A cumulative subject index to seven Missouri
Synod periodicals, compiled by E. (Ernest) Eckhardt (1868–1939) and printed at
St. Louis between 1907 and 1917. Under each headword it sets numbered theses,
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—
Verſt ockun g.
Abhandlungen.
Die Lehre von der Verſtockung. Quart. 9, 246—266. 10, 11—34. Dog. § 37, 442—449. Zorn, Bekehrung und Gnadenwahl 1, 45—56. L. W. 60, 12—21. 30, 375—380. Er verſtocket, welchen er will. Luth. 66, 118—121.
Abkürzung:
Zorn — Traktat. Bekehrung und Gnadenwahl 1. Von Zorn.
Doppelte Bedeutung des Wortes. § 1. Verſtockung von ſeiten des Menſchen. 82. Darin liegt der Menſch von Natur. § 3. Urſachen dieſer Verſtockung. § 4. Die Verſtockung greift immer weiter um ſich, hat verſchiedene Stufen, iſt heilbar. § 5. Was es heißt: Gott verſtockt. § 6. Urheber dieſer Verſtockung. § 7. Die Mittel. § 8. Objekte. § 9. Wie man in das Gericht der Verſtockung verfällt. § 10. Zweck dieſes Gerichtes. § 11. Das Geheimnis dabei. § 12. Gebrauch dieſer Lehre. § 13.
Verſtockung.
- Quart. 9, 246—266
- Quart. 9, 246—266. 10, 11—34
- L. W. 60, 12—21
- L. W. 60, 12—21. 30, 375—380
- Luth. 66, 118—121
vol d, printed page
188–189 · scan: bub_gb_akAUAAAAYAAJ/n0272
1.
—
1. Das Wort Verſtockung wird in einem doppelten Sinne
Zorn 45. gebraucht: von ſeiten Gottes oder von ſeiten des Menſchen. Gott verſtockt, iſt etwas anderes als: der Menſch verſtockt ſich.
Anm. a. Von Menſchen wird die Verſtockung ausgeſagt: 2 Moſ. 7, 13: alſo ward das Herz Pharao ver— ſtockt. 1 Sam. 6, 6: Warum verſtocket ihr euer Herz? 2 Chron. 36, 13: Zidekia verſtockte ſein Herz. Pſ. 95, 7 8: verſtocket eure Herzen nicht. Hebr. 3, 7. 8. Sach. 7, 11. 12. Heſ. 2, 4. 3, 7. Röm. 2, 5: Du aber nach deinem verſtockten und unbußfertigen Herzen. Hiob 21, 14. Pſ. 95, 10.
Anm. b. Von Gott wird das Wort gebraucht: 2 Moſ. 4, 21: Ich aber will ſein Herz verſtocken. 7, 3. 10, 20. 11, 10. 14, 4. 7. 5 Moſ. 2, 30: Der Herr verſtockte Sihons Herz. Joh. 12, 40: Er hat ihre Herzen verſtockt. Röm. 9, 18: Er verſtocket, welchen er will.
Der Menſch verſtockt ſich.
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vol d, printed page
189 · scan: bub_gb_akAUAAAAYAAJ/n0273
2.
—
2. Die Verſtockung von ſeiten des Menſchen iſt eine Verhärtung des Menſchen, da man dem Wort und Willen Gottes widerſtrebt.
Anm. a. Verſtockung kommt her von Stock, und bedeutet darum, ſteif werden wie ein Stock, ſo daß alle Bewegungsfähigkeit aufhört. (Das Geſpräch ſtockt, der Verkehr ſtockt, das Blut ſtockt — wird dick.)
Anm. b. Das iſt ein Vorgang, der ſich im geiſtlichen Leben der einzelnen Menſchen wie ganzer Völker zeigt, daß das ganze Leben zu einem Stillſtand kommt und ins Stocken gerät.
Anm. c. Verſtocket eure Herzen nicht. Warum gerade Verſtockung des Herzens? Weil das Herz das ganze innere Leben umfaßt, alle inneren Kräfte und Vermögen des Gefühls, Verſtandes und Willens. 2 Kor. 3, 14. 15.
Anm. d. Das Objekt der Verſtockung kann ſein das Geſetz oder der Wille Gottes (Pharao: Laß mein Volk ziehen) oder das Evangelium.
Anm. e. Dieſe Verſtockung iſt etwas, was im Menſchen ſelbſt vorgeht.
- Walth. Epi. 184
margin
- Walth. Ev. 270
margin
- Quart. 9, 247
margin
- Quart. 9, 250
margin
- Quart. 9, 251—256
margin
- Quart. 9, 263
margin
- Hön. Dog. 445
margin
- Stock, ſo daß alle Beweg
vol d, printed page
189 · scan: bub_gb_akAUAAAAYAAJ/n0273
3.
In der Verhärtung des Herzeus befindet ſich der Menſch von Natur
3. In der Verhärtung des Herzeus befindet ſich der Menſch von Natur. Der Menſch iſt von Natur wie ein Stock oder Stein. Konk. 593. 594. Heſ. 11, 19: das ſteinerne Herz. 36, 26. Du ſchlägſt ſie, aber ſie fühlen es nicht.
Anm. a. Die Schrift erzählt von Heiden, die ſich verſtockt haben. Dieſes Verſtocken iſt ein Widerſtreben gegen das — 0 und Gewiſſen, daß beides keinen Eindruck mehr macht.
Anm. b. Man kann die ganze Menſchheit einteilen in zwei Klaſſen: Bußfertige und Verſtockte. Röm. 11, 7: Die Wahl erlangt es, die andern ſind verſtockt.
Anm. e. Die rechte Verſtockung fängt erſt an, wo das Evangelium gepredigt wird. So ihr ſeine Stimme höret, verſtocket eure Herzen nicht. Hebr. 3, 7. 8. Wenn
man das Evangelium hört, wird aus dem natürlichen Widerſtreben oft ein mutwilliges.
- Stock o
- Konk. 593
- Konk. 593. 594
- Ma. 7, 163
margin
- Ma. 7, 163. 164
margin
- Hön. Dog. 443
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- Quart. 10, 25
margin
- Quart. 9, 256
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- Quart. 9, 256. 258
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189–190 · scan: bub_gb_akAUAAAAYAAJ/n0273
4.
—
4. Urſache dieſer Verſtockung iſt
a. nicht Gott. Gott gefällt das böſe Weſen nicht Pſ. 5, 5, darum wirkt er es auch nicht im Menſchen. Gott will, daß ſich jedermann zur Buße kehre. 2 Petr. 3, 9. Die Sonne iſt nicht ſchuld an der Finſternis.
Einwand. Warum läßt du uns verſtocken? Pſ. 63, 17. — Das iſt aber nicht eine Anklage gegen Gott, ſondern bittere Wehklage über den Zuſtand des Volkes:
b. der Teufel und des Menſchen böſer Wille. 2 Kor. 4, 4: Der Gott dieſer Welt hat der Ungläubigen Sinn verblendet. Er hat ſein Werk in ihnen, hat ſie gefangen in ſeinem Strick. 2 Tim. 2, 25. Er nimmt das Wort vom Herzen. Min. 85, 36.
Anm. In die Verſtockung kommt der Menſch durch Betrug der Sünde. Hebr. 3, 13.
- Min. 85, 36
- Süd. 1909, 24
margin
- W. 77, 78
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vol d, printed page
190 · scan: bub_gb_akAUAAAAYAAJ/n0274
5.
—
5. Dieſe Verſtockung
a. greift immer weiter um ſich, wenn ihr nicht gewehrt wird. Sie nimmt ihren naturgemäßen Verlauf. Quart. 9, 269. Aus dem natürlichen Widerſtreben wird ein mutwilliges. Quart. 9, 261. Wer ſich in einer Sünde verhärtet, tut es leicht auch in einer andern. Wer es einmal tut, tut es öfters. Die Sünde frißt um ſich, wie der Krebs. Sauerteig.
Anm. Die Entwickelung dieſer Verſtockung liegt in der Natur der Sünde;
b. hat verſchiedene Stufen oder Grade. Bei den einen findet bloßer Ungehorſam gegen das Wort Hiob 21, 14, andere greifen zu Läſterung. Joh. 8, 48: er hat den Teufel. 7, 12. 8, 52. 10, 20. Noch andere ſchreiten zu Verfolgung. Ap. 7, 52. 5, 17. 18. Pharao widerſtrebt der gewaltigen Hand Gottes aufs äußerſte und rennt blindlings in ſein Verderben. Stöckh. A. T. 82;
c. iſt heilbar. Ein Menſch, der ſich einmal verſtockt hat, kann durch Gottes Gnade wieder zur Buße kommen. Jer. 3, 12. 13: Kehre wieder, du abtrünnige Israel. Ap. 3, 15—19 ergeht die Einladung an ſolche, die ſich verſtockt haben.
Anm. Nur die Sünde wider den Heiligen Geiſt wird nicht vergeben.
- Quart. 9, 269
- Quart. 9, 261
- Stöckh. A. T. 82
- Quart. 9, 259
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- Stöckh. N. T. 169
margin
- Hön. Dog. 446
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vol d, printed page
190 · scan: bub_gb_akAUAAAAYAAJ/n0274
6.
—
6. Die Verſtockung von ſeiten Gottes iſt ein Strafgericht Gottes, da er an einem verhärteten Sünder aufhört zu arbeiten, ihn in der Verfaſſung, die er bei ihm vorfindet, befeſtigt und ihm ſchon vor ſeinem Tode die Zeit zur Buße abſchneidet.
a. Gott hört auf, an einem ſolchen zu arbeiten. Er nimmt ſeinen Geiſt und Gnade hinweg und überläßt den Menſchen ſich ſelbſt. Röm. 1, 24. 26: Darum hat ſie auch Gott dahingegeben in ihres Herzens Gelüſte. Von Saul wich der Geiſt. Saul fragte den Herrn, aber er antwortete ihm nicht. 1 Sam. 28, 6. Stöckh. A. T. 238. — Gott ſtraft dadurch, daß er
ſeine Hand abzieht. Hüb. 34. 35. Ein Heerführer, der ſich von ſeinem Heere zurückzieht, übergibt es dem Feinde. Hüb. 33.
Anm. a. Dieſe Verſtockung iſt etwas, was außerhalb des Menſchen vor ſich geht, und hat darum keine verſchiedenen Stufen.
Anm. b. Unter ſolchen Umſtänden kann der Menſch die Wahrheit nicht mehr erkennen, die Sünde nicht mehr haſſen, Gott nicht mehr lieben, nach Gnade nicht mehr verlangen.
b. Gott will nun auch, daß der Menſch das Wort nicht mehr faſſen und zum Glauben kkommen ſoll. Jeſ. 6, 9. 10: Verſtocke das Herz dieſes Volkes und laß ihre Ohren dicke ſein u. ſ. w. Joh. 12, 40. Ap. 28, 27. Luk. 8, 10: den andern aber in Gleichniſſen, daß ſie es nicht ſehen, ob ſie ſchon ſehen. Matth. 13, 13. Mark. 4, 12. Die Gleichniſſe waren ihnen dunkle Rätſel, die ſie nicht entziffern konnten.
Anm. a. Die verſchiedenen Ausdrücke im Hebräiſchen und Griechiſchen für verſtocken Quart. 9, 247—-249.
Anm. b. Das Reſultat dieſes Gerichtes iſt eine vollſtändige Unempfindlichkeit gegen Gottes Wort, ſowohl gegen Gottes Drohen im Geſetz als auch gegen ſein Gna— denziehen im Evangelio. Wacht das Gewiſſen eines ſolchen Verhärteten ja einmal auf, dann fällt er in Schwermut und Verzweiflung. Süd. 1909, 24.
Anm. c. Wann ſetzt dieſe völlige Unempfindlichkeit gegen Gottes Wort und alſo die Unmöglichkeit der Rück— kehr ein? Iſt das ein Zuſtand, der ſchon durch des Menſchen Verſtockung erzeugt wird? — Dann wäre die Verſtockung von ſeiten Gottes nichts als eine Zulaſſung. Dieſer Zuſtand wird vielmehr durch Gottes Beſtätigung gegeben.
Anm. d. Wie ſich das im einzelnen Falle macht, entzieht ſich unſerer Beobachtung.
c. Dieſer Zuſtand iſt unheilbar. Jeſ. 6, 10: damit ſie ſich nicht bekehren. Matth. 13, 15: auf daß ſie nicht dermaleins ſich bekehren und ich ihnen helfe. Ap. 28, 27. Gott will nun nicht mehr helfen. Er handelt in ſeinem Zorn.
Anm. a. Das „damit“ (hina) zeigt an, wohin es kommen könnte, wohin es aber nicht kommen ſoll. Wenn das Verſtändnis des Wortes abgeſchnitten iſt, iſt die Bekehrung unmöglich. Daß ein Verſtockter ſich bekehrt, iſt ein Widerſpruch.
Anm. b. Gott ſchneidet einem ſolchen Menſchen die Zeit zur Buße ab. Es iſt dasſelbe, was er mit dem Unbußfertigen in der Todesſtunde oder am jüngſten Tage tut.
Anm. c. Die Verſtockung läuft aus in die ewige Verdammnis, das letzte Gericht. Röm. 2, 5: du häufeſt dir ſelbſt den Zorn Gottes auf den Tag des Zorns.
Anm. d. Was iſt der Unterſchied zwiſchen Verſtockung und der Sünde wider den Heiligen Geiſt? Die Sünde wider den Heiligen Geiſt ſetzt ein Schmecken und Genießen des Heilandes voraus, was bei der Verſtockung nicht immer der Fall zu ſein braucht.
- Stöckh. A. T. 238
- L. W. 27, 371
margin
- L. W. 27, 371
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- L. W. 27, 371. 30, 377
margin
- L. W. 27, 371. 30, 377. 60, 19
margin
- L. W. 27, 371. 30, 377. 60, 19. 20
margin
- W. 77, 93
margin
- W. 77, 93. 94
margin
- W. 77, 93. 94. 73, 57
margin
- W. 77, 93. 94. 73, 57. 58
margin
- W. 77, 93. 94. 73, 57. 58. 92, 63
margin
- Luth. 66, 119
margin
- Luth. 66, 119. 3, 64 Exemplary conduct of a Christian woman toward her hostile husband.
margin
- Quart. 10,. 12
margin
- Ma. 13. 36
margin
- Ma. 13. 36. 37
margin
- Löb. 356
margin
- Jo. 95, 55
margin
- Mit. 77, 19
margin
- Mit. 77, 19. 20
margin
- Hüb. 34
- Hüb. 34. 35
- Hüb. 33
- Quart. 9, 247
- Süd. 1909, 24
- Hön. Dog. 448
margin
- Hüb. 30
margin
- Hüb. 30. 31
margin
- Stöckh. A. T. 77
margin
- Ent. 279
margin
- Ma. 13, 36
margin
- L. W. 30, 376
margin
- L. W. 30, 376. 377
margin
- L. W. 30, 376. 377. 60, 13—18
margin
- Quart. 10, 14
margin
- Quart. 10, 14. 20
margin
- Stöckh. N. T. 61
margin
- Stöckh. N. T. 61. 62
margin
- Luth. 66, 119
margin
- Hön. Dog. 444
margin
- Quart. 10, 24
margin
- Hön. Dog. 445
margin
- Quart. 10, 24
margin
- Quart. 10, 24. 25
margin
- Quart. 10, 24
margin
- Walth. Ev. 272
margin
- Walth. Ev. 272. 273
margin
- Quart. 10, 24
margin
- Quart. 10, 24. 25
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- Quart. 10, 24. 25. 12
margin
- Quart. 10, 24. 25. 12. 13
margin
- L. W. 30, 378
margin
- L. W. 30, 378. 379
margin
- Hön. Dog. 447
margin
- Quart. 10, 20
margin
vol d, printed page
190–192 · scan: bub_gb_akAUAAAAYAAJ/n0274
7.
Urheber dieſer Verſtockung iſt Gott
7. Urheber dieſer Verſtockung iſt Gott. 2 Moſ. 4, 21: Ich will ſein Herz verſtocken. Gott bewirkt aber dieſe Verſtockung
a. nichtſo, daßerdas Böſepoſitivwirkt, böſe Gedanken ins Herz gibt u. ſ. w. Gott ſchafft nicht im Menſchen eine Verſtockung, die vorher nicht da wäre. Gott iſt nicht Urheber der Sünde.
Anm. a. Gott hat Pharao verſtockt, heißt nicht, daß Gott das böſe Tun des Pharao gewollt habe und die Schuld daran trage. Hiphil: Ich habe dich ſtehen bleiben gemacht. Hüb. 38. —
Anm. b. Gott waltet in allem durch ein poſitives Tun. Inſofern aber eine Handlung ſündlich iſt, kommt ſie allein auf des Menſchen Rechnung.
Anm. c. Die Sonne tut nichts dazu, daß es finſter wird. Wenn ſie aber aufhört zu ſcheinen, iſt es von ſelbſt finſter.
Antitheſe. Calvin: Verſtocken heißt, Gott macht den Menſchen verſtockt;
b. wohl aber ſo, daß er dieſes Strafgericht über den Menſchen verhängt. Hina (damit) iſt final und zeigt Gottes Abſicht. Jeſ. 9, 10: damit ſie ſich nicht bekehren. Das iſt auf ein göttliches Verhängnis zurückzuführen.
Einwand 1. Kann man das Hiphil und Piel nicht ſo auslegen: Gott bieß es zu, daß der Menſch ſich verſtockt? Damit würde aber das Subjekt des Satzes verändert. Gott ließ zu, daß ſich Pharao verſtockte. Man wird die Worte: „Gott verſtockt“ in eigentlicher Bedeutung nehmen müſſen.
Einwand 2. Fordert nicht der Parallelismus eine derartige Harmoniſierung dieſer Stellen? — Aber es be— ſteht gar kein Widerſpruch. Erſt verſtockt ſich der Menſch und hernach beſchließt Gott, ſeine Hand von ihm abzuziehen, und ſo wird der Menſch immer dickfelliger.
- Hüb. 38
- Quart. 10, 11
margin
- Ma. 13, 36
margin
- Mit. 77, 25
margin
- Mit. 77, 25. 26
margin
- L. W. 27, 371
margin
- Stöckh. A. T. 77
margin
- Hüb. 27
margin
- Hüb. 27. 28
margin
- Hüb. 27. 28. 78
margin
- Quart. 10, 18
margin
- Quart. 10, 17
margin
- W. 77, 90
margin
- Il. 1900, 38
margin
- W. 73, 58
margin
- L. W. 60, 13—15
margin
- L. W. 60, 13—15. 20
margin
- Hön. Dog. 447
margin
- Hön. Dog. 447. 449
margin
- Quart. 10, 13
margin
- Quart. 10, 13. 14
margin
- R. Pi. Kat. 2
margin
- Hüb. 29
margin
- Hüb. 29. 30
margin
- R. Pi. Kat. 2
margin
vol d, printed page
192 · scan: bub_gb_akAUAAAAYAAJ/n0276
8.
—
8. Die Mitel dieſer Verſtockung ſind
a. causa ministerialis die Prediger. Jeſ. 9, 10: Jeſaias ſoll die Herzen verſtocken. Das macht das Predigtamt ſo ſchwer;
Den einen iſt das Wort
b. causa media das Wort.
ein Geruch des Todes zum Tode. ö
vol d, printed page
192 · scan: bub_gb_akAUAAAAYAAJ/n0276
9.
—
9. Objekte dieſer Verſtockung ſind nur ſolche, die ſich vorher ſelbſt verſtockt haben. Konk. 722, 85. Jeſ. 9. 10: Verſtocke das Herz dieſes Volkes. (Nicht mein Volk.) In den Worten „dieſes Volkes“ liegt ein bitterer Tadel. Quart. 10, 19. 20. L. W. 30, 378.
Anm. a. Beiſpie le der Verſtockung:
1. Pharao. Erſt verſtockte ſich Pharao ſelbſt ge⸗
gen Gottes Forderung (daß er ſich gegen das Evan⸗
gelium verſtockt habe, dazu bietet der Zuſammen⸗—
hang keinen Anlaß Quart. 9, 260), dann verſtockte
ihn Gott.
2. Ahab.
3. Die Juden. Joh. 8, 39—59. 12, 35—40.
4. Judas. Stöckh. N. T. 266.
Anm. b. Das iſt der Anfang der Verſtockung, daß man ſein Herz gegen das klare Wort Gottes verhärtet.
Anm. c. Wenn es in der Schrift heißt: Das Volk iſt verſtockt, ſo iſt das totum pro parte geredet. In der massa perdita iſt ein Wurzelſtock. Röm. 11, 2—5.
Anm. d. Gott verſtockt, welchen er will. Röm. 9, 18. Gott iſt ſouverän in ſeinem Gericht.
- Konk. 722
- Konk. 722, 85
- Quart. 10, 19
- Quart. 10, 19. 20
- L. W. 30, 378
- Walth. Ev. 92
margin
- Walth. Ev. 92. 271
margin
- Walth. Ev. 92. 271. 272
margin
- L. W. 30, 378
margin
- Quart. 10, 15
margin
- Stöckh. Röm. 436
margin
- Stöckh. Röm. 436. 437
margin
- Quart. 9, 260
- Stöckh. N. T. 266
- Ma. 28, 210
margin
- Luth. 60, 119
margin
- Quart. 10, 15
margin
- Quart. 10, 15. 9
margin
- Quart. 10, 15. 9. 257
margin
- L. W. 27, 371
margin
- Mit. 77, 20
margin
- Mit. 77, 20. 21
margin
- Stöckh. A. T. 77
margin
- Stöckh. A. T. 77. 82
margin
- Stöckh. A. T. 306
margin
- Stöckh. N. T. 61
margin
- Stöckh. N. T. 61. 62
margin
- Stöckh. N. T. 61. 62. 169
margin
- Stöckh. N. T. 61. 62. 169. 253
margin
- Walth. Ev. 270
margin
- W. 92, 64
margin
- Stöckh. A. T. 75
margin
- Süd. 1909, 24
margin
- L. W. 30, 379
margin
- Luth. 66, 118—120
margin
- Quart. 10, 19
margin
- Quart. 10, 19. 30
margin
vol d, printed page
192–193 · scan: bub_gb_akAUAAAAYAAJ/n0276
10.
—
10. In dieſes Gericht der Verſtockung fällt man
a. nicht durch einen ewigen Ratſchluß Gottes. Konk. 722, 83. — 723, 86. 1 Tim. 2, 4: Gott will, daß allen Menſchen geholfen werde.
Anm. Daß Gott aufhört, an einem Menſchen zu arbeiten, beweiſt nicht, daß er ihn nicht ſelig machen wollte, beweiſt nicht das calviniſtiſche Vorübergehen mit der Gnade, ſondern gerade die vorhergehende Einkehr mit der Gnade. Röm. 10, 21: Den ganzen Tag habe ich meine Hände ausgeſtreckt zu dem Volk, das ihm nicht ſagen läßt und widerſpricht. Gerade die Verſtockten ſind ein Beweis, daß Gott unermüdlich war, ihre Seele zu gewinnen. Röm. 9, 22: Er hat die Gefäße des Zorns ge— tragen mit großer Geduld.
Antitheſe. Calvin ſchreibt die Verſtockung einem ab— ſoluten Dekret Gottes zu;
b. durch eigene Schuld. Israel, du bringeſt dich ins Unglück. Röm. 2, 5: nach deinem verſtockten unbußfertigen Herzen häufeſt du dir ſelbſt den Zorn.
Anm. a. Die Verſtockung hängt vom Verhalten des Menſchen ab.
Anm. b. In dieſes Gericht verfällt man nicht durch Schwachheitsſünden, nicht ſchnell, ſondern erſt nach Verachtung vieler und großer Gnade.
- Konk. 722
- Konk. 722, 83
- Walth. Ev. 271
margin
- Theol. 9, 100
margin
- Theol. 9, 100. 101
margin
- Mich. 95, 68
margin
- Mich. 95, 68. 69
margin
- L. W. 60, 19
margin
- Theol. 9, 98
margin
- Theol. 9, 98. 99
margin
- Hön. Dog. 449
margin
- Löb. 356
margin
- Luth. 66, 119
margin
- Ent. 279
margin
vol d, printed page
193 · scan: bub_gb_akAUAAAAYAAJ/n0277
11.
Zweck der Verſtockung
11. Zweck der Verſtockung. Die Abſicht, die Gott dabei hat, iſt
a. in Bezug auf den Menſchen: den verſtockten Sünder zu ſtrafen. Die Verſtockung iſt ein ſchwe— res, aber gerechtes Strafgericht Gottes über die Verächter ſeiner Gnade. Sie haben Gott lange genug verachtet, nun verachtet Gott ſie. Konk. 716, 57. 58.
Anm. b. Dabei iſt jede Liebesabſicht ausgeſchloſſen;
b. in Bezug auf Gott ſelbſt:
1. die Erweiſung ſeiner Gerechtigkeit:
2. das Kundtun ſeiner Macht. Röm. 9, 22. 2
Moſ. 9, 16: Darum habe ich dich erweckt, daß meine
212. Zorn 54.
Kraft an dir erſcheine und mein Name verkündigt
werde in allen Landen. 11, 9: Pharao hört euch
nicht, auf daß viele Wunder geſchehen in Agypten ⸗
land. 7, 4: auf daß ich meine Hand beweiſe in
Agypten.
12. Das Geheimnis. Konk. 716, 57: einer wird verſtockt, verblendet, in verkehrten Sinn dahingegeben, ein anderer, ſowohl in gleicher Schuld, wird wiederum bekehrt. Wir ſollen uns nicht unterfangen, darüber nachzugrübeln.
Anm. a. Von der Verſtockung der einen auf die Erwählung der andern zu ſchließen oder überhaupt die Frage zu ſtellen: Cur alii prae aliis iſt Vermiſchung von Geſetz und Evangelium.
Anm. b. Die Unterſcheidung zwiſchen natürlichem und mutwilligem Widerſtreben gibt keine Erklärung.
13. Gebrauch und Anwendung dieſer Lehre.
a. Dieſe Lehre iſt eine ernſte Mahnung und Warnung vor Stumpfſinnigkeit und Gleichgültigkeit. Hebr. 3, 7. 8: Heute, ſo ihr ſeine Stimme höret, verſtocket eure Herzen nicht. 3, 13: Ermahnet euch ſelbſt alle Tage, ſolange es heute heißt. Wer Ohren hat zu hören, der höre.
Anm. a. Dieſe Lehre iſt ein Stück des Geſetzes und ſchlägt den Menſchen nieder.
Anm. b. Der Paſtor ſoll auch dieſe Lehre, wie das Evangelium, behaupten und nicht bloß mit dem Zubehör argumentieren. Er hat aber nicht die Aufgabe, den Seelenzuſtand ſeiner Zuhörer endgültig feſtzuſtellen. Er kann nicht unterſuchen, ob jemand in dem Gericht der Verſtockung liegt.
b. Wegen dieſer Lehre ſoll aber niemand an der Rettung ſeiner Seele verzweifeln. Wer zwar fühlt, daß er ein hartes Herz hat, aber dabei Sehnſucht nach Gnade und Errettung, der iſt noch nicht unrettbar verloren. Selbſt von den Juden haben noch viele Buße getan.
c. Wie bleibt man vor dieſem Gerichte bewahrt? Durch fleißigen gläubigen Gebrauch der Gnadenmittel.
d. Darin liegt aber auch der Troſt, daß Chriſtus der große Prophet iſt, daß durch ihn auch das angekündigte Gericht Gottes über ſeine Feinde hinausgeht. Seine Feinde ſind unſere Feinde. Ihm können wir die Rache und Vergeltung aller erfahrenen Unbill überlaſſen.
Homiletik. ͤ
dem Zuſtande der Verſtockung.
a. Wie ein Menſch hinbewahrt wird. — Walth. Ent. 279.
Ev. — Von dem ſchrecklichen Gerichte der Verſtockung.
beſtehe, b. wie ein Menſch hineingerät, c. wann und wie
geholfen werde. — Walth. Ev. 269.
2 Moſ. 11, 4—10. — Gott verſtockt das Herz Pharaos.
a. Das war Gottes
ſchweres, aber gerechtes Gericht über den gottloſen König.
b. Durch dieſes Gericht
hat Gott ſeine Macht und Herrlichkeit kundgetan unter allen Völkern. — Ma. 28,
21⁰.
- Konk. 716
- Konk. 716, 57
- Konk. 716, 57. 58
- Ma. 28. 211
margin
- W. 92, 63
margin
- L. W. 30, 378
margin
- L. W. 43, 18
margin
- Luth. 66, 119
margin
- Konk. 716
- Konk. 716, 57
- Ent. 279
- Walth. Ev. 269
- Walth. Ev. 269.
2
- Ma. 28,
21
- Ma. 13, 37
margin
- Quart. 10, 30
margin
- Quart. 10, 30. 31
margin
- Quart. 10, 30. 31. 27
margin
- Quart. 10, 28
margin
- L. W. 60, 21
margin
- Quart. 10, 26
margin
- Quart. 10, 26. 30
margin
- Quart. 10, 31
margin
- Quart. 10, 31. 32
margin
- Quart. 10, 31. 32. 34
margin
- Walth. Ev. 273
margin
- Ent. 279
margin
- L. W. 60, 21
margin
- Ma. 28,
vol d, printed page
193–194 · scan: bub_gb_akAUAAAAYAAJ/n0277