Collection › Der Lutheraner (St. Louis, Missouri) › Jahrgang 2, Nummer 10 › Seite 40
Der Lutheraner St. Louis, Missouri — 1846-01-10, Seite 40
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Cited in Eckhardt's Reallexikon (1907) under: Abendmahl · Luther 1 · Luther 4
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nur mehrmals das öffentliche sichere Geleit an, sondern willigte auch in seine Verbergung auf der Wartburg, nicht aus Furcht vor dem päbstlichen Banne oder der kaiserlichen Reichsacht, wovon das Gegentheil bereits oben dargelegt worden ist, auch nicht, um von seinem Fürsten Schutz zu begehren, sondern allein aus Gehorsam gegen dessen Anordnungen. Als aber der fromme Churfürst Luthern seine Besorgniß zu erkennen gab, da er nach zehnmonatlichem Aufenthalt wieder nach Wittenberg zurückkehren wollte, da schrieb Luther, während er sich schon auf der Reise befand, jenen überaus merkwürdigen Brief an den Churfürsten. Es heißt darin: „Ich habe Eurer Churfürstlichen Gnaden genug gethan, daß ich dies Jahr (1521) gewichen bin E. C. F. Gn. zu Dienst. Denn der Teufel weiß fast wohl, daß ichs aus keinem Zag gethan hab. Er sahe mein Herz wohl, da ich zu Worms einkam, daß, wenn ich hätte gewußt, daß so viele Teufel auf mich gehalten hätten, als Ziegel auf den Dächern sind, wäre ich dennoch unter sie gesprungen mit Freuden.“ Ferner: „Das weiß ich ja von mir wohl, wenn diese Sache zu Leipzig also stünde, wie zu Wittenberg, so wollte ich doch hinein reiten, wennsgleich (E. C. F. Gn. verzeihe mir mein närrisch Reden), neun Tage eitel Herzog Georgen regnete, und ein jeglicher wäre neunfach wüthender, denn dieser ist.“
Dann setzt Luther mit unerhörter Freimüthigkeit hinzu: „Solches sey E. C. F. Gn. geschrieben, der Meynung, daß E. C. F. Gn. wisse, ich komme gen Wittenberg in viel gar einem höhern Schutz, denn des Churfürsten. Ich habs auch nicht im Sinn, von E. C. F. Gn. Schutz zu begehren. Ja, ich halte, ich wollte E. C. F. Gn. mehr schützen, denn sie mich schützen könnte. Dazu, wenn ich wüßte, daß mich E. C. F. Gn. könnte und wollte schützen, so wollte ich nicht kommen. Dieser Sachen soll noch kann kein Schwerdt rathen oder helfen; Gott muß hier allein schaffen, ohne alles menschliche Sorgen und Zuthun. Darum wer am meisten gläubt, der wird hier am meisten schützen. Dieweil ich denn nun spüre, daß E. C. F. Gn. noch gar schwach ist im Glauben, kann ich keinerleywege E. C. F. Gn. für den Mann ansehen, der mich schützen oder retten könnte.“ Wer einem solchen Zeugniß nach behaupten oder glauben kann, Luther habe sich auf des Churfürsten Schutz verlassen, fürwahr der muß mit Blindheit geschlagen sein. Luther war vielmehr ein solcher Glaubensheld, wie er ihn in seiner vortrefflichen Auslegung über Eph. 6, 10—17. beschreibt, angethan mit dem ganzen Harnisch Gottes, insonderheit mit dem Schild des Glaubens, mit dem Helm des Heils und dem Schwert des Geistes, welches ist das Wort Gottes. Es beteten aber auch nach der gleich darauf folgenden Ermahnung Pauli V. 18—20. viele Fromme, ja zu Zeiten die ganze Kirche für dieses auserwählte Rüstzeug Gottes; letzteres geschah namentlich auf seiner Reise nach Worms, so wie während seiner Krankheit in Schmalkalden, und Gott erhörete ihr Gebet.
Mehrmals hatten die Feinde schon allerlei Gerüchte von Luthers bevorstehendem oder schon erfolgten Tode verbreitet, allein sie mußten zu ihrem größten Aerger gar bald wieder fühlen, daß er noch lebe. Ein bittrer Feind Luthers, Joh. Carion, wollte in einer Schrift mit Bestimmtheit voraussagen, in welchem Jahre und an welchem Tage Luther gewiß verbrannt werden würde. Ein andermal streuten sie die Sage aus, Luther wäre vor großer Armuth verzweifelt und hätte sich durch Gift selbst umgebracht. Am merkwürdigsten aber ist die Schrift, welche im Jahre 1545 (also ein ganzes Jahr vor Luthers Tode) zu Rom unter dem Titel erschien: „Erschreckliches und unerhörtes Wunderzeichen, welches der gebenedeyte Gott hat erzeigt, in dem schändlichen Tode des Martin Luthers, verdammt mit Seele und Leib, zur Ehre und Preis JEsu Christi und zur Besserung der Frommen.“ Es wird darin erzählt: Luther habe vor seinem Tode befohlen, seinen Leib auf einen Altar zu setzen und anzubeten. In seinem Grabe habe man ein entsetzliches Gepolter vernommen und bald darauf sei die Hostie, die er noch zuletzt unwürdig empfangen, in der Luft erschienen. In der folgenden Nacht habe sich jenes Gepolter noch ärger wiederholt und als man das Grab geöffnet, habe man nicht das Geringste mehr von Luthers Leiche gefunden, wohl aber sei ein erstickender Schwefelgeruch aufgestiegen. Diese Lügenschrift kam Luthern bald in die Hände, er aber gab sie aus dem Italienischen ins Deutsche übersetzt selbst heraus und fügte folgendes fröhliche Zeugniß bei: „Und ich Martinus Luther Dr. bekenne und bezeuge mit dieser Schrift, daß ich solches zornige Gedichte von meinem Tode empfangen habe am 21. Mart. und fast gerne und fröhlich gelesen, ausgenommen die Gotteslästerung, da solche Lügen der hohen göttlichen Majestät werden zugeschrieben. Sonst thut mirs sanft auf der rechten Kniescheiben und an der linken Fersen, daß mir der Teufel und seine Schuppen, Pabst und Papisten so herzlich feind sind. Gott bekehre sie vom Teufel“ ꝛc. (L. W. XXI, 256.)
Luther erwähnte oft im Kreise seiner Freunde die vielfachen Gefahren, in denen er sich befunden und wie wunderbar ihn Gott am Leben erhalten habe. Er pflegte dabei noch Folgendes zu sagen: „Wenn er auf dem Bette stürbe, so sey es dem Pabst eine große Schande und Trotz, denn unser HErr Gott gebe ihm so viel zu verstehen: Pabst, Teufel, Könige, Fürsten und Herren, ihr sollt dem Luther feind seyn, und sollt ihm dennoch nicht mögen Schaden thun. Ich halte, daß keiner in hundert Jahren gelebt habe, dem die Welt so feind gewesen sey als mir. Ich bin der Welt auch feind und weiß nichts im ganzen Leben, da ich Lust zu hätte, und bin gar müde zu leben.“ (Luthers Werke, XXII, 2405.)
Von solcher Sehnsucht Luthers nach einem seligen Tode und nach dem lieben jüngsten Tage finden sich in seinen Schriften die deutlichsten Zeugnisse. Als Luther einst im Jahre 1539 auf dem Schlosse zu Lichtenberg bei der verwittweten Churfürstin zu Gaste war, sagte diese fromme Christin zu ihm: Sie wünschte und hoffte, er sollte noch lange leben, und er könnte wohl noch 40 Jahre leben, wenns Gottes Wille wäre. Da sprach Doctor Luther: „Da seye Gott für! wenn er mir gleich das Paradies anböte, darinne noch 40 Jahre allhier zu leben, so wollte ichs nicht annehmen: ich wollte ehe einen Henker miethen, der mir den Kopf abschlüge. Also bös ist jetzo die Welt, und die Leute werden zu eitel Teufeln, daß ihm einer nichts besseres wünschen kann, denn nur ein seliges Stündlein und darvon.“ (L. W. XXII, 1945.)
Daß ihm nun wohl eine baldige Ruhe im Grabe zu gönnen sei, bezeugt er in einem Briefe an seinen lieben Myconius im Jahre 1541, den dieses Trostschreiben von den Pforten des Todes zurückrief. Darin heißt es: „Also begehre und bitte ich, daß mich der liebe Gott an eurer Statt wollte lassen krank werden, und mich lassen ablegen diese meine Hütten, die nun ausgearbeitet und gedienet hat, verzehret und kraftlos worden und derhalben untüchtig ist.“ (L. W. X, 2101 fl.) Diese Bitte erfüllte Gott nach 5 Jahren, wo Luther nur wenige Wochen vor Myconius aus diesem Leben schied.
Auch bat er Gott (schon um das Jahr 1527), daß er ihn sammt den Seinigen mit Gnaden hinwegnehme, daß er den zukünftigen Jammer und Strafe über Deutschland (wegen des entsetzlichen Undanks gegen das Evangelium) nicht sehen möge; (L. W. XI, 2447) und er wußte aufs allergewissteste, daß ihm Gott seine Bitte gewähren und ihn in Frieden werde sterben lassen. (L. W. I, 2633.)
Luther glaubte mehrmals, daß sein Ende nahe sei; so z. B. in Coburg im Jahre 1530. Er wählte sich schon seine Grabstätte aus, nehmlich in der Schloßkapelle unter dem Kreuz (L. W. XXII, 1945.) und schrieb an den berühmten Musikus Senfel, er möchte ihm doch über die Worte Davids: Ich liege und schlafe mit Frieden, Ps. 4, 9., eine Composition mit vier Stimmen abschreiben lassen, oder wenn er keine hätte, eine neue aufsetzen, sollte es auch erst nach seinem Tode geschehen. (Luthers Werke XXI, 1219.) Der treffliche Senfel aber, der wohl wußte, wie viel an Luthers Leben gelegen, änderte den Text, und da Luther meinte bei Erbrechung des Briefes den bestellten Leichentext zu finden, siehe da! so fand er den Lebenstext: Ich werde nicht sterben, sondern leben und des HErrn Werk verkündigen, Ps. 118, 17., was Luthern so wohl gefiel, daß er diese Worte zu Coburg in seine Stube an die Wand schrieb. (Meelführers Spruchbuch, S. 451 fl.)
Luther glaubte nicht sein sechzigstes Jahr zu überleben, denn er sagte einst zu seinen Freunden: „Ich rechne ihm oft nach und komme immerdar näher an die sechzig Jahre; da denke ich, da soll es ein Ende haben. Denn St. Paulus hat nicht länger denn 40 Jahre gepredigt; dergleichen auch St. Augustinus. Und als oft die vierzig Jahre sind umgewesen, darinnen man das göttliche Wort rein gepredigt hat, so hats aufgehöret und ist ein groß Unglück drauf kommen.“ (L. W. XXII, 2236.)
Endlich hielt sich der werthe Luther stets auf seinen Tod bereit, und worin diese Bereitung bestand, gibt er mit folgenden wenigen Worten an: „Wenn ich aus diesem Leben abscheiden werde, halte ich mich an diesen Trost, daß ich glaube an den Sohn Gottes.“ (Luthers Werke II. 1688.) Was aber diese Bereitung alles in sich faßt, sieht man aus den Rathschlägen, welche Luther in dem unschätzbaren, aber leider wenig bekannten „Sermon von Bereitung zum Sterben“ (L. W. X, 2292 fl.) gibt, worin er als ein solcher redet, der bereits aus dem Tode zum Leben hindurch gedrungen ist, wie solches ja Christus selbst von allen seinen Gläubigen auf Erden bezeugt. Joh. 5, 29. Auch hat Luther um das Jahr 1534 ein kurzes, vortreffliches Gebet für seine letzte Stunde aufgesetzt und ohne Zweifel es oft gebetet. (S. Lutheraner, 1. Jhg., No. 26, Beilage.)
Wer endlich noch mehr Zeugnisse davon begehret, wie Luthers Mund, auch in Betrachtung des Todes und der Bereitung dazu von dem überging, wovon sein Herz voll war, der lese und erwäge mit Ernst seine beiden tröstlichen Lieder: Mitten wir im Leben sind mit dem Tod umfangen ꝛc. und: Mit Fried und Freud ich fahr dahin ꝛc.
Bezahlt:
1. und 2. Jahrgang, Hr. P. Crämer.
„ „ „ Möhlenkamp.
Gedruckt bei Weber und Olshausen.
English translation AI translation
only repeatedly accept public safe conduct, but also consented to his concealment at the Wartburg — not out of fear of the papal ban or the imperial edict of outlawry, the contrary of which has already been shown above, nor in order to seek protection from his prince, but solely out of obedience to his prince's orders. But when the pious Elector made known to Luther his concern, at the time when, after a ten-month stay, Luther wished to return to Wittenberg, Luther, while already on his journey, wrote that most remarkable letter to the Elector. In it he says: "I have done enough for Your Electoral Grace in that I withdrew this year (1521) in Your Electoral Grace's service. For the devil knows quite well that I did not do it out of any cowardice. He saw my heart well when I entered Worms, that had I known that as many devils were lying in wait for me as there are tiles on the roofs, I would nevertheless have leapt among them with joy." Further: "I know well of myself that if this matter stood at Leipzig as it does at Wittenberg, I would ride in nonetheless, even if — Your Electoral Grace forgive my foolish talk — it rained nothing but Duke Georges for nine days, and each one were nine times more furious than this one is."
Then Luther adds, with unheard-of frankness: "This is written to Your Electoral Grace with the intent that Your Electoral Grace should know that I am coming to Wittenberg under a far higher protection than that of the Elector. Nor do I have it in mind to seek Your Electoral Grace's protection. Indeed, I hold that I would rather protect Your Electoral Grace than that you could protect me. Moreover, if I knew that Your Electoral Grace could and would protect me, I would not come at all. In this matter, no sword can counsel or help; God alone must act here, without any human care or contribution. Therefore, whoever believes the most will protect the most here. Since I now perceive that Your Electoral Grace is still quite weak in faith, I can in no way regard Your Electoral Grace as the man who could protect or save me." Whoever, in the face of such a testimony, can still maintain or believe that Luther relied on the Elector's protection, must truly be struck with blindness. Luther was, rather, just such a hero of faith as he himself describes in his excellent exposition of Ephesians 6:11–17 — clothed in the whole armor of God, especially with the shield of faith, the helmet of salvation, and the sword of the Spirit, which is the Word of God. And in accordance with the exhortation of Paul that follows immediately after, in verses 18–20, many devout people, indeed at times the whole Church, prayed for this chosen instrument of God; this happened notably during his journey to Worms, as well as during his illness at Schmalkalden, and God heard their prayer.
Several times already the enemies had spread all sorts of rumors of Luther's impending or already-accomplished death, but to their great vexation they soon had to feel once again that he still lived. A bitter enemy of Luther's, Johann Carion, wanted to predict with certainty, in a published writing, in what year and on what day Luther would surely be burned. On another occasion they spread the rumor that Luther, driven to despair by great poverty, had taken his own life with poison. Most remarkable of all, however, is the writing which appeared in Rome in 1545 (that is, a full year before Luther's death) under the title:
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"A Dreadful and Unheard-of Miraculous Sign Which the Blessed God Has Shown in the Shameful Death of Martin Luther, Damned in Soul and Body, to the Honor and Praise of Jesus Christ and for the Betterment of the Godly." It relates therein that before his death Luther had commanded that his body be placed upon an altar and worshiped. In his grave a dreadful clattering had been heard, and soon afterward the host, which he had last received unworthily, appeared in the air. On the following night that clattering had repeated itself even more violently, and when the grave was opened, not the slightest trace of Luther's corpse was found, but a suffocating smell of sulfur rose up instead. This lying pamphlet soon came into Luther's hands; he himself translated it from the Italian into German and published it, adding the following cheerful testimony: "And I, Martin Luther, Doctor, confess and testify by this writing that I received this angry fable about my death on March 21, and read it almost gladly and cheerfully, except for the blasphemy, in that such lies are ascribed to the high divine Majesty. Otherwise it does me good on my right kneecap and my left heel, that the devil and his brood, pope and papists, are so heartily hostile to me. May God convert them from the devil," etc. (Luther's Works XXI, 256.)
Luther often mentioned among the circle of his friends the many dangers in which he had found himself and how wonderfully God had preserved his life. He used to add the following: "If he were to die in his bed, it would be a great shame and defiance to the Pope, for our Lord God thereby gives him this much to understand: Pope, devil, kings, princes, and lords, you are to be enemies of Luther, and yet you shall not be able to do him harm. I believe that no one has lived in a hundred years to whom the world has been as hostile as to me. I too am hostile to the world, and there is nothing in my whole life that I take pleasure in, and I am altogether weary of living." (Luther's Works, XXII, 2405.)
Of such longing on Luther's part for a blessed death and for the dear Last Day, the clearest testimonies are found in his writings. When Luther was once a guest, in 1539, at the castle of Lichtenberg with the widowed Electress, this pious Christian woman said to him that she wished and hoped he would still live long, and that he might well live another forty years, if it were God's will. Then Doctor Luther said: "God forbid! Even if he offered me paradise itself, to live here another forty years therein, I would not accept it: I would rather hire an executioner to strike off my head. So evil is the world now, and people are becoming utter devils, that one can wish a man nothing better than a blessed final hour and to be gone from it." (Luther's Works XXII, 1945.)
That a speedy rest in the grave might well be granted to him, he testifies in a letter to his dear Myconius in the year 1541, whom this letter of comfort called back from the gates of death. In it he says: "Thus I desire and pray that my dear God would let me fall ill in your place, and let me lay aside this tabernacle of mine, which has now been worn out and has served its purpose, and has become consumed and powerless and therefore unfit." (Luther's Works X, 2101 ff.) This request God fulfilled five years later, when Luther departed this life only a few weeks before Myconius.
He also asked God — already around the year 1527 — that he would graciously take him away, together with his own, so that he might not see the future misery and punishment coming upon Germany (on account of its dreadful ingratitude toward the Gospel); (Luther's Works XI, 2447) and he knew most certainly that God would grant him his request and let him die in peace. (Luther's Works I, 2633.)
Luther believed several times that his end was near; for example, at Coburg in 1530. He had already chosen his burial place, namely in the castle chapel beneath the cross (Luther's Works XXII, 1945), and wrote to the famous musician Senfl, asking him to have a four-part composition written out on David's words, "I will lay me down in peace and sleep," Psalm 4:9, or, if he had none, to compose a new one, even if this should not happen until after his death. (Luther's Works XXI, 1219.) But the excellent Senfl, who well knew how much depended on Luther's life, changed the text; and when Luther, upon breaking open the letter, expected to find the funeral text he had ordered, behold — he found instead the text of life: "I shall not die, but live, and declare the works of the LORD," Psalm 118:17, which pleased Luther so much that he wrote these words on the wall of his room at Coburg. (Meelführer's Book of Sayings, p. 451 ff.)
Luther did not believe he would live to see his sixtieth year, for he once said to his friends: "I often reckon it up, and I always come closer to sixty years; then I think, that will be the end of it. For St. Paul preached no longer than forty years; likewise St. Augustine. And whenever the forty years have run their course in which God's Word has been purely preached, it has come to an end, and a great calamity has followed upon it." (Luther's Works XXII, 2236.)
Finally, the worthy Luther always held himself ready for his death, and what this readiness consisted of he states in the following few words: "When I am to depart from this life, I hold fast to this comfort, that I believe in the Son of God." (Luther's Works II, 1688.) What all this readiness comprises, however, can be seen from the counsels which Luther gives in his invaluable but unfortunately little-known "Sermon on Preparing to Die" (Luther's Works X, 2292 ff.), in which he speaks as one who has already passed through from death to life, just as Christ himself testifies this of all his believers on earth. John 5:29. Luther also composed, around the year 1534, a short, excellent prayer for his final hour, and no doubt prayed it often. (See Der Lutheraner, 1st year, No. 26, supplement.)
Whoever, finally, desires still more testimonies of how Luther's mouth, even in contemplating death and preparing for it, overflowed with what his heart was full of, let him read and earnestly ponder his two comforting hymns: In the Midst of Life We Are in Death, etc., and In Peace and Joy I Now Depart, etc.
Paid:
Volumes 1 and 2, Mr. P. Crämer, Möhlenkamp.
7. 7. 7.
Printed by Weber and Olshausen.