A cumulative subject index to seven Missouri
Synod periodicals, compiled by E. (Ernest) Eckhardt (1868–1939) and printed at
St. Louis between 1907 and 1917. Under each headword it sets numbered theses,
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—
Widerſtreben.
Abhandlungen.
Iſt es wirklich lutheriſche Lehre, daß der Menſch das mutwillige Widerſtreben
aus natürlichen Kräften laſſen kann? L. W. 28, 241—250. Was lehrt die heilige Schrift vom Widerſtreben des Menſchen und von der Überwindung des Wider⸗
ſtrebens? L. W. 28, 293—307. Was lehrt unſer Bekenntnis von des Menſchen WMiderſtreben? L. W. 28, 315—325. 364—375.
Abriſi.
Unterſcheidung zwiſchen natürlichem und mutwilligem Widerſtreben. § 1. Unſere Stellung dazu. § 2. Innerliches und äußerliches Widerſtreben. § 3. Kann Gott das mutwillige Widerſtreben wegnehmen? § 4. Kann der Menſch das mutwillige Widerſtreben von ſelbſt laſſen? § 5. Unterlaſſung des mutwilligen Widerſtrebens durch die von Gott geſchenkten Kräfte. § 6. Iſt Unterlaſſung des mutwilligen Widerſtrebens die Bekehrung? § 7. Hängt die Bekehrung davon ab? § 8. Unterlaſſung des mutwilligen Widerſtrebens als Löſung des Geheimniſſes? § 9. Iſt Unterlaſſung des mutwilligen Widerſtrebens Mitwirkung, Verdienſt, bewirkende Urſache ? § 10. Etliche Sätze über Widerſtreben. § 11.
Widerſtreben.
1. Unterſcheidung zwiſchen naturlichem und mutwilli⸗
gem Widerſtreben. Unſere Gegner im Gnadenwahls⸗
ſtreit unterſcheiden zwiſchen natürlichem und mutwilli⸗
gem Widerſtreben in folgender Weiſe:
a. Das mutwillige Widerſtreben iſt ein Widerſtreben ge⸗
gen die erkannte Wahrheit, ein Widerſtreben wider Wiſſen
und Gewiſſen. Quart. 4, 55.
b. Das natürliche Widerſtreben iſt allen Menſchen ge⸗
mein, das mutwillige iſt eine beſondere Schuld oder
Bosheit in etlichen. Viele ſind davon frei.
c. Das mutwillige Widerſtreben liegt nicht notwendig
im natürlichen Verderben. Es iſt in der Art von
ihm verſchieden, ein über das natürliche Ver⸗
derben hinausgehender, geſteigerter böſer Wille,
a wilful resistance specifically different from natu-
ral resistance. — Schmidt: Das mutwillige Widerſtre-
ben iſt dasſelbe wie das natürliche. Quart. 4, 55.
Anm. Wäre das mutwillige Widerſtreben das allen
Menſchen gemeinſchaftliche, ſo könnte der Heilige Geiſt
auf dem allgemeinen Heilsweg keinen bekehren.
d. Das natürliche Widerſtreben hindert die Bekehrung
nicht, das mutwillige macht ſie unmöglich. Wer mut⸗-
willig widerſtrebt, wird nicht bekehrt, wer nicht mutwillig
widerſtrebt, wird bekehrt.
Anm. a. Für dieſe Unterſcheidung beruft man ſich auf
die Schrift. Die Juden und Paulus haben in Unwiſſen-
heit gehandelt. Wie anders aber ſtand es bei den Mör⸗
dern des Stephanus, denen die Predigt durchs Herz ge⸗
gangen war! Als Beiſpiele für das mutwillige Wider⸗
ſtreben werden ferner angeführt Ap. 13, 45. 46: nun
ihr es aber von euch ſtoßet. Matth. 23, 37: ihr habt
nicht gewollt. Quart. 4, 54. 122.
Anm. b. Ferner beruft man ſich auf die Konkordia:
522, 17—19 ſoll vom natürlichen Widerſtreben
die Rede ſein, 602, 59. 60: „die werden nicht be⸗
kehrt“ vom mutwilligen. Da werde das natürliche
vom mutwilligen, das die Bekehrung hindert, unter⸗
ſchieden.
555, 11: und alſo dem Heiligen Geiſt den ordent ⸗
lichen Weg verſtellen, daß er ſein Werk in ihnen
nicht haben kann. Hier ſei vom mutwilligen Wi⸗
derſtreben die Rede, das die Bekehrung unmöglich
macht. (Aber das handelt von Leuten, die Gottes
Wort gar nicht hören, durch Nichtgebrauch der Gna⸗
denmittel die Brücke abbrechen. Von ſolchen kann
man doch wohl kaum ſagen, daß ſie der er kann⸗
ten Wahrheit widerſtreben. Den Weg verſtellen,
iſt doch etwas anderes als widerſtreben. Quart. 4,
55.)
608, 82. 83: daß der Heilige Geiſt gegeben wer⸗
de denen, die hm widerſtreben. Das ſolle nicht ge⸗
ſagt werden, weil es ein verſchiedenes Widerſtreben
gäbe. (Der Sinn aber iſt, man ſoll nicht ſo kurz⸗
weg ſagen, daß der Menſch auch noch in ſeiner Be⸗
kehrung widerſtrebt, da ja die Bekehrung in einer
Veränderung des Verſtandes und Willens beſteht.)
Anm. c. Man ſagt auch: Der Menſch widerſtrebt nach
der Konkordia auch noch nach ſeiner Bekehrung. Iſt das
auch ein Widerſtreben, das dem Heiligen Geiſt den Weg
verſtellt?
Anm. d. Endlich beruft man ſich auch auf die Dog⸗
matiker des 16. Jahrhunderts (Schlüſſelburg, Kirchner,
Chemnitz) und beſonders auf die des 17. Jahrhunderts.
2. Welche Stellung nehmen wir dazu ein?
a. Man mageinen Unterſchied zwiſchen
natürlichem und mutwilligem Wider ⸗
ſtreben machen. Man kann das Widerſtreben in
verſchiedene Grade einteilen. „Etliche griffen ſeine
Knechte, höhneten und töteten ſie.“ So weit ſind andere
in ihrer Bosheit nicht gegangen. Wir würden mit nie⸗
mand über ſolche Einteilung ſtreiten.
Anm. a. Das boshafte Widerſtreben wird in der Be⸗
kehrung weggenommen, das Widerſtreben aus angebore⸗
ner Schwachheit bleibt. Andreä.
Anm. b. Das natürliche Widerſtreben findet ſich bei
kleinen Kindern. Das mutwillige iſt das entwickelte,
durch längere überzeugung im Widerſpruch verſtärkte.
Anm. c. So iſt das mutwillige Widerſtreben vom na ⸗
türlichen nicht weſentlich, nicht der Art nach verſchieden,
ſondern nur dem Grad nach. Das mutwillige iſt eine
Steigerung des natürlichen. L. W. 27, 335. Süd. 82,
22
b. Man dürfte aber nicht ſo einteilen,
daß das mutwillige Widerſtreben das wiſſentliche, das
natürliche das unbewußte ſei, oder wenn man ſo einteilt,
darf man nicht rein ſcheiden.
1. Das natürliche Widerſtreben iſit nicht eine Art
unbewußter Neigung gegen Gott, ſondern ſchließt
Bewußtſein und Willen mit ein. Widerſtand ohne
Bewußtſein und Willen iſt überhaupt nicht denkbar.
„Soll das natürliche Widerſtreben ein unbe⸗
wußtes ſein, ſo wird es aus dem Gebiet der geiſtig
moraliſchen Dinge in das der phyſiſchen verſetzt.
- L. W. 28, 241—250
- L. W. 28, 293—307
- L. W. 28, 315—325
- L. W. 28, 315—325. 364—375
- Quart. 4, 55
- Quart. 4, 55
- Quart. 4, 54
- Quart. 4, 54. 122
- Quart. 4,
55
- Mit. 1906, 26
margin
- Mit. 1906, 26. 27
margin
- L. W. 28, 315
margin
- L. W. 28, 315. 294
margin
- Quart. 4, 54
margin
- Quart. 4, 54. 55
margin
- L. W. 28, 315
margin
- L. W. 28, 315. 317
margin
- L. W. 28, 315. 317. 58, 396
margin
- L. W. 28, 315. 317. 58, 396. 52, 533
margin
- L. W. 28, 315. 317. 58, 396. 52, 533. 535
margin
- L. W. 28, 315. 317. 58, 396. 52, 533. 535. 536
margin
- L. W. 28, 315. 317. 58, 396. 52, 533. 535. 536. 538
margin
- L. W. 28, 315. 317. 58, 396. 52, 533. 535. 536. 538. 53, 21
margin
- L. W. 52, 535
margin
- Quart. 4, 54
margin
- Quart. 4, 55
margin
- Quart. 4, 55. 56
margin
- L. W. 52, 538
margin
- L. W. 28, 316
margin
- L. W. 28, 316. 317
margin
- L. W. 28, 316. 317. 52, 540—544
margin
- Quart. 4, 54
margin
- Quart. 4, 54. 55
margin
- Quart. 4, 54. 55. 57
margin
- L. W. 27, 335
- Süd. 82,
22
- Quart. 4, 52
margin
- Quart. 4, 56
margin
- Süd. 82, 22
margin
- L. W. 50, 296
margin
- L. W. 28, 444
margin
- Or. 1901, 38
margin
- Or. 1901, 37
margin
- L. W. 45, 338
margin
- L. W. 45, 338. 28
margin
- L. W. 45, 338. 28. 324
margin
- Wis. Syn. 1903, 52
margin
- Schulbl. 42, 64
margin
- Hön. Dog. 293
margin
- W. 1904, 52
margin
- L. W. 28, 324
margin
- Quart. 2, 86
margin
- Hön. Dog. 295
margin
- Wis. Syn. 1903, 52
margin
vol d, printed page
319–321 · scan: bub_gb_akAUAAAAYAAJ/n0403
3.
—
3. Selbſt bei wahren Chriſten findet ſich noch wiſ⸗
ſentliches, vorſätzliches Widerſtreben, nur daß es be⸗
kämpft und unterdrückt wird. Der Kampf gegen
das Fleiſch iſt ein Kampf gegen das immerwährende
Widerſtreben des alten Adam.
c. Mandürfteesauchnicht ſo hinſtellen,
daß das mutwillige Widerſtreben, wenn man darunter
das bewußte, freigewollte verſteht, ein über das natürliche
Verderben der Menſchen hinausgehender geſteigerter bö⸗
ſer Wille in etlichen iſt. Dadurch würde
1. die Lehre von der Erbſünde verfälſcht. Das Widerſtreben mit Wiſſen und Willen wäre dann nicht mehr allen Menſchen gemeinſam, ſondern eine Bosheit etlicher. Das mutwillige Widerſtreben gehörte nicht mehr zum erbſündlichen Verderben. Or. 1901, 38.
Anm. a. Die Bekenntnisſchriften ſagen, daß der natürliche Menſch auch, wiſſentlich und mutwillig widerſtrebt, bis er bekehrt wird. 593, 21. Das Widerſtreben der Konkordia iſt immer contumacia. Sie identifiziert den Ausdruck mutwillig mit widerſpenſtig. Und dieſes Widerſtreben iſt in allen Men ſchen, entwickelt ſich, wird immer ſtärker, aber bleibt bis zur Bekehrung.
Anm. b. Das Widerſtreben derer, die bekehrt werden, iſt nicht von anderer Beſchaffenheit als das derer, die verloren gehen.
Anm. c. Wollte man die Verſtockung oder die Sünde wider den Heiligen Geiſt ein ſolches mutwilliges Widerſtreben nennen, das ein über das natürliche Verderben hinausgehender böſer Wille in etlichen iſt, das von der Gnade nicht überwunden werden kann, ſo wäre dagegen nichts einzuwenden. Dieſer Superlativ des Widerſtrebens aber iſt verſchieden von dem mutwilligen Widerſtreben vor der Bekehrung, das noch überwunden werden kann und tatſächlich überwunden wird;
2. ein Unterſchied unter den Menſchen geſetzt, von dem man dann die Bekehrung abhängig macht, obgleich nach der Konkordia alle Menſchen in gleicher Schuld ſind. 715, 57. Ferner 59: was wir alle wohl verdient hätten, würdig und wert wären, weil wir uns gegen Gottes Wort übel verhalten und den Heiligen Geiſt oft ſchwerlich betrüben.
Anm. Das natürliche Widerſtreben entwickelt ſich, wenn Gottes Wort an den Menſchen herantritt,
zum mutwilligen, bei dem einen, wie bei dem andern.
d. Danach der Konkordia die Bekehrten
ingleicher Schuld waren, wie die Unbekehr⸗
ten, ſo haben wir kein Intereſſe daran, auf die Ver⸗
ſchiedenheit des Widerſtrebens einzugehen und wei⸗
ſen dieſen Unterſchied ab, wenn er zu dem Zweck gemacht
wird, das Geheimnis der Bekehrung zu löſen. Vergleiche
§ 7. Eine ſolche Unterſcheidung iſt gegen allen Schrift ⸗
grund. L. W. 45, 337. 50, 82. Sie war den ortho⸗
doxen Vätern des 16. Jahrhunderts unbekannt und fin⸗
det ſich erſt im 17. Jahrhundert. L. W. 53, 31.
Anm. a. Auch ſonſt iſt die Unterſcheidung zwiſchen na⸗
türlichem und mutwilligem Widerſtreben mit Schwierig ⸗
keiten verbunden, daß man kaum eine Grenze finden
wird.
Anm. b. Die ſpäteren Dogmatiker unterſcheiden zwar, aber es fehlt ihnen an klarer Definition, was ſie eigent ; lich darunter verſtehen. Quenſtedt teilt ein: das angeborene, das aus der natürlichen Ohnmacht entſteht, das hinzukommende wirkliche oder tätliche, das äußerlich anhaltende hartnäckige, das beſonders gegen die Gnadenmittel gerichtet iſt. H. 82, 45. N. 73, 49. Quart. 2, 85. 86. Hunnius: Das mutwillige iſt, wenn man trotz aller beſſeren Wlehrung von falſcher Meinung nicht abtreten will, oder durch Menſchenanſehen ſich abhalten läßt, der erkannten Wahrheit zuzufallen oder die Gnadenwirkung des Geiſtes gleichgiltig in den Wind ſchlägt. O. 82, 45.
Anm. c. Selbſt was die Gegner unter mutwilligem Widerſtreben verſtehen, iſt ſchwer zu faſſen.
1. Manchmal ſcheint es, als ob das Unterlaſſen
des mnitwilligen Widerſtrebens etwas Ahnliches ſein
ſoll, als wenn ein Unbekehrter einen Mord oder
Ehebruch unterläßt. Aber dann bedürfte es da⸗
zu keiner Gnadenkräfte. Veral. §6. Man könnte
auch nicht ſagen: Wer es unterläßt, wird bekehrt,
wer es nicht unterläßt, wird nicht bekehrt. Es wer⸗
den nicht alle bekehrt, die einen ſolchen Grad der
Bosheit unterlaſſen.
2. Manchmal ſcheint es, ſie verſtehen ein äußer⸗
liches Widerſtreben gegen den Gebrauch des Wor⸗
tes. Aber davon ailt dasſelbe. Es werden länaſt
nicht alle bekehrt, die zur Kirche gehen. Man muß
unter dem mutwilligen Widerſtreben der Geaner
doch wohl ein innerliches Widerſtreben mit Wiſſen
und Willen verſtehen.
Anm. d. Man mag einteilen, wie man will. die Hauptſache iſt, daß man das Unterlaſſen des mutwilligen Widerſtrebens nicht den natürlichen Kräften zuſchreibt.
3. Innerliches und äußerliches Widerſtreben. Das Widerſtreben kann ſein ein
a. innerliches gegen die Gnadenwirkungen des Geiſtes:
b. äußerliches, da man Gottes Wort nicht hören. nicht zur Kirche gehen, nicht in der Bibel leſen will. Luk. 7. 30: ließen ſich nicht von ihm taufen. Durch Verachtung der Gnadenmittel wird dem Heiligen Geiſt der ordentliche Weg verſtellt. Konk. 555, 11. Das könnte man ein mutwilliges Widerſtreben nennen.
Anm. a. Zum äußerlichen Widerſtreben kann man auch zählen, wenn die innerliche Bosheit in äußerliche grobe Werke ausbricht, z. B. „griffen ſeine Knechte, höhneten und töteten ſie.“
Anm. b. Das äußerliche Widerſtreben kann der Menſch aus eigener Kraft laſſen. Der Menſch kann äußerlich das Wort hören. Theol. 5, 147.
Anm. c. Damit trägt aber der Menſch nichts zu ſeiner Bekehrung bei. Konk. 601, 55: Des Zuhörers Laufen und Wollen iſt umſonſt und würde keine Bekehrung darauf folgen. Auch wenn der Menſch äußerlich zur Kirche geht, bleibt doch das feindliche Widerſtreben und oft auch wiſſentliches, bewußtes Widerſtreben. Mit. 1906, 37. 38. Ja, dann fängt das eigentliche Widerſtreben erſt recht an. O. 95, 66.
Anm. d. Mancher unterläßt das äußerliche mutwillige Widerſtreben aus Selbſtgerechtigkeit, Geſchäftsrückſichten u. ſ. w.
Anm. e. Der Menſch ſoll das Wort hören. Das äußerliche Hören muß da ſein. Aber darum werden nicht alle, die das Wort hören, bekehrt.
Anm. f. Wer in dem äußerlichen Hören den Erklärungsgrund findet, macht aus dem äußerlichen Gebrauch der Gnadenmittel ein verdienſtliches Werk.
- L. W. 51, 24
margin
- Or. 1901, 38
- L. W. 45, 337
- L. W. 45, 337. 50, 82
- L. W. 53, 31
- L. W. 52, 533
margin
- L. W. 52, 533. 53, 28
margin
- L. W. 52, 533. 53, 28. 29
margin
- Quart. 4, 52
margin
- Quart. 4, 52. 126
margin
- L. W. 52, 539
margin
- L. W. 52, 539. 53, 24
margin
- Quart. 4, 51
margin
- Quart. 4, 51. 54
margin
- L. W. 28, 296
margin
- L. W. 28, 296. 297
margin
- Quart. 4, 55
margin
- Quart. 4, 55. 59
margin
- L. W. 28, 322
margin
- L. W. 53, 30
margin
- L. W. 28, 294
margin
- Quart. 2, 85
- Quart. 2, 85. 86
- O. 82, 45
- Konk. 555
- Konk. 555, 11
- Theol. 5, 147
- Hön. Dog. 292
margin
- Hön. Dog. 292. 293
margin
- Hön. Dog. 292. 293. 1
margin
- Hön. Dog. 292. 293. 1 1 — 12
margin
- L. W. 50, 296
margin
- Neb. 82, 40
margin
- Mit. 1906, 37
margin
- L. W. 52, 540
margin
- L. W. 52, 540. 541
margin
- Wis. Syn. 1908, 44
margin
- L. W, 27, 305
margin
- Mit. 1906. 37
margin
- Süd. 82, 23
margin
- Or. 1901, 37
margin
- Or. 1901, 37. 32
margin
- O. 95, 66
margin
- Luth. 3, 18 Subscription for Dr. Martin Luther's Church Postil, an unaltered reprint after the Walch edition of 1737.
margin
- Konk. 601
- Konk. 601, 55
- Mit. 1906, 37
- Mit. 1906, 37. 38
- O. 95, 66
- W. 80, 55
margin
- W. 80, 55. 77, 80
margin
- Or. 1901, 37
margin
- Mit. 1906, 37
margin
- Theol. 5, 148
margin
- Quart. 4, 58
margin
- Hön. Dog. 295
margin
- L. W. 52. 543
margin
- L. W. 52. 543. O
margin
vol d, printed page
321–324 · scan: bub_gb_akAUAAAAYAAJ/n0405
4.
—
4. Kann Gott das mutwillige Widerſtreben wegneh-menꝰ
a. Stellung der Gegner: Das mutwillige Widerſtreben kann nicht durch Gottes Gnade überwunden werden. Mutwillig Widerſtrebende kann Gott nicht bekehren. Wenn er ſolches Widerſtreben wegnähme, könnte kein mutwillig heharrliches Widerſtreben entſtehen und alle Menſchen würden bekehrt. L. W. 27, 334. 335.
b. Unſere Stellung: Gott kann auch das mutwillige Widerſtreben noch überwinden. Er macht aus Unwilligen Willige. Konk. 526, 15. Sind nicht ſchon viele gerade dann bekehrt worden, wenn ſie am ſtärkſten wider Gott getrotzt haben? Quart. 2, 85. 79.
Anm. a. Wenn das mutwillige Widerſtreben bei einem Menſchen fallen ſoll, ſo muß Gott es tun. Heſ. 36, 26: Ich will das ſteinerne Herz aus eurem Fleiſche weg; nehmen. 6. Bitte: „Wenn Gott allen böſen Rat und Willen bricht.“
Anm. b. Welcher Widerſpruch wäre das: Der Menſch kann das mutwillige Widerſtreben von ſelbſt laſſen, aber Gott kann es nicht überwinden.
- L. W. 27, 334
- L. W. 27, 334. 335
- Konk. 526
- Konk. 526, 15
- Quart. 2, 85
- Quart. 2, 85. 79
- Quart. 4, 124
margin
- L. W. 53, 21
margin
- L. W. 53, 21. 28, 315
margin
- L. W. 26, 301
margin
- L. W. 26, 301. 302
margin
- L. W. 26, 301. 302. 28, 437
margin
- L. W. 26, 301. 302. 28, 437. 19, 173
margin
- Or. 1906, 37
margin
- Or. 1906, 37. 41
margin
vol d, printed page
324 · scan: bub_gb_akAUAAAAYAAJ/n0408
5.
—
5. Kann der Menſch das mutwillige Widerſtreben (das innerliche, bewußte, gegen die erkannte Wahrheit) von ſelbſt laſſen? Iſt es ein Werk des Menſchen oder Gottes? Das iſt die Frage. —
a. Stellung der Gegner: Das mutwillige Widerſtreben kann der Menſch aus eigenen Kräften laſſen. L. W. 28, 315. 211. Schmidt Quart. 2, 46. Das Unterlaſſen des mutwilligen Widerſtrebens iſt nicht Gnade L. W. 28. 485. Syn. 82. 11, lieat ganz auf natürlichem Gebiet. Can. 82, 9. Iraendein Widerſtand gegen die Gnade, welchen der Menſch nicht aus eigener Kraft laſſen kann, iſt kein mutwilliger. L. W. 28. 203.
Anm. a. Gnade kann man das Unterlaſſen dieſes
Widerſtrebens nennen ähnlicherweiſe wie man ſagt:
Gnade iſt es, daß wir arbeiten, zur Kirche gehen können,
Gnade iſt jeder Biſſen Brot.
Anm. b. Der Menſch muß es laſſen, ehe der Geiſt in
ihm wirken kann, ſonſt käme Zwang heraus.
Anm. c. Dabei beruft man ſich
1. auf Bibelſtellen wie dieſe: Ihr habt nicht gewollt. Alſo müſſen die andern gewollt und das Widerſtreben gelaſſen haben. (Aber vom Nichtwollen kann man nicht aufs Wollen ſchließen);
2. auf die Konkordia. 610, 90: läſſet allein Gott in ihm wirken. Das ſoll heißen, der Menſch halte ihm ſtill, laſſe das Widerſtreben. (Aber dann müßte er nach dieſer Stelle nicht bloß das mutwillige, ſondern auch das natürliche Widerſtreben laſſen können. Die Meinung iſt: er erleidet die Wirkung Gottes, iſt das Subjekt, das bekehrt wird.) Ferner auf 609, 89: pure passive. Auch das ſoll heißen, ſich ſtill verhalten, ſ. Synergismus;
3. auf Gerhard, der das Ablegen eines mit Hartnäckigkeit und dauernder Halsſtarrigkeit verbundenen Widerſtrebens den natürlichen Kräften zuſchreibt. (Aber entweder verſteht er hier das äußerliche Widerſtreben, oder er müßte, wenn er das innerliche meint, korrigiert werden nach ſeinen bei ſeinen Lebzeiten erſchienenen Schriften.) Ferner auf Hunnius. Syn. 82, 11:
4. auf Walther. Ev. Poſtille 91: Das natürliche Widerſtreben will Gott wegnehmen. Wer aber dann halsſtarrig und hartnäckig widerſtrebt, dem kann dann Gott ſelbſt nicht helfen. (Er ſagt aber nicht, daß der Menſch das mutwillige Widerſtreben aus eigenen Kräften laſſen kann. Aus den Worten: Wer im Unalauben bleibt, dem kann Gott nicht helfen, folgt nicht, daß der Menſch ſich mit natürlichen Kräften vom Unglauben befreien kann.) Ferner auf einen Ausdruck Walters: Einige gibt es, die ſich durch das Wort retten laſſen. (So reden wir heute noch.) Quart. 4. 124. 125:
5. auf den Nördlichen Bericht 73, 49: Das mutwillige Widerſtreben kann er zwar nicht abſolut, aber doch einigermaßen aus eigener Kraft laſſen. (Da iſt aber das äußerliche anhaltende, hartnäckige Widerſtreben gemeint):
6. auf Chemnitz, der da ſagt, daß der Menſch dem Wirken Gottes ſtill halte, es an ſich geſchehen und zur Ausführung kommen laſſe. (Chemnitz aber handelt vom bekehrten Menſchen.)
b. Unſere Stellung: Das innerliche mutwil⸗
18, 265. Anm. Neb. 82,lige Widerſtreben kann der Menſch nicht aus eigenen
Kräften unterlaſſen. Hierher gehören alle Sprüche,
1. die vom natürlichen Verderben des Menſchen handeln. 1 Kor. 2, 14: er kann es nicht erkennen. Röm. 8, 7: Feindſchaft wider Gott. Gal. 5, 17: gelüſtet wider den Geiſt. Damit verträgt ſich nicht die Fähigkeit, nicht zu widerſtreben. L. W. 43, 353. Was ich für Torheit halte, das weiſe ich mit allen Kräften ab. L. W. 28, 263.
Anm. Der Menſch kann nur widerſtreben, und zwar widerſtrebt er, bis er bekehrt wird;
2. die da bezeugen, daß Gott das ſteinerne Herz wegnehmen muß. Heſ. 36, 26. 5 Moſ. 30, 6.
ͤ
Anm. a. Das bezeugen auch
1. die Bekenntnisſchriften, die vom Unterlaſſen des mutwilligen Widerſtrebens aus eigenen Kräften nichts wiſſen. Hätten ſie dieſes wich m tige Stück gänzlich ignoriert?
2. viele Väter und Dogmatiker. Luther L. W. 28, 393. Mich. 83, 47. Auguſtin L. W. 28, 348. 349. Chemnitz L. W. 28, 457. 458. Buttſtedt L. W. 28, 242—248. 289. Quart. 2, 86. 4, 127. Calov Quart. 2, 74. 75. Oſiander Quart. 2. 75. Hollaz W. 77, 80. G. Hoffmann Quart. 2, 75. Hülſemann. Olearius Can. 94, 55. Wis. 82, 77. Nebr. 82, 47. Andreä: Das boshafte Widerſtreben wird in der Bekehrung vom heiligen Geiſt weggenommen, die angeborene Schwachheit bleibt. L. W. 28, 444. — Wenn einige ſagen, man könne das mutwillige Widerſtreben aus eigener Kraft laſſen, verſtehen ſie darunter das äußerliche mutwillige oder haben unbedacht wider ihre eigene ſonſtige Lehre geredet. Neb. 82, 46.
Anm. b. Kann der Menſch das innerliche mutwil⸗
lige Widerſtreben ſelbſt laſſen, ſo wird damit die Lehre
von der Erbſünde gefälſcht. Der Menſch iſt dann nicht
mehr geiſtlich tot. Dann wäre auch die Bekehrung nicht
mehr ganz Gottes Werk. Süd. 82, 23. Ja. da Unter⸗
laſſung des innerlichen mutwilligen Widerſtrebens die
Vekehruna iſt, würde daraus folgen, daß ſich der Menſch
ſelbſt bekehrt.
Anm. c. Welche Inkonſeauenz: Das mutwillige
Widerſtreben kann der Menſch laſſen, das viel leichtere
natürliche kann er nicht laſſen. Das natürliche (bei
den kleinen Kindern) muß Gott wegnehmen, die Steige—
rung des natürlichen zum mutwilligen, das ausgeprägte.
durch längere Überzeugung im Widerſpruch verſtärkte
kann der Menſch ſelbſt laſſen. Iſt es nicht vielmehr ſo, wie
Andreä ſagt? S. oben Anm. a.
Anm. d. Wie ſoll man ſich das nun vorſtellen?
1. Der Menſch reduziert das mutwillige Wider⸗ſtreben auf das natürliche. Das letztere aber ſteckt nicht ſo im erſteren, wie der Degen in der Scheide, ſo daß man leicht ſeparieren könnte. Wo iſt die Grenze?
2. Der Menſch entſcheidet ſich, er will das mutwillige Widerſtreben laſſen und auf das natürliche reduzieren. Das heißt aber doch, den natürlichen Widerſtandwollens, und das mit Wiſſen und Willen.
3. Der Menſch ſagt etwa: Chriſtus iſt mir in der Seele zuwider (natürliches Widerſtreben), aber ich will ihm wenigſtens ſtillhalten, daß ich nicht mutwillig widerſtrebe. Bei wem iſt es ſo zugegangen? Was lehrt die Erfahrung?
4. Warum widerſtrebt ein Menſch mutwillig? Weil er die Gnade nicht will. Kann er das laſſen, dann müßte er die Macht beſitzen, das Argernis an der Gnade und an himmliſchen Dingen aus ſeinem Herzen zu reißen. Das kann er nicht.
5. Aufgeben eines innerlichen Widerſtrebens auf ſeiten des Menſchen ſetzt eine Freundſchaft, Zu. neigung, innerliches Wohlgefallen daran voraus. Iſt das Widerſtreben wirklich feindliche Stellung zu Gott, dann iſt das Unterlaſſen desſelben kein reines Nichts. ſondern eine Stellungnahme in entgegengeſetzter Richtung, etwas Poſitives. L. W. 58, 394. Einen Menſchen, der das mutwillige Widerſtreben läßt, in dem ſich aber das Wollen noch nicht findet, kann man ſich gar nicht vorſtellen. L. W. 53, 21. ö
6. Das Nichtwiderſtreben und das voſitive Anneh⸗men ſind unzertrennlich verbunden. Wer das Nichtwiderſtreben den natürlichen Kräften zuſchreibt, dem iſt es auch mit der Verſicherung kein Ernſt, daß die Annahme Gottes Werk ſei.
Einwand. Der Menſch habe doch Wahlfreiheit im Böſen. Er kann wählen zwiſchen Böſem und Böſerem. — Hier handelt es ſich aber nicht um Wahl zwiſchen mutwilligem und natürlichem Widerſtreben, ſondern um Wahl zwiſchen boshaft Widerſtreben und nicht boshaft Widerſtreben, um ein Tun oder Laſſen eines Böſen, nicht um Wahl zwiſchen zwei böſen Dingen an ſich, ſondern zwiſchen einem böſen und einem guten Ding in Anſehung der beſſeren Stellung gegenüber der Gnade.
- L. W. 28, 315
- L. W. 28, 315. 211
- Quart. 2, 46
- L. W. 28. 485
- Syn. 82. 11
- Syn. 82. 11, li
- Can. 82, 9
- Can. 82, 9. I
- L. W. 28. 203
- L. W. 28. 293
margin
- L. W. 28. 293. 290
margin
- L. W. 28. 293. 290. 45, 338
margin
- Süd. 82, 22
margin
- L. W. 28, 241
margin
- L. W. 28, 241. 30, 186
margin
- L. W. 28, 241. 30, 186. 52, 533
margin
- L. W. 28, 241. 30, 186. 52, 533. 28, 271
margin
- L. W. 28, 241. 30, 186. 52, 533. 28, 271. 215
margin
- L. W. 28, 241. 30, 186. 52, 533. 28, 271. 215. 266
margin
- L. W. 28, 241. 30, 186. 52, 533. 28, 271. 215. 266. 267
margin
- L. W. 28, 241. 30, 186. 52, 533. 28, 271. 215. 266. 267. 486
margin
- L. W. 28, 241. 30, 186. 52, 533. 28, 271. 215. 266. 267. 486. 31, 315
margin
- Syn. 82. 15
margin
- Mit. 1906, 15
margin
- Mit. 1906, 15. 16
margin
- Mit. 1906, 15. 16. 19
margin
- Mich. 83, 47
margin
- Can. 94, 53
margin
- Neb. 82, 42
margin
- Quart. 2, 75
margin
- Quart. 2, 75. 82
margin
- Quart. 2, 75. 82. 4, 50
margin
- Quart. 2, 75. 82. 4, 50. 53
margin
- Quart. 2, 75. 82. 4, 50. 53. 122
margin
- Syn. 82, 11
- Quart. 4. 124
- Quart. 4. 124. 125
- O. 82, 47
margin
- Baier 3, 241
margin
- Baier 3, 241. 242
margin
- L. W. 28, 269
margin
- Mit. 82, 43—45
margin
- Mit. 1906, 45
margin
- Mit. 1906, 45. 46
margin
- L. W. 28, 248
margin
- L. W. 28, 248. 249
margin
- L. W. 28, 209
margin
- L. W. 28, 209. 31, 308
margin
- L. W. 28, 268
margin
- Quart. 2, 92
margin
- Quart. 2, 92. 95
margin
- Quart. 2, 92. 95. 3, 60
margin
- L. W. 28, 300
margin
- L. W. 28, 300. 45, 339
margin
- Neb. 82,li
- L. W. 43, 353
- L. W. 28, 263
- L. W. 28, 393
- Mich. 83, 47
- L. W. 28, 348
- L. W. 28, 348. 349
- L. W. 28, 457
- L. W. 28, 457. 458
- L. W. 28, 242—248
- L. W. 28, 242—248. 289
- Quart. 2, 86
- Quart. 2, 86. 4, 127
- Quart. 2, 74
- Quart. 2, 74. 75
- Quart. 2, 74. 75. O
- Quart. 2. 75
- W. 77, 80
- Quart. 2, 75
- Can. 94, 55
- Wis. 82, 77
- L. W. 28, 444
- Neb. 82, 46
- Süd. 82, 23
- Schulbl. 42, 64
margin
- Quart. 2, 74
margin
- Quart. 2, 74. 4, 51
margin
- L. W. 28, 301
margin
- L. W. 28, 301. 53, 81
margin
- Mit. 1906, 24
margin
- Mit. 1906, 24. 25
margin
- Can. 94, 54
margin
- Süd. 85, 25
margin
- L. W. 53, 25
margin
- L. W. 53, 25. 26
margin
- L. W. 53, 25. 26. 592
margin
- L. W. 53, 25. 26. 592. 593
margin
- L. W. 53, 25. 26. 592. 593. 54, 488
margin
- L. W. 53, 25. 26. 592. 593. 54, 488. 489
margin
- Or. 1901, 31
margin
- L. W. 45, 339
margin
- L. W. 45, 339. 43, 354
margin
- L. W. 45, 339. 43, 354. 28, 302
margin
- L. W. 45, 339. 43, 354. 28, 302. 303
margin
- L. W. 45, 339. 43, 354. 28, 302. 303. 513
margin
- L. W. 45, 339. 43, 354. 28, 302. 303. 513. 514
margin
- L. W. 45, 339. 43, 354. 28, 302. 303. 513. 514. 543
margin
- L. W. 45, 339. 43, 354. 28, 302. 303. 513. 514. 543. 291
margin
- L. W. 45, 339. 43, 354. 28, 302. 303. 513. 514. 543. 291. 30, 345
margin
- Or. 1901, 38
margin
- Süd. 82, 27
margin
- W. 1904, 53
margin
- Mit. 94, 49
margin
- Mit. 94, 49. 50
margin
- Quart. 2, 84
margin
- Quart. 2, 84. 4, 122
margin
- L. W. 45, 340
margin
- L. W. 28, 263
margin
- L. W. 28, 263. 50, 82
margin
- L. W. 28, 263. 50, 82. 83
margin
- L. W. 28. 216
margin
- Süd. 82, 28
margin
- Or. 1901, 38
margin
- Hön. Dog. 294
margin
- W. 1904, 51
margin
- L. W. 58, 394
- L. W. 53, 21
- Quart. 2, 85
margin
- Hön. Dog. 294
margin
- L. W. 53, 152
margin
- L. W. 53, 152. 153
margin
- Hön. Dog. 293
margin
- L. W. 50, 296
margin
- L. W. 50, 296. 28, 215
margin
- Süd. 82, 35
margin
- Luth. 37, 129
margin
- L. W. 28, 392
margin
vol d, printed page
324–327 · scan: bub_gb_akAUAAAAYAAJ/n0408
6.
—
6. Unterlaſſung des mutwilligen Widerſtrebens durch
die von Gott geſchenkten Kräfte.
a. Stellung der Gegner. Während manche
der Gegner das Unterlaſſen des mutwilligen Widerſtre⸗
bens den natürlichen Kräften zuſchreiben, ſagen andere,
daß es der Menſch tut mit den von Gott geſchenkten Kräf⸗
ten. Stellhorn: Das mutwillige Widerſtreben läßt der
Menſch nicht aus ſich ſelbſt, ſondern Gott wirkt ſo auf ihn
ein, daß er es laſſen kann. Quart. 4, 58. Durchs Wort
wird eine Art liberum arbitrium geſchaffen, kraft deſ⸗
ſen nun der Menſch das mutwillige Widerſtreben laſſen
kann oder auch nicht. L. W. 28, 294.
Anm. Das rechte Verhalten in der Bekehrung wird
dem Menſchen möglich gemacht. Das kann man eine
Kraft nennen, die dem noch unbekehrten Menſchen ge⸗
geben wird, aber es iſt noch keine Kraft, die ſchon eine
im Menſchen wohnende geworden wäre.
b. Unſere Stellung.
1. So lehrt man eine Bekehrung vor der Bekehrung. Das Unterlaſſen des mutwilligen Widerſtrebens wird vor die Bekehrung geſetzt und die Bekehrung davon abhängig gemacht. Das Unterlaſ⸗126 des Widerſtrebens iſt vielmehr die Bekehrung ſelbſt.
2. So lehrt man einen Zwiſchenzuſtand. Es gibt dann Leute, die Gott mit neuen Kräften ausgerüſtet hat und die doch noch nicht bekehrt ſind.
3. So wird dem natürlichen Menſchen ein modus agendi, ein Operieren mit geiſtlichen Kräften zugeſchrieben. Daß ein Toter mit geiſtlichen Kräften operiert, iſt eine contra dictio in adjecto. L. W. 43, 130.
Anm. a. Was für Kräfte ſind es, die Gott ſchenkt? Nicht ſolche, die er ſchon von Natur hat, ſondern geiſtliche Kräfte. Dann iſt der Menſch nicht mehr geiſtlich tot. L. W. 53, 19. 20.
Anm. b. Wer iſt es, der dieſe Kraft verwalten ſoll? Ein Toter kann nichts damit anfangen. Der Gebrauch dieſer Kraft wird dem Unbekehrten zugeſchrieben.
Anm. c. So ſchreibt man dem natürlichen Menſchen eine Mitwirkung zu ſeiner Bekehrung zu.
Anm. d. Es muß ſchon vor den geſchenkten Kräften eine Macht da ſein, die angebotenen Kräfte anzuwenden. Entweder muß der natürliche Menſch dieſe Macht haben oder er muß ſchon bekehrt ſein.
Anm. e. Will der Menſch dieſe Kräfte gebrauchen, ſo muß er auch eine gewiſſe geiſtliche Erkenntnis haben.
4. Der Heilige Geiſt wirkt nicht bloß die Möglichkeit des Nichtwiderſtrebens, facultas non resistendi, ſondern den Akt ſelbſt, nicht nur die Möglichkeit des Wollens, ſondern das Wollen ſelbſt.
5. Daß man trotz der Rede „kraft der Gnade“ an
die natürlichen Kräfte denkt, geht daraus her⸗
vor, daß man erklären will, warum der eine vor
dem andern bekehrt wird. Eine Löſung dieſes Ge⸗
heimniſſes wäre nur dann gewonnen, wenn das Un⸗
terlaſſen des mutwilligen Widerſtrebens aus natür⸗
lichen Kräften erfolgt.
Anm. a. Der Ausdruck „kraft der Gnadenkräfte“ zeigt, daß die Gegner unter dem Unterlaſſen des mutwilligen Widerſtrebens nicht ſo ein äußerliches verſtehen wie das Unterlaſſen eines Mordes oder Ehebruchs. Denn das kann der Menſch aus ſich ſelbſt.
Anm. b. Unter den ſpäteren Dogmatikern iſt keine Übereinſtimmung darüber, mit welchen Kräften das mutwillige Widerſtreben unterlaſſen wird. Die einen ſagen: durch natürliche Kräfte, die andern: durch Gottes Kraft. Dannhauer, Hollaz, Quenſtedt, Oſiander.
- Quart. 4, 58
- L. W. 28, 294
- L. W. 43, 130
- L. W. 53, 19
- L. W. 53, 19. 20
- L. W. 28, 320
margin
- L. W. 28, 320. 210
margin
- L. W. 28, 320. 210. 50, 542
margin
- L. W. 28, 320. 210. 50, 542. 52, 536
margin
- L. W. 52, 536
margin
- L. W. 52, 536. 58, 393
margin
- L. W. 52, 536. 58, 393. 394
margin
- L. W. 50, 544
margin
- L. W. 50, 544. 53, 79
margin
- L. W. 50, 544. 53, 79 80
margin
- L. W. 50, 544. 53, 79 80. 52, 533
margin
- L. W. 46, 284
margin
- L. W. 46, 284. 53, 18
margin
- L. W. 46, 284. 53, 18. 19
margin
- Theol. 9, 72
margin
- L. W. 53, 80
margin
- L. W. 53, 80. 52, 533
margin
- L. W. 53, 80. 52, 533. 50, 544
margin
- Quart. 4, 53
margin
- L. W. 36, 312
margin
- L. W. 36, 312. 32, 326
margin
- L. W. 36, 312. 32, 326. 327
margin
- L. W. 36, 312. 32, 326. 327. 53, 196
margin
- L. W. 36, 312. 32, 326. 327. 53, 196. 197
margin
- Quart. 2, 90
margin
- L. W. 27. 233
margin
- L. W. 27. 233. 18, 263
margin
- O. 95, 63
margin
- Süd. 82, 25
margin
- L. W. 54, 297
margin
- L. W. 54, 297. 28, 304
margin
- L. W. 36, 313
margin
- L. W. 36, 313. 28, 315
margin
- Mit. 1906, 16
margin
- L. W. 53, 22
margin
- L. W. 53, 22. 58, 396
margin
- L. W. 28, 210
margin
- L. W. 28, 210. 212
margin
- L. W. 28, 210. 212. 213
margin
- L. W. 28, 210. 212. 213. 214
margin
- L. W. 28, 210. 212. 213. 214. 266
margin
vol d, printed page
327–329 · scan: bub_gb_akAUAAAAYAAJ/n0411
7.
—
7. Iſt Unterlaſſung des mutwilligen Widerſtrebens die Bekehrung?
a. Stellung der Gegner: Unterlaſſung des mutwilligen Widerſtrebens iſt nicht die Bekehrung, gehört nicht zur Lebendigmachung. Der Menſch iſt nach wie vor tot in Sünden und bleibt es, bis ſich ſeine Bekehrung vollzogen hat.
b. Unſere Stellung: Wegnahme des mutwilligen Widerſtrebens geht der Bekehrung nicht voraus, ſondern iſt die Bekehruna ſelbſt. Mark. 9, 40: Wer nicht wider uns iſt, der iſt für uns. Beiſpiele: David. Petrus.
- L. W. 52, 537
margin
- L. W. 52, 537. 28, 320
margin
- Quart. 4, 125
margin
- L. W. 52, 532
margin
- L. W. 52, 532. 43, 353
margin
- L. W. 52, 532. 43, 353. 28, 438
margin
- Or. 1901, 39—41
margin
- Or. 1901, 39—41. 43
margin
vol d, printed page
329 · scan: bub_gb_akAUAAAAYAAJ/n0413
8.
—
8. Hänat vom Unterlaſſen des mutwilligen Widerſtrebens die Bekehrung ab?
a. Stelluna der Gegner: Vom Unterlaſſen des mutwilligen Widerſtrebens hängt die Bekehrung ab. Wer es unterläßt, wird bekehrt. Wer es nicht unterläßt, wird nicht bekehrt. An dieſem Punkte entſcheidet ſich alles, darauf kommt, recht verſtanden, alles an. L. W. 53. 87.
Anm. a. Das Unterlaſſen des mutwilligen Widerſtrebens muß ſich finden, wenn der Menſch bekehrt werden ſoll. In dem Sinne hänat die Bekehrung davon ab, daß ſie ohne dieſes nicht erfolgt. Hätte er ſich recht verßalten, was er kraft der an ihm arbeitenden Gnade konnte, ſo wäre er unfehlbar bekehrt worden.
Anm. b. Worauf beruft man ſich? Auf Konkordia 603, 60: die für und für widerſtreben, werden nicht bekehrt. Alſo hängt die Bekehruna vom Unterlaſſen dieſes Widerſtrebens ab. (Die Konkordia aber fährt fort: den⸗— noch u. ſ. w. Gott macht aus Widerſpenſtigen Willige.) Ferner auf 555, 11: verſtellen dem Geiſt den ordentlichen Weg, daß er ſie nicht bekehren kann. Veral. § 1, Anm. b.
b. Unſere Stellung: Die Bekehrung hängt nicht vom Unterlaſſen des mutwilligen Widerſtrebens ab, ſondern allein von Gott. So liegt es nun nicht an Je⸗
mandes Wollen oder Laufen, ſondern allein an Gottes
Erbarmen.
Anm. a. Kommt auf das Unterlaſſen des mutwilligen Widerſtrebens alles an, ſo hätte die Konkordia das wichtigſte Stück der Lehre von der Bekehrung gänzlich überſehen. Dann müßte es auch an verſchiedenen Stellen, wo bloß Widerſtreben ſteht, mutwilliges Widerſtreben heißen, z. B. 721, 78. 713, 41. 608, 83.
Anm. b. Dann würde auch der Menſch die Stunde ſeiner Bekehrung beſtimmen, nämlich wenn er ſein mutwilliges Widerſtreben läßt. Gott wirkt die Bekehrung dann nicht zu der Zeit und Stunde, die er beſtimmt hat Konk. 716, 56, ſondern wenn der Menſch will.
- L. W. 53. 87
- L. W. 51, 418
margin
- L. W. 51, 418. 43, 353
margin
- Mit. 1906, 37
margin
- L. W. 52, 535
margin
- L. W. 52, 546
margin
- L. W. 52, 546. 535
margin
- L. W. 52, 546. 535. 538
margin
- L. W. 52, 546. 535. 538. 540
margin
- L. W. 52, 546. 535. 538. 540. 541
margin
- Konk. 716
- Konk. 716, 56
- L. W. 53, 22
margin
- L. W. 53, 22. 23
margin
- Quart. 4, 124
margin
- L. W. 53, 77
margin
- L. W. 53, 77. 78
margin
vol d, printed page
329–330 · scan: bub_gb_akAUAAAAYAAJ/n0413
9.
Unterlaſſung des mutwilligen Widerſtrebens als Löſung des Geheimniſſes
9. Unterlaſſung des mutwilligen Widerſtrebens als Löſung des Geheimniſſes. Die Gegner ſagen, die Unterlaſſung des mutwilligen Widerſtrebens ſoll erklären, warum der eine bekehrt wird, der andere nicht. — Dagegen:
a. So iſt allerdings die Frage gelöſt. Nun iſt alles klar. Die Gnade findet etwas im Menſchen vor, das ihr die Wirkſamkeit ermöglicht. Nun bekehrt Gott den Menſchen. Aber durch welchen Preis iſt
die Frage gelöſt? Durch Synergismus.
b. Gewonnen iſt damit nichts. Das Geheimnis wird nur auf einen andern Punkt verſchoben: Warum läßt der eine das mutwillige Widerſtreben, der andere nicht? Liegt es im Menſchen? Ein pſychologi-ſches Rätſel? Liegt es in der Seele des Menſchen? Damit iſt die Verſchiedenheit des natürlichen Menſchen ge— lehrt. L. W. 58, 402. In den äußerlichen Verhältniſſen? Dann kann auch die Schuld des üblen Verhaltens nicht am Menſchen liegen. Am Zufall? Da alle Men-ſchen von einem Blute abſtammen, woher der Unterſchied? Das gewonnene Reſultat bringt das menſchliche Forſchen nicht zur Ruhe. L. W. 58, 398.
Anm. a. Selbſt Ohio muß ſchließlich ein pſychologiſches Geheimnis anerkennen: Woher kommt es, daß ein Menſch ſich nicht bekehrt, an dem Gott alles tut?
Anm. b. Die Frage bleibt: Gott hat die Mehrzahl der Menſchen verdammt, weil ſie dem natürlichen noch das mutwillige Widerſtreben hinzugefügt haben, und wenige ſelig gemacht, obwohl dieſe ſich von jenen nur da— durch unterſcheiden, daß ſie nicht auch noch mutwillig widerſtrebt haben, was jedoch keinen ſittlichen Wert haben ſoll, ja, eigentlich eine Sünde ſei, weil es nicht aus dem Glauben fließt. Der geringe Unterſchied im Verhalten des Menſchen ſteht in gar keinem Verhältnis zu ihrem ewigen Schickſal.
- L. W. 58, 402
- L. W. 58, 402. I
- L. W. 58, 398
- L. W. 27, 337
margin
- L. W. 27, 337. 338
margin
- L. W. 27, 337. 338. 28, 273
margin
- L. W. 28, 275
margin
- Theol. 5, 146
margin
- L. W. 58, 401
margin
- Quart. 2, 83
margin
- Quart. 2, 83. 3
margin
- L. W. 58, 400
margin
- L. W. 58, 400. 401
margin
vol d, printed page
330 · scan: bub_gb_akAUAAAAYAAJ/n0414
10.
—
10. Iſt Unterlaſſung des mutwilligen Widerſtrebens Mitwirkung, Verdienſt, bewirkende Urſache?
a. Stellung der Gegner: Die Bekehrung iſt ganz allein Gottes Werk und aller Synergismus dabei ausgeſchloſſen. Der Menſch kann nicht zum tauſendſten
Teil mitwirken. Das Unterlaſſen des mutwilligen Widerſtrebens iſt
1. nicht Vorbedingung der Bekehrung;
2. nichts Verdienſtliches. Es iſt kein Verdienſt,
wenn man in der Bosheit nicht ſo weit geht, als
man könnte, ſonſt wäre es auch ein Verdienſt, wenn
man nicht hurt oder mordet;
3. kein gutes Werk, ebenſo wenig wie das äußer⸗
liche Hören des Wortes. Das Motiv dazu iſt ſogar
ſündlich, da es nicht geſchieht aus dem Glauben und
Liebe zu Gott oder in der Abſicht, bekehrt zu wer⸗
den. Es hat keinen moraliſchen Wert. Darum ſtößt
es auch die Gnade nicht um;
4»4.8. nicht die Urſache, auch nicht eine Urſache
der Bekehrung, weder bewirkende, noch verdienſtliche
Urſache. Die Bekehrung iſt nicht von dem Verhal⸗
ten des Menſchen abhängig in dem Sinn, daß ſie da⸗
durch bewirkt wird.
b. Unſere Stellung: Hängt die Bekehrung vom Unterlaſſen des mutwilligen Widerſtrebens ab, ſo macht man doch das Unterlaſſen dieſes mutwilligen Widerſtrebens zur bewirkenden, bedingenden Urſache der Bekehrung, welcher die Bekehrung unfehlbar folgt und folgen muß. Ein Verhalten, ohne welches nie, mit welchem aber immer die Bekehrung eintritt, wird mit Recht eine Urſache genannt. L. W. 50, 37. Es gibt den Grund an, warum die Leute bekehrt werden. Süd. 82, 22.
Anm. a Das Unterlaſſen des Widerſtrebens ſoll Erklärungsgrund ſein, warum die einen bekehrt werden, die andern nicht. Da iſt das Unterlaſſen des Widerſtrebens der ausſchlaggebende Faktor, die eigentliche entſcheidende Urſache der Bekehrung. L. W. 50, 37. 53, 85. 86.
Anm. b. Worauf ſteht im letzten Grund die Seligkeit des Einzelnen? Auf dem Unterlaſſen des Widerſtrebens. Vou press the button and God does the rest. L. W. 50, 37. So hat man zwei Faktoren der Bekehrung. L. W. 51, 418. Der Menſch ermöglicht es Gott, ihn zu bekehren. L. W. 43, 130.
Anm. c. Erſt wird die Bedeutung des Unterlaſſens des Widerſtrebens möglichſt herabgedrückt (es iſt ein „nichts,“ ſogar ſündlich), ſodann wird alles davon abhängig gemacht. Von einer Sünde, die jemand viel— leicht aus Werkgerechtigkeit begeht, gar nicht in der Abſicht, bekehrt zu werden, hängt ſeine Seligkeit ab.
Anm. d. Scheinbar ſchreibt man alles der Gnade zu. Der Grund der Seligkeit liegt ausſchließlich in Gottes Erbarmen. Kommt man aber an die Frage: Warum der eine vor dem andern bekehrt wird, dann heißt es, der Grund meiner Seligkeit liegt in mir.
Anm. e. Hat man den Menſchen ſchon auf der Vorſtufe der Bekehrung ſeinen Teil tun laſſen, ſo kann man
freilich nun Gott die Bekehrung allein wirken laſſen und ſagen, zur Bekehrung ſelbſt kann der Menſch nicht den tauſendſten Teil beitragen.
Anm. f. Man will das „allein aus Gnaden“ feſthalten und doch iſt es Calvinismuus, wenn man die Bekehrung allein von Gott abhängen läßt.
Anm. g. Warum man darum dem Unterlaſſen des mutwilligen Widerſtebens alles Verdienſt abſpricht, iſt
nicht erſichtlich, da ohne dieſes Verhalten die Bekehrung nicht eintritt.
Anm. h. Hängt die Bekehrung davon ab, ſo verdankt der Menſch auch ſeine Bekehrung mit ſeinem eigenen Tun. So wird das „allein aus Gnaden“ geſtrichen.
Anm. i. Iſt das Unterlaſſen des mutwilligen Widerſtrebens nichts Gutes? Ohne Zweifel etwas Gott Gefälliges.
Anm. k. Freilich wird ſich niemand einbilden, daß er mit ſeinem geringen Tun die ganze Seligkeit ver dient habe nach dem Sprichwort: Wie die Arbeit, ſo der Lohn. Das tut auch der Werkheilige nicht.
- L. W. 50, 37
- Süd. 82, 22
- L. W. 50, 37
- L. W. 50, 37. 53, 85
- L. W. 50, 37. 53, 85. 86
- L. W. 50, 37
- L. W. 51, 418
- L. W. 43, 130
- L. W. 52, 584
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- L. W. 30, 344
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- L. W. 30, 344. 52, 535
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- L. W. 30, 344. 52, 535. 8, 395
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- L. W. 28, 203
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- L. W. 28, 203. 204
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- L. W. 28, 203. 204. 50, 296
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- Süd. 83, 56
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- W. 1904, 51
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- L. W. 50, 37
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- L. W. 50, 37. 28, 546
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- L. W. 50, 37. 28, 546. 53, 279
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- L. W. 52, 533
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- L. W. 52, 533. 534
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- L. W. 52, 533. 534. 53, 86
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- L. W. 58, 395
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- L. W. 58, 395. 28, 204
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- L. W. 58, 395. 28, 204. 205
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- L. W. 58, 395. 28, 204. 205. 546
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- L. W. 58, 395. 28, 204. 205. 546. 50, 122
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- L. W. 51, 418
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- L. W. 28, 206
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- L. W. 28, 206. 207
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- L. W. 28, 206. 207. 204
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- L. W. 28, 206. 207. 204. 205
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- L. W. 28, 206. 207. 204. 205. 50, 296
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- L. W. 28, 535
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- L. W. 28, 535. 536
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- L. W. 28, 535. 536. 30, 141
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- L. W. 28, 535. 536. 30, 141. 142
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- L. W. 50, 546
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- L. W. 58, 245
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- L. W. 58, 245. 246
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- L. W. 58, 395
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- L. W. 58, 395. 396
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- L. W. 58, 395. 396. 28, 300
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- L. W. 53, 86
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- L. W. 53, 86. 87
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- L. W. 53, 86. 87. 52, 534
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- L. W. 30, 345
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- L. W. 30, 345. 28, 319
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- L. W. 30, 345. 28, 319. 320
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- Or. 1901, 31
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vol d, printed page
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11.
—
11. Etliche Sätze über das Widerſtreben.
a. Der Menſch widerſtrebt der Gnade. Dieſe traurige Gewalt hat der Menſch. Er widerſtrebt, bis er bekehrt wird. Ma. 20, 11.
Anm. Beiſpiele des Widerſtebens: Kain, Petrus, Glieder des hohen Rates, Felir Ap. 24, 25. Agrippa Ap. 26, 24. Neb. 82, 40—42. Paulus Ma. 20, 11.
b. Die Rede, der Menſch widerſtrebt vor, in und nach der Bekehrung, ſoll nicht unerklärt gebraucht werden.
c. Nach der Bekehrung widerſtrebt der Menſch nicht mehr aus Bosheit, ſondern aus Schwachheit.
Anm. Das Widerſtreben bleibt auch im Fleiſch der Chriſten, das um kein Haar beſſer iſt, als das Fleiſch der Unbekehrten. Nur daß ſich nicht bloß Widerſtreben findet, ſondern auch der neue Menſch mit ſeinem
neuen Willen.
d. Durch Widerſtreben kann der Menſch die Bekehrung vereitell. Auch nach der Bekehrung kann der Menſch das Leben, das in ihn gepflanzt iſt, wieder zerſtören. Die Gnade iſt eine widerſtehliche.
e. Jemehr der Menſch widerſtrebt, deſto gefühlloſer 0 er, wie ein Schmied, der mit feurigen Kohlen umgeht.
f. Das Widerſtreben des Menſchen iſt die Urſache der Verdammnis. Israel, du bringſt dich ins Unglück. Hoſea 13, 9. Ap. 13, 46. 7, 51. Matth. 23, 37. Spr. 1. 24—31.
g. Darin liegt eine ernſte Mahnung für uns alle: Heute. ſo ihr ſeine Stimme höret, ſo verſtocket eure Herzen nicht.
- Ma. 20, 11
- Neb. 82, 40—42
- Ma. 20, 11
- Spr. 1. 24—31
- Out. 198
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- W. 75, 24
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- Süd. 94, 64
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- Mit. 1906, 18
margin
- Mit. 1906, 18, 102
margin
- Neb. 82, 46
margin
- Neb. 82, 46
margin
- L. W. 53, 24
margin
- Neb. 82, 39
margin
- O. 1900, 28
margin
- W. 65, 54
margin
- W. 77, 89
margin
- Mit. 94, 53
margin
- Mit. 94, 53. 90
margin
- L. W. 28, 295
margin
- L. W. 28, 295. 299
margin
- L. W. 28, 295. 299. 300
margin
- Cal. 1900, 59
margin
- Cal. 1900, 59. 60
margin
- Jo. 80, 38
margin
vol d, printed page
332 · scan: bub_gb_akAUAAAAYAAJ/n0416