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Eckhardt's Homiletisches Reallexikon, 1907–1917

A cumulative subject index to seven Missouri Synod periodicals, compiled by E. (Ernest) Eckhardt (1868–1939) and printed at St. Louis between 1907 and 1917. Under each headword it sets numbered theses, and beside each thesis the places where the periodicals had treated it — by volume and page, running twenty years past the last of Der Lutheraner's own registers. Where the archive holds the volume a citation names, the citation below is a link to that page.

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10 entries under temperänz.

Temperänz

—

Temperänz. Abhandlungen. Wie weit beteiligen wir Chriſten uns an den heutigen Mäßigkeitsbeſtrebungen? an. 1912. Die rechte Stellung dem hieſigen Temperänztreiben gegenüber. Mit. I. 31—38. Paragraphs on the temperance question. bkhürzungen: Illis. —l'ersonal Experience of a Physician. John X.—Anti-Saloon League Vearbook. 1913. Si.—Sihler, Gewohnheitstrinken. Predigt. Wasson--Wasson, RKeligion and Drink.—Luth. emperänztraktate: Pract.—True Temperance in the Light of God's Tract 1.—The Stump Digger. Tract 2.—In Tune with the Age. Tract 3.—The Texas Round-Epeon the Saloons. Tract 4. —Federal Prohibition as Applied to the Territory of Hawaii. Tract. 5—The Relation of Saloons to Insanity. Tract 6.—Prohibition with the People Behind it. Tract 7—The Saloon Before the Courts. Tract 8.—What the Enited States Government Knows About Prohibi— tion. Tract 9—The Prohibition Movement and ethe Country Church. Tract 10. —Kaiser Wilhelm II. on Drink. Tract 11—Catholic Clergy and the Saloon. Tract 12.—Religion and Law. ract 13—Life in a Dry Country. E. Locke. Trak. 14.—Chriſtentum und Prohibition. Trak. 15. — Deutſchtum und Alkohol. Trak. 16. — Das Deutſchtum und die Trinkfrage. Trak. 17. — Die Gefahren des Alkohols. Trak. 18.—P'rohibition versus American Citizenship, Morality and Religion. W. Hallerberg. Abriſt. Doppelte Bedeutung des Wortes Temperänz § 1. Wahre Temperänz §2. Gänzliche Enthaltſamkeit iſt nirgends in der Schrift geboten § 3. Man darf ſie keinem Menſchen zum Gewiſſen machen § 4. Antitheſe § 5. Verſchiedene Klaßien. Kirchengemeinſchaften und Geſellſchaften § 7. Einwände § d Gegen das heutige Temperänzweſen müſſen wir kämpien S 10, aber auch recht kämpfen § 11. Prohibition § 12. Gründe für § 13. Gründe County- oder Lokal-Option § 15. Die Kirche hat nicht: Stellung zur Prohibitionsfrage § 17. Temperän z. 1. Das Wort Temperänz wird in doppelter Bedentung gebraucht: a. Mäßigkeit. 1 Petr. 4, 8: So ſeid nun mäßig und nüchtern zum Gebet. 1 Tim. 3, 2: Ein Biſchof ſoll mäßig ſein; b. gänzliche Enthaltſamkeit von geiſtigen Getränken. Dies iſt eigentlich ein Mißbrauch des Wortes. 2. Die wahre Temperänz iſt der rechte mäßige Gebrauch von Gottes Gaben. Und zwar gibt es zwei Formen derſelben: die eine bloß äußerlich, die andere, die von Herzen kommt. Wer von Herzen mäßig iſt, hat en nen beſſeren Grund für ſeine Mäßigkeit. Trak. 5. Anm. a. Der Chriſt iſt mäßig, weil er Gott lieh: und ſeinen Willen tut. Ein guter Baum bringet gute Früchte. Anm. b. Intemperänz iſt der Mißbrauch der Gaben Gottes. Unmäßig iſt ein Menſch, wenn er zu viel ißt oder trinkt. Anm. c. Das Mittel, wodurch die wahre Mäßigkeit befördert und die Unmäßigkeit bekämpft werden ſoll, in Gottes Wort und die Sakramente. Anm. d. Die Kirche iſt die wahre Temperänzgeſellſchaft. Für Mäßigkeit wirkt ſie durch Predigt, Kirchen— zucht, Miſſion, Vorbild im Wandel. 3. Gänzliche Enthaltſamkeit iſt in der Schrift nirgends Der mäßige Genuß geiſtiger Getränke iſt keine geboten. Sünde, ſondern ein Mittelding. Kol. 2, 16: So laſſet ench nun niemand Gewiſſen machen über Speiſe oder Trank. 1 Tim. 5, 23: brauche ein wenig Wein um dei— nes Magens willen. 1 Tim. 4, 4: Alle Kreatur Gottez iſt gut und nichts verwerflich. Pſ. 104, 15: Der Wein tv.rwꝓ. erfreut des Menſchen Herz. Spr. 31, 6. 7. — Chriſtus hat ſelbſt Wein getrunken Matth. 11, 19, Wein gemacht Joh. 2, 1—11 und Wein im Abendmahl geſegnet. Luk. 22, 18. — Verboten iſt nur das Saufen ſ. Saufen. Anm. a. Warum wird den Chriſten in der Schrin geſagt: Seid mäßig, wenn ſie es gar nicht anrühren ſollen? Jemand ſetzt dir nichts als leere Teller vor und ſpricht: Sei aber mäßig. Anm. b. Alkohol, in geringem Maße genoſſen, ſcha— det auch nichts. Zeugniſſe: Waſſon 229—234. Wäre Wein dem Menſchen ſchädlich, dann hätte auch die Schri“ ihn demgemäß beurteilen müſſen. Hat Chriſtus in die jem Stück geirrt, wie könnte man ſich in andern Stücken auf ihn verlaſſen? 212—213.

  • Trak. 14
  • Trak. 15
  • Trak. 16
  • Trak. 17
  • Trak. 18
  • Theol. 4, 152—156 margin
  • Trak. 5
  • Spr. 31, 6
  • Spr. 31, 6. 7
  • Wasson. 229–234
  • Can. 1912, 10 margin
  • Can. 1912, 10. 11 margin
  • Theol. 4. 152 margin
  • Wis. Syn. 1906, 35 margin
  • Wis. Syn. 1906, 35. 36 margin
  • Trak. 9 margin
  • Trak. 9. 5 margin
  • Can. 1912, 11 margin
  • Trak. 6 margin
  • Trak. 6. 7 margin
  • Trak. 9 margin
  • Trak. 28—31 margin
  • Trak. 28 margin
  • Si. 22 margin
  • Can. 1912, 11 margin
  • Can. 1912, 11. 12 margin
  • Ma. 23, 306 margin
  • Theol. 15, 40 margin
  • Theol. 15, 40. 4, 153 margin
  • Loch. Epi. 709 margin
  • Trak. 10 margin
  • Trak. 10. 11 margin
  • Trak. 10. 11. 16 margin
  • Trak. 10. 11. 16. 17 margin
  • Stock 974 margin
  • Si. 3 margin
  • Luth. 64, 106 margin
  • Trak. 12 margin
  • Schulbl. 35 margin
  • Si.—Sihler, Gewohnheitst
  • W. Hallerberg.

vol c, printed page 907–909 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0684_RA5-PA7

4. —

4. Gänzliche Enthaltſamkeit darf man darum keinem Menſchen zum Gewiſſen machen. Ein Chriſt iſt ein freier Herr aller Dinge. Anm. a. Wohl kann jemand für ſeine Perſon ſich Ent⸗ haltſamkeit auflegen, nicht aber andern. Muß jeder den⸗ ſelben Rock tragen wie du? Anm. b. Unter Umſtänden ſagen wir wohl auch einem Säufer, er ſolle das Trinken ganz aufgeben, aber das iſt nur ein wohlgemeinter Rat.

  • Ma. 21, 185 margin
  • Ma. 21, 185. 186 margin
  • Neb. 1912, 33 margin
  • Neb. 1912, 33. 39 margin
  • Trak. 16 margin
  • O. 83, 46 margin
  • Trak. 16 margin

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5. Antitheſe

5. Antitheſe. Temperänzler machen auch den mäßigen Gebrauch von geiſtigen Getränken zur Sünde. Wenn die Schrift den Gebrauch des Weines billigt, dann ſoll es Moſt heißen; wenn ſie davor warnt, iſt es gegohrener Wein. L. W. 31, 279. Can. 1912, 15. Gegohrener Wein iſt Gift und darum verboten. Dagegen: * a. Wenn im alten Teſtament das Trinken von Wein manchmal gebilligt und manchmal verworſen wird „ſind drei Möglichkeiten vorhanden: 1. Die Schreiber ſind in Bezug auf dieſen Punkt nicht einig. Dieſe Annahme wird von allen verwor⸗ fen, die an die Inſpiration glauben. 2. Sie reden von verſchiedenen Getränken, die im Hebräiſchen genau unterſchieden, aber in der Bibelüberſetzung unter einen Namen vereinigt ſind. 3. Sie reden von demſelben Getränk, aber das eine Mal vom rechten Gebrauch, das andere Mal vom Mißbrauch. Dieſos letztere iſt der Fall. b. Die Behauptung, daß vayin (gegohrener Wein) ver⸗ boten und tiroſch (ungegohrener Wein) erlanbt war, läßt ö ſich nicht halten. 1. Auch yayin wird in der Schrift gebilligt und ſogar beim Opfer gebraucht. 2 Moſ. 29. 10. 1 Moſ. 15, 5. 7. 10. 3 Moſ. 23, 13. Was in der Kirche recht iſt, kann außerhalb derſelben nicht un⸗ recht ſein. 2. Da die Zeit der Gährung 40 bis 50 Tage dauerte, konnte man ſich während dieſer Zeit vom Tiroſch ebenſo betrinken, wie vom Wein. Hoſ. 4, 11: Hurerei, Wein und Moſt machen toll. c. Die Überſetzer der Bibel in den verſchiedenen Spra— . Spra. chen hätten einen großen Fehler gemacht, indem ſie die⸗“ ſen Unterſchied von yayin und tiroſch gänzlich verwiſcht hätten.

  • L. W. 31, 279
  • Can. 1912, 15
  • Neb. 1912, 34 margin
  • Wis. Syn. 1906, 38 margin
  • Can. 1912, 14 margin
  • Can. 1912, 14. 15 margin
  • Wasson. 9 margin
  • Wasson. 10 margin
  • Wasson. 10 margin
  • Wasson. 15 margin
  • Wasson. 16 margin
  • Wasson. 36–2 margin
  • Wasson. 11 margin

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6. —

6. Die Temperänzler zerfallen in verſchiedene Klaſſen. Die einen gehen nicht ſo weit wie die andern. Folgende Meinungen ſind unter ihnen vertreten: a. Trinken geiſtiger Getränke iſt in der Schrift ver— boten und darum Sünde. b. Alkohol und geiſtige Getränke ſind Giſt für den Menſchen. An der Wirkung am Menſchen kann man das erkennen. Gährung iſt verurſacht durch Einfluß der Hölle. Ellis 81. Anm. über Alkohol und ſeine Wirkungen Ellis 22— 35. Y. 245. Alkohol iſt kein Nahrungsmittel Trak. 15. 5. 6. Trak. 17. Trak. 16, 2. 4. 5. Alkohol und Krant⸗ heiten Y. 259—262. Trak. 6, 21. — Alkohol iſt ſchlim— mer als Opium, Kokaine und Lotterieſcheine zuſammen⸗ genommen. Trak. 6, 19. c. Daraus folgt: 1. daß jeder Menſch ſich des Genuſſes geiſtiger Getränke enthalten ſoll. Hier gilt: Du ſollſt nict töten. Wie könnte man ſagen: mäßig trinken, ma— ßig töten, mäßig ſtehlen ſei erlaubt? 2. Arzte ſollen den Kranken keinen Alkohol oder allopathiſche Arzneien, die Alkohol enthalten, ver— ſchreiben. — Manche wollen jedoch den mediziniſchen Gebrauch geiſtiger Getränke geſtatten. 3. Der Staat ſoll darum Herſtellung und Ver⸗ kauf geiſtiger Getränke ganz verbieten. Soll der Staat davon abſehen, Geſetze zu machen, aus Furckt, daß die Freiheit der Diebe eingeſchränkt würde? Anm. Manche verlangen nur Schließung der Se— loons. Die ſtrengen Prohibitioniſten verlangen aus Schließung aller Brauereien, Verbot der Einfuhr und des Verkaufes. Manche gehen ſogar ſo weit, daß ſie es verboten haben wollen, wenn jemand für ſich etwas Wein macht. d. Selbſt wenn Trinken keine Sünde wäre, ſo ſollte man doch ans Liebe zum Nächſten davon abſtehen. Der Nächſte möchte ſich daran ärgern, ein Beiſpiel daran neh— men und ein Säufer werden. S. §8, Einwand h. Anm. Viele empfehlen Enthaltſamkeit nur aus Ver— nunftgründen. e. Da die Einwanderer zum großen Teil (9 Zehntel! den Saloon begünſtigen, muß auch die Einwanderund eingeſchränkt oder ganz verboten werden. In den Pre— hihitionsſtagten ſind 4 Prozent, in den ertremen Lizens. ſtatten 21 Prozent der Einwohner Einwanderer.

  • Trak. 15
  • Trak. 15. 5
  • Trak. 15. 5. 6
  • Trak. 17
  • Trak. 16
  • Trak. 16, 2
  • Trak. 16, 2. 4
  • Trak. 16, 2. 4. 5
  • Trak. 6
  • Trak. 6, 21
  • Trak. 6
  • Trak. 6, 19
  • L. W. 57, 574 margin
  • L. W. 57, 574. 575 margin
  • Trak. 3 margin
  • Trak. 3, 9 margin
  • Trak. 3, 9. 10 margin

vol c, printed page 909–910 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0168_RA5-PA9

7. —

7. Verſchiedene Kirchengemeinſchaften und Geſellſchaſ⸗ en. 1. Methodiſten. Es iſt Pflicht jedes Gliedes. ſich geiſtiger Getränke zu enthalten und auf gänz— ken. Ausrottung des Getränkehandels hinzuarbei⸗ en. 2. Reformierte. Gänzliche Unterdrückung Well mit berauſchenden Getränken iſt ihr iel. Anm. a. Auch den Wein im Abendmahl verbieten ſie und nehmen dafür Roſinenbrühe oder dergleichen. Sie ſagen: Chriſtus habe im Abendmahl auch nur ungegoh⸗ renen Traubenſaft gebraucht ſ. Wein. Durch den einen Schluck Wein möchte ein bekehrter Trinker wieder einen Rückfall bekommen. Anm. b. Manche ſind ganz fanatiſch. Beiſpiel Luth. 45, 117. Chriſtus könnte kein Glied ihrer Geſellſchaft ſein. Luth. 43, 5. Verkehrter Temperänzeifer Luth. 26, 13. Anm. c. In den Sonntagsſchulen vergeuden die Sek— ten ihre edle Zeit damit. Anm. d. Auch Rom iſt mitunter unter den Abſtinenz—lern, denkt aber nicht daran, Säufer und Saloonkeeper in Zucht zu nehmen. Ausſprüche von Katholiken Trak. 11. Anm. e. Geſellſchaften, welche Prohibition zum Zweck haben: National Temperance Organizations. — 1 National League. The American Anti-Saloon League. Women's Christian Temperance Enion. Sie zählte im Jahre 1889 10,000 Frauenvereine. Luth. 45, 37. 5. National Reform Bureau. 6. Catholic Total Abstinence Society. 7. National Prohibition Party. Aller Handel mit berauſchenden Getränken ſoll verboten werden. Sie wollen den Staat zu einem chriſtlichen Staat machen. P'rohibition Party of Ohio. Anm. f. Solcher Temperänzunterricht ſoll auch in den öffentlichen Schulhen erteilt werden. New Rork Schulbl. 31, 192. U. St. Report 1902. 2. Teil, 387. U. S. Report of Comm. 1902. Einleitung 25. Seite 315—318. — Teaching Temperance in Schools Schulbl. 43, 85—87. 35, 148. (Daß Alkohol, auch in geringer Menge genoſſen, ſchädlich und nie nützlich ſein könne, ſollte nicht in den Büchern ſtehen. Schulbl. 35, 149.) Anm. g. Geſchichtliches. Um das Jahr 1800 ſand eine Hand voll Puritaner aus, daß es unrecht ſei, geiſtige Getränke zu trinken. Später entdeckten ſie, daß auch die Bibel geiſtige Getränke verbiete. Erſt appel— lierte man an des Menſchen Gewiſſen, mäßig zu ſein. Dann kam man auf gänzliche Enthaltſamkeit. Endlich trat an Stelle des Gewiſſens die Gewalt, indem man dieſe Bewegung in die Politik hineinzog und ein Stück Land nach dem andern trocken legte.

  • Wasson. 188–198 margin
  • Neb. 1912, 34 margin
  • Luth. 39, 157 margin
  • Neb. 1912, 34 margin
  • Günth. 313 margin
  • S. Dak. 1909, 36 margin
  • L. W. 3 margin
  • Luth. 45, 29 margin
  • Luth. 45, 29. 39, 157 margin
  • Luth. 45, 29. 39, 157. 40, 78 margin
  • Luth. 45, 29. 39, 157. 40, 78. 42, 125 margin
  • Luth. 45, 29. 39, 157. 40, 78. 42, 125. 181 margin
  • Luth. 45, 29. 39, 157. 40, 78. 42, 125. 181. 189 margin
  • Trak. 27 margin
  • Trak. 27. 28 margin
  • Wis. Syn. 1906, 37 margin
  • Luth. 45, 117
  • Luth. 43, 5
  • Luth. 26, 13
  • Trak. 11
  • Luth. 45, 37
  • Luth. 45, 37. 5
  • Schulbl. 31, 192
  • Schulbl. 43, 85—87
  • Schulbl. 43, 85—87. 35, 148
  • Schulbl. 35, 149
  • L. W. 48, 308 margin
  • Luth. 50, 216 margin
  • Luth. 50, 216. 139 margin
  • Luth. 50, 216. 139. 140 margin
  • Trak. 6 margin
  • Trak. 6, 24 margin
  • Wis. Syn. 1906, 35 margin
  • Ka. 89, 45 margin
  • Luth. 45, 65 margin
  • Wasson. 236 margin
  • Ka. 89, 44 margin
  • Ka. 89, 44. 45 margin
  • Wasson. 206 margin
  • Wasson. 207 margin
  • Wasson. 185 margin
  • Wasson. 186 margin
  • Wasson. 205 margin
  • Wasson. 206 margin

vol c, printed page 910–911 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0669_RA5-PA10

8. —

8. Einwände der Temperänzler. a. Jer. 35, 6. Jonadab verbot den Rechabitern den Wein. — Dann dürfte man nach Vers 7 kein Haus bauen und keinen Samen ſäen. b. Spr. 23, 31: Siehe den Wein nicht an, daß er ſo rot iſt. — Das iſt den Säufern geſagt, die beim Wein liegen und kommen, auszuſaufen. Vers 30. c. Berauſchende Getränke ſind an ſich ſündlich. Sie überſetzen Eyh. 5, 18: Wein, in welchem Heilloſigkeit liegt — Dagegen: 1. Nicht das Bier, ſondern das Saufen, nicht das Geld, ſondern die Liebe zum Geld iſt Sünde. r Kreatur Gottes iſt gut. 2. Sind berauſchende Getränke an ſich ſündlit. gen dürfte man ſie auch nicht als Medizin gebrau⸗ en. d. Man müſſe die Kreatur im urſprünglichen Zuſtande gebrauchen. — Auch das Brot? ů cht. Aeu Genuß führt immer zur Trunk⸗ Wenn jemand erſt ein wenig trinkt, trinkt er ucht. nach und nach mehr, darum ſoll man gar nicht anfangen. — Das iſt nicht wahr. Man wende den Satz auf andere Dinge an: Wenn jemand erſt ein wenig Geld ausgibt, ſo gibt er mit der Zeit immer mehr aus, darum ſoll man kein Geld ausgeben. f. Man müſſe vom Trinken abſtehen, weil viele es mißbrauchen. — Der Mißbrauch hebt den rechten Gebrauch nicht auf. Wenn andere freſſen, müſſen wir dann hungern? Dann dürften wir auch keine Flinte angreifen, kein Meſſer in die Hand nehmen, kein Gift kau— fen nu. ſ. w. g. Viele möchten uns das Trinken nachmachen. — Folgen ſie unſerm Veiſpiel im mäßigen Trinken, ſo um ſie daran kein Unrecht. trinken ſie unmäßig, ſo folgen ſie nicht unſerm Beiſpiel. BHcesscscssscsss'ssFPPssr'sFsFFFss* h. Soll man nicht um des ſchwachen Bruderz willen keinen Wein trinken? Röm. 14, 21. 1 Kor. 8, 13. — Dagegen: 1. Dieſe Sprüche beweiſen zunächſt, daß mäßigez Trinken keine Sünde iſt. 2. Hier iſt nur von dem Fall die Rede, wo das ſchwache Gewiſſon des Bruders verletzt werden könnte. Da ſollen wir allerdings Rückſicht auf ihn nehmen. 3. Anders ſieht es, wenn falſche Lehrer uns ein Mittelding zur Sünde machen, uns unſere chriſt⸗ liche Freiheit ranben wollen. Dann weichen wir nicht eine Stunde, untertan zu ſein. 4. Wollte man ſich aus Liebe zum Nächſten alles deſſen enthalten, was mißbraucht wird, ſo müßte man ſich jedes Dinges enthalten. i. Ihr ſeid Heuchler. Wenn ein Saufbruder oder auch ein ſchwacher Bruder dabei iſt, trinkt ihr nicht. Wenn er nicht dabei iſt, trinkt ihr. — Heuchelei wäre es, wenn Gott das Trinken verboten hätte und wir ſagten dem Vrnder: Man darf nicht trinken, während wir es im Geheimen tun. 9. Das Mittel, wodurch Temperänzler gänzliche Ent⸗ haltſamkeit erreichen wollen, iſt das Temperänzgelübde Nun verurteilen wir nicht alle, die das Gelübde unter⸗ ſchreiben, da aber nichts von andern Sünden und inſon⸗ derheit nichts von Chriſto geſagt wird, ſo wird dadurch der Eindruck erweckt, daß man ein bekehrter Menſch ſei. ſobald man das Temperänzgelübde unterſchrieben habe. Einwand 1. Das Gelübde muß aber gut ſein, da ſo viele ſich uns anſchließen und es unterſchreiben. Dagegen: a. Viele werden angezogen durch den äußerlichen Schein. b. Ob eine Sache gut oder ſchlecht iſt, kann man nicht an der Menge erkennen. Sonſt müßte auch des Teufels Reich gut ſein. c. Viele unterſchreiben nur aus äußerlichen Rück⸗ ſichten. Einwand 2. Man müſſe unterſchreiben, um den Säufern ein gutes Beiſpiel zu geben. — Wir geben ihnen gutes Beiſpiel durch unſern Wandel, nicht durch Aufrichtung von Menſchenordnungen. Einwand 3. Wird nicht mancher Trunkenbold durch Unterzeichnen des Gelübdes von der Trunkſucht kuriert? — Wenn ſo, dann iſt es nur äußerliche Ehrbarkeit. Es gibt kein Geſetz, das da könnte lebendig machen. Anm. Wir haben ſchon bei der Taufe und Konfirmation ein Gelübde abgelegt. Wir haben abgeſagt dem Teufel und allen ſeinen Werken und allem ſeinem Weſen. Das iſt genug. Mehr können wir nicht tun. Das iſt das einzige Gelübde, das wir befürworten: total abstinence from sin.

  • Spr. 23, 31
  • Neb. 1912, 35 margin
  • Trak. 11 margin
  • Wasson. 19 margin
  • Wasson. 20 margin
  • Trak 11 margin
  • Trak. 15 margin
  • Trak. 15. 16 margin
  • Neb. 1912, 34 margin
  • O. 83, 45 margin
  • L. W. 45, 26 margin
  • Luth. 6, 45 margin
  • Trak. 16 margin
  • Neb. 1912, 34 margin
  • Trak. 15 margin
  • O. 83, 46 margin
  • Neb. 1912, 34 margin
  • L. W. 31, 371 margin
  • L. W. 31, 371. 372 margin
  • Trak. 11—13 margin
  • Ma. 21, 188 margin
  • Ma. 21, 188. 189 margin
  • Can. 1912, 18 margin
  • Can. 1912, 18. 19 margin
  • Can. 1912, 18. 19. 15 margin
  • Wasson. 105–128 margin
  • L. W. 31, 372 margin
  • L. W. 31, 372 margin
  • Stöckh. Röm. 610 margin
  • Luth. 33, 87 margin
  • Can. 1912, 21 margin
  • Wasson. 116 margin
  • Wasson. 117 margin
  • Trak. 13 margin
  • Trak. 19 margin
  • Trak. 19. 20 margin
  • Trak. 19. 20. 22 margin
  • Can. 1912, 17 margin
  • Trak. 25 margin
  • Trak. 25. 26 margin
  • Trak. 26 margin
  • Wis. Syn. 1906, 38 margin
  • Trak. 26 margin
  • Trak. 26. 27 margin
  • Trak. 26. 27. 15 margin

vol c, printed page 911–913 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0670_RA5-PA11

10. Gegen das hentige Temperänzweſen müſſen wir kämpfen

10. Gegen das hentige Temperänzweſen müſſen wir kämpfen. Mit Wort und Tat, wenn nötig am Stimmkaſten. a. Die Temperänzler machen Gebote, wo Gott keine gemacht hat, und richten über das Gewiſſen anderer. Intemperance of demand.“ Amm. Solche Leute ſollen nach der Schrift kommen, die da gebieten, zu meiden die Speiſe, die Gott geſchaffen hat. 1 Tim. 4, 3. Kol. 2, 21. b. Ihre Enthaltſamkeit iſt ein ſelbſterwähltes Menſchenwerk. — Solche Ordnungen werden immer fleißiger gehalten, als die Ordnungen Gottes. c. Darin ſuchen ſie ihre Gerechtigkeit. Das macht die Temperänzgeſellſchaften unchriſtlich und ſchädlich, weil ſie ſich andere Wege zur Seligkeit erdenken. d. Wenn ſie ihre Lehre durch Staatsgeſetze auszubreiten ſuchen, vermiſchen ſie Kirche und Staat. e. Sie wollen den Säufer durch Menſchengeſetze bekeh ren. So treibt ein Teufel den andern aus. f. Dadurch wird die Heuchelei befördert. Wenn andere dabei ſind, enthalten ſie ſich, heimlich trinken viele doch. Biertrinken iſt Sünde, Fluchen nicht. Anm. a. Temperänzfanatismus iſt gefährlicher als Intemperänz. — Anm. b. Den Temperänzlern gegenüber müſſen wir unſere chriſtliche Freiheit behaupten. Gal. 5, 1: So beſtehet nun in der Freiheit. 2, 5: wichen wir denſelbigen nicht eine Stunde. 1 Kor. 8, 8. Röm. 14, 17. Anm. c. Auch durch Temperänzunterricht in der Schule wird das Übel nicht ausgerottet. Gottes Wort muß es tun. Anm. d. Nehmen wir Stellung gegen die Tempe · ränzler ein, ſo werden wir mit den Säufern in eine 19. 0 geworfen. So ging es Chriſto auch. Matth. 11, 211. Wir ſollen gegen die heutige Temperän zbewegung aber auch recht kämpfen, nicht ſo, daß man alles an den Temperänzlern verwirft, vor allem nicht ſo, daß man mit den Säufern in ein Horn bläſt. Mancher bekämpft die Temperänzbewegung, weil er ſelbſt ein Säufer iſt. Anm. a. Wir haben mehr Urſache, unter uns das Saufen zu bekämpfen, als die Temperänz. Anm. b. Werkheilige kommen in die Hölle, aber Säufer an keinen beſſern Ort. Anm. e. Den Temperänzlern zum Trotz im Saloon herumliegen und ſich voll trinken, hieße ſeine Freiheit mißbrauchen zum Deckel der Bosheit. Anm. d. Wenn Gemeinden bei Picnics Bier verkaufen, arbeiten ſie den Prohibitioniſten in die Hände. Einwand. Sollte man ſich nicht lieber ganz auf ſeite der Temperänzler ſtellen, da das Saufſen ein ſo ſchreckliches Laſter iſt? — Nein, wir wollen nicht den einen Teufel austreiben und einen andern einlaſſen.

  • W. 95, 15 margin
  • W. 95, 15. 14 margin
  • Can. 1912, 18 margin
  • Mit. 71, 33 margin
  • L. W. 31, 372 margin
  • Trak. 9 margin
  • L. W. 45, 26 margin
  • Trak. 10 margin
  • Trak. 10. 11 margin
  • Si. 3 margin
  • Wis. Syn. 1906, 38 margin
  • Mit. 71, 33 margin
  • Luth. 10, 62 margin
  • Luth. 45, 65 margin
  • W. 95, 14 margin
  • Mit. 71, 33 margin
  • W. 95, 14 margin
  • Theol. 4, 156 margin
  • L. W. 31, 372 margin
  • Ma. 21, 185 margin
  • Ma. 21, 185. 186 margin
  • Trak. 14 margin
  • Trak. 14. 13 margin
  • Neb. 1912, 41 margin
  • Neb. 1912, 41. 42 margin
  • O. 74, 33 margin
  • Schulbl. 43, 87 margin
  • Wis. Syn. 1902, 29 margin
  • Wis. Syn. 1902, 29. 30 margin
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  • Trak. 18. 19 margin
  • Mit. 71, 34 margin
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  • Luth. 64, 106. 107 margin
  • Mit. 71, 36 margin
  • Mit. 71, 34 margin
  • Mit. 71, 35 margin
  • Wis. 1909, 39 margin
  • O. 83, 46 margin

vol c, printed page 913–914 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0169_RA5-PA13

12. —

12. Prohibition. a. Was iſt Prohibition? Darunter verſteht man das Verbot der Fabrikation, des Verkaufs, der Einund Ausfuhr geiſtiger Getränke in einem Staate oder Lande. Anm. a. Früher entſchied das Bundesobergericht, daß kein Staat berechtigt ſei, ein Einfuhrverbot zu erlaſſen. Durch die Kenyon-Bill aber iſt die Einfuhr in trockene Territorien verboten. Luth. 68, 299. Anm. b. Die Einfuhr von Abendmahlswein iſt nur in ſolchen Staaten verboten, die den Gebrauch von Wein im Abendmahl durch Staatsgeſetz verboten haben. Dies iſt jett nur im Staate Georgia Luth. 64, 6, und Arizona der Fall. Luth. 71, 50. b. Der Staat hat ein Recht, ſolche Geſetze zu erlaſſen. Er kann Geſetze erlaſſen, um dem übel der Trunkſucht zu ſteuern und die öffentliche Moral zu heben. c. Urſprung ſolcher Geſetze. Die Bewegung zu ſolchen Geſetzen geht meiſt von Kirchenleuten aus, de— ren Chriſtentum eitel Werktreiberei iſt, die auch den mäßigen Gebrauch von geiſtigen Getränken zur Sünde machen und durch ſolche Selbſtgerechtigkeit ſich den Himmel erwerben wollen. Methodiſten, Baptiſten, Kongregationaliſten u. ſ. w. Anm. a. Da man geiſtige Getränke an ſich für ſünd— lich hält, will man die Quelle verſtopfen. Anm. b. Auch die Auguſtanaſynode hat ſich unter das Vanner der Antiſaloonliga geſtellt und befürwortet die Kenyvon-Bill. Anm. c. Durch allerlei Geſetze, Erhöhung der Li⸗ zens, Beſchränkung der Saloons auf gewiſſe Gebiete, Verminderung ihrer Zahl, Lokal⸗ und County-Option u ſ. w. ſucht man ein Gebiet nach dem andern trocken zu legen und meint, man tue Gott einen Dienſt daran. Das letzte Ziel iſt Prohibition. d. Zweck. Der Zweck ſolcher Geſetze ſoll ſein Aus- rottung der Trunkſucht. Anm. Wenn durch ſolche Geſetze bürgerliche Ehr— barkeit befördert würde, würden wir uns freuen. Ob das aber der Fall iſt, kann man zum wenigſten bezweifeln. Das Urteil darüber gehört unter das Urteil der Vernunft. Luth. 65, 135. 3. Gründe für Prohibition, wie ſie von den Prohibi⸗ tioniſten angegeben werden: a. Durch die Saloons wird das Saufen befördert. Anm. a. Was für ein ſchreckliches Laſter iſt die Trunkſucht! Sie zerſtört das Heim, macht den Menſchen untaͤuglich für die menſchliche Geſellſchaft, ruiniert des Säufers Geſundheit, ſchließt, wenn keine Buße folgt, vom Himmel aus. — Wie wenn es dein eigener Mann oder Sohn wäre, der in den Feſſeln der Trunkſucht liegt! Trak. 1, 22. 23. Anm. b. Was für eine Plage bringt das Saufen über das Land! 1. Eheſcheidungen. Die Zahl der Eheſcheidungen vermehrt ſich in derſelben Proportion, als der Ver- brauch von geiſtigen Getränken. 90 Prozent aller Eheſcheidungen ſind darauf zurückzuführen. 2. Verbrechen. Nennzehntel aller Verbrechen ver⸗ urſacht durch Alkohol! Kaiſer Wilhelm II. Trak. 10. 3. Wahnſinn nimmt in erſchreckender Weiſe zu. Alkohol führt in vielen Fällen direkt zu Wahn-— ſinn, trägt aber auch indirekt viel dazu bei, wenn er Geſchäft und Familie ruiniert. Außerdem vererbt ſich Wahnſinn auch oft auf die Kinder. Trak. 15, 8. Noch an den Kindern ſind die Folgen der Trunk⸗ ſucht zu ſpüren. N. 219—253. 4. Welche ungeheuren Koſten werden dem Lande aufgebürdet, um das Saloonweſen zu regu— lieren. Anm. c. Wie viel Geld wird vörtrunken! Man kann alles Silber- und Goldgeld der Vereinigten Staaten auf einen Haufen legen, es bezahlt nicht die Rechnung für die geiſtigen Getränke, die in einem Jahr in unſerm Lande gebraucht werden. 1750 Millionen Dollars im Jahre 1913. — Deutſchland gibt mehr für geiſtige Getränke aus als für Landheer und Marine. Trak. 17. — Wie viel boſſer könnte das Geld angewendet werden! Wie viel Nutzen könnte es ſchaffen! Trak. 1, 10—18. Anmn. d. Salons befördern Trunkenheit. Diebe ſtehlen nur Geld, laſſen den Körper unangetaſtet und ſe ſchön, wie er war, laſſen Geiſtes- und Verſtandeskräfte. wie ſie ſind, laſſen Reputation, guten Namen, Liebe zu Weib und Kind, Intereſſe am Heim, tun leinen Schaden an der Seele. Das alles tut der Saloonkeeper, wenn er des Säufers Geld nimmt. Anm. e. The finished product of a brick yard is a brick, ofe a flour' mill, flour, of the saloón, the drunkard in the gutter. Anm. f. Die Saloons und Brauereien ſind eine große, einflußreiche Macht geworden, die das ganze po— litiſche Leben zu beherrſchen ſucht. Die Saloons werden vielfach nicht von einem Einwohner der Stadt, ſondern von einer Brauerei mit großem Kapital geeignet. Wenn eine Stadt die Saloonfrage in ihrer Mitte löſen will, muß ſie ſich einlaſſen in einen Kampf gegen große Kor⸗— porationen außerhalb der Stadt. Bryan. Anm. g. Wenn ein Saloonkeeper einer Geſetzesüber⸗ tretung ſchuldig befunden wird, tritt die Korporation für ihn ein, liefert den Anwalt, appelliert an die höheren Gerichte, und wenn er ja beſtraft wird, bezahlt die Kor⸗ poration die Strafe. Jeder Saloonkeeper bezahlt dann etwa 50 Cents in die Kaſſe. Anm. h. Regulation does not regulate. Zwar ſind allerlei Einſchränkungen getroffen worden, Beſchränkun⸗ gen der Saloons auf eine gewiſſe Zahl, Lizens, Schlie⸗ ßung zu gewiſſen Stunden u. ſ. w., aber die Saloons, wie ſie heute meiſt ſind, laſſen ſich nicht regulieren. b. Prohibition bringt Segen über das Land. Beſchreibung von Prohibitionsſtaaten Trak. 8. 10—12. 1. Abnahme der Trunkenheit. Trun ⸗ kenheit hat in Kanſas in den letzten 30 Jahren um 2000 Prozent abgenommen im Vergleich mit dem Nachbarſtaat Miſſouri. Anm. Die Säufer, die noch da ſind, trinken ihren Stoff zu Hauſe und taumeln wenigſtens nicht be⸗ trunken auf den Gaſſen der Stadt herum. 2. Verminderung des Bierkon⸗ ſums. Der Verbrauch geiſtiger Getränke iſt in trockenen Staaten bedeutend geringer als in andern Staaten. Kanſas bezahlte 1911 Steuern für we⸗ niger als ein Hundertſtel Gallone auf den Kopf, Nebraska für 12 und Miſſouri für 36 Gallonen. Anm. Im Jahre 1907 haben nur etliche Staaten ſich für Prohibition entſchieden und gleich in den folgenden Jahren nahm der Verbrauch geiſtiger Ge⸗ tränke faſt um zwei Gallonen auf die Perſon ab. 3. Gefängniſſe werden leer. In Kan⸗ ſas ſind übor die Hälfte aller County Jails leer, 65 von 105 haben keinen Sträfling in der Anſtalt. Viele Counties haben ſeit 10 Jahren keine Jury ge⸗ braucht, um einen Verbrecher zu verurteilen. Anm. In York, Neb. (trocken) wurden 1911 22 Perſonen, in Fremont, Neb. (naß) 1416 arretiert in Lincoln 1910 (trocken) 1534, 1911 (naß) 2043. 4. Abnahme an Wahnſinnigen. Während im ganzen Lande im Jahre 1910 im Durchſchnitt auf 490 Perſonen ein Wahnſinniger kam, kam in den Prohibitionsſtaaten auf 873 ein Wahnſinniger. 87 Counties in Kanſas haben keinen Wahnſinnigen. Auf Alkohol zurückzuführen waren in naſſen Städten 26.09 Prozent, in trockenen Städten 5.9 Prozent der Wahnſinnigen. 5. Verminderung der Sterberate. Die Sterberate in Kanſas iſt die niedrigſte der Welt. Sie iſt geſunken von 17 auf 7½ vom Tauſend. Anm. a. Darum geben auch Lebensverſicherungsgeſellſchaften ſolchen, die ſich geiſtiger Getränke gänzlich enthalten, eine Prämie von 10—15 Prozent. Anm. b. Man ſagt, mancher, der geiſtige Ge— tränke trinkt, hat ein hohes Alter erlangt. Die Frage aber iſt, ob die Durchſchnittsdauer des menſchlichen Lebens durch Genuß geiſtiger Getränke verkürzt wird. 6. Abnahme der Steuern. Die Steuern ſind in trockenen Städten ein Drittel niedriger als in naſſen Städten gleicher Größe. 7. Mehr Geld auf der Bank. In 1913 kamen in Miſſouri §20 auf die Perſon, in Kanſas über 8100 Bankdepoſiten. In Miſſouri kommt 8300 Vermögen auf die Perſon, in Kanſas 81700. Das kommt zum Teil davon, daß in Miſſouri die Perſon jährlich für 824.00, in Kanſas für §1.48 an geiſtige Getränke wendet. 8. Armenhäuſer werden leer. 29 Counties in Kanſas hatten keinen einzigen Armen im Armenhaus, in weiteren 9 Counties bloß einen, im ganzen Staat nur 831. 9. Schulen und Hochſchulen werden beſſer beſucht. Pupils enrolled in Prohi— bition States 75.6. in States in which less than 25½% is under no license, 68.67. High Schools, Nebraska: wet towns, per 1000. 32.8; dry towns, 64.2 pupils enrolled. Dry eities of California send 37 young people to high schoolh out of every thousand population. wet cities. 27. V. 48. In Ihinois the dry counties have 82 per cent af uthe entire school enumeration at— tending the schools. while the wettest coun— ties have only 56 per cent. (V. 81) Grand Island. Neb. (Wet) 273 attending high school; Beatrice (dry). 405. V. 158. 10. Die Zahl der Illiteraten nimmt a b. Sie iſt in Kanſas in den letzten 30 Jahren von 5 auf 2 Prozent herabgeſunken. Anm. Nach anderer Statiſtik iſt ſie in Nebraska (naß) noch tiefer geſunken, in Maine (trocken) aber 4 Prozent. 11. Die Leute werden widerſtandsfähiger. Kanſasſoldaten haben die Märſche über Sümpfe und Berge auf den Philippinen beſſer ausgehalten als die anderer Staaten. Kaiſer Wilhelm II.: Der nächſte Krieg fordert geſunde Nerven. Durch Alkohol werden die Nerven untergraben. Trak. 10. Als Rooſevelt geſchoſſen wurde, rühmte man ſeine Widerſtandskraft. 12. Die Arbeitskraft wird erhöht. Darum dürfen Beamte an der Bahn, Baſeballſpieler, Arbeiter in vielen Geſchäften nicht trinken. Alkohol vermindert die Arbeitskraft um 10 Prozent. Y. 255. Trak. 6, 20. Trak. 15, 6. Ellis 28. — In einem Jahr, als eine Stadt naß wurde, verloren Arbeiter in einer Fabrik 5 Prozent ihres Verdienſtes. Man kann leichter memorieren. 13. Handel und Gewerbe fangen an zublühen. Das bezeugen viele Geſchäftsleute in trocken gewordenen Städten. Die Kunden kaufen nicht ſo viel auf Kredit und kaufen mehr. Je— mehr Geld der Saloonkeeper bekommt, deſto weni— ger die andern Geſchäfte. Anm. Lincoln, Neb., hat in einem Monat des trockenen Jahres 60 000 Carſares mehr eingenom— men, als im ſelben Monat des naſſen Jahres.

  • Luth. 68, 299
  • Luth. 64, 6
  • Luth. 71, 50
  • Ka. 89, 46 margin
  • Ka. 89, 46 margin
  • Luth. 68, 299 margin
  • Ka. 89, 47 margin
  • Ka. 89, 47. 408 margin
  • Can. 1912, 9 margin
  • Can. 1912, 9. 14 margin
  • Ka. 89, 47 margin
  • Can. 1912, 15 margin
  • L. W. 58, 369 margin
  • L. W. 58, 369. 370 margin
  • Luth. 65, 135
  • Luth. 65, 135. 3
  • Trak. 1
  • Trak. 1, 22
  • Trak. 1, 22. 23
  • Trak. 10
  • Trak. 10. 3
  • Trak. 15
  • Trak. 15, 8
  • Trak. 17
  • Trak. 1
  • Trak. 1, 10—18
  • Can. 1912, 23 margin
  • Can. 1912, 23. 16 margin
  • Luth. 64, 106 margin
  • Can. 1912, 12 margin
  • Luth. 18, 51 margin
  • Luth. 18, 51. 71, 305 margin
  • Trak. 1 margin
  • Trak. 1, 5 margin
  • Trak. 1, 5. 24 margin
  • Trak. 12 margin
  • Trak. 12, 7 margin
  • Trak. 12, 7. 8 margin
  • L. W. 60, 379 margin
  • Trak 15 margin
  • Trak 15, 8 margin
  • Trak. 5 margin
  • Trak. 5, 4—8 margin
  • Trak. 1 margin
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  • Trak. 1, 7. 8 margin
  • Trak. 15 margin
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  • Trak. 8
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  • Trak. 8. 10—12. 1
  • Trak. 2 margin
  • Trak. 2, 32 margin
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  • Trak. 7 margin
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  • Trak. 13, 3 margin
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  • Trak. 13, 3 margin
  • Trak. 13 margin
  • Trak. 13, 3 margin
  • Trak. 13 margin
  • Trak. 13, 2 margin
  • Trak. 10
  • Trak. 6
  • Trak. 6, 20
  • Trak. 15
  • Trak. 15, 6
  • Schulbl. 48, 249 margin
  • Trak. 13 margin
  • L. W. 57, 574 margin
  • L. W. 57, 574. 575 margin
  • Trak. 2 margin
  • Trak. 2, 25 margin
  • Trak. 2, 25. 26 margin
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  • Trak. 3, 15 margin
  • Dall. 127 margin
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  • L. W. 60, 524. 59, 473 margin
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vol c, printed page 914–918 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0672_RA5-PA14

14. —

14. Gründe gegen Prohibition, wie ſie von den Anti ⸗ prohibitioniſten angegeben werden. a. Prohibition iſt ein Eingriff in die perſönliche Freiheit. Was der Menſch ißt und trinkt, geht den Staat nichts on. Dann kann man uns auch die Pfeife aus dem Munde nehmen. Wohl ſoll die Majorität herrſchen, aber ſie ſoll der Minorität keine Vorſchriften machen, was ſie im Hauſe trinken. (Dieſes Argument hat natürlich nur dann Kraft, wenn Prohibi- tion nicht nur Schließung der Saloons, ſondern auch das Einfuhrverbot in ſich ſchließt.) Anm. a. Temperänzler: Dieſem Argument liegt eine Annahme zu Grunde, die nicht eriſtiert: daß die Folgen des Trinkens nur auf den Trinker beſchränkt bleiben. Die Folgen müſſen aber auch die tragen, die auf ſein Geſchäft u. ſ. w. angewieſen ſind, ſeine ganze Umgebung. Anm. b. Nur auf der Prairie, wo der Menſch ganz allein iſt, braucht er keine Rückſichten auf ſeine Mitmen-⸗ ſchen zu nehmen. Wer unter Menſchen lebt, muß auf gewiſſe Freiheiten verzichten, wenn dadurch andere ge— ſchädigt werden. Niemand hat das Recht, mit ſo viel Dreck herumzulaufen, daß er ſeine Nachbarn in Gefahr Wenn eine Bahn gebaut werden ſoll, muß der bringt. einzelne ſein Eigentum hergeben. In großen Städtn darfſt du kein Haus von Holz bauen. b. Es gehört zur perſönlichen Freiheit, einen Saloon anzufangen, wie man ein anderes Geſchäft anfängt. Temperänzler: Die Obrigkeit hat ſich genötigt ge⸗ ſehen, die Zahl der Saloons zu beſchränken. Dadurch wird die perſönliche Freiheit nicht eingeſchränkt, da nie⸗ mand ein angeborenes Recht darauf hat, berauſchende Ge— tränke zu verkaufen. c. Die Temperänzler haben nicht mehr Recht, die Sa⸗ loons zu ſchließen als die andern das Recht haben, ſie of⸗ fen zu halten. Temperänzler: Wenn das moraliſche Element nicht das Recht hat, übelſtände abzuſchaffen, Gambling. Houses zu ſchließen u. ſ. w., dann hätte Chriſtus auch nicht das Recht gehabt, die Teufel auszutreiben und die Herde Säue wäre gerettet worden. d. Prohibition does not prohibit. 1. Der Verbrauch geiſtiger Getränke ſteigt im ganzen Lande von Jahr zu Jahr, obwohl die Hälfte aller Menſchen in trockenen Territorien wohnt. 1900 wurden 97 Millionen Gallonen (17.76 auf die Per- ſon), 1911 138 Millionen Gallonen (22.79 auf die Perſon) verbraucht. In Europa iſt es umgekehrt. 2. In manchen trockenen Gegenden iſt eine Zu— nahme der Einfuhr zu verzeichnen. 3. Wenn in einem Staate Prohibition eingeführt wird, gehen die Brauer über die Grenze in den nächſten naſſen Staat und betreiben ihr Geſchäft weiter, oder ſie geben ihr Geſchäft auf. Aber in beiden Fällen iſt die Zunahme in der Produktion im Nachbarſtaat ſo groß oder größer, als der ganze frühere Verbrauch im trocken gegangenen Staate war, z. B.: Georgia Florida 1908 naß 179 000 Gal. naß 798 Gal. 1909 trocken 42 000 Gal. naß 210 000 Gal. Nord⸗Carolina Virginia 1908 naß 619 000 Gal. naß 610 000 Gal. 1913 trocken 3250 Gal. naß 1250 000 Gal. Anm. a. Aus dem Umſtande, daß der Verbrauch gei— ſtiger Getränke in den 10 Jahren 1880890 von 10 auf 16.72 Gallonen auf die Perſon ſtieg, in den folgen— den 20 Jahren aber nur von 16.72 auf 22.79, wollen die Temperänzler den heilſamen Einfluß der Prohibition trotz der beſtändigen Zunahme des Verbrauchs beweiſen. (Allerdinas. Wenn der Verbrauch in 10 Jahren um 7 Gallonen ſteigt, dann muß er in 100 Jahren um 70 Gallonen ſteigen. Daß das nicht eintritt, iſt Segen der Prohibition.) Note b. Prohibition does not prohibit. Who says s0o? The liquor dealer. Whose profit when it fails? The liquor dealers'. Who makes it fail? The liquor dealers. e. Prohibition hatein ganzes Gefolge von übelſtänden heraufbeſchworen: Heimliche Sauferei, Geſetzesübertretung, Verkauf des Bieres unter anderm Namen u. ſ. w. Wie viel beſſer ein öffentlicher Saloon! Die Trinker bekommen ihren Stoff doch. Prohibition makes men sneaks. 2. Prohibition forces the business of manu— facture and sale of liquor from the hands of responsible persons into the hands of irrespon- sible persons, the baser and lower portion of the population. 3. Prohibition breeds „blind pigs“ and illicit distilleries. Note a. There are more persons illegally selling liquor in the so-called dry territory than there were lawful dealers when the regulated sale was per— mitted. Maine 1908: 344 liquor dealers; 1913: 829 qualified under the Federal laws to sell liquor. Note b. The total number of illicit distilleries captured in the United States was 1130 in 1908. 2374 in 1913. (The entire number of registered distilleries only 821.) Anm. c. Temperänzler: 1.“Blinds pigs“ tun nicht ſo viel Schaden, wie die öffentlichen Saloons. 2. Es gibt keine Geſetze, die nicht übertreten wer⸗ den. Wie viel wird trotz der Geſetze noch gegämbelt und geſtohlen? Was wunder, wenn ein Prohibiti⸗ tionsgeſetz übertreten wird? 3. Wird in einer Prohibitionsſtadt oder Staat die Prohibition nicht durchgeführt, ſo iſt das Geſetz nichts wert oder die Beamten taugen nichts oder der Teufel iſt größer als die Regierung. f. Der Erfolg, den die Prohibitioni-⸗ ſten erwarteten, iſt ausgeblieben. Im allgemeinen: 17 Lizens-Staaten haben beſſeren Rekord in Bezug auf Wahnſinn, 10 weniger Armen im Armen- haus, 15 weniger Eheſcheidungen durch Trunkſucht ver⸗ urſacht. 31 beſſere Eheſcheidungsſtatiſtik und in Bezug auf Kirche nimmt Kanſas die 15. Stelle von unten ein. 1. Verbrecherſtatiſtik. Man hat in 152 Städten nachgeforſcht und gefunden, daß in 79 naſ⸗ ſen Städten die Zahl der Arretierten geringer war als in Portland, Maine. Maine 219 Gefangene auf 100 000 Perſonen, Wisconſin nur 158. Nord- Carolina (Prohibition) 84 Gefäangene, Illinois (naß) nur 78. Anm. a. Als die Kantine in der Armee noch be⸗ ſtand, gab es weniger Deſerteure, weniger Strafen, weniger Alkohol und weniger Krankheit nach den Ausſprüchen von Staatsbeamten. Anm. b. Die Verbrecher werden nicht in allen Staaten gleichmäßig klaſſifiziert. In einer Verbrecherſtatiſtik ſind vielleicht die AutomobilSpeeders mit eingeſchloſſen, in der andern abſichtlich ausgelaſſen. So kommt eine verſchiedene Anzahl Sträflinge heraus. Anm. c. Temperänzler nehmen den Mund voll, wenn ſie ſagen, daß 100 oder 90 oder doch 75 Prozent aller Verbrechen auf Alkohol zurückzuführen ſeien. Ein Experte, der dazu angeſtellt wurde, konnte von 13000 Sträflingen nur bei 16 Prozent Alkohol als Urſache des Verbrechens feſtſtellen. 2. Die Steuern ſind höher. Temperänzler: Das kann höchſtens zeitweilig während des Übergangs vom alten zum neuen Syſtem eintreten. Gar bald aber kann die Ausgabe an Polizei beſchnitten werden, die Zahl der Inſaſſen im Armenhaus nimmit ab, die Geſchäfte blühen, die Leute verdienen mehr Geld, der Wert des Eigen— tums ſteigt und die Steuern nehmen wieder ab. Die Einnahmen, die man vom Saloon hatte, deckten nicht die Koſten, ſie zu regulieren. 3. Die Geſchäfte gehen ſchlechter. Eine trockene Stadt iſt eine tote Stadt. Temweränzler: Das könnte höchſtens da eintre— ten, wo eine Stadt trocken und alle umliegenden naß ſind, daß ſich Farmer von einer Stadt abwenden und ihre Geſchäfte in der andern beſorgen. — Und wenn es ſo wäre, ſpielt Geld die Hauptrolle? Wenn Schließung von Gämblinghänſern und Hurenhäu— ſern die Stadt finanziell ſchädigt, wollten wir ſie dann doch nicht ſchließen? 4. In Bezug auf Eheſcheidungen ſtehen die Prohibitionsſtaaten obenan. Im Jahre 1900 kamen im ganzen Lande im Durchſchnitt auf 100000. Perſonen 73 Eheſcheidungen. Maine 117, Kanſas 109, Pennſylvania 35, Nebraska 82. 5. Die Kirchen werden ſchlechter be— ſucht. Maine 1906 29.8,/, Kirchenleute, Rhode Island (naß) 5177, Pennſylvania 437, Kanſas 28.4%, Wisconſin 14.37. Were it not for this wet“ support. many a dry community wonld go bankrupt religioushy. Anm. Die Trunkenheit hat zwar abgenommen, das iſt aber andern Urſachen als Prohibition zuzuſchrei⸗ ben. Wer trinkt, wird aus dem Geſchäft entlaſſen. Die Urſachen der Trunkſucht ſind etwas beſeitigt worden. Die Leute leben nicht mehr in ſo dürftigen Verhältniſ— ſen, werden beſſer genährt, haben mehr Vergmügen, der Notſtand iſt etwas gehoben u. ſ. w. g. Die Temperänzler unterſcheiden nicht zwiſchen rechtem Gebrauch und Mißbrauch. Man ſoll die Trunkenbolde und alle, die ihnen zu trinken geben, beſtrafen. Durch Prohibition wird der Unſchuldige mit dem Schuldigen gehängt. h. Die Stadtoder der Staat kann nicht auskommen ohne die Einnahmen vom Verkauf geiſtiger Getränke. Prohibitionists: The license which the saloon man pays does not cover the mischief wrought by the saloon business. If each saloon paid a million a year, it would still be a losing proposition for the government —Sober people will accumulate far more of this world's goods. Accumulation in the increase of property will add to the revenue in other forms. i. Das Gedeihen und Aufblühen des Staates wird durch Prohibition gehemmt. k. Mankanndie Menſchennicht durch Geſetze moraliſch machen. Man ſagt, Prohibition ſei eine moraliſche Frage. Darum ſoll man auch ihre Einführung durch moraliſche überzeugung bewerkſtelli— gen, nicht durch den big stick of governmental power. 1. Prohibition is sumptuary legislation. Prohibitionists: A prohibitory liquor law is directed at the business of selling poison as a bever— age and says to no man: Thou shalt not buy nor drink,“ thougheit may come to that. It is in the nature ofHa quarantine regulation, which never says: Thou shalt not catch yellow fever“ but: Thou shalt not spread vellow fever.“ m. Prohibition discriminates against the poor. Prohibitionists: Never. It knows no rich or poor. It is the license system that squeezes out the poor. High license ſavors the applicants that have the most monevy. n. Toemperänzler ſtreben eine nationale Prohibition an. Der Kongreß in Waſhington ſoll alle Staaten trocken legen. Kann die Nation einem Staate Prohibition oufzwingen, der ſie nicht will, dann kann ſie auch alles andere im Staate ordnen. Der Staat verliert ſeine Rechte. o. Wenn der Staat für Prohibition ſtimmt, was ſoll geſchehen mit den Branereien, den vielen Gebäuden, die faſt wertlos werden? Sollte nicht der Staat den Brauern Entſchädigung dafür geben, daß ihr Eigentum entwertet wird? Temperänzler: Dazu iſt der Staat nicht verpflichtet. Er hat den Vrauern nicht die Verſicherung gegeben, daß die Verhältniſſe immer ſo bleiben werden. Wenn jemand Lizens bezahlt, hat er nicht mehr Recht als wenn jemand Steuern bezahlt. Hebt die Stadt das Huren-haus auf, gibt ſie Erſatz dafür, daß das Gewerbe zer⸗ ſtört iſt? Wirfſt du einen Dieb zum Hauſe hinaus, mußt du ihm noch eine Entſchädigung geben, weil er Verluſte erlitten hat. Gibt Gott dem Teufel Erſatz? p. Prohibition iſt unbibliſch. Paulus Rat an Timotheus. Hochzeit zu Kana. Prohibitionists: We are not dealing with medical Trak. 6, 15. prescriptions or ancient Oriental hospitality, but with Twentieth Century breweries and distilleries that organize dissipation into trusts to exploit the weak and ignorant and vicious, to the tune of bil- lions annually. Schlußbemerkung. In BVezug auf die für und wider angeführten Statiſtiken darf man nicht vergeſſen, daß viel darauf ankommt, wer ſie macht. Unter den Hun- derten von Statiſtiken, die gebracht werden, mögen manche zuverläſſig ſein, aber man kann ſie von den an⸗ dern nicht erkennen. Man kann aus der Statiſtik mit Leichtigkeit nachweiſen, daß es in trockenen Staaten mehr regnet, mehr Korn wächſt zum Acker u. ſ. w.

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  • Wasson. 208–215 margin
  • Wasson. 215–217 margin
  • Wasson. 217 margin
  • Wasson. 221 margin
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  • Trak. 8 margin
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  • Trak. 6, 14 margin
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15. —

15. County- oder Lokal⸗Option? Wer ſoll entſcheiden, ob eine Stadt Saloons haben ſoll oder nicht? Das ganze County oder jeder Ort für ſich allein? a. Gründe für County⸗Option. 1. Durch Saufen, das durch die Saloons befördert wird, iſt es ſchon oft zu Schlägerei und Totſchlag gekommen. Dem County erwachſen dadurch oft große Gerichtskoſten, die die Bürger des ganzen County bezahlen müſſen. Müſſen ſie die Unkoſten bezahlen, ſollten ſie nicht auch mit ſtimmen können? 2. Die Farmer, die um eine Stadt herum wohnen und daſelbſt ihren Handel treiben, ſind ſehr da— ran intereſſiert, ob die Stadt Saloons haben ſoll. oder nicht. Ihre Kinder verkehren viel in der Stadt. Sollten ſie darum nicht auch mitreden dürfen in ſolcher Frage? 3. Wenn wir erkannt haben, daß Saloons für unſere Stadt eine Plage ſind und wir möchten ſie ſchließen, ſo hilft uns das nichts, wenn die Nachbar-— ſtädte naß ſind. Wir verlieren einen Teil unſerer Kundſchaft und Geſchäft. Aus den benachbarten Städten wird noch genng Whiskey hereingeſchafft. Leute gehen in die Umgegend und kommen betrun— ken wieder heim. Iſt es nicht beſſer, das ganze County iſt trocken? Anm. Das hilft dann freilich auch nur den Städten, die in der Mitte vom County liegen, nicht denen, die an der Grenze von naſſen Counties lie— gen. b. Gegen County⸗-Option: 1. Wenn die Mehrzahl in unſerer Stadt für Sa— loons iſt, warum ſollten wir keine haben, einerlei, was der übrige Teil vom Connty will? Warum ſoll ein Farmer, der an einem Ende des County wohnt, ein Städtchen, das am andern Ende liegt

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