Collection › Der Lutheraner (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 1, Nummer 25 › Seite 100
Der Lutheraner St. Louis, Missouri — 1845-08-03, Seite 100
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Cited in Eckhardt's Reallexikon (1907) under: Kirche 30 · Lutheriſche Kirche 3 · Lutheriſche Kirche 5 · Lutheriſche Kirche 11
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dend fragen, warum nennt ihr aber die Kirche, zu welcher allein ihr gerechnet sein wollt, lutherisch? Beweist ihr mit diesem menschlichen Namen nicht deutlich, daß ihr euch als eine besondere Secte abschließt? — Wir antworten: Wir haben uns diesen Namen nicht selbst gegeben. Als Luther vor 300 Jahren aufstand und die Lehre der alten apostolischen christlichen Kirche wieder an den Tag brachte, da waren es die Feinde, welche alle diejenigen, die diese reine Lehre annahmen und bekannten, Lutheraner nannten, um sie damit zu beschimpfen. Dieser Name ist nun nach und nach so gäng und gäbe geworden, daß sich die rechtgläubigen Christen denselben endlich seit 300 Jahren haben gefallen lassen müssen, wie die im vierten Jahrhundert lebenden den Namen Athanasianer. Der Name, lutherisch, bezeichnet daher nicht den Gegenstand unsers Glaubens, wie der Name „christlich" (da wir nicht an Luthern glauben, wie wir an Christum glauben), er ist allein ein Unterscheidungsname, durch welchen wir uns nur von allen Falschgläubigen unterscheiden und zu der rechtgläubigen allgemeinen Kirche bekennen wollen, deren Lehre durch Luthern gepredigt und in den sogenannten evangelisch-luth. Symbolen niedergelegt und vor aller Welt bekannt worden ist.
Wenn wir also behaupten, daß die lutherische Kirche die Eine heilige christliche Kirche sei, so wollen wir damit sagen, daß die Lehre und der Glaube, welcher von den wahren Lutheranern im Herzen getragen und mit dem Munde bekannt wird, keine andere Lehre und kein anderer Glaube sei, als die Lehre und der Glaube der allgemeinen christlichen Kirche, und daß keine andere Lehre Christi Lehre sei und daß kein anderer Glaube den Menschen selig mache. Mögen nun bei solchen Erklärungen die Herrn Evangelischen und Methodisten, wie der Hohepriester zu Jerusalem, ihre Kleider zerreißen ob der Gotteslästerung, die sie darin zu finden meinen, so thut das nicht das Mindeste zur Sache; sie offenbaren dadurch nur, daß sie freilich nicht mit gutem Gewissen sagen können, daß sie die allein rechte Lehre und den allein rechten Glauben haben. Beweist es, ihr Herren, daß die Lehre, welche die wahren Lutheraner in ihren öffentlichen Bekenntnissen bekannt haben, dem Worte Gottes widerstreite und nicht die Stimme Christi und seiner Kirche sei, so habt ihr gewonnen. Wenn Ihr aber auch zu unsern Erklärungen tausend Ausrufungs- und Fragezeichen setzet, so hilft euch das nichts, denn es beweist nichts, sowie der Name „Evangelisch" nicht beweist, daß eure Lehre von süßen und sauren Gefühlen das Evangelium und die rechte Lehre von der Rechtfertigung sei.
Hätten wir übrigens, wie uns Hr. Nollau beimißt, irgendwo behauptet, die ganze lutherische Kirche, zu der wir uns allein bekennen, sei die seit 300 Jahren dagestandene Partei, welche sich lutherisch genannt, besondere Ceremonien gehabt und dabei die Augsb. Confession oder alle luth. Symbole zu ihrer Firma genommen und für ihr Kirchengesetz erklärt hat, so möchten wohl unsere Gegner uns mit Recht Sectirer schelten, und sagen, daß wir um einen menschlichen Namen streiten. Aber wir streiten nicht um einen Namen, wie uns unaufhörlich bis zum Ekel vorgeworfen wird, sondern um eine große, unaussprechlich wichtige Sache, die freilich auch, wie alle Dinge in der Welt, einen Namen hat. Wir streiten nicht für eine eigenthümlich constituirte Partei, die sich lutherisch nennt. Unser Ziel ist nicht, es dahin zu bringen, daß alle Christen eine sogenannte lutherische Kirchenordnung und lutherische Ceremonien annehmen, zu einer lutherischen Synode zusammentreten, sich lutherisch nennen, und sich auf die luth. Symbole, gleichviel ob von Herzen oder nur trüglich, verpflichten lassen; nein, wir kämpfen nicht für ein äußeres Gebäude mit einem lutherischen Aushängeschild. Der Gegenstand unseres Kampfes ist nichts anderes, als der rechte Glaube, die reine Wahrheit, das unverfälschte Evangelium, der lautere Grund der Apostel und Propheten, da JEsus Christus der Eckstein ist, also das Kleinod, das der wahren Kirche aller Zeiten vertraut war, das sie uns durch alle Jahrhunderte hindurch oft mit Vergießung von Strömen ihres Blutes bewahrt hat, und das nun auch uns vertraut ist. Da, wo zwar eine lutherische Constitution rechtlich anerkannt, alles mit dem lutherischen Namen gestempelt und einer Gemeinschaft ganz die äußere Gestalt einer luth. Kirche gegeben ist, wo aber nicht die reine, lautere apostolische, allein seligmachende Lehre gepredigt und angenommen wird, da erkennen wir eben so wenig eine lutherische, also eine wahre Kirche an, wie da, wo alles auf Evangelischen, reformirten, methodistischen ꝛc. ꝛc. Fuß gestellt ist; wir achten falsche Lehrer, die den lutherischen Namen tragen, so wenig für unsere Glaubensbrüder, als den ärgsten Verlästerer des lutherischen Namens, während wir uns mit allen Kindern Gottes auf das innigste glaubensbrüderlich verbunden fühlen, in welcher Secte sie auch mögen gefangen gehalten werden. —
Wiederholen wir nun noch einmal kürzlich das von uns hier Gesagte. Es gibt nur Eine Kirche, welche immer dieselbe Lehre und denselben Glauben hat. Diese eine Lehre war nun zwar im Pabstthum nicht untergegangen, aber sie war fast gänzlich unkennbar geworden, da von dem öffentlichen Predigtamte fast nirgends die reine Lehre des Evangeliums, sondern fast allenthalben nur Menschenlehre gepredigt wurde. Gott hat sich aber seiner Christenheit erbarmt und seinen Knecht Luther, nicht, wie Hr. Saxer sagt, zur Zertrümmerung, sondern zur Reformation seiner Kirche erweckt und ausgerüstet. Luther hat nehmlich wieder die alte Lehre der wahren christlichen Kirche aus Gottes Wort hervorgesucht und an den Tag gebracht. Er hat nicht eine neue Kirche, auch nicht eine besondere Partei in der christlichen Kirche gestiftet, sondern er ist selbst bei der alten apostolischen Kirche geblieben und hat laut gerufen, daß jedermann zu dieser Kirche zurückkehren und bei ihr bleiben solle. Wer jedoch von nun an die alte christliche Lehre des Wortes Gottes annahm, der wurde nun ein Lutherischer gescholten; so versteht man denn unter Lutherischer Lehre und Kirche nichts anderes, als die apostolische Lehre und Kirche. Es gibt nun zwar viele Parteien in der Christenheit, welche alle wahre christliche Kirchen sein wollen, aber weil sie dem Evangelio nicht gehorsam sind (Röm. 10, 16.) und sich alle durch falsche Lehre von der allgemeinen christlichen Kirche abgesondert haben, auch in dieser Trennung hartnäckig verharren, so sind das keine wahren Kirchen, sondern Secten oder falschgläubige Gemeinschaften. Denn in der wahren Kirche ist der Gehorsam des Glaubens aufgerichtet (Röm. 1, 5.), sie bleibt daher nie hartnäckig auf einem Irrthum, sondern hört auf die Stimme ihres Hirten. Die falschgläubigen wollen nun zwar den Lutheranern es nicht zugeben, daß dieselben allein die wahre katholische*) Lehre öffentlich bekennen und daher zu keiner Secte gehören, aber sie habens noch nie bewiesen, daß die Lutheraner in irgend einem Artikel in ihren symbolischen Schriften wider die heilige katholische christliche Kirche lehren; sie könnens auch nicht beweisen.
*) Der Leser stoße sich nicht an dem Wort, katholisch. Dieses Wort hat zweierlei Bedeutung, erstlich eine gute, und da heißt es so viel als „allgemein christlich;" sodann versteht man aber auch oft darunter diejenigen, welche dem Pabst anhangen, denn diese haben sich diesen schönen Titel gegeben. Der Leser merke sich daher, daß wir das Wort, katholisch, hier in seiner guten Bedeutung nehmen.
Freue dich darum, lieber Leser, wenn du zu einer rein lutherischen Gemeinde gehörst, und die reine lutherische Lehre nicht nur mit dem Munde bekennest, sondern auch durch einen wahren Glauben in deinem Herzen trägst; denn dann gehörst du zu keiner Secte, weder äußerlich noch innerlich, sondern zu der alten Kirche, die ewig bleibet, zu welcher alle Propheten, Apostel, Märtyrer und alle rechtschaffene Christen noch jetzt gehören, und die da sichtbar wird, wo das Evangelium lauter und rein gepredigt und die heil. Sacramente nach Christi Einsetzung verwaltet werden, die aber zum großen Theile unter Ketzern und Secten verborgen liegt. Danke Gott, daß er dich auch vor der äußerlichen Gemeinschaft der Secten bewahrt hat, denn werden darin auch viele Seelen selig, in deren Herzen die falsche Lehre ihrer Secte nicht kräftig wird, so sind sie doch in großer Gefahr, noch verführt zu werden. Hüte dich auch vor dem Gedanken, da man aller Orten selig werden kann, so sei es ja gleichgültig, ob man sich zu einer Secte, oder zu dem Häuflein der Rechtgläubigen äußerlich halte; bedenke, diejenigen, welche unter den Secten selig werden, sind einfältige Seelen, welche aus Schwachheit der Erkenntniß ihre falschen Propheten nicht durchschauen und durch Christi wunderbare Gnade bewahrt und erhalten werden. Wollte daher jemand, der die Wahrheit erkannt hat, sich dennoch zu den Irrgläubigen bekennen, so würde er als ein abtrünniger Verleugner der Wahrheit nicht selig, sondern gewiß ewig verdammt werden. Endlich sieh dich vor, lieber luth. Christ, daß du nicht durch den Namen, lutherisch, betrogen werdest, denn wie sich viele Christen nennen, und sind es nicht, so nennen sich jetzt auch viele Lutheraner, das ist, Rechtgläubige, und sind doch falsche Propheten, die den lutherischen Namen nur darum tragen, um die armen Schäflein unter diesem Schafspelz zu ihrer falschen Lehre und Schwärmerei verführen zu können. Bedenke darum, daß du nur da eine lutherische Gemeinde findest, wo die alte reine Lehre der allgemeinen christlichen Kirche gepredigt und angenommen wird, wie du sie in Gottes klarem Worte und im Auszuge in deinem lutherischen Katechismus, in der ungeänderten Augsb. Confession und in den andern symbolischen Büchern der lutherischen Kirche findest. Wo du ein Häuflein antriffst, das diese Lehre bekennt, da halte dich hin, da genieße die süße Weide des reinen Evangeliums mit, da laß dich zu JEsu führen, und bei ihm im wahren Glauben erhalten, da streite und leide mit; so streitest und leidest du hier für Christi heilige Kirche, und somit für seines Reiches Ausbreitung, für seines Namens Ehre, für seines Wortes Wahrheit und für deiner Miterlösten Heil. In diesem Kampfe ermüde aber nicht, sondern sei getreu bis in den Tod, so wirst du auch einst die Krone des Lebens empfangen und durch einen seligen Tod übergehen aus der streitenden Gemeinde der Gläubigen in die triumphirende Kirche der vollendeten Gerechten. Dahin helfe uns der barmherzige Gott allen endlich in dieser letzten betrübten Zeit. Amen.
Die weitere Beantwortung der N.'schen Schrift folgt, so Gott will, später.
Gedruckt bei Weber und Olshausen.
English translation AI translation
ask why, then, do you call the Church to which alone you wish to be reckoned "Lutheran"? Do you not thereby prove clearly, by this human name, that you are shutting yourselves off as a particular sect? — We answer: we did not give ourselves this name. When Luther arose 300 years ago and brought the doctrine of the ancient, apostolic, Christian Church again to light, it was the enemies who called all those who accepted and confessed this pure doctrine "Lutherans," in order thereby to insult them. This name has now, little by little, become so common and current that the orthodox Christians have finally had to accept it for these 300 years, just as those living in the fourth century had to accept the name "Athanasians." The name "Lutheran" therefore does not designate the object of our faith, as the name "Christian" does (since we do not believe in Luther, as we believe in Christ); it is merely a name of distinction, by which we wish only to distinguish ourselves from all false believers and to confess ourselves to the orthodox universal Church, whose doctrine was preached by Luther and laid down, and confessed before all the world, in the so-called Evangelical Lutheran symbols [confessional writings].
When, therefore, we maintain that the Lutheran Church is the one holy Christian Church, we mean by this that the doctrine and the faith which is carried in the heart and confessed with the mouth by true Lutherans is no other doctrine and no other faith than the doctrine and faith of the universal Christian Church, and that no other doctrine is Christ's doctrine, and that no other faith makes a person blessed. Now if, at such statements, the gentlemen of the Evangelical and Methodist persuasions, like the high priest at Jerusalem, tear their garments over the blasphemy they imagine they find in them, that changes nothing whatsoever in the matter; they only reveal thereby that they cannot, in good conscience, say that they have the one true doctrine and the one true faith. Prove, gentlemen, that the doctrine which the true Lutherans have confessed in their public confessions contradicts the Word of God and is not the voice of Christ and his Church, and you will have won your case. But if you set a thousand exclamation points and question marks against our statements, that will not help you at all, for it proves nothing — just as the name "Evangelical" does not prove that your doctrine of sweet and sour feelings is the Gospel and the true doctrine of justification.
If, moreover, we had ever anywhere asserted — as Mr. Nollau imputes to us — that the whole Lutheran Church, to which alone we confess ourselves, is the party which has stood for 300 years, calling itself Lutheran, possessing particular ceremonies, and taking the Augsburg Confession or all the Lutheran symbols as its trade name and declaring them its church law, then our opponents might well, with justice, scold us as sectarians, and say that we are quarreling over a merely human name. But we are not quarreling over a name, as we are incessantly and nauseatingly accused of doing, but over a great matter of unspeakable importance, which, to be sure, like all things in the world, also has a name. We are not contending for a peculiarly constituted party that calls itself Lutheran. Our goal is not to bring it about that all Christians adopt a so-called Lutheran church order and Lutheran
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ceremonies, assemble together into a Lutheran synod, call themselves Lutheran, and bind themselves to the Lutheran symbols, whether from the heart or only deceitfully; no, we are not fighting for an external edifice with a Lutheran signboard. The object of our struggle is nothing other than the right faith, the pure truth, the unadulterated Gospel, the genuine foundation of the apostles and prophets, of which Jesus Christ is the cornerstone — that is, the treasure that was entrusted to the true Church of all ages, which it has preserved for us throughout all the centuries, often at the cost of shedding streams of its blood, and which is now entrusted to us as well. Where a Lutheran constitution is indeed legally recognized, everything is stamped with the Lutheran name, and a fellowship is given entirely the external form of a Lutheran church, but where the pure, unadulterated, apostolic doctrine — the only doctrine that saves — is not preached and accepted, there we recognize just as little a Lutheran, that is, a true, church, as we do where everything is founded on Evangelical, Reformed, Methodist, etc., principles; we regard false teachers who bear the Lutheran name as no more our brothers in the faith than the worst slanderers of the Lutheran name, while we feel ourselves most intimately bound in brotherhood of faith to all the children of God, in whatever sect they may happen to be held captive.
Let us now briefly repeat once more what we have said here. There is only One Church, which always has the same doctrine and the same faith. This one doctrine, to be sure, had not perished under the papacy, but it had become almost entirely unrecognizable, since from the public preaching office the pure doctrine of the Gospel was preached almost nowhere, but almost everywhere only human doctrine was preached. But God had mercy on his Christendom and raised up and equipped his servant Luther, not, as Mr. Saxer says, for the shattering, but for the reformation, of his Church. Luther, namely, sought out again the ancient doctrine of the true Christian Church from God's Word and brought it to light. He did not found a new church, nor a special party within the Christian Church, but he himself remained with the ancient, apostolic Church, and called out loudly that everyone should return to this Church and remain with it. Whoever, however, from that time on accepted the ancient Christian doctrine of the Word of God was then reviled as a Lutheran; thus one understands by "Lutheran doctrine and Church" nothing other than the apostolic doctrine and Church. There are, to be sure, many parties in Christendom which all wish to be true Christian churches, but because they are not obedient to the Gospel (Romans 10:16) and have all separated themselves from the universal Christian Church through false doctrine, and stubbornly persist in this separation, they are not true churches, but sects or false-believing fellowships. For in the true Church the obedience of faith is established (Romans 1:5); it therefore never persists stubbornly in an error, but listens to the voice of its shepherd.
The false believers, to be sure, do not wish to grant to the Lutherans that they alone publicly confess the true catholic*) doctrine and therefore belong to no sect; but they have never yet proven that the Lutherans, in any article of their symbolical writings, teach against the holy catholic Christian Church; nor can they prove it.
Rejoice, therefore, dear reader, if you belong to a purely Lutheran congregation, and confess the pure Lutheran doctrine not only with your mouth, but also carry it in your heart through true faith; for then you belong to no sect, neither outwardly nor inwardly, but to the ancient Church that abides forever, to which all the prophets, apostles, martyrs, and all upright Christians still belong even now, and which becomes visible wherever the Gospel is preached purely and clearly and the Holy Sacraments are administered according to Christ's institution — though for the most part it lies hidden among heretics and sects. Thank God that he has also preserved you from the outward fellowship of the sects; for even though many souls are also saved within them — those in whose hearts the false doctrine of their sect does not take a strong hold — they are nevertheless in great danger of still being led astray. Guard yourself also against the thought that, since one can be saved in any place, it must therefore be a matter of indifference whether one outwardly holds to a sect or to the little flock of the orthodox; consider that those who are saved within the sects are simple souls who, from a weakness of understanding, do not see through their false prophets, and who are preserved and kept by Christ's wonderful grace. If, therefore, someone who has recognized the truth were nevertheless to profess himself among the heterodox, he would, as an apostate denier of the truth, not be saved, but would certainly be eternally damned. Finally, take care, dear Lutheran Christian, that you are not deceived by the name "Lutheran"; for just as many call themselves Christians and are not, so also many now call themselves Lutherans — that is, orthodox — and yet are false prophets, who bear the Lutheran name only so that they may lead the poor little sheep astray, under this sheep's clothing, into their false doctrine and fanaticism. Consider, therefore, that you find a Lutheran congregation only where the ancient, pure doctrine of the universal Christian Church is preached and accepted, as you find it in God's clear Word, and in summary in your Lutheran catechism, in the unaltered Augsburg Confession, and in the other symbolical books of the Lutheran Church. Wherever you meet a little flock that confesses this doctrine, hold fast to it; there enjoy together the sweet pasture of the pure Gospel; there let yourself be led to Jesus, and be kept with him in true faith; there strive and suffer together; so will you here strive and suffer for Christ's holy Church, and thus for the spread of his kingdom, for the honor of his name, for the truth of his Word, and for the salvation of your fellow redeemed. But do not grow weary in this struggle; rather, be faithful unto death, and you will one day also receive the crown of life, and, through a blessed death, pass over from the militant congregation of believers into the triumphant Church of the perfected righteous. To this end may the merciful God at last help us all, in this last, troubled time. Amen.
The further answer to Mr. N.'s tract will follow, God willing, at a later time.
*) Let the reader not take offense at the word "catholic." This word has a twofold meaning: first, a good one, in which it means as much as "universally Christian"; but then one also often understands by it those who belong to the Pope, for these have given themselves this fine title. Let the reader therefore note that we take the word "catholic" here in its good sense.
Printed by Weber and Olshausen.