—
Verein.
Abhandlungen.
Luth. 42, 10. 11. Etliche Fragen betreffs welt⸗
Süd. 85, 49—54. Verein oder chriſtliche Ge⸗
Theſen über rechtes Verhältnis einer rechtgläubigen in und außerhalb derſelben. Süd. 83, 81—89.
Verein.
- Luth. 42, 10
- Luth. 42, 10. 11
- Süd. 85, 49—54
- Süd. 83, 81—89
- L. W. 43, 321—327
margin
vol d, printed page
104 · scan: bub_gb_akAUAAAAYAAJ/n0188
1.
—
1. Sich zu Vereinen zuſammenſchlieſſen iſt an ſich nicht
unrecht. Es gehört vielmehr zu den Mitteldingen. Doch
kann ſich an Mitteldinge viel Sündliches anhängen. Anm. a. Manche Vereine ſind darum harmlos, an⸗
dere gefährlich für das Chriſtentum.
Anm. b. Unſere Zeit iſt die Zeit der Vereine. Wie
Pilze ſchießen ſie aus der Erde hervor.
- Neb. 1912, 58
margin
- W. 1900, 49
margin
- Ma. 14, 177
margin
- Syn. Frei. 94, 115
margin
- Wis. Syn. 94, 26
margin
- Ma. 16, 168
margin
- Ma. 16, 168. 31, 327
margin
- Luth. 60, 147
margin
- Luth. 60, 147. 42, 10
margin
- W. 1900, 49
margin
- Wis. 1900,
vol d, printed page
104 · scan: bub_gb_akAUAAAAYAAJ/n0188
2.
—
2. Vereine, die zu verwerfen ſind oder durch Umſtände
leicht verwerflich werden. Sündliche Vereine ſind ſolche
Vereine, die einen falſchen Gottesdienſt haben, von ihren
Gliedern ſündliche Handlungen fordern oder ſündliche
Luſtbarkeiten veranſtalten. Dazu gehören
Union 8§ 2, d.
a. unioniſtiſche Vereine, Y. M. C. A. und
andere.
Anm. Viele ſolcher Geſellſchaften wollen das ausrich—
ten, was eigentlich Aufgabe der Gemeinde iſt. Sie wol⸗
len die Kirchenleute ſammeln und der Kirche neue Freun⸗—
de gewinnen;
b. Arbeitervereine (Unions). Obwohl an
ſich nicht zu verwerfen, laufen doch manche falſche Grund⸗
ſätze, mancher verwerfliche Zweck und manches unrechte
Mittel mit unter. Manche haben chriſtusfeindliche
Sätze in ihrer Konſtitution. Neb. 1912, 59. 60;
c. Vereinigung der Arbeitgeber (Truſts,
Monopole);
d. Logen, geheime Geſellſchaften;
e. weltliche Vereine. Weltlich ſind Vereine,
wenn ſie zum großen Teil aus Weltleuten beſtehen und in
weltlichem Geiſt geführt werden, mit Tanzvergnügen und
Trinkgelagen. Weltlich ſind viele
1. Turnvereine. Der Geiſt, der den Nordamerika⸗
niſchen Turnerbund durchweht, iſt der Geiſt des Un⸗
glaubens. Der ſoziale Turnverein Wis. 89, 39.
40;
2. Geſangvereine. Geſang iſt eine herrliche Gabe
Gottes (Geſang 5184), aber wie oft wird ſie in den
Dienſt der Sünde geſtellt! ä
3. Schützenvereine;
4. Geſellſchaftsvereine (Klubs);
5. Unterſtützungsgeſellſchaften ſ. Unterſtützungs⸗
geſellſchaften;
6. Vereine zur Erhaltung des Deutſchtums, deut⸗
ſcher Sprache und Sitten, die manchmal nichts als
Saujfvereine ſind.
Anm. a. Die meiſten Vereine führen ihre Glieder
nicht zu Gott, ſondern von Gott ab. Die Erfahrung
lehrt auch, daß mancher der Kirche bald verloren ging,
wenn er ſich einem ſolchen Verein anſchloß. Luth. 70,
192.
Anm. b. Hängt ſich Sünde an einen Verein, ſo muß
der Chriſt ihn meiden. Er ſoll ſich nicht teilhaftig ma⸗
chen fremder Sünde, ſich nicht der Welt gleichſtellen, nicht
mit Weltmenſchen Bruderſchaft ſchließen, ſich vor Ar⸗
gernis hüten. Gehet aus von ihnen. Ochs und Eſel
ſpannte man im Alten Teſtament nicht zuſammen.
Anm. c. Was Sünde iſt, muß auch als Sünde ge⸗
ſtraft werden.
Einwand. Mit dem Sündlichen, das da vorkommt,
haben wir nichts zu tun. Wir machen nicht mit. — Ihr
10 aber als Glieder der Geſellſchaft dafür verantwortIH.
Anm. d. Wie mit Gemeindegliedern, die ſolchen Ver⸗
einen angehören, zu handeln Süd. 85, 51. 52.
Anm. e. Das viele Vereinsweſen iſt der Familie nach⸗
— ———— —ʃ654—46ʃ6Jʃ••..........— ;— teilig. Um die chriſtliche Familie ſollte ſich alles gruppieren. Darum ſollten Eltern ihren Kindern, die Frau dem Manne das Haus lieb und wert machen.
- Süd. 83, 89
margin
- Neb. 1912, 59
- Neb. 1912, 59. 60
- Wis. 89, 39
- Wis. 89, 39.
40
- Wis. 89, 39.
40;
2
- Luth. 70,
192
- Süd. 85, 51
- Süd. 85, 51. 52
- Luth. 68, 70
margin
- Mit. 95, 49
margin
- Luth. 60, 148
margin
- L. W. 48, 101
margin
- Süd. 85, 50
margin
- Süd. 85, 50. 51
margin
- W. 1900, 49
margin
- Süd. 85, 49
margin
- Süd. 85, 49. 50
margin
- Wis. 1900, 45
margin
- O. 74, 56
margin
- Luth. 64, 93
margin
- Luth. 64, 93. 94
margin
- Luth. 64, 93. 94. 21, 182
margin
- Luth. 64, 93. 94. 21, 182. 30, 134
margin
- Ma. 36. 37
margin
- O. 74, 57
margin
- Luth. 64, 94
margin
- Wis. 89. 41
margin
- O. 74, 57
margin
- O. 74, 58
margin
- Mich. 98, 32
margin
- Wis. 89. 41
margin
- Luth. 64, 94
margin
- Ma. 16, 168
margin
- Ma. 16, 168. 31, 327
margin
- W. 1900, 49
margin
- Süd. 97, 48
margin
- Süd. 97, 48. 49
margin
- Süd. 83, 85
margin
- Syn. Frei. 94, 117
margin
- Neb. 1912, 59
margin
- O. 74, 58
margin
- Luth. 56, 386
margin
- Syn. Frei. 94, 116
margin
- W. 56, 90
margin
vol d, printed page
104–106 · scan: bub_gb_akAUAAAAYAAJ/n0188
3.
Vereine innerhalb der Gemeinde
3. Vereine innerhalb der Gemeinde. Vereine in der Gemeinde ſind nur ſo weit zu geſtatten, als ſie den von Gott geſtifteten Verein, die Gemeinde, nicht beiſeite ſchieben oder deren Rechte für ſich in Anſpruch nehmen. Darum ſind nicht zu befürworten
a. Kranken⸗ und Sterbekaſſen, Unterſt ütz ungsvereine, dadurch die Gemeinde ihrer Verflichtung gegen Arme und Kranke enthoben wird;
b. Miſſionsvereine.
Anm. a. Wie viele Vereine hat man in Deutſchland außer und neben der Kirche, welche Miſſion treiben! Viele Leute entziehen Zeit und Kraft der Gemeinde und widmen ſie dem Verein. Selbſt Paſtoren verlaſſen ihre Gemeinde und treten in den Dienſt eines Miſſionsvereins.
Anm. b. Warum bildet man ſolche Vereine? Weil die Kirche ſo vielfach nicht leiſtet, was ſie ſollte. Darum fangen die eifrigen Glieder einen Verein an. Sie würden aber einen noch größeren Segen ſtiften, wenn ſie als Gemeindeglieder eifrig arbeiten und andere zur Nachfolge reizen würden.
Anm. e. In der Landeskirche läßt ſich Entſtehung ſolcher Vereine leichter erklären, weil die Kirche Staatskirche iſt und viele Ungläubige dazu gehören:
c. Vereine für entſchiedenes Chriſten⸗tum, z. B. der Bund des weißen Kreuzes:
Schulvereine, ſ. Schule 53.
Anm. a. Der von Gott geſtiftete Verein iſt die Gemeinde. S. Jugendverein v643, Anm. c. Unterſtützungsvereine §88 b.
Amn. b. Alles, wozu ſchon jeder Chriſt und jede Gemeinde verpflichtet iſt, darf man nicht noch wieder unter eine beſondere Vereinspflicht ſtellen. Wozu einen Ver⸗ein, um das auszurichten, was Aufgabe der Kirche iſt?
Anm. c. Gründet man Vereine, um dem Mangel an Intereſſe für das Reich Gottes abzuhelfen, ſo erfüllen ſie nicht ihren Zweck. Mancher denkt, jemehr Vereine in der Gemeinde, deſto mehr Leben. Aber das iſt ein krankhaftes Symptom des Gemeindelebens. L. W. 56, 90. 0
Anm. d. Was Gott ordnet, iſt ſicher gut. Aber was wir ſelbſt machen, erſcheint uns viel löblicher.
Anm. e. Alle Vereine, die mit der von Gott geordneten Tätigkeit der Gemeinde in Widerſpruch treten, ſoll man eingehen laſſen, andere mag man dulden oder fördern.
Anm. f. Bürgerliche Vereine in der Gemeinde können allerlei Verwickelungen und Gefahren für die Ge— meinde herbeiführen.
- L. W. 56, 90
- L. W. 56, 90. 0
- Luth. 52, 34
margin
- Ma. 4, 198
margin
- Ma. 4, 198. 199
margin
- L. W. 43, 325
margin
- Luth. 35, 129—131
margin
- L. W. 43, 325
margin
- L. W. 43, 321
margin
- L. W. 43, 321. 322
margin
- Luth. 52, 34
margin
- Luth. 52, 34. 68, 70
margin
- L. W. 48, 102
margin
- L. W. 43, 324
margin
- Wis. Syn. 1902, 54
margin
- L. W. 43, 326
margin
- L. W. 48, 102
margin
- O. 73, 50
margin
vol d, printed page
106 · scan: bub_gb_akAUAAAAYAAJ/n0190
4.
Jugendvereine, Frauenvereine
4. Jugendvereine, Frauenvereine. Solche Vereine
können
a. viel Segenſtiften, wenn recht geleitet. S.
Jugendverein 642;
b. auch manches Unheil anrichten, wenn
Vergnügungsſucht oder Weltſinn die Vereine erfüllen
oder wenn man die Zwecke des Vereins mehr fördert als
das Wohl der Gemeinde. Neb. 1912, 59.
Anm. a. Der Paſtor muß darüber wachen, daß die
Vereine in ihren Verſammlungen und Abendunterhal-
tungen in ihren Grenzen bleiben und chriſtliche Wohl⸗
anſtändigkeit und gute Sitten bewahren.
Anm. b. Alle Vereine in der Gemeinde müſſen unter
Aufſicht der Gemeinde ſtehen. S. Jugendverein.
Anm. c. Werden dieſe Vereine recht geführt und wird
das Werk des Herrn dadurch nicht gehindert, ſondern ge⸗
fördert, ſo ſind ſie löblich. Sie bilden aber kein Mittel,
geiſtliches Leben zu erzeugen und zu erhalten. Mit.
1907, 29.
Anm. d. Es gehört nicht zu den Amtspflichten des
Paſtors, den jungen Leuten angenehmen Zeitvertreib
zu verſchaffen. Man darf ihm Gründung ſolcher Ver⸗ö
eine nicht zum Gewiſſen machen.
Anm. e. Die Vereinsfrage iſt in den meiſten Fällen
nicht ſowohl eine Frage der Lehre als des Lebens.
Homiletik.
Themata für Frauenvereinsfeſte.
2 Kön. 4, 8—11. — Die Sunamitin. a. Ihr Name
doch bekannt. b. Sie hatte Reichtum und war doch ſo
ſchwächere Werkzeug und war doch ſo tatkräftig. — Ma. 34,
Luk. 8, 1—3. — Der erſte Frauenverein in der
einem beſonderen Liebesdienſt an Chriſto und ſeinen Jüngern.
ſer erſten Frauenverbindung, b. der Liebesdienſt, zu dem dieſe Frauenverbindung geſchah. — Ma. 14, 174.
Luk. 8, 1—3. — Der ſelige Beruf chriſtlicher Frauen nach Inhalt unſers Textes. a. Sie folgen Chriſto nach, b. ſie tun ihm Handreichung von ihrer Habe. — Ma. 31, 328.
Ap. 9, 36—42. — Inwiefern ſoll das Beiſpiel der Tabea einen lutheriſchen Frauenverein zur Wohltätigkeit ermuntern? Er erkennt daraus, a. daß die Wohltätigkeit auch den Frauen geboten iſt, b. daß die rechte Wohltätigkeit eine herrliche Frucht des Glaubens iſt, c. daß Gott die Werke der Liebe als Zeichen des Glaubens am jüngſten Tag herrlich rühmen will. — Ma. 6, 13.
Eph. 1, 3. — Worüber ihr am fünfundzwanzigjährigen Jubiläum eures Frauenvereins jubeln ſollt. Darüber, daß ihr dieſe ganze Zeit hindurch a. durch den Glauben von Gott habt nehmen dürfen, b. durch die Liebe dem Nächſten hat dienen dürfen. — Ma. 35, 81.
- Neb. 1912, 59
- Mit.
1907, 29
- Ma. 14, 174
- Ma. 31, 328
- Ma. 6, 13
- Ma. 35, 81
- Süd. 83, 88
margin
- Süd. 83, 88. 89
margin
- Ma. 34, 382
margin
- Luth. 48, 48
margin
- Luth. 48, 48. 72, 203
margin
- Ma. 34, 383
margin
- Luth. 68, 70
margin
- Il. 95, 41
margin
- Ma. 31, 328
margin
- Ma. 31, 328. 16, 169
margin
- Ma. 34, 382
margin
- Ma. 34,
Luk. 8, 1—3. — D
vol d, printed page
107 · scan: bub_gb_akAUAAAAYAAJ/n0191