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Eckhardt's Homiletisches Reallexikon, 1907–1917

A cumulative subject index to seven Missouri Synod periodicals, compiled by E. (Ernest) Eckhardt (1868–1939) and printed at St. Louis between 1907 and 1917. Under each headword it sets numbered theses, and beside each thesis the places where the periodicals had treated it — by volume and page, running twenty years past the last of Der Lutheraner's own registers. Where the archive holds the volume a citation names, the citation below is a link to that page.

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7 entries under lehrelehreundleben.

Lehre. — Lehre und Leben

—

Falſche Lehre hat falſches Leben zur Folge. Lehre iſt die Hauptſache. § 1. Die lutheriſche Kirche ſetzt die Lehre über das Leben. S 2. ſtellt man das Leben über die Lehre. § 4. Wir ſollen ſorgen. § 5. Loſes Leben macht loſe Lehre. § 6. Lehre und Leben.

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vol b, printed page 879 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n0960

1. Die Lehre iſt die Hauptſache

1. Die Lehre iſt die Hauptſache. Erſt die Lehre, dann das Leben. Die Lehre iſt der Grund des Lebens. a. Reine Lehre zeigt, worin wahrhaft chriſtliches Leben beſteht. Pſ. 119, 105: Dein Wort iſt meines Fußes Leuchte. Pſ. 119, 9: Wie wird ein Jüngling u. ſ. w. Pſ. 143, 10. Anm. Das Halten auf reine Lehre gehört ſelbſt ſchon mit zu den Hauptſtücken eines chriſtlichen Lebens und iſt eingeſchloſſen in die erſten drei Gebote. b. Reine [Lehre wirktrechtes Leben und ibt Luſt und Kraft dazu. Pſ. 119, 32: Wenn du mein Herz tröſteſt u. ſ. w. Wahre Lehre iſt immer voll Geiſt, Leben, Kraft, Feuer. Anm. a. Wo die reine Lehre iſt, kann dem Leben wieder geholfen werden. „Wenn man die Lehre rein behielte, könnte man aller Sache raten.“ Luther. Anm. b. Nur aus reiner Lehre kann rechtes Leben fließen. Heiligung iſt die Frucht reiner Lehre. Ma. 15, 14. Anm. c. Auch bei Bekennern der reinen Lehre findet ſich gottloſes Leben, aber daran iſt nicht die Lehre ſchuld.

  • Ma. 15, 14
  • O. 1901, 73 margin
  • O. 1901, 73. 91, 13 margin
  • Bro. 517 margin
  • Can. 80, 5 margin
  • N. W. 80, 43 margin
  • N. W. 80, 49 margin
  • N. W. 80, 49. 50 margin
  • N. W. 80, 49. 50. 13 margin
  • Luth. 22, 155 margin
  • Bro. 410 margin
  • N. W. 80, 12 margin
  • N. W. 80, 12. 13 margin
  • Luth. 22, 154 margin
  • Bro. 408 margin
  • N. W. 80, 50 margin
  • N. W. 80, 50. 51 margin
  • O. 91, 13 margin
  • Luth. 22, 156 margin
  • Bro. 414 margin
  • N. W. 80, 53 margin
  • N. W. 80, 53. 54 margin
  • N. W. 80, 53. 54. 37 margin
  • Ma. 27, 268 margin
  • Mich. 83, 12 margin
  • Il. 97, 76 margin
  • Ma. 13, 116 margin
  • Ka. 98, 73 margin
  • N. W. 80, 46 margin

vol b, printed page 879 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n0960

2. Falſche Lehre hat auch falſches Leben zur Folge

2. Falſche Lehre hat auch falſches Leben zur Folge. Was hat die falſche Lehre der Papiſten vom Kloſterweſen, Prieſtereheverbot (Tetzel), die falſche Lehre der Phariſäer, der Mormonen u. ſ. w. zur Folge gehabt? Woher kam es, daß die Juden die Apoſtel verfolgten (Jo. 83, 25), die Heiden die unzüchtigſten Greuel für den herrlichſten Gottesdienſt hielten? Anm. a. Als Paulus das Parteiweſen in der Gemeinde ſtrafte, belehrte er die Leute zunächſt über das Verhältnis derſelben zu Gott und dem Prediger gegenüber. Die Lehre iſt der Grund, auf dem er alles baut. Anm. b. Falſche Lehre führt zu einem gottmißfälligen Gebrauch der irdiſchen Güter. Anm. c. Wo falſche Lehre iſt, fällt man auf allerlei Menſchengebot. Anm. d. Gleichgiltigkeit gegen die reine Lehre hat auch Gleichgiltigkeit gegen das Leben zur Folge. Anm. e. Iſt die Quelle vergiftet, dann auch das daraus fließende Waſſer. Iſt der Same nichts wert, dann 13. kann auch die Frucht nicht gut ſein. Kann man auch Trauben leſen von den Dornen? Ein fauler Baum u. ſ. w. Anm. f. Iſt die Lehre nicht recht, ſo iſt alles verloren. ——— Anm. g. Wie kann aus falſcher Lehre gottgefälliges Leben folgen, da ſie Menſchenwort iſt? Anm. h. Wo falſche Lehre iſt, fehlt es auch an Luſt und Kraft zu einem wahrhaft chriſtlichen Leben. Anm. i. Für chriſtliches Leben und nicht für reine Lehre ſorgen zu wollen, iſt Verblendung. Es hieße die Pferde hinter den Wagen ſpannen und wäre ebenſo verkehrt, als wenn ein Landmann ſagte: Was gebe ich um reinen Samen? Auf dieſe Ernte kommt mir alles an. N. W. 80, 43. Cal. 94, 6. 7.

  • Jo. 83, 25
  • N. W. 80, 45—47 margin
  • N. W. 80, 45—47. 43 margin
  • Bro. 412 margin
  • Bro. 412. 413 margin
  • Luth. 22, 155 margin
  • Kueg. 4, 487 margin
  • Il. 77, 76 margin
  • Il. 77, 76. 77 margin
  • O. 91, 14 margin
  • Ma. 31, 351 margin
  • W. 98, 8 margin
  • W. 98, 8. 9 margin
  • O. 91, 14 margin
  • O. 91, 14. II margin
  • O. 91, 14. II. 77, 76 margin
  • O. 91, 14. II. 77, 76. 77 margin
  • Jo. 83, 25 margin
  • N. W. 80, 43
  • Cal. 94, 6
  • Cal. 94, 6. 7
  • N. W. 80, 48 margin
  • N. W. 80, 48. 46 margin
  • Süd. 86, 58 margin
  • N. W. 80, 44 margin
  • O. 91, 14 margin
  • Bro. 410 margin
  • O. 91, 13 margin
  • N. W. 80,

vol b, printed page 879–880 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n0960

3. Darum ſetzt die lutheriſche Kirche die Lehre über das Leben

3. Darum ſetzt die lutheriſche Kirche die Lehre über das Leben. Erſt die Lehre, dann das Leben. Das zeigt ſich bei uns a. durch Lehrpredigten. Lehre ſoll die Hauptſache in der Predigt ſein. Mag die Ermahnung noch ſo ſchön ſein, ohne Grundlage der Lehre ſchwebt ſie in der Luft. Anm. Die Ethik ſoll nie von der Lehre losgelöſt betrachtet werden. Die Ermahnung muß ſich als notwendige Folge aus der vorgetragenen Lehre ergeben; b. durch Lehrverhandlungen auf Synoden und Konferenzen. Sie ſind (wie zu Jeruſalem Ap. 15) bei uns das Wichtigſte. Min. 92, 8. — (Nur die Delegatenſynode bildet eine Ausnahme. Wis. 86, 9.) Anm. a. Das tun wir 1. nicht, weil wir über Lehre in Streit wären (manche meinen, wir müßten viel an unſerer Lehre herumzudoktern haben Luth. 43, 183); 2. nicht, weil es ſich um Auffindung neuer Wahr⸗ heiten handelte. Fortſchritt in der Lehre gibt es nicht; 3. ſondern, um uns zu ſtärken und zu befeſtigen in der Lehre. Lehrverhandlungen haben uns den größten Segen gebracht. S. Dak. 1906, 26. 27. Anm. b. Man denke nicht, daß die Lehrverhandlungen nicht praktiſch und erbaulich ſein könnten, da das wenigſte davon im Gedächtnis behalten werde. Anm. c. Lehrverhandlungen auf Konferenzen und Synoden ſind der Grund unſerer Einigkeit. Anm. d. Lehrverhandlungen zu treiben, iſt keine Zeitverſchwendung. Es iſt auch heute noch nicht überflüſſig. Anm. e. Dabei ſoll man ſich der Einfachheit befleißigen und alle gelehrten Künſte meiden; c. durch Gemeindeſchule, Chriſtenlehre, Konfirmandenunterricht, Lehrartikel in Zeitſchriften und Büchern. Anm. a. Luther ſetzte die Lehre über das Leben. Er fing die Reformation mit der Lehre, nicht mit dem Leben an. „Meine Lehre iſt das Hauptſtück, darauf ich trotze.“ Luth. 1, 80. Anm. b. Die Lehre iſt der Himmel, das Lebendie Erde. Die Lehre muß rein ſein, mit den Schwachheiten des Lebens aber kann man Geduld haben. Anm. c. Die Lehre iſt Gottes, davon darf man nicht weichen. Anm. d. Nicht das Leben, ſondern die Lehre iſt das Kennzeichen der Kirche. (Das Gegenteil glauben die Sekten.)

  • Min. 92, 8
  • Wis. 86, 9
  • Luth. 43, 183
  • S. Dak. 1906, 26
  • S. Dak. 1906, 26. 27
  • Luth. 1, 80 Reply to the Latest Defense of the Union.
  • N. W. 80, 11 margin
  • N. W. 80, 11. 12 margin
  • N. W. 80, 11. 12. 19 margin
  • N. W. 80, 11. 12. 19. 32 margin
  • Wis. 1900, 11 margin
  • Cal. 89, 38 margin
  • Wis. 97, 50 margin
  • Ma. 32. 251 margin
  • Ma. 32, 253 margin
  • Jo. 79, 84 margin
  • Ka. 88, 14 margin
  • Ka. 88, 14. 89, 7 margin
  • Ka. 88, 14. 89, 7. 8 margin
  • Mich. 88, 11 margin
  • W. 68, 10 margin
  • W. 68, 10. 9 margin
  • Wis. 97, 51 margin
  • W. 98, 6 margin
  • W. 98, 6. 79, 12 margin
  • Cal. 94, 6 margin
  • Cal. 94, 6. 8 margin
  • Cal. 98, 15 margin
  • Cal. 98, 15. I margin
  • Cal. 98, 15 margin
  • Cal. 98, 15. 16 margin
  • Il. 97, 48 margin
  • Jo. 92, 13 margin
  • Ka. 91, 4 margin
  • Il. 98, 15 margin
  • Cal. 98, 15 margin
  • Il. 91, 22 margin
  • Mich. 1903, 12 margin
  • Wis. 97, 50—53 margin
  • N. W. 80, 33 margin
  • N. W. 80, 11 margin
  • O. 1900, 16 margin
  • O. 1900, 16. 47 margin
  • Il. 97, 55 margin
  • Il. 97, 55. 56 margin
  • Ka. 98, 71 margin
  • Wis. 1900, 11 margin
  • Luth. 22, 153 margin
  • L. W. 4, 81 On the Divisions in the Lutheran Congregations Here. margin
  • Mich. 97, 30 margin
  • Mich. 97, 30. 31 margin
  • N. W. 80, 51 margin
  • Mag die Ermahnung noch ſ

vol b, printed page 880–881 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n0961

4. —

4. In unſerer Zeit ſtellt man das Leben über die Lehre. Es komme nicht ſo viel darauf an, was ein Menſchglaubt, wenn er nur recht lebt. Anm. a. In den Sekten wird die reine Lehre ver⸗ nachläſſigt. Anm. b. Das hat ſchon Martha einſt getan. Wäh⸗ rend Jeſus lehrte, war ſie für den Herrn geſchäftig in der Küche. Anm. c. Hier liegt die Urſache des Zwieſpaltes zwi⸗ ſchen Löhe und Miſſouri. Löhe hatte vorwiegend Sinn für chriſtliches Leben, Liturgie, Verfaſſung der Kirche. Anm. d. Wenn man chriſtliches Leben wirklich be⸗ fördert, wer wollte es tadeln? Aber ohne Eifer für rechte Lehre gibt es keinen Eifer für wahrhaft chriſtliches Leben. Anm. e. Stehen nicht auch wir in Gefahr, dahin zu geraten, daß wir auf Synoden viel Geſchäftigkeit zei gen, etwas für den Herrn zu tun, aber wenig Verlangen zu hören, was der Herr für uns getan? Anm. f. Uns macht man den Vorwurf, wir legten zu viel Gewicht auf die Lehre und vernachläſſigten das Leben.

  • Ka. 98, 73 margin
  • Luth. 22, 153 margin
  • Bro. 406 margin
  • Ma. 13, 115 margin
  • N. W. 80, 32 margin
  • Kueg. 4, 487 margin
  • L. W. 19, 237 margin
  • Ma. 32, 252 margin
  • N. W. 80, 10 margin
  • L. W. 19, 234 margin
  • Luth. 22, 154 margin
  • N. W. 80, 11 margin
  • Il. 97, 76 margin
  • Il. 97, 76. 77 margin
  • Ges. u. Ev. 19 margin
  • O. 91, 17 margin
  • Kueg. 4, 487 margin
  • N. W. 80, 19 margin
  • W. 74., 17.

vol b, printed page 881 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n0962

5. —

5. Obwohl die Lehre die Hauptſache iſt, ſo ſollen wir doch auch für gottſeliges Leben ſorgen. Die reine Lehre muß auch Frucht bringen. Anm. a. Die Lehre hat nicht bloß Verſtandesintereſſe, ſondern iſt immer praktiſch und für das Leben beſtimmt. Anm. b. Die chriſtliche Kirche iſt nicht eine Philoſophenſchule, wo nur doziert wird. Die Lehre iſt die Grundlage für alles Tun der Kirche. Anm. c. Wo Eifer für Gottes Wort iſt, da iſt auch Eifer für heiliges Leben. Anm. d. Welches Argernis für andere Menſchen, wenn wir einen böſen Wandel führen, und ſie ſehen, was die reine Lehre bei uns für Früchte trägt!

  • Süd. 88, 51 margin
  • W. 73, 18 margin
  • W. 73, 18. 74, 17 margin
  • Can. 94, 8 margin
  • Can. 94, 8. 80, 5 margin
  • Can. 94, 8. 80, 5. 6 margin
  • N. W. 80, 21 margin
  • Cal. 92, 11 margin
  • Cal. 92, 11. 12 margin
  • Il. 95, 54 margin
  • Bro. 517 margin
  • O. 1901, 73 margin
  • Süd. 86, 58 margin
  • Süd. 86, 58. 59 margin

vol b, printed page 881 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n0962

6. Loſes Leben macht loſe Lehre

6. Loſes Leben macht loſe Lehre. Wo öffentliche Sünden ungeſtraft bleiben, wo die Gemeinde ſich der Welt gleichſtellt, kann auch die Lehre auf die Dauer nicht rein bleiben. Dem Geſetze werden die Spitzen abgebrochen, die Predigt den Verhältniſſen gemäß eingerichtet. Anm. Wer vom rechten Wandel abſteht, verliert nach und nach Gottes Wort aus dem Herzen.

  • L. W. 43, 105 margin
  • Mit. 97, 8 margin
  • Bro. 517 margin
  • Luth. 44, 19 margin
  • W. 97, 51 margin

vol b, printed page 881 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n0962

A citation shown like this names a volume the archive does not hold — most of Der Lutheraner and Lehre und Wehre past Jahrgang 10, and the five other series Eckhardt indexes, none of which are here. Those references are printed as Eckhardt set them rather than hidden: the reference is the useful thing even when we cannot serve the page. Page images of the Reallexikon itself are not served in this build; the scan note under each entry gives the item and image index in the archive.org copy.