—
Streik.
Abhandlungen.
Vom Streiken. Luth. 50, 111. 112. Was gibt
Streiks wohl zu bedenken? Luth. 41, 115. 116.
Abkürzungen:
Trak. 1. über Arbeiterverbindungen.
Trak. 2. Die heutigen Arbeiterverbindungen.
Trak. 3. Zur Arbeiterfrage.
Streik.
- Luth. 50, 111
- Luth. 50, 111. 112
- Luth. 41, 115
- Luth. 41, 115. 116
- Trak. 1
- Trak. 2
- Trak. 3
vol c, printed page
751 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0556_RA2-PA51
1.
Streiken iſt eine alte Sache
1. Streiken iſt eine alte Sache. Es war ſchon im
Mittelalter bekannt. Damals wurden Streiker als
Verſchwörer ins Gefängnis geworfen.
Anm. a. Die Zahl der Streits iſt groß. In den
Jahren 1880—1886 zählte man 3902 Streiks. — Schon
Schulkinder ſtreiken. Schulbl. 21, 93.
Anm. b. Die Urſachen davon liegen darin, daß
die Arbeitgeber den Lohn der Arbeiter herunterdrücken
und den möglichſt größten Gewinn herauszuſchlagen
juchen (darum fehlt den Arbeitern auch die Pietät gegen
ihre Herren), ferner aber auch darin, daß die Arbeiter
nicht mehr genügſam ſind. — Die Ungerechtigkeit nimmt
überhand und die Liebe erkaltet.
- Schulbl. 21, 93
- Mit. 1901, 60
margin
- Min. 98, 56
margin
- Mit. 1900, 31
margin
- Luth. 41, 115
margin
- Luth. 41, 115. 116
margin
- Trak. 2
margin
- Trak. 2, 42
margin
vol c, printed page
751 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0556_RA2-PA51
2.
Streiken iſt unrecht
2. Streiken iſt unrecht. Dadurch ſchadet man
a. dem Arbeitgeber. Auf ein gegebenes Zei— chen gehen alle Arbeiter davon und das Geſchäft kommt zum Stillſtand, meiſt gerade zu einer Zeit, wo der Ar— beitgeber den größten Verluſt hat.
Anm. Man greift auch in die Rechte des Arbeitgebers ein, indem man ihm Forderungen abzwingen will. Die Arbeiter wollen beſtimmen, daß nur Unionleute angeſtellt werden dürfen, was für Material gebraucht werden muß, wieviel Stunden gearbeitet werden darf, wie hoch der Lohn ſein muß. Der Arbeit;geber iſt nicht mehr Herr über ſein Geſchäft. Was er im Guten nicht zugeſteht, wird ihm mit Gewalt ge— nommen:
b. dem Mitarbeiter. Solche, die gern arbeiten möchten, werden von der Arbeit abgehalten. Scabs werden verhöhnt und verfolgt. Trak. 2, 40.
Anm. Streiks werden oft weiter ausgedehnt auf Geſchäfte, die gar nichts mit der Sache zu tun haben:
c. ſich ſelbſt und ſeiner Familie. Die Tage. wo man ſtreikt, wenn man arbeiten ſoll, ſind verlorene Tage. Iſt es nicht eine Schande, nicht zu arbeiten und dann ſich von andern unterſtützen zu laſſen? — Streik iſt ein zweiſchneidiges Schwert. Er ſchadet dem Arbeiter ebenſo, wie dem Arbeitgeber. Wie groß iſt der Verluſt der Arbeiter an Lohn! L. W. 48, 123.
Anm. a. Streik iſt
Das Eigentum des
1. gegen das 7. Gebot.
Nächſten wird geſchädigt:
2. Revolution oder Krieg im Kleinen. Wie oſt
greift man dabei auch zu Gewalt. Steine fliegen.
Fabrikgebäude werden demoliert, Wagen entgleiſt,
Maſchinen zerſchlagen, Menſchen ermordet. Sta⸗
tiſtit L. W. 51, 91. Straßenbahnſtreik in St.
Louis Mit. 1901, 64. 63;
3. ein ſchweres ſittliches ſoziales Ubel im Volk.
Arbeiter gehen Monate lang ohne Arbeit umher,
werden von walking delegates entflammt Mit.
1901, 63 und leicht zu Männern des Umſturzes
gemacht.
Amn. b. Jeder Arbeiter hat das Recht, ſeine Arbeit niederzulegen, wenn er will, vorausgeſetzt daß er nicht kontraktbrüchig wird. Er darf alle ordentlichen Mittel gebrauchen, um übelſtände abzuſchaffen.
Anm. c. Chriſtliche Arbeiter aber laſſen Gottes Wort nicht aus den Augen: Matth. 19, 119:Du ſollſt deinen Nächſten lieben als dich ſelbſt. Röm. 13, 10: Die Liebe tut dem Nächſten nichts Böſes. Röm. 12, 19: Rächet euch ſelbſt nicht. 1 Petr. 3, 9: Vergeltet nicht Böſes mit Böſem.
- Trak. 2
- Trak. 2, 40
- L. W. 48, 123
- L. W. 51, 91
- Mit. 1901, 64
- Mit. 1901, 64. 63
- Mit. 1901, 64. 63;
3
- Mit.
1901, 63
- O. 86, 32
margin
- Mit. 1901, 63
margin
- Luth. 42, 57
margin
- Luth. 42, 57. 58
margin
- Trak. 1
margin
- Trak. 1, 37
margin
- Trak. 2
margin
- Trak. 2, 39
margin
- Trak. 3
margin
- Trak. 3, 81
margin
- Mit. 1901, 61
margin
- Min. 98, 54
margin
- Min. 98, 54. 55
margin
- Trak. 3
margin
- Trak. 3, 79
margin
- Trak. 3, 79. 83
margin
- Trak. 2
margin
- Trak. 2, 38
margin
- Trak. 1
margin
- Trak. 1, 14
margin
- Trak. 1, 14. 15
margin
- Luth. 50, 111
margin
- Theol. 4, 98
margin
- Luth. 42, 57
margin
- L. W. 48, 187
margin
- Mit. 1901, 61
margin
- Luth. 50, 112
margin
- Trak. 2
margin
- Trak. 2, 14
margin
- Trak. 2, 14. 37
margin
- Trak. 3
margin
- Trak. 3, 80
margin
- Trak. 1
margin
- Trak. 1, 32—34
margin
- Min. 98, 56
margin
- W. 1900, 50
margin
- Luth. 42, 58
margin
- Trak. 3
margin
- Trak. 3, 79
margin
- Luth. 29, 60
margin
- Luth. 29, 60. 50, 111
margin
- Luth. 29, 60. 50, 111. 2
margin
- Luth. 29, 60. 50, 111. 2 2, 38 The Memorial Observance of the Death-Day of Dr. M. Luther.
margin
- Luth. 29, 60. 50, 111. 2 2, 38. 39 The Memorial Observance of the Death-Day of Dr. M. Luther.
margin
- Luth. 41, 116
margin
- Mit. 1901, 60
margin
- Mit. 1901, 60. 61
margin
- Min. 98, 54
margin
- Luth. 50, 112
margin
vol c, printed page
752 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0129_RA2-PA52