A cumulative subject index to seven Missouri
Synod periodicals, compiled by E. (Ernest) Eckhardt (1868–1939) and printed at
St. Louis between 1907 and 1917. Under each headword it sets numbered theses,
and beside each thesis the places where the periodicals had treated it — by
volume and page, running twenty years past the last of Der Lutheraner's
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—
Verheiſtung.
Abhandlungen.
Sind die Verheißungen des Evangeliums reine Gnadenverheißungen oder ir⸗
Leiſtungen bedingt? L. W. 29, 193—199. 241 — 256.
Gehört die dem Geſetz bei der Geſetzgebung hinzugefügte Verheißung, daß Gott de⸗
nen, die ihn lieben, das Halten ſeiner Gebote aus Barmherzigkeit belohnen wolle bis das Geſetz oder in das Evangelium? L. W. 41, 237—
Verheißung.
1. Die Verheißungen Gottes ſind entweder Verheißungen irdiſcher oder geiſtlicher Güter. Für dieſes Leben verheißt Gott den Seinen Schutz und Beiſtand in aller Not. Keins der Strafgerichte Gottes, die über die Welt ergehen, ſoll ſie treffen. Walth. Kaſ. 164. 165. — Für ienes Leben verheißt er den Gläubigen die Seligkeit.
Anm. Welche köſtlichen Verheißungen in der Bibel für Müde, Hungrige, Angefochtene u. ſ. w.!
2. Die Gnadenverheißungen
a. ſind allgemein. Kommet her zu mir alle, die ihr mühſelig und beladen ſeid. Gott will, daß allen Menſchen geholfen werde.
Anm. a. Wenn wir die Allgemeinheit der Gnade leug ⸗ö nen, ſchließen wir uns die Tür ſelbſt zu.
Anm. b. Geleugnet wird die Allgemeinheit der Verheißung Gottes von den Calviniſten. — Manche moderne Theologen wollen die Bibel hiſtoriſch auffaſſen, d. h. die im Korintherbrief ſtehenden Verheißungen ſollen nur den Korinthern gelten Or. 1904, 47. 48;
b. kräftig und gewiß. Was in den Verheißungen liegt, das will Gott nicht nur, ſondern ſchafft und gibt es auch. Gott hat die Verheißungen
1. durch einen Eid bekräftigt. Heſ. 33, 11: So
wahr ich lebe. Hebr. 6, 17: daß ſein Rat nicht
wankte, hat er einen Eid dazu getan. Sollten wir
dem ſchwörenden Gott nicht glauben?
2. durch die Sakramente verſiegelt.
Anm. a. Die Verheißungen der Menſchen ſind unge wiß. Man kann ſich nicht immer darauf verlaſſen. Die Verſprechungen des Teufels ſind betrügeriſch. Was Gott
zuſagt, das hält er gewiß. Röm. 3, 3. 2 Tim. 2, 13: er kann ſich ſelbſt nicht leugnen. 1 Joh. 5, 10. 2 Kor. 1, 20: Ja und Amen.
Anm. b. Gewißheit der Verheißungen fällt hin durch Leugnung der Inſpiration;
c. ſollengeglaubt werden. Der Glaube
1. hält ſich an die Verheißungen Gottes und
gründet ſich darauf;
2. erlangt alles, was in den Verheißungen liegt.
Anm. a. Der Glaube hält an der Verheißung feſt wider alle Einreden der Vernunft. Abraham.
Anm. b. Durch die Gnadenmittel werden dem Gläubigen die verheißenen Dinge zugeeignet. Wort, Taufe, Abendmahl.
Anm. c. Auch in leiblicher Not findet ein Chriſt Troſt in den Verheißungen des Wortes.
Anm. d. Etwas glauben, wofür man keine Verheizung hat, iſt Aberglaube.
Anm. e. Die Verheißungen ſowohl in Bezug auf geiſtliche als irdiſche Dinge werden wenig geglaubt. Der Teufel ſucht die Menſchen von den Verheißungen abzuführen oder die Verheißung ungewiß zu machen. Sorge, Anfechtung, Verzweiflung. Süd. 1906, 42.
Anm. f. Die Heiden ſind ferne von den Verheißungen.
- L. W. 29, 193—199
- L. W. 29, 193—199. 241 — 256
- L. W. 41, 237
- Walth. Kas. 164
- Walth. Kas. 165
- Or. 1904, 47
- Or. 1904, 47. 48
- Ma. 16, 194
margin
- O. 98, 85 —94
margin
- Luth. 68, 24
margin
- Luth. 37, 171
margin
- Can. 83, 26
margin
- Or. 1904, 32
margin
- W. 1901, 83
margin
- W. 1901, 83. 84
margin
- Or. 1904, 34
margin
- Il. 79, 26
margin
- Il. 79, 26. 27
margin
- Or. 1904, 34
margin
- Jo. 1904, 91
margin
- Jo. 1904, 91
margin
- Il. 79, 26
margin
- Süd. 1906, 42
- Or. 1904, 35
margin
- Ma. 16, 194
margin
- Jo. 1904, 90
margin
- Jo. 1904, 90. 91
margin
- Stöckh. A. T. 60
margin
- W. 1901, 86
margin
- W. 1901, 86. 87
margin
- Luth. 38, 177
margin
- Or. 1904, 35—38
margin
- Neb. 97, 48
margin
- Neb. 97, 48. 49
margin
- Or. 1904, 26
margin
- Mich. 97, 16—18
margin
- Mit. 67, 23
margin
- Mit. 67, 23. 24
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vol d, printed page
134–135 · scan: bub_gb_akAUAAAAYAAJ/n0218
3.
Die Verheißungen des Geſetzes ſind bedingte Verheißungen
3. Die Verheißungen des Geſetzes ſind bedingte Verheißungen. Matth. 19, 17: Willſt du zum Leben ein⸗gehen, ſo halte die Gebote. Luk. 10, 28: Tue das, ſo wirſt du leben. Röm. 10, 5: Welcher Menſch dies tut, der wird darinnen leben. 3 Moſ. 18, 5.
Anm. a. Dieſe Verheißungen ſind durch vollkommene Geſetzeserfüllung bedingt. Erfüllt der Menſch dieſe Bedingung nicht, ſo bleibt auch die Verheißung aus. Darum können dieſe Verheißungen keinen Menſchen in den Himmel bringen oder der Seligkeit gewiß machen, da kein Menſch die Bedingung erfüllen kann.
Anm. b. Dieſe Verheißungen werden nie an ein Zeremonialgeſetz, ſondern nur an das Moralgeſetz angehängt. ö
- Ma. 34, 133
margin
- Süd. 83, 61
margin
- Or. 1904, 26
margin
- Il. 79, 25
margin
- Syn. 78, 11
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vol d, printed page
135 · scan: bub_gb_akAUAAAAYAAJ/n0219
4.
Die Verheiſtung, die Gott den Geboten angehängt hat, fließt aus dem Evangelium
4. Die Verheiſtung, die Gott den Geboten angehängt hat, fließt aus dem Evangelium. Da niemand das Ge⸗ſetz oder auch nur ein einziges Gebot vollkommen halten kann, ſo haben dieſe Verheißungen ihren Grund in der
Gnade und Barmherzigkeit Gottes.
Anm. a. Belohnung der guten Werke der Chriſten kann nicht aus der Erfüllung der Gebote der Chriſten herkommen, ſondern iſt immer Gnadenlohn.
Anm. b. Es iſt das alles eine Folge und Wirkung deſſen, was das Evangelium uns ſchenkt.
Einwand 1. Das Evangelium iſt aber ganz und gar nicht von den Werken abhängig und hat nichts mit dem Geſetz zu tun. — Das Evangelium rechtfertigt nicht allein (inſofern hat es mit dem Geſetz nichts zu tun), es ſoll auch die Heilig ung in uns wirken, die nach
den Geboten geſchehen ſoll.
Anm. Die evangeliſchen Verheißungen ſind darum doppelter Art: entweder ſie gehören zum Weſen des Evangelii (wer da glaubet und getauft wird, der wird ſelig) oder zu den Wirkungen des Evangelii, zu den Folgen der Rechtfertigung.
Einwand 2. Die evangeliſchen Verheißungen ſind freie Gnadenverheißungen, dieſe aber iſt bedingt durch Werke. — Wenn ſie durch die Liebe zu Gott und das Halten der Gebote bedingt wäre, ſo wäre ſie geſetzlich. Aber Gott ſelbſt muß dieſe Bedingung erfüllen. Das leiſeſte Verlangen, Gott zu lieben und zu dienen, iſt Gnade.
Anm. a. Sowenig die Verheißung des Evangelii durch den Glauben bedingt iſt, ſo wenig iſt der aus Gnaden gewirkte Gehorſam eine Bedingung der Verheißung. Die evangeliſchen Verheißungen ſind nicht nur in der Rechtfertigung, ſondern auch in der Heiligung frei.
Anm. b. Nur wenn ein Tun des Menſchen oder ein Werk an Stelle der Gnade geſetzt wird oder mit zur Urſache der Schenkung der Gnade gemacht wird, iſt die Gnade bedingt.
Einwand 3. Gott ſtellt bei der Geſetzgebung Drohung und Verheißung zuſammen. — Daß Gott aber dieſe Verheißung bei der Geſetzgebung ausſpricht und neben die Drohung ſtellt, macht ſie nicht geſetzlich, ebenſo wenig, wie der Zuſatz: „Wer nicht glaubt, wird verdammt“ die Verheißung: „Wer glaubt, wird ſelig“ zu einer geſetzlichen Verheißung macht.
Einwand 4. Die Verheißungen ſind denen gegeben. die ihn lieben und ſeine Gebote halten. Ma. 24, 78. — Dies iſt ſubjektiv, aber keineswegs kauſal zu verſtehen. Gott gibt die Verheißung nicht deswegen, weil ſie ihn lieben. Damit werden nur die Subjekte bezeichnet, welchen Gott aus Gnaden wohltun will.
Anm. Nach dem Geſetz gibt es für keinen Sterblichen eine Belohnung im eigentlichen Sinn.
- L. W. 41, 238
margin
- L. W. 41, 238. 239
margin
- L. W. 41, 238
margin
- L. W. 41, 238. 239
margin
- L. W. 41, 244
margin
- L. W. 41, 286
margin
- L. W. 41, 286. 287
margin
- Ma. 24, 78
- L. W. 41, 286
margin
- L. W. 41, 286. 287
margin
- L. W. 41, 287
margin
- L. W. 41, 287. 288
margin
- L. W. 41, 288
margin
- L. W. 41, 288
margin
- L. W. 41, 288. 289
margin
- L. W. 41. 289
margin
- L. W. 29, 289
margin
vol d, printed page
135–136 · scan: bub_gb_akAUAAAAYAAJ/n0219
5.
Die Verheißungen des Evangelii ſind unbedingt
5. Die Verheißungen des Evangelii ſind unbedingt. Sie ſind durch kein menſchliches Tun bedingt. Gott ſchenkt uns die Gnadengüter frei und umſonſt. Alle Bedingungen ſind in Chriſto erfüllt.
Anm. a. Die Verheißung wird der Forderung entgegengeſetzt. Gal. 3, 18: So das Erbe durch das Geſetz erworben würde, ſo würde es nicht durch Verheißung gegeben. Röm. 4, 14. Gnade ſchließt alles Verdienſt ans. L. W. 29, 34. 35. Gott macht die Gottloſen gerecht.
Anm. b. Das Evangelium ſtraft keine Sünde, auch nicht die Sünde des böſen Verhaltens dem Worte gegen⸗
über, ſchließt um derſelben willen auch nicht von der Gnade Gottes aus, ſondern vergibt die Sünde, weil Chriſtus ſie gebüßt hat. Chriſtus hat das Geſetz vollkommen erfüllt.
Anm. c. In die Verheißung des Evangelii darf man keine For derung miſchen, ſonſt wird Geſetz und
- L. W. 29, 34
- L. W. 29, 34. 35
- Or. 1906, 26
margin
- Il. 79, 26
margin
- W. 75, 33
margin
- Baier 3, 389
margin
- Baier 3, 389. 390
margin
- Süd. 83, 61
margin
- Süd. 83, 61. 62
margin
- W. 1901, 84
margin
- W. 1901, 84. 85
margin
- Süd. 83, 61
margin
- Süd. 83, 61. 62
margin
- W. 1901, 85
margin
- L. W. 29, 196
margin
- L. W. 29, 196. 197
margin
- L. W. 29, 196. 197. 198
margin
- Süd. 83. 72
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vol d, printed page
136 · scan: bub_gb_akAUAAAAYAAJ/n0220
—
Anm. b. Wer dieſen Einwand erhebt: Das Evangelium fordert Glauben, darum iſt die Verheißung bedingt, hat den ſchriftgemäßen Begriff von Glauben verloren
und macht den Glauben zu einem Werk und vermiſcht Geſetz und Evangelium. Süd. 82, 62.
- Süd. 82, 62
- L. W. 29, 244
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vol d, printed page
138 · scan: bub_gb_akAUAAAAYAAJ/n0222
6.
Antitheſe
6. Antitheſe. Daß die evangeliſchen Verheißungen bedingt ſeien, lehren
a. Papiſten, Sozinianer, Arminianer;
b. unſere Gegner im Gnadenwahlsſtreit. Ohioſynode. Gott wird dann ſeine Verheißung erfüllen, wenn wir auch an unſerm Teile das Unſrige tun, z. B. das mutwillige Widerſtreben laſſen. Die Bedingung iſt das menſchliche Verhalten.
Anm. a. Man macht den Schluß: Weil die Gnade allgemein iſt, ſo müſſen die Verheißungen bedingt ſein, ſonſt würden alle Menſchen ſelig. ä
Anm. b. Darin ſoll auf ſeiten des Menſchen kein Verdienſt und Würdigkeit liegen. — Man will aber damit das Geheimnis der Wahl erklären. Darin ſoll der Grund liegen, warum der eine vor dem andern Gnade erlangt. Schlöſſe die Erfüllung der Bedingung kein Verdienſt und Würdigkeit in ſich, ſo iſt nichts erklärt.
Anm. c. Die Gegner finden den bedingten Heilsrat tröſtlich. — Er iſt tröſtlich für die Vernunft. Nun iſt alles klar: Wer die Bedingung erfüllt, wird ſelig, wer ſie nicht erfüllt, wird verdammt. Wer das Widerſtreben läßt, wird bekehrt, wer es nicht läßt, wird nicht bekehrt.
Anm. d. Der Sünder aber muß verzweifeln. Er kann weder dieſe, noch eine andere Forderung leiſten, er iſt eitel Feindſchaft wider Gott. So verdammt ihn nicht bloß das Geſetz, ſondern auch das Evangelium.
Anm. e. In der Anfechtung wird ſich der Menſch fragen: Haſt du wirklich rechten Glauben oder überhaupt Glauben? Haſt du das Widerſtreben gelaſſen? Da er bei ſich das Gegenteil findet, wird er ſchließen, daß ihm auch die Verheißung nicht gilt.
Anm. f. Anſtatt von einer Bedingung reden die Gegner auch von einer Ordnung. Aber damit meinen ſie auch nicht die Gnadenordnung, ſondern etwas, was die Gnade vorausſetzt, der Gnade vorgängig iſt. — Vergl. Konk. 88, 11.
Anm. g. Wir ziehen nie die Gnade, ſondern die Gnade zieht uns. Röm. 10, 20. Bei den Gegnern geht der Menſch mit ſeinem Tun voran und die Gnade folgt.
Homiletik.
Sonntag nach Epiph. — Ev.
an welche ſich der Glaube hält. Verheißungen a.
Güter. — Ma. 16, 194.
Sonntagenach Trin. — Epi.
über dem Geſetz ſteht.
a. Sie wird durchs Geſetz nicht
b. Sie gibt und ſchenkt, was das Geſetz uns nimmer
keine Bedingung geknüpft.
„Sie nimmt das Geſetz in
370.
- Konk. 88
- Konk. 88, 11
- Ma. 16, 194
- Baier 3, 390
margin
- Baier 3, 390. 391
margin
- L. W. 29, 193
margin
- L. W. 29, 193. 194
margin
- L. W. 29, 193. 194. 84
margin
- L. W. 29, 193. 194. 84. 25
margin
- Neb. 86, 36
margin
- Mich. 85, 61
margin
- Süd. 83, 71
margin
- L. W. 29, 194
margin
- L. W. 29, 194. 33
margin
- L. W. 29, 194. 33. 34
margin
- L. W. 29, 247
margin
- L. W. 29, 247. 248
margin
- L. W. 29, 247. 248. 29, 253
margin
- L. W. 29, 247. 248. 29, 253. 254
margin
- L. W. 29, 247. 248. 29, 253. 254. 29, 254
margin
- L. W. 29, 247. 248. 29, 253. 254. 29, 254. 29, 248
margin
- L. W. 29, 247. 248. 29, 253. 254. 29, 254. 29, 248. 249
margin
- L. W. 29, 249
margin
- L. W. 29, 249. 250
margin
- L. W. 29, 249. 250. 6
margin
- W. 75,
- Ma. 39,
vol d, printed page
138 · scan: bub_gb_akAUAAAAYAAJ/n0222