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Die Schule (1913)
heiten laſſen ſich berückſichtigen.
Dieſe ſind genannt
Lind. 206. 207.
Anm. b. Zwar wird ſich in der Schule nicht viel Zeit
jür Weltgeſchichte finden, aber etliche Stunden ſollten
dafür doch abfallen.
Anm. c. Kann wegen Mangel an Zeit kein beſonderer
Geichichtsunterricht gegeben werden, ſo kann ſich etwas
Geichichtsunterricht anſchließen an
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1.
den Leſeunterricht
Die Schule (1913)
1. den Leſeunterricht. Die Leſebücher
enthalten viel hiſtoriſche Stücke, die der Lehrer
manchmal erklären und weiter ausführen kann. Im
erſten Leſebuch: 27. 43. 74. 84. 103; im zweiten
Buch: 7. 14. 24. 28. 35. 44. 50. 57. 62. 64. 70.
78. 79. 81. 90. 104. 111. 116. 123. 127. 131. 139.
145. 152. 175. 188. 189. 193. 194. 195;
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2.
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2. den geographiſchen Unterricht,
indem man kurze geſchichtliche Notizen und Erzäh—
lungen einſtreut.
Anm. d. Kann man für Geographie und Weltge—
ſchichte zwei verſchiedene Fächer anſetzen, dann um ſo beſ—
jer. Die Kinder ſollten weiter in Geographie als in
(eichichte ſein, und der Geſchichtsunterricht würde man—
cher Unregelmäßigkeit unterworfen ſein, wenn er in den
Geographieunterricht eingeſtreut werden muß.
2. Zweck und Nutzen. Die Kinder ſollen nicht bloß
mit den hiſtoriſchen Ereigniſſen bekannt gemacht und ſo
ihre allgemeine Bildung vermehrt werden 39, 113, a. ſie ſollen die Hand Gottes in der Weltregierung er—
kennen,
b. ihr Denken ſoll geklärt, ihre Geiſteskräfte gebildet
16, 115. 116, ihr Gefühl veredelt, ihr Witle gekräftigt,
ihr Charakter geſtählt werden. Die Geſchichte hat er—
zieheriſche Wirkung. 13, 203;
c. die Geſchichte ſoll unſere Lehrmeiſterin ſein, daß wir
Fehler, die gemacht worden ſind, zu vermeiden ſuchen. 3. Art und Weiſe des Unterrichts.
a. Das Wichtigſte iſt das Erzählen von ſeiten des Leh—
rers. Der Vortrag ſei
1. frei. Der Lehrer ſollte nicht aus dem Buche
ableſen:
2. fließend, klar, deutlich, einfach,
verſtändlich,
treu und wahr:
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3.
intereſſant und anſchanlich
Die Schule (1913)
3. intereſſant und anſchanlich. Man muß es dem
Lehrer abfühlen, daß er gerne lehrt, mit Leib und
Seele bei der Sache iſt.
Anm.
Um den Unterricht intereſſant und anſchaulich
zu geſtalten, kann der Lehrer
1. hier und da wahre Anekdoten einſtrenen,
2. die Hauptcharaktere und »ereigniſſe durch Bil⸗
der illuſtrieren,
3. die Geographie zu Hilfſe nehmen, um den Ort
des Ereigniſſes zu zeigen,
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4.
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4. die Daten an die Wandtafel ſchreiben.
b. Bloß Namen und Daten angeben, hat wenig
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dauernden Wert. Wird ein Ereignis geſchildert, ſo mg man auch die Urſachen davon angeben und die Wirkungen und Folgen einer Handlung ſchildern.
c. Der Unterricht muß in chriſtlichem Geiſt und Smu gehalten ſein. Nur der, welcher weiß, daß Chriſtus detr Mittelpunkt in allem iſt, kann recht Geſchichte minenter.
Anm. Die meiſten Geſchichtsbücher laſſen es hierin fehlen. Gott, der die Welt regiert, hat in ihnen keinen Platz. Sie ſind voll von Nationaleitelkeit 9, 30. 31, geben dem menſchlichen Geiſt die Ehre. Wie wird z. B. die Unabhängigkeitserklärung geprieſen, die doch ein Zeugnis von der Unwiſſenheit der Verfaſſer über daz erbſündliche Verderben iſt! Wie fällt die Erzählung der Befreiungskriege aus! L. W. 18, 49. 50.
d. Der moraliſche Faktor darf nicht überſehen werden. — Aber man ſoll die Geſchichte auch nicht in eine Moral mit vielen Nutzanwendungen verwandeln. 13, 204.
e. Das Kompendium ſoll nur ein Leitfaden ſein. Fleiſch und Blut muß der Lehrer durch ſeinen Unterricht dazu geben.
f. Die Methode kann verſchieden ſein. Man kann hiſtoriſche Ereigniſſe um eine wichtige Perſönlichkeit grurpieren. In gemiſchten Schulen wird ſich die Biographie empfehlen. 43, 113. 114.
g. Der Unterricht ſollte in chronologiſcher Reihenfolge geſchehen.
h. Die Unterrichtsſprache ſollte die engliſche ſein, be— ſonders bei der Geſchichte der Vereinigten Staaten.
i. Schon in den Unterklaſſen kann der Grund gelegt werden, indem Stücke aus der amerikaniſchen oder Lo— kalgeſchichte erzählt werden.
k. Fleißige Wiederholung kann nicht dringend genun empfohlen werden. Bei der Wiederholung ſoll man ſich nicht damit begnügen, daß die Schüler Perſonen. Zahſen,
Ereianiſſe richtig angeben, ſie ſollten wiedergeben, was der Lehrer erzählt hat.
Anm. a. Geſchichtsunterricht erteilen iſt ſchwer.
Anm. b. Der Lehrer ſollte ſich darauf wohl vorberei ton.
Lehrmittel für den Unterricht in der Welt—
Annm. e.
geſchichte ſ. Lind. 207. 208.
Reformationsgeſchichte.
Die Geſchichte der Reformation ſoll in unſern Schulen gelebrt worden, weil die Reformation mit zu den großen Werken Gottes gehört. Auch ſollen unſere Kinder zu rechten Gliedern der lutheriſchen Kirche erzogen und für das ſpätere Leben vorbereitet werden. — Wie die Reformationsgeſchichte gelehrt werden ſoll 22. 150.
Anm. a. Ein beſtinmtes Maß läßt ſich dafür nicht vorſchreiben.
Anm. b. Die beſte Zeit für dieſen Unterricht iſt die Zeit vor dem Reformationsfeſt. Am Nachmittag dieſes Feſtes kann dann ein Kindergottesdienſt in der Kirche ſtattfinden.
- L. W. 18, 49
- L. W. 18, 49. 50
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