Collection › Der Lutheraner (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 2, Nummer 5 › Seite 20

Der Lutheraner St. Louis, Missouri — 1845-11-01, Seite 20

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Cited in Eckhardt's Reallexikon (1907) under: Bibel. —Altes Teſtament 3 · Verſuchung 5 · Kirchengemeinſchaften 3 · Paſtor 7 · Anhang

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störbare Grundlage hat in der vernünftigen Menschennatur", die erhabenen Gedanken von einem unbekannten, stummen, stillen Gott und dem Grauen einer unenthüllten Ewigkeit. Tröstliche Lehre! Wie ganz geeignet, den Menschen über seine sich vorgesetzte Bestimmung, hier sich einzuwühlen in den Staub vergänglicher Güter, aufzuklären. — Doch damit dieses nicht geschehe, damit wir wider allen Menschenwahn, wider Trug und Zweifel, ein festes, gleich einem Licht am dunkeln Orte scheinendes, geschriebenes Wort Gottes (Petr. II. 1, 19.) besäßen, hat der nicht bloß lebendige, sondern auch persönliche Geist JEsu Christi etlichen vorerwählten Zeugen, die mit Christo gegessen und getrunken hatten, nachdem er auferstanden war von den Todten (Apostg. 10, 41.), einen lebendigmachenden Buchstaben der Schrift, wie vormals den Propheten des alten Bundes (Petr. I. 1, 11. II. 1, 21.) eingegeben, der uns die Gnadenlehre des Evangeliums, das den Geist des Glaubens zur Seligkeit gibt, ebenso wie den Buchstaben des tödtenden d. i. verdammenden Gesetzes (Cor. II. 3, 6 fg.) unverfälscht bewahren sollte.*)

*) Man vergleiche außer Mos. II. 17, 14. 21, 4. 34, 27. IV. 33, 2. V. 31, 24 fgg. Jos. 24, 26. Kön. II. 22. Jerem. 30, 2. Offenb. 1, 3.19. ıc., besonders Jesaias 34, 16. Luc. 1, 1—4. 16, 29. Joh. 5, 39. 20, 31. 21, 24. Apgesch. 17, 11. Röm. 15, 4. Cor. I, 4, 6. Phil. 3, 1. Thess. II, 2, 2. 3, 17. Tim. II. 3, 15—17. Petr. II, 1, 16 fgg. Joh. 1, 1—4. Für Gelehrte handelt diesen Gegenstand ganz eigenthümlich ab der unübertreffliche Chemnitz im Anf. seines exam. concil. Trident.

Welch ein Werk, 12 Männer von der niedrigsten Herkunft, schüchterne, ungebildete Leute, führten durch ihr mündliches und schriftliches Wort eine geistige Revolution über den ganzen Erdkreis herbei! Welche Beweisung des Geistes und der Kraft für die Wahrheit der Auferstehung JEsu Christi! Glaube du nicht, mein lieber Christ der groben Lüge, als sei es mit dem Abschreiben und Sammlung der heiligen Schriften so unordentlich und betrügerisch zugegangen, und so spät die letztere fertig geworden. Es kann zwar der Abschluß derselben, die mit seltener Treue und Sorgfalt durch Gottes gnädige Aufsicht wider aller Feinde List und Gewalt und der Ketzer Verfälschung erhalten wurden, gleich dem der Bücher des Alten Testaments, weder einer bestimmten Person, noch einem bestimmten Jahre zugeeignet werden; (den Anfang machte der Apostel Johannes mit den 4 Evangelien, welche Irenäus eine Säule und Grundveste unseres Glaubens nennt:) sondern er ging nach und nach unter der Leitung des unsichtbaren Hauptes und seines waltenden Geistes aus der Zeit und ihren Umständen selbst hervor, bis die Kirche ihre Uebereinstimmung öffentlich bekannte; wer aber aus den deutlichen und überflüssigen Merkmalen die Göttlichkeit der Schriften selbst glaubt, wird auch nimmermehr die bestimmte Abschließung und göttliche Obhut derselben bezweifeln, da eine zuverlässige Ueberlieferung der Geschichte uns belehrt, daß sie schon zu Anfang des 2. Jahrhunderts n. Chr. von allen andern (menschlichen, wohl gar unnützen und untergeschobenen) als eine untrügliche Richtschnur im Glauben und Leben (Kanon †) abgesondert waren.

(Schluß folgt.)

†) Für das kanonische Ansehen der Schriften A. T. beweist als geschichtlich glaubwürdige Nachricht außer Jes. Sirach C. 48. 49. bes. V. 12. (um d. J. 234 v. Chr.), und ohne jetzt auf die Anführungen Christi und der Apostel im N. T. Rücksicht zu nehmen, die wichtige Beschreibung bei Josephus wider Aplon I. 3., welche bei Eusebius Kirchengsch. III, 10 sich wieder findet, und worin es, nachdem er die sämmtlichen kanonischen Bücher des A. T. aufgezählt hat (22, wenn das Buch Ruth zum Buch der Richter und die Klaglieder Jeremiä zu seinen Weissagungen gerechnet werden — vergl. die catalogos des Melito bei Euseb. IV, 25), genau übersetzt, also weiter heißt: Von dem Artaxerxes an (d. i. Artaxerxes Memnon, unter welchem persischen Könige der letzte Prophet Maleachi weissagte) bis auf unsere Zeit ist zwar Alles auch aufgeschrieben, es wird denselben Schriften aber nicht die Glaubwürdigkeit beigelegt, welche man den vorigen zueignet, weil da nicht mehr die genaue Prophetenfolge Statt findet. Aus der That selbst ist offenbar, wie hoch wir unsere Bücher halten; denn obgleich bereits ein so großer Zeitraum verflossen ist, so hat es doch noch Niemand gewagt, etwas hinzu oder davon zu thun oder etwas zu verändern. (Vgl. Mos. V. 4, 2. 12, 32. Sprüchw. 30, 6. Offenb. 22, 18 fg.) Allen Juden aber ist es sogleich von ihrer ersten Geburt an eingepflanzt, sie als Gottes Satzungen anzunehmen, standhaft dabei zu verbleiben und, wenn es nöthig wäre, gern dafür zu sterben.“ (Man vergleiche damit den Ausspruch St. Pauli Röm. 3, 2. 9, 4. Hebr. 11, 32 fg. Die Geschichte der Makkabäer.) Für den neutestamentlichen Kanon (d. h. eben das Verzeichniß der als göttliche empfangenen und aufgenommenen Bücher) außer Irenäus, Bischof zu Lyon † um 202 n. Chr., (wider die ketzerischen Parteien III. 1, 11 fg., wo der meisten heiligen Schriftsteller N. T. Erwähnung geschieht,) und Tertullian, afrik. Presbyter † 220 (in seiner Widerlegung der Ketzer, wo er sich auf die noch vorhandenen Originalschriften beruft, und gegen Marcion IV. und V., wo er eines evangelischen und apostolischen Kanons, nach dessen Muster Marcion den seinigen formirt habe, also schon vor d. J. 127 n. Chr., mit deutlichen Worten gedenkt,) besonders Eusebius (†340) in seiner Kgsch. III. 24, 25., womit jedoch der Katalogos des Origenes († 250) in Homil. VII. über Josua, (auch Eusebius VI., 25.) und des Athanasius (†372) in Ep. 39., u. a. m. zu vergleichen sind. Welche Hauptzeugnisse durch die Uebereinstimmung des ganzen (jüdischen und) christlichen Alterthums und die Aufführungen der einzelnen Bücher und ihres Textes bei Kirchenvätern von den ersten Zeiten an und die allgemeinen Uebersetzungen so unerschütterlich dastehen, daß selbst Celsus und Porphyrius nur den Inhalt, keineswegs aber die Echtheit der heiligen Bücher zu verdächtigen suchen. — Sollten sie aber wirklich, was lächerlich ist zu denken, nichts weiter, als eigentlich sogenannte Apokryphen und unter falschen Namen erdichtete Bücher sein, (denn die Apokryphen in unsern Bibelausgaben sind nicht erlogenen, obschon auch nicht göttlichen Ursprungs, weßhalb sie in der alten Kirche libri ecclesiastici hießen:) dann müßten noch vielmehr die Schriften der Kirchenväter, der Häretiker, die ihrer gleiche Meldung thun, der Unchristen, welche ihrer spotten, ja alle Werke des Heiden- und Judenthums dasselbe sein. Die Propheten des A. T. ließen ihre Weissagungen öffentlich anschlagen, damit sie allen bekannt werden möchten, (vgl. Habak. 2, 2.) und nach Verlauf einiger Tage wurden sie von den Priestern hinweggenommen und in das Tempelarchiv gelegt, indem diese sie für die Nachkommenschaft oft wider ihren Willen aufbewahren mußten, (s. Calvin's Vorrede über Jesaias.) Wie durfte da ein Betrug unterlaufen vor den Augen eines ganzen Volkes, unter welches so unzählige Abschriften späterhin auch im Auslande verbreitet waren? Und zwischen dem Tod der Apostel und der öffentlichen Bekanntmachung der neutestamentl. Schriften ist so wenig Zeit verflossen, daß auch hier an Täuschung nicht zu denken, ein Betrug rein unmöglich ist.

Seitdem nun aber der heilige Kanon festgestellt worden ist, gilt keine Berufung mehr auf neue Offenbarungen (Pf. 19, 8 fg. Joh. 8, 31 fg. 36. Galat. 1, 8 fg. Hebr. 1, 1. 2., denn wer die Apostel höret, der höret Christum selbst, Luc. 10, 16.,) noch auf mündliche Satzungen (s. die nächst vorhergehende Anm.) — wie die Enthusiasten und die sectirerischen Vertheidiger der römischen Traditionen wollen.

Frucht

sündlicher Menschengefälligkeit.

Als Kaiser Carl V., der nach Luthers Tode die Lutheraner wieder mit den Papisten vereinigen wollte, einst nach Augsburg kam, machte des Kaisers Canzler, Dr. Soldius, dem Hauptpastor zu Augsburg, Caspar Huberinus, den Antrag, zwar nach dem Styl und der Weise der Lutheraner zu predigen, aber doch in Gegenwart der kaiserlichen Hofleute nicht gegen den Pabst zu reden und sich überhaupt des Wortes „Papisten“ auf der Kanzel während des Kaisers Anwesenheit in der Stadt zu enthalten. Huberinus, der sonst ein treuer Lehrer des reinen Evangeliums war, ließ sich auch durch den genannten Soldius, der sein Schwager war, dazu bewegen, die Bestrafung der falschen Lehre eine Zeitlang einzustellen. Doch was geschah? Nicht lange darauf wachte dem armen Huberinus sein Gewissen auf; er erkannte mit Schrecken, daß er die Wahrheit verleugnet habe, und gerieth in große Seelenangst; kein Trost wollte mehr helfen; er verzweifelte und fuhr endlich mit Ach und Wehe dahin. — O daß sich durch dieses Beispiel mancher Prediger unserer Tage warnen lassen möchte, der aus falscher Friedensliebe keinen Irrthum strafen will und so der Menschen Ehre höher achtet, als Gottes Ehre.

Schreckliches Testament.

Dillher erzählt in seinem „Weg des Lebens“ Folgendes: Ein Kaufmann, der vorher eine Profession getrieben hatte, wurde todkrank. Er ließ einen Notarius nebst Zeugen holen, sein Testament zu machen, hub aber also an: Vorerst vermache ich meinen Leib und meine Seele dem Teufel und allen höllischen Geistern zu ewiger Qual und Pein. Erschrocken hörte die Gattin des Sterbenden diese Rede und fragte, um ihn abzulenken, wie er's mit ihr gehalten wissen wolle. Du sollst, sprach aber derselbe, mit mir im höllischen Feuer brennen, denn du bist Ursach gewesen, daß ich um Geld und Guts willen dem Teufel gedienet habe; ich konnte nimmer Prachts genug schaffen, mußte deswegen mein Handwerk aufgeben und ein Kaufmann werden, die Leute übersetzen, lügen und trügen; darum sollst und mußt du's nicht besser haben, denn ich, und mußt ewig mit mir brennen.

Bezahlt:

Den 1. Jahrg. Hr. Bücher.

Die erste Hälfte des 2. Jahrgangs die Hrn. Alt, Leibrock. Den 2. Jahrgang Hr. Succop.

Erh. von Hrn. Stock $6,19.

Der „Lutheraner“ ist stets zu haben in der Wohnung des Herumträgers, Hrn. Gräbers (südliche fünfte Straße, der Oelmühle gegenüber), ferner bei Hrn. Quast (Olive-Straße, zwischen der zweiten und dritten, unterhalb des Theaters) und bei dem Herausgeber.

Gedruckt bei Weber und Olshausen.

English translation AI translation

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…an indestructible foundation in rational human nature" — the lofty notions of an unknown, mute, silent God, and the dread of an unrevealed eternity. Comforting doctrine indeed! How well suited to enlighten man concerning his appointed destiny, which is merely to burrow here into the dust of perishable goods! — But so that this should not happen, so that we might possess, against all human delusion, against deceit and doubt, a fixed, written Word of God, shining like a light in a dark place (2 Peter 1:19), the Spirit of Jesus Christ — not merely living, but also personal — inspired certain foreordained witnesses, who had eaten and drunk with Christ after he had risen from the dead (Acts 10:41), with a life-giving letter of Scripture, just as formerly the prophets of the old covenant were inspired (1 Peter 1:11; 2 Peter 1:21), which was to preserve for us, uncorrupted, the doctrine of grace of the gospel — which gives the spirit of faith unto salvation — as well as the letter of the killing, that is, condemning, law (2 Corinthians 3:6f.).

What a work — twelve men of the lowest origin, timid, uneducated people, brought about, through their spoken and written word, a spiritual revolution across the entire globe! What a proof of the Spirit and of power for the truth of the resurrection of Jesus Christ! Do not believe, dear Christian, the crude lie that the copying and collecting of the holy Scriptures took place in such a disorderly and fraudulent manner, and that the New Testament was completed so late. It is true that the closing of its canon — which was preserved, like that of the books of the Old Testament, with rare fidelity and care through God's gracious oversight against all the cunning and violence of enemies and the corruption of heretics — cannot be attributed to any one particular person, nor to any one particular year (the apostle John made the beginning with the four Gospels, which Irenaeus calls a pillar and foundation of our faith); rather, it proceeded gradually, under the guidance of the invisible Head and his ruling Spirit, out of the times and their circumstances themselves, until the church publicly confessed its agreement; but whoever, from the clear and abundant marks, believes in the divinity of the Scriptures themselves, will also never doubt their definite closing and divine safekeeping, since a reliable historical tradition teaches us that already at the beginning of the second century A.D. they were set apart from all other (human, and indeed even useless and spurious) writings as an infallible rule of faith and life (canon).

(Conclusion to follow.)

*) Compare, besides Exodus 17:14; 21:4; 34:27; Numbers 33:2; Deuteronomy 31:24ff.; Joshua 24:26; 2 Kings 2; Jeremiah 30:2; Revelation 1:3,19; etc., especially Isaiah 34:16; Luke 1:1–4; 16:29; John 5:39; 20:31; 21:21; Acts 17:11; Romans 15:4; 1 Corinthians 4:6; Philippians 3:1; 2 Thessalonians 2:2; 3:17; 2 Timothy 3:15–17; 2 Peter 1:16ff.; John 1:1–4. For scholars, this subject is treated most thoroughly by the incomparable Chemnitz at the beginning of his Examen Concilii Tridentini.

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1) For the canonical authority of the writings of the Old Testament — aside from the citations of Christ and the apostles in the New Testament, which we set aside for now — there is credible historical evidence in Sirach ch. 48–49, esp. v. 12 (around 234 B.C.), and the important account in Josephus, Against Apion I.3, which is also found again in Eusebius, Church History III.10, and which, after he has listed all the canonical books of the Old Testament (22 in number, if the book of Ruth is counted with the book of Judges and the Lamentations of Jeremiah with his prophecies — compare the catalog of Melito in Eusebius IV.25), reads, precisely translated, as follows: "From Artaxerxes onward (that is, Artaxerxes Memnon, under which Persian king the last prophet, Malachi, prophesied) down to our own time, everything has indeed likewise been written down, but these writings are not accorded the same credibility as is given to the earlier ones, because the exact succession of prophets no longer holds there. From the very fact itself it is evident how highly we hold our books; for although so great a span of time has already elapsed, no one has yet dared to add anything to them, or take anything away, or to alter anything." (Compare Deuteronomy 4:2; 12:32; Proverbs 30:6; Revelation 22:18f.) But it is implanted in all Jews, from the very moment of their birth, to accept these as God's ordinances, to remain steadfast in them, and, should it be necessary, gladly to die for them. (Compare with this the statement of St. Paul, Romans 3:2; 9:4; Hebrews 11:32f.; the history of the Maccabees.) For the New Testament canon (that is, the list of the books received and accepted as divine), besides Irenaeus, Bishop of Lyons, d. around 202 A.D. (Against Heresies III.1,11f., where mention is made of most of the sacred writers of the New Testament), and Tertullian, African presbyter, d. 220 (in his refutation of the heretics, where he appeals to the original writings still extant, and against Marcion, books IV and V, where he speaks in clear terms of an evangelical and apostolic canon after whose pattern Marcion had formed his own — thus already before the year 127 A.D.), especially Eusebius (d. 340) in his Church History III.24,25 — with which, however, the catalog of Origen (d. 250), in Homily VII on Joshua (also Eusebius VI.25), and of Athanasius (d. 372), in his Epistle 39, and others, are to be compared. These principal testimonies stand so unshaken, through the agreement of the whole of (Jewish and) Christian antiquity, and the citation of the individual books and their text among the church fathers from the earliest times, as well as through the general translations, that even Celsus and Porphyry sought to cast doubt only on the content, but by no means on the authenticity, of the sacred books. — But if they really were, which is ridiculous to suppose, nothing more than so-called apocrypha, books invented under false names (for the Apocrypha in our editions of the Bible are not fabrications, though also not of divine origin, for which reason they were called libri ecclesiastici in the ancient church), then the writings of the church fathers, of the heretics who make the same mention of them, of the non-Christians who mock them — indeed all the works of heathendom and Judaism — would have to be the very same thing. The prophets of the Old Testament had their prophecies publicly posted, so that they might become known to all (compare Habakkuk 2:2), and after some days had passed they were taken down by the priests and laid up in the temple archive, since the priests were often obliged, even against their own will, to preserve them for posterity (see Calvin's preface on Isaiah). How, then, could a fraud have slipped by before the eyes of an entire people, among whom countless copies were later circulated abroad as well? And so little time passed between the death of the apostles and the public promulgation of the New Testament writings that deception cannot be thought of here either — fraud is simply impossible.

Now, however, since the holy canon has been established, no appeal is any longer valid to new revelations (Psalm 19:8f.; John 8:31f., 36; Galatians 1:8f.; Hebrews 1:1–2 — for whoever hears the apostles hears Christ himself, Luke 10:16), nor to oral traditions (see the preceding note) — as the enthusiasts and the sectarian defenders of the Roman traditions would have it.

The Fruit of Sinful People-Pleasing.

When Emperor Charles V, who after Luther's death wished to reunite the Lutherans with the papists, once came to Augsburg, the emperor's chancellor, Dr. Soldius, proposed to the chief pastor of Augsburg, Caspar Huberinus, that he might indeed preach in the style and manner of the Lutherans, but that, in the presence of the imperial courtiers, he should not speak against the pope, and should altogether refrain from using the word "papists" from the pulpit during the emperor's presence in the city. Huberinus, who was otherwise a faithful teacher of the pure gospel, allowed himself to be persuaded by this same Soldius, who was his brother-in-law, to suspend for a time the rebuking of false doctrine. But what happened? Not long afterward, poor Huberinus's conscience awoke; he recognized with terror that he had denied the truth, and fell into great anguish of soul; no comfort would help him any longer; he despaired, and at last departed this life amid great lamentation. — Oh, that many a preacher of our own day might be warned by this example, who, out of a false love of peace, will rebuke no error, and thus esteems the honor of men more highly than the honor of God.

A Terrible Will.

Dillherr relates the following in his "Path of Life": A merchant, who had previously practiced a trade, fell mortally ill. He had a notary fetched along with witnesses to draw up his will, but began thus: First of all, I bequeath my body and my soul to the devil and to all the spirits of hell, to eternal torment and pain. Startled, the dying man's wife heard this speech and asked, in order to turn him from it, how he wished matters to stand with her. You shall, said he, burn with me in the fire of hell, for you were the reason that, for the sake of money and goods, I served the devil; I could never provide enough luxury, and for that reason had to give up my craft and become a merchant, overcharging people, lying and cheating; therefore you shall and must have it no better than I, and must burn eternally with me.

Paid:

Volume 1: Mr. Bücher.
The first half of Volume 2: Messrs. Alt, Leibrock. Volume 2: Mr. Succop.

Received from Mr. Stock, 56.19.

Der Lutheraner may always be obtained at the residence of the distributor, Mr. Gräber (South Fifth Street, opposite the oil mill), also from Mr. Quast (Olive Street, between Second and Third, below the theater), and from the publisher.

Printed by Weber and Olshausen.