Collection › Der Lutheraner (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 7, Nummer 3 › Seite 24
Der Lutheraner St. Louis, Missouri — 1850-09-29, Seite 24
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— 24—
weiter könnte gearbeitet werden. Nun der HERR
weiß, was wir bedürfen, und wird es lenken, ſo
es anders Sein heil. Wohlgefallen iſt. Bitt“
Ihn nun recht fleißig mit uns, und thu' auch
deine Hände auf, daß wir in den Stand geſetzt
werden, den vielfachen Anſprüchen an unſere
arme Miſſionskaſſe Genüge leiſten zu können.
Haſt du ja diesmal des erfreulichen ſo viel ge⸗
hört. Laß dichs zu Lob und Dank gegen Gott
bewegen, und beweiſe deine Dankbarkeit, ſo du
anders kannſt, auch gern mit der That. Daß
dir aber die Sache, die der HERR hier durch
uns ſchwache Werkzeuge treibt, immer lieber, und
du bei uns hier im fernen Norden immer einhei⸗
miſcher werdeſt, will ich dir nun bald, ſo der
HEgiR Gnade und Kraft verleiht, eine über⸗
ſichtliche Darſtellung des ganzen hieſigen Miſ⸗
ſionswerkes von ſeiner erſten Entſtehung bis auf
die neuen freudigen Ereigniſſe in kurzen Abſchnit⸗
ten liefern. —
Dem HERRN allein ſei Ehre!
Auguſt Crämer.
Landgraͤf Philipp.
Zuweilen wollten die Herren vom Hofe ſeiner
Mildthätigkeit Grenzen ſetzen, indem ſie ſagten,
dieſer oder jener, dem er etwas gegeben hatte oder
zu geben Willens war, ſei der Wohlthat und des
Allmoſens nicht werth. „Er hat mich, antwor—
tete dann der Landgraf, in meines Herrn Chriſti
Namen angeſprochen, darum thue ich ihm Gutes,
obſchon er es nicht werth iſt.“
Als aber einſt einer ſeiner Edelleute zu derZeit,
als die vielen ſchönen Kloſtergüter eingezogen
wurden, nach einem derſelben Luſt bekam, und
den Landgrafen darum anging, er möge es ihm
doch für ſeine langen treuen Dirnſt geben, ſprach
der Landgraf: „Wie könnten Wir dazu kommen,
daß Wir dir ein ſolches Gut ſchenkten? Iſt es
doch nicht Unſer, ſondern Gottes und ſeiner Kirche.
Sollten Wir es nun Gott nehmen und dir geben?
das ſchickt ſich nicht. Dieſe Güter müſſen wieder
hin gegeben werden, woher ſie gekommen ſind, zu
Kirchen und Schulen und zur Steuer der Armen
und Kranken. Iſt dir etwas vonnöthen, ſo warte
ſo lange, bis daß ein weltlich Gut, das Unſer'iſt,
los wird, und bitte darum, ſo wollen Wir deiner
Bitte und deines Dienſtes nicht vergeſſen.“
Und den Ruhm, die Kirchengüter zu rechten
* — — —
Kirchliche Nachricht.
Rachdem Herr P. Schliepſiek, bis dahin bei Waterloo,
Ills., von der luth. Gemeinde auf Pleaſant Ridge, Ma⸗
diſon Co., Ills., zum Nachſolger des thenren Paſtor Loch⸗
ner ordentlich beruſen worden war und ſolchen Veruf ange⸗
nommen hatte, iſt derſelbe am 17. Sonutage nach dem
Zeſte der heil. Dreieinigfeit d. I., im Auftrags des. Präſi⸗
diums unſerer Synode, durch P. Straſen öffentlich in ſein
»Amt eingewieſen worden.
Das Poſtamt des lieben Bruders iſt:
Callinsvilie, Madison Co., IIIs.
—.— — ——— — —— — — ——
Zur Nachricht auf Anfrage.
Das Choralbuch von Layritz iſt zwar vierſtim⸗
mig für Orgel, aber ohne Bor- und Zwiſchen⸗
ſpiele geſetzt.
Bücher und Pamphlets
zu haben in der Erxpedition des Lutheraners
um die beigeſetzten Preiſe.
Dr. Martin Luthers kl. Catechismus,
„ „ ö unveränderter Abdruck 10
„ Dingen treulich verwendet zu haben, hatte da⸗ Das Dutzend 5 1. Hundert Stück S7.
Landgraf Philipp der Großmüthige verdientemals Philipp der Großmüthige vor allen Fürſten Duth. ſu 9.8 on V.When, evang.
Aa. Her Ie. 1 * * —6—4— 54 — U Syno e von Miſſouri, Ohioeu, a. SI.
dieſen Ramen⸗ welcher eigentlich bedrutet der und Herren ſeiner Zeit voraus, und ſoll ihn auch mitntr Einleitung und erläniernden Vemerk. 5
Herzhafte, Tapfere, auch in dem Sinne, in wel⸗poraus behalten. Das Dutzend 50 Cents; 25 Stück S1.
chem wir das Wort heut zu Tage brauchen; er Erſter Synodalbericht der deutſchen vang.
—— —— luth. Synode von Miſſonri, Ohio nu. a. St.
war ein Herr, der zur rechten Zeit und am rech⸗ vom Jahre 1847 10
ten Orte wohl ab und zu zu thun verſtand, und 5. Eingeſandt. Zu S agralhericht denſchen Spuede
„ — 2 * v
von ſeinen Unterthanen, von denen er wohl wuß⸗ Aus dem Lied der Lieder. Drerter Suncvalbericht derſelben Synode 1—
te, wie treu ſie ihm waren, manches hören und 4⁰ 1 vom Jahre 1849 2 10
*„ Kenneſt du dich nitht, — „
ertragen konnte. Dazu war er milethätig und Herzlich Angenehme? D 1846 er 107 ng utheraner von 50
freigebig. Zeig dein Angeſicht. (Der 1. und 2. Zabrgang ſind vergriffen.)
Einſt hatte er eine außrrortenlliche Abgabe Laß nur von dem Weinen, Vierter und fünfter Jahrgang des
durch Land au rieben, denn zu und zu mir geichrt, Lutheraners
r hdas ganze Lar ausgeſch ich u/ m Laß dein Auge ſtralen. Chriſtliches Conrordienbuch, d. i. Som⸗
Führung der Kriege, die er größtentheils um Schönſte unter Allen! boliſche Bͤchen der vang. luth. Kirche, New⸗ „
7 * „ 7 V 5
des evangeliſchen Glaubens willen unternahm, Geh hinaus und ſieh, Aorker Ausgabe, in gepreßtem rren gebunden P 1. 25
Die A Wo der lieten Herde Geſpräche zwiſchen zwei vutheranern
1 — — über Nethodismus, (in Pamphlet⸗
brauchte er oft Geld und viel Geld. Die Armen Syuren in tem Sande m 1* Ze thod 8„, (in Pamphlet
sbeſondere die Wittwen aber ſollten, das D orm) 1 S 5
und insbeſondere die W. — Ihrer Füße Stapſen, Dr. M. Luthers Tractat von der wah⸗
war ſein ausdrücklicher Befehl, mit der Steuer Sind im Sand zu leſen, ren Kirche, 2 Stück 5
verſchont werden. Einer ſeiner Rentbeamten Allda ſolge nach! Dr. Luthers Hanspoſtille, eder Predigten⸗
„ „ 0 0 K — *
getriebener Abgaben beliebt machen, oder viel— Wie will dich lehren, bunden in W.er 82
leicht gar ſein Schäfchen dabei beſonders ſcheeren Herzlich mich zu lieben! a den, welhen eie jenn, und Keirglichen
wollte, hatte jedoch auch einer Wittwe in ſeinem Wie will ich dich füllen Wang. lnh. Whe Hur R. 6 der bieſigen
*. „— „ — . Nit I Weide! evung emeinde get
Bezirk die Steuer in ſeines Fürſten Ramen ab⸗ 340 ſus d Dan Lrerland, das Stück in grntem
— —. . öů Zahlles Scharen,
gefordertz und da dieſe ſie nicht bezahlen konnte, So vyrangezrden. Iim Stück 102 0 gegen Baarzahlung.
ihr die Kuh gepfündet. Eben wurde die Kuh Treu des Hirten Stimme, A. BC⸗Buch, Niw⸗Aerker Ausgabe, das Stück 10
fortgeführt, und die Frau ging laut weinend Meiner Stimme treu. Das Dutzend S 1.
hen der & Da triff Wie aus weiter Ferne ZJobann Hübners Bibliſche Hiſtorien aus dem
und jammernd neben der Kuh er. Fa rüfft Kannſt du ſie im Blanen, Alten und Neuen Teſtamente. Unveränderter
ſichs, daß der Landgraf mit ſeinem Gefolge da— Wo die Berge golden Abornck, Rew Nerer Ausgabe, im Eimelnen „25
her geritten kommt, den die Frau aber nicht kennt. über Wolken gehen, Dr. Martin Luthers Anelens Iin 50. —
Der Landgraf fragt, was ihr fehle? und ſie er⸗ Noch mit Augen 11 Pſalms, brochirn und beſchnitten 15
— 24 2 „ „ Miie ſi
zählt ihm ihr Schickſal. Der Landgraf gibt ihr W ae Frnr Spruchbuch zum kl. Catechismus L ahen. Iau 50
„ — 3 4 Sprud atechismus Luthe Im
einen Thaler, um die Kuh wieder einzulöſen. Wie ſic alle loben Auſtrage der Synode von Miſſouri dc. zuſam⸗
ů 1 V — N 3
Voller Freude geht die Frau von dannen, betrach— Und die Harſen haben! mengetragen von Paſter Hr. Wyneg Aenr 51. 20
— — „ 61 Ha 2 3 K
tet ſich den Thaler und ſpricht: „So wollt ich We die Han Panſn Der Hirtenbrieſ des Herrn b. Grabau zu
doch nun, daß der Thaler glühend heiß wäre und Dedie e e Buffalo v. J. 1810 nebſt den zwiſchen ihm und
— x . — — „ Da nimm dich der Lämmer mehreren luth. Paſtoren von Miſſouri gewechſel—
brennete dem Fürſten lichtesdohes auf demHerzen. Leitend, lehrend an. Lern Schriften 15
Und was that der Landgraf? Lachend wandte Weide meine Böcklein, —.—
er ſich nach ſeinem Gefolge um und ſprach: Hört An une Sihe
TIH . e goldne Straße HFedr bei itk Ni
ti habe ich meinen Thaler nicht wohl e ö Gedruckt bei Moritz Niedner
gtd hab ** ü Dort zum Berg hinau! chestnut street, between mMain & Second,
gelegt! G. Schaller. NO. 16.—
—D::sp;ʒvw. — — — In ———— — — —
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