Collection › Der Lutheraner (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 7, Nummer 1 › Seite 1
Der Lutheraner St. Louis, Missouri — 1850-09-01, Seite 1
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German transcription machine transcription, uncorrected
„Gotites WMort und Tuthers Lehr' bergehrt nun und nimmermehr.“
eſſenb. Job. Cav. 14, v. 6 7.) ——
—
Herausgegeben von der Deutſchen Ev. Luther. Synode von Miſſouri, Ohio, und anderen Staaten.
Nedigirt von (.
5. W. Walthe
Jahrg. 7.
Bedingungen:
das Poſtgeld zu tragen haben. —In St. Louis wird jede einzelne Rr. für 5 Cents verkauft.
Vorwort zum ſiebenten Jahrgang unſere Schwäche empfinden, ſo können wir uns
des „Lutheraner.“
Indem wir mit dieſer Nummer wieder die erſte
eines nenen Jahrgangs ausgehen laſſen, halten
wir für nöthig, den geehrten Leſern unſeres
Blattes vorerſt darüber Aufſchluß zu geben, daß
der nun geſchloſſene ſechste Jahrgang ſo wenig
editorielle Beiträge enthalten hat. Die Urſache
hiervon war ein Augenübel, welches uns unſer
lieber himmliſcher Vater aus Gnaden zugetheilt
und das uns kaum die nöthigſten Arbeiten un⸗
ſeres nächſten Berufes auszurichten geſtattet hat.
Wir ſind übrigens feſt überzeugt, daß die Leſer
des „Lutheraner“, da ihnen aus dieſem Grunde
deſto mehr us dem Schatze des guten Alten
dargereicht worden iſt, dadurch nicht nur keinen
Verluſt erlitten, ſondern vielmehr nur gewonnen
haben. Da es jedoch Gott nach Seiner großen
Weisheit geordnet hat, daß Sein heiliges Wort
Qer Lutheraner erſcheint alle zwei Wochen einmal für den jäbrlichen Subſcrip⸗
tionspreis von Einem Dollar für die auewärtigen Unterſchreiber, welche denſelben vorauszubezahlen und
bis an das Ende der Tage nicht allein durch die.
es Gott nach Seiner Barmherzigkeit gefallen hat,
uns den ungehinderten Gebrauch unſerer Auzen
wieder mehr und mehr zu ſchenken, ſo ſind wir
entſchloſſen, dieſe uns neu geſchenkte Wohl—
that dazu anzuwenden, daß wir der reinen lau⸗
teren Wahrheit, welche unſerer theuren Kirche
vertrauet iſt und die Gott auch uns zu erlennen
gegeben, wieder deſto ciſriger und freudiger auch
St. Louis, Mo., den 3. September, 1830.
Mr. F.
— ——
doch einem ſolchen Zeugniſſe um ſo weniger ent⸗
ziehen, je frecher gerade jetzt von Tage zu Tage die
Verläſterung der Wahrheit und Schmückung der
Lüge und des Irrthums außerhalb unſerer Kir⸗
che wird und je mehr ſelbſt mitten in unſerer Kir⸗
che, ſelbſt von Seiten derjenigen, die für Säu⸗
len angeſehen ſein wollen, die wichtigſten Wahr—
heiten zur Verwirrung und Verführung der Ein⸗
fältigen verkehrt werden. Mögen denn die lie⸗
ben Leſer Gott mit uns bitten, daß unſer „Lu⸗
theraner“ behalte, was er hat und daß Er, der
da will, daß allen geholfen werde und ſie zur
Erkenntniß der Wahrheit kommen, uns und un⸗
ſeren Mitarbeitern Gnade, Licht, Weisheit,
Muth, Eifer und Beſtändigkeit gebe, uns in
dieſer greulichen Zeit nicht wägen und wiegen
zu laſſen von alierlei Wind der Lehre, durch
Schalkheit der Menſchen und Täuſcherei, damit
ſie uns erſchleichen zu verführen, und die er⸗
„kannte Wahrheit nicht zu verleugnen, ſondern
Schrift, ſondern auch durch lebendige Perſonen
dieſelbe, wie Sirach ermahnt, zu vertheidigen
fort und fort öffentlich vertündiget werde, und da
bis in den Tod, das iſt, lieber alles, ja, den
Tod zu leiden, als ein Jota davon den Wider⸗
ſachern feig und untreu zu überliefern. Wohl iſt
es wahr, die Wahrheit bedarf unſer nicht; ſie.
bezeugt ſich ſelbſt an aller Gewiſſen, daß ſie es
iſt, und wenn wir ſie fahren laſſen, ſo ſucht ſie
ſich Andere, die ſie werth halten; ihre Kinder
ſterben nie aus, denn die Kirche, dieſe Säule
und Grundveſte der Wahrheit, ſteht auf dem
öffentlich Zeugniß geben. So tief wir ſelbſt Felſengrunde Chriſto und ſeinen unwandelbaren
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L.
bbeſtellungen, Gelder ꝛc. enthalten. unter der Addreſſe
Walther, St. Louis, Mo., anher zu ſenden.
Verheißungen; „Gottes Wort und Luthers Lehr
vergehet nun und nimmermehr“: allein wir ha⸗
ben wohl zu bedenken, Gott hat nicht nur die
theure Verheißung gegeben: „Dieweil du
haſt behalten das Wort meiner Geduld, will Ich
auch dich behalten vor der Stunde der Verſu⸗
chung, die kommen wird über den ganzen Welt
Kreis, zu verſuchen, die da wohnen auf Erden.
Siehe, ich komme bald. Halte, was du haſt,
daß niemand deine Krone nehme“ — Gott hat
uns auch die ganz erſchreckliche Drohung vor⸗
gelegt: „Wer aber weichen wird, an dem wird
meine Seele keinen Gefallen haben.“
No. 1.
AuNur die Briefe, welche Mittheilungen Ab das Blatt enthalten, ſind an den Nedakteur, alle au⸗
deren aber, welche Geſchäftliches, Veſtellungen.
I. V. Barthel, care of C. F. W.
Ach, HErr JEſu, da behüte uns für! Mache
du uns treu! Erhalte uns in Deiner Gnade,
erhalte uns bei Deinem Wort und Sacrament,
erbalte uns bei Deiner Kirche! Einſt aber laß
uns durch Dich das Wohlgefallen finden bei
Deinem Vater! Amen! Amen!
—— —
(Eingeſandt.)
Geſpräch,
gehalien mit vier Abgeordneten aus dem Kirchenrath
O., P., S. und X. am 31. Juli 1850.X
O. Weshalb wir zu Ibnen kommen, Herr
Pfarrer iſt dieſes. Der Kirchenrath hatte geſtern
Abend Sitzung, um ber die neue von Ihnen ent⸗
worfene Gemeindeordnung zu berathen, und be⸗
ſchloß, dieſelbe nicht anzunehmen. Uud wir
ſind beauftragt, im Namen des Kirchenraths
Ihnen dieſes zu erklären und Sie zugleich zu
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