A cumulative subject index to seven Missouri
Synod periodicals, compiled by E. (Ernest) Eckhardt (1868–1939) and printed at
St. Louis between 1907 and 1917. Under each headword it sets numbered theses,
and beside each thesis the places where the periodicals had treated it — by
volume and page, running twenty years past the last of Der Lutheraner's
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—
Abriſt.
Schriftworte für Wein. § 1. Tiroſch. § 2. Yayin. § 3. Shekar. § 4. Oinos
§ 5. Wein, nicht Moſt, war das gewöhnliche Getränk. § 6. Wein im Abendmahl⸗
§ 7. Es gibt nach der Schrift nur einen Wein, gegorenen Wein. § 8. Der mäßize
Gebrauch des Weines iſt erlaubt. 5 9.
Wein.
1. Schriftworte für Wein. Die in der Bibel gebrauchten Namen, die hier in Betracht kommen, ſind im Alten Teſtament: Tiroſch, Hayin, Schekar; im Neuen Teſtament: Oinos neos, Gleukos.
W.
2. Tiroſch. Das Wort kommt 38 mal vor und bezeichnet den ungegorenen Traubenſaft. Mich. 6, 15: Moſt (tiroſch) keltern und nicht Wein (yayin) trinken. Joel 65, 8: Gleich als wenn man Moſt (tiroſch) in einer Traube findet. Spr. 3, 10: So werden deine Scheunen . werden und deine Kelter mit Moſt (tiroſch) übergehen.
Anm. a. Darum wird tiroſch mit Korn und Ol gleichgeſtellt, während Wein (yayin) müt Fleiſch, Brot und Milch zuſammengefaßt wird. 1 Moſ. 27, 25. 28: Iſaak hatte Wein (yayin) getrunken, aber er verheißt ſeinem Sohne Korn und Tiroſch. 5 Moſ. 14, 22. 23: den Zehnten deines Einkommens deiner Saat, das aus deinem Acker kommt: Getreide, Tiroſch, Ol. 18, 4: Korn, Tiroſch, Ol. Joel 2, 24: die Tennen voll Korns, und die Keltern Überfluß von Moſt (Tiroſch) und Sl. Pſ. 4, 8 ob jene gleich viel Tiroſch und Korn haben. — Dagegen: 1 Moſ. 14, 18: Melchiſedek trug Brot und Hayin (Wein hervor. 1 Sam. 25, 18: Brot und Wein (yayin). Jeſ. 55, 1: kaufet Wein (yayin) und Milch. Pſ. 104, 14. 15. Hayin und Brot.
Anm. b. War der Weg zu weit nach Jeruſalem, konnte man den Tiroſch nicht hintragen, ſo konnte man Wein (yayin) dort kaufen.
Einwand 1. Jeſ. 16, 10: Man keltert keinen Wein
117.
(yayin) in den Keltern. Jer. 48, 33: man wird keinen Wein (yayin) mehr keltern. Jer. 40, 10: Sammelt ein den Wein (yayin), Feigen und Ol. Hier wird der Traubenſaft yayin genannt. — Aber das iſt Metonymie, dos Produkt für den Stoff, ähnlich wie wir ſagen Brot backen. Wein keltern heißt Wein durch Keltern hervorbringen.
Einwand 2. 2 Chron. 2, 15: So ſende nun, mein Herr, Weizen, Gerſte, Sl und Wein (yayin). Hier wird yayin mit Gerſte und Ol zuſammengeſtellt. — Aber weder vom Brot, noch vom tiroſch hätte man einen großen Vorrat ſo weit ſchicken können, ohne daß er verdorben wäre. Darum wünſcht er Gerſte und Hayin.
Anm. c. Da die Zeit der Gährung 40—50 Tage dauerte, ſo konnte man ſich vom tiroſch ebenſo betrinken wie vom Wein. Hoſ. 4, 11: Hayin und Tiroſch (Wein und Moſt) machen toll. Auch mußte ein Zeitpunkt ſein. wo man das Produkt Wein oder Moſt nennen konnte.
- Spr. 3, 10
- L. W. 31, 281
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- Wasson. 36–42
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- Wasson. 42
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- L. W. 31, 335
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- L. W. 31, 281
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- Wasson. 39
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- Wasson. 40
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vol d, printed page
248 · scan: bub_gb_akAUAAAAYAAJ/n0332
3.
Hayin
3. Hayin. Dieſes Wort kommt im Alten Teſtament
faſt 150 mal vor und bezeichnet ein berauſchendes Ge⸗
tränk. 1 Moſ. 9, 21—24. Noah war vom Yayin trun⸗
ken geworden. 1 Moſ. 19, 32—35. 1 Sam. 1, 14:
Wie lange willſt du trunken ſein? Laß den Wein (yayin)
von dir. 25, 18. 36. 37. 2 Sam. 13, 28. Eſther 1, 7. Jeſ. 5, 11: daß ſie der Wein (yayin) erhitzt. Jeſ. 28, 1:
vom yayin taumeln. 28, 7: vom Wein toll werden.
- L. W. 31, 336
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- Wasson. 11
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vol d, printed page
249 · scan: bub_gb_akAUAAAAYAAJ/n0333
4.
—
4. Schekar war ein berauſchendes Getränk und ſcheint vom Wein verſchieden geweſen zu ſein. Jeſ. 28, 7: taumeln von ſtarkem Getränk (Schekar). 29, 9. Im Neuen Teſtament kommt es nur Luk. 1, 15 vor: Wein und ſtark Getränk wird er nicht trinken.
- L. W. 31, 337
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- L. W. 31, 337. 338
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- Wasson. 68
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vol d, printed page
249 · scan: bub_gb_akAUAAAAYAAJ/n0333
5.
Oinos
5. Oinos. Im Neuen Teſtament ſteht für gegorenen Wein oinos. Selbſt die Temperänzler geben zu, daß an folgenden Stellen oinos berauſchender Wein iſt: Eph. 5, 18: Saufet euch nicht voll Weins. Luk. 7, 33. 34: Johannes trank keinen Wein. Chriſtus trinkt und iſt ein Weinſäufer. Röm. 14, 21: Es iſt beſſer, du trinkeſt kei nen Wein. 1 Tim. 5, 23: brauche ein wenig Wein. 1 Tim. 3, 3: ein Biſchof ſoll kein Weinſäufer ſein. Luk. 10, 34: goß drein Ol und Wein. Mark. 15, 23: ſie gaben ihm Myrrhen im Wein zu trinken. Off. 17, 2: der Wein ihrer Hurerei.
Einwand. Oinos ſoll oft für tiroſch ſtehen. — Aber für Tiroſch (Moſt) ſteht im Neuen Teſtament „Neuer Wein.“
Anm. Außer Oinos wird noch gebraucht das Wort
1. Gleukos. Ap. 2, 13: ſie ſind voll ſüßen Wei⸗
nes. Der Traubenſaft wurde gleukos genannt durch
alle Stufen der Gärung:
2. oinos neos, neuer Wein. Luk. 5, 37—39:
niemand faſſet Moſt in alte Schläuche; wo anders,
ſo zerreißt der Moſt die Schläuche. Daraus geht her⸗
vor, daß oinos der gegorene Wein war.
- L. W. 31, 369
margin
- L. W. 31, 369. 371
margin
- Wasson. 72–77
margin
- L. W. 31, 369
margin
- Wasson. 69
margin
- L. W. 31, 368
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- L. W. 31, 368. 369
margin
- L. W. 31, 368
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vol d, printed page
249 · scan: bub_gb_akAUAAAAYAAJ/n0333
6.
—
6. Wein war das gewöhnliche Getränk, nicht Moſt.
a. Im Alten Teſtament. Nicht tiroſch (Moſt), ſondern yayin (Wein) war gebräuchlich. Das zeigen die Bibelſtellen in § 2. Mich. 6, 15. 1 Sam. 25, 18. 2 Sam 16, 2. Pred. 2, 3: Da dacht ich in meinem Herzen, meinen Leib vom Wein zu ziehen.
Einwand 1. Hoſea 4, 11: Wein und Moſt (yayin und tiroſch) machen toll. Demnach wurde auch Moſt getrunlen. — Das war aber wohl meiſt zur Kelterzeit. Daß die Juden den Moſt präſerviert hätten, iſt uns nicht belannt.
Einwand 2. 1 Moſ. 40, 9—11: Der Oberſchenke drückte die Trauben in Pharaos Becher. Daraus muß man ſchließen, daß damals Moſt getrunken wurde. — Aus einem Traum kann man die Sitten der Zeit nicht kennen lernen. Man könnte dann auch ſchließen, daß ſich damals die Kühe aufzufreſſen pflegten.
Einwand 3. Pſ. 4, 8: Du erfreueſt mein Herz, ob
jene gleich viel tiroſch und Korn haben. — Das heißt
aber nur, daß Gott uns erfreut mehr als andere ſich
freuen, wenn ſie eine große Weinleſe haben.
Anm. Wein wurde ſelbſt beim Opfer gebraucht. 2
Moſ. 29, 40: Wein zum Trankopfer. 4 Moſ. 28, 7.
15, 5. 7. 10. 3 Moſ. 23, 13. Hanna hatte beim Opfer
Wein getrunken. 1 Sam. 1, 9. ö
Einwand 4. 3 Moſ. 10, 8—9: Weinverbot für die
Prieſter. — Das galt nur für die Dienſtzeit in der
Stiftshütte. Wäre Wein im Alten Teſtament verboten
geweſen, ſo hätte man keines beſonderen Verbotes für
die Prieſter bedurft.
b. Im Neuen Teſtament. Weintrinken war ſo
allgemein, daß Johannes, welcher keinen Wein trank,
eine auffallende Perſönlichkeit war. Luk. 7, 33. Der
alte Wein wurde bevorzugt. Luk. 5, 39: Niemand iſt,
der vom alten trinkt und wolle bald des neuen. Man
hatte ihn auf Reiſen mit ſich. Luk. 10, 34. Auf Hoch⸗
zeiten wurde er getrunken.
Anm. Chriſtus hat
1. ſelbſt gegorenen Wein getrunken. Luk. 7,
34: Wie hätte man ihn ſonſt Weinſäufer nennen
können? Er hat das getrunken, was Johannes
nicht getrunken hatte, Wein und ſtarkes Getränk.
Luk. 1, 15;
2. auf der Hochzeit zu Kana gegorenen Wein
gemacht. Der Wein, den er machte, war von der⸗
ſelben Art wie der, den ſie bereits gebraucht hatten,
nur beſſer.
Antitheſe. Die Temperänzler ſagen entweder,
Chriſtus habe nur Moſt gemacht (wie wäre das
möglich, daß der Herr, nachdem die Gäſte bereits
Wein getrunken hatten, noch ſo einen großen Vor⸗
rat von Wein beſorgte!) oder ſie ſagen: Das war ſein
erſtes Wunder. Darum müſſe man ihn entſchuldi⸗
gen. Luth. 44, 94. (Das iſt gottesläſterlich ge⸗
redet.) Oder: Das war damals. Heute würde re
er es nicht mehr tun. Ka. 1900, 12;
3. Wein im Abendmahl geſegnet.
7. Wein im Abendmahl. Chriſtus hat bei der Ein⸗
ſetzung des Abendmahles gegorenen Wein gebraucht. Be⸗
weis:
a. Chriſtus nahm den Kelch, der beider
Paſſahmahlzeit gebraucht worden war.
Bei der Paſſahfeier wurde gegorener Wein gebraucht. Das
wird bezeugt durch die Miſhna, eine Sammlung rabbi⸗
niſcher Gloſſen.
Einwand. Gegorener Wein war den Juden an den
Tagen verboten, weil er zu den eavened things“
gehörte. — Aber das Verbot bezog ſich nur auf geſäuer⸗
tes Brot und war eine Erinnerung an den Auszug der
Kinder Israel, da man keine Zeit hatte, geſäuertes Brot
zu backen. Gott hat den Sauerteig nicht um des Fermentes willen verboten. Das ungeſäuerte Brot war Brot des Elendes. 5 Moſ. 16, 3.
Anm. Traubenſaft konnte man zu der Zeit des Jah⸗m res gar nicht haben.
Antitheſe. Die orthodoxen Juden gebrauchten beim Paſſah keinen gegorenen Wein. Man gebraucht ihn auch jetzt in Agypten nicht.
b. Die erſten Chriſtengemeinden haben gegorenen Wein gebraucht. 1 Kor. 11, 21: der andere iſt trunken. Der Apoſtel verlangt auch nicht, daß der gegorene Wein als ſündlich abgeſchafft werde.
Anm. a. In der erſten chriſtlichen Kirche war kein Streit darüber, ob man Wein oder Moſt gebrauchen ſolle. Zeugniſſe aus der Zeit Waſſon 140—158. Theol. 17, 171. L. W. 53, 350. ö
Anm. b. Nur Fanatiker und Schwärmer gingen von Gottes Ordnung ab und gebrauchten Waſſer. Enkratiten. Sie wurden von der Kirche verurteilt.
Anm. c. Aus den Worten: Gewächs des Weinſtocks Luk. 22, 18 kann man weder die eine, noch die andere Seite beweiſen. Wenn man aber, anſtatt Wein, Moſt gebrauchen könnte, warum nicht auch Eſſig, der auch Gewächs des Weinſtockes iſt? Theol. 17, 174.
Anm. d. Für Wein darf man im Abendmahl nichts anderes nehmen. Traubenſaft iſt nicht Wein. Wenn man Traubenſaft nimmt, hat man nicht das vollſtändige Abendmahl. Zum wenigſten wäre es zweifelhaft. — Schallers Paſtorale hingegen läßt den Gebrauch von Traubenſaft im Notfall offen. Schaller, Paſt. 45.
Antitheſe. Abſtinenzler verbieten den Gebrauch des Weines im Abendmahl. Auch die engliſche und Bie— lefelder Miſſion gebraucht auf ihren Miſſionsplätzen keinen Wein. Luth. 60, 142. Schon Calvin und Beza waren der Meinung, daß man etwas anderes nehmen könnte. Theol. 17, 174. 175.
Anm. Gründe der Temperänzler:
1. Es ſei faſt unmöglich, zu beweiſen, daß Chriſtus
im Abendmahl gegorenen Wein gebraucht habe.
2. Wein iſt Gift und den Menſchen ſchädlich. Da⸗
rum darf er nirgends gebraucht werden.
3. Mancher, der früher ein Säufer war, möchte
durch den einen Schluck Wein wieder in ſein altes
Laſter zurückfallen. Beiſpiele dafür Ellis 94.
4. Ungegorener Wein iſt viel eher ein Symbol
des Blutes als gegorener Wein.
Anm. Die Haupturſache iſt die, daß die Sekten die rechte Lehre vom Abendmahl, die Gegenwart Chriſti verwerfen. Iſt Brot und Wein doch bloß ein Zeichen, ſo iſt es ein Leichtes, etwas anderes dafür zu nehmen.
- L. W. 31, 334
margin
- L. W. 31, 334. 335
margin
- L. W. 31, 334. 335. 337
margin
- L. W. 31, 334
margin
- L. W. 31, 334. 335
margin
- Luth. 44, 94
- Ka. 1900, 12
- Ka. 1900, 12;
3
- L. W. 31, 334
margin
- L. W. 31, 338
margin
- Wasson. 17
margin
- Wasson. 18
margin
- L. W. 31, 338
margin
- L. W. 31, 338—370
margin
- L. W. 31, 369
margin
- L. W. 31, 369. 370
margin
- L. W. 31, 370
margin
- L. W. 14, 154
margin
- Wasson. 82–96
margin
- L. W. 31, 373
margin
- L. W. 31. 373
margin
- L. W. 31. 373. 53, 350
margin
- Theol. 17, 165—167
margin
- Theol. 20, 100
margin
- L. W. 31, 338
margin
- L. W. 31, 338. 373
margin
- Theol. 20, 97 — 101
margin
- Wasson. 140–158
- Theol. 17, 171
- L. W. 53, 350
- Theol. 17, 174
- Past. 45
- Luth. 60, 142
- Theol. 17, 174
- Theol. 17, 174. 175
- Theol. 17, 167
margin
- Theol. 17, 167. 168
margin
- L. W. 53, 350
margin
- Wasson. 97–102
margin
- Theol. 17, 169
margin
- Theol. 17, 169. 170
margin
- L. W. 31, 372
margin
- Wasson. 131–133
margin
- Theol. 17, 172
margin
- L. W. 53, 351
margin
- L. W. 31, 373
margin
- L. W. 31, 373. 369
margin
- L. W. 31, 373. 369. 53, 349
margin
- Theol. 17, 173
margin
- Luth. 64, 6
margin
- L. W. 53, 352
margin
- Theol. 17, 164
margin
- Theol. 17, 164. 20, 97
margin
- Theol. 17, 174
margin
- Waſſon 7782.
vol d, printed page
249–251 · scan: bub_gb_akAUAAAAYAAJ/n0333
8.
Es gibt nach der Schrift nur einen Wein, gegorenen Wein
8. Es gibt nach der Schrift nur einen Wein, gegorenen Wein. Der mäßige Gebrauch desſelben wird in der Schrift gebilligt Theol. 17, 163, der Mißbrauch oder un⸗
mäßige Gebrauch wird verworfen. Spr. 20, 1: Der Wein macht loſe Leute. 23, 20. 21: Sei nicht unter den Säufern u. ſ. w. 23, 29—33: Siehe den Wein nicht an u. ſ. w. Habakuk 2, 5. 15. — Zeugniſſe: Philo, Joſephus, Literatur der Rabbiner Waſſon 51—63.
Ellis 115.
Anm. Die Anſicht, daß es nach der Bibel zwei Sorten Wein gäbe, muß als eine Erfindung aufgegeben werden.
L.
Antitheſe. Temperänzler. Die Schrift redet von zweierlei Weinen, dem guten Wein (Moſt), der unverwerflich iſt, dem gegorenen Wein, der verurteilt wird. Der eine Wein ein Fluch, der andere eine Wohltat für die Menſchen. Hayin iſt generic term und bezeichnet bald die eine, bald die andere Sorte Wein. L. W. 31, 280. Wenn die Schrift den Gebrauch des Weines billigt, iſt es ungegorener Wein, wenn ſie ihn verwirft, iſt es gegorener Wein. Beweis:
1. Jeſ. 16, 10 wird Traubenſaft Wein genannt.
S. § 2. Einwand 1.
2. Matth. 9, 17 wird ungegorener Saft Wein
(oinos) genannt. (Aber oinos neos, neuer Wein.)
3. Tiroſch, ungegorener Traubenſaft, wird in der
Septuaginta mit Wein überſetzt. Sollten die 70
Mann kein Verſtändnis von der Sache gehabt haben?
4. Joſephus nannte den Traubenſaft, der in Pha⸗
raohs Becher gedrückt wurde, Wein.
5. Der Wein wurde mit Waſſer vermiſcht, nicht weil
er zu ſtark war, ſondern zu dick, wie Honig. Darum
wurde er mit Waſſer als Getränk zubereitet. Die Ju⸗
den kannten die Weiſe, Traubenſaft zu präſervieren.
Ellis 116. 117.
Einwand. Das ſei grape jelly geweſen. — Aber
kondenſierter Wein löſt ſich im Waſſer auf, nicht ſo
gut Jelly. ö
Aus dem allen geht hervor, daß es zwei Sorten
Wein gab.
9. Der mäßige Genuß des Weines iſt nach der Schrift erlanbt. 1 Tim. 5, 23: Brauche ein wenig Wein. Spr. 31, 6. 7: Gebet Wein den betrübten Seelen, daß ſie trin ken und ihres Elends vergeſſen. Pſ. 104, 15: Der Wein erfreut des Menſchen Herz. 1 Tim. 4, 4: Alle Kreatur Gottes iſt gut. Kol. 2, 16: So laſſet nun niemand euch Gewiſſen machen über Speiſe und Trank.
Anm. Zeugniſſe: Die Väter: Waſſon 140—158. St. Patrick führte Whiskey in Irland ein. 159. Die berühmteſten Weine wurden in Klöſtern gemacht. 160—162. Luther hat Wein und Bier getrunken. 164. 165. Bunyan 166. Wesley 172—177. Whitefield 177. Thomas Coke 178. — Stellung der verſchiedenen Kirchengemeinſchaften zu dieſer Frage Waſſon 188 — 200.
Antitheſe: Temperänzler ſ. Temperänz.
- Theol. 17, 163
- L. W. 31, 371
margin
- Spr. 20, 1
- Wasson. 51–63
- L. W. 31, 280
- Spr. 31, 6
- Spr. 31, 6. 7
- Wasson. 140–158
- Wasson. 188–200
- Wit. 1916, 119
margin
vol d, printed page
251–252 · scan: bub_gb_akAUAAAAYAAJ/n0335