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Vernunftbeweiſe.
Abhandlungen.
Three of the principal proofs for the divine authority of the bible. Theol.
9. 32—47. 103—116. Why do I believe the bible is God's word? Proc. 1901.
Trak. — Traktat: Iſt die Bibel Gottes Wort? Von
Katecheſe über die Hauptbeweiſe für die Göttlichkeit der Schrift und der chriſt⸗
lichen Religion. Schulbl. 18, 161—173.
Vernunftbeweiſe.
I. Daß die Bibel Gottes Wort und die chriſtliche Re⸗
ligion Wahrheit ſei, kann man ſchon mit der Vernunft ei⸗
nigermaſien beweiſen.
Anm. Die Vernunftbeweiſe werden eingeteilt in
ſolche, die aus der Beſchaffenheit der Schrift ſelbſt ge⸗
nommen ſind (interna) und ſolche, die außerhalb der
Schrift hergenommen ſind (externa).
2. Vernunftbeweiſe, aus der Beſchaffenheit der Schrift hergenommen, ſind:
a. Die Wahrheit der Schrift. Was die Schrift ſagt, hat ſich noch immer als Wahrheit herausgeſtellt.
1. Beſtätigung der Schrift durch Funde und Ur⸗
kunden aus alten Zeiten.
2. übereinſtimmung deſſen, was die Schrift vom
Menſchen ſagt mit dem, was in unſerm Herzen iſt.
Die Bibel beſchreibt das menſchliche Herz genau ſo,
wie es beſchaffen iſt.
3. Die wunderbare Einheit der Schrift.
Obwohl von den verſchiedenſten Schreibern an ver⸗
ſchiedenen Orten und zu verſchiedenen Jahrhunder⸗
ten geſchrieben, ſo ſtimmen die einzelnen Bücher doch
vollkommen mit einander überein. Aus einzelen
Bruchſtücken entſteht ein wunderbares Lehrgebäude.
Jo. 92, 21. 91, 38.
4. Die Weisſagungen. Alles, was die
Schrift von zukünftigen Dingen vorausgeſagt, iſt ſo
weit noch immer eingetroffen.
Anm. Wenn die Schrift in den Dingen, die wir nach der Vernunft verſtehen können, die Wahrheit lehrt, dann wird ſie auch wahr ſein in Dingen, die über unſere Ver; D gehen.
Die Heiligkeit der Schrift. Das geben mn Ungläubige zu, daß die Sittenlehre der Schrift die Sittenlehre aller andern Bücher weit übertrifft. Die Klage iſt nicht die, daß die Sittenlehre der Schrift nicht une ſei, ſondern daß kein Menſch danach leben önne.
Anm. Man weiſt hin auf die Geſchichten von Hurerei und Ehebruch in der Schrift. Ein ſolches Buch könne nicht Gottes Wort ſein. Aber wie ganz anders behandelt die Schrift ſolche Dinge als das von Menſchen geſchieht!
c. Die Vollkommenheit der Schrift. 8. Schrift 653.
d. Der Stil der Schrift. Die Bibel berichtet die wunderbarſten Begebenheiten in der größten Einfachheit (1 Kor. 2. 1. 4), verbunden mit der großartiaſten Majeſtät der Worte. In menſchlichen Büchern iſt nichts Ahnliches zu finden. Ma. 7, 271.
e. Inhalt der Schriftlehre. Die Schrift macht alle Gerechtigkeit, Verdienſt und Würdigkeit des Menſchen zuſchanden. Es iſt nicht denkbar, daß Menſchen ſolches geſchrieben haben, was der Vernunft als Torheit erſcheint.
Anm. So muß nach unſerer Vernunft eine Schrift beſchaffen ſein, die göttlichen Urſprungs iſt und die Men⸗
123.
ſchen zur Seligkeit führen will. Sie muß wahr ſein, darſ nichts Unmoraliſches enthalten, muß alles enthalten, was
dem Menſchen zu wiſſen nötig iſt, um ſelig zu werden.
- Theol.
9. 32—47
- Theol.
9. 32—47. 103—116
- Schulbl. 18, 161—173
- Luth. 4, 26
margin
- Luth. 4, 26. 27
margin
- Jo. 92, 45
margin
- L. W. 17, 232
margin
- Arndt, Eins iſt not, 15
margin
- Baier, Pro. 121
margin
- Jo. 92, 21
- Jo. 92, 21. 91, 38
- Jo. 92, 21. 91, 38.
4
- Ma. 7, 271
- Cal. 98, 27
margin
- Syn. 86, 41
margin
- L. W. 32, 316
margin
- Wis. 98, 10
margin
- Proc. 1901, 21—23
margin
- Baier, Pro. 125
margin
- Syn. 1902, 18
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- Cal. 89, 27
margin
- Syn. 86, 42
margin
- Tex. 1910, 74
margin
- N. Il. 1909, 33
margin
- Arndt, Eins iſt not, 16
margin
- Arndt, Eins iſt not, 16. 19
margin
- Luth. 72, 315
margin
- Luth. 72, 315. 316
margin
- Jo. 1915, 11
margin
- Proc. 1901, 24
margin
- Baier, Pro. 125
margin
- Can. 91, 61— 67
margin
- Tex. 1901, 73
margin
- W. 65, 48
margin
- Syn. 86, 41
margin
- Baier, Pro. 124
margin
- Baier, Pro. 126
margin
- Syn. 86, 41
margin
- Cal. 89. 25
margin
- Cal. 89. 25. 26
margin
- Jo. 91, 58
margin
- Jo. 91, 58. 59
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- L. W. 17, 232
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- Baier, Pro. 122
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- Syn. 86, 44
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- N. Il. 1909, 33
margin
- N. Il. 1909, 33. 32
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- Cal. 89, 25
margin
- Proc. 1901.
vol d, printed page
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3.
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3. Vernunftbeweiſe, von auſſen hergenommen, ſind
a. das Alter der Schrift und ihre wun⸗
derbare Erhaltung. Wie haben Heiden und Pa⸗
piſten gegen die Schrift getobt und dennoch iſt ſie heut das weitverbreitetſte Buch;
b. die Glaubwürdigkeir der Schreiber. Sie konnten die Wahrheit ſchreiben, ſie hatten zum Teil ſelbſt erlebt, was ſie ſchrieben. Sie mußten die Wahrheit ſchreiben. Wie leicht war es zur Zeit der Apoſtel, nachzuforſchen, ob es ſich alſo verhielt. L. W. 41, 151.
Anm. Jeder falſche Bericht beruht entweder auf Unwiſſenheit oder böſem Willen:
c. die Wunder, die zur Beſtätigung der Schrift geſchehen ſind, ſ. Wunder:
d. das Zeugnis derchriſtlichen Kirche über Entſtehung der Schrift, über die Auferſtehung Chri ö ſti. über die Göttlichkeit der Schrift;
e. das Zeugnis der Märtyrer, die um ihres Glaubens willen die allergrößten Foltern erduldeten.
Anm. Man könnte darauf hinweiſen, daß auch Ungläubige ohne Zucken in den Tod gehen, aber das iſt nichts als Selbſtſucht. Man achtet es für einen Schimpf, Schmerzen zu zeigen:
f. das Zeugnis der Ungläubigen. Heiden. Juden. Mohammedaner. Selbſt der Koran be— ſtätigt die Schrift. W. 65, 46. 47. Baier Pro. 130. 131. Das Zeugnis von Joſephus W. 65, 47. Syn. 86, 42:
g. die wunderbare Ausbreitung und Erhaltung der chriſtlichen Kirche. Das Chriſtentum hat ſeinen Siegeslauf durch die Welt angetreten. Die Bibel hat triumphiert über alle Angriffe des Judentums, des Heidentums, der Philoſophie, der Ketzerei, des Papſttums, des Rationalismus, des modernen Unglaubens, der Wiſſenſchaft. Proc. 1901, 43. 44. 46. 51. 56. 58. 59. Mit allen Weisſagungen, daß es mit der chriſtlichen Kirche bald aus ſein wird, ſind die Feinde immer zuſchanden geworden. Cal. 98, 45. 46. Wer nun noch nach Wundern fragt, iſt ſelbſt ein großes Wunder.
Anm. a. Die Ausbreitung des Chriſtentums in den erſten zwei Jahrhunderten Ma. 8, 265—272. Zeuaniſſe für die ſchnelle Ausbreitung Luth. 22, 137. Statiſtiſches O. 1901. 50. Die Ausbreitung der Kirche im 19. Jahrhundert ein Wunderwerk Gottes Ma. 24, 377. 378. Die Weisſagung: „Hebe deine Augen auf und ſiehe umher: * alle verſammelt kommen zu dir“ hat ſich erfüllt. Ma.
7—10.
Anm. b. Dieſe Ausbreitung iſt um ſo auffälliger, da ſich Chriſtus ſo geringer Werkzeuge bediente Luth. 22, 138, der Inhalt des Evangelii wider alle Vernunft iſt,
das Chriſtentum allen Aberglauben und Abgötterei der Staatsreligion der Heiden verurteilte u. ſ. w. Luth. 22, 145. 146.
Anm. c. Zwar hat ſich auch der Mohammedanismus ſchnell ausgebreitet, aber das war eine Religion für den natürlichen Menſchen und ihre Annahme zum Teil mit brutaler Gewalt erzwungen;
h. die ſchrecklichen Strafgerichte über die Verächter des Wortes und die Feinde des Chriſtentums. Gericht 5164. 165;
i. die wunderbare Wirkung der Schrift. Welchen Einfluß übt die Bibel aus auf die Menſchen, auf einzelne Perſonen ſowohl wie auf ganze Völker! Wie viele Feinde des Chriſtentums ſind ſchon durch Bibelleſen überwunden worden! W. 65, 46. N. Il. 1909, 34. 6 55 597 Buch hat je ſolche Wirkung gehabt? W.
„52. 53. ö
Anm. Verbrecher ſind gewöhnlich Leute, die ohne Bibel dahingelebt haben.
- L. W. 41, 151
- W. 65, 46
- W. 65, 46. 47
- Baier, Pro. 130
- Baier, Pro. 131
- W. 65, 47
- Syn. 86, 42
- Proc. 1901, 43
- Proc. 1901, 43. 44
- Proc. 1901, 43. 44. 46
- Proc. 1901, 43. 44. 46. 51
- Proc. 1901, 43. 44. 46. 51. 56
- Proc. 1901, 43. 44. 46. 51. 56. 58
- Proc. 1901, 43. 44. 46. 51. 56. 58. 59
- Cal. 98, 45
- Cal. 98, 45. 46
- Ma. 8, 265—272
- Luth. 22, 137
- O. 1901. 50
- Ma. 24, 377
- Ma. 24, 377. 378
- Ma.
7—10
- Luth. 22, 138
- Baier, Pro. 126
margin
- L. W. 17, 233
margin
- Cal. 89, 27
margin
- Syn. 86, 43
margin
- W. 65, 51
margin
- Tex. 1910, 72
margin
- Tex. 1910, 72. 73
margin
- At. 1915, 21—24
margin
- L. W. 62. 350—362
margin
- Cal. 89. 18 —22
margin
- Cal. 89. 18 —22. 98, 27
margin
- W. 65, 41
margin
- W. 65, 41. 42
margin
- W. 65, 41. 42. 44
margin
- W. 65, 41. 42. 44. 45
margin
- N. Il. 1909, 34
margin
- Baier, Pro. 127
margin
- Baier, Pro. 127
margin
- Baier, Pro. 128
margin
- L. W. 17, 233
margin
- Can. 91, 67 — 72
margin
- Baier, Pro. 128
margin
- Mag. 2. 138
margin
- L. W. 17. 233
margin
- Baier, Pro. 128
margin
- L. W. 17, 234
margin
- Cal. 98, 30
margin
- Baier, Pro. 129
margin
- Cal. 98. 44
margin
- Cal. 98. 44. 45
margin
- Cal. 98. 44. 45. 27
margin
- Cal. 98. 44. 45. 27. 32
margin
- Brun 41
margin
- Brun 41. 42
margin
- L. W. 17. 234
margin
- Luth. 22, 137
margin
- Luth. 22, 137. 138
margin
- N. Il. 1909, 34
margin
- Jo. 92, 23
margin
- Jo. 92, 23. 24
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- Walth. Epi. 63
margin
- Luth. 22, 145
- Luth. 22, 145. 146
- W. 65, 46
- N. Il. 1909, 34
- N. Il. 1909, 34. 6
- N. Il. 1909, 34. 6 55
- N. Il. 1909, 34. 6 55 597
- Jo. 92, 23
margin
- L. W. 17, 234
margin
- Baier, Pro. 131
margin
- Proc. 1901, 102
margin
- Proc. 1901, 102. 110
margin
- Proc. 1901, 102. 110. 67
margin
- Proc. 1901, 102. 110. 67. 72
margin
- Proc. 1901, 102. 110. 67. 72. 77
margin
- Proc. 1901, 102. 110. 67. 72. 77. 78
margin
- Proc. 1901, 102. 110. 67. 72. 77. 78. 79
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- Proc. 1901, 102. 110. 67. 72. 77. 78. 79. 80
margin
- Proc. 1901, 102. 110. 67. 72. 77. 78. 79. 80. 84
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- Proc. 1901, 102. 110. 67. 72. 77. 78. 79. 80. 84. 89
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- Proc. 1901, 102. 110. 67. 72. 77. 78. 79. 80. 84. 89. 97
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- Tex. 1910, 74
margin
- Proc. 1901, 19
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- Pa⸗
piſten gegen die Sch
- Mit allen Weisſagungen,
- W.
„52. 53. ö
Anm. Verbr
vol d, printed page
167–168 · scan: bub_gb_akAUAAAAYAAJ/n0251
4.
Wert und Nutzen der Vernunftbeweiſe
4. Wert und Nutzen der Vernunftbeweiſe. In Bezug auf den Wert der Vernunftbeweiſe muß man zwei Ertreme meiden:
a. Man darf dieſen Beweiſen nicht zu viel Gewicht beilegen. Dadurch wird kein ſeligmachender, ſondern nur menſchlicher Glaube erzeugt. Vernunftgründe gehen nur auf den Verſtand. Bloße Verſtandesüberzeugung kann uns wenig dienen. Cal. 89, 27. Vernunftgründe bringen keine Heilung. Cal. 91, 30. 31. 32. Sie können kein totes Gewiſſen lebendig machen. Cal. 89, 30. Wer bloß menſchlichen Glauben hat, ſteht noch außerhalb des Reiches Gottes. Syn. 1902, 21. 22.
Anm. a. Mit Vernunftbeweiſen kann die Kirche ihr Werk nicht ausrichten. Die Vernunft kann in geiſtlichen Dingen nichts finden. Gerade was das Chriſtentum zum Chriſtentum macht, geht über die Vernunft. 2 Kor. 10, ͤſr Darum wird der Erfolg der Apologetik ſehr gering ein.
Anm. b. Der menſchliche Glaube (fides humana) ſtützt ſich auf die Vernunft, iſt ſeinem Weſen nach Meinung, ein totes Fürwahrhalten. Der göttliche Glaube (fides divina) ſtützt ſich auf das Zeugnis des Geiſtes und iſt ſeinem Weſen nach völlige Gewißheit.
Anm. c. Den göttlichen Glauben an die Schrift wirkt die Schrift ſelbſt, weil mit ihr das Zeugnis des Geiſtes
Dieſes iſt das einzige Mittel, Glauben zu
verbunden iſt. ö
erzeugen. Das Wort äußert ſeine Kraft, auch wenn keine Vernunftbeweiſe vorhergegangen ſind, und iſt in keiner Weiſe von ihnen abhängig. Gerſon u. ſ. w.
Anm. d. Der Glaube ſtützt ſich nicht auf Vernunftbeweiſe. Wir müſſen Gott danken, daß ſie nicht nötig ſind, denn dann wären viele Chriſten übel daran, die vom hiſtoriſchen Verlauf der Bibel nichts wiſſen. Syn. 86, 43.
- Cal. 89, 27
- Cal. 91, 30
- Cal. 91, 30. 31
- Cal. 91, 30. 31. 32
- Cal. 89, 30
- Syn. 1902, 21
- Syn. 1902, 21. 22
- Syn. 86, 43
- Cal. 89, 12
margin
- Cal. 89, 12. 13
margin
- Hön. Dog. 8
margin
- N. Il. 1909, 35
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- Jo. 97, 31
margin
- Jo. 97, 31. 32
margin
- Jo. 80, 79
margin
- Baier, Pro. 120
margin
- Baier, Pro. 132
margin
- Baier, Pro. 143
margin
- Baier, Pro. 137
margin
- W. 92, 42
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vol d, printed page
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