—
Parochialgrenze.
1. Daß die Chriſten ſich zu Gemeinden zuſammen tun, ſt Gottes Wille.
Anm. a. Jeder Paſtor ſoll ſeine beſtimmte Herde haben. 1 Petr. 5, 2. 3: Weidet die Herde Chriſti, ſo euch beſohlen iſt. Ap. 20, 28: die ganze Herde, unter welche uch der Heilige Geiſt geſetzt hat. Hebr. 13, 17: die da wachen über eure Seelen, als die da Rechenſchaft dafür geben ſollen.
Anm. b. Prediger ſollen nicht herumgehen und irgendwo predigen. Nur die Apoſtel hatten einen allgemeinen Beruf, der mit ihrem Tode erloſch.
Anm. c. Evangeliſten, die herum reiſen, wo niemand ſie gerufen hat, ſind geiſtliche „Tramps“.
Anm. d. Zwar wird ein Prediger auch außerhalb ſeiner Gemeinde miſſionieren, aber das tut er nicht mehr als Paſtor der Gemeinde, ſondern als Chriſt.
- Syn. 73, 25
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- Syn. 73, 21
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- Proc. 93, 20
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- Proc. 93, 19
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- Syn. 73, 21
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- Syn. 73, 21. 25
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- Proc. 93, 19
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- Proc. 93, 19. 20
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- Syn. 73, 25
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2.
—
2. Eine Parochie iſt ein abgegrenztes Gebiet, eine Kircte mit Leuten herum, die auf dieſem Gebiet wohnen. Fr ſchon die Feſtſetzung von einer Grenze zwiſchen zwei Zemeinden menſchliche Ordnung, ſo auch die Art und uuen der Abgrenzung. Sie iſt nicht in der Schrift geoten.
Anm. a. Darum geht es auch, wo eine Grenze ſich noch nicht feſtſetzen läßt, ohne ſolche. Und wo ſie bereits feſtgeſetzt iſt, kann ſie wieder verändert werden. Anm. b. Schon die Apoſtel richteten Parochien ein. Sie beſetzten die Städte hin und her mit Alteſten. Tit. 1. 5: kata polin. So hatte jeder Paſtor ſein Gebiet, und wer aus der einen in die andere Parochie verzog, brachte Empfehlungsſchreiben. 2 Kor. 3, 1: Lobebriefe. 3 Joh. 12. (Syn. 74, 17.)
Anm. c. Aber auch eine apoſtoliſche Ordnung verlichtet nicht ſchlechthin zur Nachfolge.
- Syn. 74, 17
- Proc. 93, 18
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- Proc. 93, 18. 17
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- Syn. 73, 22
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- Syn. 73, 22. 25
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- W. 59, 77
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- Ka. 1903, 40
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- L. W. 4, 136 On the Divisions in the Lutheran Congregations Here. (Conclusion.)
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- Syn. 74, 14
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- Wis. 92, 28
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- Wis. 92, 28. 29
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- Syn. 73, 25
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- W. 59, 77
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- Syn. 74,
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3.
—
3. Gründe zur Einführung von Parochialgrenzen.
a. Ohne eine Grenze zwiſchen zwei Gemeinden kann große Unordnung entſteden. 1 Kor. 14, 40: Laſſet alles ehrlich und ordentlich zugehen. Gibt es nicht Argernis, wenn man an der nächſten Kirche vorbeifährt in eine andere? Syn. 74, 15. Und wenn nun gar ein Paſtor an einem Ort, wo ſchon eine Gemeinde beſteht, wieder andere Menſchen ſammelt, an ſeine Perſon hängt und eine neue Gemeinde im Gebiet der alten gründer! L. W. 4, 136. N. 55, 22. 23. „Anm. Etwas ähnliches iſt es mit der Ordnung vom Sonntag. Ohni dieſe menſchliche Ordnung würde nur Lerwirrung herrſchen. ‚
Einwand 1. Es geht bei uns ganz gute ohne Grenzen. — Dagegen:
1. Gott kann die Unordnung durch ſeine Gnade
verhindern. Es dann vorkommen, daß jemand Gift
trinkt und doch am Leben bleibt.
2. Solange jeder darauf bedacht iſt, das Werk
der Einigkeit nicht zu zeſtören, geht es. Aber kann
nicht leicht einmal ein an erer Geiſt eindringen?
3. Sind manchmal nich. doch Reibereien dorg
kommen?
Einwand 2. Alle kirchlichen Orduungen helſen nitis
wenn nicht Gottes Wort an den Herzen wirkt. — In
iſt richtig. Aber doch kann eine Ordnung, die für urin
Fleiſch gemacht wird, ein Zaum ſein für dieſes.
b. Jeder Prediger ſoll wiſſen, welt
Seelen ihm befohlen ſind, über die er inſar derheit wachen muß.
Anm. Ein Paſtor ſoll nicht in ein fremd Amt greiin 1 Petr. 4, 15, nicht in andern Gemeinden miſſionieren Miſſion § 9 b.), nicht auf fremden Grund bauen. Mon 15, 20. 2 Kor. 10, 13—16. Gal. 2. 7—9. *
Einwand. Iſt das wirklich ſo, daß ohne territorine Abgrenzung ein Paſtor nicht wiſſen kann, wer zu ſeiner Gemeinde gehört? — Aber wenn nun neue Familin hinziehen in ein Gebiet, wo mehrere Gemeinden ſird, würden ſie nicht von zwei Predigern bearbeitet werden, von denen jeder verſucht, ſie zu ſeiner Gemeinde zu ziehen? ‚
c. Chriſten ſollen ſich nicht an die 66 ben der Paſtoren hängen. Sind die Gemen den nicht geographiſch abgegrenzt, ſo kann man ſich * Prediger ausſuchen nach ſeinem Geſchmack. 1 Kor. 3, 4: Ich bin pauliſch.
Anm. Kommen neue Familien hergezogen, walln wir ihnen ſagen: Wählt einen von uns Predigern, wel chen ihr wollt? Würden wir ſie nicht gerade dazu anleiten, ſich die Prediger nach Gefallen auszuſuchen?
Einwand. Wie kann durch geographiſche Abgrenzun erreicht werden, daß ſich die Chriſten nicht an die Geben eines Paſtors hängen? Das iſt doch auf leine an.
dere Weiſe zu erlangen, als daß wir ihnen aus dem
Wort zeigen, daß auch die Predigt eines weniger begab⸗
ten Predigers ſeligmachende Kraft hat.
d. Ohne Parochialgrenzen wird Pri
vatſeelſorge und Kirchenzucht erſchwert
und gehindert.
Anm. a. Aus dieſen Gründen ſollte man da, wo ver.
ſchiedene Gemeinden neben einander beſtehen, die Gre
zen zwiſchen ihnen beſtimmen.
Anm. b. Damit ſoll aber nicht geſagt ſein, daß n
jeder Paſtor ſofort territoriale Abgrenzung einn
und ſtreng durchführe. Iſt Gefahr vorhanden, da⸗
Gemeinden dadurch beunruhigt werden, ſo ſei mo⸗
ſichtig. Keine Regel ohne Ausnahme. Selbſt g
Gebote, wie Kirchenzucht, wird man nicht gleich
in neuen Gemeinden durchführen können.
Wie die Abgrenzung geſchehen ſoll. Die
Amng geſchieht nicht nach Perſonen, ſondern
Territorium. Darum wird jede Gemeinde gen
ihrem Ort, z. B. Gemeinde an der Pebble
meinde zu Rom.
Anm. a. Bei Aufrichtung von Grenzen ſoll uns lei—
en das Wohl des Reiches Gottes und die Liebe zum
Vächſten.
Unm. b. Neu-Hinzukommende ſollten ſich der Regel
nach an die Kirche halten, die ihnen am nächſten iſt.
Dabei kommen aber auch in Betracht
1. etwaige Hinderniſſe, Schwierigkeiten,
ſchlechte Wege. So kann ein Fluß die Urſache ſein,
daß man ſich lieber an eine entferntere Kirche wen⸗
2. die Sprache. Würde in einer Kirche nur
deutſch gepredigt, ſo wird ſich ein engliſcher Luthera⸗
ner zu einer anderen Kirche halten. Das Beſte
freilich iſt, daß jede Gemeinde ſelbſt für die inner⸗
halb ihres Gebietes wohnenden Engliſchen ſorgt.
S. Sprachenfrage. ‚ Anm. c. Auch die Nationalität kann unter Um⸗
unden territoriale Abgrenzung aufheben. So können
meinigen Orten Deutſch-Ruſſen eine eigene Kirche bauen
ind friedlich mitten im Gebiet einer andern deutſchen Ge—
neinde wohnen.
Unm. d. Wo die Grenzen von zwei Gemeinden der—
lben Art zuſammenfließen, gibt die Sorge für die Seele
ind das Wohl des Reiches Gottes den Ausſchlag, an
deſche Kirche man ſich anſchließen ſoll.
- Syn. 74, 15
- L. W. 4, 136 On the Divisions in the Lutheran Congregations Here. (Conclusion.)
- Syn. 73, 21
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- Syn. 73, 21. 16
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- W. 59, 77
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- Luth. 15, 156
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- Syn. 74, 27
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- Syn. 74, 18
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- Syn. 74, 18. 19
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- Syn. 73, 27
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- Syn. 74, 22
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- Syn. 74, 14
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- Luth. 15, 154
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- Luth. 15, 154. 155
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- Syn. 73, 21
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- Syn. 73, 21. 25
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- Proc. 93, 21
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- Wis. 92, 28
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- Syn. 74, 20
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- Syn. 74, 20. 21
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- Syn. 74, 20. 21. 24
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- Syn. 73, 21
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- W. 59, 77
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- Ka. 1903, 40
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- Ka. 1903, 40. 41
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- Syn. 74, 23
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- Syn. 74, 21
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- Syn. 74, 15
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- Syn. 74, 15. 21
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- Syn. 74, 15. 21. 2
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- Syn. 74, 15. 21. 2 2
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- W. 59, 77
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- L. W. 4, 135 On the Divisions in the Lutheran Congregations Here. (Conclusion.)
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- Syn. 74, 19
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- Syn. 74, 19. 24
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- Syn. 74, 19. 24. 25
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- W. 59, 78
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- W. 59, 77
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- Syn. 74, 30
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- Syn. 74, 31
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- Syn. 74, 31. 32
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- Syn. 74, 31. 32. 73, 22
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- Proc. 93, 33
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- Syn. 74, 32
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- Syn. 74, 32. 33
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- Syn. 74, 32. 33. 19
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- Syn. 74, 20
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- Syn. 74, 30
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- W. 59 77.
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5.
Veränderung der Parochialgrenzen
5. Veränderung der Parochialgrenzen. Da dieſe Ein⸗
ichung nur menſchliche Ordnung iſt, kann ſie jederzeit
rrändert werden. Das kann geſchehen,
a. wenn eine Gemeinde zu groß wird und ſich ein Teil
non abzweigt;
b. wenn kleinere Parochien ſich verſchmelzen;
. wenn im Laufe der Jahre der Mittelpunkt einer
emeinde ſich ſo verſchoben hat, daß die Kirche nun an
er Peripherie der Gemeinde liegt und auf einen andern
It verlegt werden muß. Da kann es leicht geſchehen.
aß einzelne Glieder, denen nun die Kirche zu weit iſt,
ch zur Nachbargemeinde ſchlagen.
Unm. Soll eine Veränderung geſchehen, ſo ſoll es
it Liebe und Frieden zugehen und zur Erbauung der
irche gereichen. — 6. Leute, die aus einer Parochie in die andere über⸗
chen wollen.
„Solche, die ihren Wohnplatz ändern. I. Seinen Aufenthaltsort zu ändern, iſt Sache der chriſtlichen Freiheit.
2. Mit dem Wegzug eines Chriſten in eine an⸗
e Gemeinde hört ſein Verhältnis zur früheren
meinde auf. ‚
. Wer aus einer Gemeinde in die andere ver⸗
„t. ſoll ein Entlaſſungszeugnis bringen.
Iſt jemand ſchon Gemeindeglied und hat den
berufen, ſo iſt zwiſchen ihm und dem Paſtor
Band geknüpft, und es gehören ſtarke Be⸗
dazu, es zu löſen. Verzieht ein ſolcher et⸗
liche Blocks in der Stadt oder eine Meile auf den
Lande und kommt ſo in das Gebiet einer Nacbn.
gemeinde, ſo kann man nicht darauf dringen, daß er
ſich von ſeiner Gemeinde losſagt. Auch wenn ſeine Ver.
wandtſchaft in der Gemeinde wohnt, wird man Rückict
darauf nehmen.
b. Solche, dieihren Wohnplatz nicht in.
dern, ſondern nur von einer Gemeinde in die an.
dere übergehen wollen. Hier kommt es auf die Gründe
an.
1. Hat ein Glied gute Gründe, ſo kann es en. laſſen und von der Nachbargemeinde aufgenommen werden.
Anm. Es gibt Ausnahmefälle, in welchen de Liebe alle Geſetze und Ordnungen ſcheinbar durt bricht, in der Tat aber den wahren Sinn des 6⁵ ſetzes erfüllt. Matth. 12, 1—7. David und die Schaubrote.
2. Sind hingegen ſeine Gründe unlauter, ſo ſol die Gemeinde ihn nicht entlaſſen, und der Notbarpaſtor ihn nicht bedienen und aufnehmen. Abhandlung: Ob und wiefern ſich ein Pfarrherr an derer Pfarrkinder nicht annehmen oder auch ein
farrkind von ſeinem ordentlichen Pfarrherrn zu einem andern nicht wenden ſolle.
Luth. 15, 19 bis 157. *
Anm. a. Grund zur Veränderung kann nicht ſein:
1. Nichtſundamentale Lehren. Schismatiker:
2. Mitteldinge.
Jemand trennte ſich von der Gemeinde, weil der
Altar nicht nach Oſten ſtand: Das iſt
Verleugnung der chriſtlichen Freiheit. Sun. 77, 33.
34.
3. Gaben des Paſtors.
Denke ja nicht, in der nächſten Parochie empfängſt
du mehr Segen.
4. Das Wuchern des Unkrauts in einer Gemeinde
Es kann oft lange Zeit vergehen, bis ein Prediger
Zucht durchführen kann. Erſt wenn eine Gemeinde
alle Kirchenzucht verwirft, darf man ſich von iht
trennen.
Anm. b. Es kann einem Menſchen nur zum Schaden
gereichen, wenn er aus fleiſchlichen Gründen in die Nac
bargemeinde übergehen will. Wenn alle ſo handen
wollten. würde die größte Unordnung entſtehen. Eyn.
27, 24
Anm. c.
Nur wo Gottes Wort nicht mehr recht e⸗
predigt wird,
gehe man aus.
- Syn. 73, 22
margin
- Wis. 92, 29
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- Syn. 73, 23
margin
- Syn. 73, 23
margin
- Syn. 73, 23. 24
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- Syn. 73, 23
margin
- Proc. 93, 31
margin
- Proc. 93, 31. 32
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- Syn. 74, 29
margin
- Syn. 74, 29. 30
margin
- Luth. 15, 19
- Syn. 96, 45
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- Syn. 73, 23
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- Syn. 74, 35
margin
- Syn. 77, 30
margin
- Syn. 77, 30. 31
margin
- Syn. 77, 30. 31. 32
margin
- Syn. 77, 30. 31. 32. 73, 2
margin
- Syn. 77, 30. 31. 32. 73, 2 2
margin
- Syn. 74, 36
margin
- Syn. 74, 36. 73, 22
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- Syn. 74, 23
margin
- Syn. 74, 23. 77, 34
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- Syn. 74, 23. 77, 34. 35
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- Syn. 77, 35—37
margin
- Syn. 77, 35—37. 73, 73
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- Syn. 77, 35—37. 73, 73, 23
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- Ka. 1903, 41
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- L. W. 56, 134
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