A cumulative subject index to seven Missouri
Synod periodicals, compiled by E. (Ernest) Eckhardt (1868–1939) and printed at
St. Louis between 1907 and 1917. Under each headword it sets numbered theses,
and beside each thesis the places where the periodicals had treated it — by
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—
Geſetz und Evangelium.
Abhandlungen.
Vom Unterſchied des Geſetzes und des Evangelii. O. 77. Die praktiſche Wichtigkeit der rechten Scheidung von Geſetz und Evangelium. Ka. 92. Scheidung von Geſetz und Evangelium. Can. 82, 22—25. Mit. 91, 26 f. Theol. 8. 175—178. Walther on the proper discrimination between law and gospel. Theol. 10, 106—114. Geſetz und Evangelium nach ihren unterſchiedlichen Wirkungen. L. W. 33, 154—160. 241. 273. Theſen über den Unterſchied. Ma. 2, 342. Zorn, Selbſtunterricht 145.
N. 68, 13—18. Luthers Sermon über den Unterſchied 1532.
Abkürzungen:
Geſ. u. Ev. 1 = Walther, Geſetz und Evangelium 1878.
Geſ. u. Ev. 2 — Walther, Geſetz und Evangelium 1897.
- Can. 82, 22—25
- Mit. 91, 26
- Theol. 8. 175—178
- Theol. 10, 106—114
- L. W. 33, 154—160
- L. W. 33, 154—160. 241
- L. W. 33, 154—160. 241. 273
- Ma. 2, 342
- Ges. u. Ev. 1
- Ges. u. Ev. 2
- O. 77. Die praktiſche Wi
- Ka. 92. Scheidung von Ge
vol b, printed page
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—
g. Offenbarung. Das Geſetz iſt ins Herz geſchrieben, Röm. 2, 14. 15., das Evangelium durch göttliche Offen— barung geworden. Röm. 16, 25. 26.
Anm. a. Alle heidniſchen Religionen haben etwas vom Geſetz, keine etwas vom Evangelium. Das Geſetz ſmallen Menſchen von Natur bekannt, das Evangelium nicht. Jo. 80, 17. 18.
Anm. b. Das Geſetz iſt gegeben (ins Herz ge— legt), das Evangelium geworden. Joh. 1, 17 (zuzande gekommen).
Anm. c. Das Geſetz iſt durch Moſen gegeben, das Cbangelium durch Chriſtum geworden. Joh. 1, 17.
Anm. d. Das Evangelium iſt Wahrheit (Joh. 1. 17: Inade und Wahrheit), ſteht als Tatſache fertig da. Das geſetz wird nie Wahrheit, Wirklichkeit, da es niemand er— üllen kann.
b. Inhalt. Das Geſetz redet von des Menſchen Tun, was wir tun ſollen, das Evangelium von Gottes Tun. — geben und Nehmen. — Was haſt du lieber. 810 geben oder 810 nehmen?
Anm. a. Das Geſetz fordert: Du ſollſt.
Das Evan— gelium gibt Gnade.
Anm. b. Das Geſetz fordert eigenen Gehorſam, das Evangelium verkündigt fremden Gehorſam.
Anm. c. Daß das Evangelium nichts fordert, liegt im Wort Evangelium, frohe Botſchaft.
Einwand. Das Evangelium fordert Glauben. — Alle Forderungen des Evangelii: glaubet, kommet her u. ſ. w. ind nur Einladungen. Wenn man einem Hungrigen gagt, er ſoll ſich an den Tiſch ſetzen, ſo wird er nicht ſpre— ten: Du haſt von mir nichts zu fordern.
c. Verheißung. Veide verheißen die Seligkeit: das Zeſetz bedingt (Tue das, ſo wirſt du leben. Luk. 10, 28. Gal. 3,. 12. 3 Moſ. 18, 5), das Evangelium unbodingt Eph. 2,. 8. 9: Aus Gnaden ſeid ihr ſelig worden.
Antith. Sozinianer und viele andere machen die Ver— deißung des Evangelii bedinat durch menſchliches Tun. Zynergismus: Der Glaube iſt ein gutes Werk.
d. Drohung. Das Geſetz droht allen Menſchen Fluch und Verdammnis, das Evangelium enthält gar keine Drohung.
Anm. a. Das Geſetz droht, das Evangelium verheißt. Das Geſetz predigt die erdammnis. 2 Kor. 3, 9. Das Edangelium die Gerechtigkeit Chriſti. Ma. 5. 281. Can. 82. 22. Im Geſetz heißt es: Verflucht iſt jedermann u. ſ. w. Das Evangelium ſchenkt uns Leben und
Seligkeit. Ma. 9, 294. 295. 26, 348. 349. Jo. 80, 2ʃ
Anm. b. Das Geſetz verkündigt den Zorn. Ka. 92, 18 Das Evangelium iſt lauter Abſolution, eine frohe Bot ſchaft von der Vergebung. O. 77, 28. 29.
Anm. c. Alles, was die Sünde ſtraft, gehört ins Ge ſetz. Konk. 534, § 4. O. 77, 18. Ins Geſetz gehöre alle die Sprüche, die da ſagen, daß Gott heilig ſei, * er von uns fordert; ins Evangelium alle die Sprüche, d da ſagen, daß Gott gnädig ſei, was Gott für uns ů Can. 82, 23.
e. Wirkung. Das Geſetz tötet, das Evangelium mack lebendig. — Das Geſetz ſagt, was wir tun ſollen, abe gibt keine Kraft dazu. Ma. 5, 281. Es deckt die Sünd auf, aber bringt keine Hilfe, wirkt Schrecken, aber hat ke nen Troſt. Geſ. u. Ev. 1, 10. 2, 13. Das Evangelim hingegen fordert zwar Glauben, aber wirkt ihn aucd nimmt alle Furcht und Angſt hinweg und erfüllt m Friede und Freude.. Geſ. u. Ev. 1. 10. 2, 15. Da Evangelium wirkt die Annahme der Güter. Jo. 80, 2 das neue geiſtliche Leben. Ka. 92, 20. 21.
Anm. Das Geſetz fordert. Daher kann es den Heil gen Geiſt nicht bringen, weil dieſer eine Gabe iſt.
Antith. Papiſten, Antinomer, Melanchthon. Auch da Evangelium ſei eine Bußpredigt. — Das läßt ſi wohl vom Evangelium im weiteren Sinne ſagen (Evar gelium —- Gottes Wort), nicht aber vom Evangelim im engern Sinne. Konk. 639, § 27.
f. Objekt. Das Geſetz ſoll dem ſicheren Sünder (
Tim. 1, 8—10: Den Ungerechten und Ungehorſamen! ſ. w.), das Evangelium den Bußfertigen gepredigt we den. Jeſ. 61, 1—6: die zerbrochenen Herzen zu verbit den u. ſ. w. — Ein Nagel am rechten Ort ins Brett eg ſchlagen iſt beſſer als 100 am unrechten. Luth. 10. Beiſpiele: Chriſtus und die große Sünderin. Zachäu
der verlorene Sohn, der Schächer am Kreuz, der Kerke meiſter.
Anm. a. Das Geſetz dem alten Menſchen, das Evan gelium dem neuen!
ö Selbſtg
Anm. b. Sichere Sünder ſind Heuchler,
rechte, Gottloſe.
Sie ſollen aus dem Schlaf aufgewer werden.
Anm. c.
Die Sicherheit ſteckt allen Menſchen im He
Man redet ſo gering von der Sünde. Da gibt zen.
nur ein Mittel: das Geſetz.
.6 d. Auch die Chriſten, ſofern ſie Fleiſch ſind, ſit
icher.
Anm. e. Tröſtet ein Paſtor Sichere mit dem Eva gelium, ſo werden ſie in der Sicherheit beſtärkt und d Paſtor zum Lügner. Heſ. 13, 18. 19: Wehe euch, d
ihr Kiſſen macht den Leuten unter die Arme u. ſ. w.
Anm. f. Die vom Geſetz Zerſchlagenen ſollen wir m dem Geſetz verſchonen. Wenn einem Prediger immer kle vor Augen ſtünde, welch ein zweiſchneidig Schwert de Geſetz iſt, ſo würde er viel vorſichtiger ſein. und nie
erſchlagene Seelen damit martern.
Anm. g. Der Kerkermeiſter wollte ſich erwürgen, aber kaulus antwortet auf ſeine Frage: Glaube an den Herrn.
Anm. h. Der Paſtor muß bei Behandlung von Men⸗ſten erſt wie ein Arzt eine Diagnoſe feſtſtellen, er muß durch Fragen herauszubekommen ſuchen, ob man Sichere oder Erſchrockene vor ſich hat. — Darum ſtellen wir auch ror der Beichte Fragen. Neb. 85, 33.
Anm. i. Auch Gemeindeglieder ſollen jedem ſeine Getühr geben. Kommen ſie z. B. mit Werkheiligen zuſamnen, dann ſollen ſie ihnen das Geſetz vorhalten.
g. Zweck. Das Geſetz ſoll nicht ſelig machen. Dazu ſm allein das Evangelium da. Gott hat nach dem Fall er Menſchen das Geſetz gar nicht dazu gegeben, daß die Renſchen ſollten dadurch ſelig werden.
- Jo. 80, 17
- Jo. 80, 17. 18
- Ma. 5. 281
- Can. 82. 22
- Can. 82. 22. I
- Theol. 10, 109
margin
- Theol. 10, 109. 110
margin
- Baier 3, 385
margin
- Ges. u. Ev. 1, 6
margin
- Ges. u. Ev. 2, 7
margin
- Kueg. 3, 126
margin
- Kueg. 3, 127
margin
- Ges. u. Ev. 1, 6
margin
- Ges. u. Ev. 2, 8
margin
- Jo. 80, 19
margin
- Cal. 95, 24
margin
- Luth. 17, 162
margin
- Way 18
margin
- Luth. 2. 23 The Holiness of the Church.
margin
- Cal. 95, 24
margin
- Sieck, Way 19
margin
- Cal. 95, 25
margin
- Walth. Epi. 365
margin
- Walth. Epi. 365. 366
margin
- Ka. 92, 16
margin
- Ka. 92, 16. 17
margin
- Ma. 5. 170
margin
- Ma. 5. 170. 9, 294
margin
- Baier 3
margin
- Baier 3 388
margin
- Baier 3 388. 389
margin
- Baier 3 388. 389. 341
margin
- Baier 3 388. 389. 341. 385
margin
- Luth. 17, 162
margin
- Luth. 17, 162. 80
margin
- Kueg. 3, 140
margin
- Ges. u. Ev. 1, 7
margin
- Ges. u. Ev. 2, 8
margin
- Ges. u. Ev. 2, 9
margin
- Süd. 1901. 12
margin
- Süd. 1901. 12. 82, 46
margin
- Cal. 95. 25
margin
- Jo. 80, 27
margin
- Jo. 80, 21
margin
- Jo. 80, 27
margin
- Süd. 1901. 12
margin
- Süd. 1901. 12. 13
margin
- Ges. u. Ev. 2, 2
margin
- Ges. u. Ev. 1, 8
margin
- Ges. u. Ev. 1, 9
margin
- Ges. u. Ev. 2, 9
margin
- Ges. u. Ev. 2, 10
margin
- Ka. 92, 17
margin
- Jo. 82, 20
margin
- L. W. 29, 193
margin
- Theol. 10, 112
margin
- Theol. 10, 112. 113
margin
- Baier 3, 385
margin
- Baier 3, 385. 389
margin
- Baier 3, 390
margin
- Baier 3, 390. 391
margin
- Ges. u. Ev. 1, 9
margin
- Ges. u. Ev. 2, 10
margin
- Ges. u. Ev. 2, 11
margin
- Theol. 10, 113
margin
- Theol. 10, 113. 114
margin
- L. W. 33, 158
margin
- Ma. 9, 294
- Ma. 9, 294. 295
- Ma. 9, 294. 295. 26, 348
- Ma. 9, 294. 295. 26, 348. 349
- Jo. 80, 2
- Ka. 92, 18
- O. 77, 28
- O. 77, 28. 29
- Konk. 534
- O. 77, 18
- O. 77, 18. I
- Can. 82, 23
- Ma. 5, 281
- Ges. u. Ev. 1, 10
- Ges. u. Ev. 2, 13
- Ges. u. Ev. 1, 10
- Ges. u. Ev. 2, 15
- Jo. 80, 2
- Ka. 92, 20
- Ka. 92, 20. 21
- Konk. 639
- Luth. 10
- O. 77, 24
margin
- Neb. 82, 28
margin
- Neb. 82, 28. 29
margin
- Ma. 5, 281
margin
- Cal. 95, 26
margin
- Ges. u. Ev. 2, 14
margin
- Loch. Epi. 629
margin
- Loch. Epi. 629. 631
margin
- Kueg. 3, 129
margin
- Kueg. 3, 130
margin
- Luth. 17, 163
margin
- Mich. 92, 31
margin
- L. W. 51, 311
margin
- O. 77, 16
margin
- O. 77, 16. 25
margin
- O. 77, 16. 25. 37—40
margin
- Baier 3, 392
margin
- Ges. u. Ev. 1, 11
margin
- Ges. u. Ev. 2, 16
margin
- Ges. u. Ev. 2, 17
margin
- Ges. u. Ev. 2, 93
margin
- Ges. u. Ev. 2, 94
margin
- Ka. 92, 19
margin
- Ka. 92, 19. 20
margin
- Can. 89, 31
margin
- Can. 89, 31. 32
margin
- Jo. 80, 24
margin
- Can. 82, 25
margin
- Luth. 10, 7
margin
- Ges. u. Ev. 2, 94–103
margin
- Luth. 37, 19
margin
- Can. 82, 25
margin
- Ka. 92, 47
margin
- Ka. 92, 48
margin
- Ka. 92, 48
margin
- Jo. 80, 69
margin
- Jo. 80, 69. 38
margin
- Neb. 85, 33
- O. 77, 51
margin
- Jo. 80, 32
margin
- Jo. 80, 32. 68
margin
- Jo. 80, 30
margin
- Ka. 92, 19
margin
- Cal. 95, 26
margin
- Cal. 95, 26. 27
margin
- Luth. 17, 164
margin
- Jo. 19.
vol b, printed page
229–231 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n0305
9.
Zeit
9. Zeit. Das Amt des Geſetzes hört auf, das Amt des kangelii bleibt. 2. Kor. 3, 11.
Das Amt des Geſetzes geht nur ſo lange, bis wir zu Ihriſto eilen.
Anm. Die Herrſchaft des Geſetzes ſoll mit Erſcheilei des Erlöſers aufhören, das Evangelium ſoll lelben.
J. Wie wichtig dieſe Unterſcheidung iſt. Nur ſo, wenn nan recht unterſcheidet zwiſchen Geſetz und Evangelium,
„lernt man die Schrift verſtehen. Einral heißt es in der Schrift: Tue das, ſo wirſt du leben.
Joh. 3, 7. Ein andermal heißt es: Glaube, ſo wirſt uſelig. Hab. 2, 4. Einmal heißt es: Ich bin gewiß w. das anderemal: Wer ſich läſſet dünken u. ſ. w. der Geſetz und Evangelium nicht ſcheiden kann, findet anter Widerſprüche in der Schrift. Sie iit ihm ein ver— Hloſſenes Buch.
Anm. a. Nur ein Chriſt kann die Bibel recht verEgen.
Unm. b. Ein Beiſpiel hierzu liefert Luther, ſolange das Wort: „Gerechtigkeit Gottes“ nicht verſtand. Er nden Unterſchied zwiſchen Geſetz uno Evangelium in ner ſchweren Schule gelernt. Luther über den Unter— died Geſ. u. Ev. 1, 12—16;
daiſt der Chriſt ein Chriſt und bleibt nChriſt. Ein Chriſt läßt das Geſetz ſtehen: Ich bin derdammungswürdiger Sünder. Aber die Frage: die werde ich ſelig? beantwortet er allein aus dem EvanHum;
„kann man die rechte Kirche von der aſchen unterſcheiden. Papſttum und Sekten tben viel Verlockendes, einen großen Schein, aber ſie ichen Werke in die Rechtfertigung.
Unm. Nur wer recht unterſcheidet, wird erkennen, daß * Napſt der Antichriſt iſt:
dableibt die Lehre rein, inſonderheit die in der Rechtfertigung.
Unm. a. Jede falſche Lehre iſt Vermiſchung von Ge— und Evangelium. Beiſpiel: das Intuitu fidei.
Anm. b. Wer Geſet und Evangelium vermiſcht,
Papſt, Aer Synergiſt.
Anm. Wer Geſetz und Evangeliun ſcheide ot, hat
jalſche Lehre zu beurteilen;
wird man ſeines Gnadenſtandes,
n 8 Seligkeit gewił̃ und bekommt ein fe
Herz. Würden wir immer Geſetz und Evangelimm ſe
den, ſo gingen wir in lauter Sprüngen. Jo. 80, 36. f. hat man Kraft und Luſt zum Gu:
Vermiſcht man Geſetz und Evangelium und ſucht die
rechtigkeit aus dem Geſetz, dann ſind alle Werke nie
Man verliert auch allen Trieb zu guten Werten; g. hat man Troſt für den füngſten T
Wir wären verloren, wenn wir nach dem Geſetz geri—
würden.
Anm. a. Wie! 1— iſt dieſer Unterſchied für ei
Paſtor! Nur wenn er dieſen Unterſchied recht verſteh
1. iſt er ein rechter gläubiger Prediger, der
Wahrheit Chriſtum predigt,
2. kann er jedem ſeine Gebühr geben, die Sich—
erſchrecken, die Erſcͤhrockenen tröſten,
3. kann er die Herrſchaft der Sünde brecwen,
J. kann er wahrhaſt gute Werte hervorbringe Anm. b. Ein Paſftor. der dieſen Unterſchied
kennt, wird manchen Fenlariff mn, Weumütigen das
ſet ſagen u. ſ. w.
Anm. c. Wehe denen, die Geſetz predigen. wo
Evangelium predigten ſollten und mngetehrt. Sei.
18 ff. 33, 8.
Anm. d. Ein Paſtor ſoll darum beide Lehren ſchei
2 Tim. 2. 15: recht teilen das Wort der Wahrheit. Me
13, 52: tes und Neues aus ſeinem Schatz vortra
Sach. 1 „7: Der Stab Sanft und der Stab Wehe.
12, 42: ühnen zu rechter Zeit ihre Gebühr geben. Anm. e. Wird Geſet und Evangelium nicht gei
den, ſo iſt die Predigt falſch, auch wenn keine falſche L
darin enthalten iſt.
Anm. f. Die Erkenntnis dieſes Unterſchiedes
1. war im Papſttum vor Luther faſt gänzlich
loſchen. Die Kirchenväter ſeit dem 6. Jahrhum
kannten dieſe Kunſt nicht mehr recht;
2. iſt durch Luthers Reformation wieder an
gangen:
3. hat die päpſtliche Finſternis vertrieben. Anm. g. Der Unterſchied zwiſchen Geſetz und Er
gelium wird in keiner Kirche ſo klar gelehrt, wie in
lutheriſchen. — Doch iſt es nicht mit dem Lehren ge
wir ſollen ihn nun auch in Aübung bringen. Luth.
164.
Anm. h. Die rechte Unterſcheidung zwiſchen Geſetz
Se iſt
ein beſonders herrliches Licht. Konk. 533.
81,
2. die höchſte Kunn ſt in der Chriſtenheit, wer ſie verſteht, ſollte Doktor der Heiligen Schrift heißen,
3. eine ſchwere Kunſt. Nicht ſchwer iſt es, die Lehre auswendig zu lernen, aber ſchwer iſt die Anwendung, ſchwer, wenn wir die Kunſt an andern üben ſollen, noch ſchwerer an uns ſelbſt, ſchwer für einen Chriſten, als Petrus ſagte: Gehe hinaus von mir, dachte er nicht anders, daß Gott ihn zerſchmettern würde) Geſ. u. Ev. 2, 41, ſchwer für einen Theologen z. B. in der Predigt, daß er nichts Mißverſtändliches ſagt, in der
zrivatſeelſorge. Geſ. u. Ev. 2, 48 —52,
1. eine Kunſt, die wir nicht auslernen können, an der wir noch täglich lernen müſſen,
5. eine Kunſt, die niemand ohne Erleuchtung des Geiſtes kann. Wer iſt hierzu tüchtig? 2 Kor. 3, 5: daß wir tüchtig ſind, iſt von Gott. Vers 6: welcher auch uns tüchtig gemacht hat. Hier muß der Heilige Geiſt Lehrer ſein.
Anm. i. Kein Papſt, kein Schwärmer, kein falſcher
ſriſt kann das Wort recht teilen.
Anm. k. Gerade begabte Leute, Chryſoſtomus, An⸗
eas Oſiander u. ſ. w. haben Geſetz und Evangelium
lecht geteilt.
Anm. l. In der Schule des Heiligen Geiſtes kann es
r ſchwächſte und einfältigſte Chriſt lernen. Niemand
aucht zu verzagen.
5. Vermiſchung von Geſetz und Evangelium iſt es, wenn
+
3. Evangelium ins Geſetz mengt und darum ous Geſetz
chtein ſeiner ganzen Schärfe, ſondern ſo predigt, daß die
thörer aus dem Geſetz Troſt erlangen. Das geſchieht,
nn man
1. das Geſetz mit Gottes Langmut ſchmückt, Gott werde ſchon darüber wegſehen,
2. das Evangelium zu einem Ruhekiſſen für die Sünder macht und denkt, man brauche es nicht ſo genau zu nehmen,
3. Rechtfertigung in die Heiligung miſcht,
4. gewiſſe Sünden an ſich als nicht verdammlich anſieht,
5. ſich zufrieden gibt, wenn ein Sünder wegen ge— wiſſer grober Sünden in Unruhe geraten iſt,
6. die Ablegung gewiſſer Laſter und die Ausübung gewiſſer Tugenden ſchon eine wahre Bekehrung nennt,
7. lehrt, daß die Sakramente ex opere operato wirken,
8. das allgemeine Verderben ſo beſchreibt, als ob auch Gläubige in herrſchenden, mutwilligen Sünden lebten. (Röm. 6, 14. 8, 13. 14. Gal. 5, 19—21.)
Anm. In das Geſetz darf man kein Evangelium hin⸗
miſchen. Wenn man Geſetz predigt, muß den Leuten
gſt und bange werden. Gal. 3, 11: durchs Geſetz wird
emand gerecht vor Gott. 3, 10: die mit des Geſetzes
Werken umgehen, ſind unter dem Fluch. Antith. Hier
her gehören Papiſten (3. B. Schwachheitsſünden ſeier
nicht verdammlich). Rationaliſten (der Menſch tut, ſo vie
er kann, das Geſetz verlange nur bürgerliche Ehrbarteit.
die Juden. (Wenn man bloß mit der Hand nicht töte u
ſ. w., ſei man gerecht. Matth. 5, 21);
b. Geſetz ins Evangelium mengt und das Evangeliun
nicht in ſeiner ganzen Süßigkeit predigt. Das geſchieht
wenn man
1. das Evangelium (die Genugtuung Chriſti) zu einer Anweiſung macht, wie der Menſch durg 50. Beiſpiel ſich ſelbſt in den Himmel bringen
oll,
2. das Evangelium zu einer Werklehre ſmacht
3. das Evangelium aufs ſchönſte predigt, hinter her aber allerlei Bedingungen ſtellt: Nu prüfe dich, ob du aber auch wahre Reue haſt, ob den Glaube rechter Art iſt u. ſ. w.,
4. das Evangelium zu einer Bußpredigt macht Joh. Agricola. Die Philippiſten. Pezel.
Einwand a. Das Evangelium wird Geſetz ge nannt Röm. 3, 27: des Glaubens Geſetz. Warun denn nicht auch eine Bußpredigt?
Einwand b. Röm. 10, 16: dem Evangelium ge horſam. Nur das Geſetz verlangt Gehorſam;
5. Werke in die Rechtfertigung miſcht. Dadurd wird die Rechtfertigungslehre, die Lehre von Sünd und Gnade, vergiftet, Chriſti Wohltaten verdunkelt die Gewiſſen verwirrt. Konk. 633, § 1
6. die Verheißungen Gottes bedingt durt menſchliches Tun. (Die Warnungen: Wer ſich la ſet dünken u. ſ. w. gehören ins Geſetz);
7. die Verheißungen des Geſetzes mit den Verhei ßungen des Evangelii vermiſcht,
8. den Glauben rechtfertigen läßt, ſo ferne! gute Werke hervorbringt, um der Lieb und Erneuerung willen, die er wirkt. Papiſten: De Menſch wird durch den Glauben gerecht, wenn di Liebe dazu kommt. — Dadurch wird das Chriſten tum umgeſtoßen. — Daß der Glaube durch die Lied tätig ſein muß, gehört nicht in eine Rechtfertigungs 1.85. ſondern an einen andern Ort. Geſ. u. Er 1, 85;
9. den Glauben ſo fordert, als könne der Menis ſich ihn geben oder dazu mitwirken:
10. vom Glauben ſo predigt, als ob das tot“ Fürwahrhalten vor Gott gerecht und ſeln mache. Rechtfertigung auf Grund eines Werkel eines Unwiedergeborenen. — Dagegen Gal. 5,ö6 Der Glaube, der durch die Liebe tätig iſt. — Hier her gehören Papiſten und andere: Der Glaube bleid trotz Todſünden. Der Chriſt kann nicht gänzlich au der Gnade fallen. Es gibt gläubige Hurer, glan bige Ehebrecher. Alle diejenigen, welche behaupten
- Ges. u. Ev. 1, 12–16
- Walth. Epi. 358
margin
- Kueg. 32
margin
- Ma. 5, 281
margin
- Ka. 92, 9
margin
- Ka. 92, 9. 26
margin
- Ka. 92, 9. 26. 27
margin
- Jo. 80, 39—41
margin
- Jo. 80, 39—41. 27
margin
- Jo. 80, 39—41. 27. 28
margin
- Can. 82, 23
margin
- Mit. 91, 26
margin
- Mit. 91, 26. 27
margin
- Syn. 1900, 23
margin
- Ges. u. Ev. 1, 4
margin
- Ges. u. Ev. 1, 5
margin
- Ges. u. Ev. 2, 6
margin
- Ges. u. Ev. 2, 32
margin
- Ges. u. Ev. 2, 56
margin
- Ges. u. Ev. 2, 57
margin
- Kueg. 3, 135
margin
- Luth. 17, 161
margin
- Jo. 80, 44
margin
- O. 77, 47
margin
- O. 77, 47. 48
margin
- Theol. 8, 175
margin
- Theol. 8, 175. 178
margin
- Mit. 91, 27
margin
- Süd. 1900, 34
margin
- Süd. 1900, 34. 35
margin
- Ka. 92, 22
margin
- Ka. 92, 22. 23
margin
- Ma. 26, 349
margin
- Ges. u. Ev. 1, 22
margin
- Ges. u. Ev. 1, 33
margin
- Ges. u. Ev. 1, 34
margin
- Ka. 92, 30
margin
- Baier 3, 287
margin
- Mit. 91, 28
margin
- Jo. 80, 36
- Luth.
164
- Konk. 533
- Konk. 533.
81
- Ka. 92, 37
margin
- Mit. 91, 28
margin
- Mit. 91, 28. 923
margin
- Mit. 91, 28. 923 33
margin
- Ka. 92, 34
margin
- Ka. 92, 34. 35
margin
- O. 77, 51
margin
- O. 77, 51. 52
margin
- Ka. 92, 36
margin
- Jo. 80, 39
margin
- Ka. 92, 47
margin
- Ka. 92, 52
margin
- Ka. 92, 54
margin
- O. 77, 51
margin
- Ges. u. Ev. 1, 19
margin
- Ges. u. Ev. 1, 2
margin
- Ges. u. Ev. 1, 31
margin
- Ma. 15, 258
margin
- Ges. u. Ev. 1, 18–20
margin
- Ges. u. Ev. 1, 24
margin
- Ges. u. Ev. 1, 36
margin
- Ges. u. Ev. 2, 30
margin
- Ges. u. Ev. 2, 32
margin
- Ges. u. Ev. 2, 29
margin
- Ges. u. Ev. 2, 30
margin
- Mit. 91, 28
margin
- Mit. 91, 28. 29
margin
- Walth. Epi. 368
margin
- Baier 3, 387
margin
- Ges. u. Ev. 1, 35
margin
- Ges. u. Ev. 2, 61
margin
- Jo. 80, 31
margin
- O. 77, 53
margin
- O. 77, 47
margin
- Jo. 80. 42
margin
- Ges. u. Ev. 2, 30
margin
- Ges. u. Ev. 2, 31
margin
- Ges. u. Ev. 2, 41
- Ges. u. Ev. 2, 48–52
- Ges. u. Ev. 2, 1
- Baier 3, 386
margin
- Baier 3, 386. 387
margin
- Walth. Epi. 368
margin
- Jo. 80, 35
margin
- Jo. 80, 35. 32
margin
- Jo. 80, 35. 32. 33
margin
- Ges. u. Ev. 2, 40
margin
- Mit. 91, 29
margin
- Jo. 80, 10
margin
- Ges. u. Ev. 1, 3
margin
- Walth. Epi. 358
margin
- Jo. 80, 35
margin
- Past. 5
margin
- Ma. 2, 213
margin
- Baier 3, 340
margin
- Baier 3, 340. 341
margin
- Jo. 80, 36
margin
- Jo. 80, 36. 38
margin
- Ges. u. Ev. 1, 25
margin
- Ges. u. Ev. 1, 29
margin
- Ges. u. Ev. 1, 23
margin
- Ges. u. Ev. 1, 24
margin
- Ges. u. Ev. 2, 39
margin
- Ges. u. Ev. 2, 30
margin
- Ges. u. Ev. 1, 28
margin
- Ges. u. Ev. 2, 47
margin
- Ma. 2, 214
margin
- Ges. u. Ev. 1, 28
margin
- Ges. u. Ev. 1, 29
margin
- Ges. u. Ev. 2, 46
margin
- Ges. u. Ev. 2, 47
margin
- Ka. 92, 39
margin
- Süd. 1900, 33
margin
- Past. 75
margin
- O. 77, 49
margin
- Jo. 80, 52
margin
- O. 77, 20
margin
- Ges. u. Ev. 1, 45
margin
- Ges. u. Ev. 2, 73
margin
- Luth. 4, 68
margin
- L. W. 33. 275
margin
- L. W. 33. 275. 276
margin
- Cal. 89, 37
margin
- Ges. u. Ev. 2, 313
margin
- Ges. u. Ev. 1, 107
margin
- Ges. u. Ev. 2, 288
margin
- Ges. u. Ev. 2, 334
margin
- Ges. u. Ev. 2, 339
margin
- Ges. u. Ev. 2, 303
margin
- Ges. u. Ev. 2, 76
margin
- Ges. u. Ev. 2, 77
margin
- Konk. 633
- Konk. 633
- Ges. u. Ev. 2, 77–80
margin
- Ges. u. Ev. 1, 45–47
margin
- Jo. 80, 58
margin
- Ges. u. Ev. 2, 35
margin
- Jo. 80, 47
margin
- Can. 82, 25
margin
- Can. 82, 24
margin
- Or. 1904, 98
margin
- Or. 1904, 98. 99
margin
- Ges. u. Ev. 2, 267
margin
- Ges. u. Ev. 2, 270–272
margin
- Ges. u. Ev. 2, 276
margin
- Ges. u. Ev. 277
margin
- Süd. 83, 72
margin
- Ges. u. Ev. 2, 37
margin
- Ges. u. Ev. 2, 38
margin
- Ges. u. Ev. 2, 59
margin
- Süd. 83, 72
margin
- L. W. 41, 237
margin
- Jo. 80, 82
margin
- Jo. 80, 82. 83
margin
- Ges. u. Ev. 2, 212
margin
- Ges. u. Ev. 2, 216
margin
- Ges. u. Ev. 2, 217
margin
- Ges. u. Ev. 1, 84
margin
- Ges. u. Ev. 2, 249
margin
- Jo. 80, 79
margin
- Jo. 80, 79. 80
margin
- Ges. u. Ev. 2, 198
margin
- Ges. u. Ev. 2, 202–204
margin
- Ges. u. Ev. 1, 79
margin
- Ges. u. Ev. 1, 80
margin
- Ka. 92,
- Geſ. u. Ev. —1 1
vol b, printed page
231–234 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n0307
—
Glaube.
Anm. d. Erſt glauben und dann fühlen, wenn
Gott will. Joh. 20, 29;
- Ges. u. Ev. 2, 189
margin
vol b, printed page
236 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n0312
21.
—
21. Angefochtene, anſtatt auf die Gnadenmittel,
auf ihr neues geiſtliches Leben hinweiſt. — Der An⸗
gefochtene iſt ſo unter dem Gefühl der Schuld begra⸗
ben, daß er von der mit ihm vorgegangenen Veränderung nichts wahrnimmt;
- Ka. 92, 49
margin
- Ka. 92, 49. 50
margin
vol b, printed page
236 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n0312
22.
—
22. die Frage: Bin ich ein Auserwählter? anſtatt aus dem Evangelium aus dem Geſetz beantwortet;
vol b, printed page
236 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n0312
23.
—
23. die Seligkeit an die Gemeinſchaft mit der ſichtbaren, rechtgläubigen Kirche bindet und je— dem in irgend einem Glaubensartikel Irrenden die Seligkeit abſpricht. Damit wäre die Rechtfertigung allein durch den Glauben umgeſtoßen;
- Ges. u. Ev. 2, 322
margin
- Ges. u. Ev. 2, 325
margin
vol b, printed page
236 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n0312
24.
—
24. die Sünde wider den Heiligen Geiſt ſo be— ſchreibt, als ob ſie wegen ihrer Größe unvergeblich ſei;
- Ges. u. Ev. 2, 380–389
margin
vol b, printed page
236 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n0312
25.
—
25. Chriſtum zu einemneuen Geſetzgeber macht und lehrt, daß auch Chriſtus dem Menſchen Werke gebiete, damit er auf Grund dieſer Werke in den Himmel komme. — Wer könnte zu Chriſto Vertrauen faſſen, wenn er ein neuer Moſes wäre? Luth. 2. 24. Vergl. hierzun1 Tim. 1, 15. Jer. 31, 31—34.
Einwand. Joh. 13, 34: Ein neu Gebot gebe ich euch. — Chriſtus hat das alte Gebot der Liebe (1 Joh. 2, 7. 2 Joh. 5) mit ſeinem unvergleichlichen Beiſpiel (Fußwaſchung) in ein neues, ganz anderes Licht geſtellt.
Antith.
Papiſten. Das Gebot der Feindesliebe habe Chriſtus hinzu getan. Moſes habe nur die äußerlichen Werke verboten, Chriſtus auch die Begierden. Das Joch Chriſti Matth. 11, 30. ſei die Geſetzeslehre Chriſti.
Sozinianer. Chriſtus habe herzugetan das Geſezz der Selbſtverleugnung. der Nachfolge Chriſti, das Aufſichnehmen des Kreuzes.
Anm. a. Selbſt Harms legte „mein Wort“ Joh. 8. 51. vom Geſetz aus. Danach wäre das Geſetz Chriſti Wort.
Anm. b. Wenn das Evangelium des Glaubens Geſetz genannt wird Röm. 3, 27. ſo iſt das eine Antanaklaſis;
- Luth. 2. 24 The False Doctrine of the Methodists Concerning Justification, Demonstrated from Their Church Order.*
- Jo. 80, 45
margin
- L. W. 20, 289
margin
- Baier 3, 394
margin
- Baier 3, 394. 105
margin
- Ges. u. Ev. 2, 64
margin
- Ges. u. Ev. 2, 66–68
margin
- Jo. 80, 16
margin
- Jo. 80, 16. 47
margin
- Ges. u. Ev. 1, 38
margin
- Ges. u. Ev. 1, 41–43
margin
- Ges. u. Ev. 2, 64
margin
- Ges. u. Ev. 2, 65
margin
- Ges. u. Ev. 2, 69
margin
- Ges. u. Ev. 2, 70
margin
- Ges. u. Ev. 1, 41
margin
- Ges. u. Ev. 2, 69
margin
- Ges. u. Ev. 1, 42
margin
- Can. 82. 23
margin
- Ges. u. Ev. 1, 39
margin
vol b, printed page
236 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n0312
26.
aus der Möglichkeit des Abfalls gegen die Gewißheit der Seligkeit argumentiert
26. aus der Möglichkeit des Abfalls gegen die Gewißheit der Seligkeit argumentiert. — Daß ein Chriſt ſeiner Seligkeit gewiß iſt und doch zugleich die Möglichkeit ſeines Falls zugibt, läßt ſich nur verſtehen durch Scheidung von Geſetz und Evangelium. Or. 1907, 59. L. W. 27, 560. Paulus: Ich bin gewiß. Dagegen: daß ich nicht andern predige und ſelbſt verwerflich werde. Chic. 87. 88;
- Or. 1907, 59
- L. W. 27, 560
- Or. 1907, 56
margin
vol b, printed page
236 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n0312
27.
—
27. die Warnungen und Mahnungen der Schriſt
(Dr. 1907, 18), ſeine eigne Schwachheit und Unwürdigkeit gegen die Gewißheit ins Feld führt;
28. in ſeinen Predigten im allgemeinen nicht das Evangelium vorherrſchen läßt. Man braucht Geſetz, wo man mehr Evangelium brauchen ſollte,
29. diejenigen verdammt, welche das Evangelium als eine Botſchaft freier Enade in Chriſto lehren.
Anm. Das Evangelium ſoll gelehrt werden ohne Beimiſchung von Geſetz;
c. Geſetz und Evangelium zwar rein lehrt, aber an den
vderkehrten Perſonen anwendet. Objekt. Das geſchieht.
wenn man
1. einem ſicheren Sünder das Evangelium ſagt. Dadurch kann man ganze Scharen in die Hölle predigen Matth. 7, 6. Das Heiligtum gehört nicht den Hunden. Jeſ. 26, 10. Den Gottloſen Gnade anbie— ten iſt vergeblich. Spr. 27, 7: Eine volle Seele zerm tritt Honigſeim.
Anm. a. Chriſtus und die Apoſtel hatten für ſichere Sünder kein Wort des Troſtes. Beiſpiel: Der
Paulus: ſo will ich nicht ſchonen. reiche Jüngling.
2 Kor. 13, 2.
Alle großen Männer, z. B. Luther, Ger⸗
Anm. b.
hard u. J. w. ſind erſt durchs Geſetz klein geworden, ehe ſie groß geworden ſind;
2. den Zerſchlagenen und Angefochtenen das Geſetz ſagt und ſo Seelen zum Tode verurteilt, die doch nicht ſterben ſollen. Heſ. 13, 19;
d. durchs Geſetz ausrichten will, was man allein durchs
Evangelium ausrichten kann. Dies iſt der Fall, wenn
man
1. Unwiedergeborene durch Drohung oder Verheizung des Geſetzes bewegt, Gutes zu tun,
2. die Chriſten durchs Geſetz beſſern, Übelſtände in der Gemeinde durchs Geſetz abſchaffen will.
Anm. a. Man darf nicht Geſetz predigen zu dem Zweck,
daß die Leute äußerlich etwas tun, wozu ſie innerlich keine
Neigung haben. Geſetzliche Prediger.
Anm. b. Paſſend nennt der Apoſtel ſolche äußerlichen
erzwungenen Werke nicht des Menſchen Werk, ſondern
des Geſeuyes Werk. Der Zuchtmeiſter bringt die
Werke hervor.
Anm. c. Vermiſchung von Geſetz und Evangelium iſt
es, wenn man das Geſetz zu etwas anderem braucht, als
die Unbußfertigen zu erſchrecken;
e. die Reihenfolge verkehrt. Die rechte Reihenfolge iſt:
Erſt Geſet, dann Evangelium. S. § 13 d. Erſt die
Rechtfertigung, dann die Heiligung. Röm. 6, 22: Nun
ihr aber ſeid von der Sünde frei — habt ihr eure Frucht.
Tit. 2. 11. 12: Es iſt erſchienen die heilſame Gnade und
züchtigt uns. Pſ. 130, 4: Vergebung, daß man dich
- Or. 1907. 26
margin
- Or. 1907. 26. 28
margin
- Spr. 27, 7
- Ges. u. Ev. 1, 43
margin
- Ges. u. Ev. 1, 44
margin
- Ges. u. Ev. 1, 47
margin
- Ges. u. Ev. 1, 48
margin
- Jo. 80, 28
margin
- Jo. 80, 28. 34
margin
- Can. 82, 25
margin
- Theol. 8, 176
margin
- Ges. u. Ev. 1, 36
margin
- Ges. u. Ev. 2, 105
margin
- Ges. u. Ev. 2, 106
margin
- Ges. u. Ev. 2, 107–110
margin
- Ges. u. Ev. 2, 111
margin
- Jo. 80, 29
margin
- Ges. u. Ev. 1, 122
margin
- Ges. u. Ev. 1, 123
margin
- Ges. u. Ev. 2, 369
margin
- L. W. 33, 275
margin
- L. W. 33, 275. 276
margin
- O. 77, 50
margin
- Jo. 80, 94
margin
- Jo. 80, 94. 96
margin
- Jo. 80, 94. 96. 97
margin
- Ges. u. Ev. 1, 123
margin
- Ges. u. Ev. 1, 2
margin
- Ges. u. Ev. 1, 369
margin
- Theol. 8. 176
margin
- Theol. 8. 176. 177
margin
- Ges. u. Ev. 2, 375
margin
- Kueg. 2, 72
margin
- Kueg. 2, 73
margin
- Ma. 19, 50
margin
- Jo. 80, 70
margin
- Jo. 80, 70. 71
margin
- Theol. 2. 152
margin
- Theol. 2. 152. 453
margin
vol b, printed page
236–237 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n0312
—
b. inaller Schärfe, daß die Zuhörer daſitzen wie unter einem Gewitter. Man ſoll das Geſetz ſo predigen, als gäbe es kein Evangelium. Baier 3, 393.
Anm. a. Wir ſollen das Geſetz nicht abſchwächen, nicht die Spitze abbrechen. Das geſchieht, wenn man lehrt, daß Schwachheitsſünden nicht verdammlich ſeien, Can. 82,
24, daß böſe Luſt keine Sünde ſei (Papiſten) Jo. 80, 53, wenn man bloß gegen die äußerlichen groben Sünden redet, als ſei das genug, Jo. 80, 52, bloß gegen eine be— ſtimmte Klaſſe von Sünden eifert, als ob Gott mit einem teilweiſen Gehorſam zufrieden wäre Jak. 2, 10. Jo. 80, 53, wenn man meint, Gott werde die Sünden überſehen, wenn man ſie ſich nur leid ſein läßt. Jo. 80, 54.
Anm. b. Man ſoll nicht bloß bei den äußeren Sünden ſtehen bleiben, ſondern auf den eigentlichen Grund, das böſe Herz, zurückgehen, zeigen, wie jämmerlich das Herz iſt, daß die Erbſünde uns alle verdammt. — Aus dem
Herzen kommen arge Gedanken u. ſ. w.
Anm. c. Wir dürfen nicht unterlaſſen, den verborgenen Phariſäer ans Licht zu ziehen.
Anm. d. Beſondere, im Schwange gehende Sünden
ſoll man beſonders nachdrücklich ſtrafen.
Anm. e. Vom Geſetz muß man auch die rechten Anwendungen machen auf die Zuhörer.
Anm. f. Geſetz ſcharf predigen, heißt nicht poltern und ſchelten.
Anm. g. Wer Geſetz ſcharf predigt, wird dadurch noch kein geſetzlicher Prediger.
Anm. h. Wer das Geſetz nicht gründlich anzuwenden
und auszulegen verſteht, wird ſchwerlich Evangelium
recht predigen.
Anm. i. Doch muß das Geſetz auch evangeliſch gehandhabt werden, nicht um einen Zerſchlagenen gänzlich zu vernichten, ſondern, wie das Meſſer in der Hand eines Arztes, das nicht tiefer ſchneidet als nötig iſt, zu helfen.
Anm. k. Vorbilder.
1. Chriſtus. Matth. 7, 28: Das Volk ent⸗
ſetzte ſich. Warum hat Chriſtus das Geſetz ſo ſcharf
gepredigt? a. Weil kein Menſch Chriſtum als Hei-
land annehmen kann, ehe das Geſetz ſeine Wirkung
getan, b. weil die Phariſäer das Geſetz gänzlich ver⸗
kehrt hatten. Cal. 94, 11.
2. Die Apoſtel. Kol. 3, 5—9. Gal. 5,
19—21.
3. Moſes.
Anm. l. Wie gewaltig hat im 13. Jahrhundert der Franziskaner⸗Mönch Berthold von Regensburg das Geſetz gepredigt! Beiſpiele: Mich. 86, 14. 15.
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b. in all its severity, so that the hearers sit as though under a thunderstorm. One should preach the Law as though there were no Gospel. Baier 3, 393.
Note a. We should not weaken the Law, should not break off its point. This happens when one teaches that sins of weakness are not damnable, Can. 82, 24, that evil desire is no sin (the papists), Jo. 80, 53, when one speaks only against the outward, gross sins, as if that were enough, Jo. 80, 52, zealously attacks only a certain class of sins, as though God were satisfied with partial obedience, Jas. 2:10. Jo. 80, 53, when one thinks God will overlook sins if one merely feels sorry for them. Jo. 80, 54.
Note b. One should not stop merely at outward sins, but go back to the real ground, the evil heart, and show how wretched the heart is, that original sin condemns us all. -- Out of the heart come evil thoughts, etc.
Note c. We must not fail to drag the hidden Pharisee into the light.
Note d. Particular, prevailing sins should be rebuked with special emphasis.
Note e. From the Law one must also make the right applications to the hearers.
Note f. To preach the Law sharply does not mean to rant and scold.
Note g. Whoever preaches the Law sharply does not thereby become a legalistic preacher.
Note h. Whoever does not understand how to apply and expound the Law thoroughly will scarcely preach the Gospel rightly.
Note i. Yet the Law must also be handled evangelically, not to utterly destroy one who is already crushed, but, like the knife in a physician's hand that cuts no deeper than necessary, to help.
Note k. Examples.
1. Christ. Matt. 7:28: the people were astonished. Why did Christ preach the Law so sharply? a. Because no man can accept Christ as Savior before the Law has done its work, b. because the Pharisees had entirely perverted the Law. Cal. 94, 11.
2. The apostles. Col. 3:5-9. Gal. 5:19-21.
3. Moses.
Note l. How powerfully the Franciscan monk Berthold von Regensburg preached the Law in the thirteenth century! Examples: Mich. 86, 14. 15.
- Baier 3, 393
- Can. 82,
24
- Jo. 80, 53
- Jo. 80, 52
- Jo. 80, 53
- Jo. 80, 54
- Cal. 94, 11
- Cal. 94, 11.
2
- Mich. 86, 14
- Mich. 86, 14. 15
- Ma. 19, 19
margin
- Ma. 19, 19. 20
margin
- Il. 95, 20
margin
- Jo. 80, 54
margin
- Jo. 80, 54. 55
margin
- Mit. 77, 38
margin
- Süd. 97, 56
margin
- Can. 82, 24
margin
- L. W. 16, 233
margin
- L. W. 16, 233. 234
margin
- Wis. 88, 16
margin
- O. 77, 19
margin
- O. 77, 19. 20
margin
- Neb. 82, 23
margin
- Mit. 98, 13
margin
- L. W. 31, 39
margin
- Jo. 80, 56
margin
- L. W. 31, 38
margin
- Jo. 80, 55
margin
- Mit. 98, 13
margin
- L. W. 16, 233
margin
- Wis. 88, 16
margin
- Wis. 88, 16. 17
margin
- Ka. 19, 18
margin
- Ka. 19, 19
margin
- Ka. 19, 51
margin
- Jo. 80, 52
margin
- Mit. 77, 38
margin
- Cal. 95, 18
margin
- O. 92, 48
margin
- Jo. 80, 52
margin
vol b, printed page
240 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n0316
10.
Das Geſetz kann durchs Evangelium verſtärkt werden
10. Das Geſetz kann durchs Evangelium verſtärkt werden. Das Evangelium kann als Geſetz angewendet wer⸗
den: ſo ſchwer iſt das Geſetz, daß allein Chriſtus im ſtande war, es zu halten, ſo ſchwer die Sünde, daß Gott ſelbſt um unſrer Sünde willen ſterben mußte.
Anm. a. Inſofern die Leidensgeſchichte Chriſti Gottes Zorn predigt, iſt ſie nicht Evangelium, ſondern Geſetz. Lied 89, 12. Luk. 23, 31.
Anm. b. Auch Gottes Wohltaten kann man zur Buß— predigt machen. Weißt du nicht, daß dich Gottes Güte ſoll zur Buße leiten?
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10. The Law can be intensified through the Gospel. The Gospel can be applied as Law: the Law is so hard that Christ alone was able to keep it; sin is so grave that God himself had to die for our sin's sake.
Note a. Insofar as the passion history of Christ preaches God's wrath, it is not Gospel but Law. Hymn 89, 12. Luke 23:31.
Note b. Even God's benefits can be turned into a sermon of repentance. Do you not know that God's goodness is meant to lead you to repentance?
- Jo. 80, 57
margin
- Lied 89, 12
- Jo. 80, 21
margin
- Jo. 80, 21. 22
margin
- Jo. 80, 21. 22. 44
margin
- Mit. 77, 39
margin
- Baier 3, 313
margin
- O. 77, 21
margin
- O. 77,
vol b, printed page
240–241 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n0316
11.
—
11. Vor geſetzlichem Weſen ſollen wir uns hüten.
Geſetlich iſt es, wenn man
a. wie ein Knecht aus Furcht vor Gottes Strafe die Ge— bote zu halten ſucht. Ein ſolcher ſteht noch unter dem Fluch des Geſetzes;
b. geſetzliche Maßregeln ergreift, z. B.: Wer nicht vier— mal im Jahr zum Abendmahl geht, wird ausgeſchloſſen.
Anm. Auch in der Kindererziehung ſind viele zu ge— ſetzlich;
c. in der Kirchenzucht die äußerliche Form genau ſeſt— hält und möglichſt ſchnell von einer Stufe zur andern ſchreitet. Durch geſetzliches Handeln in der Kirchenzucht wird der Menſch verbittert, das Ziel aus den Augen ver— loren. Wis. Syn. 1906, 46;
d. Übelſtände und Sünden in der Gemeinde mit dem Geſetz bekämpfen will, z. B. Unverſöhnliche mit dem Geſetz zur Verſöhnung treiben. Dadurch erreicht man nur ge— zwungenen Gehorſam. Ka. 92, 52. 53;
e. die Leute fromm machen will mit dem Geſetz, zu guten Werken antreiben durchs Geſetz. Dadurch wird der Zweck nicht erreicht. Es iſt ein Mißbrauch des Geſetzes. Nur das Evangelium bringt gute Werke hervor. W. 1901, 87. 86. Ka. 92, 54.
Anm. a. Es iſt die größte Torheit, wenn man ſeine Gemeinde beſſern will mit dem Geſetz. Durchs Geſetz allein wird nichts ausgerichtet, wenn man es noch ſo ge— waltig predigt. Berthold von Regensburg! Mich. 86, 16. Das Geſetz allein richtet nie envas im Menſchen aus, was Gott gefallen könnte. N. W. 77. 37. 38. Das Ge— ſetz macht keine Chriſten. Il. 83. 28. Il. 92. 78.
Anm. b. Das Geſetz iſt kein Mittel der Heiligung. Was hilft es einem Menſchen, der an Händen und Fü— ßen gebunden iſt, wenn man ihm noch ſo ernſtlich zuruft: Stehe auf!
Anm. e. Will man zur Opferwilligkeit ermuntern, ſo muß Geſetz und Evangelium Hand in Hand gehen.
Anm. d. Will man jemand von der Erde abziehen, ſo hebe man ihn erſt durchs Evangelium in den Himmel.
Anm. e. Daß ein Sünder die Sünde haßt, ſich inner— lich von ihr abkehrt, kommt allein durchs Evangelium.
Anm. f. Solange wir nur hören: Wir ſol len in der Bibel leſen, wir ſollen zum Abendmahl gehen, bekom— men wir keine Luſt.
Anm. g. Die Verheißung und Drohung des Geſetzes kann zwar bewirken, daß wir äußerlich das Böſe laſſen
und das Gute tun, aber das Herz in Liebe zu Gott umändern kann es nicht.
Anm. h. Beſonders die Jugend ſoll man nicht treiben durchs Geſetz. Heimlich treiben ſie das Böſe dann oft nur ärger.
Anm. i. Daß ein Prediger Übelſtände in ſeiner Gemeinde friſch mit dem Geſetz angreift, iſt an ſich noch nicht geſetzlich.
Anm. k. Bei einem geſetzlichen Prediger lernt man die Heiligkeit Gottes nicht kennen und bekommt eine ganz falſche Vorſtellung von Gott.
Anm. J. Der alte Adam arbeitet viel lieber mit dem Geſetz als mit dem Evangelium.
Anm. m. Geſetzestreiberei hat darin ſeinen Grund, daß man das Geſetz nicht gründlich treibt und dann meint, man bedürfe kein Evangelium.
Anm. n. Gerade evangeliſche Chriſten ehren das Ge⸗
ſetz hoch. — Beſchreibung eines geſetzlichen und eines evangeliſchen Chriſten. Luth. 35, 139. 140.
211.
12. Geſetz und Evangelium muß immer bei einander ſein. Geſetz ohne Evangelium bringt Verzweiflung,
12.
Evangelium ohne Geſetz macht keinen Eindruck. Ma.
9, 295.
Anm. a. Das Evangelium verkündigt Erlöſung vom
Fluch des Geſetzes, darum muß man erſt auf den Fluch des Geſetzes hinweiſen.
Anm. b. Legt man das Geſetz beiſeite, ſo lernt man Gottes Heiligkeit und unſere Sünde nicht; legt man das Evangelium beiſeite, ſo lernt man Gottes Barmherzigkeit nicht.
73.
Anm. c. Geſetz ohne Evangelium macht vermeſſene
Heuchler, wirkt Verzweiflung (Kain, Judas), wirkt zwar
eine Reue, aber keine heilſame.
Anm. d. Manche Sektenprediger predigen faſt nur
Geſetz.
Anm. e. Auch in der Privatſeelſorge muß Evangelium aufs Geſetz folgen.
13. Regeln über das Verhältnis des Geſetzes zum Evan⸗
W.1
gelium in der Predigt.
a. Das Evangelium ſoll die Hauptſache, das Wichtigſte in der Predigt ſein, auch wenn etwa das Geſetz manchmal mehr als die Hälfte der Predigt einnimmt.
b. Man ſoll mehr Evangelium predigen als Geſetz. — Einwand: Wir bringen zu wenig Geſetz. Il. 95, 20.
c. Nie ſoll eine Predigt bloß Geſetz enthalten. In je⸗
Ev.
der Predigt müſſen beide Lehren vorkommen. Jede Pre⸗
digt muß auch Geſetz enthalten. Geſ. u. Ev. 2, 36. 37.
d. Erſt kommt das Geſetz, dann das Evangelium. Bei⸗
ſpiele: Adam, wo biſt du? Was haſt du getan? Niko⸗
demus. Erſt Buße, dann Vergebung. Luk. 24, 47:
predigen laſſen Buße und Vergebung. Erſt Buße. dann
Glaube. Mark. 1, 15: Tut Buße und glaubet. Ay. 20, 21.
33,
e. Man ſoll die Predigt nicht mit Geſetz ſchließen. Ein
Prediger wird ſich nicht damit begnügen, daß er den Leuten einmal tüchtig die Wahrheit geſagt hat, ſondern wird, damit der Sünder gebeſſert wird, mit dem Evangelium ſchließen.
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11. We should guard against a legalistic spirit. It is legalistic when one
a. tries to keep the commandments like a servant, out of fear of God's punishment. Such a person still stands under the curse of the Law;
b. adopts legalistic measures, e.g.: whoever does not go to the Lord's Supper four times a year is excluded.
Note. Many are also too legalistic in the raising of children;
c. in church discipline holds strictly to the outward form and proceeds as quickly as possible from one stage to the next. Through legalistic action in church discipline a person is embittered and the goal is lost from sight. Wis. Syn. 1906, 46;
d. wants to combat abuses and sins in the congregation with the Law, e.g., driving the unforgiving to reconciliation with the Law. By this one achieves only forced obedience. Ka. 92, 52. 53;
e. wants to make people godly with the Law, to drive them to good works through the Law. By this the purpose is not achieved. It is a misuse of the Law. Only the Gospel produces good works. W. 1901, 87. 86. Ka. 92, 54.
Note a. It is the greatest folly to want to improve one's congregation with the Law. Through the Law alone nothing is accomplished, however powerfully one preaches it. Berthold von Regensburg! Mich. 86, 16. The Law alone never produces in man anything that could please God. N. W. 77, 37. 38. The Law makes no Christians. Il. 83, 28. Il. 92, 78.
Note b. The Law is no means of sanctification. What good does it do a man bound hand and foot if one calls to him ever so earnestly: Arise!
Note c. If one wants to encourage a willingness to sacrifice, Law and Gospel must go hand in hand.
Note d. If one wants to draw someone away from the earth, one must first lift him into heaven through the Gospel.
Note e. That a sinner hates sin and inwardly turns away from it comes through the Gospel alone.
Note f. As long as we hear only: We are to read the Bible, we are to go to the Lord's Supper, we get no desire for it.
Note g. The promise and the threat of the Law can indeed bring about that we outwardly abandon evil and do good, but it cannot change the heart into love toward God.
Note h. The young especially should not be driven by the Law. In secret they then often do evil only the more.
Note i. That a preacher vigorously attacks abuses in his congregation with the Law is not in itself yet legalistic.
Note k. With a legalistic preacher one does not come to know the holiness of God and gets an entirely false conception of God.
Note l. The old Adam much prefers to work with the Law than with the Gospel.
Note m. Legalism has its ground in the fact that one does not drive the Law thoroughly and then thinks one has no need of the Gospel.
Note n. It is precisely evangelical Christians who hold the Law in high honor. -- Description of a legalistic and of an evangelical Christian. Luth. 35, 139. 140.
12. Law and Gospel must always be together. Law without Gospel brings despair, Gospel without Law makes no impression. Ma. 9, 295.
Note a. The Gospel proclaims redemption from the curse of the Law, therefore one must first point to the curse of the Law.
Note b. If one sets the Law aside, one does not learn God's holiness and our sin; if one sets the Gospel aside, one does not learn God's mercy.
Note c. Law without Gospel produces presumptuous hypocrites, works despair (Cain, Judas), works a remorse, but not a saving one.
Note d. Many sectarian preachers preach almost only the Law.
Note e. In private pastoral care too, the Gospel must follow the Law.
13. Rules concerning the relation of the Law to the Gospel in preaching.
a. The Gospel should be the main thing, the most important thing in the sermon, even if the Law sometimes takes up more than half the sermon.
b. One should preach more Gospel than Law. -- Objection: We bring too little Law. Il. 95, 20.
c. A sermon should never contain only Law. Both doctrines must occur in every sermon. Every sermon must also contain Law. Ges. u. Ev. 2, 36. 37.
d. The Law comes first, then the Gospel. Examples: Adam, where art thou? What hast thou done? Nicodemus. Repentance first, then forgiveness. Luke 24:47: that repentance and forgiveness should be preached. Repentance first, then faith. Mark 1:15: Repent and believe. Acts 20:21.
e. One should not close the sermon with Law. A preacher will not be content merely to have told the people the truth soundly once, but, so that the sinner may be improved, will close with the Gospel.
- Wis. Syn. 1906, 46
- Ka. 92, 52
- Ka. 92, 52. 53
- W. 1901, 87
- W. 1901, 87. 86
- Ka. 92, 54
- Mich. 86, 16
- N. W. 77. 37
- N. W. 77. 37. 38
- Il. 83. 28
- Il. 92. 78
- Luth. 35, 139
margin
- Min. 1904, 39
margin
- Ka. 91, 43
margin
- Wis. 88, 14
margin
- Wis. 88, 14. 15
margin
- Min. 1901. 39
margin
- Wis. Syn. 81, 35
margin
- W. 98, 30
margin
- Cal. 89, 37
margin
- Cal. 95, 53
margin
- Cal. 95, 53. 54
margin
- Il. 83, 27
margin
- Can. 92. 22
margin
- Can. 92. 22. 23
margin
- L. W. 33, 277
margin
- L. W. 33, 277. 278
margin
- Il. 85, 51
margin
- Il. 89, 21
margin
- Ma. 2. 168
margin
- Luth. 35, 139
- Luth. 35, 139. 140
- Luth. 35, 139. 140.
211
- Luth. 35, 139. 140.
211.
12
- Ma.
9, 295
- Il. 95, 20
- Ges. u. Ev. 2, 36
- Ges. u. Ev. 2, 37
- Cal. 97, 54
margin
- L. W. 33, 281
margin
- Süd. 86, 46
margin
- Wis. Syn. 1906, 44
margin
- Min. 91, 21
margin
- Min. 92, 13
margin
- Ma. 26, 349
margin
- Ma. 26, 349. 31, 107
margin
- Ma. 26, 349. 31, 107. 108
margin
- Baier 3, 395
margin
- Cal. 1901, 32
margin
- Süd. 1900, 33
margin
- Süd. 1900, 33. 34
margin
- O. 77, 40—43
margin
- Theol. 2, 451
margin
- L. W. 33, 279
margin
- Jo. 80, 69
margin
- Jo. 80, 69. 70
margin
- N. W. 75, 19
margin
- Jo. 80, 68
margin
- Ges. u. Ev. 2, 83
margin
- Ges. u. Ev. 2, 84
margin
- Jo. 80, 69
margin
- L. W. 276
margin
- L. W. 276. 277
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- Or. 99,
vol b, printed page
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14.
—
14. Kaſualfragen.
a. Soll man in der Chriſtenlehre bei Behandlung der Gebote mit dem Evangelium warten, bis man alle Gebote durch iſt? — Nein, ſonſt würden die Zuhörer ein Vierteljahr lang kein Evangelium hören und der eine oder der andere wohl darüber hinſterben.
b. Iſt es unrecht, auf neuen Plätzen, wo man noch keine lutheriſche Predigt gehört hat, gleich mit dem Evangelium zu beginnen? — Nein, bedürfen die Leute des Troſtes, ſo predige man gleich das Evangelium. Luther fing gleich mit dem Evangelium an, da ſie alle verſchmachtet waren. Jo. 80, 66.67. Baier 3, 397.
Anm. In der Regel wird freilich auch in neuen, unwiſſenden Gemeinden beides, Geſetz und Evangelium, Hand in Hand gehen.
c. Wie muß ſich der Paſtor verhalten, wenn er zu einem Sterbenden gerufen wird, dem er nicht viel Worte mehr jagen kann? — Iſt ihm die Perſon als chriſtlich bekannt, ſo predige er ſogleich Evangelium. Iſt ſie ihm bekannt als eine ſolche, die gottlos gelebt hat, dann wähle der Paſtor ſolche Stellen aus, die Geſetz und Evangelium in nuce enthalten, z. B. 1 Tim. 1, 15. 1 Joh. 1, 7. Joh. 3, 16.
Anm. a. Kommt der Paſtor an das Krankenbett eines Selbſtgerechten, dann halte er ihm zunächſt das Geſetz vor.
Bei Sterbenden kann man ſich mit der Pre⸗
Anm. b.
Allein das digt des Geſetzes nicht lange aufhalten.
Evangelium kann retten.
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14. Case questions.
a. In catechetical instruction, when dealing with the commandments, should one wait with the Gospel until all the commandments have been gone through? -- No, otherwise the hearers would hear no Gospel for a quarter of a year, and one or another might well die in the meantime.
b. Is it wrong, in new places where no Lutheran preaching has yet been heard, to begin at once with the Gospel? -- No; if the people need comfort, then one should preach the Gospel at once. Luther began at once with the Gospel when they were all languishing. Jo. 80, 66. 67. Baier 3, 397.
Note. As a rule, of course, in new, uninstructed congregations too, both Law and Gospel will go hand in hand.
c. How should the pastor conduct himself when he is called to a dying person to whom he can say only a few more words? -- If the person is known to him as a Christian, let him preach the Gospel at once. If the person is known to him as one who has lived godlessly, then let the pastor choose passages that contain Law and Gospel in a nutshell, e.g., 1 Tim. 1:15. 1 John 1:7. John 3:16.
Note a. If the pastor comes to the deathbed of a self-righteous person, let him first hold up the Law to him.
Note b. With the dying one cannot long delay with the preaching of the Law. Only the Gospel can save.
- Jo. 80, 66
- Jo. 80, 66.67
- Baier 3, 397
- Jo. 80, 57
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- Jo. 80, 57. 58
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- Jo. 80, 68
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- L. W. 33, 281
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- Theol. 2, 459
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- Theol. 2, 458
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- Jo. 80, 69
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vol b, printed page
243 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n0319
15.
Die Predigt des Evangelii
15. Die Predigt des Evangelii. Wir ſollen das Evangelium predigen
a. ohne alle Bedingung. Wir ſollen es nicht durch Forderungen einſchränken,
b. in ſeiner ganzen Süßigkeit, daß auch der ärmſte. Sünder nicht den Mut verliert, zuzugreifen.
Anm. a. Wir ſollen das Evangelium ſo predigen, als gäbe es kein Geſetz.
Anm. b. Die Predigt des Evangelii iſt das teuerſte Kleinod, das wir in dieſer letzten betrübten Zeit haben. Das Amt des Geſetzes hat Klarheit, das Amt des Evangeliſ aber überſchwengliche Klarheit. 2 Kor. 3, 9. Stöckh. A. T. 113.
Anm. e. Evangelium predigen iſt das eigentliche Amt eines Predigers, das Amt des neuen Teſtaments. 2 Kor. 3. 1—11.
Anm. d. Zur Predigt des Evangelii gehört auch die. Abſolution.
Homiletik.
Neujahr. — Epi.
Aus der Knechtſchaft des Geſetzes zur ſeligen Freiheit der Kinder Gottes. a. Wir wollen die alte Knechtsarbeit mit dem alten Jahr fahren laſſen, b. und im neuen Jahr der ſeligen Freiheit der Kinder Gottes gebrauchen und genießen. — Ma. 5, 3.
4l. Sonntag nach Epiphanias.
Die N Liebe iſt des Geſetzes Erfüllung. a. Sinn und Inhalt dieſer Worte. b. Wozu ſie uns reizen. — Ma. 5, 29. 30.
Love the fulfilling of the law. a. How all the law is fulfilled in love. b. Some qualities which accrue to the love required in the law.—Aüg. 2, 122.
Reminiscere. — Epi.
Enforeing the law among Christians. a. Why is the law eniorced among Christians, b. How should the law be enforced among Christians. — NMag. 5, 29.
Lätare. — Epi.
Nicht das Geſetz, ſondern das Evangelium macht ſelig. a. Nicht aus dem Geſetz, ſondern aus dem Evangelium kommt Kindſchaft. b. Nicht das Geſetz, ſon dern das Evangelium gibt Freiheit. c. Nicht das Geſetz, ſondern das Evangelium führt ins Erbe. — Ma. 8, 86.
Suchen wir unſer Heil im Geſetz, oder im Evangelium? a. Suchen wir es im Geſetz, ſo finden wir es nie. b. Im Evangelium finden wir es gewiß. — Ma. 20, 86.
Daß viele Menſchen ſelbſt in der Chriſtenheit noch heute unter dem Geſetz ſein wollen. a. Woher das kommt. b. Was uns davor abſchrecken ſoll. c. Was ſo viele darin beſtärkt. — Quart. 2. 126.
Die große Unſeligkeit derer, die unter dem Geſetz ſind. a. Ihr unglückſeliger Zuſtand. b. Ihr unſeliges Los. Ma. 2. d3.
Ein Unterricht für diejenigen, welche unter dem Geſetz ſein wollen. a. Wer dieſen Unterricht nötig hat. b. Das Hauptſtück, das dieſer Unterricht klar macht. c. Der gute Erfolg dieſes Unterrichts. — Hön. Ent. 198.
Der große Unterſchied zwiſchen denen, die durchs Geſetz und denen, die durd den Glauben wollen ſelig werden a. nach ihrer Geburt und Stand vor Gott, b. nach ihren beiderſeitigen Schickſalen in Zeit und Ewigkeit. — Ma. 5, 83.
Warum es ſo überaus wichtig ſei, daß wir nicht im Geſetz, ſondern im Evange lium Heil und Seligkeit ſuchen. Weil wir allein dann a. wahre Kinder Goties ſind, b. rechte Freiheit genießen, e. gewiſſe Hoffnung der Seligkeit haben. — Ma. 11, 86.
6. Sonntagnach Trin. — Ev.
Der Unterricht des Herrn vom Geſetz. a. Er verwirft den falſchen Verſtand des Geſetzes. b. Er lehrt den rechten Verſtand des Geſetzes. — Ma. 16, 221.
Wie Chriſtus ſeinen Jüngern den geiſtlichen Sinn und Verſtand aufdeckt. a. Der geiſtliche Sinn des Geſetzes geht darauf, daß Herz. Mund und Tat in der Er— füllung des Willens Gottes zuſammienſtimmt. b. Der Zweck dieſer Belehrung iſt, daß wir erkennen, wo es uns noch fehlt und uns im Gehorſam Gottes üben. — Ma. 31, 205.
The threefold use of the law a. as a curb, b. mirror, e. rule.—Theol. 1, 120. Ma. 13, 250.
12. Sonntagnach Trin. — Epi.
Warum müſſen wir Prediger, wenn wir unſer Amt zur Seligkeit unſerer Zu hörer verwalten wollen, vor allen Dingen das Evangelium predigen? Weil wir e durch menſchliche Weisheit und Kunſt keinen Menſchen zur Seligkeit führen können. b. dies auch nicht durch die Predigt des Geſetzes, ſondern allein durchs Evangelium erreichen. — Ma. 5, 279.
Zwei verſchiedene Amter in der Kirche Gottes. a. Das Amt des Geſetzes. b. Das Amt des Evangelii. — Luth. 37, 17.
Das Amt des alten und des neuen Teſtaments. a. Beiderlei Amt hat Klar— heit von Gott, b. aber das Amt des neuen Teſtaments hat überſchwengliche Klar— heit. — Ma. 17, 256.
Vom Unterſchied des Geſetzes und des Evangelii. a. Worin er beſteht. b. Wozu uns dieſe Betrachtung auffordert. — Walth. Epi. 356.
Eine Vergleichung zwiſchen Geſetz und Evangelium nach a. Inhalt und Wirkung, b. Herrlichkeit. — Sih. Epi. 462.
The difference between the law and the gospel in their a. revelation, b. effect, c. glory, d. duration. — Kueg. 3, 125.
13. Sonntag nach Trin. — Epi.
Warum ſoll uns das Geſetz nicht abhalten, uns das Evangelium im fröhlichen Glauben anzueignen? a. Weil das Evangelium eine freie Gnadenverheißung iſt, die Gott ſchon lange vor dem Geſetz gegeben hat. b. Weil das Geſetz mit ſeinen Drohungen und Forderungen nur den Zweck hat, uns zum Evangelium hinzutrei— ben. — Walth. Epi. 375.
Daß die ſeierliche Geſetzgebung auf Sinai das Evangelium nicht umſtoße. a. Beſchaffenheit des Evangelii, b. des Geſetzes. — Ma. 2,
In welchem Verhältnis ſteht das Geſetz zum Evangelium? a. Es hebt das Evangelium nicht auf. b. Es dient dem Evangelium. — Ma. 20, 265.
Was ſoll das Geſetz? Es ſoll a. nicht die Verheißung des Evangelii aufheben. ſondern b. zur Verheißung hintreiben. — Ma. 5, 284.
Vom Zweck des Geſetzes. a. Wozu es nicht gegeben. b. Wozu es gegeben. — Ma. 17, 256.
Wie ſteht das Geſetz zum Evangelium? Es ſoll das Evangelium a. nicht auf— heben, b. nicht geringer machen, c. nicht überflüſſig machen. — Hön. Ent. 422.
Von der übereinſtimmung des Geſetzes und des Evangelii. Das Geſetz a. hebt das Evangelium nicht auf, ſondern b. dient ihm. — Walth. Epi. 369.
How loes the law harmonize with the gospel. a. It does not disannul the gospel. b. It prepares the sinner for the gospel.—Mag. 6, 130. It does not cancel the promises of God but b. confirms them. I1Iag. 5, 124.
The promises first, the lauv second a. in time, b. in value, c. in heart.—Kueg. 3, 137.
Vom rechten Verſtändnis des Geſetzes in ſeinem Verhältnis zum Evangelium. Das Geſetz will a. nicht einen andern Weg zur Seligkeit lehren als das Evangelium, b. vielmehr an ſeinem Teil dazu helfen, daß das Evangelium ſein Gnadenwerk aus— richten kann. — Ma. 30, 274. ö
13. Sonntagnach Trin. — Ev.
Wie töricht es iſt, ſein Heil im Geſetz zu ſuchen. a. Weil uns im Evangelium bereits alles Heil gegeben iſt. b. Weil das Geſetz uns nimmermehr zum Heil fühten kann. — Ma. 15, 254.
Warum ſpricht Chriſtus im heutigen Evangelium: Tue das, ſo wirſt ou le—
ben? Damit wir a. erkennen, daß wir durchs Geſetz nicht ſelig werden können, b.
Chriſtunt recht ſehen und hören und durch ihn ſelig werden. — Ma. 19, 282.
The iinportant question: Can a man be saved by the law? a. The pertinence
of thie question. b. The negative answer to it. — Sieck. 2, 80.
14. Sonntag nach Trin. — Epi.
Ein wahrer Chriſt iſt wohl nicht unter dem Geſetz, aber allezeit ein Täter des
Geſetzes. a. Wie Paulus den wahren Chriſten beſchreibt. b. Warum ein wahrer
Chriſt nicht unter dem Geſetz iſt. c. Daß der wahre Chriſt allein ein wahrer Täter
des Geſetzes iſt. — Hön. 430.
18. Sonntag nach Trin. — Ev.
Zwei höchſt notwendige Fragen, das göttliche Geſetz betreffend. a. Welches
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15. The preaching of the Gospel. We should preach the Gospel
a. without any condition. We should not restrict it by demands,
b. in all its sweetness, so that even the poorest sinner does not lose courage to take hold of it.
Note a. We should preach the Gospel as though there were no Law.
Note b. The preaching of the Gospel is the most precious jewel we have in this last, troubled time. The ministry of the Law has clarity, but the ministry of the Gospel has surpassing clarity. 2 Cor. 3:9. Stoeckh. A. T. 113.
Note c. To preach the Gospel is the proper office of a preacher, the office of the New Testament. 2 Cor. 3:1-11.
Note d. To the preaching of the Gospel belongs also absolution.
Homiletics.
New Year. -- Epistle.
Out of the bondage of the Law into the blessed freedom of the children of God. a. We will let the old bondage-labor go with the old year, b. and in the new year use and enjoy the blessed freedom of the children of God. -- Ma. 5, 3.
4th Sunday after Epiphany.
Love is the fulfilling of the Law. a. The meaning and content of these words. b. What they urge us to. -- Ma. 5, 29. 30.
Love the fulfilling of the law. a. How all the law is fulfilled in love. b. Some qualities which accrue to the love required in the law. -- Aug. 2, 122.
Reminiscere. -- Epistle.
Enforcing the law among Christians. a. Why is the law enforced among Christians. b. How should the law be enforced among Christians. -- Mag. 5, 29.
Laetare. -- Epistle.
Not the Law but the Gospel gives blessedness. a. Not from the Law but from the Gospel comes sonship. b. Not the Law but the Gospel gives freedom. c. Not the Law but the Gospel leads into the inheritance. -- Ma. 8, 86.
Do we seek our salvation in the Law or in the Gospel? a. If we seek it in the Law, we never find it. b. In the Gospel we find it surely. -- Ma. 20, 86.
That many people, even within Christendom, still want to be under the Law today. a. Whence this comes. b. What should deter us from it. c. What confirms so many in it. -- Quart. 2, 126.
The great unhappiness of those who are under the Law. a. Their unhappy condition. b. Their unhappy lot. Ma. 2, 3.
Instruction for those who want to be under the Law. a. Who needs this instruction. b. The chief point this instruction makes clear. c. The good result of this instruction. -- Hoen. Ent. 198.
The great difference between those who want to be saved through the Law and those who want to be saved through faith, a. according to their birth and standing before God, b. according to their respective fates in time and eternity. -- Ma. 5, 83.
Why it is so exceedingly important that we seek salvation and blessedness not in the Law but in the Gospel. Because only then a. are we true children of God, b. do we enjoy true freedom, c. have we sure hope of salvation. -- Ma. 11, 86.
6th Sunday after Trinity. -- Gospel.
The Lord's teaching concerning the Law. a. He rejects the false understanding of the Law. b. He teaches the right understanding of the Law. -- Ma. 16, 221.
How Christ opens up the spiritual meaning and understanding to his disciples. a. The spiritual sense of the Law is this, that heart, mouth, and deed agree in the fulfilling of God's will. b. The purpose of this instruction is that we recognize where we are still lacking and exercise ourselves in obedience to God. -- Ma. 31, 205.
The threefold use of the law: a. as a curb, b. mirror, c. rule. -- Theol. 1, 120. Ma. 13, 250.
12th Sunday after Trinity. -- Epistle.
Why must we preachers, if we want to administer our office for the salvation of our hearers, preach the Gospel above all things? Because a. we can lead no one to salvation through human wisdom and skill, b. we cannot attain this even through the preaching of the Law, but only through the Gospel. -- Ma. 5, 279.
Two different offices in the church of God. a. The office of the Law. b. The office of the Gospel. -- Luth. 37, 17.
The office of the Old and of the New Testament. a. Both offices have clarity from God, b. but the office of the New Testament has surpassing clarity. -- Ma. 17, 256.
Concerning the difference between the Law and the Gospel. a. Wherein it consists. b. To what this consideration calls us. -- Walth. Epi. 356.
A comparison between Law and Gospel according to a. content and effect, b. glory. -- Sih. Epi. 462.
The difference between the law and the gospel in their a. revelation, b. effect, c. glory, d. duration. -- Kueg. 3, 125.
13th Sunday after Trinity. -- Epistle.
Why should the Law not keep us from appropriating the Gospel in joyful faith? a. Because the Gospel is a free promise of grace which God gave long before the Law. b. Because the Law, with its threats and demands, has only the purpose of driving us to the Gospel. -- Walth. Epi. 375.
That the solemn giving of the Law on Sinai does not overthrow the Gospel. a. The nature of the Gospel, b. of the Law. -- Ma. 2, [illegible].
In what relation does the Law stand to the Gospel? a. It does not abolish the Gospel. b. It serves the Gospel. -- Ma. 20, 265.
What is the purpose of the Law? It should a. not abolish the promise of the Gospel, but b. drive toward the promise. -- Ma. 5, 284.
Concerning the purpose of the Law. a. What it was not given for. b. What it was given for. -- Ma. 17, 256.
How does the Law stand in relation to the Gospel? It should a. not abolish the Gospel, b. not diminish it, c. not make it superfluous. -- Hoen. Ent. 422.
Concerning the harmony of the Law and the Gospel. The Law a. does not abolish the Gospel but b. serves it. -- Walth. Epi. 369.
How does the law harmonize with the gospel. a. It does not disannul the gospel. b. It prepares the sinner for the gospel. -- Mag. 6, 130. It does not cancel the promises of God but b. confirms them. Mag. 5, 124.
The promises first, the law second, a. in time, b. in value, c. in heart. -- Kueg. 3, 137.
Concerning the right understanding of the Law in its relation to the Gospel. The Law wants a. not to teach a different way to salvation than the Gospel, b. rather to help, for its part, that the Gospel can carry out its work of grace. -- Ma. 30, 274.
13th Sunday after Trinity. -- Gospel.
How foolish it is to seek one's salvation in the Law. a. Because in the Gospel all salvation is already given to us. b. Because the Law can never lead us to salvation. -- Ma. 15, 254.
Why does Christ say in today's Gospel: Do this, and thou shalt live? So that we may a. recognize that we cannot be saved through the Law, b. rightly see and hear Christ and be saved through him. -- Ma. 19, 282.
The important question: Can a man be saved by the law? a. The pertinence of this question. b. The negative answer to it. -- Sieck. 2, 80.
14th Sunday after Trinity. -- Epistle.
A true Christian is indeed not under the Law, but is always a doer of the Law. a. How Paul describes the true Christian. b. Why a true Christian is not under the Law. c. That the true Christian alone is a true doer of the Law. -- Hoen. 430.
18th Sunday after Trinity. -- Gospel.
Two most necessary questions concerning the divine Law.
- Stöckh. A. T. 113
- L. W. 31, 43—47
margin
- L. W. 31, 43—47. 16, 234
margin
- Or. 99, 15
margin
- Süd. 97. 57
margin
- Jo. 80. 58
margin
- Jo. 80. 58. 59
margin
- Jo. 80. 58. 59. 59
margin
- Baier 3. 393
margin
- Min. 92, 12
margin
- Ma. 2, 275
margin
- Ma. 2, 275. 20, 225
margin
- Jo. 80, 61
margin
- Ma. 5, 3
- Ma. 5, 3.
4l
- Ma. 5, 29
- Ma. 5, 29. 30
- Ma. 8, 86
- Ma. 20, 86
- Quart. 2. 126
- Ma. 2
- Hön. Ent. 198
- Ma. 5, 83
- Ma. 11, 86
- Ma. 11, 86.
6
- Ma. 16, 221
- Ma. 31, 205
- Theol. 1, 120
- Ma. 13, 250
- Ma. 13, 250.
12
- Ma. 5, 279
- Luth. 37, 17
- Ma. 17, 256
- Walth. Epi. 356
- Kueg. 3, 125
- Kueg. 3, 125.
13
- Walth. Epi. 375
- Ma. 2,
I
- Ma. 20, 265
- Ma. 5, 284
- Ma. 17, 256
- Hön. Ent. 422
- Walth. Epi. 369
- Mag. 6, 130
- Mag. 6, 130. I
- Kueg. 3, 137
- Ma. 30, 274
- Ma. 15, 254
- Ma. 19, 282
- Sieck. 2
- Sieck. 2, 80
- Sieck. 2, 80.
14
- Hön. 430
- Hön. 430.
18
- Jo. 80,
vol b, printed page
243–245 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n0319