6. Von Gott geſchenkte Kräfte
6. Von Gott geſchenkte Kräfte. Synergiſten ſagen, Gott ſchenkt dem Menſchen die Kraft, daß er ſich entſcheiden, recht verhalten, zu ſeiner Bekehrung mitwirken kön— ne. Wenn er dieſe Kräfte gebrauche, könne er zum wirk— lichen Glauben kommen. W. 1901, 73. Mit. 91, 37. Das ſoll dann kein Syunergismus ſein, weil es geſchieht mit den von Gott geſchenkten Kräften. L. W. 31, 155. — Dagegen: a. Was für Kräfte ſind das, die Gott ſchenkt? Ohne Zweifel geiſtliche Kräfte. b. Gibt Gott nur die Kraft, ſich recht zu verhalten, ohne dieſes Verhalten ſelbſt zu wirken, ſo muß eine an— dere Kraft hinzukommen, die die von Gott geſchenkten Kräfte gebraucht. c. Was iſt das für eine Kraft, die nun die von Gott geſchenkten Kräfte verwalten ſoll und die ſchon vorher da ſein muß? 1. Iſt es einen atürliche Kraft? Der natür⸗ liche Menſch ſoll mit geiſtlichen Kräften arbeiten? So ſchreibt man einem toten Menſchen den Gebrauch geiſtlicher Kräfte L. W. 53. 196. 197, einen mo- dus agendi L. W. 46, 284, eine Mitwirkung zu ſeiner Bekehrung zu. Quart. 2, 90. Anm. Daß ein Unbekehrter mit geiſtlichen Kräf⸗ ten operiert, iſt eine contradictio in adjecto. Ein Toter kann nichts damit anfangen. 2. Iſt es eine geiſtliche Kraft? Dann muß der Menſch ſchon vor ſeiner Bekehrung bekehrt ſein. Anm. a. So macht man auch den Glauben zu einem guten Werk. Gute Werke ſind Werke, die wir Chri⸗— ſten durch Gnadenkräfte bewirken. Dann kann man vor der Bekehrung gute Werke tun. Anm. b. Nein, vor der Bekehrung kann von geiſt— lichen Kräften nicht die Rede ſein. d. Schenkung geiſtlicher Kräfte iſt die Bekehrung Hlant Die Kräfte werden nicht vor der Bekehrung ge⸗ enkt. Anm. Synergiſten lehren eine Bekehrung vor der Be— kehrung. e. Dieſe Lehre führt zu einem Zwiſchenzuſtand, da der Menſch noch unbekehrt iſt, aber doch ſchon geiſtliche Kräfte hat. Man unterſcheidet Erweckung und Bekeh— rung. W. 76, 68. Anm. a. Einen Zwiſchenzuſtand gibt es nicht. Das beſtätigt auch G. Fritſchel, „Zur Einigung.“ S. 39. Anm. b. Sobald man zwiſchen Erweckung und Be— kehrung einen weſentlichen Unterſchied macht, iſt Synergismus die Folge.
- W. 1901, 73
- Mit. 91, 37
- L. W. 31, 155
- L. W. 53. 196
- L. W. 53. 196. 197
- L. W. 46, 284
- Quart. 2, 90
- W. 76, 68
- Luth. 37, 121 margin
- Luth. 37, 121. 122 margin
- L. W. 36, 306 margin
- L. W. 36, 306. 26, 194 margin
- L. W. 36, 306. 26, 194. 195 margin
- L. W. 36, 306. 26, 194. 195. 28 margin
- L. W. 36, 306. 26, 194. 195. 28. 146 margin
- Neb. 82, 25 margin
- Wis. Syn. 1903, 51 margin
- Pi. 19 margin
- L. W. 58, 391 margin
- L. W. 58, 391. 392 margin
- L. W. 18, 263 margin
- L. W. 18, 263. 26, 195 margin
- L. W. 32, 326 margin
- L. W. 32, 326. 327 margin
- L. W. 32, 326. 327. 36, 312 margin
- Or. 1901, 26 margin
- L. W. 43, 130 margin
- L. W. 27. 233 margin
- W. 76, 67 margin
- W. 76, 67. 68 margin
- Or. 1901, 31 margin
- L. W. 45, 378 margin
- L. W. 45, 378. 379 margin
- L. W. 36, 310 margin
- L. W. 36, 310. 43, 130 margin
- L. W. 36, 310. 43, 130. 36, 306 margin
- L. W. 36, 310. 43, 130. 36, 306. 307 margin
- L. W. 36, 310. 43, 130. 36, 306. 307. 31, 110 margin
- L. W. 36, 310. 43, 130. 36, 306. 307. 31, 110. 30, 146 margin
- L. W. 36, 310. 43, 130. 36, 306. 307. 31, 110. 30, 146. 18, 268 margin
- W. 77. 71 margin
- Pi. 20 margin
- Mit. 94, 38 margin
- Wis. Syn. 1903, 51 margin
- Syn. 92, 36 margin
- W. 76, 67 margin
- Or. 1901, 29 margin
- L. W. 28, 445 margin
- L. W. 18, 293 margin
- L. W. 18, 293. 294 margin
- L. W. 18, 293. 294. 28 margin
- L. W. 18, 293. 294. 28. 445 margin
- L. W. 18, 293. 294. 28. 445. 43, 130 margin
- Süd. 94, 38 margin
- Süd. 94, 38. 45 margin
- Or. 1901, 28 margin
- Quart. 2, 89 margin
- Quart. 2, 89. 90 margin
- L. W. 54, 300 margin
- L. W. 54, 300. 36, 309 margin
- Theol. 5, 147 margin
vol c, printed page 797 · scan: gb_xkEUAAAAYAAJ/0580_RA3-PA19