—
Anm. b. Das Sorgen iſt ſo tief eingewurzelt. du
man es gewöhnlich als Leichtſinn anſieht, wenn jemen
nicht ſorgt. Jemandem das Sorgen abzugewöhnen
ſchwer. Arndt 347. 348.
Anm. e. Ein Chriſt iſt befreit von der Herrſchan de
Sorge um das Irdiſche, nicht aber von der Aniechnen
der Sorgen.
- Arndt 347
- Arndt 347. 348
- Ma. 7, 256
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- Ma. 3, 257
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- Ma. 3, 257. 258
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- Kueg. 4, 551
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- Neb. 97, 44
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- Stöckh. N. T. 141
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2.
Das Sorgen ſollen wir Gott überlaſſen
2. Das Sorgen ſollen wir Gott überlaſſen. Pe
5, 7: Alle eure Sorge werfet auf ihn, er ſorget für en—
Pſ. 40, 18: Der Herr ſorget für mich. Weisheit 12.
Du ſorgeſt für alle. Dazu ſollen uns folgende Gründ bewegen: Gott
a. hat ſeines eigenen Sohnes nicht verſchonet. ſollte er uns mit ihm nicht alles ſchenken? Röm. 8. —
b. hat uns das Größere (Leib, Seele, Leben) gegeben So wird 9 uns auch das Geringere nicht verſann Matth. 6, 25: Iſt nicht das Leben mehr denn die Sren
c. iſt unſer Vater. Pſ. 103, 13: Wie ſich ein Vun über Kinder erbarmet u. ſ. w. Ein Vater läßt ſein Rind nicht Not leiden.
Anm. a. Kinder leben ſoralos in den Tag binen Sie wiſſen, der Vater ſorgt. Sollten wir Kinder (onn unſerm Vater nicht vertrauen?
Anm. b. Vei irdiſchen Vätern ſteht es oft ſo. daß “ nicht helſen können. Gott aber iſt der ewia reiche. mächtige Vater. Matth. 6. 32: euer himmliſcher Vun.
d. iſt unſer Schöyfer. Was unſer Gott erichaffen “ das will er auch erhalten. Lied 350, 3:
e. hat uns bisher verſorat und durch alle Not hinden geholfen. Luk. 22, 35: Habt ihr auch je Manael habt? Wäre es nicht ſchändlicher Undank, wenn wir ihm nicht auch in Zukunft zutrauen wollten? Lied 42369. 3: Der mich hat bisher ernähret u. ſ. w.:
f. hat ſchon ſo manches Beiſpiel ſeiner Fürſernnn lieſert. Die Witwe zu Zarvath. Elias. 2 Kön 42—41. Jo. 1906, 49. Johannes Nrenz Neb. 9— 41. 42. 41. Noch am Kreuz trägt Chriſins des 6
Weib. ſich ö liche Wohl ſeiner Mutter auf dem Herzen:
das iſt dein Sohn. Stöckh. Paſſ. 2. 54. 58:
3 aibt uns die herrlichſten Verheißungen. Matt“
: ſo wird euch ſolches alles zufallen. Pſ. 50. 2*˙ 0 will ich dich erretten. Jeſ. 46, 4: Ich will euch tran bis ins Alter. Pſ. 68, 6. 27, 10: ‚
h. ſtellt uns die Vögel und Lilien zum Vorbild h— Matth. 6. 28: Sehet die Vögel unter dem Himmel n. w. Lied 363, 3: Gott, der die Vögel ſpeiſt n. ſ. w.:
beten: Unſer täglich Vrot aib uns ken
i. lehrt uns
daß wir uns begnügen ſollen. wem n anzuzeigen,
Größere gibt, auch das Geringere beſchert, b. der die Natur verſorgt, auch ſeinn ier gedenkt, c. der in der Gegenwart hilft, auch die Zukunft verſieht. — Ma. 23
Von der rechten tchriſtlichen Sorgloſigkeit. a. Worin ſie beſtehe (nicht in ſleiſtlicher Sicherheit in geiſtlichen Dingen, ſondern im kindlichen Vertrauen auf Gortein leiblichen 2217 b. was uns dazu bewege. (Chriſti Ermahnung und Verheißung“ — Ma. 21, 217.
Das doppelte Heilmittel, welches uns der himmliſche Arzt wider die Antes tung der zeitlichen Sorgen darreicht. a. Der ſcharfe Wein ernſter Warnung und aründlicher 5 zämeung, b. das lindernde El leutſeliger Ermunterung und Reizung. — Ma. 3, 258.
Der große Unterſchied zwiſchen den Sorgen der Weltkinder und der Kinder Gottes. a. Wo die Weltkinder ängſtlich ſorgen, da ſorgen die Kinder Gottes nicht. b. wo die Kinder dieſer Welt nicht ſorgen, da ſorgen die Kinder Gottes eifrig. — Ma. 21, 277. 21, 248.
Why should Christians dismiss all anxious cares for the morrow? be— cause they are altogether a. worthless, b needless, c. sinful.—XIa. 37, 353.
Ine sinful and excessive care for the body. a. Mhy it is to be avocided. b. how it is to be overcome.—Mag. 9, 129.
Ine Lord's twofold remedy for anxiety about food and raiment. Ve ward off anxiety a. by doing the Lord's command: Seek ye first the kins. dom of God, b. by trusting the Lord's promise: and all these things shal be acdded unto you. —ICueg. 4, 552.
Freiterte.
Matth. 16, 5—12. — Wie verderblich das Sorgen iſt. a. Es unterdrüct den geiſtlichen Sinn und verſchließt das Herz gegen das Wort Gottes, b. es unterdrük: das dankbare Gedenken an die widerfahrene göttliche Hilfe und macht das Auge bünd für das treue Sorgen des himmliſchen Vaters, e. ſo bringt das irdiſche Sorgen nittt nur ſchweren Verluſt für dieſes zeitliche Leben, ſondern nur zu leicht den allerſchwerſten Verluſt des ewigen Lebens. — Hön. Pred. 393.
1 Moſ. 19, 17. — Was euch bewegen ſoll, die Rettung eurer Seele die Hauntſorge ſein zu laſſen. Weil a. die Seele ein ſo großes Gut iſt, b. der Gefahren ſo vicle ſind, c. O Seele, wenn ſie einmal verloren, nicht wieder gewonnen werden kann. — Gna. 202.
- Lied 350, 3
- Jo. 1906, 49
- Stöckh. Pass. 2
- Stöckh. Pass. 54
- Stöckh. Pass. 58
- Lied 363, 3
- Süd. 1903, 64
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- Süd. 1903, 64. 65
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- Ma. 20, 164
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- Ma. 20, 164. 2, 195
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- Ma. 20, 164. 2, 195. 196
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- Loch. Epi. 531
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- Loch. Epi. 531. 532
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- R. Pi. 342
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- R. Pi. 342. 343
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- Kueg. 3, 37
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- Jo. 1906, 51
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- Luth. 63, 297
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- Süd. 1903, 65
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- Ma. 4, 273
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- Ma. 4, 273. 7, 256
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- Ma. 4, 273. 7, 256. 21, 239
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- Arndt 348
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- Arndt 348. 349
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- Mich. 98, 43
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- Süd. 1903, 67
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- Ma. 21, 244
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- Ma. 21, 244. 245
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- Kueg. 4, 559
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- Kueg. 4, 3
margin
- Kueg. 4, 39
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- Ma. 3, 262
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- Ma. 3, 262. 6, 279
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- Stock 918
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- Süd. 1903, 63
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- Luth. 62, 24
margin
- Süd. 1903, 69
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- Ma. 4. 271
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- Ma. 4. 271. 272
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- Süd. 1903, 65
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- Süd. 1903, 65. 66
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- Neb. 92, 44
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- Ma. 3
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- Mag. 9, 131
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- Kueg. 4, 560
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- Süd. 1903, 67
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- Süd. 1903, 67. 68
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- Arndt 351
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- Jo. 1912, 48
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- Ma. 23
- Ma. 21, 217
- Ma. 3, 258
- Ma. 21, 277
- Ma. 21, 277. 21, 248
- Mag. 9, 129
- Mag. 9, 129.
I
- Gna. 202
- Lied 42369. 3: Der mich
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—
Sorge.
I. Chriſten ſollen nicht ſorgen. Phil. 4. 6: Sorget ichts. Matth. 6, 25. 31. 34: Darum ſollt ihr nicht orgen und ſagen: Was werden wir eſſen u. ſ. w.? Sor-et nicht für den andern Morgen. — Damit iſt gemeint
a nicht das Sorgen der Liebe und des zerufes 2 Kor. 11. 28: trage Sorge für alle Geneinden. Röm. 12, S: Regieret jemand, ſo ſei er ſorgaltig. Eltern ſollen ſürſchriſtliche Erziehung ihrer Kin— er ſorgen, der Vater die Hansgenoſſen verſorgen. 1 Tim. 5, 8;
b. ſondern das ängſtliche Sorgen wegen er Zukunft: Was werden wir eſſen? Was wird daraus verden?
Aum. a. Wie ſorgen doch die Menſchon! Die Rei— een um Vermehrung und Sicherheit ihres Vermögens, die Armen um die Bedürfniſſe des täglichen Lebens. Da— er auch die vielen Verſicherungsgeſetlichaften und Lo— n. Neb. 92, 43.
Brot für heute haben.
Der morgende Tag ſoll für das
Seine ſorgen.
Anm. a. Gerade auch in der Zeit der Not, wenn Gott
unſern Glauben prüfen will, ſollen wir ihm vertrauen.
Anm. b. Erleiden wir dadurch, daß wir uns ſünd⸗
lichen Vereinen nicht anſchließen, Einbuße an unſerm
eſchäft und Einkommen, verlieren wir unſere Arbeit,
ſollen wir wandeln nach Gottes Gebot und die Sorge
hott überlaſſen.
Anm. c. Was kann ein gewöhnlicher Mann, der in
einen Prozeß verwickelt iſt und ſich nun Sorgen darüber
macht, boſſeres tun, als daß er ſeine ganze Sache einem
uiten Advokaten übergibt? Chriſtus iſt unſer Advokat.
Anm. d. Wir ſollen arbeiten und den Erfolg Gott
überlaſſen.
Anm. e. Wie hat Luther den Melanchthon getröſtet und geſtraft, als er in Augsburg ängſtlich zu ſorgen an— ing!
Anm. f. Wenn es heißt: Sorget nicht für den andern Morgen, ſo ſoll damit nicht geſagt ſein, daß wir die Hände in den Schoß legen und uns um nichts kümmern jollen. Das wäre Gottverſuchen. Wer morgen ſäen »der eine Reiſe machen will, ſoll alles wohl vorbereiten. Wir ſollen das Unſre tun und doch Gott ſorgen laſſen.
- Neb. 92, 43
- Ma. 21. 216—217
margin
- Ma. 21. 216—217. 10, 357
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- Ma. 21. 216—217. 10, 357. 358
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- Mag. 6, 185
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- Mag. 6, 185. 186
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- Mag. 8, 182
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- Mag. 8, 182. 183
margin
- Stöckh. N. T. 99
margin
- Stöckh. N. T. 99. 100
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- Ma. 4. 272
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- Sieck 2
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- Sieck 2, 95
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- Stock 916
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- Ma. 21. 77
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- Ma. 21. 77. 278
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- Ma. 21. 77. 278. 17
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- Ma. 21. 77. 278. 17. 35
margin
- Ma. 21. 77. 278. 17. 35. 31
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- Ma. 21. 77. 278. 17. 35. 31. 37, 353
margin
- Süd. 1903, 66
margin
- Süd. 1903, 67
margin
- Ma. 11, 71
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- Ma. 21. 278
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- Ma. 21. 278. 3, 261
margin
- Il. 95, 51
margin
- Il. 95, 51. 52
margin
- Süd. 85, 28
margin
- Süd. 85, 28. 29
margin
- Süd. 85, 28. 29. 27
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- Süd. 1903, 61
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- Pi. Epi. 35. Reden-bache
- Küg. 4, *94
vol c, printed page
732–733 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0540_RA2-PA36-IA3
3.
—
3. Sorgen iſt
a. unnötig. Matth. 6. 32: Euer himmliſcher Vater weiß, daß ihr des alles bedürfet. Gott hat noch immer für uns geſorgt.
Ammn. Es iſt gerade ſo unnötig, als wenn einer ſorgen wollte, wo wir endlich Waſſer hernehmen, weil man aus dem Fluß ſo viele Eimer Waſſor herausſchöpft:
b. töricht und vergeblich. Pf. 127. 2: Es iit umſonſt u. ſ. w. Matth. 6. 27: Wer iſt unter euch, der ſeiner Länge (einerlei ob Länge des Lebens oder des Körpers) eine Elle zuſetzen möge, ob er gleich darum ſorgt? Du vermagſt nicht, ein einziges Haar weiß oder ichwarz zu machen. Lied 382, 2: Was helfen uns die ichweren Sorgen? — Geſchichte Luth. 60, 156;
c. ſchädlich und verderblich.
1. Sorgen beſchweren Leib und Gemüt des Men⸗
ſchen und laſſen ihn nicht zur Ruhe kommen, ver⸗
mehren die Plage dieſes Lebens, ſind eine Folter,
die das Herz nagt und oft den häuslichen Frieden
ſtört. Spr. 12, 25: Sorge im Herzen kränkt. Si⸗—
rach 30, 26: Sorge macht alt vor der Zeit.
2. Sorgen hindern die Frucht des ſeligmachenden
Wortes. Der Same erſtickt. Luk. 8, 14. Matth.
13, 22. — Hütet euch, daß eure Herzen nicht be⸗
2. 84. werden mit Sorgen der Nahrung. Luk.
1, 34.
Anm. a. Die Sorge verſchließt das Herz gegen
Gottes Wort, daß es der Menſch nicht verſteht und
ohne alle Andacht hört.
Anm. b. Jemehr Sorge das Herz einnimm—
deſto weniger wird das Wort, die rechte Setlen—
ſpeiſe, gebraucht. Wer die irdiſchen Güter für d
höchſten hält, verſäumt darüber die himmliſchen.
3. Sorgen verdunkeln uns die Wohltaten ber
tes, machen uns blind gegen das treue Sorgen des
himmliſchen Vaters und rauben uns die Gewiß an
ſeiner Fürſorge;
d. heidniſch. Matth. 6, 32: Nach ſolchem ale—
trachten die Heiden. Die Heiden kennen den wahten
Gott nicht, haben ihn nicht als Vater erkannt, und bel
ten die Güter dieſes Lebens für die höchſten.
Anm. Daß Weltkinder noch ſorgen, braucht uns min
zu wundern: daß aber wir ſelbſt noch ſorgen, muß unz
aufs tiefſte demütigen;
e. ſündlich. Um das Irdiſche ängſtlich ſorgen in
1. Mißtrauen gegen Gott. Ausfluß des Rien
glaubens oder Unglaubens. 1. Gebot. Wer ſorz.
zweifelt, daß Gott ihm helfen wolle oder känme—
Er verlengnet die treue Fürſorge Gottes, die Ve—
terliebe, ja ſeine eigene Vernunft;
2. Mammonsdienſt, Götzendienſt. Vergl. Manh
6. 25: „darum“ in Verbindung mit Vers 4. —
Sorgen iſt unvereinbar mit dem Dienſt und den
Ehre, die wir Gott ſchuldig ſind. Wer ſorgt, wo
Gott ſorgen will und allein ſorgen kann, grein
Gott ins Amt. Can. 92, 41. ‚ Anm. a. Sorgen ſtimmt nicht mit unſerm Chriſten.
tum. In der Kirche ſingſt du: Er will uns allzeit er⸗
nähren, er ſorgt für uns, hüt't und wacht. Lied 1I8.
Im 1. Artikel bekennſt du: reichlich und täglich verſor—
get. Und dann gehſt du hinaus und fängſt wieder an
zu ſorgen: Was will daraus werden?
Anm. b. Sorgen hat auch noch viele andere Sünden
zur Folge. Wer ängſtlich ſorgt, greift leicht zu nner—
laubten Mitteln, begeht wohl Diebſtahl oder legt, wenn
er keinen Ausweg ſieht, Hand an ſich.
Anm. c. Darum: Auf, auf. gib deinen Schmerzen
und Sorgen gute Nacht. Lied 363: Ich habe g'nug
372: Sorge, Vater, ſorge du. Chriſten geben ſich aub
in ſchweren Zeiten nicht ängſtlicher Sorge hin Neb. N,
42—46, ſondern werfen ihre Sorge auf den Herrn.
Wis. 1900, 28. 29.
4. Unſere einzige Sorge ſoll ſein, daß wir in den
Himmel kommen. Matth. 6, 33: Trachtet am erſten
nach dem Reiche Gottes. Luk. 10, 42: Eins iſt not.
Matth. 16, 26: Was hülfe es dem Menſchen wenn er
die ganze Welt gewönne? Pf. 38, 19: Ich ſorge fiin
meine Sünde. Ma. 8, 328. Walth. Kaſ. 409. Anm. a. Wir ſollen nicht darum für unſere Seel⸗
ſorgen, weil unſer Sorgen und Arbeiten uns in den
Himmel brächten, ſondern weil der Glaube, wenn er
ehne Kampf und Anfechtung iſt. gar bald ermattet. —
Anm. b. So wird euch ſolches alles zufallen. Matth. Küg. 4. 559. Ma. 3, 264.
6. 33. Ein Kaufmann gibt manchmal bei einem Kauf
eine Kleinigkeit zu. Die Seligkeit iſt umſonſt zu kau—
ſen. Das tägliche Brot gibt Gott zu. —
Anm. c. Dies iſt auch das Mittel, die ängſtliche Sorge Ma. 7. 257. 16, 283.
zu überwinden: die Sorge für die eigene Seele. Sie Küg. I, 553. 554. Mag.
verſcheucht alle andern Sorgen, die den Menſchen quä- 9, 133.
len. — Ein Farmer pflügt das Unkraut um und pflanzt
ainten Samen darauf. Ein Arzt vertreibt eine Krankheit
durch eine Antidoſe. —
Anm. d. Die Welt ſorgt nicht für die Seele. Welcher Ma. 24. 278.
Unterſchied zwiſchen Chriſt und Weltmenſch: Wo die Welt
ſorgt, ſorgt ein wahrer Chriſt nicht; wo die Welt nicht
ſorgt, ſorgt der Chriſt eifrig!
Homiletik.
15. Sonntagnach Trin. — Ev.
Die änaſtliche Sorge um das Zeitliche. a. Warum ſie zu meiden, b. wie ſie
zu überwinden. — Ma. 1. 276.
Chriſti Warnung vor irdiſchen Sorgen. a. Was man darunter verſteht, b. warum ſie zu fliehen. — Ma. 3, 279.
Was predigt uns Chriſtus von den Sorgen? a. Um was wir nicht ſorgen ſollen, b. inn was wir ſorgen ſollen. — Ma. J4. 272.
Warum ſollen wir Chriſten einen ernſtlichen Abſchen vor den Sorgen haben? Weil wir damit a. Gottes Ehre ſchänden, b. Gottes Gnade gering achten, c. Gottes Verheißung verachten. — Hön. Ent. 435.
Warum ſollen die Chriſten nicht für ihr Leben ſorgen? Weil die Sorge a. mit dem Dienſt Gottes unverträglich, b. unnötig, e. vergeblich iſt. — R. Pi. Ev. 162.
Warum wir nicht für das Irdiſche ſorgen ſollen. Weil es a. gänzlich unnötig und darum töricht, b. offenbar ſündlich und darum vorderblich iſt. — Ma. 22, 258. Chriſti Warnung: Sorget nicht. a. Was darunter zu verſtehen ſei, b. wie wir dieſer Warnung nachkommen ſollen. — Ma. 25, 272.
Wie können wir das ängſtliche Sorgen überwinden? Wenn wir a. bedenken, wie töricht und Gott mißfällig es iſt, b. uns der Fürſorge Gottes gläubig tröſten. c. vor allen Dingen nach dem Reiche Gottes trachten. — Ma. 16. 283.
Wozu Chriſti Ermahnung wider das Sorgen uns dienen ſoll. a. Zu tiefer De— mütigung, b. zu hohem Troſt. — Ma. 12. 283.
Die nachdrückliche und eindringliche Ermahnung Jeſu a. wegen des Irdiſchen doch ja nicht in Sorge zu ſein, b. durch die allernötigſte Sorge um das Heil der Seele die irdiſchen Sorgen zu überwinden. — Ma. 7. 256.
Warum ſollen wir die Sorge meiden? Weil wir a. als Diener Gottes nicht auch dem Mammon dienen können, b. als Kinder des himmliſchen Vaters ein kind— liches Vertrauen zu ihm haben ſollen, e. als Genoſſon des Reiches Gottes am erſten nach dieſem Reiche trachten ſollen. — Ma. 6, 279..)
Wie töricht und gefährlich es iſt, zu ſorgen. Die Sorge g. verdunkelt uns Got— tes Wohltat, b. raubt uns die Gewißheit ſeiner Fürſorge, e. mehrt unſere Plagen lauſendfach. — Arndt 348.
Was für ein großes Unrecht iſt das Sorgen. Ein Chriſt a. macht damit ſeinen Gottesdienſt zunichte, b. verleugnet ſeine Kindichaft, c. weiſt die herrlichſten Verhei— hungen von ſich, d. häuft mutwillig Plage auf Plage auf ſich. — Ma. 21. 217.
Sorget nichts. Es iſt a. unnötig. b. töricht, c. jeelengefährlich. — Ma. 21, 217.
Wie wird der Chriſt die ſchweren Sorgen los? Er bedenkt, daß a. der das
- Lied 382, 2
- Luth. 60, 156
- Spr. 12, 25
- Ma 22. 258
margin
- Ma 22. 258. 1, 276
margin
- Ma 22. 258. 1, 276. 3, 280
margin
- Ma 22. 258. 1, 276. 3, 280. 37
margin
- Ma 22. 258. 1, 276. 3, 280. 37. 355
margin
- Stock 917
margin
- Stock 917. 918
margin
- Sieck 2
margin
- Sieck 2. 96
margin
- Luth. 6. 190
margin
- Luth. 6. 190. 4
margin
- Luth. 6. 190. 4. 91
margin
- Ma. 1. 273
margin
- Ma. 1. 273. 25
margin
- Ma. 1. 273. 25. 272
margin
- Ma. 1. 273. 25. 272. 7, 256
margin
- Ma. 1. 273. 25. 272. 7, 256. 22
margin
- Ma. 1. 273. 25. 272. 7, 256. 22. 258
margin
- Ma. 1. 273. 25. 272. 7, 256. 22. 258. 12, 284
margin
- Ma. 1. 273. 25. 272. 7, 256. 22. 258. 12, 284. 21, 211
margin
- Mag. 9. 132
margin
- Stock 918
margin
- Sieck 2
margin
- Sieck 2, 96
margin
- Stock 98
margin
- Ma. 3, 280
margin
- Ma. 3, 280. 257
margin
- Ma. 3, 280. 257. 17, 34
margin
- Ma. 3, 280. 257. 17, 34. 35
margin
- Ma. 3, 280. 257. 17, 34. 35. 10, 357
margin
- Arndt 352
margin
- Arndt 352. 353
margin
- Sieck 2
margin
- Sieck 2, 97
margin
- Neb. 97, 44
margin
- Ma. 17, 36
margin
- Ma. 17, 36. 25, 56
margin
- Stock 918
margin
- Kueg. 3, 39
margin
- Kueg. 3, 10
margin
- Can. 92, 41
- Lied 1I8
- Lied 1I8.
I
- Lied 363
- Wis. 1900, 28
- Wis. 1900, 28. 29
- Wis. 1900, 28. 29.
4
- Ma. 8, 328
- Walth. Kas. 409
- Ma. 22, 259
margin
- Arndt 348
margin
- Ma. 25, 272
margin
- Ma. 25, 272. 273
margin
- Ma. 25, 272. 273. 21, 244
margin
- Ma. 25, 272. 273. 21, 244. 7, 256
margin
- Ma. 25, 272. 273. 21, 244. 7, 256. 3, 259
margin
- Ma. 25, 272. 273. 21, 244. 7, 256. 3, 259. 4, 273
margin
- Mag. 9, 133
margin
- Süd. 1903, 65
margin
- Sieck 2
margin
- Sieck 2, 96
margin
- Stock 917
margin
- Süd. 1903, 65
margin
- Ma. 3, 279
margin
- Ma. 3, 279. 7, 256
margin
- Ma. 3, 279. 7, 256. 37, 356
margin
- Mag. 9, 132
margin
- Neb. 97, 143
margin
- Kueg. 3, 39
margin
- Süd. 1903, 65
margin
- Sieck 2
margin
- Sieck 2, 95
margin
- Ma. 3, 259
margin
- Ma. 3, 259. 4, 273
margin
- Ma. 3, 259. 4, 273. 22, 259
margin
- Ma. 3, 259. 4, 273. 22, 259. 258
margin
- Ma. 3, 259. 4, 273. 22, 259. 258. 21
margin
- Ma. 3, 259. 4, 273. 22, 259. 258. 21. 238
margin
- Mag. 9, 130
margin
- Neb. 97, 43
margin
- Neb. 97, 43. 44
margin
- Ma. 21, 245
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- Ma. 21, 245. 17
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- Ma. 21, 245. 17. 35
margin
- Ma. 21, 245. 17. 35. 25, 273
margin
- Ma. 21, 245. 17. 35. 25, 273. 7, 257
margin
- Ma. 21, 245. 17. 35. 25, 273. 7, 257. 200
margin
- Ma. 21, 245. 17. 35. 25, 273. 7, 257. 200. 4, 274
margin
- Ma. 21, 245. 17. 35. 25, 273. 7, 257. 200. 4, 274. 273
margin
- Ma. 21, 245. 17. 35. 25, 273. 7, 257. 200. 4, 274. 273. 8
margin
- Ma. 21, 245. 17. 35. 25, 273. 7, 257. 200. 4, 274. 273. 8. 329
margin
- Ma. 21, 245. 17. 35. 25, 273. 7, 257. 200. 4, 274. 273. 8. 329. 21, 279
margin
- Walth. L. L. 488
margin
- Gna. 203—208
margin
- Sieck 2
margin
- Sieck 2. 95
margin
- Stock 917
margin
- Ma. 4, 274
margin
- Kueg. 4, 559
- Ma. 3, 264
- Ma. 3, 264.
6
- Ma. 3, 264.
6. 33
- Ma. 7. 257
- Ma. 7. 257. 16, 283
- Kueg. 1, 553
- Kueg. 1, 554
- Ma. 24. 278
- Ma. 1. 276
- Ma. 3, 279
- Hön. Ent. 435
- Ma. 22, 258
- Ma. 25, 272
- Ma. 16. 283
- Ma. 12. 283
- Ma. 7. 256
- Ma. 6, 279
- Arndt 348
- Ma. 21. 217
- Ma. 21, 217
- Ma. J4. 272.
Warum ſolle
vol c, printed page
733–735 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0541_RA2-PA36-IA5