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Eckhardt's Homiletisches Reallexikon, 1907–1917

A cumulative subject index to seven Missouri Synod periodicals, compiled by E. (Ernest) Eckhardt (1868–1939) and printed at St. Louis between 1907 and 1917. Under each headword it sets numbered theses, and beside each thesis the places where the periodicals had treated it — by volume and page, running twenty years past the last of Der Lutheraner's own registers. Where the archive holds the volume a citation names, the citation below is a link to that page.

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5 entries under leichenverbrennung.

Leichenverbrennung

—

b. Zwar kann man von Exempeln wahrer Gottſelnz keit, von Bekehrungen in der Sterbeſtunde Gebraut machen, ober man hüte ſich vor aller Lobhudelei und Schmeichelei, daß nicht in Erfüllung geht: Leichenreden Lügenreden. Anm. a. Die Folgen von Lobhudelei ſind, daß maan den Wahrhaftigkeit des Predigers zweifelt oder den Schluß zieht, daß man ſelig wird, auch wenn man in Sünden beharrt. Anm. b. Chriſtian Ernſt, Herzog von Sachſen, trat ſchon bei Lebzeiten die Beſtimmung, daß man in ſeiner Leichenrede ſich alles Rübenens enthalten ſolle und nur die Gnade Gottes preiſen möge. Anm. c. Die Hinterbliebenen freilich ſind oft ſeh— enttäuſcht, wenn ihre Toten nicht genug gelobt werden Abhandlungen. oder Leichenbeſtattung? Luth. 41, 177. 178. Üüber Lei— 50, 95. 96. Cal. 1907, 99—108. Trak.Traktat über „Leichenverbrennung.“ J. M. B. Leichenverbrennung.

  • Luth. 41, 177
  • Luth. 41, 177. 178
  • Cal. 1907, 99—108
  • Past. 309 margin
  • Past. 310 margin
  • L. W. 20. 61 margin
  • L. W. 48, 55 margin
  • Luth. 4, 80 margin

vol b, printed page 932 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n1013

1. —

1. Leichenverbrennung hat in den letzten Jahrzehnten in verſchiedenen Teilen der chriſtlichen Welt Verbreitunz gefunden, z. B. a. in Deutſchland (Gotha) und Italien (Mailand), b. in England und Schottland, c. in Amerika. Stimmen aus der Episkopalkirche Luth. 56, 56. Anm. a. Leute, die ſich verbrennen ließen: ein Prie— ſter Luth. 40, 182, ein Baron Luth. 35, 12. 13 Anni. b. Feuerbeſtattung ſoll nicht mehr unkirchlich und unchriſtlich ſein, ſondern Weiterbildung der kirchlichen Sitte. ö Anm. c. Doch fehlt es auch nicht an Zeugniſſen dagegen. „Feuerbeſtattung hat keinen Platz und Recht in der chriſtlichen Sitte und Ordnung.“ — Die katholiſche Kirche iſt dagegen L. W. 53, 237. 2. Gründe, die man für Feuerbeſtattung vorbringt: a. Die Feuerbeſtattung ſei bei allen Völkern die urſprüngliche Beſtattung geweſen. — Dem iſt jedoch nicht ſo. Die alten Agypter haben einbalſamiert und begra— ben. Auch bei Völtern, wo Feuerbeſtattung vorkommt, iſt ſie durchaus nicht die einzige Weiſe geweſen. b. Feuerbeſtattung ſei billiger. — Das trifft nicht immer zu. Man kann bei Überführung der Leiche ins Krematorium denſelben Koſtenaufwand machen. Schließ⸗ lich wollen auch Weltmenſchen ihre Verwandten nicht immer aufs billigſte beſtatten. c. Feuerbeſtattung ſei das ſicherſte Mittel gegen die Gefahr, lebendig begraben zu werden. — Aber iſt die Gefahr, lebendig verbrannt zu werden, nicht gleich groß? d. Wie ſchrecklich der Gedanke an Verweſung im To⸗— de. — Aber die Schrecken des Todes laſſen ſich auch durch Verbrennung nicht überwinden. e. Es ſei eine viel ſchönere Sitte. — Eine viel ſcheuß— lichere Sitte, das wäre beſſer ausgedrückt. Feuerbeſtat⸗ tung iſt ungleich grauenhafter als das Grab. Ein Blick in den brennenden Feuerofen genügt. Wie es dabei zu⸗ geht Luth. 50, 95. f. Kirchhöfe ſeien geſundheitsſchädlich. Sie verpeſten die Luft und das Trinkwaſſer. — Dagegen.: 1. Die Ergebniſſe langer Unterſachungen bewei⸗ ſen das Gegenteil. Vom geſundheitlichen Stand⸗ punkt läßt ſich dagegen nichts einwenden. 2. Viele Kirchhöfe miit ihren parkähnlichen An⸗ lagen ſind der Geſundheit weit zuträglicher, als ein ſteinernes Krematorium. 3. Kirchhöfe ſind nicht den fünfzigſten Teil ſo ſchädlich, als die Abſälle des menſchlichen Lebens in den großen Städten. Man müßte erſt alle großen Städte räumen, ehe man einen Friedhof eingehen ließe. 4. Man müßte auch alle Tierleichen verbrennen. 5. In Indien, wo die Verbrennung ſcit Jahr— tauſenden beſteht, hören die Epidemien nicht auf. Anm. Die Kirchhöfe außerhalb der Stadt anzulegen, iſt ſehr zu empfeblen. g. Die Aſche in der Urne ſoll ein teures Andenken ſein de — Viele Leute wiſſen nicht, was ſie hernach damit ma-⸗ chen ſollen. An dem mit Blumen geſchmückten Grab gedenkt ein Chriſt gern ſeiner Lieben.

  • Luth. 56, 56
  • Luth. 40, 182
  • Luth. 35, 12
  • Luth. 35, 12. 13
  • L. W. 53, 237
  • L. W. 53, 237. 2
  • L. W. 20, 63 margin
  • Luth. 42, 173 margin
  • Luth. 42, 173. 30, 101 margin
  • Luth. 43, 73 margin
  • Luth. 43, 73. 32 margin
  • Luth. 43, 73. 32. 174 margin
  • Luth. 52, 179 margin
  • Luth. 56, 56 margin
  • L. W. 45, 243 margin
  • L. W. 45, 243. 244 margin
  • L. W. 45, 243. 244. 52, 283 margin
  • Luth. 44, 182 margin
  • Luth. 44, 182. 43, 12 margin
  • Luth. 44, 182. 43, 12 33 margin
  • Luth. 44, 182. 43, 12 33.. 40 margin
  • Luth. 44, 182. 43, 12 33.. 40, 45 margin
  • Luth. 51, 74 margin
  • Cal. 1907, 102 margin
  • Luth. 50, 95 margin
  • Luth. 50, 95
  • Cal. 1907, 103 margin
  • Cal. 1907, 103 margin
  • Trak. 13 margin
  • Cal. 1907, 103 margin
  • Cal. 1907, 104 margin
  • Luth 41, 173 margin
  • Cal. 1907, 104 margin
  • Freik. 1904, 7 margin
  • Luth. 56, 56 margin
  • Luth. 56, 56. 57 margin
  • Trak. 10 margin
  • Trak. 10. 11 margin
  • Cal. 1907, 104 margin
  • Trak. 12 margin
  • Luth. 50, 95 margin
  • Luth. 30, 101 margin
  • Luth. 30, 101 margin
  • Luth. 50, 95 margin
  • Trak. 14—16 margin

vol b, printed page 932–933 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n1013

3. —

3. Die Art und Weiſe der Beſtattung iſt an ſich ein Mittelding, von Gott weder geboten noch verboten. Anm. a. Eine Urſache, weshalb Gott nicht geboten hat, die Leichen zu begraben, mag die ſein, daß es in Zeiten der Peſtilenz und des Krieges maachmal faſt nicht möglich iſt, es durchzuführen. Anm. b. .Es ſchadet der abgeſchiedenen Seele nichts an der Seligkeit, ob der Leib begraben wird oder nicht. Damit können ſich ſolche beruhigen, welche auf dem Schiffe ſterben und ins Waſſer geſenkt werden. Anm. c. Keine Gemeinde oder Kirche hat das Recht, ein Mittelding als Gewiſſenspflicht aufzulegen. Anm. d. Obwohl wir frei ſind, ſo ſollen wir doch nicht willkürlich handeln, ſondern nach Gründen fragen und die beſte Weiſe ausführen.

  • Luth. 176 margin
  • Luth. 41, 176 margin
  • Luth. 41. 176 margin
  • Cal. 1907, 100 margin
  • Trak. 5 margin
  • Trak. 6 margin

vol b, printed page 933–934 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n1014

4. —

4. Gründe, warum wir die Feuerbeſtattung verwerfen und an der Beerdigung feſthalten, ſind folgende: a. Das Begraben iſt die bibliſche Weiſe, die den. Willen Gottes gemäß iſt. Das Wort begraben kome— ö 180 mal, das Wort Grab über 125 mal in der Bibel vor. Cal. 1907, 99. Luth. 50, 95. Nirgends de⸗ ö zieht ſich die Schrift auf Verbrennung Trak. 20. 21. 1. Bibliſche Beiſpiele im alten und neuen Teſta⸗ ment: 1 Moſ. 15, 15: in gurem Alter begraben wer— den. 23, 19: Abraham begrub Sarah. 5 Moſ. 34. 6: Gott begrub Moſe. Hiob 19, 25: hernach aus der Erde auferwecken. — Dan. 12. 2: Viele, ſo unter der Erde ſchlafen liegen. Joh. 5, 28: alle. die in den Gräbern ſind. 2. Nicht begraben werden wird als Strafe an⸗ gedroht. 2 Kön. 9, 10: und ſoll ſie niemand begra⸗ ben. Jeſ. 14, 20. Jer. 14. 16. 16, 4. 22, 18 3. Auch liebliche Gleichniſſe weiſen auf das Be⸗ ö grabenwerden hin: 1 Kor. 15, 42: Es wird ge⸗ ſäet. Ein Samenkorn wird nicht erſt verbranm ehe es gepflanzt wird. Röm. 6, 4: mit ihm be⸗ graben durch die Taufe in den Tod. ö 4. Die Erde wird unſer aller Mutter genannt. Sirach 40, 1, weil ſie unſere Toten in ihren Schoß aufnimmt. b. Chriſtus iſt begraben worden. Lied 93, 4—6. Anm. Die Strafe: du ſollſt zu Erden werden, ſchließt, wie aus der Erfüllung Chriſti zu erſehen iſt, das Begrabenwerden in ſich c. Das Begrabenwerden entſpricht unſerm Glauben an ein Fortleben des Leibes in der künſtigen Auferſtehung. Verbrennung bedeutet Vernichtung. Das Begrabenwerden erinnert an Schlaf, Verbrennung ſchließt dieſen Gedanken aus. Ein Krematorium iſt ein Bild der Hölle. Luth. 41. 178. Anm. Obwohl wir frei ſind, ſo wählen wir doch das, was unſerm Glauben am meiſten entſpricht. In der Wahl, die ein Menſch trifft zeigt ſich oft die Geſinnung des Menſchen. We. von der Ewigkeit mehr zu fürchten, als zu hoffen hat, idem es ein Troſt iſt, daß ſeine Exiſtenz im Tode erliſcht, dem wird die Verbrennung ſehr zuſagen. d. Wir folgen dem Beiſpiel der Kinder Gottes, der Kirche aller Zeiten. c. Die Pietät gegen unſere Verſtorbenen kommt mehr zum Ausdruck bei Beerdigung als bei Feuerbeſtattung Anm. Wir ſollen auch den Leib, dieſen Wunderbar Gottes, ehren und nicht wegwerfend behandeln. f. Das Gericht muß oft Leichen wieder ausgraben wegen Verdacht des Giftmordes. Bei Verbrennung wird alles Beweismaterial aus der Welt geſchafft und die Arbeit der Verbrecher erleichtert. g. Die Fenerbeltattung iſt eine heidniſche Sitte. Sie hängt wohl mit dem heidniſchen Aberglauben zuſammen, daß das Feuer eine heiligende, läuternde Kraft habe. h. Die Leute, die für Feuerbeſtattung eintreten, ſind meiſt ſolche, die an keine Auferſtehung glauben. Nicht Rückſicht auf das geſundheitliche Wohl der Menſchen, ſondern Feindſchaft gegen Religion iſt bei den meiſten die Triebfeder. Anm. a. Daß ſie ihren Leib verbrennen laſſen, iſt das letzte Zeugnis ihres Freidenkertums. Anm. h. Feuerbeſtattung iſt das Symbol des Unglaubens, gerade wie die rote Fahne der Anarchiſten Zeichen iſt. Wer dahinter marſchiert, wird von jedem für einen Anarchiſten gehalten. Anm. c. Die Beerdigung iſt darum in unſerer Zeit kein freies Mittelding mehr, ſondern Bekenntnisſache, da die Feuerbeſtattung von den weltlich Geſinnten zur Bezeugung ihres Unglaubens geübt wird Anm. d. Doch läßt ſich nicht beſtreiten, daß manche ihre Verbrennung anordnen aus anderen Gründen, ohne ein Zeugnis ihres Unglaubens ablegen zu wollen. Einwand. Was gehen mich die aufgeklärt ſein wol— lenden Ungläubigen an. Ich ſage mich los von ihnen. Aber in Mitteldingen laſſe ich mir kein Gewiſſen machen. — Obwohl wir frei ſind, ſollen wir doch niemand Ärger— nis geben und nicht rückſichtslos gegen unſere Brüder handeln. 1 Kor. 6, 12: Ich habe es alles Macht, es frommet aber nicht alles. Man würde dadurch ſeinem Nächſten Anſtoß und Argernis geben und ſich gegen die Liebe verſündigen.

  • Cal. 1907, 99
  • Luth. 50, 95
  • Trak. 20
  • Trak. 20. 21
  • Trak. 20. 21. 1
  • Lied 93, 4—6
  • Luth. 41. 178
  • Luth. 41, 177 margin
  • Luth. 41, 178 margin
  • Luth. 41, 178. 56, 56 margin
  • Cal. 1907, 99 margin
  • Trak. 18 margin
  • Trak. 18. 19 margin
  • Luth. 41, 178 margin
  • Cal. 1907, 100 margin
  • Luth. 41, 178 margin
  • Cal. 1907, 101 margin
  • Trak. 20 margin
  • Cal. 1907, 101 margin
  • Cal. 1907, 102 margin
  • Luth. 41, 177 margin
  • Cal. 1907, 100 margin
  • Cal. 1907, 100. 101 margin
  • Cal. 1907, 101 margin
  • Trak. 21 margin
  • Trak. 17 margin
  • Cal. 1907, 101 margin
  • Cal. 1907, 101. 102 margin
  • Trak. 14 margin
  • Trak. 14. 15 margin
  • Trak. 6 margin
  • Trak. 6. 7 margin
  • Cal. 1907, 101 margin
  • Luth. 30, 93 margin
  • Trak. 12 margin
  • Trak. 12. 13 margin
  • Luth. 41, 17 margin
  • Luth. 41, 178 margin
  • Luth. 41, 178. 42, 38 margin
  • Luth. 41, 178. 42, 38. 56, 142 margin
  • Luth. 41, 178. 42, 38. 56, 142. 143 margin
  • Cal. 1907, 105 margin
  • Luth. 50, 95 margin
  • Luth. 52, 161 margin
  • Cal. 1907, 108 margin
  • Cal. 1907, 106 margin
  • Cal. 1907, 10 margin
  • Trak. 5 margin
  • Trak. 5. 8 margin
  • Trak. 5. 8. 9 margin

vol b, printed page 934–935 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n1015

5. —

5. Welche Stellung ſollen wir gegen Feuerbeſtattung einnehmen? 3. Dürfen wir jeden, der davon Gebrauch macht, ſchlechthin verurteilen? Nein. Wir können nicht von jedem Einzelnen behaupten, daß er aus dem Unglauben handelt. b. Darf unſere Kirche Feuerbeſtattung gutheißen, befürworten? Nein. Dadurch würden wir eine Sitte preisgeben, die durch Gottes Wort und den Brauch der chriſtlichen Kirche geheiligt wird. Anm. a. Darum ſoll 1. kein Chriſt von der Feuerbeſtattung Gebrauch machen; kein rechtſchaffener Chriſt wird im Tode 100 Malzeichen der Feinde Chriſti annehmen wol⸗ en; 2. kein Prediger ſein Amt ſo ſchändlich weg⸗ I1Uũt ́ daß er ſich an einer Feuerbeſtattung betei⸗ igt: 3. jeder Chriſt ſolchem Leichenbegängnis fern bleiben. Gehet aus von ihnen! Beteiligung daran kann nur mit Verleugnung der Wahrheit geſchehen. Anm. b. Chriſtliche Angehörige eines Verſtorbenen, der ſeine Verbrennung angeordnet hat, ſind nicht gehalten, ſolcher letztwilligen Beſtimmung nachzukommen

  • Trak. 22 margin
  • Cal. 1907, 106 margin
  • Cal. 1907, 106 margin
  • Luth. 50. 96 margin
  • Cal. 1907, 108 margin
  • Cal. 1907, 108 margin
  • Cal. 1907, 108. 99 margin
  • Luth. 50, 96 margin
  • Luth. 50, 96. 52 margin
  • Luth. 50, 96. 52. 161 margin
  • Luth. 50. 96 margin
  • Cal. 1907, 108 margin
  • Cal. 1907, 108. 109 margin
  • Cal. 1907. 108 margin
  • Luth. 50, 96 margin

vol b, printed page 935 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n1016

A citation shown like this names a volume the archive does not hold — most of Der Lutheraner and Lehre und Wehre past Jahrgang 10, and the five other series Eckhardt indexes, none of which are here. Those references are printed as Eckhardt set them rather than hidden: the reference is the useful thing even when we cannot serve the page. Page images of the Reallexikon itself are not served in this build; the scan note under each entry gives the item and image index in the archive.org copy.