2.
—
2. Wunder im eigentlichen Sinn ſind alle Werke der göttlichen Allmacht wider den Lauf der Natur, z. B. die natürlichen Geſetze aufheben, vermehren und ausdehnen, die Natur einer Sache umändern ohne alle Mittel, aus dem Tode das Leben hervorrufen. — Matth. 9, 33: Solches iſt noch nie in Israel erſehen worden. Joſ. 10, 14: und war kein Tag dieſem gleich. 2 Moſ. 34, 10: Wunder tun, dergleichen nicht geſchehen ſind in allen Landen und unter allen Völkern.
Anm. a. Wunder müſſen zurückgeführt werden auf ein unmittelbares Eingreifen und Wirken Gottes. Da⸗— her der Eindruck auf die Menſchen: Das iſt Gottes Finger. 2 Moſ. 8, 19. Matth. 8, 27: Was iſt das für ein Mann! Luk. 8, 25. Mark. 2, 12. 7, 37. Ap. 5. 11: Es kam eine große Furcht über die ganze Gemeinde.
Anm. b. Es gibt keine vernünftigen Wunder, ſondern lauter unvernünftige. Wunder kann man mit der Vernunft nicht faſſen.
Anm. c. Zu den Wundern im eigentlichen Sinn gehören alſo nicht Ereigniſſe und Vorkommniſſe, die man ſonſt wohl Wunder nennt, aber durch kreatürliche Kraft bewirkt werden.
Schriftansdrücke für Wunder
a. im Alten Teſtament: peleh (etwas, was
wunderbar iſt), mophet (wunderbare Dinge, die zugleich
ein Zeichen ſein ſollen), Oth⸗g'buroth (Krafttaten, die al⸗
lein durch göttliche Kraft geſchehen können):
b. im Neuen Teſtament: Hebr. 2, 4: Zeichen,
Wunder und mancherlei Kräfte. Ap. 6, 8. 2, 22: Ta⸗
ten, Wunder, Zeichen. 2 Theſſ. 2. 9. — Sie heißen
1. Zeichen, weil ſie wahrnehmbar ſind und
offenbaren, daß Gott zugegen iſt. Sie ſind Zei—
chen, daran man etwas erkennen kann;
2. Wunder, weil ſie Verwunderung erwecken.
Mark. 2, 12: ſie entſetzten ſich. 4, 41: fürchteten
ſich. Ap. 3, 10. 11: ſie wurden voll Wunderns und
Entſetzen:
3. Kräfte, weil die Macht Gottes wirkſam iſt.
Urſprung. Darum werden die Wunder oft auch
Werktaten, Handlungen Gottes genannt. Joh. 10,
25: die Werke, die ich tue.
4. Gott allein kann Wunder tun. Pſ. 72, 18: der
allein Wunder tut. 136, 4: der große Wunder tut al⸗
leine. 77, 15. 86, 10. Hiob 5, 9. Lied 340, 2. —
Wunder werden zugeſchrieben
a. dem Vater. Röm. 4, 25; Ap. 2, 24: den hat
Gott auferweckt. 4. 10. Joh. 14, 10: Der Vater aber.
der in mir wohnt, derſelbige tut die Werke. 5, 19. 20.
Der Vater tat die Werke mit Chriſto und durch ihn. At.
1910, 70. 71;
b. dem Sohne. Vergl. § 7. Ihm iſt gegeben alle
Gewalt im Himmel und auf Erden. Matth. 28, 18:
c. dem Heiligen Geiſte. Die Ausgießung, die
Wundergaben. 1 Kor. 12, 11: dies alles wirket derſel⸗
bige einige Geiſt. Matth. 12, 28: ſo ich aber die Teufel
austreibe durch den Geiſt Gottes.
Anm. a. Keine Kreatur im Himmel und auf Erden
kann ein eigentliches Wunder tun.
Anm. b. Wenn ein Wunder verrichtet wird, muß es
Gott entweder in eigener Perſon tun, oder die Kraft da⸗
zu den Menſchen geben, die es dann im Namen und in
der Kraft Gottes tun.
Anm. c. Darum ſind Wunder Beweiſe für die Gott⸗
heit oder göttliche Sendung. Niemand kann die Zeichen
tun, die du tuſt, es ſei denn Gott mit ihm.“ „Die Göt⸗
ter ſind auf die Erde gekommen.“ „Das iſt Gottes Fin⸗
ger.“ Sogar die Heiden erkennen das.
Gott tut Wunder
a. unmittelbar. Sintflut, Sprachenverwir⸗
rung. Sodom, die Schrift an der Wand u. ſ. w.;
b. mittelbar
1. durch Engel. Lied 67. 11. 2 Moſ. 12.4
12: Was der Würgengel tat, wird dem Herrn zu⸗
geſchrieben. 2 Kön. 2, 1: Gott hat Elias in den
Himmel geholt. 2 Sam. 24, 15—17: Da ließ der
Herr Peſtilenz kommen. Dan. 6. 22: Mein Gott
Die Engel taten dieſes
hat ſeinen Engel geſandt.
alles als Gottes Diener.
Anm. Die Engel ſind zwar ſtark, aber nicht all⸗
mächtig. Wie weit die Engel wunderbäͤre Dinge
durch die ihnen anerſchaffene Macht ausrichten und
zu welchen Werken Gott ihnen beſondere Kraft ver⸗
leihen muß, können wir nicht ermitteln;
2. durch Menſchen. Apoſtel und Prophe⸗
ten taten die Wunder nicht in eigener Kraft. Das
bekennen ſie alle, daß der Herr es ſei, der durch ſie
Wunder tut. Ap. 3, 6: im Namen Jeſu Chriſti. 9,
34: Anea, Jeſus Chriſtus macht dich geſund. 13,
11: die Hand des Herrn kommt über dich. 16, 18:
Ich gebiete dir im Namen Jeſu Chriſti.
Anm. a. Die Apoſtel und Propheten konnten die
Wundergabe andern nicht mitteilen, z. B. Eliſa nicht
dem Gehaſi.
Anm. b. Obwohl Menſchen und Engel Wunder getan
haben, ſo bleibt es doch dabei, daß Gott allein Wunder
tut. Menſchen und Engel waren nur ſeine Werkzeuge.
2 Moſ. 9, 22. 23. Joſ. 3, 5.
Anm. c. Manchmal hat ſich Gott bei ſeinen Wundern
unſcheinbarer Mittel bedient, z. B. Moſis Stab, Elias'
Mantel, Speichel bei dem Blinden.
6. Durch Propheten und Apoſtel ſind viele Wunder ge⸗
ſchehen. Beiſpiele:
a. Moſes: die Wunder bei der Ausführung aus Agyp⸗
ten, Teilung des Meeres, Waſſer aus dem Felſen;
b. Joſua: Sonne, ſtehe ſtill. Stöckh. A. T. 165; ; c. Elias: Die Baalspfaffen. 1 Kön. 17, 17—24. 2
Kön. 1, 10—12. 2, 8. Vergl. Wunderwerke des Elias
Jo. 1906;
Noch nach ſeinem Tode d. Eliſa: 2 Kön. 13, 20. 21.
hat er Wunder getan.
e. Jeſaias.
f. Die Apoſtel.
1. Petrus. Ap. 9. 34: Aneas. Ap. 9, 40:
Tabea. Ap. 3, 1—16: Heilung des Lahmen. Ma.
35, 205.
2. Paulus. Ap. 20. 9. 10. 28, 3—6. 8. 9.
19, 11. 12. (Min. 1913, 58.) Ap. 13, 11: und
ſollſt blind ſein. 16, 18: Austreibung des Wahr—
ſagergeiſtes. 2 Kor. 12. 12. (S. 1907, 50. 51. L.
W. 62, 343. 344. 346.)
g. Die Jünger des Herrn überhaupt. Stephanus tat
Wunder und Zeichen. Ap. 6. 8. Mark. 16, 20: Der
Herr bekräftigte das Wort durch mitfolgende Zeichen.
Die Wundergaben 1 Kor. 12. 7—11. Walth. Epi. 332.
At. 1912, 24. S. Gaben 927. 928.
7. Die Wunder Chriſti.
a. Chriſtus übertraf durch ſeine Wun⸗
deralleanderen.
1. Die Menge ſeiner Wunder: Joh. 21, 25:
Die Welt würde die Bücher nicht faſſen. 20, 30:
viele Zeichen, die nicht geſchrieben ſind in dieſem
Buch. 7, 31: Wenn er kommen wird, wird er auch
mehr Zeichen tun, denn dieſer tut?
2. Die Mannigfaltigkeit: Es gibt faſt
kein Gebiet der Natur, woran Chriſtus nicht ſeine
Kraft erwieſen hätte.
3. Die Größe und Herrlichkeit der Wunder.
Anm. a. Die Wunder Chriſti waren alle wohlts tig, nie erſchrecklich. Während Moſes und Elias manchmal Wunder taten, um die Gottloſen zu ſtrafen (4 Moſ. 17, 12. 13, Ap. 13, 11), ſo dienten alle Wunder Chriſti dazu, dem Nächſten zu dienen.
Anm. b. Sein größtes Wunder war die Auferſtehung. Dadurch hat er ſich kräftiglich erweiſet als Sohn Gottes. Röm. 1, 4.
Anm. c. Die Wunder Chriſti, die im Johannisevangelium berichtet werden Can. 91, 70. 71.
Anm. d. Die Wunder, die Chriſtus nach dem „Evangelium von der Kindheit Jeſu“ getan haben ſoll, ſind albern und unmoraliſch. Sie werden als Lügen gebrandmarkt durch Joh. 2, 11: Das iſt das erſte Zeichen, das Jeſus tat.
b. Chriſtustat ſeine Wunderineigener Kraft. Luk. 7, 14: Ich ſage dir, ſtehe auf. Matth. 8. 3: Ich wills tun, ſei gereinigt. Joh. 4, 50: Gehe hin. dein Sohn lebet. Joh. 2, 19: am dritten Tage will ich ihn wieder aufrichten. Joh. 10, 17. 18: daß ich mein Leben laſſe, auf daß ichs wieder nehme.
Anm. a. Wohl heißt es manchmal: er hob ſeine Augen auf zu ſeinem Vater. Aber darin liegt kein Widerſpruch. Er hat auch im Namen ſeines Vaters gehandelt. Joh. 10. 25: die Werke, die ich tue in meines Vaters Namen. Gott hat Wunder durch Chriſtum getan. Ap. 2, 22. (Jo. 95, 21.)
Anm. b. Nach ſeiner menſchlichen Natur tat Chriſtus die Werke im Namen des Vaters. Joh. 5, 36: die Werke, die mir der Vater gegeben hat. 11. 41. 42. Nach ſeiner göttlichen Natur tat er ſie in eigenem Namen.
Antitheſe. Neuere Theologen. Thomaſius: Chriſtus hat die Wunder nicht aus eigenem Vermögen getan. Kahnis: Die Wunder beweiſen nicht ſeine göttliche Natur, ſondern ſeine göttliche Sendung.
c. Dieſe Wunder ſind Beweiſe
1. für ſeine Gottheit. Wer ſolche Wunder aus
eigener Kraft tun kann, muß Gottes Sohn ſein:
2. für ſeine Meſſianität. Sagt Johanni
wieder, was ihr ſehet und höret. Matth. 11, 2—5.
Jeſ. 35, 5. 6. Seine Wunder ſtimmten genau über—
ein mit den Wundern, die vom Meſſias verkündigt
worden waren. Sieck 1, 17. Hätte Chriſtus keine
Wunder getan, ſo hätte er nicht der Meſſias ſein
können. Walth. Ev. 15. Ma. 4, 101.
Anm. a. Durch ſeine Wunder hat er ſeine Herrlichkeit offenbart. Joh. 1, 14: Wir ſahen ſeine Herrlichteit. 2, 11: offenbarte ſeine Herrlichkeit. 11, 40: du ſollteſt die Herrlichkeit Gottes ſehen.
Anm. b. Auf ſeine Werke beruft ſich Chriſtus. Joh. 14, 11: Glaubt mir doch um der Werke willen. 5, 36: die Werke, die ich tue, zeugen von mir, daß mich der Vater geſandt hat. 10, 37. 38. 15, 24.
Anm. c. Der Beweis für ſeine Gottheit wird nicht dadurch entkräftet, daß ſpäter auch Apoſtel ſolche Werke getan haben. Auch die Werke der Apoſtel waren nichts als Beweiſe für Chriſti Gottheit. Mark. 16, 20: Der Herr wirkte mit ihnen.
Anm. d. Daß die Wunder dieſe Wahrheit bezeugen, daß Jeſus Heiland der Welt ſei, wiſſen wir erſt aus Gottes Wort.
Anm. e. Die Wunder Chriſti blieben auch nicht ohne Frucht. „Laſſen wir ihn alſo, ſo werden ſie alle an ihn glauben.“
Anm. f. Da die Wunder Chriſti Gottheit beweiſen, ſo ſind ſie den Ungläubigen ſchrecklich, den Gläubigen aber tröſtlich.
Frage 1. Warum konnte Chriſtus in Nazareth nicht eine einzige Tat tun? Mark. 6, 5. — Er tat nicht viel Zeichen um ihres Unglaubens willen. Matth. 13, 58. Da ſie ſich an Chriſto ärgerten, brachten ſie nur wenig Hilfsbedürftige herbei.
Frage 2. Wenn Chriſti bloßes Wort genügte, warum bediente er ſich manchmal bei ſeinen Wundern äußerlicher Mittel? Joh. 9, 6. 7: Speichel. Mark. 7, 33. — Nicht als wären dieſe Mittel Urſache der Heilung, ſondern er wollte die Aufmerkſamkeit der Menſchen auf ſein Wunderwerk lenken und auch zeigen, wie die göttliche Natur in Vereinigung mit der menſchlichen, nicht ohne dieſe, ſon dern durch dieſe wirke.
Frage 3. Warum verbot Chriſtus manchmal, daß ſeine Wunder ausgebreitet würden? Mark. 5, 43. 1 44. 7, 36. 8, 26. Matth. 9, 30.
1. Chriſtus war demütig und ſuchte nicht eigene
Ehre. Er hat für unſere Eitelkeit genug getan und
uns ein Vorbild gelaſſen, daß wir nicht unſern Ruhm
auspoſaunen.
2. Chriſtus hatte zu lehren und zu predigen. Wur⸗—
den die Wunder ausgebreitet, wie Mark. 1, 45, ſo
konnte er nicht mehr öffentlich in die Stadt gehen.
Die Leute ſtürmten auf ihn ein, damit ihrem leib—
lichen Elend abgeholfen wurde und raubten ihm viel
Zeit ſeines Lehramtes zur Rettung der Seelen. Die
Wunder ſollten die Hauptſache nicht zur Nebenſache
machen.
3. Chriſtus war noch im Stande der Erniedri⸗-
gung. Mark. 9, 9.
4. Nicht durch Wunder, ſondern durchs Wort
wollte Chriſtus die Menſchen gewinnen. Darum hat
ſich Chriſtus manchmal auch geweigert, ein Wunder
zu tun. Die Leute ſollten nicht an den Wundern
hängen bleiben.
5. Das Volk, ja, ſelbſt die Jünger hatten noch
einen falſchen Begriff vom Reiche Gottes. Wie Chri⸗
ſtus ſeinen Ruhm nicht vom Teufel verkündigt haben
will, ſo auch nicht von denen, die ſein Werkt falſch
und ſchief beurteilen. Ihm lag alles daran, daß nur
der rechte Heiland ausgebreitet wurde, nicht die
falſche Meinung der Jünger.
6. Lagen ſolche Gründe nicht vor, ſo hat Chriſtus
auch wohl die Ausbreitung ſeiner Wunder befohlen.
Mark. 5, 19.
8. Der Zweck der Wunder. Die Wunder geſchahen nicht
planlos und ziellos, ſondern hatten einen ganz beſtimm⸗
ten Zweck. Der Zweck war nicht,
a. die Neugier zu befriedigen, die Sinne zu berauſchen
oder dabei Geld zu gewinnen;
b. Ehre vor Menſchen einzulegen. Chriſtus tat die
Wunder nicht, um zu prahlen. Phil. 2, 6: hielt er es
nicht für einen Raub, Gott gleich zu ſein. Darum ver⸗
bot er manchmal die Ausbreitung ſeiner Wunder:
c. den ſeligmachenden Glauben zu wirken. Wunder
können die Kirche nicht bauen, das geſchieht allein durchs
Wort. Wunder können höchſtens einen menſchlichen
Glauben bewirken.
Anm. Die Wunder ſind aber eine Vorbereitung für
ſolche, die Gott durchs Wort zum Glauben führen will.
Sie können die Menſchen veranlaſſen, die Lehre zu prü⸗
fen.
9. Welches war der Zweck der Wunder? Die Wunder
ſollten
a. die Wundertäter als Boten Gottes
beglaubigen. Dadurch wurde
1. Chriſtus als der Sohn Gottes und Heiland
der Welt beſtätigt und ſeine göttliche Sendung er⸗
wieſen:
2. die Propheten und Apoſtel als Gottes Boten
beſiegelt. 4 Moſ. 16, 28: Dabei ſollt ihr merken,
daß mich der Herr geſandt hat. 1 Kön. 17, 24: Nun
erkenne ich, daß du ein Mann Gottes biſt.
Anm. a. Noch als Eliſa im Grabe lag, tat er Wun⸗
der 2 Kön. 13, 20. 21. Damit wollte Gott dem Volke
zu bedenken geben: Eliſa war mein Prophet. Wer den
Geſandten nicht annimmt, empört ſich gegen Gott ſelbſt. Anm. b. Die Boten Gottes ſelbſt freilich wurden durch
die Wunder, die ſie verrichteten, auch in ihrem ſchweren
Amt geſtärkt und getröſtet;
b. die Lehre der Wundertäter als die Wahrheit beſtätigen. Die Wunder Moſis ſollten beſtätigen, daß ſeine Botſchaft wirklich Gottes Wort war. Die Wunder in Israel bezeugten, daß unter die; ſem Volk der rechte Gottesdienſt ſei. Hebr. 2, 4: Gott hat der Predigt Zeugnis gegeben mit Zeichen und Wundern. Mark. 16, 20: bekräftigte das Wort durch mitfolgende Zeichen. Ap. 3, 16: beſtätigt ſeinen Namen. Röm. 15, 18. 19.
Anm. a. Wunder ohne damit verknüpfte Lehre, ohne daß dabei etwas geſagt wird, beweiſen nichts, außer. daß Gottes Kraft wikkſam iſt. Stellt aber jemand eine Lehre auf und tut zum Beweiſe dafür ein Wunder, ſo muß die Lehre wahr ſein. So beſtätigen z. B. die Wunder der Apoſtel die Auferſtehung Chriſti. Luth. 21, 138. 139.
Anm. b. Zur Beſtätigung einer falſchen Lehre geſchehen keine Wunder. Wären die Apoſtel Betrüger geweſen, Gott hätte ſie keine Wunder tun laſſen.
Anm. c. So ſind die Wunder ein Beweis für die Gött— lichkeit der Schrift. Durch ſie iſt die chriſtliche Religion als die wahre Religion beſtätigt.
Anm. d. Die Wunder ſollen Zeichen ſein. Jeſ. 7, 11. Mark. 16, 20. Matth. 12, 38. 16, 1. Ap. 14. 3. — Darum geſchahen ſie auch nicht heimlich im Verborgenen, ſondern vielmehr vor vielen Zeugen. Jo. 95, 25.
Anm. e. Gott verlangt nicht, daß wir eine Lehre annehmen ſollen, wenn ſie nicht durch Wunder beſtätigt iſt. 5 Moſ. 18, 20—22. Joh. 10, 37: Tue ich nicht die Werke meines Vaters, ſo glaubet mir nicht. — Wer könnte ſeine Vernunft gefangen nehmen unter den Gehorſam Chriſti, wenn die Schreiber der Bibel nicht be— glaubigt wären? Walth. Ev. 302.
Anm. f. Die Zeichen ſind beſonders für die Ungläubigen. 1 Kor. 14. 22: Darum ſo ſind die Zungen zum Zeichen, nicht den Gläubigen, ſondern den Ungläubigen.
Anm. g. In der chriſtlichen Gemeinde, wo es der Beglaubigung der Lehre nicht bedurfte, iſt Timotheus krank 1 Tim. 5, 23, Trophimus 2 Tim. 4, 20, Epaphroditus Phil. 2, 26.
Anm. h. Doch werden auch die Chriſten durch die Wunder geſtärkt. Sie ſind ihnen auch inſofern tröſtlich, als ſie ſehen, daß der Herr unter ihnen iſt.
Anm. i. Warum hat der Herr dieſe Wunder den Wundern im weiteren Sinn noch hinzugefügt? — Weil die erſteren nicht beachtet werden. Pſ. 92, 6. 7: Ein Törichter glaubt das nicht. 1 Kor. 2, 14: Das Offenbarungswunder bleibt den Menſchen verborgen. — Nun hat kein Menſch mehr eine Entſchuldigung, wenn er nicht glaubt. Walth. Ev. 17. 18. Ma. 4, 105.
Anm. k. Auch durch die Strafwunder erfüllt Gott den eigentlichen Zweck der Wunder. Dadurch ſtopft
er den Ungläubigen das Maul. 5 Moſ. 11, 2—7. 2 Kön. 1, 10. Ap. 5, 4. 13, 11.
Anm. l. Darum iſt es gottloſe Liſt, zu ſagen, es komme in der Bibel nicht ſowohl auf die Wunder, als auf die Lehre an. Mit den Wundern fällt auch die Lehre.
Einwand 1. Wie kann durch Wunder eine Lehre be— ſtätigt werden, wenn es fraglich iſt, ob es ein göttliches oder diaboliſches Wunder ſei? — Des Teufels Wunder ſtehen immer im Dienſt der Sünde.
Einwand 2. Die Wunder hätten damals das unwii— ſende Volk auf die neue Lehre aufmerkſam gemacht. Jetzt hätten ſie keine Beweiskraft mehr. — Damit wird der Grund des Chriſtentums untergraben und die chriſtliche Religion zu einer Vernunftreligion gemacht, die keiner Beſtätigung durch Wunder bedarf.
Einwand 3. Andere hätten zur Beſtätigung der fal— ſchen Lehre Wunder getan. Es iſt möglich, daß die Je— ſniten in China ſolche Wunder getan haben. Warum ſollon gerade die Wunder der Vibel die Wahrheit der chriit. lichien Religion beſtätigen? — Entweder tragen dieſe Wunder das Gepräge der Erdichtung an ſich (Walth. Ev. 303), oder ſie ſind nicht geſchehen zur Beſtätigung der falſchen römiſchen Lehre, ſondern des apoſtoliſchen Symbolums. Sollen durch Wunder falſche Lehren beſtätigt werden, io ſind es keine göttlichen Wunder. L. W. 55, 393.
190. Die Wunder der ſchriſtlichen Religion gereichen
a. zur Ehre Gottes. Joh. 11, 4: daß der Sohn Guttes dadurch geehrt werde. 9, 3: daß die Werke Gottes ofjenbar würden. 2 Moſ. 6, 7: daß ihr erfahren ſollt, dal, ich der Herr bin. 7. 3 —5: inne werden, daß ich der Herr bin. 7, 17. 8, 22. 18, 11. Joſ. 2, 9—11. 1 Kön. 18. 39.
Anm. a. Durch die Wunder will Gott ſich von den falſchen Göttern der Heiden unterſcheiden und als den wahren Gott beweiſen. 2 Moſ. 15, 11. Dan. Z, 33. 5, 25. 2 Moſ. 9, 16. Pſ. 77, 15.
Anm. b. Die Ehre Gottes haben ſchon die gewöhn— lichen täglichen Wunder zum Zweck. Pſ. 19, 2: Die Himmel erzählen die Ehre Gottes;
b. zum Seil der Kirche. Die Wunder ſollen zum Wort hinleiten und ſo die Kirche bauen. Bei allen Wundern hatte Chriſtus das Ziel im Auge, zu ſuchen und ſelig zu machen, was verloren iſt.
Anm. Daneben trat bei Jeſu auch die Abſicht hervor der Not der Menſchen zu ſteuern. Die beiden einzigen
Ausnahmen waren Joh. 10, 39. 18. 6.
11. Glaubwürdigkeit der Wunder. Die bibliſchen Wun⸗
der haben auch vom bloß hiſtoriſchen Standpunkt aus
mehr Glaubwürdigkeit als die ſonſt beglaubigten Tat—
ſachen der Weltgeſchichte jener Zeit.
. Die Wunder ſind unauflöslich mit der Geſchichte des
Volkes Israel verbunden. Streicht die Wunder aus dem
Alten Teſtament und die Geſchichte des Volkes iſt uner
klärlich. Die jüdiſche Verfaſſung kann nicht getrennt wer⸗
den von den Ereigniſſen vor und während der Wüſten—
wanderung.
Anm. Die Juden feiern heute noch das Paſſahfeſt als
ein Denkmal jener Zeit.
b. Über die Echtheit der Bücher des Neuen Teſtaments
kann kein Zweifel ſein. Sie ſind hiſtoriſch glaubwürdig
beſtätigt durch viele Zeugen und unverfälſcht auf uns ge—
rommen. — Die Echtheit der Briefe an die Korinther,
Römer, Galater hat ſelbſt die radikalſte Bibelkritik zuge⸗
geben. L. W. 62, 341. 342.
c. Die Apoſtel und Evangeliſten waren glaubwürdige
Perſonen. Sie wollten, konnten und mußten die Wahr—
heit ſagen.
1. Ihre Berichte machen durchaus den Eindruck der Wahrheit. Die Wunder geſchahen nicht im Verborgenen, ſondern vor vielen Zeugen. Die Umſtände werden genau beſchrieben, die Perſonen angegeben.
Anm. a. Man muß ſich wundern über die Eigenart, wie die Bibel die Wunder erzählt. Wie kein anderes Buch der Welt! Man vergleiche damit ein⸗m mal die Wunder, die in Legenden erzählt werden.
Anm. b. Die Apoſtel waren auch keine Schwärmer. Die Wunder eriſtierten nicht in ihrem über⸗— ſpannten Gemüt. Sie beſaßen Urteil genug, um ſich nicht zu täuſchen.
2. Die Apoſtel mußten die Wahrheit ſchreiben. Wäre alles erdichtet geweſen, wie bald wäre der Ve— trug aufgedeckt worden! Wie ſchnell hätten ſich die Feinde in Nain erkundigt über den Jüngling und das ganze Lügengewebe zerriſſen! Damals lebten viele, die dieſe Geſchichten hätten widerlegen können. Wit. 1916, 14.
3. Was für Gewinn hatten ſie davon? 2 Kor. 11, 23: Ich habe mehr Schläge erlitten. Sie wurden dem Tode überantwortet, aber keiner hat wider⸗rufen. Ihre Behauptung, daß Chriſtus auferſtan— den ſei, hat ihnen alles gekoͤſtet, was dem Menſchen lieb iſt: Heimat, Brot, Achtung, Leben.
Einwand 1. Auch andere, z. B. Qnäker. Papiſten haben für ihre Lehre gelitten. — Das beweiſt, daß ſie aufrichtig waren und ihre Lehre für richtig hielten. Was folgt daraus in Bezug auf die Apo⸗ſtel? Daß ſie aufrichtig waren und die Auferſte— hung Chriſti Tatſache iſt.
die
Einwand 2. Verbrecher haben manchmal größten Folterqualen gelitten und dabei doch Tatſachen geleugnet. — Das lag in ihrem Intereſſe, ſie hofften Vorteil davon, ſie litten wider Willen. Wo aber ſind die Menſchen, die freiwillig für eine Lüge in den Tod gehen?
4. Welche Wirkung hatten ſie? Die Ungerechten
wurden gerecht, die Lügner wahrhaftig, die Unver⸗
ſöhnlichen voll Liebe. Solche Betrüger hat die Welt
nie geſehen.
d. Die Wunder Chriſti und ſeiner Apoſtel ſind zur Un— terſuchung gekommen und wurden nicht beſtritten. Joh. 9. Joh. 11. Ap. 4.
e. Die Wunder ſind bezeugt von Feinden. Celſus, Julian L. W. 55, 388. Trak.: Iſt die Bibel Gottes Wort. 21. Joſephus W. 65, 47. 48. Phlegon, Porphyry Theol 9, 46. Talmud Jo. 95, 21. Walth. Ev. 304. Mohammed W. 65, 16. 47. Jo. 95, 21.
f. Wären die Wunder gar nicht geſchehen, ſo könnte man nicht erklären,
1. den Eindruck der Perſönlichkeit Chriſti auf das
Volk und den Glauben an ſeine Meſſianität.
2. die allgemeine Verbreitung der avoſtoliſchen
Schriften ſchon zu Lebzeiten der Apoſtel. Hätten
ſie ſich zu halten vermocht wider das Zeugnis der
zahlreichen entſchloſſenen Gegner des Chriſtentums“
3. die wunderſame Ausbreitung der Kirche.
g. Wir feiern heute noch das Abendmahl zum Ge dächtnis Chriſti und ſeiner Erlöſung, wir ſeiern den Sonntag als Gedächtnis der Auferſtehung.
Anm. a. Inſonderheit iſt das größte aller Wunder, die Auferſtehung, beglaubigt. 1 Kor. 15, 3—9. Die Falſchheit des avoſtoliſchen Zeugniſſes wäre ein grö— ſeres Wunder als ſeine Wahrheit. L. W. 62, 359.
Anm. b. Die Wunder zu leugnen iſt Torheit.
12. Viele, die die Wunder nicht leugnen, glanben dennoch nicht. Sie verſtocken ſich mutwillig. Die Feinde zu Moſis, Elias' und Chriſti Zeiten erkannten, das iſt Gottes Finger und blieben dennoch gottlos. So heute.
a. Manche ſchreiben die Wunder dem Teufel zu. Matth. 12, 24. 9, 31: Er treibt die Teufel aus durch der Teufel Oberſten. Mark. 3, 22. Celſus und andere Heiden ſchreiben die Wunder Chriſti der Zauberei zu.
Anm. Solchen Läſterern gegenüber genügt vollſtän— dig Chriſti Antwort Joh. 8, 48 ff. Matth. 12, 24 ff.
ſtraft ihren Unverſtand und warnt ſie, nicht dem Hei— ligen Geiſt zu trotzen. Matth. 12, 31.
b. Andere ſtellen die Wunder auf eine Stufe mit den Wundern unter den Heiden, Mohammedanern und Papiſten. Wer ſich durch die meiſt törichten. teils erlogenen, teils dämoniſchen Wunder unter den Hei— den u. ſ. w. in der Glaubwürdigkeit der bibliſchen Wun. der beeinfluſſen laſſen kann, kennt weder die bibliſchen noch die heidniſchen Wunder.
Anm. Wunder, die die Heiden berichten: daß eine Kuh ein junges Pferd zur Welt gebracht, ein Weib in einen Mann verwandelt worden ſei u. ſ. w.
c. Noch andere ſuchen ihre Beweiskraft zu ſchwächen durch allerlei Einwände, z. B.:
1. Die Schrift ſchreibe auch Un wiedergebo⸗
renen und Heuchlern Wunder zu. Matth. 7, 23:
Haben wir nicht in deinem Namen geweisſagt? —
Gott kann durch Unwiedergeborene Wunder verrich—
ten zur Beſtätigung ſeiner Lehre, wie Bileam und
Kaiphas geweisſagt haben. Sie ſelbſt freilich haben
nichts davon.
2. In der erſten Kirche ſeien die Wundergaben zur
Beſtätigung des Irrtum s gemißbraucht worden.
Dann hätte Gott ihnen ſicher dieſe
1 Kor. 12.
Wundergabe nicht gegeben.
Paulus warnt nur vor
dem Mißbrauch, daß man ſich mit ſeinen Gaben vor
andern ſehen laſſen will.
Anm. So war es ſchon zur Zeit Israels. Kaum wa⸗—
ren die Wunder geſchehen, ſo murrte die ganze Gemeinde.
2 Moſ. 16, 2. Die Feindſchaft erhob ſich gerade gegen
diejenigen, die die gewaltigſten Wunder getan haben,
Moſen, Elias, Chriſtum.
13. Leugner der Wunder.
Viele leugnen die Möglich—
keit aller Wunder.
a. Spinoza. Ein Handeln Gottes gegen die Na—
turgeſetze müßte ein Handeln gegen ſeine eigene Natur
ſein. Das ſei unmöglich und eine Entwürdigung Got—
tes. Damit ſage man, Gott ſieht ſelbſt ein, daß ſeine
Naturgeſetze nicht gut ſeien.
b. Deiſten. Die Welt ſetzt, wie eine aufgezogene
Uhr, ihren geregelten Gang fort ohne Eingreifen Got;
tes. Jedes Eingreiſen würde verhängnisvolle Störun—
gen bedeuten. Die Naturgeſetze ſind ſtets unabänderlich
erfunden worden. — (Die Welt iſt aber nicht mit einer
Uhr zu vergleichen. Mein Vater wirket bisher. Jo.
95, 23.)
c. Hume. Wunder ſind unnöglich, weil ſie gegen
alle Erfahrung ſind. (Wer ſagt ihm aber, daß ſie gegen
alle Erfahrung ſind? Unſere Erfahrung iſt nicht aller
Menſchen Erfahrung. Um zu beweiſen, daß es keine
Wunder gibt, behauptet er, daß noch nie ein Wunder ge—
ſchehen iſt. L. W. 55, 389.)
d. Pantheiſten. Gott iſt die Welt und die Welt
iſt Gott. Die Geſetze der Natur ſind Offenbarungen ſei⸗
nes Weſens.
Gott müßte ſein Weſen aufgeben, wenn et⸗
was gegen die Natur geſchehen ſollte.
e. Evolutioniſten. Gott greift nirgends weder
mittelbar, noch unmittelbar ein.
f. Rationaliſten. Wunder gibt es nicht.
a. Materialiſten.
h. Moniſten.
i. Männer der Wiſſenſchaft. Die Wiſſen⸗
ſchaft mache den Glauben an Wunder unmöglich. Die
Wunder müſſen aus der Bibel hinaus. Man beruft ſich
auf noch unbekannte Naturgeſetze, um der Annahme der
Wunder zu entgehen: Vieles, was man früher für Wun.
der erklärt hat, ſei ſpäter als etwas Natürliches erkannt
worden. Im Lichte der Wiſſenſchaft werde auch das Üb⸗
rige noch aufgeklärt werden. At. 1913, 52. 53. Luth.
34, 59. 60. — Dagegen:
1. Das iſt freilich in Bezug auf manche Dinge
wahr, aber nie wird die Wiſſenſchaft die Wunder der
Bibel aufklären, z. B. Auferweckung von Toten.
2. Alle Forſchungen der Wiſſenſchaft können nie
ergründen, was Gott tun kann.
3. Die Wunder ſollen aus der Bibel hinaus, aber
die Wiſſenſchaft verkündet noch viel größere Wunder
als wiſſenſchaftliche Tatſache: daß die Welt ſich ſelbſt
entwickelt hat, aus dem Tode das Leben gekommen
iſt.
k. Die neneren Theologen.
1. Harnack hat die Möglichkeit von Wundern auf⸗
gegeben.
2. Schwalb leugnet ſolche Wunder wie die Ge—
ſchichte von Vileams Eſelin, Jonas u. ſ. w. — (Dieſe
Wunder ſind aber nicht größer als andere. Zu je⸗—
dem Wunder gehört Allmacht. Wer dieſe Wunder
nicht glaubt, muß auch die andern leugnen. Mich.
1910, 38.)
3. Rothe nimmt die Wunder der Bibel zwar an,
aber nicht, weil ſie in der Schrift ſtehen, ſondern
weil er ſie als hiſtoriſchen Erklärungsgrund nicht
entbehren kann. ö
Anm. Die Neueren unterſcheiden in der Schrift zwi⸗
ichen Wahrheit und Dichtung, zwiſchen Geſchichte und Le
gende.
l. Die Aufgeklärten ſtreichen die Wunder aus
der Schrift. Früher habe man an Wunder geglaubt, jetzt
ſei es dem Gebildeten unmöglich. Die Wunder der Bi—
bel ſeien ſagenhaft L. W. 62, 338, ähnlich den erlogenen
Wundern in dem „Cvangelium von der Kindheit Jeſu.“
At. 1913, 30. Die Bibel ſei Jahrhunderte ſpäter ge—
ſchrieben und enthalte Märchen. Luth. 34, 60. (Die
Zeugen ſind alle tot. darum wird ungeſcheut alles geleug⸗
net! ——.0 Ev. 301.)
Anm. Die Gründe gegen die Wunder ſind vornehm—
lich zwei: D05 wirkliche Vorkommen von Wundern ſei ge—
ſchichtlich nicht nachweisbar, es ſei mit dem vernünftigen
Donken unvereinbar.
Anm. b. Leugnung der Wunder beweiſt nicht, daß ſie
nicht geſchehen ſind.
Anm. c. Leugnung der Wunder iſt nicht eine Folge der
Aufklärung und des Fortſchritts der Wiſſenſchaft, ſon—
dern der Feindſchaft wider Gott. Dazu kommt noch na—
türliche Blindheit und Gleichgültigkeit. Man fällt blind—
linas etlichen Führern zu.
Amm. d. Wie ſchrecklich, die Wunder der Schrift zu
lenenen! Es handelt ſich nicht bloß um geſchichtliche Tat⸗
ſachen, ſondern man bringt dabei ſeine Seele um die Se—
ligkeit.
Anm. e. Leugnung der apoſtoliſchen Wunder macht
ihre Macht und die göttliche Gnade noch größer, da ſie
dann ohne Wunder die Welt bekehrt haben.
Anm. f. Auch unſere Vernunft ſtößt ſich an manchen
bibliſchen Wundern, wie z. B. der Geſchichte von Jonas,
aber die Wunder kann man nicht mit der Vernunft be—
greifen. Die Vernunft kann mir nicht ſagen, wie viel
ich von der Bibel glauben ſoll. Luth. 68, 39.
Anm. g. Wir glauben alle bibliſchen Wunder. Sollte
Gott nicht tun können, was uns unmöglich erſcheint?
Wir glauben ſie, weil ſie in der Schrift ſtehen. Manche
Wunder des Alten Teſtaments ſind ſogar von Chriſto und den Apoſteln beſtätigt. 2 Petr. 2, 16: Bileams Eſelin. Matth. 12, 40: Jonas.
14. Wie erklären die Lengner der Wunder die bibliſchen Wunder? Auf verſchiedene Weiſe:
a. Die Menſchen ſeien damals ſo leichtgläubig geweſen und hätten irgend etwas geglaubt.
b. Die Wunder ſeien ganz natürlich zugegangen, z. B. Moſos habe den Durchgang durchs Meer auf einer durch Ebbe geſchaffenen freigelegten Bodenerhebung be— werkſtelligt. Chriſtus ging auf dem Waſſer, d. h. er ging am Meer. Luth. 34, 60. Moſes warf rote Kreide in das Waſſer und ſo wurde es rot. Die Feuerſäule wa— ren Fackeln, die vorangetragen wurden. At. 1913, 54.
c. Die Leute haben ſichgotänſchet. Den Kindern Is rael ſchien es nur ſo, als ſei der Tag länger. Das Waſſor ouf der Hochzeit ſchmockte den Leuten ſo gut wie Wein. Die Erſcheinungen des Auferſtandenen waren Viſionen. At. 1913, 55. 56.
Anm. Auch Paulus habe ſich getäuſcht. Wenn er 2 Kor. 12, 12 von Mundern redet, ſo brauche man auch nicht an Wunder im ſtrikteſten Sinn zu denken.
d. Die Wunder der Schrift ſeien Sagen, die ſich um hervorragende Männer gebildet haben.
e. Die Auferſtehung Chriſti erklärt ſich ein Jude ſo, daß ſich Chriſtus die Wade aufgeſchnitten und den Namen Jehovah hineingeſteckt habe, der dann zu wirken habe angefangen.
15. Wer die Möglichkeit von Wundern lengnet,
a. leugnet Gottes Allmacht und macht Gott zu einem ohnmächtigen Gott.
Anm. a. Wer an Gott glaubt, muß auch an die Möglichkeit von Wundern glauben. Einen Gott, der nicht Wunder tun kann, können wir nicht gebrauchen.
Anm. b. Man kann es nicht faſſen, daß Gott Herr der Natur iſt. Als ob Gott, der die Naturgeſetze gemacht hat, ein Sklave ſeiner Einrichtung ſei. Er iſt ein freier, ſelbſtändiger Herr.
Anm. c. Die Wunder treten auch nicht mit dem gött, lichen Weltplan in Widerſpruch, da Gott ſie ſchon in ſeinen ewigen Ratſchluß mit aufgenommen hat;
b. muß die ganze Bibel verwerfen. Gibt es keine Wunder, dann keinen Gott. Ein Gott, der nicht Wunder tun kann, iſt kein Gott. Dann gibt es keine Schöpfung durch Gott, keine Weltregierung, keine Auferſtehung Chriſti, keine Erlöſung, keine Offenbarung und Weisſagung, keine Bekehrung, keinen Himmel und keine Hölle.
Anm. a. Ohne Wunder wäre die Bibel keine Bibel, Chriſtus kein Chriſtus. Das Chriſtentum ſiele hin, denn gerade die großen Hauptwunder bilden das Weſen des Chriſtentums. Jo. 1912, 15.
Anm. b. Die Wunder werden in der Schrift als Be⸗— weis für die Wahrheit hingeſtellt. Gelten die Beweiſe nichts, auf die ſich jemand beruft, wie will man die Lehre ſelbſt glauben?
Anm. e. Umgekehrt freilich gilt auch: Eine chriſtus—
loſe Welt wäre eine wunderloſe Welt. Gäbe es keine Erlöſung, was ſollte Gott dann bewegen, in den Lauf der
Natur einzugreifen?
16. Falſche Wunder. Auch der Teufel richtet wunder— bare Dinge aus. Dieſe Wunder
a. richtet der Teufelaus
1. durch Zauberer. Ap. 19, 19: vorwitzige Kunſt.
2 Moſ. 7, 11: die ägyptiſchen Zauberer taten auch
alſo mit ihrem Beſchwören;
2. durch falſche Propheten. Matth. 24, 24: und
werden große Zeichen und Wunder tun. 2 Theſſ. 2,
9: mit allerlei lügenhaftigen Kräften, Zeichen und
Wundern;
b. ſin deigentlich keine Wunder, ſondern Blendwerk Satans. Der Teufel kann keine Wunder tun. Antitheſe: Viele Papiſten Baier 1, 116.
Anm. Man muß unterſcheiden zwiſchen Wundern, die Gott allein tun kann, und wunderbaren Dingen, die das menſchliche Vermögen überſteigen. Der Teufel kann durch natürliche Mittel außerordentliche Wirkungen hervorbringen, aber etwas ſchaffen, das Weſen einer Sache än—
dern, kann er nicht:
eſindlügenhaftige Wunder. 2 Theſſ. 2 H. So werden ſie genannt, weil ſie entweder gar nicht geſchehen ſind (Vieles, was für Wunder ausgegeben wird, iſt nichts als Taſchenſpielerei, Betrug. Hypnoſe u. ſ. w.) oder weil ſie die Leute von der Wahrheit zur Lüge kehren ſollen.
Anm. a. Darum ſollen wir ſolchen Wundern nicht glauben. Matth. 24, 26: ſo glaubet nicht.
ö Anm. b. Im Alten Teſtament mußte man falſche Wundertäter töten. 5 Moſ. 13, 5. 18, 20. Im Neuen Teſtament ſoll ſelbſt der Antichriſt nur mit dem Geſiſt ſeines Mundes umgebracht werden. 2 Theſſ. 2, 8;
dHageſchehen unter Gottes Zulaſſung. Ohne Gottes Zulaſſung kann der Teufel nichts tun. Hiob 1. 12. 21.
Anm. a. Die Wunder Gottes geſchehen, wenn Gott
will. Die Wunder des Teufels nur, wenn er Erlaubnis
dazu bekommt. Wenn Gott will, macht er auch die Wun⸗
der Satans zuſchanden. Der Stab Moſis verſchlang die
Stäbe der Zauberer. At. 1912, 35—37.
Anm. b. Warum läßt Gott falſche Wunder zu? Es
geſchieht dieſes,
1. die Gläubigen zu prüfen. 5 Moſ. 13, 1—3:
Gott verſucht euch. Er will ſehen, ob wir treu bei
Gott und ſeinem Wort bleiben,
2. die Gottloſen zu ſtrafen. 2 Moſ. 7, 4: Pha⸗
rao. 2 Theſſ. 2, 9. 11: darum wird ihnen Gott
kräftige Irrtümer ſenden, daß ſie glauben der Lüge.
Anm. Die Frage, warum Gott falſche Wunder zu⸗läßt, iſt eine vorwitzige, wenn man dabei über die Offen⸗
barung Gottes hinausgehen will. Ahnliche Fragen: Wa⸗
rum hat Gott den Abfall der Engel zugelaſſen, warum
den Sündenfall?
17. Unterſchied zwiſchen wahren und falſchen Wundern. Den Wundern Chriſti ſollen wir glauben, den falſchen Wundern ſollen wir nicht glauben. Wodurch kann man ſie unterſcheiden?
a. Das Hauptkennzeichen iſt: Durch göttliche Wunder wird Gottes Wort, durch Teufels Wunder falſche Lehre beſtätigt. Gottes Wunder geſchehen zur Ehre Gottes, des Teufels Wunder zur Entheiligung des Namens Gottes.
Anm. a. Falſche Wunder geſchehen zur Beſtätigung falſcher Lehre. 5 Moſ. 13, 1—3: laßt uns andern Göttern nachfolgen. Matth. 24, 24: daß verführt werden in den Irrtum. Darum können dieſe Wunder nicht von Gott ſein, ſondern geſchehen nach der Wirkung Satans. Jo. 95, 40.
Anm. b. Gottes Wort iſt der Prüfſtein. Jeſ. 8, 19. 20: nach dem Geſetz und Zeugnis. 2 Petr. 1, 16—19: Wir haben ein feſtes prophetiſches Wort.
Einwand. Das ſei ein Zirkelſchluß. Daß jemand ein Bote Gottes und ſeine Lehre von Gott ſei, ſoll man aus ſeinen Wundern erkennen, und die Wahrheit ſeiner Lehre ſoll der Prüfſtein ſein, daß die Wunder göttlich ſind.
b. Andere Kennzeichen, die aber weniger zuverläſſig ſind, da ſich der Teufel auch in einen Engel des Lichtes verſtellen kann:
1. Die Werkzeuge Satans ſuchen mit ihren Wun⸗
dern Gewinn, die Werkzeuge Chriſti hatten Schaden
und Nachteil davon.
2. Die falſchen Wunder ſind meiſt läppiſche Wun⸗
der, die göttlichen ſtets der Weisheit und Herrlich⸗
keit Gottes gemäß.
3. Satans Wunder geſchehen mit allerlei Hokus—
pokus, Gottes Wunder ohne alle Umſchweife durchs
Wort und Willen.
4. Gott kann ſeine Wunder mit allen Nebenum—
ſtänden längſt vorausverkündigen, was dem Teufel
nicht möglich iſt.
Anm. Bei den Beſchwörern treibt ein Teufel den andern aus dem Körper des Menſchen, um hernach beide in die Seele zurückzukehren. Chriſtus aber zerſtört Satans Macht über den Menſchen.
18. Zu den falſchen Wundern gehören die Wunder, die gerühmt werden von
a. Mohammedanern. Obwohl Mohammed behauptete, ſelbſt keine Wunder tun zu können, ſo berief er ſich doch auf Wunder, die Gott an ihm getan, z. B. die Offenbarung des Koran, ſeine Reiſe von Mekka nach Jeruſalem in einer Nacht. Später wurden ihm allerhand Wunder angedichtet;
b. Papiſten zur Beſtätigung des römiſchen Aberglaubens. Beiſpiele: Wunder des Franziskus von Aſſiſi, der Chriſti Wundenmale getragen haben ſoll L. W. 16, 301—303. 55, 396. Ignatius von Loyola, Franz Xaver L. W. 55, 397. Jeſuiten „Der Jeſuitenorden“ von H. Gräber 17—24. Das Marienbild von Tenos L. W. 62, 163. 164. Wunder der Heiligen Luth. 65, 54. Lourdes L. W. 43, 53. 59, 334.
Anm. a. Viele von dieſen Wundern tragen den Stempel der Falſchheit an der Stirn. Andere ſind allerdingas durch Augenzeugen beſchworen, aber wie wenig Gewicht hat die eidliche Verſicherung von ſolchen Männern! Vor der Reformation war es gefährlich, ein von den Prieſtern behauptetes Wunder zu prüfen.
Anm. b. Wie manche Betrügereien ſind dabei ſchon entlarvt worden! Konk. 229, 34. Welcher Betrug iſt mit Reliquien getrieben worden, die Wunder getan haben ſollen!
Anm. c. Manche paviſtiſche Wunder erklären ſich ganz natürlich, ſo z. B. die blutige Hoſtie, die unverſehrte Erhaltung mancher Leiber der Heiligen.
Anm. d. Katholiken behaupten, ihre Lehre ſei durch Wunder beſtätigt. — Aber nicht die Lehre von der Rechtfertigung durch Chriſtum, ſondern die Lehre von der Anrufung der Maria. Meßopfer, Fegieuer. Wir beneiden ſie nicht um die Wunder.
Einwand. Römiſche Prieſter hätten auch Teufel ausgetrieben. Darum könnten ihre Wunder nicht teufliſche ſein. — Es iſt dem Teufel ein Geringes. ſich durch einen böſen Buben austreiben zu laſſen und dabei unausgetrieben zu bleiben.
c. „Chriſtian Science.“ Sie haben mancherlei Erfolg. Der Wille des Heilers und des Kranken ſelbſt hat viel damit zu tun. Vieles iſt auch Schwindel. Daß Gott nichts damit zu tun hat, geht ſchon daraus hervor, daß das ganze Treiben gegen Gottes Wort iſt.
d. Spiritiſten.
e. Mormonen.
f. Dowie.
Anm. Die Inſpirierten wollten im Jahre 1708 einen Toten auferwecken, konnten aber nicht.
19. Dauer der Wunder.
a. Wunder geſchehen nicht allezeit. Gott läßt ſie geſchehen, wenn es nötig iſt. Iſt der Zweck erreicht, ſo hören die Wunder auf.
Anm. a. Geſchichtliches. Als die Kirche des Alten Teſtaments zur Trägerin der Verheißung zubereitet werden ſollte, geſchahen viele Wunder. Nachdem das Land
Kanaan eingenommen war, hörten ſie auf. David hat keine Wunder getan. Als es ſpäter ſchien, die Kirche ſei untergegangen, taten Elias und Eliſa Wunder. Dann war es wieder vorbei. Als die Kirche des Neuen Teſtaments gegründet werden ſollte, ſchneite es förmlich Wunder.
Anm. b. In der erſten chriſtlichen Kirche hören wir noch von Wundern. 1 Kor. 12, 9. 10. Zeugniſſe für dieſe Wunderkräfte L. W. 24, 107 — 109. Spuren davon gehen bis ins dritte Jahrhundert. Dann hörten die Wunder gänzlich auf.
b. Heutzutage haben wir keine Wunder zur Beſtätigung der Lehre mehr zu erwarten.
1. Der ganze Rat Gottes iſt geoffenbart, die letzte
Offenbarung gegeben. Hebr. 1, 1. 2. Wir haben
keine Propheten mit neuen Lehren, die beſtätigt wer⸗
den müßten, zu erwarten.
2. Das Evangelium iſt in aller Welt gepredigt.
3. Die Prediger werden nicht unmittelbar beru⸗
fen, ſo daß ſie der Beſtätigung bedürften.
4. Wir haben an den Herrn auch ohne Wunder
glauben gelernt.
5. Das Beſtehen und die wunderbare Ausbrei-
tung der Kirche iſt ſelbſt ein großes Wunder.
Wir haben Zeichen genug. Wer nun noch Wunder
verlangt, iſt ſelbſt ein großes Wunder. Jo. 92, 23.
Anm. a. über den Mangel an Wundern brauchen wir nicht zu klagen. Der Herr hat damit ſeiner Kirche nichts genommen, was ſie ſtark und herrlich macht. Wir haben das Wort. Es mangelt uns nichts. Die rechten geiſtlichen Wunder bleiben uns.
Anm. b. Es tut dem böſen Geiſt wehe, aus dem Leibe getrieben zu werden, aber noch weher, wenn er die Seele von der Sünde erlöſt ſieht.
Dann iſt ſeine Macht zerſtört.
Anm. c. Die leiblichen Wunder ſind für den unverſtändigen Haufen. Für uns Chriſten ſind die moraliſchen Wunder (die Wirkung göttlicher Lehre) die rechten Wunder.
Anm. d. Es geſchehen jetzt noch Wunder, aber das ſind Glaubenswunder: wunderbare Gebetserhörungen, Errettung aus geiſtlicher und leiblicher Not. Jürgen Freſe 1676. Luth. 4. 178.
Anm. e. Wenn beſondere Wunder nötig wären, würden ſie heute noch geſchehen.
c. Wir ſollen nicht einmal Wunder begehren, Zeichen fordern. Das wäre Gottverſuchen. 1 Kor. 10, 9: Laßt uns aber auch Chriſtum nicht verſuchen. 2 Moſ. 17, 2. Chriſtus ſtraft die Wunderſuat. Tas Wort ſou uns genugen. Wehe dem. der jetzt
noch nach Wundern fragt! Jo. 95, 10. Anſtatt nach denſelben zu fragen, ſollen wir uns jetzt vielmehr vor Zeichen und Wundern fürchten. At. 1915, 46.
Anm. a. Die Phariſäer forderten Zeichen. Matth. 16, 1—4. 12, 38: Wir wollten gern ein Zeichen von dir ſehen. So tun noch heute viele. Die Zeichen aber, die das Evangelium vor ihren Augen wirkt, achten ſie nicht. Ma. 37, 6.
Anm. b. Man fordert Wunder und glaubt dann doch nicht. Pharao. Phariſäer. Luk. 16, 31: ſo werden ſie auch nicht glauben, ob jemand von den Toten auferztünde.
20. Einwände.
a. Der Mangel an Wundern ſei ein Zeichen des Verfalls der Kirche. Durch Untreue habe die Kirche dieſe Gabe verloren. Der Glaube der Chriſten ſei nicht rechter Art, ſonſt würde es heute nicht an Wundern fehlen.
b. Wenn Gott ſeiner Zeit den Rat ſtückweiſe geoffenbart habe, könne man dann nicht annehmen, daß Gott nodmetwas für unſere Zeit aufbewahrt habe, ſo daf auch heute noch Wunder zur Beſtätigung neuer Lehre möalich wäͤren?
c. Iſt nicht die Verheißung ganz allgemein: die Zeichen aber, die da folgen werden denen, die da glauben u. ſ. w. Sollten die Gläubigen demnach nicht auch heute Wunder tun können? — Das konnten ſelbſt damals nicht alle Gläubigen (1 Kor. 12, 29. 30) und die es konnten, konnten es nicht immer.
d. Redet nicht Luther ſo, als ob wir auch heute noch Wunder tun könnten? — Dieſelbe Kraft und Wirkung Chriſti bleibt in der Chriſtenheit, daß, wo es nötig wäre, auch wohl ſolche Wunder geſchehen können. Alle Dinge ſind möglich dem, der da glaubet. Matth. 21, 21. 22: So ihr Glauben habt, werdet ihr zu dieſem Berge ſagen: Hebe dich auf u. ſ. w. Es iſt aber keine Notwendigkeit dafün vorhanden.
e. Luther habe verſucht, Wunder zu tun, aber keine zuſtande gebracht. — Er hat es gar nicht verſucht. Da ſeine Lehre keine neue Lehre war, geſchahen zu ſeiner Zeit auch keine Wunder.
f. Rühmen nicht Katholiken. Adventiſten u. ſ. w., daß ſie Wunder aufweiſen können? Das ſind falſche Wunder.
g. Wie kann der Einzelne wiſſen, ob das Evangelium Il.
wahr iſt? Bedarf es nicht wieder eines Zeichens vom
Himmel? — Gott ſorgt ſchon dafür, daß das Evangelium
als Wahrheit erkannt wird. Gott hat der Predigt ſei⸗
nen Geiſt verheißen, der wird zeugen von Chriſto.
21. Gebrauch dieſer Lehre.
a. Troſt. Die Wunder beſtätigen,
1. daß die Bibel Gottes Wort, daß Chriſtus Got- At. 1915, 50—53. tes Sohn iſt und wir erlöſt ſind,
2. daß Gott uns helfen kann in aller Not. Seine At. 1915, 53—55. Hand iſt nicht verkürzt. Er kann Gebete erhören
Jak. 5, 16—18, ſeine Kirche beſchützen. Pſ. 46,
2—6. Die Pforten der Hölle ſollen ſie nicht über⸗
wältigen;
3. daß wir auch Hoffnung des Lebens haben und At. 1915, 55. 56. aus dem Tode auferſtehen. Die bereits geſchehenen
Wunder ſind Bürgſchaft für die zukünftigen Wun⸗
der.
Mahnung. Wir ſollen
1. die Lehre, die durch Wunder beſtätigt iſt, an. At. 1915, 57. 59. 60. nehmen und ſo die rechten geiſtlichen Wunder, Be⸗
kehrung, Erneuerung, Heiligung an uns geſchehen
laſſen;
2. dem bloßen Wort glauben auch ohne Wunder. At. 1915, 58. 59. Jo. 95, Der rechte Glaube hält ſich allein ans Wort, er mag 29.
Wunder ſehen oder nicht. Ma. 36, 312. 1913,
Anm. Chriſtus tadelt die Juden. „Wenn ihr Jo. 95, 29. L. W. 55, nicht Zeichen und Wunder ſehet, ſo glaubet ihr 394
nicht.“ Joh. 4, 48. Darum hat er ſich auch manch⸗
mal geweigert, Wunder zu tun. Die Leute ſollten
nicht an ſeinen Wundern hängen bleiben.
Homiletik.
3. Advent. — Ev.
Daß die Wunderwerke Chriſti unwiderſprechlich beweiſen, daß er Gottes Sohn
und der Welt Heiland ſei. Laßt uns a. die Kraft dieſes Veweiſes unterſuchen, b.
erwägen, daß kein Menſch eine Entſchuldigung haben wird, wenn er an Chriſtum
nicht geglaubt hat. — Walth. Ev. 14. Dieſe Predigt engliſch: Ma. 4, 99. Wozu dienen die uns in der Schrift berichteten Wunder des Herrn? a. Zur
Stärkung unſeres Glaubens an Chriſtum, b. zur Anregung
durch Liebeswerke ihm nachzufolgen. — Ma. 23, 371.
Lätare. — Ev.
Die Wunder Chriſti ein gewaltiger Beweis, daß er der Prophet iſt, der in die
Welt kommen ſoll. a. Was für ein Prophet laut der Weisſagung in die Welt kom-
men ſollte, b. daß die Wunder Chriſtum als ſolchen erweiſen.
16. Sonntag nach Trin. — Ev.
Das große Wunder der Auferweckung des Jünglings zu Nain. a. Wie es al⸗
len Menſchen unleugbar, b. allen Ungläubigen ſchrecklich, e. allen wahren Chriſten
höchſt tröſtlich ſei. — Walth. Ev. 302.
Freitert.
Ap. 3. 1—16. — Daß auch in der an Wundern reichen erſten Kirche das eigent⸗
liche Mittel ihres Baues und ihrer Ausbreitung die Predigt des Evangelii war. a.
Daß dem ſo war, b. wie tröſtend und mahnend das für uns ſei.
- At. 1910, 58—64
margin
- At. 1910, 58—64. 67
margin
- Jo. 95, 15
margin
- Jo. 95, 15. 16
margin
- Walth. Ev. 13
margin
- Ma. 4, 98
margin
- Baier, Pro. 127
margin
- Baier, Pro. 128
margin
- L. W. 55, 386
margin
- Cal. 89, 23
margin
- Hön. Dog. § 27, 272
margin
- Mich. 1904, 20
margin
- Mich. 1904, 20. 21
margin
- At. 1910, 61
margin
- At. 1910, 61. 62
margin
- Luth. 68, 39
margin
- At. 1910, 65
margin
- At. 1910, 65. 66
margin
- At. 1910, 14—16
margin
- Lied 340, 2
- At.
1910, 70
- At.
1910, 70. 71
- Lied 67. 11
- Lied 67. 11. 2
- At. 1910, 17
margin
- Jo. 95, 9
margin
- Jo. 95, 9. 10
margin
- Jo. 95, 9. 10. 17
margin
- L. W. 55, 387
margin
- L. W. 55, 387. 388
margin
- Jo. 95, 18
margin
- Jo. 95, 18. 19
margin
- At. 1910, 68
margin
- Jo. 95, 19
margin
- Ma. 4, 99
margin
- Walth. Ev. 14
margin
- L. W. 55, 390
margin
- L. W. 55, 390. 391
margin
- Mich. 1900, 22
margin
- Hön. Dog. § 23, 270
margin
- Wit. 1916, 14
margin
- At. 1910, 72
margin
- At. 1910, 72. 73
margin
- At. 1912, 11
margin
- At. 1912, 11. 12
margin
- Luth. 2, 15 The Formula of Concord.
margin
- Trak. I
margin
- Wit. 1910, 14
margin
- Kueg. 4, 32
margin
- Jo. 95, 19
margin
- Jo. 95, 19. 20
margin
- At. 1912, 12
margin
- At. 1912, 12. 13
margin
- Jo. 95, 20
margin
- L. W. 55, 391
margin
- Stöckh. A. T. 165
- Ma.
35, 205
- Ma.
35, 205.
2
- Min. 1913, 58
- L. W. 62, 343
- L. W. 62, 344
- L. W. 62, 346
- Walth. Epi. 332
- At. 1912, 24
- At. 1912, 14
margin
- At. 1912, 14. 23
margin
- At. 1912, 14. 23. 24
margin
- Jo. 95, 21
margin
- L. W. 55, 392
margin
- Jo. 1906, 40
margin
- Jo. 1906, 40. 41
margin
- At. 1912, 15
margin
- At. 1912, 15. 16
margin
- Jo. 1913, 19
margin
- Jo. 1913, 19. 95, 22
margin
- L. W. 55, 391
margin
- L. W. 55, 391. 392
margin
- Jo. 1912, 14
margin
- At. 1912, 14
margin
- At. 1912, 14. 15
margin
- Il. 1903, 39—46
margin
- At. 1912. 17
margin
- Jo. 1909, 57—58
margin
- At. 1912, 13
margin
- At. 1912, 13. 19
margin
- At. 1912, 20
margin
- At. 1912, 21
margin
- Stöckh. N. T. 361
margin
- Stöckh. N. T. 392
margin
- Stöckh. N. T. 392. 406
margin
- At. 1912, 21
margin
- At. 1912, 21. 22
margin
- At. 1910, 73
margin
- At. 1910, 73. 74
margin
- At. 1910. 74—76
margin
- Can. 91, 70
- Can. 91, 70. 71
- Jo. 95, 21
- Walth. Ev. 15
margin
- Ma. 4, 101
margin
- Ma. 4, 101. 102
margin
- Stöckh. N. T. 54
margin
- At. 1910, 76
margin
- At. 1910, 76. 3
margin
- Il. 1912, 30
margin
- At. 1910, 76
margin
- At. 1910, 76. 77
margin
- Walth. Ev. 16
margin
- Ma. 4, 103
margin
- At. 1910, 77
margin
- At. 1910, 77. 78
margin
- Ma. 37, 8
margin
- Jo. 95, 41—43
margin
- At. 1913, 30
margin
- At. 1913, 30. 31
margin
- At. 1910, 78
margin
- At. 1910, 78. 79
margin
- Jo. 95, 21
margin
- Walth. Ev. 305
margin
- Walth. Ev. 305. 16
margin
- Ma. 4, 103
margin
- Mich. 1900, 23
margin
- Z. Il. 1912, 29
margin
- Z. Il. 1912, 29. 30
margin
- Can. 91, 71
margin
- Can. 91, 71. 72
margin
- L. W. 55, 391
margin
- Kueg. 4, 32
margin
- Kueg. 4, 33
margin
- Wit. 1916, 30
margin
- At. 1910, 72
margin
- At. 1910, 72. 73
margin
- Mich. 88, 30
margin
- Cal. 98. 29
margin
- Can. 91, 67
margin
- Wis. Syn. 1908, 68
margin
- Wis. Syn. 1908, 68. 69
margin
- Wit. 1916, 31
margin
- Ma. 36, 15
margin
- Ma. 36, 15. 16
margin
- Kueg. 4, 30–33
margin
- At. 1910, 73
margin
- At. 1910, 73. 74
margin
- Sieck 1
- Sieck 1, 17
- Walth. Ev. 15
- Ma. 4, 101
- Luth. 63, 17
margin
- At. 1915, 39
margin
- At. 1915, 39. 40
margin
- Mich. 1900, 23
margin
- At. 1915, 41
margin
- Walth. Ev. 17
margin
- Ma. 4, 104
margin
- Walth. Ev. 305
margin
- Walth. Ev. 305. 306
margin
- At. 1910, 79
margin
- Stöckh. N. T. 83
margin
- At. 1910, 80
margin
- Stöckh. N. T. 85
margin
- Stöckh. N. T. 85. 138
margin
- At. 1910, 80
margin
- At. 1910, 81
margin
- Jo. 1907, 20
margin
- Jo. 1907, 20. 95, 29
margin
- Jo. 1907, 20. 95, 29. 30
margin
- Jo. 1907, 20
margin
- Jo. 1907, 20. 21
margin
- At. 1915, 34
margin
- L. W. 55, 392
margin
- Wit. 1916, 15
margin
- Ma. 35, 205
margin
- At. 1915, 32
margin
- At. 1915, 32—34
margin
- At. 1915, 39
margin
- Wit. 1916, 30
margin
- At. 1915. 38
margin
- At. 1915. 38. 39
margin
- Ma. 35, 205
margin
- Cal. 89, 24
margin
- Cal. 89, 24. 25
margin
- Theol. 9, 34
margin
- Jo. 1909, 58
margin
- At. 1915, 38
margin
- Luth. 21, 138
- Luth. 21, 138. 139
- Jo. 95, 25
- Walth. Ev. 302
- Walth. Ev. 17
- Walth. Ev. 17. 18
- Ma. 4, 105
- Jo. 95, 27—30
margin
- Jo. 95, 27—30. 9
margin
- At. 1915, 32
margin
- At. 1915, 32. 35
margin
- L. W. 55, 393
margin
- L. W. 55, 393. 394
margin
- Ma. 4, 100
margin
- Walth. Ev. 14
margin
- Luth. 69, 284
margin
- W. 65, 48
margin
- W. 65, 48. 49
margin
- Luth. 21, 139
margin
- Theol. 9, 34
margin
- At. 1915, 34
margin
- Trak. I
margin
- Cal. 89, 23
margin
- L. W. 17, 233
margin
- At. 1910. 66
margin
- At. 1910. 66. 67
margin
- Jo. 95, 18
margin
- Walth. Ev. 14
margin
- Ma. 4, 100
margin
- At. 1915, 39
margin
- At. 1915, 34
margin
- Luth. 69, 284
margin
- Jo. 1913, 19
margin
- At. 1910, 58
margin
- At. 1910, 58. 59
margin
- At. 1915, 36
margin
- At. 1915, 36. 37
margin
- Walth. Ev. 303
- L. W. 55, 393
- L. W. 55, 393.
190
- Walth. Ev. 14
margin
- Walth. Ev. 14. 15
margin
- Ma. 4, 100
margin
- Ma. 4, 100. 101
margin
- At. 1915, 33
margin
- Walth. Ev. 301
margin
- Jo. 95, 25—27
margin
- At. 1915, 34
margin
- L. W. 55, 392
margin
- L. W. 55, 392. 393
margin
- At. 1910, 68
margin
- At. 1910, 68. 69
margin
- At. 1915, 35
margin
- Jo. 95, 30
margin
- Wit. 1916, 15
margin
- Can. 91, 72
margin
- At. 1915, 13
margin
- At. 1915, 15—18
margin
- L. W. 62, 341
- L. W. 62, 341. 342
- Wit. 1916, 14
- Wit. 1916, 14.
3
- At. 1915, 14
margin
- Theol. 9, 36—42
margin
- At. 1915, 19
margin
- At. 1915, 19. 20
margin
- Theol. 9, 43—45
margin
- Trak. I
margin
- Can. 91, 71
margin
- Walth. Ev. 303
margin
- Walth. Ev. 303, 17
margin
- Ma. 4, 104
margin
- At. 1915, 23
margin
- L. W. 54, 121
margin
- L. W. 54, 121. 122
margin
- Cal. 98, 29
margin
- Cal. 98, 29. 14
margin
- L. W. 62, 351
margin
- Theol. 9, 44
margin
- Walth. Ev. 304
margin
- Walth. Ev. 304. I
margin
- At. 1915, 21
margin
- Trak. I
margin
- Luth. 21, 138
margin
- Luth. 21, 138. 139
margin
- L. W. 55, 388
- W. 65, 47
- W. 65, 47. 48
- Theol 9, 46
- Jo. 95, 21
- Walth. Ev. 304
- W. 65, 16
- W. 65, 16. 47
- Jo. 95, 21
- L. W. 62, 359
- At. 1915, 24
margin
- At. 1915, 24. 25
margin
- L. W. 62, 341—347
margin
- Walth. Ev. 17
margin
- Ma. 4, 104
margin
- Ma. 4, 104. 105
margin
- Cal. 89, 24
margin
- L. W. 62, 363—365
margin
- L. W. 62, 366
margin
- L. W. 62, 366. 367
margin
- At. 1915, 25
margin
- At. 1915, 25. 26
margin
- At. 1915, 26—28
margin
- L. W. 62. 34
margin
- Luth. 21, 138
margin
- At. 1915, 29—32
margin
- Sieck 1
margin
- Sieck 1, 18
margin
- At. 1913, 23
margin
- At. 1913, 23. 21
margin
- At. 1913, 25
margin
- At. 1913, 25. 26
margin
- At. 1913, 26
margin
- At. 1913, 26. 27
margin
- At. 1913, 32
margin
- At. 1913, 32. 37
margin
- At. 1913, 32. 37. 38
margin
- At. 1913, 32. 37. 38. 40
margin
- At. 1913, 32—36
margin
- Jo.
95, 23
- L. W. 55, 389
- At. 1913, 27
margin
- At. 1913, 27. 28
margin
- At. 1913, 29
margin
- At. 1913, 29. 30
margin
- At. 1913. 21
margin
- At. 1913. 21. 22
margin
- At. 1913, 47
margin
- Luth. 34, 50
margin
- Jo. 95, 23
margin
- Mich. 1904, 22
margin
- Mich. 1904, 22. 23
margin
- At. 1913, 48
margin
- At. 1913, 48. 49
margin
- L. W. 59, 74
margin
- Mich. 1904, 23
margin
- Mich. 1904, 23
margin
- Mich. 1904, 23. 24
margin
- At. 1913, 50
margin
- At. 1913, 50. 5
margin
- Cal. 91. 18
margin
- L. W. 53, 272
margin
- L. W. 53, 272. 58, 548
margin
- L. W. 53, 272. 58, 548. 52
margin
- L. W. 53, 272. 58, 548. 52. 335
margin
- L. W. 55, 388
margin
- L. W. 55, 388. 389
margin
- L. W. 55, 388. 389. 58
margin
- L. W. 55, 388. 389. 58. 547
margin
- L. W. 55, 388. 389. 58. 547. 548
margin
- L. W. 55, 388. 389. 58. 547. 548. 59, 362
margin
- L. W. 55, 388. 389. 58. 547. 548. 59, 362. 54, 121
margin
- L. W. 55, 388. 389. 58. 547. 548. 59, 362. 54, 121. 44, 106
margin
- L. W. 55, 388. 389. 58. 547. 548. 59, 362. 54, 121. 44, 106. 60
margin
- L. W. 55, 388. 389. 58. 547. 548. 59, 362. 54, 121. 44, 106. 60. 378
margin
- Jo. 1912, 15
margin
- At. 1913, 52
- At. 1913, 52. 53
- Luth.
34, 59
- Luth.
34, 59. 60
- Mich.
1910, 38
- L. W. 62, 338
- At. 1913, 30
- Luth. 34, 60
- At. 1913, 53
margin
- At. 1913, 53
margin
- At. 1913, 53. 56
margin
- L. W. 59, 362
margin
- W. 62, 338
margin
- W. 62, 338. 339
margin
- W. 18, 30
margin
- W. 18, 30. 31
margin
- N. Il. 1909, 37
margin
- N. Il. 1909, 37. 38
margin
- N. Il. 1909, 37. 38. 40
margin
- Syn. 86, 20
margin
- Syn. 86, 20. 21
margin
- Mich. 1904, 22
margin
- Jo. 1912, 15
margin
- Luth. 34, 59
margin
- W. 62, 340
margin
- W. 62, 340. 341
margin
- W. 62, 340. 341. 7
margin
- N. Il. 1909, 38
margin
- At. 1913, 21
margin
- At. 1913, 21. 23
margin
- Walth. Ev. 301
margin
- Walth. Ev. 305
margin
- Luth. 68, 39
- Luth. 34, 60
- At. 1913, 54
- At. 1913, 55
- At. 1913, 55. 56
- L. W. 54. 557
margin
- Cal. 89, 23
margin
- Cal. 89, 23. 91, 18
margin
- N. Il. 1909. 38
margin
- N. Il. 1909. 38. 39
margin
- At. 1913, 22
margin
- Jo. 1912, 15
margin
- L. W. 55, 389
margin
- L. W. 56, 192
margin
- Stöckh. A. T. 165
margin
- L. W. 62, 345
margin
- Cal. 89, 24
margin
- Cal. 89, 24. 98, 29
margin
- Cal. 89, 24. 98, 29. 30
margin
- Cal. 89, 24. 98, 29. 30. 2
margin
- Luth. 34, 59
margin
- L. W. 55, 389
margin
- L. W. 55, 389. 390
margin
- L. W. 55, 389. 390. 60, 379
margin
- Luth. 2, 15 The Formula of Concord.
margin
- At. 1913. 50
margin
- At. 1913. 50. 51
margin
- L. W. 11, 106
margin
- L. W. 11, 106. 59, 414
margin
- L. W. 11, 106. 59, 414. 415
margin
- Jo. 1912, 15
- Baier 1, 116
- L. W. 52, 416
margin
- L. W. 52, 416. 417
margin
- L. W. 52, 416. 417. 62, 339
margin
- L. W. 52, 416. 417. 62, 339. 340
margin
- Walth. Ev. 302
margin
- O. 94, 36
margin
- Jo. 1912, 16
margin
- Luth. 40, 17
margin
- Jo. 95, 39
margin
- Jo. 95, 39 40
margin
- L. W. 55, 397
margin
- L. W. 55, 397. 44—47
margin
- L. W. 55, 397. 44—47. 50
margin
- L. W. 55, 397. 44—47. 50. 51
margin
- At. 1912, 29
margin
- At. 1912, 29. 31
margin
- Jo. 95, I
margin
- At. 1912, 29 —30
margin
- At. 1912, 29 —30. 33
margin
- At. 1912, 30
margin
- At. 1912, 30. 39
margin
- Luth 40, 17
margin
- Baier 1, 14
margin
- Jo. 95, 40
margin
- Jo. 95, 40. 11
margin
- Jo. 95, 40. 11. 50
margin
- Min. 85, 65
margin
- Min. 85, 65. 66
margin
- Jo. 95, 58—61
margin
- W. 65, 51
margin
- At. 1913, 20
margin
- At. 1912, 34
margin
- Jo. 95, 54
margin
- Jo. 95, 54. 55
margin
- At. 1912, 35—37
- Jo. 95, 40
- At. 1913, 12
margin
- At. 1912, 38
margin
- At. 1912, 38. 39
margin
- Jo. 95, 57
margin
- Jo. 95, 57. 58
margin
- L. W. 55, 397
margin
- L. W. 55, 397. 398
margin
- Luth. 40, 18
margin
- Jo. 95, 55
margin
- Jo. 95, 55. 56
margin
- At. 1912, 39
margin
- At. 1912, 39. 40
margin
- Luth. 40, 18
margin
- At. 1912, 37
margin
- At. 1913, 11
margin
- At. 1913, 11. 13
margin
- Luth. 40, 17
margin
- Luth. 40, 17. 18
margin
- At. 1912, 31—33
margin
- Schulbl. 11, 318
margin
- At. 1913, 15
margin
- At. 1913, 15. 18
margin
- At. 1913, 15. 18. 19
margin
- At. 1913, 15
margin
- At. 1913, 12
margin
- At. 1913, 12
margin
- At. 1913, 12
margin
- At. 1913, 13
margin
- L. W. 16, 301—303
- L. W. 16, 301—303. 55, 396
- L. W. 16, 301—303. 55, 396. I
- L. W. 55, 397
- L. W. 62, 163
- L. W. 62, 163. 164
- Luth. 65, 54
- L. W. 43, 53
- L. W. 43, 53. 59, 334
- Konk. 229
- Konk. 229, 34
- Schulbl. 11, 318
margin
- At. 1913, 38
margin
- At. 1913, 38. 39
margin
- Jo. 95, 43
margin
- At. 1913, 40—43
margin
- Jo. 95, 47
margin
- Jo. 95, 47. 48
margin
- At. 1913, 43
margin
- L. W. 60, 95
margin
- L. W. 60, 95. 96
margin
- At. 1913, 44—46
margin
- Luth. 40, 18
margin
- Luth. 40, 18. 28
margin
- Luth. 40, 18. 28. 29
margin
- Luth. 40, 18. 28. 29. 64, 334
margin
- Luth. 40, 18. 28. 29. 64, 334. 39, 54
margin
- Theol. 17, 38
margin
- Theol. 17, 38. 39
margin
- L. W. 62, 324
margin
- L. W. 62, 324. 325
margin
- Luth. 40, 17
margin
- Luth. 40, 17. 18
margin
- Luth. 40, 18
margin
- Jo. 95, 51
margin
- L. W. 46, 78
margin
- L. W. 46, 78. 79
margin
- Luth. 69, 283
margin
- Luth. 69, 283. 284
margin
- L. W. 55, 397
margin
- L. W. 24, 107 — 109
- Jo. 92, 23
- Luth. 4. 178
- W. 65, 51
margin
- At. 1915, 41
margin
- At. 1915, 41. 42
margin
- L. W. 55, 394
margin
- L. W. 55, 394. 395
margin
- Wit. 1916, 46
margin
- At. 1915, 42
margin
- At. 1915, 42. 43
margin
- Jo. 95, 30
margin
- Jo. 95, 30. 31
margin
- L. W. 55, 395
margin
- Wit. 1916, 46
margin
- Jo. 88, 20
margin
- At. 1915, 43—45
margin
- L. W. 55, 395
margin
- L. W. 55, 395. 396
margin
- Walth. Epi. 332
margin
- Walth. Epi. 332. 333
margin
- Jo. 95, 10
margin
- Jo. 95, 32
margin
- Jo. 95, 32. 33
margin
- At. 1913, 16
margin
- Jo. 95, 34
margin
- Wit. 1916, 47
margin
- Walth. Epi. 333
margin
- Brun 41
margin
- Brun 41. 42
margin
- Luth. 6, 72
margin
- At. 1915, 49
margin
- At. 1915, 49. 50
margin
- Ma. 35, 206
margin
- L. W. 55, 399
margin
- L. W. 55, 399. 400
margin
- Hön. Dog. 23, 271
margin
- Luth. 64, 335
margin
- Luth. 64, 335. 336
margin
- Luth. 64, 335. 336. 62, 330
margin
- Luth. 64, 335. 336. 62, 330. 34, 60
margin
- At. 1915, 48
margin
- Wit. 1916, 47
margin
- L. W. 54, 414
margin
- Jo. 95, 10
- At. 1915, 46
- Ma. 37, 6
- Jo. 95, 36
margin
- At. 1915, 46
margin
- Il. 1903, 46
margin
- At. 1913, 16
margin
- At. 1913, 16. 17
margin
- Ma. 37, 1—11
margin
- Ma. 37, 1—11. 36, 15
margin
- Stöckh. N. T. 140
margin
- Stöckh. N. T. 140. 141
margin
- Luth. 62, 375
margin
- Luth. 62, 375. 376
margin
- Jo. 95, 35
margin
- Jo. 95, 34
margin
- Wit. 1916, 47
margin
- Jo. 95, 36
margin
- At. 1915, 47
margin
- At. 1915, 47. 48
margin
- L. W. 55, 398
margin
- Jo. 95, 35
margin
- Jo. 95, 35. 37
margin
- Luth. 34, 60
margin
- Luth. 40, 17
margin
- Jo. 95, 35
margin
- At. 1915, 45
margin
- At. 1915, 50—53
- At. 1915, 53—55
- At. 1915, 55
- At. 1915, 55. 56
- At. 1915, 57
- At. 1915, 57. 59
- At. 1915, 57. 59. 60
- At. 1915, 58
- At. 1915, 58. 59
- Ma. 36, 312
- Jo. 95, 29
- Walth. Ev. 14
- Ma. 4, 99
- Ma. 23, 371
- Walth. Ev. 302
- Can. 91, 67
margin
- Ma. 6, 85
margin
- Ma. 35, 205
margin
- Ma. 35, 205. 206
margin
- At. 1912 „25. 27. 28.
- Jo. 1906;
Noch nach ſein
- At. 1912, Engel 698.
- Trak. Die bibl. Lehre vo
- At.“ 1910, 81. ‚
- Trak. Die bibl. Lehre vo
- Trak. Die bibl. Lehre vo
- Wit. 1916, [
- W. 62, ** 351.
- Trak.: Iſt die Bibel Got
- Trak. Die bibl. Lehre vo
- Trak. Die bibl. Lehre vo
- Jo. 95, Der rechte Glaub
- L. W. 55, nicht Zeichen
- At. 17. und Aufmunterung
vol d, printed page
403–421 · scan: bub_gb_akAUAAAAYAAJ/n0487