Collection › Der Lutheraner (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 1, Nummer 23 › Seite 92

Der Lutheraner St. Louis, Missouri — 1845-07-12, Seite 92

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Cited in Eckhardt's Reallexikon (1907) under: Kirche 26 · Gemeindeſchule · Sprachen · Sprachen 1 · Sprachen 3

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niß aufwächst und Gottes Wort ausbreitet und andere lehret. Derohalben bitte ich euch um Gottes Willen und der armen Jugend willen, wollet diese Sache nicht so gering achten, wie viele thun, die nicht sehen, was der Welt Fürst gedenket. Denn es ist eine große, ernste Sache, da Christo und aller Welt viel an liegt, daß wir dem jungen Volk rathen und helfen; damit ist denn auch uns allen gerathen und geholfen. Auch soll ein jeglicher Bürger sich das lassen bewegen, daß er Gott zu Dank und Ehren einen Theil seines Geldes und Gutes zu Schulen gäbe, die armen Kinder aufzuziehen, das so herzlich wohl angelegt ist. Die andre Ursache ist die, daß wir die Gnade Gottes nicht selber vergeblich empfangen und die selige Zeit nicht versäumen. Warlich es ist Noth, daß wir die Gnade Gottes nicht in den Wind schlagen und lassen ihn nicht umsonst anklopfen. Er stehet vor der Thür, wohl uns, so wir ihm aufthun; er grüßet uns, selig der ihm antwortet. Lieben Deutschen, kaufet, weil der Markt vor der Thür ist, sammelt ein, weil es scheinet und gut Wetter ist, brauchet Gottes Gnade und Wort, weil es da ist. Denn das sollt ihr wissen, daß Gottes Wort und Gnade ist, wie ein fahrender Platzregen, der nicht wieder kommt, wo er einmal gewesen ist. Er ist bei den Juden gewesen, aber hin ist hin, sie haben nun nichts. Paulus brachte ihn in Griechenland, aber hin ist hin, sie haben nun den Türken. Rom und Italien hat ihn auch gehabt, aber hin ist hin, sie haben nun den Pabst. Und ihr Deutsche dürft nicht denken, daß ihr ihn ewig haben werdet, denn der Undank und Verachtung wird ihn nicht lassen bleiben. Darum greifet zu und haltet zu, wer greifen und halten kann, faule Hände müssen ein böses Jahr haben. Die dritte Ursache ist wohl die allerhöchste, nehmlich Gottes Gebot, der so oft treibet und fordert, die Eltern sollen die Kinder lehren. Ps. 78, 4., 5 Mos. 32, 5. Wiewohl es Sünde und Schande ist, daß dahin mit uns kommen ist, daß wir uns erst reizen lassen sollen, unsere Kinder zu ziehen und ihr Bestes denken, so doch uns die Natur dasselbe selbst sollte lehren. Ja, sprichst du, solches alles ist den Eltern gesagt, was geht das die Rathsherrn und Obrigkeit an? Antwort: 1. sind etliche nicht so fromm und ehrlich, daß sie es thäten, ob sie es gleich könnten, 2. ist der größte Haufe der Eltern ungeschickt dazu und weiß nicht, wie man Kinder ziehen und lehren soll, 3. obgleich die Eltern geschickt wären und wollten's gern thun, so haben sie für andern Geschäften und Haushalten, weder Zeit, noch Raum dazu, 4. sterben viele Eltern und lassen Waisen hinter sich. Darum wills der Obrigkeit gebühren, die allergrößte Sorge und Fleiß aufs junge Volk zu haben. Ja, sprichst du, ob man gleich sollte und müßte Schulen haben, was ist uns aber nütze, lateinische, griechische und hebräische Zungen und andere freie Künste zu lehren? Könnten wir doch deutsch die Bibel und Gottes Wort lehren, die uns genugsam ist zur Seligkeit? Antwort: Ja ich weiß leider wohl, daß wir Deutschen immer müssen Bestien und tolle Thiere sein und bleiben, wie uns Fremde nennen und wir's auch verdienen. Wenn kein anderer Nutz an den Sprachen wäre, sollte doch uns das billig erfreuen und anzünden, daß es so eine edle, feine Gabe Gottes, dadurch das Evangelium gekommen, zugenommen und behalten worden ist. So lieb nun, als uns das Evangelium ist, so hart lasset uns über den Sprachen halten; und wir werden das Evangelium nicht wohl erhalten ohne die Sprachen. Die Sprachen sind die Scheide, darin dies Messer des Geistes stecket; sie sind der Schrein, darin man dies Kleinod trägt; sie sind das Gefäß, darin man diesen Trank fasset. Ja, wo wirs versehen, daß wir (da Gott für sei) die Sprachen fahren lassen, so werden wir nicht allein das Evangelium verlieren, sondern wird auch endlich dahin gerathen, daß wir weder Lateinisch noch Deutsch recht reden oder schreiben können. Ja, sprichst du, es sind viele Väter selig geworden, haben auch gelehrt ohne Sprachen? Das ist wahr. Wo aber rechnest du das hin, daß sie so oft in der Schrift gefehlt haben? und ob sie gleich etwa recht geredet haben, sind sie doch der Sachen nicht gewiß gewesen. Darum ist ein großer Unterschied zwischen einem schlechten (gewöhnlichen) Prediger des Glaubens und einem Ausleger der Schrift. Ein schlechter Prediger hat so viel heller Sprüche und Text durch Dollmetschen, daß er Christum verstehen, lehren und heiliglich leben und predigen kann. Aber die Schrift auszulegen und zu handeln für sich hin und zu streiten wider die irrigen Einführer der Schrift, ist er zu geringe, das lässet sich ohne Sprachen nicht thun. Darum sind die Sprachen strafs und aller Dinge nöthig in der Christenheit, gleichwie die Propheten und Ausleger, ob's gleich nicht Noth ist, daß ein jeglicher Christ oder Prediger sei ein solcher Prophet. So kann ich auch die Waldenser nicht loben, daß sie die Sprachen verachten. Denn ob sie gleich recht lehrten, so müssen sie doch gar oft des rechten Textes fehlen und auch ungerüstet und ungeschickt bleiben, zu fechten für den Glauben wider den Irrthum. Und wenn gleich keine Seele, noch Himmel oder Hölle wäre und wenn die Schulen der Sprachen nicht bedürften um der heil. Schrift und Gottes willen, so wäre doch diese Ursache genugsam, die allerbesten Schulen beide für Knaben und Mägdlein an allen Orten aufzurichten, daß die Welt auch ihren weltlichen Stand äußerlich zu halten, feiner geschickter Männer und Frauen bedarf. Nun solche Männer müssen aus Knaben werden und solche Frauen müssen aus Mägdlein werden, darum ists zu thun, daß man Knäblein und Mägdlein dazu recht lehre und aufziehe. Derohalben bitte ich euch, liebe Herren, wollet diese meine Treue und Fleiß bei euch lassen Frucht schaffen. Hiemit befehle ich euch alle Gottes Gnaden, der wolle eure Herzen erweichen und anzünden, daß sie sich der armen, elenden, verlassenen Jugend mit Ernst annehmen und durch göttliche Hülfe ihnen rathen und helfen zu seligem und christlichem Regiment an Leib und Seele mit aller Fülle und Ueberfluß, zu Lob und Ehren Gott dem Vater durch JEsum Christum unsern Heiland. Amen.

Wittenberg 1524.

Summa der rechten christlichen Lehre.

(Aus Dr. Luthers Auslegung der Epistel St. Pauli an die Galater.)

Wir lehren den Glauben und was ein christliches Wesen sei, also: daß der Mensch für allen Dingen und zum ersten müsse durchs Gesetz gelehrt werden, sich selbst zu erkennen, was er sei, könne und vermöge, auf daß er dies Liedlein mit dem Propheten wohl singen lerne: sie haben allzumal gesündigt und mangeln des Ruhms, den sie an Gott haben sollten. Da ist keiner gerecht, auch nicht ein einiger, da ist keiner, der da verständig sei, keiner, der da nach Gott frage; sie sind allzumal abgewichen. Ps. 14, 1. 2., Röm. 3, 10. 11. 12. 23., item, für dir allein habe ich gesündiget, Ps. 51, 6. Also vertrösten und verweisen wir die Leute nicht auf ihre eignen Werke, damit sie sollen oder mögen sich zur Gnade bereiten und Gottes Huld erwerben; sondern sagen ihnen, daß sie vielmehr Gottes Zorn und Ungnade verdienen und ihm anders auch nicht thun können, sie stellen sich und thun gleich, wie sie wollen. Wenn aber der Mensch durchs Gesetz also gedemüthiget und zu seinem Selbsterkenntniß gebracht ist, so ist er alsdann recht bußfertig geworden; denn die rechte Buße muß sich an der Furcht und Gericht Gottes anfahen; und wird der Mensch alsdann gewahr, daß er so ein großer Sünder ist, daß er seiner Sünde durch seine eigne Kraft, Thun und Werk nicht mag los werden. Dann versteht er allererst recht, was St. Paulus wolle und meine, da er Röm. 7, 23. sagt: der Mensch sei ein Sünder, Knecht und Gefangener unter der Sünde; item Röm. 11, 32., daß Gott alles unter die Sünde beschlossen hat, daß die ganze Welt für Gott schuldig und verdammlich sei. Da hebt sich alsdann ein solch Seufzen und Klagen: ach HErr Gott, wer kann und mag nur helfen und rathen? Denn wenn der Mensch durchs Gesetz also erschreckt wird, muß er an seinen Kräften also ganz und gar verzagen, siehet sich um, seufzet und sehnt sich darnach, daß ihm möge geholfen werden. Da kommt dann das heilwärtige Wort des Evangelii zu rechter bequemer Zeit und sagt: sei getrost, mein lieber Sohn, deine Sünden werden dir vergeben, glaube an JEsum Christum, der für deine Sünde gekreuziget ist, und fühlest du ja Sünde, so wisse, daß sie von dir weggenommen und auf Christum gelegt sein, welches Striemen dich haben gesund gemacht. Jes. 53, 5. Dies ist nun der Anfang zur Seligkeit, auf solche Weise werden wir der Sünden los, gerecht und selig, als nehmlich nicht um unser eigen Verdienst und Werk, sondern um des Glaubens willen, dadurch wir Christum ergreifen. Wenn wir aber den Glauben an Christum also gelehret haben, alsdann lehren wir auch von guten Werken, nemlich also: weil du Christum durch den Glauben ergriffen und erlangt hast, durch welchen du gerecht bist, so gehe nun hin und liebe auch wiederum Gott und deinen Nächsten, rufe Gott an, danke, lobe, preise und bekenne ihn, thue wohl und diene deinem Nächsten, thue, was dir in deinem Amt und Stand befohlen ist, welches dann die rechtschaffnen guten Werke sind, die da fließen aus dem Glauben und Lust des Herzens, nachdem man die Vergebung der Sünden aus Gnaden durch Christum erlangt hat. Was man darnach auch Widerwärtiges leiden und das Kreuz tragen muß, solches wird alles leicht und lieblich, denn das Joch, das Christus auflegt, ist sanft und seine Last ist leicht. Denn wenn nun die Sünde vergeben und das Gewissen davon zufrieden gekommen ist, kann ein Christ alles andere leicht tragen, sintemal ihm inwendig alles süß und lieblich worden ist, darum thut er auch und leidet alles mit Lust und willig nach dem Geist, wiewohl es nach dem Fleisch ihm noch sauer ankommt. Wenn aber der Mensch in seiner eigenen Gerechtigkeit einher geht, was er alsdann thut und leidet, solches wird ihm alles zumal sauer und schwer, darum daß er's ungern und mit Verdruß thut.

Gedruckt bei Weber und Olshausen.

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who grow up in the knowledge of God, spread his Word, and teach others. Therefore I ask you, for God's sake and for the sake of the poor youth, not to regard this matter so lightly as many do, who do not see what the prince of the world intends. For it is a great and serious matter, one in which Christ and all the world have a great stake, that we counsel and help the young people; for by this all of us, too, are counseled and helped. Every citizen, too, should be moved to give, to God's thanks and honor, a portion of his money and goods to schools, to raise up poor children — money so heartily well invested. The second reason is this: that we ourselves should not receive the grace of God in vain, and should not let the blessed time pass by unused. Truly it is needful that we do not cast the grace of God to the wind, and do not let him knock in vain. He stands at the door; well for us if we open to him; he greets us, and blessed is he who answers him. Dear Germans, buy, while the market is at the door; gather in, while it shines and the weather is good; make use of God's grace and Word, while it is here. For you should know this: that God's Word and grace are like a passing shower of rain that does not come again where it has once been. It was with the Jews, but gone is gone — they now have nothing. Paul brought it to Greece, but gone is gone — they now have the Turk. Rome and Italy had it too, but gone is gone — they now have the pope. And you Germans must not think that you will have it forever, for ingratitude and contempt will not let it remain. Therefore seize and hold fast, whoever can seize and hold; idle hands must have a bad year.

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The third reason is surely the very highest, namely God's commandment, which so often urges and demands that parents teach their children. Psalm 78:4; Deuteronomy 32:5. Although it is sin and shame that things have come to such a pass with us, that we must first be goaded into raising our children and considering their best good, when nature itself ought to teach us this. Yes, you say, all this is said to parents — what has it to do with councilmen and authorities? Answer: 1. Some are not so devout and honest as to do it, even though they could; 2. the greater part of parents are unskilled at it and do not know how children ought to be raised and taught; 3. even if parents were skilled and gladly willing to do it, they have, on account of other business and household affairs, neither time nor room for it; 4. many parents die and leave orphans behind. Therefore it falls to the authorities to take the very greatest care and diligence for the young people. Yes, you say, even granted that we ought and must have schools, of what use to us is it to teach Latin, Greek, and Hebrew tongues and other liberal arts? Could we not teach the Bible and God's Word in German, which is sufficient for us unto salvation? Answer: Yes, I know all too well that we Germans must always be and remain beasts and mad animals, as foreigners call us, and as we indeed deserve. Even if the languages had no other use, this alone should rightly gladden and kindle us: that they are so noble and fine a gift of God, by which the Gospel has come, has increased, and has been preserved. As dear as the Gospel is to us, so earnestly let us hold to the languages; for we shall not preserve the Gospel well without the languages. The languages are the sheath in which this sword of the Spirit is kept; they are the casket in which this jewel is carried; they are the vessel in which this drink is held. Indeed, should we so neglect ourselves — God forbid — as to let the languages go, we shall not only lose the Gospel, but it will finally come to this, that we can rightly speak or write neither Latin nor German. Yes, you say, many fathers have become blessed and have also taught without the languages? That is true. But where do you reckon it, that they so often erred in Scripture? And even where they may have spoken rightly, they were still not certain of the matter. Therefore there is a great difference between an ordinary preacher of the faith and an expositor of Scripture. An ordinary preacher has enough clear sayings and texts, through translation, that he can understand Christ, teach, and live and preach in a holy manner. But to expound Scripture on his own, and to deal with it, and to contend against the erring corrupters of Scripture, is beyond him; that cannot be done without the languages. Therefore the languages are altogether necessary in Christendom, just as are prophets and expositors, even though it is not necessary that every Christian or preacher be such a prophet. So too I cannot praise the Waldensians for despising the languages. For even though they taught rightly, they must nevertheless very often miss the correct text, and remain unequipped and unskilled to fight for the faith against error. And even if there were no soul, nor heaven or hell, and even if schools of languages were not needed for the sake of Holy Scripture and of God, yet this reason alone would be sufficient: to establish the very best schools everywhere, both for boys and for girls, since the world, too, in order to maintain its worldly estate outwardly, needs skilled and capable men and women. Now such men must come from boys, and such women must come from girls; therefore it is needful that boys and girls be rightly taught and raised for this. Wherefore I ask you, dear sirs, let this my faithfulness and diligence bear fruit among you. Herewith I commend you all to God's grace, who would soften and kindle your hearts, that they may earnestly take up the cause of the poor, wretched, forsaken youth, and, through divine help, counsel and help them toward a blessed and Christian governance in body and soul, with all fullness and abundance, to the praise and honor of God the Father through Jesus Christ our Savior. Amen.
Wittenberg, 1524.

Summary of the True Christian Doctrine.

(From Dr. Luther's Exposition of St. Paul's Epistle to the Galatians.)

We teach the faith and what a Christian nature is, thus: that man must, before all things and first of all, be taught through the Law to know himself — what he is, and what he can and is able to do — so that he may learn to sing well this little song with the prophet: they have all sinned and fall short of the glory they should have with God. There is none righteous, no, not one; there is none that understands, none that seeks after God; they have all alike gone astray. Psalm 14:1–2; Romans 3:10–12, 23; likewise, against thee only have I sinned, Psalm 51:4. Thus we do not comfort and refer people to their own works, as though they should or could thereby prepare themselves for grace and earn God's favor; but rather we tell them that they deserve nothing but God's wrath and disfavor, and that they cannot do otherwise, however they may present or conduct themselves. But when man has thus been humbled through the Law and brought to a knowledge of himself, he then becomes truly repentant; for true repentance must begin with the fear and judgment of God; and man then becomes aware that he is so great a sinner that he cannot rid himself of his sin by his own power, doing, or work. Then, for the first time, he rightly understands what St. Paul means when he says, in Romans 7:23, that man is a sinner, a servant, and a captive under sin; likewise, Romans 11:32, that God has concluded all under sin, so that the whole world is guilty and condemned before God. Then there arises such sighing and lamenting: ah, Lord God, who then can and will help and counsel? For when man is thus terrified by the Law, he must utterly despair of his own powers; he looks about him, sighs, and longs that help may come to him. Then comes the saving word of the Gospel, at the right and fitting time, and says: be of good comfort, my dear son, your sins are forgiven you; believe in Jesus Christ, who was crucified for your sin; and if indeed you feel sin, then know that it has been taken from you and laid upon Christ, by whose stripes you have been healed. Isaiah 53:5. This, now, is the beginning of salvation; in this way we are freed from sin, made righteous and blessed — not, namely, on account of our own merit and work, but for the sake of faith, by which we lay hold of Christ. But when we have thus taught faith in Christ, we then also teach concerning good works, namely thus: since you have, through faith, laid hold of and obtained Christ, through whom you are righteous, go now and love, in turn, both God and your neighbor; call upon God, give thanks, praise, extol, and confess him; do good and serve your neighbor; do what is commanded you in your office and station — these, then, are the true, good works, which flow from faith and from the joy of the heart, after one has obtained, by grace, through Christ, the forgiveness of sins. Whatever adversity or cross one must afterward suffer and bear, all of this becomes easy and pleasant, for the yoke that Christ lays on us is gentle, and his burden is light. For when sin is forgiven and the conscience has thereby become content, a Christian can easily bear everything else, since inwardly everything has become sweet and pleasant to him; therefore he also does and suffers everything gladly and willingly according to the Spirit, although according to the flesh it still comes hard to him. But when a man walks about in his own righteousness, then whatever he does and suffers becomes altogether bitter and heavy to him, because he does it unwillingly and with displeasure.

Printed by Weber and Olshausen.