A cumulative subject index to seven Missouri
Synod periodicals, compiled by E. (Ernest) Eckhardt (1868–1939) and printed at
St. Louis between 1907 and 1917. Under each headword it sets numbered theses,
and beside each thesis the places where the periodicals had treated it — by
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—
Hölle.
Abhandlungen.
Die Lehre von der Hölle und von der ewigen Verdammnis. Il. 86. Ewig⸗
it der Höllenſtrafen. Tex. 1907. Ebeling, Der Menſchheit Zukunft. 144 —166.
oe damnatione aeterna. Baier 1, 203—223. Vom ewigen Tod. Löb 424 —436.
erlines 275. Theol. 6, 139—143.
Abriß.
Es gibt eine Hölle. § 1. Namen. § 2. Wo iſt die Hölle? § 3. Beſchafienben
der Hölle. § 4. Ermangelung alles Guten. § 5. Strafen an Leib und Seele. 85
Die Hölle iſt ein Ort der Qual und Pein. § 7. Der Peiniger. § 8. Stufen der
Verdammnis. § 9. Die Ewigkeit der Höllenſtrafen. § 10. Antitheſe. § 11. Ein
der Höllenſtrafen. §S 12. Wer kommt hinein? § 13.
Subjectum quo, Leib und Seele. § 14. Urſachen der Verdammnis. § 15. Zwet
*
Erlöſung von der Hölle. § 17. Gebrauch dieſer Lehre
Die Hölle.
1. Es gibt eine Hölle. Das ſagt uns
a. ſchon unſere Vernunft. Gott iſt gerecht.
Er belohnt das Gute und beſtraft das Böſe. Geſchiehr
es nicht in dieſem Leben, dann nach dieſem Leben.
Anm. a. Heiden, die das Licht des Gewiſſens noch
nicht ganz ertötet haben, haben dieſe Wahrheit noch be
kannt. Plato, Alexander Aphrodiſienſis.
Anm. b. Leute, die da ſagen, daß es keine Hölle git:
wiſſen genau, daß ſie eine Unwahrheit ſagen. Sie wiſſer
alle, daß es einen Gott im Himmel und eine Vergeltung
gibt. Die Hölle zu leugnen, iſt Torheit und Frevel. Ma
33, 162—166;
b. die heilige Schrift.
Altes Teſtament: 1 Moſ. 2. 17: des Te⸗
des ſterben. (Röm. 5, 18: die Verdammnis über
alle Menſchen gekommen.) 5 Moſ. 32, 22 bren⸗
nen bis in die unterſte Hölle. Pſ. 55, 16: lebendig
in die Hölle fahren. Pſ. 49, 15: In der Hölle müſ
ſen ſie bleiben. Spr. 15, 24: die Hölle unterwärt:
Jeſ. 66, 214: ihr Feuer wird nicht verlöſchen. Y
11. 5. 6. 21, 10. 9, 18. Dan. 12, 2: etliche zur
wigen Schmach und Schande;
Neues Teſtament: Mark. 16. 16: Wer
nicht glaubt, der wird verdammt. Matth. 3, 19,
abgehauen und ins Feuer geworfen. 5. 55. R.
und werdeſt in den Kerker. geworfen. 8. 12: aus
geſtoßen in die äußerſte Finſternis. 2 Petr. 2, 4.
9. 17: zur Hölle verſtoßen. Matth. 5, 22: des
hölliſchen Feuers ſchuldig. 7, 13: der Weg, den
zur Verdammnis abführt. 10, 28: Leib und Secle
verderben mag in die Hölle. 25, 41: Gehet hin
von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer.
Anm. a. Der eigentliche Beweis iſt nicht aus Ver:
nunftgründen, ſondern nur aus der Schrift zu liefern.
Wer dieſen Beweis nicht annehmen will, den laſſe man
fahren.
Anm. b. Zeugniſſe.
1. Konkordia. 43. Art. 17. 217. § 66.
2. Luther. Kirchenp. 4. Sonnt. nach Trin.
Göbel. Il. 86, 28. 29.
Antitheſe.
Daß es eine Hölle gibt, leugnen: a. Origenes.
Die Hölle iſt die Angſt des Gewiſſens.
Philo.
b. Sozinianer.
Gänzliche Vernichtung der Gottloſen.
Photinianer.
c. Etliche Päpſte. Paul 3. Leo 10.
d. Heidniſche Philoſophen. Pythagoras, Seneca. e. Epikuräer. Laßt uns eſſen und trinken, denn mor⸗
gen ſind wir tot.
f. Ruſſel.
g. Spötter und Ungläubige.
Anm. a. Die Ungläubigen in ihrem Galgenhumor
tun ungeheuer luſtig, weil ſie nicht denken wollen an das,
was ihen bevorſteht, aber ihr Spotten wird ſich einſt in
Heulen verwandeln.
Anm. b. Sollte deswegen kein Galgen ſein, daran
der Dieb gehängt wird, weil der Dieb nicht daran denkt? Anm. c. Geſchichten, wie man ſolche Spötter abwei⸗
ſen kann Tex. 1907, 11. 12. Il. 86, 24.
- Baier 1, 203—223
- Löb 424 —436
- Theol. 6, 139—143
- Ma
33, 162—166
- Spr. 15, 24
- Il. 86, 28
- Il. 86, 28. 29
- Walth. Ev. 322
margin
- Ma. 19, 348
margin
- Wit. 90, 166
margin
- Il. 86, 24
margin
- Eb. 150
margin
- Eb. 150. 151
margin
- Il. 86, 23
margin
- Eb. 151
margin
- Tex. 1907, 13
margin
- Tex. 1907, 12
margin
- Il. 86, 24
margin
- Il. 86, 24. 25
margin
- Il. 86, 24. 25. 27
margin
- Eb. 149
margin
- Eb. 149. 150
margin
- Löb. 425
margin
- Il. 80. 27
margin
- Il. 80. 27. 28
margin
- Eb. 149
margin
- Eb. 149. 150
margin
- L. W. 17, 361
margin
- Löb. 426
margin
- Il. 86, 29
margin
- Il. 86, 28
margin
- Tex. 1907, 11
- Tex. 1907, 11. 12
- Il. 86, 24
- Il. 86, 22
margin
- Baier 1, 204
margin
- Il. 86, 22
margin
- Baier 1, 204
margin
- Eb. 151
margin
- Il. 86, 23
margin
- Il. 86, 22
margin
- Il. 86, 22. 23
margin
- Luth. 64, 40
margin
- Il. 86, 18
margin
- Tex. 1907, 13
margin
- Tex. 1907, 13. 14
margin
- Ma. 29, 191
margin
- Stock 594
margin
- Il. 86. Ewig⸗
it der Höl
- Tex. 1907. Ebeling, Der
vol b, printed page
539–541 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n0620
2.
Namen
2. Namen. Die Hölle führt verſchiedene Namen: a. Sheol im alten Teſtament.
b. Hades im neuen Teſtament.
c. Gehenna. Matth. 5. 22. 10, 28. 23, 15. 33. u.
—
w. (von Hinnom. 2 Kön. 23, 10. Jer. 7, 31). d. Abgrund, Schlund, Grube Luk. 8, 31. Off. 9, 1.
11. 7.
e. Gefängnis. Pſ. 68, 19: das Gefängnis gefangen.
Eph. 4, 8. 1 Petr. 3, 19: gepredigt den Geiſtern im
Gefängnis. Matth. 5, 25: Kerker. Luk. 12, 58.
f. Feuerofen. Matth. 13, 50. 42. Der feurige Pfuhl.
Off. 19, 20. 20, 10. 21, 8.
g. Die äußerſte Finſternis.
2 Petr. 2, 17. Judä 13. Anm. a. Hölle kommt her von Hel, einer germaniſchen
Todesgöttin.
Anm. b. über verſchiedene Bedeutung des Wortes
Hölle ſ. Hades S4.
- L. W. 17. 362
margin
- Eb. 148
margin
- Büch. 595
margin
- Eb. 148
margin
- Il. 86, 27
margin
- Eb. 148
margin
- Mich. 1903. 19
margin
- Eb. 148
margin
- Tex. 1907, 26
margin
vol b, printed page
541 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n0622
3.
—
3. Wo iſt die Hölle? Wo die Hölle iſt, wiſſen wir nicht.
Laßt uns Gott bitten, daß wir es nie an uns erfahren. Anm. a. Die Schrift beſchreibt die Hölle immer als
unten ſeiend. Der reiche Mann hob ſeine Augen auf.
Elias fuhr hinauf, die Rotte Korah hinunter.
Anm. b. Manche nehmen an, die Hölle ſei mitten
in der Erde. Harms, Bellarmin. — Aber wenn die
Rotte Korah hinunter fuhr, ſo war das nur der Weg,
auf dem ſie zur Hölle fuhr. Eb. 154.
Einwand. Eph. 4, 9: hinuntergefahren in die un—
terſten Erter der Erde. — Dieſe Stelle beſchreibt den
Zuſtand der tiefſten Erniedrigung Chriſti, ſein Begräb—
nis.
- Eb. 154
- Il. 86, 26
margin
- Ma. 6. 186
margin
- Stock 595
margin
- Löb. 433
margin
- Baier 1, 219
margin
- Il. 86, 26
margin
- Il. 86. 25
margin
- Il. 86. 25. 26
margin
- L. W. 17. 292
margin
- Baier 1, 220
margin
- Baier 1, 220
margin
vol b, printed page
541 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n0622
4.
Die Beſchaffenheit der Hölle
4. Die Beſchaffenheit der Hölle. Die Hölle beſteht a. in der Entbehrung aller Seligkeit, carentia om—
nium bonorum (Negativ);
b. in dem Erleiden der größten Pein. (Poſitiv.)
- Baier 1. 203
margin
- Baier 1. 203. 201
margin
- Baier 1. 205
margin
- Baier 1. 205. 206
margin
- Löb. 4128.
vol b, printed page
541 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n0622
5.
—
5. Die Verdammten entbehren in der Hölle
a. aller Ergötzungen, dieu ſie hier au
Erden hatten, ſeiſchlicher Genüſſe, Ehren, Reic⸗—
tümer. Pſ. 49, 17. 18. 20: er wird nichts in ſeinen
Sterben mitnehmen. Lied 133, 4. 1 Joh. 2, 17: Di
Welt vergeht mit ihrer Luſt. Lied 434, 10. 14;
b. aller himmliſchen Ergötzungen:
1. des Schauens Gottes, des Inbegriffs aller Se ligteit. Pſ. 49, 20: ſie ſehen das Licht nimmer— mehr. Joh. 3, 36: wird das Leben nicht ſehen. Matth. 25, 41: Gehet hin von mir. Von Gon verlaſſen, verſtoßen! Luk. 17, 34. Eb. 156;
2. der ſeligen Freude. Luk. 14, 24: der Männer keiner wird das Abendmahl ſchmecken. Jeſ. 65, 131 ihr ſollt hungern, dürſten, vor Herzeleid ſchreien;
3. der Herrlichkeit der Leiber. Zwar ſind ihbre Leiber unſterblich, ſie werden nicht mehr durch Speiſe erhalten (geiſtliche Leiber), aber von häß— licher Geſtalt. Jeſ. 66, 24: allem Fleiſch ein Greuel. Dan. 12, 2: etliche zur ewigen Schmaß und Schande. Die Sünde hat ſie zu Jammergeſta. ten gemacht, Leib und Seele verderbt. Matth. 1“ 28
J. der ſeligen Gemeinſchaft der Engel und Auserwählten. Off. 21, 27: Und wird nicht hinein. gehen (in den Himmel) irgend ein Gemeines. 22. 15: draußen ſind die Hunde. Luk. 16, 26: eine große Kluft.
- Lied 133, 4
- Lied 133, 4. 1
- Lied 434, 10
- Lied 434, 10. 14
- Eb. 156
- Eb. 156;
2
- Il. 86, 39
margin
- Il. 86, 39. 40
margin
- Löb. 430
margin
- Eb. 160
margin
- Il. 86, 41
margin
- Baier 1, 204
margin
- Löb. 429
margin
- Il. 86, 43
margin
- Il. 86, 43. 44
margin
- Il. 86, 44
margin
- Baier 1, 205
margin
- Löb. 429
margin
- Il. 86, 44
margin
- Il. 86, 44. 45
margin
- Eb. 157
margin
- Baier 1, ö 205.
vol b, printed page
542 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n0623
6.
—
6. Die Verdammten leiden in der Hölle die allerſchwer
ſten Strafen und Qualen an Leib und Seele.
Die Seele.
a. Der Verſtan d. EX parte intellectus.
1. Sie erkennen Gott als ihren gerechten Rich ter, aber mit Zittern. Jak. 2, 19. ö
2. Das böſe Gewiſſen quält ſie unaufhörlich. Jei 66, 24. Mark. 9, 46: der Wurm, der nicht ſtirbt — Wie kann das böſe Gewiſſen den Menſchen ſchen hier auf Erden foltern!
3. Sie erkennen ihre Sünde, ihre Strafe, aber nur zu ihrer Qual.
b. Der Wille. EX parte voluntatis.
1. Ihr Wille iſt erfüllt mit Haß gegen Gont Engel, ſich ſelbſt. Sie haben Gott gehaßt ſchonein dieſem Leben, wie viel mehr nun!
2. Sie ſind erfüllt mit Neid und Mißgunſt über die Seligen. Pſ. 112, 10.
3. Sie haben Schmerz. Traurigkeit, Angſt. Röm 2. 9.
4. Verzweiflung liegt über ihnen. Off. 6. 16. 17. Luk. 23, 30: Ihr Berge, fallet über uns. — Verzweiflung iſt da, wo keine Hoffnung iſt. ! Theſſ. 4, 13.
Anm. a. An damnati retineant fidem et spem. quem
in hac vita habuerunt? — den hiſtoriſchen Glauben
werden ſie behalten zu ihrer Qual. Die Hoffnung iſt
aus.
Anm. b. An actiones damnatorum omnes sint
malae? — Ihr Wille iſt nur auf das Böſe gerichtet.
Sie ſind im Böſen verhärtet.
Anm. c. Daß ihnen geſtattet ſei, Gott mit Worten
unaufhörlich zu läſtern, wird von vielen lutheriſchen Theo⸗
logen verneint.
Der Leib.
Die Leiber der Verdammten werden gequält durch ewi⸗
ges Feuer. Matth. 25, 41: in das ewige Feuer. Jeſ.
66, 24: ihr Feuer. Off. 21, 8: ein Pfuhl, der mit Feuer
und Schwefel brennt.
Anm. a. Was das für ein Feuer iſt, iſt eine un⸗
(Beſſer, du ſiehſt dich vor, daß du
nütze Frage.
hineinkommſt.) Manche halten es für ein natürliches,
andere für ein übernatürliches Feuer, noch andere faſſen
es bildlich für die größten Schmerzen. Viele aber wol⸗
len lieber ſchweigen, als eine beſtimmte Anſicht darüber
ausſprechen.
Anm. b. Allgemein iſt die Annahme, daß es iſt
1. ein wirkliches Feuer,
2. kein irdiſches Feuer. Es brennt ohne
Stoff, verzehrt nicht, leuchtet nicht, verliſcht nicht,
brennt nicht bloß den Leib, ſondern auch die
Seele.
- Il. 86, 45
margin
- Löb. 431
margin
- Il. 86, 46
margin
- Ma. 19, 349
margin
- Mag. 4, 83
margin
- Eb. 159
margin
- Baier 1, 206
margin
- Löb. 431
margin
- Il. 86, 46
margin
- Il. 86, 46. 47
margin
- Löb. 432
margin
- Baier 1, 206
margin
- Baier 1, 206. 207
margin
- Eb. 159
margin
- Il. 89, 47
margin
- Baier 1, 206
margin
- Löb. 432
margin
- Baier 1, 207
margin
- Il. 86, 17
margin
- Baier 1, 207
margin
- Baier 1, 208
margin
- Baier 1, 208
margin
- Baier 1, 208. 209
margin
- Baier 1, 209
margin
- Il. 86, 47
margin
- Löb. 432
margin
- Löb. 432. 433
margin
- Baier 1
margin
- Baier 1., 209
margin
- Baier 1., 209. 210
margin
- Il. 86, 47
margin
- Ma. 19, 349
margin
- Eb. 158
margin
- Mag. 4, 82
margin
- Luth. 2, 22 Rationalism and the Bible. (Conclusion.)
margin
- Baier 1, 142
margin
vol b, printed page
542–543 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n0623
7.
Die Hölle iſt ein Ort der Qnal und Pein
7. Die Hölle iſt ein Ort der Qnal und Pein. Luk.
16, 23. 28. (Tortur), ein Ort der Verdammnis. —
Beſchreibung davon Eb. 154. 155.
Anm. a. Leiden werden
1. alle Glieder des Leibes:
Augen, Ohren,
Zunge u. ſ. w.:
2. alle Sinne des Menſchen: Sehen, Hören, Rie⸗
chen, Schmecken, Fühlen.
Die Gefangenen ſind an
gebunden Anm. b.
Pſ. 18,
Händen und Füßen.
Matth. 22, 13.
13, 30.
——
6. Lied 89, 5.
Anm. c. Die Höllenqualen ſind unbeſchreiblich und
unbegreiflich. Wenn wir uns auch das Schreck—
lichſte vorſtellen, wir bleiben noch weit hinter der Wirk⸗
lichkeit zurück.
Anm. d. Die Folgen der Qual ſind Schreien,
Heulen, Zähneknirſchen.
Anm. e. Ihre Geſellſchaft ſind lauter Ver⸗
dammte. Genoſſen der Verdammnis zu haben, iſt ihnen
kein Troſt, beſonders wenn es die von den Verführern
Verführten ſind.
Anm. f. Niemand von den Seligen hat Mitleid
mit ihnen. Selbſt Gott lacht und ſpottet ihrer. Spr.
1. 24—26.
Anm. g.
Wie dankbar ſollte man brüderliche Be⸗
ſtrafung annehmen!
Anm. h. Welche Vorſtellungen von der Hölle hingegen machen ſich die Heiden! Wie haben Päpſte davon
geſchrieben! — Briefe aus der Hölle.
- Eb. 154
- Eb. 154. 155
- Lied 89, 5
- Spr.
1. 24—26
- Mag. 4
margin
- Mag. 4., 82
margin
- Mag. 4., 82. 83
margin
- Eb. 158
margin
- Stock 592
margin
- Stock 592. 593
margin
- Ma. 6, 186
margin
- Ma. 6, 186. 25, 181
margin
- Ma. 6, 186. 25, 181. 13, 188
margin
- Ma. 6, 186. 25, 181. 13, 188. 189
margin
- Ma. 6, 186. 25, 181. 13, 188. 189. 19, 349
margin
- Ma. 6, 186. 25, 181. 13, 188. 189. 19, 349. 15, 160
margin
- Schulb. 37, 68
margin
- Schulb. 37, 68. 69
margin
- Stöckh. N. T. 206 —208
margin
- Wis. Syn. 99, 30
margin
- Il. 86, 48
margin
- Theol. 6, 140
margin
- Eb. 160
margin
- Löb. 433
margin
- Baier 1, 211
margin
- Baier 1, 211. 212
margin
- Büch. 595
margin
- Eb. 158
margin
- Il. 86, 38
margin
- Eb. 155
margin
- Eb. 158
margin
- Baier 1, 212
margin
- Baier 1, 212. 213
margin
- Il. 86, 45
margin
- Mag. 4, 84
margin
- Eb. 160
margin
- Theol. 6, 140
margin
- Il. 86, 45
margin
- Il. 86, 45. 49
margin
- Il. 86, 45. 49. 43
margin
- Il. 86, 50
margin
- Tex. 1907, 13
margin
- Tex. 1907, 13. 15
margin
vol b, printed page
543–544 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n0624
8.
Der Peiniger in der Hölle Matth
8. Der Peiniger in der Hölle Matth. 18, 34 iſt
a. nicht Satan. Das wäre ihm eine Luſt, die
Menſchen zu quälen.
Der Teufel wird ſelbſt gepeinigt, und weil er am ſchwerſten geſündigt hat, am meiſten gepeinigt. — Daraus, daß der Teufel Peiniger iſt in dieſem Leben, folgt nicht, daß er es auch in jenem Leben iſt.
Einwand. Hebr. 2, 14: Der Teufel hat des Todes Gewalt. So lange es einen ewigen Tod gibt, übt der Teufel die Gewalt des Todes aus.
Anm. Manche Theologen, z. B. Gerhard, Dannhauer, Baier, nehmen an, daß der Teufel auch in der Hölle noch die Menſchen peinigen werde;
b. Gott ſelbſt. Jeſ. 30, 33: Der Odem des Herrn wird ſie anzünden wie einen Schwefelſtrom. Pj. 2, 9: Du ſollſt ſie mit einem eiſernen Zepter zerſchlagen. 5 Moſ. 4, 24: Der Herr iſt ein verzehrend Feuer. Pſ. 11, 6: Der Herr regnet über die Gottloſen Blitz, Feuer und Schwefel.
- Il. 86, 48
margin
- Il. 86, 48. 49
margin
- Mich. 1901, 91—93
margin
- Baier 1, 141
margin
vol b, printed page
544 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n0625
9.
Stufen der Verdammnis
9. Stufen der Verdammnis. Die Verdammnis hat verſchiedene Grade. Matth. 11, 22: Es wird Tyro und Sydon erträglicher ergehen. Luk. 12, 47: viel Streiche leiden. Matth. 23, 14: deſto mehr Verdammnis emn Röm. 2, 6: einem jeglichen nach ſeinen Weren.
Anm. Die Größe der Strafe richtet ſich nach der Schwere der Sünde und nach der Größe der Gnade. die man verachtet hat. Welchem viel befohlen iſt, von dem wird man viel fordern.
- Il. 86, 58
margin
- Eb. 164
margin
- Baier 1, 213
margin
- Ka. 91, 17
margin
- Theol. 6, 141
margin
vol b, printed page
544 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n0625
10.
Die Ewigkeit der Höllenſtrafen
10. Die Ewigkeit der Höllenſtrafen. Daß die Höllenſtrafen ewig dauern, zeigt die Schrift auſ mancherlei Weiſe.
a. Matth. 25, 41:ewiges Feuer. 25, 46: ewige Pein. Dan. 12, 2: ewige Schmach und Schande. Judã 6: ewige Banden. Judä 13: Finſternis in Ewigkeit. Off. 14, 11. 19, 3: Der Rauch ihrer Qual ſteigt aui von Ewigkeit zu Ewigkeit. Jeſ. 34, 10.
Anm. Darum wird der andere Tod Off. 2, 11. 20, 6. (mors secunda) auch der ewige Tod genannt. Ein ewiges Sterben.
b. Jeſ. 66, 21: Ihr Wurm wird nicht ſterben und ihr Feuer wird nicht verlöſchen.
c. Joh. 3, 36: Der Zorn Gottes bleibet über ihm. Matth. 12, 32. Mark. 3, 29: Wer dem Geiſt bis ans Ende widerſtrebt, für den gibt's keine Vergebung weder in dieſer noch in jener Welt.
d. Hiob 7, 9: Wer in die Hölle hinunterfährt, komm! nicht wieder herauf. Matth. 5. 26. * 27
59: Du wirſt nicht von dannen herauskommen.
AII.
25, 26: die Tür ward verſchloſſen. Luk. 16, 26: eine
große Kluft. — Keine Erlöſung!
Anm. a. Das Wort ewig iſt ein ſchreckliches Wort.
— 7* O Ewigkeit, du Donnerwort. Geſchichte Luth.
4. 417.
Anm. b. Gleichniſſe. Wenn ein Vogel alle 1000
Jahre ſeinen Schnabel an einem hohen Fels wetzte. Lied
434, 5. 6.
- Theol. 6, 140
margin
- Theol. 6, 140. 141
margin
- Tex. 1907, 24
margin
- Eb. 160
margin
- Eb. 160. 161
margin
- Ma. 19, 349
margin
- Il. 86, 50
margin
- Il. 86, 50. 57
margin
- W. 88, 69
margin
- W. 88, 69. 70
margin
- Löb. 434
margin
- Baier 1, 221
margin
- Il. 86, 28
margin
- Il. 86, 28. 55
margin
- Baier 1, 201
margin
- Eb. 155
margin
- Eb. 155. 156
margin
- Tex. 1907, 35
margin
- Eb. 161
margin
- Mag. 4, 84
margin
- Mag. 4, 84. 85
margin
- Stock 593
margin
- Luth.
4. 417
- Lied
434, 5
- Lied
434, 5. 6
- Cal. 94, 32
margin
- Cal. 94, 32. 34
margin
- Stock 364
margin
- Schulb. 37, 69
margin
vol b, printed page
544–545 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n0625
11.
—
11. Antitheſe.
Die Gegner dieſer Lehre teilen ſich in
zwei Klaſſen:
a. Die einen lehren eine gänzliche Ver ⸗
nichtung der Gottloſen. Redactio in nihilum.
Dahin gehören
1. Photinianer,
2. Adventiſten, Günth. 378,
3. Sozinianer, Günth. 378. Baier 1, 222,
4. der Materialiſt Büchner. Die Vernichtung iſt
das Seligſte, was es geben kann.
Anm. a. Die Lehre von der Vernichtung iſt gegen die
die Schrift.
Anm. b. Dann könnte man nicht ſagen, es wäre beſ⸗
ſer, er wäre nie geboren.
Einwand 1. Matth. 10, 28: „verderben in die Hölle“
ſolle heißen: zerſtören. — Nicht eine Subſtanz wird durch
dies Verderben zerſtört.
Einwand 2. 1 Kor. 15, 24: aufheben alle Herrſchaf⸗
ten. — Aufheben iſt nicht gänzliche Vernichtung.
Einwand 3. Die Verdammten werden des ewigen
Todes ſterben, alſo könnten ſie nicht ewig gequält
werden.
Einwand 4. Hebr. 10, 26. 27: die Widerwärtigen
werden vom Feuereifer Gottes verzehrt. — Aber nicht
vernichtet.
b. Alle anderen lehreneine Bekehrung
der Verdammten und ſchließliche Einführung in
den Himmel. Die Lehre von der Wiederbringung aller
Dinge. Apokataſtis. Dahin gehören:
„Origenes, Baier 1, 221. Löb. 434.
r= e
„Wiedertäufer, Konk. 43, Art. 17.
Univerſaliſten. Günth. 376.
„Unitarier, L. W. 53. 155. Günth. 376.
„Sogenannte Proteſtanten, Günth. 377.
„Inſpirierte, Günth. 377.
Spiritualiſten.
Henry Ward Beecher.
Anm. a. Hieronymus hat ſich zweifelhaft darüber
ausgedrückt.
Anm. b. Auch wenn Judas nach tauſendjähriger Höl—
lenpein in den Himmel käme, wäre es immerhin beſſer,
er wäre geboren.
Anm. c. Der Papſt maßt ſich an, Seelen auch aus
der Hölle zu erlöſen.
13. Einwände, die man gegen die Ewigkeit der Höllen⸗
ſtrafen vorbringt.
Ewigkeit bedeute manchmal eine
d.
ſehr lange Zeit. — Dagegen:
1. Allerdings. (1 Moſ. 17, 7. 13: ewiger Bund. Jer. 18, 16. Joh. 8, 35: Der Sohn bleibt ewiglich.) Hier aber wird das ewige Leben der Verdammnis gegenübergeſtellt Matth. 25, 46. Jit die Hölle nicht ewig, dann auch die Seligkeit nicht.
2. Der Ausdruck „von Ewigkeit zu Ewigkeit“ wird gebraucht von der Hölle Off. 14, 11, aber ebenſo von Chriſto Off. 1, 18: ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit.
3. Die erſte Bedeutung des Wortes ewig iſt die unendliche Dauer.
Bibelſtellen, die man einwendet.
1. Tim. 4, 10. Chriſtus iſt der Heiland aller Menſchen, ſonderlich aber der Gläubigen. Darum würden erſt die Gläubigen, hernach alle andern Menſchen ſelig gemacht.
1 Petr. 3, 19. 20: den Geiſtern gepredigt im Gefängnis. S. Hades § 3 b. Höllenfahrt.
Joh. 3, 36. Der Zorn Gottes bleibt über ihnen. Bleiben heißt oft eine lange Zeit. Joh. 14. 16. 1 Joh. 4, 12—15. — Dagegen: er wird das Leben nicht ſehen.
Mark. 9, 44. 46. 48. Das Feuer verlöſcht freilich nicht. Aber es wird nicht geſagt, daß die Verdammten ewig drin bleiben. — Dagegen: ihr
Feuer verlöſcht nicht.
Matth. 26, 24: beſſer, nie geboren. Das ſei Hyperbel. Auch ſei nur von einem einzigartigen Ver— brechen hier die Rede.
Luk. 12, 48: wenig Streiche. — Das geht nur auf den Grad, nicht auf die Länge. Jeſ. 24, 22: verſchloſſen im Kerker und nach langer Zeit wieder heimgeſucht. — Das geht nicht auf eine Gnadenheimſuchung in der Hölle, ſondern auf das jüngſte Gericht.
Jon. 3, 9. 10: Gott möchte ſich kehren und ihn reuen. Es reuete ihn des Übels. — Es geht nicht an, Vorfälle in der Zeit anführen zum Beweiſe für etwas, das ſich in der Ewigkeit vollziehen ſoll.
. Die Wiederbringung aller Dinge.
Ap. 3, 21: bis auf die Zeit, da herwiedergebracht werde u. ſ. w. Es ſolle alles wieder in den vorigen Stand vor dem Sündenfall kommen. — Eitle
Hoffnung!
Joh. 10, 16: eine Herde und ein Hirte! — Chriſtus redet nur von Gläubigen.
Phil. 2, 10. 11: ſich beugen aller Kniee. — In ohnmächtiger Wut die Gottloſen.
Eph. 1. 10: alle Dinge zuſammenverfaßt. Kol. 1. 20: alles durch ihn verſöhnt. — Aber nur ſolche—
die den Frieden angenonmen, treten in dieſe Ge— meinſchaft.
Röm. 5, 12—21: Chriſtus hat Frieden gemacht. — Die Stelle ſagt aber nicht, daß alle Menſchen den Frieden annehmen.
1. Kor. 15, 22—28: alles untertan. — Der Apoſtel redet nur von Chriſten.
Anm. Wie geht es zu, daß Unbekehrte plötzlich als Bekehrte auftreten? Den Punkt übergeht man ganz.
Vernunftgründe.
1. Es ſei der frommen Geſinnung Gottes nicht zuzumuten, daß er einen Teil ſeiner vernünftigen Kreatur umkommen läßt. Origenes. — Schon bei Menſchen hört die Geduld an einem gewiſſen Punkt auf.
2. Die göttliche Strafe ſei Mittel der Beſſerung. Wenn ſich die Verdammten beſſern, was möglich und wahrſcheinlich ſei, müſſe die Strafe aufhören. Bretſchneider. — Was die Liebe Gottes nicht aus— richtet, das bringt zuletzt der Zorn Gottes zuſtande: er beſſert!
3. Gott habe die Ewigkeit der Höllenſtrafen nur gedroht, um zu ſchrecken. Gemeint habe er es nicht. Tillotſon. — Dann hat er auch ſeine Verheißungen nicht gemeint.
4. Das ungeſtörte Glück der Seligen fordere die ſchließliche Begnadigung der Verdammten. Vretſchneider. — Abraham und Lazarus haben den rei— chen Mann ſtöhnend in der Hölle geſehen, aber ihre Seligkeit iſt dadurch nicht geſtört worden.
5. Keiner hat die Hölle verdient, da niemand für die Erbſünde, aus welcher alle andere Sünde kommt, verantwortlich ſei.
6. Die Lehre von der ewigen Verdammnis ſei nicht im Einklang mit dem fortſchrittlichen Menſchenverſtand in dieſem erleuchteten Zeitalter.
Die Ewigkeit der Höllenſtrafen ſei gegen Gottes
1. Liebe. — Gott ſtraft nur die, welche ſeine Liebe nicht annehmen;
2. Barmherzigkeit. — Dieſe „doctores misericordes“ wollen barmherziger ſein als Gott. Gott iſt nicht bloß barmherzig, ſondern auch gerecht. Hier erbarmt er ſich über alle (Röm. 11, 32), wie ein Vater über ſeine Kinder Pſ. 103, 8. 9. Aber Gottes Barmherzigkeit reicht bis an die Stufen des Gerichts, nicht weiter. Jak. 2,. 13: ein unbarmherzig Gericht. Hebr. 9, 27. Danach das Gericht;
3. Gnade. Gottes Gnade ſei dann nicht mächtiger als die Sünde. Röm. 5. 20. — Dagegen Lied 229, 4. 5. Hebr. 10, 26. 27.
4. Vaterherz. Ein zärtlicher Vater würde ſeine Kinder nicht zur Hölle verſtoßen. — Die Gott⸗
loſen ſind nicht ſeine Kinder.
5. Weisheit. Es ſei mit Gottes Weisheit,
die ihre Abſichten nie aufgebe, unvereinbar, daß
Menſchen ihre Beſtimmung nicht erreichen ſollten,
ungeachtet, daß ſie die Fähigkeit dazu erhalten hät⸗
ten. — Gott gibt ſeine Abſichten allerdings auf.
Endlich heißt es: Ihr habt nicht gewollt.
6. Gerechtigkeit. Für zeitliche Vergehen
ewige Strafe! — Dieſer Einwand beruht daraui,
daß wir uns die Größe unſerer Sünden nicht vor⸗
ſtellen. Schon auf Erden muß einer um einer
ſchnell verbrachten Tat willen ſein ganzes Leben im
Gefängnis ſitzen. — Je höher die Perſon, je grö⸗
ßer die Beleidigung.
Anm. a. Bei dieſer Lehre (wie bei allen) ſoll man ſich
nicht durch ſeine Vernunft leiten laſſen, ſondern einfältig glauben, was die Schrift ſagt.
Anm. b. Die ewige Fortdauer der Höllenſtrafen iſt der Vernunft ein unlösbares Rätſel. Die Vernunit ſchließt: Gott erbarmt ſich nicht aller. Er hat bei der Schöpfung der Welt ſeinen Zweck verfehlt. Irgendwo in Gottes unerforſchlichem Weſen iſt ein Punkt, wo ſeine
Allmacht aufhört. Wir können Gottes Gerechtigkeit und Liebe nicht zuſammenreimen. W. 88, 70.
Anm. c. Wo die Lehre von der Ewigkeit der Höllen⸗— ſtrafen fortfällt, da fällt auch die Lehre von Gottes Hei— ligkeit, Buße, Glaube, Gnadenmittel. Die Wiederbrin— gung aller Dinge gibt der Schrift ein ganz anderes Bild.
13. Wer kommt hinein? Subjectum quod. Hinein kommen alle Ungläubigen und Unbußfertigen, alle, die in fleiſchlicher Sicherheit hingehen und nicht glauben. daß Chriſtus für ſie geſtorben und auferſtanden iſt. Dahin gehören
a. alle Heuchler. Matth. 7, 21: Es werden nicht alle u. ſ. w. Matth. 22, 11—13: kein hochzeitlich Kleid. Luk. 13, 24: Danach trachten, wie ſie hineinkommen und werden's nicht tun können;
b. auch die Zeitgläubigen. Luk. 8, 4—15.
Anm. a. Dorthin ſind gefahren der Teufel mit ſeinen Engeln, Kain, die Rotte Korah (Judä 11), die Leute von Sodom und Gomorra (Judä 7), von Tyrus und
Sydon (Matth. 11, 20—2), die Schriftgelehrten
(Matth. 23, 15. 15. 33), Judas (26, 24), der reiche Mann. ö
Anm. b. Alle Menſchen haben die Hölle verdient. Sie ſind von Natur alle Kinder des Zorns.
Amn. c. Die meiſten Menſchen wandeln auf dem Wege zur Hölle. Matth. 7, 13. 14: Der Weg iſt breit. Die Menſchheit rennt jetzt ordentlich der Hölle zu. Satan führt ſie zur Hölle. Mich. 1901, 89.
Anm. d. Zwar hat Gott die Hölle bereitet (Jeſ. 30. 33: Die Grube iſt von geſtern her zugerichtet), aber ſie war von Anfang nicht für die Menſchen beſtimmt. Sie iſt bereitet dem Teufel und ſeinen Engeln. Matth. 25,
41. 2 Petr. 2, 4. Judä 6.
Anm. e. Chriſtus hat auch die Ver dammten er⸗
löſt. Joh. 3, 16: die Welt geliebt. 1 Tim. 2, 5. 6: ge⸗
geben für alle zur Erlöſung. 2 Petr. 2, 1: verleugnen
den Herrn, der ſie erkauft hat. — Hier auf Erden be⸗
müht ſich Gott bei allen Menſchen, daß ſie ihre Feind⸗
ſchaft gegen ihn einſtellen, er breitet ſeine Hände gegen
ſie aus.
Anm. f. Was iſt zu halten von dem ewigen Schickſal der Heidenkinder? — Die Schrift ſagt nichts davon. Spricht man eine beſtimmte Hoffnung aus, daß auch ſie ſelig werden, weil ſie keine Gelegenheit hatten, getauft zu werden, ſo müßte man dies mit demſelben Rechte auf die Erwachſenen ausdehnen.
- Günth. 378
- Günth. 378,
3
- Günth. 378
- Baier 1, 222
- Baier 1, 222,
4
- Baier 1, 221
- Löb. 434
- Konk. 43
- Günth. 376
- L. W. 53. 155
- Günth. 376
- Günth. 377
- Günth. 377
- Tex. 1907, 60
margin
- Baier 1, 204
margin
- Il. 86, 52
margin
- Il. 86, 52. 53
margin
- Il. 86, 51
margin
- Cal. 91, 37
margin
- Luth. 37, 69
margin
- Baier 1, 204
margin
- Luth. 37, 69
margin
- Tex. 1907, 47
margin
- Il. 86, 55
margin
- Il. 86, 55
margin
- W. 88, 69
margin
- Il. 81, 51
margin
- Il. 81, 51
margin
- Il. 81, 51
margin
- Il. 81, 51
margin
- Il 81, 52
margin
- Il 81, 52
margin
- Il 81, 52
margin
- Luth. 38, 28
margin
- Baier 1, 221
margin
- Baier 1, 221. 222
margin
- W. 88, 69
margin
- Tex. 1907, 35
margin
- Eb. 162
margin
- Il. 86, 56
margin
- Luth. 34, 35
margin
- Tex. 1907, 36
margin
- Eb. 164
margin
- Il. 86, 56
margin
- Il. 86, 56
margin
- Il. 86, 54
margin
- Eb. 164
margin
- Il. 86, 54
margin
- Tex. 1907, 34
margin
- Tex. 1907, 34. 35
margin
- Tex. 1907, 35
margin
- Tex. 1907, 36
margin
- Tex. 1907, 36. 41
margin
- Tex. 1907, 36. 41. 163
margin
- Tex. 1907, 40
margin
- Tex. 1907, 40. 41
margin
- Tex. 1907, 40
margin
- Il. 86, 54
margin
- Il. 86, 54. 55
margin
- Tex. 1907, 39
margin
- Tex. 1907, 38
margin
- Tex. 1907, 38. 39
margin
- Tex. 1907, 38
margin
- Lied 229, 4
- Lied 229, 4. 5
- Tex. 1907, 38
margin
- Tex. 1907, 38. 37
margin
- Tex. 1907, 39
margin
- Tex. 1907, 41
margin
- Tex. 1907, 45
margin
- Theol. 6, 142
margin
- Theol. 6, 142. 143
margin
- Tex. 1907, 45
margin
- Tex. 1907, 46
margin
- Ma. 29, 192
margin
- Luth. 34, 36
margin
- L. W. 53, 155
margin
- Eb. 163
margin
- W. 88, 70
margin
- Eb. 162
margin
- Il. 86, 53
margin
- Tex. 1907, 40
margin
- Tex. 1907, 40. 32
margin
- Löb. 434
margin
- Baier 1. 222
margin
- Il. 86, 53
margin
- Il. 86, 53. 54
margin
- Eb. 163
margin
- Il. 86, 55
margin
- Il. 86, 55. 56
margin
- W. 88, 70
- Mich. 1901, 89
- Tex. 1907, 43
margin
- Il. 86, 55
margin
- Ma. 29, 192
margin
- Eb. 161
margin
- Tex. 1907, 41
margin
- Tex. 1907, 41. 42
margin
- Löb. 435
margin
- Büch. 595
margin
- Theol. 6, 142
margin
- Tex. 1907, 48
margin
- Tex. 1907, 52
margin
- Tex. 1907, 58
margin
- Tex. 1907, 58. 51
margin
- Ma. 29, 191
margin
- Ma. 29, 191. 192
margin
- Ma. 29, 191. 192. 6, 186
margin
- Ma. 29, 191. 192. 6, 186. 22, 189
margin
- Tex. 1907, 22
margin
- Baier 1, 219
margin
- Mich. 1901, 88
margin
- Mich. 1901, 88. 89
margin
- Il. 86, 32
margin
- Il. 86, 32. 33
margin
- Il. 86. 33
margin
- Eb. 150
margin
- Cal. 94, 33
margin
- Cal. 94, 33. 34
margin
- Il. 86, 30
margin
- Il. 86, 30. 20
margin
- Walth. Ev. 323
margin
- Il. 86, 48
margin
- Eb. 152
margin
- Eb. 152. 153
margin
- Il. 86, 31
margin
- Il. 86, 31. I
margin
- Il. 86, 31. I. 1
margin
- Il. 86, 31. I. 1, 213
margin
- Il. 86, 31. I. 1, 213. 214
margin
- Büchner. Die Vernichtung
- Il. S86, 30.
vol b, printed page
545–549 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n0626
14.
—
14. Subjectum quo.
Das, was in die Hölle fährt, iſt Leib und Seele.
a. Die Seele der Gottloſen fährt zur Hölle in der Todesſtunde. Luk. 16, 22. 23: als er nun in der Hölle u. ſ. w. 1 Petr. 3, 19. 20: gepredigt den Geiſtern im Gefängnis, die etwa nicht glaubten. Pred, 11, 3. Spr. 11, 7.
Antitheſe.
1. Papiſten: Fegfeuer.
2. Die Neueren: Hades.
3. Pſychopannychiten, welche lehren, daß die Seele
bis zum jüngſten Tag im Grabe ruht. Seelen⸗
ſchlaf. — Papſt Johann 22.
4. Hofmann. Der Zuſtand der Toten iſt ein
gleichartiger an Leib und Seele.
b. Der Leib der Gottloſen fährt zur Hölle am jüngſten Tag. Matth. 10, 28: Leib und Seele verderben in die Hölle. 25, 41: ſie werden in die ewige Pein gehen.
Anm. a. Sie haben auch mit ihrem Leib der Sünde 9 und empfangen, was ſie gehandelt bei Leibeseben.
Anm. b. Die Vereinigung des Leibes mit der Seele der Verdammten wird ihre Leiden nur vermehren.
Anm. c. Man könnte wohl einen Unterſchied zwiſchen Hölle vor und nach dem jüngſten Tag machen, ſolcher Unterſchied iſt für uns aber von keiner Bedeutung.
- Spr. 11, 7
- Il. 86, 34
margin
- Tex. 1907, 22
margin
- Löb. 436
margin
- Baier 1, 219
margin
- Baier 1, 219. 234
margin
- Baier 1, 219. 234. 235
margin
- Baier 1, 236
margin
- Baier 1, 236. 235
margin
- Eb. 38
margin
- Eb. 38. 36
margin
- Wis. Syn. 99, 31
margin
- Baier 1, 236
margin
- Il. 86, 34
margin
- Il. 86, 34. 35
margin
- Baier 1, 219
margin
- Tex. 1907, 23
margin
- Il. 86, 63
margin
- Tex. 1907, 23
margin
vol b, printed page
549 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n0630
15.
—
15. Die Urſachen der Verdammnis ſind:
a. causa efficiens. der dreieinige Gott. „Gott hat die Hölle bereitet, die Gottloſen gerichtet, die Strafe über ſie verhängt:
ſeine Gerechtigkeit.
b. causa impulsiva interna,
Justitia vindicativa:
c. causa impulsiva externa, der Unglaube des Menſchen. Incredulitas. Mark. 16, 16: Wer nicht glaubt, der wird verdammt. Joh. 3, 18. 36. 2 Theſſ. 1, 8.
glaube.
Anm. Alle Sünde, auch die Erbſünde, iſt an ſich verdammlich. Omne peccatum demeritorie damnat. Aber nachdem uns Chriſtus von Sünden erlöſt hat, iſt es eigentlich nur der Unglaube, der verdammt.
- Baier 1, 215
margin
- Baier 1, 215. 216
margin
- Baier 1, 216
margin
- Baier 1, 217
margin
- Baier 1, 217. 218
margin
- Löb. 436
margin
- Ma. 19, 350
margin
- Ma. 19, 350. 13, 188
margin
- Il. 86, 31
margin
- Il. 86, 31. 32
margin
vol b, printed page
549 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n0630
16.
—
16. Der Zweck der Höllenſtrafen (finis) iſt die Or fenbarung
a. der Wahrheit Gottes. Gott droht da Ungläubigen die Verdammnis. Seine Wahrhaftigtet fordert, die Drohung auszuführen. Off. 21, 5—8: Dic
Worte ſind wahrhaftig und gewiß;
b. der Allmacht Gottes. 2 Theſſ. 1, 9: Ven leiden von ſeiner herrlichen Macht. — Es iſt ſchreck11
in dieſer Weiſe zur Ehre Gottes beitragen zu müſſen;
c. der Gerechtigkeit Gottes. 2 Theſſ. 1. es iſtrecht bei Gott, zu vergelten Trübſal. Röm. 2. 3 gerechtes Gericht Gottes. 3, 8: welcher Verdammnis ganz recht. Pſ. 11, 7. Off. 19, 1—3. — Was 32 Gott nicht alles für ſie getan!
Anm. a. Die Sündenſchuld ſchwillt zu einer enorme Höhe an. Zehntauſend Pfund. Was die Verdamme kriegen, haben ſie verdient. Darum „Lohn“. Mani 24, 51, was ihm von Rechts wegen zukommt.
Anm. b. Die Aufzählung der Werke am jüngſten Ta
beweiſt das.
Anm. c. Selbſt die Seligen im Himmel werden kennen, Gott iſt gerecht, wenn er verdammt.
Anm. d. Die Sodomiter ſind mit Fug und Recht i— die Hölle gekommen. Es waren nicht zehn Gerechte de runter, und die hat Gott vorher ausgeführt.
- Il. 86, 36
margin
- Baier 1, 222
margin
- Baier 1, 222
margin
- Il. 86, 37
margin
- Il. 86, 37. 38
margin
- Il. 86, 35
margin
- Il. 86, 35. 36
margin
- Baier 1, 222
margin
- Eb. 164
margin
- Tex. 1907, 28
margin
- Tex. 1907, 29
margin
- Tex. 1907, 29. 26
margin
- Tex. 1907, 29. 26. 27
margin
- Tex. 1907, 30
margin
- Tex. 1907, 32
margin
- Tex. 1907, 28
margin
vol b, printed page
550 · scan: bub_gb_YkEUAAAAYAAJ/n0631
17.
Die Erlöſung von der Hölle
17. Die Erlöſung von der Hölle. Chriſtus hat für un die Hölle überwunden. Hoſ. 13, 14: Hölle, ich will di eine Peſtilenz ſein. Off. 1, 18: Ich habe die Schlüſſe der Hölle (er iſt Sieger). Lied 416, 2. — Das Gottver laſſenſein Chriſti am Kreuz war Höllenpein, die er fü uns erduldet. Stöckh. Paſſ. 2, 86. 87. N. T. 307.
Anm. Wie wird man vor der Hölle bewahrt?
1. Durch das Evangelium, das einzig
Mittel. Sie haben Moſen und die Propheten. 6
würde nichts helfen, wenn einer von den Toren auf
ſtünde. Mag. 4, 85.
2. Durch den Glauben. Joh. 6, 50. We
davon ißt, ſtirbt nicht. 3, 16: die an ihn glauben
ſollen nicht verloren werden. Gläubige brauchen ſic
vor der Hölle nicht zu fürchten. Ma. 22, 189. Si
können jubeln: Hölle, wo iſt dein Sieg? 1 Kor. 15
55. Lied 378, 8.
- Lied 416, 2
- Stöckh. Pass. 2
- Stöckh. Pass. 86
- Stöckh. Pass. 87
- Mag. 4, 85
- Mag. 4, 85.
2
- Ma. 22, 189
- Lied 378, 8
- Il. 86, 68
margin
- Tex. 1907, 14
margin
- Tex. 1907, 14. 55
margin
- Ma. 13, 189
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- Mag. 4, 86
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- Ma. 15, 160
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- Ma. 29, 192
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- Il. 86, 69
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18.
Gebrauch dieſer Lehre
18. Gebrauch dieſer Lehre. Die Lehre von der Höll iſt eine nötige, nützliche Lehre. (Chriſtus und ſeine Apeſtel haben keine überflüſſigen Sachen getrieben.) Sie
a. lehrt uns den Spott der Welt und die verderblichen Irrtümer derer zurückweiſen, welche die Hölle und die Ewigkeit der Hölle leugnen,
b. iſt ein Riegel gegen alles ungöttliche Weſen für unſern alten Adam. Sie zeigt, wohin Freſſen. Saufen. Wohlleben, Hoffart u. ſ. w. führt,
c. macht uns das Evangelium und die Gnade Chriſti recht groß. Unermeßliche Liebe, daß er uns von ſolchen Verderben erlöſt hat!
Anm. a. Wird die Hölle oder die Ewigkeit der Höllen⸗-Luth. 34, 35. 36. Tex. rafen geleugnet, wer wird dann noch vor ſeinen Sünden 1907, 59. 60.
ſchrecken? Die bürgerliche Moral des Landes wird
nmer laxer.
Anm. b. Dieſe Lehre ſoll darum
1. fleißig gepredigt, Il. 86, 18. 19.
2. von den Chriſten fleißig bedacht werden, daß Il. 86, 20. 21. Eb. 164.
ſie ſich vorſehen davor und bitten Lied 17, 2. 165. 166.
Homiletik.
1. Sonntag nach Trin. — Ev.
Von der Hölle. a. Was ſie iſt. b. Wer hineinkommt. — Ma. 6, 186.
Die Hölle. a. Wer kommt hinein? b. Wer kommt wieder heraus? c. Wie
ard man davor bewahrt? — Ma. 29, 191.
The place of torment. a. Its nature, b. How— we may escape it. Mag.
82.
Von der ewigen Verdammnis. a. Welches der Weg ſei, der dahin führt, b.
er furchtbare Zuſtand, der ſich dort findet, b. das einzige Mittel, das davor be⸗
dahren kann. — Ma. 13, 188.
Von der ewigen Verdammnis der Gottloſen. a. Wer ſind die, die der Ver—
ammnis anheimfallen? b. Was iſt es, das ſie in der Verdammnis erwartet? —
Ra. 13, 190.
Die Torheit derjenigen, welche Gottes vor der Verdammnis bewahrendes Wort
ncht hören. a. Weil die Verdammnis ſo ſchrecklich iſt. b. Weil Gottes Wort ſo
icher vor Verdammnis bewahrt. — Ma. 15, 160.
Zweierlei Leute, die ſich nicht vor der Hölle fürchten. . a. Viele fürchten ſich
ncht vor der Hölle in fleiſchlicher Sicherheit und ſtürzen jämmerlich hinein. b.
Etliche fürchten ſich nicht vor der Hölle im Glauben an Chriſtumn und werden ſelig⸗
ich davor bewahrt. — Ma. 22, 189.
Wie töricht und frevelhaft es iſt, die Lehre von der Hölle für eine Fabel zu
zalten. a. Wie töricht, b. wie frevelhaft. — Ma. 33, 161.
Die Qualen der Verdammten. a. Wie die heilige Schrift ſie beſchreibt. b.
Barum die Verdammten dieſe Qualen leiden müſſen. c. Wie man dieſen Qualen
miflieht. — Ma. 33, 176.
Freiterxt.
Jeſ. 66, 24. — Von der ewigen Verdammnis. a. Der ſchreckliche Zuſtand der
Berdammten. b. Die Urſache der Verdammnis. — Ma. 19, 348.
- Tex. 1907, 55
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- Tex. 1907, 55. 56
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- Tex. 1907, 56
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- Tex. 1907, 56
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- Tex. 1907, 56. 57
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- Eb. 165
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- Tex. 1907, 57
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- Luth. 34, 35
- Luth. 34, 35. 36
- Il. 86, 18
- Il. 86, 18. 19
- Il. 86, 18. 19.
2
- Il. 86, 20
- Il. 86, 20. 21
- Eb. 164
- Lied 17, 2
- Lied 17, 2. 165
- Lied 17, 2. 165. 166
- Ma. 6, 186
- Ma. 29, 191
- Mag.
82
- Ma. 13, 188
- Ma. 15, 160
- Ma. 22, 189
- Ma. 33, 161
- Ma. 33, 176
- Ma. 19, 348
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