Collection › Der Lutheraner (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 2, Nummer 1 › Seite 3
Der Lutheraner St. Louis, Missouri — 1845-09-06, Seite 3
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Cited in Eckhardt's Reallexikon (1907) under: Abendmahl—Spendeformel 38 · Bibel. —Altes Teſtament 4 · Kirchengemeinſchaften 3 · Synoden · Predibt 32 · Ratioualismus
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forderung zu besonnener Prüfung an die Deutschen in Nordamerica von Fried. Münch, Hermann, Mo., 1845, gedruckt bei Mühl und Strehly." Es würde diese Schrift wohl nimmermehr öffentlich von mir berücksichtigt worden sein, wenn nicht der Herausgeber des „Lutheraners" zu St. Louis mich versichert hätte, daß sie von Einfluß auf die religiöse Gesinnung unserer Landsleute in Nordamerica sei. Aufgefordert von meinem Freunde übernehme ich das undankbare Geschäft, an diesem Schriftchen das Haltlose und Unredliche des Rationalismus, der allem tiefern religiösen Sinn, noch ohne des Christenthums Erleuchtung gedacht, niemals genügen kann, in wenigen Zügen wiederum zu zeichnen.*) Obgleich von den begabtesten Männern früherer und späterer Zeiten ebendasselbe zur Genüge geschehen ist: so scheint es doch in unserer neuen Heimath allerdings nöthig zu sein, seine Stimme gegen obige Denkart zu erheben, auf je tieferer Stufe wissenschaftlicher Bildung die meisten Deutschen leider! hier zu Lande stehen und dabei den Einwirkungen gewissenloser Rationalisten preisgegeben sind. Das ist gewiß, das rechte Nachdenken über Religion muß allemal zu der sehnlichen Hoffnung und dem gewissen Glauben einer göttlichen Offenbarung führen; bei Keinem aber findet solches Statt, dessen Wille nicht zuvor geneigt ist, der Wahrheit offenes Ohr zu leihen; die Bosheit des Willens ist die Hauptursache, warum so Viele nicht zur Erkenntniß der Wahrheit kommen. Die Wahrheit ist eine Sache, die nicht bloß den Verstand erleuchtet, sondern auch zugleich den Willen bricht und ändert; und wer das Unheilige und das Widerstreben seines Willens erkennt, hat damit schon ein sicheres Merkmal, daß er vom Geiste der Wahrheit angefaßt ist und gezogen wird. Gebe der barmherzige Gott, daß vorliegende Blätter etwas zu der Heilung unserer verführten Landsleute beitragen! Das ist der innige Wunsch des Einsenders und der einzige Beweggrund, warum er gegen einen Unbekannten auftritt, mit welchem er sonst gewiß die Liebe zur wahren bürgerlichen und Gewissensfreiheit theilt.
Nach einem die Aufmerksamkeit erregenden Eingange spricht Hr. Münch mit leichter Popularität zuerst von der Bibel und ihrer Auslegung im Allgemeinen und bemüht sich, die ihr zugeschriebene Göttlichkeit zu untergraben, als Hauptsache in derselben nur einige natürliche Wahrheiten annehmend; alsdann geht er insonderheit zum A. T. über und wiederholt namentlich den schon längst verunglückten Versuch, zwischen der Lehre Mosis und des HErrn JEsu (— nicht zwischen Gesetz und Evangelio —) zu unterscheiden; von da befleißigt er sich, die rationalistischen Freibeutereien gegen den
*) Unter Rationalismus versteht man nämlich diejenige Lehre, nach welcher alle Religion, auch die christliche, Folge der natürlichen Entwickelung des menschlichen Geistes und darum alle vorgegebene außerordentliche Einwirkung Gottes auf die Offenbarung in der Natur und Vernunft zurückzuführen sei. Ein deutscher Doctor der Theologie erklärte es einstmals so: „Ein Rationalist ist, der da denkt, daß er glaubt, und glaubt, daß er denkt." Vergl. die angeführte Schrift Seite 16.
Kanon und Text der neutestamentlichen heil. Bücher und nach moderner Auslegungskunst den wesentlichen Inhalt derselben summarisch anzugeben; woran er eine kurze Polemik gegen die evangelische Christologie, Dreieinigkeitslehre, die Lehre vom Verdienste JEsu, Erbsünde, freien Willen, bösen und guten Geistern, (— nach der famösen Accommodationstheorie —) Hölle, nicht ohne unordentliche Verfälschung, knüpft und endlich mit der Darstellung einer Quintessenz seiner Religionsansicht den Schluß macht. Das Fehlerhafte dieses Büchleins lege ich wahrhaftig nicht bloß dem Verfasser zur Last; ich greife auch nicht sowohl seine Person an, sondern die Sache, die er vertritt, seine Lehrer, denen er unwissend huldigt, die Richtung unserer ungläubigen Zeitgenossen, die giftigen Lästerungen gegen die Heiligthümer unseres christlichen Glaubens, welche sie ausschäumen und die wir, berufene Wächter auf den Zinnen des Gotteshauses, bei Verlust unserer eigenen Seligkeit im ernsten Streite melden sollen. Darum bitte ich von Grund des Herzens, dem bekennenden Freimuthe es zuzurechnen, wenn er sich von mir verletzt fühlen sollte; seine Seele ist mir so theuer geachtet, als die meinige; mich treibt die Liebe zu dem Glauben meiner heldenmüthigen Väter; deutsches Volksthum, deutsche Sitte, durch der Christen Tugend geheiligt, ist es, die allein im Kampfe gegen Lüge und Irrthum sich bewährt. Auch ich bestehe auf dem Rechte der Gewissen, niemals wider gegründete Ueberzeugung sich irgend eine Meinung aufdringen zu lassen; und Gott weiß es, wer die rechte christliche Lehre in Wort und Werk bezeugt, es sei in America oder im verlassenen Vaterlande, dem muß sie zur Gewissenssache geworden sein. Denn mit keinem Bekenntniß ist mehr Hinderniß, Armuth, Druck und Verfolgung verbunden. Die hämischen Ausfälle jenes Schriftchens (S. 3 zu Ende und fg., 14. 16. unten) treffen uns daher nicht.
Da es meine Absicht nicht ist, allen den einzelnen flüchtigen Behauptungen, die aus der unverschämten Masse rationalistischer Lehrbücher fließen, die so kostbare Zeit zu widmen: so beschränke ich mich nur darauf, die Unhaltbarkeit der Principien, auf welche der Verfasser fußt, einfach zu entwickeln, weil dann nothwendiger Weise sein ganzes aufgeführtes Gebäude zusammen fallen und auch der lose Mörtel abbrechen muß.
Der Verfasser, unter Wort Gottes ein Buch, worin von göttlichen Dingen die Rede ist, verstehend, unterwirft die Auslegung und das Verständniß der heiligen Schrift eingebildeten Schwierigkeiten, die gar nicht vorhanden sind. Es ist bei ihm nur darauf abgesehen, den Inhalt der Bibel verdächtig und lächerlich zu machen, was sich denn im nächst Folgenden ganz unverholen ergibt. Wenn wir nun bewiesen haben, daß eine richtige Auslegung und Verständniß nicht nur möglich, sondern auch wirklich ist, und hierauf das göttliche Ansehen der heil. Schrift und ihrer Geheimnisse im eigentlichen Sinne des Worts, so wie die Wunderkraft des allmächtigen Gottes, als den anstößigsten und
doch zur Beweisung der göttlichen Lehre so nothwendigen Inhalt, gegen die Angriffe der frevelnden Ungläubigen gerettet: so werden alle scheinbaren Widersprüche in der heiligen Schrift von selbst, je sorgfältiger und gewissenhafter man der Wahrheit nachforscht, in die rechte Einheit sich auflösen. Es ist jedoch hierbei wohl zu beachten, daß alles das durcheinander geworfene Zeug, aus neuen Handbüchern in das kleine Werkchen zusammen geschrieben, bereits mit ungleich schärferem Verstand und Witz und ganz anderem Genie von einem Celsus, Lucian, Porphyrius, Libanius, Feinden der christlichen Religion aus den Heiden in uralter christlicher Vorzeit, gegen die göttliche Wahrheit vorgebracht, aber auch längst widerlegt worden ist, als es in den letzten zwei Jahrhunderten hat geschehen können. Was aber nur Unglaubwürdiges sich finden kann, das ist von den Gegnern gesammelt, um die Glaubwürdigkeit und den untrüglichen Charakter der heiligen Schriften zu bestreiten.
Da die heiligen Bücher des A. und N. T. in Sprachen geschrieben sind, deren Kenntniß dem gelehrten Fleiße nicht unzugänglich ist, da die Verfasser derselben laut des starken, vollen Zeugnisses der Geschichte wirklich gelebt haben und man mit keinem sichern Grunde nachweisen kann, daß die ihnen beständig zugeschriebenen Werke nicht von ihnen herrührten,*) ebensowenig das unverfälschte Ansehen
*) Würden denn wohl z. B. die Samaritaner, welche ebenfalls die fünf Bücher Mosis, deren Glaubenslehre in den übrigen Schriften A. T. nur erläutert wird, als echt und göttlich anerkannten, dieselben erst von einem Esra angenommen haben? Das wäre ja gerade so, als wenn (ich rede gleichnißweise —) die Evangelischen ihre Augsb. Confession von den Papisten hätten empfangen sollen; so groß war nehmlich die Uneinigkeit zwischen jenen und den Juden, welche der Ueberlieferung sich doch mit Recht rühmten. Wenn die fünf Bücher Mosis, ja auch noch andere Schriften, wie die rationalistische Weisheit lehrt, den Esra oder sonst einen Spätern zu Verfassern hätten: würden wohl die alten Juden, die schon vor der babylonischen Zerstörung lebten, sich nach ihrer Rückkehr aus der Gefangenschaft dieselben unter erdichtetem Namen haben aufdringen lassen? Und warum hätten denn die Samaritaner nicht auch die andern biblischen Bücher, wenn einmal Mosis Schriften, von Esra angenommen? Die ganze Schreibart des Pentateuchs (eben der fünf Bücher Mosis) weist auf das hohe Alterthum hin: ja Esra hätte wider alle Regeln wahrer Klugheit und seinen eigenen Vortheil gehandelt, wenn er aus alten Urkunden etwas zusammengedichtet und nicht die Urkunden selbst seinem Volke würde vorgelegt haben. Ist aber Moses der Verfasser (und wer sollte es anders sein können?) so ist er schon menschlich glaubwürdiger, als je ein anderer Schriftsteller des Alterthums, weil er alles genau wissen konnte, was er berichtete, wegen seiner Abstammung, und mit Treue wiedergeben wegen seiner amtlichen Würde und persönlichen Eigenschaften. Auf Moses sind die übrigen alttestamentlichen Schriften gebaut; aufs ganze A. T. selbst die Bücher des N. T., so daß der Pentateuch die Grundzüge der christlichen Religion enthält; sie hängen an einander und eins steht und fällt mit dem andern: ist das N. T. wahr, so ist es auch das ganze A. T.; denn Christus und seine Apostel fußen auf Moses und die Propheten und bestätigen sie. Daß sich aber die Verfasser mehrerer alttestamentlichen Schriften, (so auch des letzten Kapitels im Deuteronomion,) nicht genannt haben, kam unstreitig daher, weil ihre Reihenfolge es unnöthig machte und das Ansehn des berühmteren sie verdeckte; genug daß wir höchst wahrscheinliche Vermuthungen von ihnen haben können. Ueberhaupt steht die historische (geschichtliche) Gewißheit der heil. Bücher darin so hoch über der anderer Scribenten, weil wir 1) einstimmende Nachrichten von Freunden und Feinden über sie haben; 2) weil die Verfasser in ihren Werken solche Eigenschaften verrathen, die sie uns höchst ehrwürdig machen, als ihre sonderbare Redlichkeit und einfache Tugend, unparteiische, aufrichtige Gesinnung, Liebe
English translation AI translation
[continued from Seite 2] ...to sober examination, addressed to the Germans in North America, by Fried. Münch, Hermann, Mo., 1845, printed by Mühl and Strehly." This work would probably never have been publicly noticed by me, had not the editor of the "Lutheraner" at St. Louis assured me that it has influence upon the religious disposition of our countrymen in North America. At the urging of my friend, I take upon myself the thankless task of sketching once again, in a few strokes, the untenable and dishonest character of rationalism, which can never satisfy any deeper religious sense that has not yet been enlightened by Christianity.* Although the most gifted men of earlier and later times have already done the very same thing sufficiently, it nevertheless seems necessary in our new homeland to raise one's voice against the above way of thinking, given how low a level of scholarly education most Germans, alas, occupy in this country, and how exposed they are, on that account, to the influence of unscrupulous rationalists. This much is certain: right reflection upon religion must always lead to the ardent hope and the sure faith in a divine revelation; but this occurs in no one whose will is not first inclined to lend an open ear to the truth; the wickedness of the will is the chief reason why so many do not come to the knowledge of the truth. Truth is a thing that not only enlightens the understanding, but at the same time also breaks and changes the will; and whoever recognizes the unholiness and the resistance of his own will already has in that a sure sign that he has been laid hold of, and is being drawn, by the Spirit of truth. May merciful God grant that the present pages contribute something to the healing of our seduced countrymen! That is the heartfelt wish of the writer, and the sole motive for which he comes forward against an unknown person with whom he otherwise surely shares the love of true civil and religious liberty of conscience.
* By rationalism is meant that doctrine according to which all religion, including the Christian religion, is a consequence of the natural development of the human spirit, and according to which, therefore, every alleged extraordinary working of God must be traced back to revelation in nature and reason. A German doctor of theology once explained it thus: "A rationalist is one who thinks that he believes, and believes that he thinks." Cf. the cited work, page 16.
After an introduction designed to arouse attention, Mr. Münch speaks first, with easy popularity, of the Bible and its interpretation in general, and endeavors to undermine the divinity ascribed to it, allowing as its main content only a few natural truths; he then passes, in particular, to the Old Testament, and repeats, notably, the long since ill-fated attempt to distinguish between the teaching of Moses and that of the Lord Jesus (not between Law and Gospel); from there he takes pains to summarize the rationalistic depredations against the canon and text of the New Testament holy books, and, according to modern interpretive art, to give a summary account of their essential content; to which he attaches a brief polemic against evangelical Christology, the doctrine of the Trinity, the doctrine of the merit of Jesus, original sin, free will, evil and good spirits (according to the notorious accommodation theory), and hell—not without disorderly distortion—and finally concludes with a presentation of a quintessence of his religious view.
The faultiness of this little book I truly do not lay solely at the author's door; nor am I attacking so much his person as the cause he represents, his teachers whom he unknowingly follows, the tendency of our unbelieving contemporaries, and the poisonous slanders against the sanctities of our Christian faith which they froth forth, and which we, as watchmen called to the battlements of the house of God, are bound, on pain of losing our own salvation, to report in earnest contention. Therefore I ask, from the bottom of my heart, that it be credited to candid frankness if he should feel himself hurt by me; his soul is as precious to me as my own; I am driven by love for the faith of my heroic forefathers; it is German nationhood, German custom, sanctified by Christian virtue, that alone proves itself in the struggle against lies and error. I, too, insist on the right of conscience never to have any opinion forced upon one against a well-founded conviction; and God knows that whoever testifies to the true Christian doctrine in word and deed—whether in America or in the abandoned fatherland—must have made it a matter of conscience. For with no confession is more hindrance, poverty, oppression, and persecution bound up. The spiteful attacks of that little book (p. 3 near the end and following, 14, 16 below) therefore do not touch us.
Since it is not my intention to devote such precious time to each of the individual, superficial assertions that flow from the shameless mass of rationalistic textbooks, I limit myself simply to setting forth the untenability of the principles on which the author relies, since his whole erected edifice must then necessarily collapse, and the loose mortar must crumble away as well.
The author, understanding by the Word of God a book in which divine matters are discussed, subjects the interpretation and understanding of Holy Scripture to imagined difficulties that do not exist at all. His only aim is to make the content of the Bible suspect and ridiculous, as becomes quite plain in what immediately follows. Now, once we have shown that a correct interpretation and understanding is not only possible but actually exists, and have thereupon rescued, against the attacks of the presumptuous unbelievers, the divine authority of Holy Scripture and its mysteries in the proper sense of the word, as well as the miraculous power of almighty God—as the content most offensive to reason, yet so necessary for proving the divine doctrine—then all seeming contradictions in Holy Scripture will resolve themselves, of their own accord, into their proper unity, the more carefully and conscientiously one searches after the truth. It should be carefully noted here, however, that all this jumbled matter, compiled from new handbooks into this little work, has already been advanced against divine truth—with far sharper understanding and wit, and with an altogether different genius—by a Celsus, a Lucian, a Porphyry, a Libanius, enemies of the Christian religion from among the heathen in the most ancient Christian era, and has also long since been refuted more thoroughly than has been possible in the last two centuries. But whatever can be found that is merely incredible has been gathered by the opponents in order to dispute the credibility and the unerring character of the holy Scriptures.
Since the holy books of the Old and New Testament are written in languages whose knowledge is not inaccessible to scholarly diligence, since their authors, according to the strong, full testimony of history, really lived, and one cannot demonstrate on any sure ground that the works constantly ascribed to them did not originate from them,* just as little can the unadulterated authority [continued on Seite 4]
* Would, for example, the Samaritans—who likewise acknowledged the five Books of Moses (whose teaching is only elaborated upon in the remaining books of the Old Testament) as genuine and divine—have accepted them only from an Ezra? That would be exactly as if (I speak by way of comparison) the Evangelicals had had to receive their Augsburg Confession from the Papists; so great, namely, was the disagreement between the Samaritans and the Jews, who nevertheless rightly prided themselves on their tradition. If the five Books of Moses—indeed, even other writings, as rationalistic wisdom teaches—had Ezra, or some other later figure, as their author, would the ancient Jews, who already lived before the Babylonian destruction, have let themselves, after their return from captivity, be sold these same books under a fabricated name? And why, once Moses's writings had supposedly been accepted from Ezra, should the Samaritans not also have accepted the other biblical books? The entire style of writing of the Pentateuch (that is, the five Books of Moses) points to its great antiquity; indeed, Ezra would have acted against every rule of true prudence, and against his own advantage, had he composed something out of old documents rather than laying the documents themselves before his people. But if Moses is the author (and who else could it be?), then he is, on purely human grounds, more credible than any other writer of antiquity, because, owing to his lineage, he could know exactly everything he reported, and, owing to his official dignity and personal qualities, could render it faithfully. On Moses the remaining Old Testament writings are built; on the whole Old Testament, in turn, the books of the New Testament, so that the Pentateuch contains the foundational principles of the Christian religion; they are all linked together, and one stands or falls with the other: if the New Testament is true, then so is the whole Old Testament; for Christ and his apostles rest upon Moses and the Prophets, and confirm them. That the authors of several Old Testament writings (including that of the last chapter of Deuteronomy) did not name themselves is undoubtedly because their sequence made it unnecessary, and the authority of the more famous author overshadowed them; it is enough that we can form highly probable conjectures about them. In general, the historical certainty of the holy books stands so far above that of other writers because: 1) we have consistent reports about them from friends and enemies alike; 2) because the authors betray, in their works, such qualities as make them most venerable to us—namely, their remarkable honesty and simple virtue, their impartial, sincere disposition, their love [continued on Seite 4]