihren Worten und mit der That ſelbſt dar—
thun und bezeugen. Ihr ſehet aber, daß ſie zu
Marburg in den geſtellten Artikeln widerrufen
haben, was ſie von der Taufe und Gebrauche
der Sacramente, auch vom äußerlichen Werk
oder Predigtamt und andern Dingen bisher in
ihren öffentlichen gedruckten Büchern ſchädlicher
giftiger Weiſe gelehrt haben. Wir widerru⸗
fen gar nichts. Aber da ſie auch im Artikel
vom Abendmahl des HErrn überwunden wa⸗
ren, haben ſie ihn nicht wollen widerrufen, ob
ſie ſchon ſahen, daß ſie nicht beſtehen konnten:
Denn ſie fürchteten ſich vor ih⸗
rem eigenen Pöbel, zu welchem ſie
nicht hätten dürfen wieder heim kommen, ſo ſie
widerrufen hätten. . . Sie haben ſich gegen
uns erzeiget und geſtellet mit unglaublicher De—
muth und Freundlichkeit; aber, wie jetzt offen⸗
bar wird, alles falſch und betrüg⸗
lich, nur daß ſie uns zu einem Schein und
Geſtalt der Concordie (Eintracht) ziehen, und
ihres Irrthums theilhaftig und deſſen Patro—
nos (Beſchützer) machen möchten. O wie liſtig
iſt der Satan! Chriſtus aber iſt weiſer, der
uns erhalten hat. Ich habe nun aufgehört,
mich zu wundern, wenn ſie ohne alle Scham
Lügen treiben. Ich ſehe, daß ſie nicht anders
können, und bin froh darüber, weil ich ſehe,
daß der Satan ſie regieret und führet, daß ſie
nicht mehr durch Liſte, ſondern durch öffent⸗
liche Lügen ſich ſelbſt verrathen.“ So war
alſo nicht bloß Lügenhaftigkeit, ſondern auch
Menſchenfurcht die Urſache, weßhalb die Re—
formirten die Wahrheit, zu welcher ſie ſich durch
ihre Unterſchrift jener fünfzehn Artikel bekannt
hatten, bald nachher theils verdrehten, theils
verleugneten, wie das ihre Schriften leider nur
zu deutlich bezeugen.

Von der Taufe war im neunten Marburger
Artikel als gemeinſame Lehre feſtgeſetzt: „Daß
die Taufe ſei ein Sacrament, das zum Glau⸗
ben von Gott eingeſetzt, und weil Gottes Ge—
bot: Gehet hin und taufet, und Gottes Ver-⸗
heißung drinnen iſt: Wer da glaubet, ſo iſt's

nicht ein ledig Zeichen oder Loſung

unter den Chriſten, ſondern ein Zeichen und
Werk Gottes, darin unſer Glaube ge⸗
fördert, durch welchen wir zum Leben wie⸗
dergeboren werden. Und im vierzehnten Arti⸗
kel: Daß der Kinder Taufe recht ſei, und ſie

English translation AI translation

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and Gad, and the half-tribe of Manasseh, built an altar on the other side of the Jordan, the other tribes were at first indignant over the transgression of the law of which they believed the aforementioned tribes guilty; but when it came to light that that altar was meant to be only a witness- and memorial-stone, and was in no way to serve idolatry, the indignant brothers were reassured, and praised and glorified God. Compare Joshua 22. So too the Reformed gentlemen, together with their train-bearers, Mr. Weyl of Baltimore and other non-Lutherans, ought rightly to be reassured when they hear that we Lutherans keep images, crucifixes, altars, etc., not for veneration, not for offering sacrifice and the like, but merely for adornment and for a possible godly remembrance.

Here perhaps some will still object that, while not all images are to be rejected, it is nevertheless wrong in any case to depict God and to make for oneself a likeness of him, since God's invisible being cannot and should not be depicted (Deuteronomy 4:15). Whoever does this, they say, represents God according to human notions, thereby bringing false conceptions of God into people's hearts, and thus manifestly commits idolatry, as Aaron did with the golden calf. We answer: in this we are in complete agreement with the Reformed; we too reject as idolatrous all images that man makes of God out of his own devising. In Lutheran churches and books, therefore, only depictions of God's self-revelations (not of God as he is in himself) are tolerated. For example, we tolerate depictions of the revelation of God the Father as an aged man, after Daniel 7:9; of God the Son as a Son of Man, after Daniel 7:13, 1 Timothy 3:16, and after the whole New Testament; of God the Holy Spirit as a dove, after Matthew 3:16. Here also belong all images that, instead of with letters, are rendered with colors, by which the Bible itself represents the attributes of God, such as the eye, and the like. To reject this is in fact ridiculous, since one would then also evidently have to be forbidden to receive any such image into one's soul. Would to God that our opponents formed for themselves in their hearts no other image of God than that which the Bible draws of him; then they would soon come to agree with us regarding the outward images of adornment and remembrance; but against supposed visible idols people fight with fists and axes, while the idols in the heart, which arise through false doctrine, are left unchallenged upon their throne. Compare Romans 2:22, 2 John 9, 1 Samuel 15:22-23. If, therefore, you image-breakers wish to have work to do, here you have a field of labor: go into your own heart — there is enough to do there!

What, then, is finally the conclusion we must draw from everything we have said about the use of images, etc.? It is this: it is not the old Lutheranism that leads to Rome, for in these matters it teaches freedom according to God's Word; but the new counterfeit Lutheranism does indeed lead to Rome, for it forbids, in good Roman fashion, what God has left free.

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This conclusion Luther himself once drew in his struggle against Carlstadt. He writes: "From this now note who are the cousins of the Antichrist, we or Carlstadt. We act like the papists, except that we do not tolerate doctrine, commandment, and compulsion; we also permit, like the Carlstadtians, but we do not tolerate the prohibition. So the pope and Carlstadt are indeed proper cousins in their teaching, for they both teach — one the doing, the other the not-doing. But we teach neither, and do both." (Treatise against the Heavenly Prophets.)

(To be continued.)

(Submitted by H. Fick.)

The Marburg Colloquy, a Proof that the Lutheran Church Has From the Beginning Rejected Not the True, but the False, Union.
(Conclusion.)

It now lies upon us as a sad duty to show how faithlessly the Reformed acted toward our people, in that soon afterward they again publicly confessed the false doctrines which they had solemnly recanted at Marburg.

How little Oecolampadius was in earnest with his signature, however great a love of peace he otherwise always professed, he stated unreservedly in a letter to Haller: "By this disputation one has not advanced a single step." By this he himself declares all the concessions and promises which his party had made to the Lutherans to be mere pretense and a deceitful game. Bucer, indeed, testifies that in Luther and his party there was the true love of God; but he remarks at the same time that Zwingli and his party had accepted the Marburg Articles only out of love, and for no other reason, although they would have expressed their view better had they themselves been the ones to draw them up — indeed, would rather have used other and clearer words. So, out of love — we ask, what love is meant here? — the Reformed held fast in their hearts to the false doctrines which they recanted before the Lutherans, both orally and in writing. — Yet Zwingli was not ashamed, even in the year 1531, the year of his violent death, expressly to assert that hypocritical dissembling had prevailed on his side at that time. "I know," he writes to Samius, "it is not unknown to you, that at the Lord's Supper only those are fed with the sacrament of the body and blood of Christ who have already been spiritually fed and satisfied beforehand. But, as I have said, one had to express some things somewhat more mildly and cautiously, and cast out the net of the Gospel shrewdly, in order to make all the greater catch. The occasion will come one day to clear everything away down to the ground." A truly wicked piece of advice indeed, says Dr. Löscher on this, to make all the more Zwinglians under the guise of Lutheranism.

This faithlessness of the Reformed toward our people soon revealed itself in ever more hostile deeds. "I will remain silent," Luther already had to complain a mere half a year after the Marburg Colloquy, in a letter to the Landgrave Philip of Hesse of May 20, 1530, "as to how unkindly they (the Reformed) now deal with us; they take Carlstadt to themselves, believe all the palpable lies which that wretched man has invented against us, and it must be reckoned well done, and they defend him — God knows how long." And to Jakob Propst he writes on June 1, 1530: "That the Sacramentarians boast that I was overcome at Marburg, they do according to their kind. For they are not only liars, but lying itself, full of cunning and hypocritical deceit, as Carlstadt and Zwingli themselves demonstrate and attest, both by their words and by their deeds. But you see that at Marburg, in the articles drawn up, they recanted what they had until then taught, in a harmful and poisonous manner, in their public printed books, concerning baptism and the use of the sacraments, and also concerning the outward work or the office of preaching and other matters. We recant nothing at all. But since they were also overcome on the article of the Lord's Supper, they were unwilling to recant it, although they already saw that they could not maintain it: for they were afraid of their own common people, to whom they would not have dared to return home again if they had recanted. . . They have shown and comported themselves toward us with unbelievable humility and friendliness; but, as is now becoming evident, all false and deceitful, only so that they might draw us into a semblance and appearance of concord, and make us partakers of their error and patrons — that is, protectors — of it. Oh, how cunning is Satan! But Christ, who has preserved us, is wiser. I have now ceased to be amazed when they lie without any shame. I see that they cannot do otherwise, and I am glad of it, because I see that Satan rules and leads them, so that they now betray themselves no longer by cunning, but by open lies." Thus it was not mere mendacity alone, but also fear of man, that was the reason why the Reformed, some time afterward, partly twisted and partly denied the truth to which they had committed themselves by their signature to those fifteen articles — as their writings, unfortunately, all too clearly attest.

Concerning baptism, it was established in the ninth Marburg Article as common doctrine: "That baptism is a sacrament instituted by God for faith, and because God's command — Go and baptize — and God's promise are contained therein: he who believes [shall be saved] — it is therefore not a mere empty sign or token among Christians, but a sign and work of God, in which our faith is furthered, through which we are born again unto life. And in the fourteenth article: that the baptism of children is right, and that they —