Collection › Der Lutheraner (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 9, Nummer 9 › Seite 70
Der Lutheraner St. Louis, Missouri — 1852-12-21, Seite 70
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(etnt. 9,6. Cav. 14, v. 6,7.)
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„Sottes Wort und Luthers Lehr' vergehet nun und nimmermehr.“
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eransgegeven von der Deutſchen Ev. Luther. Synode von Miſſouri, Ohiohund andern Staaten.
ö Nedigirt von C. F. W. Walther.
Jahrg. 9. St. Louis, Mo., den A. Januar 1853. No. 10.
vedingungen: Ver Lutberaner erſcheint alle zwei Wochen einmal für den jäbelichen Nur die Briefe, welche Mittbeilungen für das Blatt enthalten, ſind an den Redalteur, alle anderen
erbſcrirtiensvreis von Einem Dellar für die auswärtigen Unterſchreiber welche tenſelben veranembe · aber. welche Geſchäfiliches, Beſtelungen, Abbeſtellungen. Gelder 16. enthalten, unter der Adreſſe
Ien und ras Poſtgelr ju zragen haben. — In Sr. Lonis wird jede eimeine Ro. für 5 Ceuts verlauft. Mr. F. W. Barthel, care of C. F. W. Walther, St. Louis, Mo., anher zu ſenden.
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Auszügliche tabellariſche ÜUberſicht
einiger offenbarer Irrthümer Paſtor Grabau's, mit den eigenen Worten deſſelben vorgelegt und mit
der falſchen römiſchen, ſowie mit der reinen lutheriſchen Lehre verglichen.)
Lehren Paſtor Grabau's Lebre der ruspiichen Kirche. Lehre der lutheriſchen Kirche,
‚ Paſtor Grabau die miſſou⸗
1 Das Wort Gottes und die heiligen Sacra⸗ welche Paf f
1 Wort Gottes und die heiligen Sacra⸗ mente betreffend. riſche nennt.
——
mente betreffend — „
1. „Man muß demnach lehren, daß allein
* ö Iden Prieſtern die Gewalt verliehen iſt, Das Wort Gottes und die heiligen Sgera⸗
1. „Die Kirche hat ſeit den älteſten Zeiten das heilige Abendmahl zu vollziehen und den meute betreffend.
geglaubt, daß zur rechten Verwaltung der hei⸗ Ws 2. zu ſpenden.“ (Catech. Roma⸗
Eribei ſ. 2. Th. 4. Hptſt. 65. Frage.) „Mit 1. Zu den zulett in der 2. Rubrit augeſüteten Worten
ügen Sacramente, zur Ertheilung der Abſolu⸗ 5 2. Th. 4. Hptſt. 65. Frage.) „Zu den zuletzt in der 2. Rubrik agefürrten „
n En 3 Waun Recht ſollen diejenigen dieſes (die Abſolution) des Concliums von Trien lenert Mertin eu an
zien nicht allein das Wort der Ein⸗ 5 Hefhe Chriſti lution) [nitg: „Es iſt kein Zweifel, daß Gott durch die verründigte
Vegung an ſich gehöre, ſondern auch der dem Wmren lihe —.— d. Magn baben, Stimme des Evanacliums wirkſam ſei, von wem inn
ö 9 0 „0n au gen ſpenden, welche allein die Macht baben. mer auch mrrſetbe verlündiat werden möge. Warum
uchte göttliche Beruf und Befehl.“)“den wahren Leib deſſelben zu Stande zu brin⸗ nürt dien Jruge; Numnert. Wtl ie Le Woltſän⸗
ꝗ 7 K „ + 2 5ras 2‚ 2 — an⸗
Im „Hirtenbrief.“ Siehe: „Der Hirtenbrief gen.“ * 2. ni Haſſ. 54. S. „Wenn dirSr Würtiamttetnez 21
P , Seite 15 emand ſagt, daß nicht allein die Prieſter die ardamente nicht ſcle binundallein in die
0 Orn. Pſt. Grabau.“zc. Seite 15. W. 0n Prieſter die Worte Chriſti ſetzen, ſondern theiweiſe auch in den
Berwalter der Abſolution ſeien, ſondern daß zu Chararter, weicher vergebich beider Trinattien ven Irten
+— ö * allen Gläubigen Chriſti geſagt'ſei: Was ihr üern eingerrüct werre. Soweuen ſie alſo auch, daß der
) Zu rechter Einſicht in die Größe dieſes Irrthums ih auf Erden binden werdet ꝛc. kraft welcher Troſt der Abſolution nicht ſowobl ven Wonte res Grange,
uch zu vergleichen, was Paſtor Grabau alles zum rechten Worte! jeder abſolviren könne, der ſoi ver⸗ liums, als von der Per ſon des Abſolvirenden abihänge.“
Anlichen Beruf —. Examen des Trid. Conc. S. 301. 95.)
miteeben Beruf rechuet. ö flucht. (Conc. Trid. 14. Sitzg. 3. Cap.)
2. „Geſetzt auch die Amtoperſon wäre böſe, ſo 2. „Der heilige Kirchenrath lehrt gleichfalls, So ſüniten die enis Gn Saun 0
11 ie Pri i it ei Todſü Helmſtädt im Devekennus: „Wenn Kraft des
ind die Worte der Einſetzung doch beh auch die Prieſter, die mit einer Todſünde Wones chettes und der bechrirrigen Saeramtaie an ar
„ „ — dehaftet ſind, dur ch die Kra fi des hei⸗Vocation und Leben eines Lehrers nnd Prerigers kinge,
fräftig wegen des Amtes, zu welchem ligen Geiſtes, die ſie in der Ordi⸗vwürde felgen, daß das Worr Gottes von aaune zum Ruat
2 f ic i Neuſ i auter gepredigt,
er Herr ſich noch bekennt.“ (Im „Hirtenbrief“e tion enofangen haben, als Diener ganz Iraltg ſe, Len. washrf. Suerament der Tadle.
Eiche: „Eer Hirtenbrief des Hrn. Paſtor Gra⸗ hriſti das Amt der Sündenvergebung aus-im Zalle der Neth von. Privat „dich chriflichen, gläubigen
üben.“ (Tridentiniſches Coneil. 14. Verſonen adminiſtrirt, Jar uagülrig wäre. Weſches dech
) Wir geben in dirſer Nummer den Anfang einer überſichtlichen comparativen Tabelle der Hauptirrtbümer Paſtor Grabau's, durch welche wir von vemſelben und ſeiner Par-
ti getrennt ſind. Wir werden dieſelbe in deu ſolgenden Nummern fortſetzen und nachdem ſie den Leſern vorerſt vollſiändig vorgeltgt ſein wird, jeren der angtücbenen Punkte nach
Eatz und Gegenſatz allsfübrlich theils ſeleſt bebandeln, eils deren weitere Ausſührnng durck Mitarbeier am „Luberaner“ mitttzeilen. Bie dal in bat der liebe Leſer Zeit und Gele⸗
unbeit, die Controveropunktt erſt ſelbſt zu erwagen, mit Gottes Wort, den Bekenntniſſen unſerer Kirche und den Lebrſchriften umſerer rechtgläukigen Lehrer zu vergleichen und ſich ſo
kagleich auf die Prüfung der ſpäter ſelgenden Nuseinanderſetzungen vorzubereiten.
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